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AN/0533/2021

Immobilie Hornstraße 2 (ehemaliges Pascha) sinnvoll nutzen

SPD Antrag nach § 3 11.03.2021

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 23.03.2021, TOP 3.1.8

SPD Antrag nach § 3

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SPD Antrag nach § 3

5088 Zeichen

Frau Oberbürgermeisterin  
Henriette Reker 
 
 
 
SPD-Fraktion 
im Rat der Stadt Köln  
Rathaus, Spanischer Bau  
50667 Köln 
fon 0221. 221 259 50  
fax 0221. 221 246 57  
mail fraktion@koelnspd.de  
web  www.koelnspd.de  
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 11.03.2021 
 
AN/0533/2021 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Rat 23.03.2021 
 
Immobilie Hornstraße 2 (ehemaliges Pascha) sinnvoll nutzen 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
das Großbordell Pascha in der Hornstraße 2 hat Insolvenz angemeldet. Das Pa-
scha war das größte Laufhaus Europas und hat erhebliche Gewinne erzielt, nicht 
zuletzt, weil die Zimmermiete für die Menschen in der Prostitution bei ca. 160,- € 
/ Tag lag. 
Leider wurde die Immobilie von den bisherigen Eigentümern an nicht näher be-
kannte Investoren veräußert (siehe entsprechende Pressehinweise), und zwar, 
bevor die Stadtverwaltung prüfen konnte, ob das Objekt für die Unterbringung 
von Obdachlosen genutzt werden könnte, so wie sie es auf den Vorstoß der SPD 
hin laut BILD vom 12.02.2021 angekündigt hatte.[1]  
Laut Presseberichterstattung planen die neuen Eigentümer, die Immobilie erneut 
als Großbordell zu nutzen. Die SPD-Fraktion ist der Meinung, dass das Gebäude 
besser und sinnvoller genutzt werden kann. 
Einer ersten Initiative der SPD-Fraktion, Obdachlose in dem Gebäude unterzu-
bringen, schloss sich auch eine Reihe von gesellschaftlichen Gruppen an. Eine 
breite Diskussion wurde ausgelöst. Dies zeigt, dass der Bedarf an Unterbrin-
gungsmöglichkeiten mit Privatsphäre, z. B. für Obdachlose, immens ist und die 
Immobilie ein großes Potential für alternative Nutzungskonzepte bietet. Nicht 
zuletzt würde dies auch dazu führen, dass unsere Stadt den fragwürdigen Titel 
„Stadt mit dem größten Bordell in Europa“ endlich nicht mehr tragen müsste. 
                                                 
[1]  https://www.bild.de/regional/koeln/koeln -aktuell/spd -will -pascha -anmieten-koelner-obdachlose -sollen-
ins -bordell -75336698.bild.html

- 2 - 
 
Die Stadt muss jetzt schnell handeln, das Gebäude vom neuen Eigentümer er-
werben und die Gebietsprägung so ändern, dass ein Bordellbetrieb ausgeschlos-
sen ist. 
 
 
Beschluss: 
1. Die Stadtverwaltung wird beauftragt, das Objekt Hornstraße 2 zu erwerben 
und anstelle des bisherigen Bordellbetriebs ein sozial und kulturell ausgerich-
tetes Nutzungskonzept zu etablieren. 
 Denkbar sind z. B. ein gemischtes Wohnkonzept für Auszubildende 
und/oder Studierende sowie Appartements für Obdachlose und/oder 
Geflüchtete. Darüber hinaus könnte die ehemalige Bar als Begegnungs-
stätte von Kunst und Kultur genutzt werden – beispielweise als Veran-
staltungsraum. Zur Umsetzung eines solchen modellhaften Projekts be-
darf es zwingend einer psychosozialen Betreuung sowie Hilfen zur In-
tegration und zur Beschäftigungsförderung. Entsprechende Mittel sind 
bereitzustellen. 
2. Die Betreiber des „Odonien“ auf der gegenüberliegenden Straßenseite sowie 
des Wandelwerks sollten aktiv an diesem Prozess beteiligt werden.  
3. Der Rat beauftragt die Verwaltung, alles Erforderliche (ordnungs-, gewerbe-, 
planungs- oder baurechtliche Maßnahmen) in die Wege zu leiten, um den 
Nutzungszweck nach Ziffer 1 zu erreichen. 
4. Die 2018 vom Stadtentwicklungsausschuss beauftragte städtebauliche Neu-
ordnung des Bereichs zwischen Innerer Kanalstraße, Herkulesstraße/K4, 
Parkgürtel und S-Bahntrasse Nippes ist auch vor dem Hintergrund dieser 
Entwicklung endlich anzugehen – mit Beteiligung der Öffentlichkeit von An-
fang an und der engen Einbindung der Bezirksvertretungen Ehrenfeld und 
Nippes. 
 
 
Begründung:  
Mit der Insolvenz des Pascha ergibt sich an der Hornstraße die einmalige Mög-
lichkeit für ein sozial und kulturell ausgerichtetes Nutzungskonzept der Immobi-
lie. Da hier ca. 100 Einzelzimmer mit eigenem Badezimmer vorhanden sind, lie-
ßen sich leicht Appartements einrichten. 
Denkbar wären z. B. ein gemischtes Wohnkonzept für Auszubildende oder Stu-
dierende sowie Appartements für Obdachlose und/oder Geflüchtete. Darüber hin-
aus könnte die ehemalige Bar als Begegnungsstätte von Kunst und Kultur ge-
nutzt werden – beispielweise als Veranstaltungsraum. Damit so ein Projekt gelin-

- 3 - 
 
gen kann, bedarf es auch einer psychosozialen Unterstützung durch einen sozia-
len Träger sowie Hilfe bei der Integration in den Alltag und der Wiederaufnahme 
einer Beschäftigung. Durch ein integratives Konzept wird einer „Ghettoisierung“ 
präventiv begegnet. Die Betreiber von Odonien und Wandelwerk sollten in die 
Erarbeitung dieses Konzepts eingebunden werden. 
Ein solches Nutzungskonzept würde der Stadt bei der Unterbringung von Men-
schen erheblich helfen. 
Zudem hätte ein solches Projekt einer integrativen, sozio-kulturellen Nutzung 
einer Großimmobilie Modellcharakter und würde Strahlkraft über Köln hinaus er-
zielen. Das gesamte Areal würde aufgewertet und den Schmuddelcharakter, der 
ihm durch das Großbordell anhaftet, verlieren. 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
gez. Mike Homann  
SPD-Fraktionsgeschäftsführer

Beratungsverlauf (1)

23.03.2021 Rat
TOP 3.1.8 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: endgültig abgelehnt

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Hornstraße 2
  • Herkulesstraße
  • Parkgürtel

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Details

Aktenzeichen
AN/0533/2021
Typ
SPD Antrag nach § 3
Datum
11.03.2021
Erstellt
11.03.2021 10:25