1963/2022
Baubeschluss für den barrierefreien Umbau von 5 Haltestellen (7 Haltekanten) auf der KVB-Linie 157 im Stadtbezirk Kalk (0602/2021)
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Mitteilung BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle III/66/664/5 664 Vorlagen-Nummer 1963/2022 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 8 (Kalk) 25.08.2022 Baubeschluss für den barrierefreien Umbau von 5 Haltestellen (7 Haltekanten) auf der KVB- Linie 157 im Stadtbezirk Kalk (0602/2021) hier: Änderungsanträge AN/1358/2021 und AN/1359/2021 aus der Sitzung am 10.06.2021 und Beschluss 0677/2022 aus der Sitzung am 07.04.2022 Die Verwaltung hat der Bezirksvertretung Kalk den „Baubeschluss für den barrierefreien Umbau von 5 Bushaltestellen (7 Haltekanten) auf der KVB-Linie 157 im Stadtbezirk Kalk“ (0602/2021) zur Ent- scheidung vorgelegt. Der Barrierefreie Ausbau der Haltestellen Merheim, Europaring (Fahrtrichtung Ostheim) und Straß- burger Platz (FR Ostheim) wurden mehrheitlich bzw. einstimmig von der BV Kalk abgelehnt. Für die abgelehnten Haltestellen wurde die Verwaltung gebeten, eine Öffentlichkeitsbeteiligung (bei- spielsweise im Rahmen einer Informationsveranstaltung am Abend) durchzuführen. Die Ergebnisse aus diesen Öffentlichkeitsbeteiligungen sind anschließend der Bezirksvertretung Kalk vorzulegen. Für die Haltestelle Merheim wurde die Verwaltung aufgefordert, die Planung zu überarbeiten. Die Bezirksvertretung hat der Vorgehensweise für das Beteiligungsverfahren zum Barrierefreien Um- bau von drei Haltestellen der KVB-Linie 157 im Stadtbezirk Kalk (0677/2022) einstimmig zugestimmt. Mitteilung der Verwaltung: Im Zeitraum vom 16.05.2022 bis zum 27.05.2022 fand zu den Haltestellen Merheim, Europaring und Straßburger Platz eine Öffentlichkeitsbeteiligung in Form einer Online-Beteiligung im Portal „Meinung für Köln“ statt: https://www.meinungfuer.koeln/node/7004 Zur Beteiligung wurden die beiden bereits bekannten Planungen der Haltekanten „Europaring“ und „Straßburger Platz“ in Fahrtrichtung Ostheim vorgelegt. Außerdem wurde die überplante Haltestelle Merheim vorgestellt. In Anlage 1 sind die Kommentare der Bürger*innen zur jeweiligen Haltestelle zusammengefasst wor- den. Zu jedem Kommentar der Bürger*innen hat die Verwaltung Stellung bezogen. Anlage Kommentare aus der Öffentlichkeitsbeteiligung
Anlage 1_Kommentare aus der Öffentlichkeitsbeteiligung
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Anlage 1 Seite 1 Kommentare aus der Öffentlichkeitsbeteiligung „Drei neue Bushaltestellen für Kalk!“ Laufzeit: 16.05.2022 – 27.05.2022 Haltestelle Merheim Kommentare zur Haltestelle Merheim Stellungnahme der Verwaltung 1. Eine Verlegung der Bushaltestelle halte ich für wirklich sinnvoll, weil sich der dortige Rückstau auch auf mich als Radfahrer auswirkt. Mit der neuen Haltestelle wird die Situation für alle Verkehrsteilnehmer deutlich übersichtlicher und vor allem sicherer. Auch die Tatsache, dass die Warendorfer Straße weiterhin in beide Richtungen für den Radverkehr frei ist finde ich gut. Die Planung der Verwaltung berücksichtigt bereits die vorgebrachten Argumente 2. Leider ist die Planung nach wie vor völlig verfehlt. Der vor der Schranke wartende Bus macht es den vor den Geschäften Parkenden fast unmöglich, dort zu rangieren. Auch bei der Einbahnstraßenregelung wird die Sicht aus der Warendorfer Straße kommend durch den wartenden Bus weiterhin eingeschränkt. Das Argument, die HS an alter Stelle könne nicht umgebaut werden, erschließt sich nicht. Auf all diese Dinge wurde vor Jahren schon bei den Planungen für die Bebauung des Ortsmittelpunktes in Ortsterminen hingewiesen mit dem Ergebnis, dass die Planung wieder auf die alte jetzige HS geändert wurde. Eben aus gutem Grund! Der haltende Bus steht an der geplanten Haltestelle, nicht auf der Fahrbahn, die in Summe 6,5 m breit ist. Ein Rangieren ist hier problemlos möglich. Fahrzeuge, die einen Stoppschild passieren und die Vorfahrt gewähren müssen, müssen sich zum Abbiegen in den Kieskaulerweg langsam vorwärts herantasten. Die Sichtverhältnisse wurden bei der Planung selbstverständlich beachtet. Damit alle drei Türen des Busses barrierefrei zugänglich sind, muss die Haltekante min. 15 m lang sein. Vor und hinter der Haltekante ist eine 3m lange Anrampung erforderlich. An der aktuellen Stelle sind insgesamt nur etwa 15m vorhanden. Eine Verlängerung ist aufgrund des Radweges und der Grundstückszufahrt nicht möglich. Dementsprechend ist an der aktuellen Stelle ein barrierefreier Ausbau nicht möglich. 3. Als Bürgerin finde ich es vorbildlich, dass viele Elemente der bisherigen Haltestelle erhalten bleiben, auch um Kosten einzusparen. Darüber hinaus hat jemand einmal mitgedacht und bei der Planung die Gefahrenquellen vor Ort reduziert. Danke dafür! An der neuen Haltestelle soll der vorhandene Fahrgastunterstand wiederverwendet werden. Der Baum im Einmündungsbereich bleibt erhalten. Die Neuversiegelung wurde auf das Mindeste reduziert, indem die überbreiten Fahrspuren eingeengt wurden und die gewonnene Mehrfläche für die Haltestelle genutzt werden kann. Anlage 1 Seite 2 Haltestelle Europaring Kommentare zur Haltestelle Europaring Stellungnahme der Verwaltung 1. Auch wenn grundsätzlich genug Flächen für eine barrierefreie Umgestaltung vorhanden sind, bedeutet jede unnötige Bodenversiegelung einen empfindlichen Eingriff in die Umwelt. Dem entsprechend ist die geplante Rückgewinnung der Grünflächen durchweg positiv zu bewerten. Der Entfall der Busbucht wird wahrscheinlich zu einen Rückstau führen, allerdings darf an dieser Stelle auch nicht die Sicherheit außer Acht gelassen werden, da die PKW-Fahrer ja durch das Halten der Busse ausgebremst werden. Wer es also eilig hat, lieber mal etwas früher von zu Hause losfahren - safety first (Raudis gibt's leider noch genug). Darüber hinaus ist es für die Busse einfacher sich wieder in den Verkehr einzuordnen, als wenn sie sich aus der Bucht zwischen die anderen Fahrzeuge quetschen müssen. So gibt es die Chance, dass die Busfahrer halbwegs den Fahrplan einhalten können. Die Planung der Verwaltung berücksichtigt bereits die vorgebrachten Argumente 2. Grundsätzlich ist der barrierefreie Ausbau richtig. Aber die Verlagerung der Halte auf die Fahrbahn verkennt die Bedeutung des Neubrücker Rings als Durchgangsstraße. Gerade zu Beginn des Berufsverkehrs fließt in beide Richtungen viel Verkehr von/nach Ostheim und Rath/Heumar. Bei Problemen auf dem Autobahnring verlagert sich der Verkehr regelmäßig auf den Neubrücker Ring! Die Situation ist nicht vergleichbar mit dem Europaring. Die Busse 157/179 fahren im 5-Minuten-Takt. Gerade die HS Straßburger Platz ist stark frequentiert durch Schüler, was das Ein- und Aussteigen verlängert. Es gilt Überholverbot. Die Pkw müssten fast die ganze Strecke hinter dem Bus bleiben. .Das bedeutet unnötigen zusätzlichen Lärm und Dreck für die Neubrücker Bürger Ich empfehle, einmal zu Testzwecken an 2 normalen Wochentagen im Berufs- und Schülerverkehr probeweise die Haltestellen auf die Straße zu verlegen und zu schauen, was Die Linie 157 bedient die Haltestellen ganztägig im 10-Minuten-Takt. Die Linie 179 fährt ebenfalls im 10-Min-Takt, aber nur zwischen 15:00Uhr und 19:00Uhr. Behinderung durch die Bedienung der Haltestellen im 5-Minuten-Takt wird es in den frühen Morgenstunden nicht geben. Der Verwaltung liegen keine Erkenntnisse über eine Verlagerung des Verkehrs auf den Neubrücker Ring bei Überlastung der Autobahn vor. Es besteht keine direkte Straßenverbindung zur Bundesautobahn A3. Städtische Straßen können generell nicht als Ausweichroute von Bundesautobahnen dimensioniert werden. Das führt zu redundanten Verkehrsflächen, die im überwiegenden Zeitraum nicht erforderlich wären. Kurzzeitige Überlastungen von städtischen Straßen müssen hingenommen werden. Eine Haltestelle in einer Busbucht würde im Vergleich zu der jetzigen Planung zu viel mehr versiegelter Fläche Anlage 1 Seite 3 Kommentare zur Haltestelle Europaring Stellungnahme der Verwaltung das für den Verkehrsfluss genau bedeuten würde, ehe man für viel Geld den Umbau startet. Die Randflächen der beiden Haltestellen sind groß genug, um dort großzügig Barrierefreiheit herstellen zu können! führen und erheblich mehr Kosten erzeugen. Die Verwaltung ist zu wirtschaftlichem Handeln verpflichtet. 3. Ich bin für die Verlegung der Haltestelle auf der Straße. Die Vorteile für 50 Menschen im Bus überwiegen die Nachteile für drei Menschen im Auto, die dahinter stehen bleiben müssen. Eine Planung nach dem Motto "freie Fahrt für freie Bürger" gehört in die Mottenkiste. Die Planung der Verwaltung berücksichtigt bereits die vorgebrachten Argumente 4. Alternativen sind doch nur sinnvoll, wenn sie nachhaltig sind. Wenn ich die Erklärung richtig verstanden habe, sind Busbuchten das nicht, weil großer Flächenverbrauch und teuer. Ich finde es gut, wenn es eine preiswerte und ressourcenschonende Lösung gibt. Die Planung der Verwaltung berücksichtigt bereits die vorgebrachten Argumente 5. Natürlich wäre es - um auch den anderen Kommentaren gerecht zu werden - interessant, eine Alternative zu sehen. Jedoch erscheinen die Darstellungen durchaus plausibel. Unserem Wohnviertel wird mehr Grünfläche geschenkt, was der Optik, der Nachhaltigkeit, aber auch dem Wohlbefinden zuträglich ist. Darüber hinaus ist auf der Straße sowieso viel Betrieb und somit eine Luftbelastung nicht ausgeschlossen. Jedoch führt meines Erachtens nach der Busstopp am Straßenrand auch zu einer Entschleunigung des Verkehrs und somit zu Sicherheit. Ich bin gespannt auf die Umsetzung und die Erleichterung beim Zustieg in den Bus. Die Planung der Verwaltung berücksichtigt bereits die vorgebrachten Argumente 6. Ich bin gegen die Verlagerung der Haltestelle auf die Straße. Der Neubrücker Ring ist stark befahren, sodass mit erheblichen Behinderungen des Fahrverkehrs zu rechnen ist, wodurch durch die stehenden KFZ ein erhöhter Schadstoffausstoß im örtlichen Errichtung zu rechnen ist. Ein Halten des Busses an der Haltestelle dauert maximal 30 Sekunden. Auf dem Neubrücker Ring fahren in der Spitzenstunden rund 550 Kfz in Richtung Ostheim. Durchschnittlich bleiben damit höchstens fünf Fahrzeuge hinter dem haltenden Bus stehen. Die modernen Autos verfügen über eine Abschalteinrichtung, so dass nicht mit einem erhöhten Schadstoffausstoß zu rechnen ist. Anlage 1 Seite 4 Kommentare zur Haltestelle Europaring Stellungnahme der Verwaltung 7. Sehr geehrte Damen und Herren, leider liegt Ihrer Darstellung keine alternative Planung zur Beibehaltung und Verlängerung der Busbucht bei. Wenn es diese Planungen nicht geben sollte, sind diese nachzuholen. Wenn es sie jedoch gibt, sind sie ebenfalls zu veröffentlichen. Eine vorgebliche alternativlose Planung nach dem Motto "Friss oder stirb" gibt es in der Regel nicht. Ich bitte daher, dies raschmöglich nachzuholen. Es entspricht dem Stand der Technik, dass neu geplante Bushaltestellen am Fahrbahnrand angeordnet werden, sodass diese von den Bussen in gerader Linie angefahren werden können. Nur an Haltestellen mit betriebsbedingt längerem Halt des Busses, oder in unmittelbarer Nähe hinter einer signalisierten Kreuzung/Einmündung, sind die Haltestellen in Busbuchten anzuordnen. Anlage 1 Seite 5 Haltestelle Straßburger Platz Kommentare zur Haltestelle Straßburger Platz Stellungnahme der Verwaltung 1. Grundsätzlich ist der barrierefreie Ausbau richtig. Aber die Verlagerung der Halte auf die Fahrbahn verkennt die Bedeutung des Neubrücker Rings als Durchgangssstraße. Gerade zu Beginn des Berufsverkehrs fließt in beide Richtungen viel Verkehr von/nach Ostheim und Rath/Heumar. Bei Problemen auf dem Autobahnring verlagert sich der Verkehr regelmäßig auf den Neubrücker Ring! Die Situation ist nicht vergleichbar mit dem Europaring. Die Busse 157/179 fahren im 5-Minuten-Takt. Gerade die HS Straßburger Platz ist stark frequentiert durch Schüler, was das Ein- und Aussteigen verlängert. Es gilt Überholverbot. Die Pkw müssten fast die ganze Strecke hinter dem Bus bleiben. .Das bedeutet unnötigen zusätzlichen Lärm und Dreck für die Neubrücker Bürger Ich empfehle, einmal zu Testzwecken an 2 normalen Wochentagen im Berufs- und Schülerverkehr probeweise die Haltestellen auf die Straße zu verlegen und zu schauen, was das für den Verkehrsfluss genau bedeuten würde, ehe man für viel Geld den Umbau startet. Die Randflächen der beiden Haltestellen sind groß genug, um dort großzügig Barrierefreiheit herstellen zu können! Siehe Kommentar 2 der Haltestelle Europaring. 2. Ich finde es gut, wenn die Haltestelle umgebaut wird. Kurz bevor die Türen aufgehen wird man nochmal richtig hin und her geschleudert. Neulich wäre eine alte Frau mit dem Rollator beinah hingefallen. Die Planung der Verwaltung berücksichtigt bereits die vorgebrachten Argumente 3. Ich finde es ist eine gut durchdachte Planung. Es ist nämlich Zeit, dass die Haltestelle endlich barrierefrei gebaut wird. Ebenfalls finde ich gut, dass die Haltestelle sich auf der Straße befindet. Somit wird das Tempo des Kfz-Verkehrs gedrosselt, denn Tempo 30, wie ausgeschildert, wird nicht immer eingehalten. Die Planung der Verwaltung berücksichtigt bereits die vorgebrachten Argumente Anlage 1 Seite 6 Kommentare zur Haltestelle Straßburger Platz Stellungnahme der Verwaltung 4. Ich bin gegen die Verlagerung der Haltestelle auf die Straße. Der Europaring ist stark befahren, sodass mit Behinderungen des Fahrverkehrs zu rechnen. Die stehenden Fahrzeuge führen zu einem erhöhten Schadstoffausstoß im örtlichen Bereich und damit zu erheblichen Belästigungen und Gefährdungen der dort Wohnenden. Siehe Kommentar 6 der Haltestelle Europaring.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (6)
- Warendorfer Straße
- Europaring
- Straßburger Platz
- Kieskaulerweg
- Neubrücker Ring
- Burger Platz
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Details
- Aktenzeichen
- 1963/2022
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 24.06.2022
- Erstellt
- 09.06.2022 11:15