AN/2157/2021
Umsetzung Konzept „Cumulus“
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Cumulus-Konzept-k
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Konzept für den Umgang mit dem Relief von Karl Hartung am Filmhaus des WDR Cumulus Christian Odzuck Inhalt -Ausgangssituation -Relief am WDR Filmhaus -Konzept -Spolien/Lagerung -Cumulus Interim -Begriffe -Cumulus Appendix - Werke Karl Hartung -Kulturentwicklungsplan -Mic helnauer Tuff -Presseartikel -Gutachten Für die Fassade des WDR-Filmhaus hat der Künstler Karl Hartung in den Jahren 1958 bis 1959 ein Relief realisiert. Im Zuge der Kernsa- nierung des Gebäudes wurde das Kunstwerk von Seiten des WDR Ende 2018 demontiert und lagert seitdem auf einem Betriebsgelände in Bocklemünd. Das Relief soll auf Wunsch des WDR als Schenkung in den Besitz der Stadt Köln übergehen. Die Stadt Köln hat mich mit der Erstellung eines Konzepts für einen künstlerischen Umgang mit dem Relief beauftragt. Meine Konzeption entwickelt sich aus der Gesamtsituation heraus und nutzt das Relief als Ausgangspunkt sowie integralen Bestandteil eines neuen Kunstwerks im öffentlichen Raum. Der vorliegende Bericht fasst den aktuellen Wis- sensstand zusammen und erläutert das Konzept für das Kunstwerk unter Verwendung des Reliefs von Hartung. Ergänzt ist er durch einen Appendix mit Informationen zu den Werken von Karl Hartung, der Presseberichterstattung und einem Gutachten zum Relief. Der Entwurf hat einen exemplarischen Charakter, der sich auch als Beitrag zur Diskussion über Kunst im öffentlichen Raum als Prozess versteht. Denn der Umgang mit dem Hartung Relief kann als Beispiel für die integrale Zusammenfüh- rung von vorhandenem und neuem Material zu einem zeitgenössischem Kunstwerk im urbanen Kontext dienen. Christian Odzuck, März 2021 Ausgangssituation Relief am WDR Filmhaus Das zwischen 1958 und 1959 entstandene Relief ist aus dem Naturstein Michelnauer Tuff gefertigt in den Maßen ca. 4 x 20 x 0,2 m. Es besteht aus 18 vertikalen Streifen mit je einem Motiv, welches in 5 Platten unterteilt ist, insgesamt sind es 90 Platten. Hartung hat das Relief ornamental angelegt und eine rhythmische Abfolge von 18 Motiven gewählt. Ein Pendant zu dieser Arbeit bildet das bis heute am WDR-Gebäude an der Rechtschule angebrachte motivische Marmorrelief. 1A 1 104 137 162 115 148 173 126 159 18 2A 1B 2B 1C 2C 1D 2D 1E 2E 3A 5A4A 6A 7A 8A 9A 3B 5B4B 6B 7B 8B 9B 3C 5C4C 6C 7C 8C 9C 3D 5D4D 6D 7D 8D 9D 3E 5E4E 6E 7E 8E 9E 10A 11A 12A 13A 14A 15A 16A 17A 18A 10B 11B 12B 13B 14B 15B 16B 17B 18B 10C 11C 12C 13C 14C 15C 16C 17C 18C 10D 11D 12D 13D 14D 15D 16D 17D 18D 10E 11E 12E 13E 14E 15E 16E 17E 18E Relief 90 Elemente Relief Zustand November 2020 WDR Gelände Köln Bocklemünd Versteht man die Stadt als lebendigen Organismus der permanenten Veränderung, dann bekommen ihre Elemente in diesem Prozess immer wieder neue Zusammenhänge und Bedeutungen. Ziel des hier vorgeschlage- nen Konzeptes ist es, diese Veränderungspro- zesse als etwas Positives und Grundlegendes aufzufassen. Es geht zum einen um den respekt- vollen Umgang mit dem vorhandenen Material und zum anderen darum dieses als wandelbar zu begreifen, in stetiger Entwicklung befindlich. Kunst im öffentlichen Raum bedarf einer permanenten Neubewertung, nur so kann sie ihre gesellschaftliche Relevanz entfalten. Konzept Am Anfang der Auseinandersetzung standen die Fragen: Was passiert mit dem Relief? Wie kann ein zeitgenössisches Kunstwerk entstehen, in dem Teile eines bestehenden Kunstwerkes aufgenommen werden? Wie lässt sich eine Aus- gewogenheit zwischen Vorhanden und Neuem erreichen? Das Konzept ist in zwei Phasen gegliedert: In der ersten wird das Material gesichtet, aufbereitet und in einen inszenierten Lager- zustand überführt. Vom WDR-Gelände in Bocklemünd wird das Material zur Zwischen- station in der Altstadt verfrachtet. Betitelt ist das Werk in diesem Zeitraum Cumulus Interim. Der ideale Standort ist die Fläche vor dem Museum für Angewandte Kunst Köln, MAKK, gegenüber des weißen Hartung-Reliefs in der Rechtstraße. In dieser Zeit wird der Prozess und die Geschichten um das Relief sichtbar gemacht, auf diese Weise wird die Diskussion angestoßen. In der zweiten Phase entsteht das eigentliche Kunstwerk Cumulus. Grundgedanke ist die Ver- stetigung des Materials in der Stadt durch die Überführung des Reliefs aus der Fläche in den Raum. Bereits die Motive des Reliefs evozieren durch den repetitiven Charakter eine unendliche Weiterführung. Verbindet man die Enden des Reliefs so entsteht eine Zylinderform. Es gibt somit kein Anfang und kein Ende mehr und die Bauplastik des Reliefs wird in einen eigenen architektonischen Raum übertragen. Im Klin- gelpützpark schafft die entstandene architek- tonische Skulptur einen neuen Ort der sozialen Interaktion. Spolien im Stadtraum Lagerung/ Cumulus Interim Zu Beginn erfolgt eine Sichtung und Reinigung der Platten durch die kölner Steinmanufaktur Adelheid Biermann. Aufgrund der unsachge- mäßen Lagerung über mehrere Jahre auf dem WDR-Gelände in Bocklemünd ist mit einem Verlust von ca. 20-30% der Substanz zu rechnen. Die als brauchbar für die Weiterver- wendung erachteten Platten, werden auf extra dafür angefertigte Waschbetonpaletten in die Kölner Innenstadt transportiert. Grundgedanke von Cumulus Interim ist die temporäre Inszenierung des Lagerzustandes im Stadtraum. Jedes der 18 Motive bekommt einen Sockel aus einer Waschbetonpalette. Die 18 Paletten werden in Paaren zu einem Feld von 9 x 2 Objekten aufgestellt. Neben jedem Paar befindet sich eine mobile Straßenlaterne. Diese theatrale Illuminierung bewirkt eine Verschie- bung im urbanen Kontext und schafft eine entrückte Situation. Das spezielle Material der Paletten referiert auf die demolierte Fassade des WDR Filmhauses und stellt somit eine Referenz zum originalen Standort her. Der bauliche Kontext ist hier direkt erfahrbar und auch das Marmorrelief gegenüber lädt zur Beschäftigung mit der Geschichte des Reliefs ein und thematisiert somit den Umgang mit Kunst im öffentlichen Raum an einem konkreten Beispiel. Eine Abdeckung der verbleibenden Elementen aus bedruckter Plane gewährleistet den Schutz vor Nässe. Begleitet werden kann der temporäre Zwischenzustand mit einem Programm aus Vorträgen, Diskussionen und Führungen. Für den sachgemäßen Aufbau sorgt die Kooperation mit dem kölner Architekturbüro NEW. An der Rechtschule Begriffe Überbauung Ruinenarchitektur Erweiterung Offenes Kunstwerk Zeitlichkeit Dekontextualisierung Umnutzung Fragmente im Stadtraum Überbauung/ Ruinenarchitektur/ Erweiterung Kolumbamuseum/Superstudio Überbauung/ Ruinenarchitektur/ Erweiterung Südbrücke/ Alt St. Alban Offenes Kunstwerk Zeitlichkeit/ Ise Schrein/Nigatsu do temple Piero Portaluppi’s Wagristoratore (1929-30) Dekontextualisierung/ Umnutzung Fragmente im Stadtraum Köln Cumulus Ist im Zwischenzustand der geschichtliche Aspekt noch sehr präsent, folgt in der zweiten Phase eine Überführung des Materials in einen permanenten Zustand. Der Grundgedanke ist es einer zunächst an eine Gebäudefassade gebundenen Bauplastik – das Relief am WDR Filmhaus – einen eigenen architektonischen Raum artikulieren zu lassen. Es entsteht ein Kunstwerk, welches historische Elemente aufnimmt, diese in einen neuen Zu- sammenhang setzt und eine Brücke in die Zukunft schlägt. Durch die Dekontextualisie- rung ist der Bezug zum Gebäude nicht mehr gegeben. Betrachtet man Hartungs Oeuvre gibt es darin ornamental aufgebaute Skulpturen und Reliefs, die sowohl abstrakt als auch figürlicher Natur sind. Ein Beispiel ist der Brunnen auf der Mat- hildenhöhe, der aus einem im Halbkreis ange- ordneten Relief besteht. Der Eindruck, das Motiv könne endlos weitergeführt werden, ist offen- sichtlich. Daran anknüpfend wird der Gedanke der Unendlichkeit für Cumulus aus der Fläche in den Raum übertragen – wie ein Papierstreifen, den man an einem Ende zusammenfügt und so ein Zylinder entsteht. In Kombination mit weiteren skulpturalen Setzungen nimmt dieses Vorgehen Bezug auf die generellen Prozesse der Stadt des Um-, Über- und Anbauens. Der Entwurf bleibt dabei bewusst fragmentarisch und offen. Die Rotunde befindet sich auf einem Fundament-Sockel mit den Maßen 4 x 20 m. Es handelt sich dabei um das Originalmaß des Reliefs; gewissermaßen als Nachbild im Beton- fundament. Die Rasterung wird mit Negativfor- men im Maßstab 1:1 auf der Oberfläche einge- arbeitet. Einige dieser Felder werden extrodiert und fungieren als Sitzmöglichkeiten. Ange- schlossen ist ein Halbkreis. Der Durchmesser der Rotunde beträgt 6,36 m und ergibt sich aus dem Umfang von 20 m; der Länge des Reliefs. Der Zylinder hängt schwebend an einer Stahl- konstruktion und formt einen begehbaren Raum. Geschützt wird die Substanz durch einen über- kragenden Abschluss. Die verlorengegangen Platten werden als Leerstellen in der Fassade ein Dokument der bewegten Geschichte des Reliefs sein. Es wird nichts versteckt oder unsichtbar gemacht. Als Standort ist der Klingelpützpark vorgesehen. So entsteht im Kontext der alten Stadtmauer und der Bildungslandschaft Altstadt-Nord ein Dialog mit der Umgebung. Die mit vielen Besuchern belebten Flächen des Klingelpütz werden um einen neuen Ort erweitert. Das Lichtkonzept sorgt auch bei Dunkelheit für eine freundliche Atmosphäre. Die Sitzflächen im Fundament bieten eine einladende Aufenthalts- qualität für die tägliche Benutzung. Für den sachgemäßen Aufbau sorgt die Kooperation mit dem kölner Architekturbüro NEW. 20 m 6,30 m 20 m Klingelpützpark Werke Karl Hartung 1908-1967 Kulturentwicklungsplan Michelnauer Tuff 15.10.20, 19: 13Michelnauer Tuff – Wikipedia Seite 1 von 5https://de.m.wikipedia.org/wiki/Michelnauer_Tuff Michelnauer Tuff Der Michelnauer Tuff, auch Basalt-Rotlava oder Rotlava und gesteinkundlich als Michelnauer Schlackenagglomerat[1] bezeichnet, wurde bei Michelnau bei Nidda im Wetteraukreis in Hessen gebrochen. Das Gestein entstand im Tertiär vor etwa 15 Millionen Jahren. Der Steinbruch ist seit Mitte der 1990er Jahre nicht mehr im Betrieb. Denkmal für die Verteidiger der Bremer Räterepublik von Georg Arfmann aus Michelnauer Tuff Skulpturen im Omega-Haus in Offenbach aus Michelnauer Tuff 15.10.20, 19: 13Michelnauer Tuff – Wikipedia Seite 1 von 5https://de.m.wikipedia.org/wiki/Michelnauer_Tuff Michelnauer Tuff Der Michelnauer Tuff, auch Basalt-Rotlava oder Rotlava und gesteinkundlich als Michelnauer Schlackenagglomerat[1] bezeichnet, wurde bei Michelnau bei Nidda im Wetteraukreis in Hessen gebrochen. Das Gestein entstand im Tertiär vor etwa 15 Millionen Jahren. Der Steinbruch ist seit Mitte der 1990er Jahre nicht mehr im Betrieb. Denkmal für die Verteidiger der Bremer Räterepublik von Georg Arfmann aus Michelnauer Tuff Skulpturen im Omega-Haus in Offenbach aus Michelnauer Tuff 15.10.20, 19: 13Michelnauer Tuff – Wikipedia Seite 1 von 5https://de.m.wikipedia.org/wiki/Michelnauer_Tuff Michelnauer Tuff Der Michelnauer Tuff, auch Basalt-Rotlava oder Rotlava und gesteinkundlich als Michelnauer Schlackenagglomerat[1] bezeichnet, wurde bei Michelnau bei Nidda im Wetteraukreis in Hessen gebrochen. Das Gestein entstand im Tertiär vor etwa 15 Millionen Jahren. Der Steinbruch ist seit Mitte der 1990er Jahre nicht mehr im Betrieb. Denkmal für die Verteidiger der Bremer Räterepublik von Georg Arfmann aus Michelnauer Tuff Skulpturen im Omega-Haus in Offenbach aus Michelnauer Tuff 15.10.20, 19: 13Michelnauer Tuff – Wikipedia Seite 2 von 5https://de.m.wikipedia.org/wiki/Michelnauer_Tuff Gefallenkreuze auf dem Friedhof des Klosters Arnburg aus Michelnauer Tuff Es handelt sich um ein schwachrotes Schlackenagglomerat, das teilweise rötlichgraue Bereiche zeigt. Die Rotfärbung entstand durch feinstverteilte Eisenoxide. Die Textur des Gesteins ist richtungslos, schwamm- und schlackenartig. Es ist sehr porös, die Korngrößen sind je nach Mineralart unterschiedlich groß. Das Michelnauer Schlackenagglomerat führt 64 Prozent glasige Grundmasse, 32 Prozent Zeolithe und undefiniertes Fremdmaterial, 2 Prozent Pyroxen, Akzessorien wie Olivin mit weniger als 2 Prozent. In den Porenräumen befinden sich Zeolithe. Der sichtbare Porenraum betrug 51 Prozent, wobei unförmige Porenräume größer sind und durch Zeolithe fast bis zu Hälfte aufgefüllt wurden. [2] Der Vogelsberg ist das größte geschlossene Basaltmassiv, in dem auch Vulkantuff und Schlackenagglomerat vorkommen. Andere Schlacken am hessischen Vogelsberg sind tongebunden. Das Michelnauer Gestein entstand vor Jahrmillionen durch den Ausbruch eines kleinen Vulkans und hat am Wingertsberg bei Nidda eine Mächtigkeit von 14 Metern. [3] Gesteinsbeschreibung und Mineralbestand Gesteinsvorkommen und Steinbruch 15.10.20, 19: 13Michelnauer Tuff – Wikipedia Seite 2 von 5https://de.m.wikipedia.org/wiki/Michelnauer_Tuff Gefallenkreuze auf dem Friedhof des Klosters Arnburg aus Michelnauer Tuff Es handelt sich um ein schwachrotes Schlackenagglomerat, das teilweise rötlichgraue Bereiche zeigt. Die Rotfärbung entstand durch feinstverteilte Eisenoxide. Die Textur des Gesteins ist richtungslos, schwamm- und schlackenartig. Es ist sehr porös, die Korngrößen sind je nach Mineralart unterschiedlich groß. Das Michelnauer Schlackenagglomerat führt 64 Prozent glasige Grundmasse, 32 Prozent Zeolithe und undefiniertes Fremdmaterial, 2 Prozent Pyroxen, Akzessorien wie Olivin mit weniger als 2 Prozent. In den Porenräumen befinden sich Zeolithe. Der sichtbare Porenraum betrug 51 Prozent, wobei unförmige Porenräume größer sind und durch Zeolithe fast bis zu Hälfte aufgefüllt wurden. [2] Der Vogelsberg ist das größte geschlossene Basaltmassiv, in dem auch Vulkantuff und Schlackenagglomerat vorkommen. Andere Schlacken am hessischen Vogelsberg sind tongebunden. Das Michelnauer Gestein entstand vor Jahrmillionen durch den Ausbruch eines kleinen Vulkans und hat am Wingertsberg bei Nidda eine Mächtigkeit von 14 Metern. [3] Gesteinsbeschreibung und Mineralbestand Gesteinsvorkommen und Steinbruch 15.10.20, 19: 13Michelnauer Tuff – Wikipedia Seite 3 von 5https://de.m.wikipedia.org/wiki/Michelnauer_Tuff Hier wurde der Abbau eingestellt Johann Weisel, Bauer und Wirt, begann im Jahre 1863 Steine auf dem Steinbruchgelände zu brechen.[4][5] Die Gewinnung dieses Gesteins war aufwendig. Aufgrund seiner Eigenschaften als Weichgestein konnten keine Sprengmitteln eingesetzt werden, da entweder die Explosionsenergie verpuffte oder sich das Gesteinsmaterial zu Trümmern und Schutt zersprengte. Daher mussten in körperlich schwerer Arbeit händisch Schlitze mit Äxten in die Gesteinswand geschlagen oder mit Hilfe einer Säge hergestellt werden. Mit diesem Gewinnungsverfahren konnte die Blockgröße entsprechend den Anforderungen frei gewählt werden. Die quaderförmigen Rohblöcke, die heute noch senkrecht in der Gesteinswand stehen, waren lediglich auf ihrer sechsten Seite bzw. Rückwand nach dem Freilegen von fünf Seiten fest verbunden. Es ist anzunehmen, dass die Blöcke mit Steinspaltwerkzeugen abgekeilt oder freigesägt wurden, bevor sie anschließend weiter verarbeitet wurden. Mitte der 1990er Jahre wurde der Betrieb des Steinbruchs eingestellt. [6] Seit 2010 wird der Steinbruch als Geotop genutzt und ist im Rahmen von Führungen für die Öffentlichkeit zugänglich.[7] Der Michelnauer Tuff wurde für Massivbauten als Mauerstein, für Brückenbauwerken, Kirchenbauten und Grabmale in der näheren Umgebung von Nidda verwendet. Verwendung 15.10.20, 19: 13Michelnauer Tuff – Wikipedia Seite 4 von 5https://de.m.wikipedia.org/wiki/Michelnauer_Tuff Lavagestein im ehemaligen Lavasteinbruch Grabsteine auf dem Fuldaer Zentralfriedhof und dem Friedhof an der Ockershäuser Allee in Marburg zeigen zahlreiche Beispiele. An der Kirche in Schotten als Baustein, in Nürnberg als Fassadenverkleidung eines Supermarktes und bei einem Anbau des Historischen Rathauses in Köln fand dieses Schlackenagglomerat Verwendung. Steinbildhauer bevorzugten diesen Werkstein wegen seiner Farbe und seiner leichten manuellen Bearbeitung. Bekannt war die Skulptur des Berliner Bären aus Michelauer Tuff als 500-Kilometer-Meilenstein auf dem Weg nach (West)-Berlin, ferner als Ehrenmal an der Kestner-Schule in Wetzlar. In der evangelischen Kirche von Ober-Lais bestehen Altar, Taufstein, Kanzelpodest, Fußboden und Stufen des Chorraumes aus Michelnauer Tuff wie auch die Gedenkkreuze in der Kriegsgräberstätte Kloster Arnsburg, der Berliner Bärenbrunnen und Skulpturen vor dem Frankfurter Omega-Haus. Früher wurde das Gestein auch als Backofenstein verwendet, da es hitzebeständig ist und die Wärme speichern kann. [8] Im Unter-Widdersheimer Backhaus ist heute (2009) noch ein aus Michelnauer Tuff gebauter Backofen zu betrachten.[4][5] Dieser Ofen wurde 1935 erbaut und wird anlässlich einer zweitägigen Feier jedes Jahr einmal in Betrieb gesetzt.[4] Michelnauer Tuff lässt sich leicht bearbeiten, die Druckfestigkeit wie auch die Verwitterungsbeständigkeit ist gering, er grust und sandet bei einem Verbau im Freien schnell ab. Wegen seiner Porosität stellt sich schnell Organismenbefall ein. Bei Verwendung als Naturstein ist lediglich ein Mattschliff und keine Politur erzielbar. 15.10.20, 19: 13Michelnauer Tuff – Wikipedia Seite 3 von 5https://de.m.wikipedia.org/wiki/Michelnauer_Tuff Hier wurde der Abbau eingestellt Johann Weisel, Bauer und Wirt, begann im Jahre 1863 Steine auf dem Steinbruchgelände zu brechen.[4][5] Die Gewinnung dieses Gesteins war aufwendig. Aufgrund seiner Eigenschaften als Weichgestein konnten keine Sprengmitteln eingesetzt werden, da entweder die Explosionsenergie verpuffte oder sich das Gesteinsmaterial zu Trümmern und Schutt zersprengte. Daher mussten in körperlich schwerer Arbeit händisch Schlitze mit Äxten in die Gesteinswand geschlagen oder mit Hilfe einer Säge hergestellt werden. Mit diesem Gewinnungsverfahren konnte die Blockgröße entsprechend den Anforderungen frei gewählt werden. Die quaderförmigen Rohblöcke, die heute noch senkrecht in der Gesteinswand stehen, waren lediglich auf ihrer sechsten Seite bzw. Rückwand nach dem Freilegen von fünf Seiten fest verbunden. Es ist anzunehmen, dass die Blöcke mit Steinspaltwerkzeugen abgekeilt oder freigesägt wurden, bevor sie anschließend weiter verarbeitet wurden. Mitte der 1990er Jahre wurde der Betrieb des Steinbruchs eingestellt. [6] Seit 2010 wird der Steinbruch als Geotop genutzt und ist im Rahmen von Führungen für die Öffentlichkeit zugänglich.[7] Der Michelnauer Tuff wurde für Massivbauten als Mauerstein, für Brückenbauwerken, Kirchenbauten und Grabmale in der näheren Umgebung von Nidda verwendet. Verwendung Presseartikel Kölner Stadtanzeiger 30.10.20, 09: 46Köln: WDR lässt Hartung-Relief entfernen – Erben des Künstlers ratlos | Kölner Stadt-Anzeiger Seite 1 von 6https://www.ksta.de/kultur/erben-des-kuenstlers-ratlos-wdr-laesst-hartung-relief-entfernen-31742200 Köln - Kölner Stadt-Anzeiger | Kultur & Medien Erben des Künstlers ratlos: WDR lässt Hartung-Relief entfernen Von Anne Burgmer 14.12.18, 08:07 Uhr Das Relief am Filmhaus wird von Freitag an entfernt. Foto: Arton Krasniqi Der WDR beginnt an diesem Freitag, das Relief des Bildhauers Karl Hartung von der Fassade des Filmhauses, das zurzeit generalsaniert wird, demontieren zu lassen. In der kommenden Woche soll die Entfernung abgeschlossen werden. Das bestätigte der Sender dieser Zeitung. Die Demontage werde so kurzfristig durchgeführt, weil der vom WDR mit den Arbeiten beauftragte Steinmetz in diesen Tagen Zeit habe. Das Kunstwerk soll auf dem WDR-Gelände in Bocklemünd eingelagert werden, bis über die weitere Verwendung entschieden wird. Erben widersprechen dem WDR Die Erben des Künstlers Karl Hartung reagierten mit Unverständnis auf den kurzfristig angesetzten Abbau und widersprachen der Darstellung des WDR. Das Haus habe ihnen zugesagt, dass das Relief nicht vor Januar 2019 demontiert werde. Diesen Termin hatte der Anwalt der Erben nach einem Gespräch mit den WDR-Verantwortlichen auch schriftlich festgehalten – und der Sender hatte dem nicht widersprochen. Nachdem der „Kölner Stadt-Anzeiger“ in seiner Mittwoch-Ausgabe über die geplante Entfernung berichtet hatte (/kultur/kaum-foerderer-die-kunst-in-koeln-verwahrlost---wdr-relief-verschwindet-31728860) , solle das Relief „jetzt anscheinend so schnell wie möglich verschwinden“, sagte Karl Hartungs Enkeltochter Anna Hartung dieser Zeitung. „Wir hatten uns alle auf Januar eingestellt, und dass die Demontage nun so plötzlich erfolgen soll, war keineswegs mit uns abgesprochen.“ Es dränge sich der Verdacht auf, man wolle um jeden Preis vermeiden, dass das Relief jetzt noch mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehe. „Anscheinend möchte man nun durch die schnelle Schaffung von Tatsachen und eine zügige, zeitnahe Demontage weitere Diskussionen und Kritik im Keim ersticken“, so Hartung. WDR hält an Demontage fest Der WDR betonte hingegen, die Demontage des Reliefs stehe ja ohnehin fest – weshalb der Zeitpunkt des Abbaus irrelevant sei. Man sei sogar froh, wenn das Kunstwerk schnell entfernt und sicher und trocken gelagert 30.10.20, 09: 46Köln: WDR lässt Hartung-Relief entfernen – Erben des Künstlers ratlos | Kölner Stadt-Anzeiger Seite 2 von 6https://www.ksta.de/kultur/erben-des-kuenstlers-ratlos-wdr-laesst-hartung-relief-entfernen-31742200 werde. Andernfalls bestünde die Gefahr, dass es durch die umfangreichen Bauarbeiten am Filmhaus beschädigt werde, sagte eine Sprecherin. Es gelte: „Je früher, desto besser. Es gibt überhaupt keinen Grund, es nicht sofort abzubauen, wenn es anschließend sicher verwahrt wird.“ Anna Hartung kann diese Argumentation nicht nachvollziehen. Sie sagte, der von ihrem Anwalt beauftragte Steinmetz könne aufgrund der kurzfristigen Ansetzung des Termins am Freitag nicht bei den Arbeiten anwesend sein. Zudem sei ein Termin mit dem Anwalt, dem Steinmetz, ihr selbst und Vertretern des WDR an dem Relief mit dem WDR vereinbart und für Januar in Planung gewesen. Dieser Termin sei nun nicht mehr zu realisieren. „Diese extrem kurzfristig angesetzte Demontage morgen und nächste Woche können wir wohl leider nicht mehr verhindern“, sagte Ann Hartung. „Jetzt bleibt uns wirklich nur noch zu hoffen, dass die Demontage trotzdem schonend verläuft und das Relief keine Schäden nimmt.“ Auch interessant Ärzte empfehlen: Premium Nano Maske von deutschen Händler Casada Hygiene Anzeige Neue Studie zeigt: Nur 3 Minuten pro Tag mit dieser Übung reicht, um 10 Jahre länger beweglich bleiben zu können! Gesundheits-Prämien Anzeige Diese Made-in-Germany-Maske schützt besonders gut Verbraucher Club Anzeige [Bilder] Heidi Klums Tochter sieht genauso aus wie ihr berühmter Vater Articlestone Anzeige Auto Abo: Nur noch Tanken – alles andere ist inklusive. Care by Volvo Anzeige Anzeige Anzeige Gutachten Index Konzeption und Gestaltung Christian Odzuck 2021
Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)
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Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln Volt-Fraktion im Rat der Stadt Köln An die Vorsitzende des Ausschusses Kunst und Kultur Frau Elfi-Scho-Antwerpes Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Historisches Rathaus 50667 Köln Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 13.10.2021 AN/2157/2021 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Kunst und Kultur 26.10.2021 Umsetzung Konzept „Cumulus„ Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Frau Scho-Antwerpes, wir bitten Sie, folgenden Antrag in die Tagesordnung des Ausschusses für Kunst und Kultur am 26.10.2021 aufzunehmen: Beschluss: Die Verwaltung wird beauftragt, das vom Kunstbeirat der Stadt in der letzten Ratsperiode beauftragte Konzept „Cumulus“ des Künstlers, Christian Odzuck, in die Umsetzung zu brin- gen. Das Konzept bezieht sich auf den Umgang mit dem großen Relief von Karl Hartung. Begründung: Der WDR hatte der Stadt das Relief nach dessen Entfernung vom Filmhaus angeboten. Seither sind die Reliefplatten auf dem WDR-Gelände in Bocklemünd gelagert und drohen zu verfallen. Für die Finanzierung stehen lt. Verwaltung im investiven Haushalt 2021 noch 250.000€ bereit. An der Finanzierung des Projektes sollte sich der WDR nach Auffassung der Antragsteller beteiligen. Mit freundlichen Grüßen gez. Lino Hammer gez. Niklas Kienitz Grüne-Fraktionsgeschäftsführer CDU-Fraktionsgeschäftsführer gez. Lucas Sickmöller Volt-Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/2157/2021
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)
- Datum
- 13.10.2021
- Erstellt
- 13.10.2021 15:09