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AN/2157/2021

Umsetzung Konzept „Cumulus“

Gem. Antrag nach § 3 (Grüne) 13.10.2021

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 26.10.2021, TOP 3.4

Cumulus-Konzept-k

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Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)

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Cumulus-Konzept-k

22776 Zeichen

Konzept für 
den Umgang 
mit dem 
Relief von 
Karl Hartung 
am Filmhaus des 
WDR
Cumulus
Christian Odzuck

Inhalt
-Ausgangssituation
-Relief am WDR Filmhaus
-Konzept
 -Spolien/Lagerung
-Cumulus Interim
 -Begriffe
-Cumulus
Appendix
 - Werke Karl Hartung
 -Kulturentwicklungsplan
 -Mic helnauer Tuff
 -Presseartikel
 -Gutachten

Für die Fassade des WDR-Filmhaus hat der 
Künstler Karl Hartung in den Jahren 1958 bis 
1959 ein Relief realisiert. Im Zuge der Kernsa-
nierung des Gebäudes wurde das Kunstwerk 
von Seiten des WDR Ende 2018 demontiert 
und lagert seitdem auf einem Betriebsgelände 
in Bocklemünd. Das Relief soll auf Wunsch des 
WDR als Schenkung in den Besitz der Stadt Köln 
übergehen.
Die Stadt Köln hat mich mit der Erstellung eines 
Konzepts für einen künstlerischen Umgang 
mit dem Relief beauftragt. Meine Konzeption 
entwickelt sich aus der Gesamtsituation heraus 
und nutzt das Relief als Ausgangspunkt sowie 
integralen Bestandteil eines neuen Kunstwerks 
im öffentlichen Raum. 
Der vorliegende Bericht fasst den aktuellen Wis-
sensstand zusammen und erläutert das Konzept 
für das Kunstwerk unter Verwendung des 
Reliefs von Hartung. Ergänzt ist er durch einen 
Appendix mit Informationen zu den Werken von 
Karl Hartung, der Presseberichterstattung und 
einem Gutachten zum Relief.
Der Entwurf hat einen exemplarischen Charakter, 
der sich auch als Beitrag zur Diskussion über 
Kunst im öffentlichen Raum als Prozess versteht. 
Denn der Umgang mit dem Hartung Relief kann 
als Beispiel für die integrale Zusammenfüh-
rung von vorhandenem und neuem Material zu 
einem zeitgenössischem Kunstwerk im urbanen 
Kontext dienen.  
Christian Odzuck, März 2021
Ausgangssituation

Relief 
am WDR Filmhaus
Das zwischen 1958 und 1959 entstandene Relief 
ist aus dem Naturstein Michelnauer Tuff gefertigt 
in den Maßen ca. 4 x 20 x 0,2 m. Es besteht 
aus 18 vertikalen Streifen mit je einem Motiv, 
welches in 5 Platten unterteilt ist, insgesamt sind 
es 90 Platten. 
Hartung hat das Relief ornamental angelegt 
und eine rhythmische Abfolge von 18 Motiven 
gewählt. Ein Pendant zu dieser Arbeit bildet das 
bis heute am WDR-Gebäude an der Rechtschule 
angebrachte motivische Marmorrelief.

1A
1 104 137 162 115 148 173 126 159 18
2A
1B 2B
1C 2C
1D 2D
1E 2E
3A 5A4A 6A 7A 8A 9A
3B 5B4B 6B 7B 8B 9B
3C 5C4C 6C 7C 8C 9C
3D 5D4D 6D 7D 8D 9D
3E 5E4E 6E 7E 8E 9E
10A 11A 12A 13A 14A 15A 16A 17A 18A
10B 11B 12B 13B 14B 15B 16B 17B 18B
10C 11C 12C 13C 14C 15C 16C 17C 18C
10D 11D 12D 13D 14D 15D 16D 17D 18D
10E 11E 12E 13E 14E 15E 16E 17E 18E
Relief 
90 Elemente

Relief 
Zustand November 2020 
WDR Gelände Köln Bocklemünd

Versteht man die Stadt als lebendigen 
Organismus der permanenten Veränderung, 
dann bekommen ihre Elemente in diesem 
Prozess immer wieder neue Zusammenhänge 
und Bedeutungen. Ziel des hier vorgeschlage-
nen Konzeptes ist es, diese Veränderungspro-
zesse als etwas Positives und Grundlegendes 
aufzufassen. Es geht zum einen um den respekt-
vollen Umgang mit dem vorhandenen Material 
und zum anderen darum dieses als wandelbar 
zu begreifen, in stetiger Entwicklung befindlich. 
Kunst im öffentlichen Raum bedarf einer 
permanenten Neubewertung, nur so kann sie 
ihre gesellschaftliche Relevanz entfalten. 
Konzept
Am Anfang der Auseinandersetzung standen 
die Fragen: Was passiert mit dem Relief? Wie 
kann ein zeitgenössisches Kunstwerk entstehen, 
in dem Teile eines bestehenden Kunstwerkes 
aufgenommen werden? Wie lässt sich eine Aus-
gewogenheit zwischen Vorhanden und Neuem 
erreichen?

Das Konzept ist in zwei Phasen gegliedert: 
In der ersten wird das Material gesichtet, 
aufbereitet und in einen inszenierten Lager-
zustand überführt. Vom WDR-Gelände in 
Bocklemünd wird das Material zur Zwischen-
station in der Altstadt verfrachtet. Betitelt ist 
das Werk in diesem Zeitraum Cumulus Interim. 
Der ideale Standort ist die Fläche vor dem 
Museum für Angewandte Kunst Köln, MAKK, 
gegenüber des weißen Hartung-Reliefs in der 
Rechtstraße. In dieser Zeit wird der Prozess und 
die Geschichten um das Relief sichtbar gemacht, 
auf diese Weise wird die Diskussion angestoßen.
In der zweiten Phase entsteht das eigentliche 
Kunstwerk Cumulus. Grundgedanke ist die Ver-
stetigung des Materials in der Stadt durch die 
Überführung des Reliefs aus der Fläche in den 
Raum. Bereits die Motive des Reliefs evozieren 
durch den repetitiven Charakter eine unendliche 
Weiterführung. Verbindet man die Enden des 
Reliefs so entsteht eine Zylinderform. Es gibt 
somit kein Anfang und kein Ende mehr und die 
Bauplastik des Reliefs wird in einen eigenen 
architektonischen Raum übertragen. Im Klin-
gelpützpark schafft die entstandene architek-
tonische Skulptur einen neuen Ort der sozialen 
Interaktion.

Spolien im Stadtraum
Lagerung/

Cumulus Interim
Zu Beginn erfolgt eine Sichtung und Reinigung 
der Platten durch die kölner Steinmanufaktur 
Adelheid Biermann. Aufgrund der unsachge-
mäßen Lagerung über mehrere Jahre auf dem 
WDR-Gelände in Bocklemünd ist mit einem 
Verlust von ca. 20-30% der Substanz zu 
rechnen. Die als brauchbar für die Weiterver-
wendung erachteten Platten, werden auf extra 
dafür angefertigte Waschbetonpaletten in die 
Kölner Innenstadt transportiert. 
Grundgedanke von Cumulus Interim ist die 
temporäre Inszenierung des Lagerzustandes im 
Stadtraum. Jedes der 18 Motive bekommt einen 
Sockel aus einer Waschbetonpalette. Die 18 
Paletten werden in Paaren zu einem Feld von 
9 x 2 Objekten aufgestellt. Neben jedem Paar 
befindet sich eine mobile Straßenlaterne. Diese 
theatrale Illuminierung bewirkt eine Verschie-
bung im urbanen Kontext und schafft eine 
entrückte Situation. 
Das spezielle Material der Paletten referiert auf 
die demolierte Fassade des WDR Filmhauses 
und stellt somit eine Referenz zum originalen 
Standort her. Der bauliche Kontext ist hier direkt 
erfahrbar und auch das Marmorrelief gegenüber 
lädt zur Beschäftigung mit der Geschichte des 
Reliefs ein und thematisiert somit den Umgang 
mit Kunst im öffentlichen Raum an einem 
konkreten Beispiel. 
Eine Abdeckung der verbleibenden Elementen 
aus bedruckter Plane gewährleistet den Schutz 
vor Nässe. Begleitet werden kann der temporäre 
Zwischenzustand mit einem Programm aus 
Vorträgen, Diskussionen und Führungen.
Für den sachgemäßen Aufbau sorgt die 
Kooperation mit dem kölner Architekturbüro 
NEW.

An der Rechtschule

Begriffe
Überbauung
Ruinenarchitektur
Erweiterung
Offenes Kunstwerk
Zeitlichkeit
Dekontextualisierung
Umnutzung
Fragmente im Stadtraum

Überbauung/
Ruinenarchitektur/
Erweiterung
Kolumbamuseum/Superstudio

Überbauung/
Ruinenarchitektur/
Erweiterung
Südbrücke/ Alt St. Alban

Offenes Kunstwerk
Zeitlichkeit/
Ise Schrein/Nigatsu do temple

Piero Portaluppi’s Wagristoratore (1929-30)
Dekontextualisierung/
Umnutzung

Fragmente im Stadtraum
Köln

Cumulus
Ist im Zwischenzustand der geschichtliche 
Aspekt noch sehr präsent, folgt in der zweiten 
Phase eine Überführung des Materials in einen 
permanenten Zustand. Der Grundgedanke ist 
es einer zunächst an eine Gebäudefassade 
gebundenen Bauplastik – das Relief am WDR 
Filmhaus – einen eigenen architektonischen 
Raum artikulieren zu lassen. 
Es entsteht ein Kunstwerk, welches historische 
Elemente aufnimmt, diese in einen neuen Zu-
sammenhang setzt und eine Brücke in die 
Zukunft schlägt. Durch die Dekontextualisie-
rung ist der Bezug zum Gebäude nicht mehr 
gegeben. 
Betrachtet man Hartungs Oeuvre gibt es darin 
ornamental aufgebaute Skulpturen und Reliefs, 
die sowohl abstrakt als auch figürlicher Natur 
sind. Ein Beispiel ist der Brunnen auf der Mat-
hildenhöhe, der aus einem im Halbkreis ange-
ordneten Relief besteht. Der Eindruck, das Motiv 
könne endlos weitergeführt werden, ist offen-
sichtlich. Daran anknüpfend wird der Gedanke 
der Unendlichkeit für Cumulus aus der Fläche in 
den Raum übertragen – wie ein Papierstreifen, 
den man an einem Ende zusammenfügt und so 
ein Zylinder entsteht. 
In Kombination mit weiteren skulpturalen 
Setzungen nimmt dieses Vorgehen Bezug auf 
die generellen Prozesse der Stadt des Um-, 
Über- und Anbauens.

Der Entwurf bleibt dabei bewusst fragmentarisch 
und offen. Die Rotunde befindet sich auf einem 
Fundament-Sockel mit den Maßen 4 x 20 m. 
Es handelt sich dabei um das Originalmaß des 
Reliefs; gewissermaßen als Nachbild im Beton-
fundament. Die Rasterung wird mit Negativfor-
men im Maßstab 1:1 auf der Oberfläche einge-
arbeitet. Einige dieser Felder werden extrodiert 
und fungieren als Sitzmöglichkeiten. Ange-
schlossen ist ein Halbkreis. Der Durchmesser 
der Rotunde beträgt 6,36 m und ergibt sich aus 
dem Umfang von 20 m; der Länge des Reliefs. 
Der Zylinder hängt schwebend an einer Stahl-
konstruktion und formt einen begehbaren Raum. 
Geschützt wird die Substanz durch einen über-
kragenden Abschluss. Die verlorengegangen 
Platten werden als Leerstellen in der Fassade 
ein Dokument der bewegten Geschichte des 
Reliefs sein. Es wird nichts versteckt oder 
unsichtbar gemacht. 
Als Standort ist der Klingelpützpark vorgesehen. 
So entsteht im Kontext der alten Stadtmauer 
und der Bildungslandschaft Altstadt-Nord 
ein Dialog mit der Umgebung. Die mit vielen 
Besuchern belebten Flächen des Klingelpütz 
werden um einen neuen Ort erweitert. Das 
Lichtkonzept sorgt auch bei Dunkelheit für eine 
freundliche Atmosphäre. Die Sitzflächen im 
Fundament bieten eine einladende Aufenthalts-
qualität für die tägliche Benutzung.
Für den sachgemäßen Aufbau sorgt die 
Kooperation mit dem kölner Architekturbüro 
NEW.

20 m 6,30 m

20 m

Klingelpützpark

Werke
Karl Hartung
1908-1967

Kulturentwicklungsplan

Michelnauer Tuff
15.10.20, 19: 13Michelnauer Tuff – Wikipedia
Seite 1 von 5https://de.m.wikipedia.org/wiki/Michelnauer_Tuff
Michelnauer Tuff
Der Michelnauer Tuff, auch Basalt-Rotlava oder Rotlava und gesteinkundlich als
Michelnauer Schlackenagglomerat[1] bezeichnet, wurde bei Michelnau bei Nidda im
Wetteraukreis in Hessen gebrochen. Das Gestein entstand im Tertiär vor etwa 15 Millionen
Jahren. Der Steinbruch ist seit Mitte der 1990er Jahre nicht mehr im Betrieb.
Denkmal für die Verteidiger der
Bremer Räterepublik von Georg
Arfmann aus Michelnauer Tuff
Skulpturen im Omega-Haus in
Offenbach aus Michelnauer Tuff
15.10.20, 19: 13Michelnauer Tuff – Wikipedia
Seite 1 von 5https://de.m.wikipedia.org/wiki/Michelnauer_Tuff
Michelnauer Tuff
Der Michelnauer Tuff, auch Basalt-Rotlava oder Rotlava und gesteinkundlich als
Michelnauer Schlackenagglomerat[1] bezeichnet, wurde bei Michelnau bei Nidda im
Wetteraukreis in Hessen gebrochen. Das Gestein entstand im Tertiär vor etwa 15 Millionen
Jahren. Der Steinbruch ist seit Mitte der 1990er Jahre nicht mehr im Betrieb.
Denkmal für die Verteidiger der
Bremer Räterepublik von Georg
Arfmann aus Michelnauer Tuff
Skulpturen im Omega-Haus in
Offenbach aus Michelnauer Tuff
15.10.20, 19: 13Michelnauer Tuff – Wikipedia
Seite 1 von 5https://de.m.wikipedia.org/wiki/Michelnauer_Tuff
Michelnauer Tuff
Der Michelnauer Tuff, auch Basalt-Rotlava oder Rotlava und gesteinkundlich als
Michelnauer Schlackenagglomerat[1] bezeichnet, wurde bei Michelnau bei Nidda im
Wetteraukreis in Hessen gebrochen. Das Gestein entstand im Tertiär vor etwa 15 Millionen
Jahren. Der Steinbruch ist seit Mitte der 1990er Jahre nicht mehr im Betrieb.
Denkmal für die Verteidiger der
Bremer Räterepublik von Georg
Arfmann aus Michelnauer Tuff
Skulpturen im Omega-Haus in
Offenbach aus Michelnauer Tuff
15.10.20, 19: 13Michelnauer Tuff – Wikipedia
Seite 2 von 5https://de.m.wikipedia.org/wiki/Michelnauer_Tuff
Gefallenkreuze auf dem Friedhof
des Klosters Arnburg aus
Michelnauer Tuff
Es handelt sich um ein schwachrotes Schlackenagglomerat, das teilweise rötlichgraue
Bereiche zeigt. Die Rotfärbung entstand durch feinstverteilte Eisenoxide. Die Textur des
Gesteins ist richtungslos, schwamm- und schlackenartig. Es ist sehr porös, die Korngrößen
sind je nach Mineralart unterschiedlich groß.
Das Michelnauer Schlackenagglomerat führt 64 Prozent glasige Grundmasse, 32 Prozent
Zeolithe und undefiniertes Fremdmaterial, 2 Prozent Pyroxen, Akzessorien wie Olivin mit
weniger als 2 Prozent. In den Porenräumen befinden sich Zeolithe. Der sichtbare Porenraum
betrug 51 Prozent, wobei unförmige Porenräume größer sind und durch Zeolithe fast bis zu
Hälfte aufgefüllt wurden.
[2]
Der Vogelsberg ist das größte geschlossene Basaltmassiv, in dem auch Vulkantuff und
Schlackenagglomerat vorkommen. Andere Schlacken am hessischen Vogelsberg sind
tongebunden. Das Michelnauer Gestein entstand vor Jahrmillionen durch den Ausbruch
eines kleinen Vulkans und hat am Wingertsberg bei Nidda eine Mächtigkeit von 14
Metern.
[3]
Gesteinsbeschreibung und Mineralbestand
Gesteinsvorkommen und Steinbruch

15.10.20, 19: 13Michelnauer Tuff – Wikipedia
Seite 2 von 5https://de.m.wikipedia.org/wiki/Michelnauer_Tuff
Gefallenkreuze auf dem Friedhof
des Klosters Arnburg aus
Michelnauer Tuff
Es handelt sich um ein schwachrotes Schlackenagglomerat, das teilweise rötlichgraue
Bereiche zeigt. Die Rotfärbung entstand durch feinstverteilte Eisenoxide. Die Textur des
Gesteins ist richtungslos, schwamm- und schlackenartig. Es ist sehr porös, die Korngrößen
sind je nach Mineralart unterschiedlich groß.
Das Michelnauer Schlackenagglomerat führt 64 Prozent glasige Grundmasse, 32 Prozent
Zeolithe und undefiniertes Fremdmaterial, 2 Prozent Pyroxen, Akzessorien wie Olivin mit
weniger als 2 Prozent. In den Porenräumen befinden sich Zeolithe. Der sichtbare Porenraum
betrug 51 Prozent, wobei unförmige Porenräume größer sind und durch Zeolithe fast bis zu
Hälfte aufgefüllt wurden.
[2]
Der Vogelsberg ist das größte geschlossene Basaltmassiv, in dem auch Vulkantuff und
Schlackenagglomerat vorkommen. Andere Schlacken am hessischen Vogelsberg sind
tongebunden. Das Michelnauer Gestein entstand vor Jahrmillionen durch den Ausbruch
eines kleinen Vulkans und hat am Wingertsberg bei Nidda eine Mächtigkeit von 14
Metern.
[3]
Gesteinsbeschreibung und Mineralbestand
Gesteinsvorkommen und Steinbruch
15.10.20, 19: 13Michelnauer Tuff – Wikipedia
Seite 3 von 5https://de.m.wikipedia.org/wiki/Michelnauer_Tuff
Hier wurde der Abbau eingestellt
Johann Weisel, Bauer und Wirt, begann im Jahre 1863 Steine auf dem Steinbruchgelände
zu brechen.[4][5] Die Gewinnung dieses Gesteins war aufwendig. Aufgrund seiner
Eigenschaften als Weichgestein konnten keine Sprengmitteln eingesetzt werden, da
entweder die Explosionsenergie verpuffte oder sich das Gesteinsmaterial zu Trümmern und
Schutt zersprengte. Daher mussten in körperlich schwerer Arbeit händisch Schlitze mit
Äxten in die Gesteinswand geschlagen oder mit Hilfe einer Säge hergestellt werden. Mit
diesem Gewinnungsverfahren konnte die Blockgröße entsprechend den Anforderungen frei
gewählt werden. Die quaderförmigen Rohblöcke, die heute noch senkrecht in der
Gesteinswand stehen, waren lediglich auf ihrer sechsten Seite bzw. Rückwand nach dem
Freilegen von fünf Seiten fest verbunden. Es ist anzunehmen, dass die Blöcke mit
Steinspaltwerkzeugen abgekeilt oder freigesägt wurden, bevor sie anschließend weiter
verarbeitet wurden.
Mitte der 1990er Jahre wurde der Betrieb des Steinbruchs eingestellt.
[6] Seit 2010 wird der
Steinbruch als Geotop genutzt und ist im Rahmen von Führungen für die Öffentlichkeit
zugänglich.[7]
Der Michelnauer Tuff wurde für Massivbauten als Mauerstein, für Brückenbauwerken,
Kirchenbauten und Grabmale in der näheren Umgebung von Nidda verwendet.
Verwendung

15.10.20, 19: 13Michelnauer Tuff – Wikipedia
Seite 4 von 5https://de.m.wikipedia.org/wiki/Michelnauer_Tuff
Lavagestein im ehemaligen
Lavasteinbruch
Grabsteine auf dem Fuldaer Zentralfriedhof und dem Friedhof an der Ockershäuser Allee in
Marburg zeigen zahlreiche Beispiele. An der Kirche in Schotten als Baustein, in Nürnberg als
Fassadenverkleidung eines Supermarktes und bei einem Anbau des Historischen Rathauses
in Köln fand dieses Schlackenagglomerat Verwendung. Steinbildhauer bevorzugten diesen
Werkstein wegen seiner Farbe und seiner leichten manuellen Bearbeitung. Bekannt war die
Skulptur des Berliner Bären aus Michelauer Tuff als 500-Kilometer-Meilenstein auf dem
Weg nach (West)-Berlin, ferner als Ehrenmal an der Kestner-Schule in Wetzlar. In der
evangelischen Kirche von Ober-Lais bestehen Altar, Taufstein, Kanzelpodest, Fußboden und
Stufen des Chorraumes aus Michelnauer Tuff wie auch die Gedenkkreuze in der
Kriegsgräberstätte Kloster Arnsburg, der Berliner Bärenbrunnen und Skulpturen vor dem
Frankfurter Omega-Haus.
Früher wurde das Gestein auch als Backofenstein verwendet, da es hitzebeständig ist und
die Wärme speichern kann.
[8] Im Unter-Widdersheimer Backhaus ist heute (2009) noch ein
aus Michelnauer Tuff gebauter Backofen zu betrachten.[4][5] Dieser Ofen wurde 1935 erbaut
und wird anlässlich einer zweitägigen Feier jedes Jahr einmal in Betrieb gesetzt.[4]
Michelnauer Tuff lässt sich leicht bearbeiten, die Druckfestigkeit wie auch die
Verwitterungsbeständigkeit ist gering, er grust und sandet bei einem Verbau im Freien
schnell ab. Wegen seiner Porosität stellt sich schnell Organismenbefall ein. Bei Verwendung
als Naturstein ist lediglich ein Mattschliff und keine Politur erzielbar.
15.10.20, 19: 13Michelnauer Tuff – Wikipedia
Seite 3 von 5https://de.m.wikipedia.org/wiki/Michelnauer_Tuff
Hier wurde der Abbau eingestellt
Johann Weisel, Bauer und Wirt, begann im Jahre 1863 Steine auf dem Steinbruchgelände
zu brechen.[4][5] Die Gewinnung dieses Gesteins war aufwendig. Aufgrund seiner
Eigenschaften als Weichgestein konnten keine Sprengmitteln eingesetzt werden, da
entweder die Explosionsenergie verpuffte oder sich das Gesteinsmaterial zu Trümmern und
Schutt zersprengte. Daher mussten in körperlich schwerer Arbeit händisch Schlitze mit
Äxten in die Gesteinswand geschlagen oder mit Hilfe einer Säge hergestellt werden. Mit
diesem Gewinnungsverfahren konnte die Blockgröße entsprechend den Anforderungen frei
gewählt werden. Die quaderförmigen Rohblöcke, die heute noch senkrecht in der
Gesteinswand stehen, waren lediglich auf ihrer sechsten Seite bzw. Rückwand nach dem
Freilegen von fünf Seiten fest verbunden. Es ist anzunehmen, dass die Blöcke mit
Steinspaltwerkzeugen abgekeilt oder freigesägt wurden, bevor sie anschließend weiter
verarbeitet wurden.
Mitte der 1990er Jahre wurde der Betrieb des Steinbruchs eingestellt.
[6] Seit 2010 wird der
Steinbruch als Geotop genutzt und ist im Rahmen von Führungen für die Öffentlichkeit
zugänglich.[7]
Der Michelnauer Tuff wurde für Massivbauten als Mauerstein, für Brückenbauwerken,
Kirchenbauten und Grabmale in der näheren Umgebung von Nidda verwendet.
Verwendung

Presseartikel
Kölner Stadtanzeiger

30.10.20, 09: 46Köln: WDR lässt Hartung-Relief entfernen – Erben des Künstlers ratlos | Kölner Stadt-Anzeiger
Seite 1 von 6https://www.ksta.de/kultur/erben-des-kuenstlers-ratlos-wdr-laesst-hartung-relief-entfernen-31742200
Köln -
Kölner Stadt-Anzeiger | Kultur & Medien
Erben des Künstlers ratlos: WDR lässt Hartung-Relief entfernen
Von  Anne Burgmer  14.12.18, 08:07 Uhr  
Das Relief am Filmhaus wird von Freitag an entfernt.
Foto: Arton Krasniqi
Der WDR beginnt an diesem Freitag, das Relief des Bildhauers Karl Hartung von der Fassade des
Filmhauses, das zurzeit generalsaniert wird, demontieren zu lassen. In der kommenden Woche soll die
Entfernung abgeschlossen werden. Das bestätigte der Sender dieser Zeitung. Die Demontage werde so
kurzfristig durchgeführt, weil der vom WDR mit den Arbeiten beauftragte Steinmetz in diesen Tagen Zeit habe.
Das Kunstwerk soll auf dem WDR-Gelände in Bocklemünd eingelagert werden, bis über die weitere
Verwendung entschieden wird.
Erben widersprechen dem WDR
Die Erben des Künstlers Karl Hartung reagierten mit Unverständnis auf den kurzfristig angesetzten Abbau und
widersprachen der Darstellung des WDR.
Das Haus habe ihnen zugesagt, dass das Relief nicht vor Januar 2019 demontiert werde. Diesen Termin hatte
der Anwalt der Erben nach einem Gespräch mit den WDR-Verantwortlichen auch schriftlich festgehalten – und
der Sender hatte dem nicht widersprochen.
Nachdem der „Kölner Stadt-Anzeiger“ in seiner Mittwoch-Ausgabe über die geplante Entfernung berichtet hatte
(/kultur/kaum-foerderer-die-kunst-in-koeln-verwahrlost---wdr-relief-verschwindet-31728860) , solle das
Relief „jetzt anscheinend so schnell wie möglich verschwinden“, sagte Karl Hartungs Enkeltochter Anna
Hartung dieser Zeitung. „Wir hatten uns alle auf Januar eingestellt, und dass die Demontage nun so plötzlich
erfolgen soll, war keineswegs mit uns abgesprochen.“ Es dränge sich der Verdacht auf, man wolle um jeden
Preis vermeiden, dass das Relief jetzt noch mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehe. „Anscheinend möchte man
nun durch die schnelle Schaffung von Tatsachen und eine zügige, zeitnahe Demontage weitere Diskussionen
und Kritik im Keim ersticken“, so Hartung.
WDR hält an Demontage fest
Der WDR betonte hingegen, die Demontage des Reliefs stehe ja ohnehin fest – weshalb der Zeitpunkt des
Abbaus irrelevant sei. Man sei sogar froh, wenn das Kunstwerk schnell entfernt und sicher und trocken gelagert
30.10.20, 09: 46Köln: WDR lässt Hartung-Relief entfernen – Erben des Künstlers ratlos | Kölner Stadt-Anzeiger
Seite 2 von 6https://www.ksta.de/kultur/erben-des-kuenstlers-ratlos-wdr-laesst-hartung-relief-entfernen-31742200
werde. Andernfalls bestünde die Gefahr, dass es durch die umfangreichen Bauarbeiten am Filmhaus beschädigt
werde, sagte eine Sprecherin. Es gelte: „Je früher, desto besser. Es gibt überhaupt keinen Grund, es nicht sofort
abzubauen, wenn es anschließend sicher verwahrt wird.“
Anna Hartung kann diese Argumentation nicht nachvollziehen. Sie sagte, der von ihrem Anwalt beauftragte
Steinmetz könne aufgrund der kurzfristigen Ansetzung des Termins am Freitag nicht bei den Arbeiten
anwesend sein. Zudem sei ein Termin mit dem Anwalt, dem Steinmetz, ihr selbst und Vertretern des WDR an
dem Relief mit dem WDR vereinbart und für Januar in Planung gewesen. Dieser Termin sei nun nicht mehr zu
realisieren.
„Diese extrem kurzfristig angesetzte Demontage morgen und nächste Woche können wir wohl leider nicht mehr
verhindern“, sagte Ann Hartung. „Jetzt bleibt uns wirklich nur noch zu hoffen, dass die Demontage trotzdem
schonend verläuft und das Relief keine Schäden nimmt.“
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Gutachten

Index
Konzeption und Gestaltung
Christian Odzuck
2021

Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)

1564 Zeichen

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat 
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
Volt-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
 
An die Vorsitzende 
des Ausschusses Kunst und Kultur 
Frau Elfi-Scho-Antwerpes 
 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
Historisches Rathaus 
50667 Köln 
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 13.10.2021 
 
AN/2157/2021 
 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Ausschuss Kunst und Kultur 26.10.2021 
 
Umsetzung Konzept „Cumulus„ 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
sehr geehrte Frau Scho-Antwerpes, 
 
wir bitten Sie, folgenden Antrag in die Tagesordnung des Ausschusses für Kunst und Kultur 
am 26.10.2021 aufzunehmen: 
 
Beschluss: 
 
Die Verwaltung wird beauftragt, das vom Kunstbeirat der Stadt in der letzten Ratsperiode 
beauftragte Konzept „Cumulus“ des Künstlers, Christian Odzuck, in die Umsetzung zu brin-
gen. Das Konzept bezieht sich auf den Umgang mit dem großen Relief von Karl Hartung. 
 
Begründung: 
 
Der WDR hatte der Stadt das Relief nach dessen Entfernung vom Filmhaus angeboten. 
Seither sind die Reliefplatten auf dem WDR-Gelände in Bocklemünd gelagert und drohen zu 
verfallen. Für die Finanzierung stehen lt. Verwaltung im investiven Haushalt 2021 noch 
250.000€ bereit. An der Finanzierung des Projektes sollte sich der WDR nach Auffassung 
der Antragsteller beteiligen. 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
gez. Lino Hammer     gez. Niklas Kienitz 
Grüne-Fraktionsgeschäftsführer   CDU-Fraktionsgeschäftsführer 
 
gez. Lucas Sickmöller 
Volt-Fraktionsgeschäftsführer

Beratungsverlauf (1)

26.10.2021 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 3.4 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/2157/2021
Typ
Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)
Datum
13.10.2021
Erstellt
13.10.2021 15:09