1924/2018
Mündliche Anfrage der Fraktion Die Linke. betr.: "Sachstand zur Zwischennutzung Ebertplatz"
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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/41 Vorlagen-Nummer 13.06.2018 1924/2018 Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 19.06.2018 Mündliche Anfrage der Fraktion Die Linke. betr.: „Sachstand zur Zwischennutzung Ebertplatz“ Im Ausschuss für Kunst und Kultur am 15. Mai fragte Frau Gisela Stahlhofen nach dem Sachstand der Umsetzung des Zwischennutzungskonzeptes Ebertplatz. Die Verwaltung nimmt dazu wie folgt Stellung: Nach dem Beschluss des Zwischennutzungskonzeptes für den Ebertplatz („INTERIM Ebertplatz“ ) im Rat am 20.3.2018 fand am 23. März ein Plenumstreffen mit allen Ideengebern und Beteiligten der Ideenschmieden und der Verwaltung statt, in dem man sich über Verfahrensfragen, den Beschluss und auch erste konkrete Veranstaltungen („FAR OFF“, „Wasser Marsch!“ und „Alles andere“) für den Platz verständigt hat. Angekündigt wurde der Saisonauftakt mit den o.g. zusätzlichen Kulturveranstaltungen in einer Pres- semitteilung am 19.4.2018. Mittlerweile existiert eine eigene Webseite www.unser-ebertplatz.de, auf der Informationen zum Inte- rimskonzept, Beteiligungsmöglichkeiten, ein Veranstaltungskalender, die bisher beteiligten Akteure und aktiven Arbeitsgruppen zu finden sind. Stadtraummanagement und Kulturamt haben diese Web- seite gemeinsam mit Pionierpartnern erarbeitet. Auf der Webseite ist auch die jüngste Pressemittei- lung vom 1. Juni und die aktuell laufende Ausschreibung des Kulturamtes zur künstlerischen Gestal- tung der sechs stillgelegten Rolltreppen zu finden. Einsendeschluss für Konzepte zur Gestaltung der Rolltreppen ist der 2. Juli. Erste ausgewählte Ent- würfe von KünstlerInnen, ArchitektInnen und DesignerInnen werden anlässlich des Sommerfestes der freien Kunsträume am 20. Juli vor Ort am Ebertplatz präsentiert. Die Umsetzungsphase der jurierten Projekte soll Mitte Juli beginnen und dauert – mit wechselnden Projektideen und Projektlaufzeiten – bis 2020. Ab Ende 2020 ist mit dem Start der Umgestaltung des Platzes zu rechnen. Eine weitere Ausschreibung wird das Kulturamt im Juli veröffentlichen. Ziel ist, künstlerische Licht- konzepte für den Platz auszuwählen, die in der dunklen Jahreszeit ab Mitte Oktober und dem Ende der Brunnensaison zu einem Besuch auf dem Ebertplatz einladen. Sie sollen den Ebertplatz in einem neuen Licht erscheinen lassen. Im Bereich der Passagen wird es – nach derzeitigem Stand der Über- legungen – eher um eine Gestaltung und atmosphärische Aufwertung durch professionelles Lichtde- sign gehen. An der Wiederinbetriebnahme der wasserkinetischen Plastik auf der Platzmitte wird mit Hochdruck gearbeitet. Es werden neue Bodenfließen verlegt und verfugt, neue Pumpen, LED Lampen und die Ablaufgitter wieder eingesetzt. Zu diesem Zweck hat die Stadt eine Absperrung durch Zäune vorge- nommen. Die Kunstaktion „Wasser marsch!“ von Grischa Göddertz und Stefanie Klingemann wurde zeitlich mit den Reparaturen am Brunnen abgestimmt. So werden im Rahmen von „Wasser marsch!“ die Zaunflächen mit Text(-arbeiten) bespannt, frühe Stoßstangen-Skulpturen des verstorbenen Brun- nenkünstlers Wolfgang Göddertz im Kunstraum LABOR ausgestellt, städtebauliche Wettbewerbser- gebnisse aus den 70er Jahren in der ehemaligen Filiale der Deutschen Bank gezeigt (Vernissage: 16. Juni, 16 Uhr), Performances am Brunnen organisiert und eine große Brunnenparty am Tag der ge- planten feierlichen Wiederinbetriebnahme (14. Juli) ausgerichtet. Die Ausschreibung der Außengastronomie, die von der Eventstabstelle in Abstimmung mit den Wün- schen und Vorstellungen der Pionierakteure und beteiligten städtischen Ämter (Amt für öffentliche 2 Ordnung, Stadtraummanagement und Kulturamt) formuliert wurde, ist seit 7. Juni online. Es ist mit einem Start der Außengastronomie ab Ende Juli zu rechnen. Bis dahin soll ein wechselndes Food Truck-Angebot auf dem Platz ermöglicht werden, insbesondere im Rahmen von schon fixierten Ver- anstaltungen. Das Stadtraummanagement hat hier bereits einige Anbieter angesprochen. Die Gestaltung der Außengastronomie für die verbleibende Interimszeit bis Ende 2020 wird in Koope- ration mit dem Lehrstuhl der RWTH Aachen, Lehrstuhl für Gebäudelehre, Projekt „Selberbau“ und der KISD-Köln International School of Design der TH Köln erarbeitet. Die Auftaktveranstaltung mit Stu- dentInnen hat bereits am 28.5.2018 im African Drum stattgefunden. Ein Grundmodul mit funktionaler Ausstattung wird von der Stadt gestellt. Die Umsetzungszeit für den (Selbst-)Bau ist für den 9. bis 20. Juli geplant. Derweil hat die AG Begrünung mit der Bepflanzung eines ersten Beetes begonnen, eine weitere Be- pflanzung wird am Tag des Guten Lebens, dem 1. Juli 2018, durchgeführt. Die AG Partizipation hat bisher drei konkrete Termine (u.a. 9.6. und 19.6. 2018) anvisiert und lädt Bürger jeden Alters auf den Ebertplatz ein. Ziel der Veranstaltungsreihe „Ebertplatz anders erleben“ ist, den Ebertplatz gemeinsam zu beleben. Projektinitiator ist die Alte Feuerwache Köln, unterstützt von LAG Soziokultureller Zentren NW, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadtteilkonferenz Agnesviertel/Eigelstein und der Stadt Köln. Mitte Juni beginnt auch die Arbeit an dem Platzmobiliar, das von der AG Platzgestaltung konzipiert und in Kooperation mit Studenten der KISD Köln, dem Kunstraum LABOR und mit Freiwilligen am Platz gebaut und platziert werden wird. Eine weitere Neuheit ist, dass der Online-Radiosender dublab ab 19. Juni dreimal wöchentlich vom „King Georg Büdchen“ am Sudermann-Platz live senden und mit Interviews die Entwicklungen und konkreten Veranstaltungen am Platz begleiten und medial vermitteln wird. Dies soll ein Mehrwert für das städtische Interimsprojekt sein, da der Großteil der bisherigen medialen Berichterstattung auf „die oft selben Informationsquellen“ zurückgreife und dadurch aus Sicht der Ak- teure ein einseitiges Bild vermittelt werde. Im Hinblick auf die langfristige Umgestaltung des Ebertplatzes fand am 23. April im Kölnischen Kunstverein ein Treffen des Lenkungskreises Masterplan zum Thema Ebertplatz statt. Hier wurde vom Stadtraummanagement und dem Kulturamt über die bisherigen Erkenntnisse aus der Interims- phase berichtet, die – laut Ratsbeschluss vom 20.3.2018 – in die Konzeption der Ausschreibung oder die Auswahl des (Planungs-)Büros einfließen sollen. Die Kulturverwaltung hat hierbei die Einschät- zung vertreten, mit Blick auf den bei der Kulturentwicklungsplanung vorgetragenen Raumbedarf für innerstädtische Flächen und die Frage, welche Parameter für die Aufgabenstellung zur Umgestaltung des Ebertplatzes gesetzt werden sollen, für den Erhalt von Flächen für Kunst- und Kultur im Umfang der aktuell genutzten Flächen als Minimumgröße zu plädieren. Zudem hält die Kulturverwaltung ein Planungsverfahren mit mehrfacher Rückkoppelung an den Inte- rimsprozess und die beteiligten Akteure der Zwischennutzung und Anwohner für wünschenswert. Gemanagt wird die Umsetzung des Interimskonzeptes zurzeit ohne zusätzliches städtisches Perso- nal, einige punktuell honorierte externe Kräfte und viel ehrenamtliches Engagement. Es hat sich ein wöchentlicher ämterübergreifender Jour fixe etabliert und bewährt. gez. Laugwitz-Aulbach
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1924/2018
- Typ
- Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
- Datum
- 13.06.2018
- Erstellt
- 06.06.2018 14:12