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A-S/0001/2021

Gelände des "Alten Friedhofs" Am Steintor gestalterisch und gärtnerisch überarbeiten

Antrag an die BV Südost 13.04.2021

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-Südost, Sitzung am 27.04.2021, TOP 7.1

Stellungnahme zum Antrag (nicht barrierefrei)

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Originalantrag der SPD-Fraktion

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Stellungnahme zum Antrag (nicht barrierefrei)

9015 Zeichen

Gregor Determann 
67.22.0002 
10.11.2022 
 67 40 
 
 
An die 
Bezirksverwaltung Südost 
 
 
über Herrn Stadtbaurat Denstorff  
 
 
Mitteilung an die Bezirksverwaltung Münster-Südost zu: 
- Antrag lfd. Nr. A-S-0001-2021 von der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung vom 
06.04.2021 „Gelände des „Alten Friedhofs“ Am Steintor gestalterisch und gärtnerisch 
überarbeiten“ 
- Anregung lfd. Nr. AnS/0016/2021 von der CDU-Fraktion und der FDP vom 
19.04.2021 „alter Friedhof teilweise erneuern und umgestalten“ 
 
- §24GO Anregung Nr. 2021-00089 „Der alte Friedhof – ein Ort der Ruhe und 
Entspannung“ 
 
 
Der Antrag und die Anregung beinhalten vergleichbare Themen und Aspekte. Das Amt für 
Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit nimmt daher zum Gelände des „Alten Friedhofs“ 
Am Steintor gebündelt wie folgt Stellung. 
Etwa zeitgleich ging mit Datum vom 04.05.2021 auch eine Anregung gem. §24 des 
Bürgerforums Wolbeck mit vergleichbaren Anliegen ein. Diese Anregung wird unter der 
Nummer 2021-00089 geführt. Das Bürgerforum Wolbeck wird eine inhaltlich gleiche Antwort 
erhalten. 
Zusammengefasst wurde zur Gestaltung des „Alten Friedhofs“ beantragt bzw. angeregt: 
1. Ruheraum erhalten bzw. auch Wahrung der Totenruhe  
2. Barrierefreie Gestaltung und Ausbesserung der Fußwegeverbindung zur 
Nicolaischule, dabei Radfahrer ausschließen 
3. Bänke ausbessern/erneuern oder Bänke installieren, die sich vom MS-Standard 
abheben und weitere Standorte für Sitzgruppen finden. 
4. Hecke zur Hiltruper Straße erhalten, alten Baumbestand schützen, Bepflanzung 
gestalterisch aufwerten, den Blick zum Drostenhof erhalten. 
5. Bewegungsmöglichkeiten für Alt und Jung schaffen 
6. Hundekotbeutelspender und weitere Abfallbehälter 
7. Eine dezente Beleuchtung installieren. 
8. Beseitigung von Moos und Reinigung der Grabsteine 
9. Schließung der Anlage zu Abend- und Nachtzeiten 
10. Einen professionellen Gestaltungswettbewerb unter Einbeziehung des 
Denkmalschutzes durchführen.

Nach Prüfung der Örtlichkeiten in Bezug auf die verschiedenen Aspekte ergeben sich 
folgende Ergebnisse: 
Zu 1) 
Ruheraum erhalten bzw. auch Wahrung der Totenruhe 
Der ehemalige Friedhof ist eine mit attraktiven Bäumen bestandene Grünanlage im Zentrum 
des Wigbold. Als eine der wenigen öffentlich zugänglichen Grünflächen ist sie als Ruheraum 
für Erholung suchende prädestiniert und soll auch als solche erhalten bleiben. Damit ist auch 
gewährleistet, dass die Totenruhe angemessen berücksichtigt wird. Durch das große, fast 
vollflächige Laubdach bildet der Park in heißen Sommerzeiten zudem eine kühle Oase, die 
es zu erhalten gilt.  
 
Zu 2) 
Barrierefreie Gestaltung und Ausbesserung der Fußwegeverbindung zur Nicolaischule, dabei 
Radfahrer ausschließen 
Die ebene Parkanlage ist grundsätzlich barrierefrei ausgebaut. Die wassergebundene Decke 
ist in einem guten Zustand. Durch den Schattendruck und die intensive Durchwurzelung 
unter den ausgewachsenen Bäumen ist jedoch die ursprüngliche Rasenfläche 
weitestgehend verdrängt worden. Dadurch ist die zweizeilige Pflasterreihe, die die 
wassergebundene Wegedecke begrenzt, in Teilbereichen nicht sehr deutlich abgesetzt. Eine 
Verbesserung dieser Situation ist durch Pflege der wassergebundenen Wegedecke nur 
eingeschränkt möglich. Flächige Begrünungen abseits der Wege würden den Kontrast 
verstärken, sind aber aufgrund des starken Schattens und des Wurzeldrucks dort nicht zu 
etablieren.  
Durch die Anforderungen der Barrierefreiheit müssen die Wegesperren einen 
Mindestabstand zueinander haben. Damit ist es jedoch nicht möglich, missbräuchliche 
Nutzung durch Radfahrende zu unterbinden. 
 
Zu 3)  
Bänke ausbessern/erneuern oder Bänke installieren, die sich vom MS-Standard abheben 
und weitere Standorte für Sitzgruppen finden. 
Derzeit gibt es in der Parkanlage drei einzelnstehende Bänke des in Münster verwendeten 
Standardmodells. Diese weisen keine Armlehnen auf. Im Rahmen der Unterhaltung werden 
die Bänke regelmäßig kontrolliert, gereinigt und im Schadensfall auch repariert. Die 
Installation von Bänken, die nicht dem MS-Standard entsprechen, wird auf Grund der sich 
daraus ergebenden höheren Unterhaltungsaufwendungen abgelehnt. 
Zur Ergänzung eines kommunikativen Sitzangebotes, könnten zwei im rechten Winkel 
kommunikativ angeordnete Bänke, aufgestellt werden. Die befestigte Fläche für die Bänke 
wird in einer Größe ausgebaut, die auch die Möglichkeit bietet, dort einen Kinderwagen oder 
Rollstuhl beizustellen. Als Standort wird ein Bereich am südlichen Weg vorgeschlagen. Von 
dort wäre auch ein Blick in Richtung des Giebels des Drostenhofs gegeben. Der Blick wird 
jedoch stark durch den privaten Baumbestand im Drostenhofpark eingeschränkt. Im 
belaubten Zustand ist kaum ein Blick auf den Giebel möglich. Für die Herstellung einer 
Pflasterfläche mit zwei Bänken sind Baukosten in Höhe von ca. 4.500,-€ zuzüglich der 
Unterhaltskosten geschätzt. Derzeit stehen in der Produktgruppe 1301 keine Finanzmittel für 
Bau und Unterhaltung zur Verfügung. 
Als Ergänzung eines barrierefreundlichen Angebotes wird das Amt für Grünflächen, Umwelt 
und Nachhaltigkeit zwei der dann fünf Parkbänke mit seitlichen Armlehnen nachrüsten.

Zu 4)  
Hecke zur Hiltruper Straße erhalten, Bepflanzung gestalterisch aufwerten, dabei aber den 
Blick zum Drostenhof erhalten. 
Die Eibenhecke zur Hiltruper Straße ist ein attraktiver Abschluss des alten Friedhofs und soll 
auch aus Sicht des Amtes für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit so erhalten bleiben.  
Eine gestalterische Aufwertung ist durch Ergänzungspflanzungen bei den gegenwärtigen 
Rahmenbedingungen nicht möglich. Durch den großen Baumbestand erzeugte 
Verschattungen und durch engen Wurzelfilz ausgehagerte Böden unterbinden 
Ergänzungspflanzungen.  
Der dichte Baumbestand auf dem Grundstück und auch im benachbarten Park unterbinden 
einen freien Blick auf den attraktiven historischen Giebel des Drostenhofs. Baumfällungen 
von vitalen Bäumen um Blickbeziehungen zu verbessern sind in heutiger Zeit keine 
angemessene Maßnahme. 
Eine gestalterische Aufwertung der Bepflanzung wird das Amt für Grünflächen, Umwelt und 
Nachhaltigkeit durch einen ergänzenden Pflegegang realisieren. Zahlreiche Sträucher sind 
auf Grund des Schattendrucks abgestorben und sollen entfernt werden. An anderen Stellen 
verdecken Sämlinge, vor allem Ahorne, Durchblicke und werden ebenfalls entfernt. Der 
Zugang zur Straße Am Wigbold soll durch einen Rückschnitt transparenter und einladender 
gestaltet werden. Insgesamt wird der Park danach einen gepflegteren und übersichtlicheren 
Eindruck erzeugen.  
Zu 5)  
Bewegungsmöglichkeiten für Alt und Jung schaffen 
Der umfangreiche wertvolle Baumbestand und auch der respektvolle Umgang mit der 
Totenruhe unterbinden die Möglichkeit Bewegungsangebote im Sinne von Freizeitsport oder 
Spielplatzflächen zu schaffen.  
 
Zu 6)  
Hundekotbeutelspender und weitere Abfallbehälter 
Derzeit ist der Park mit einem Hundekot-Spender und zwei Abfallbehältern, jeweils im 
Bereich der Zugänge, ausgestattet. Der Bedarf für weitere Ergänzungen wird nicht gesehen. 
 
Zu 7) 
Dezente Beleuchtung 
Wege werden in öffentlichen Grünflächen grundsätzlich nur beleuchtet, wenn sie im Rahmen 
des B-Plan-Verfahrens als so bedeutend für die Erschließung von Grundstücken einzustufen 
sind, dass sie als Verkehrsfläche gewidmet werden. Dieses ist beim alten Friedhof nicht der 
Fall. Im Normallfall dienen die öffentlichen Grünflächen hauptsächlich für die Freizeit und 
Erholung. Die Hauptnutzungszeiten liegen damit im Zeitraum zwischen Sonnenaufgang und 
Dämmerung. Hierdurch werden auch zusätzliche Konflikte durch Fehlnutzungen vor allem in 
den Abendstunden vermieden.  
Grünflächen werden auch deshalb nicht beleuchtet, da die Flächen in der Nacht als 
Rückzugsgebiete für Tiere gelten. Insbesondere nachtaktive Tiere werden durch künstliche 
Beleuchtung gestört.

Zu 8) 
Beseitigung von Moos und Reinigung der Grabsteine 
 
Im Rahmen des ergänzenden Pflegeganges wird das Amt für Grünflächen, Umwelt und 
Nachhaltigkeit die Grabsteine zur Verbesserung der Sichtbarkeit von Vegetation befreien 
und einer Grundreinigung unterziehen. Dabei wird aber zurückhaltend gearbeitet, da eine 
gewisse Patina der Atmosphäre des alten Friedhofs entspricht.  
 
Zu 9) 
Schließung der Anlage zu Abend- und Nachtzeiten 
Die dauerhafte Einrichtung eines Schließdienstes ist sehr aufwändig und kostenintensiv. 
Daher werden öffentliche Grünflächen in Münster generell nicht durch das Amt für 
Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit verschlossen.  
 
Zu 10) 
Einen professionellen Gestaltungswettbewerb unter Einbeziehung des Denkmalschutzes 
durchführen. 
Durch die Rahmenbedingungen, die sich aus dem Erhalt des wertvollen Baumbestandes und 
dem rücksichtsvollen Umgang mit dem historischen Gräberbestand ergeben ist der 
gestaltungsspielraum zu begrenzt um einen Gestaltungswettbewerb durchzuführen.  
 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
Im Auftrag 
 
 
 
Niggemann 
 
 
z.d.A.: De 
Du: 67.4 
Du: Amt 33

Originalantrag der SPD-Fraktion

2016 Zeichen

A-S/0001/2021

SPD Fraktion
in der Bezirksvertretung Münster Südost

N
u SPD

Fraktionsvorsitzende:
Sabine Metzler
Otto-Hersing-Weg 34 a
48167 Münster

Tel.: 0251 / 39636021
E-Mail: metzier-sabine@gmx.net

Münster, 6. April 2021

Prüfauftrag:

Die Bezirksvertretung Münster Südost beschließt, die Verwaltung aufzufordern zu
prüfen, wie das Geländes des „Alten Friedhofs“ Am Steintor gestalterisch und
gärtnerisch überarbeitet werden kann. Ziel ist es, das Gelände so herzurichten, dass
der Friedhof zu einem Aufenthaltsort im Grünen wird. Dabei muss darauf geachtet
werden, dass die Totenruhe eingehalten wird.

Begründung

Durch die Kündigung des Pachtvertrags für den Drostenhofpark durch den Eigentümer
Benedikt Graf von Merveldt ist der Park seit Mitte März für die Öffentlichkeit nicht mehr
zugänglich.

Die SPD-Fraktion will einen kleinen Ersatz für den nicht mehr zur Verfügung stehenden Park
für die Allgemeinheit schaffen. Dafür eignet sich der in unmittelbarer Nachbarschaft liegende
„Alte Friedhof“ am Steintor. \

Um die Aufenthaltsqualität zu verbessern, aber den Charakter des Geländes als Friedhof
nicht zu verändern, schlägt die SPD einige gestalterische und gärtnerische Maßnahmen vor:

4. Die vorhandenen Sitzbänke - ausbessern oder erneuern, Standorte für weitere
Sitzgelegenheiten finden.

2. Durch Baumfällung entstandene Zwischenräumen mit zusätzlichen Sträuchern auffüllen.
Mit einer abwechslungsreichen Bepflanzung den Friedhof gestaiterisch aufwerten. Hier bietet
sich an, auch mit kleinen Sitzgruppen die Lücken zu füllen.

3. Beseitigung von Moos an den Grabsteinen und Reinigung soweit dies ohne Beschädigung
möglich ist.

4. Ausbesserung des Rundweges und des Zugangs von der Nikolaigrundschule für eine
barrierefreie Nutzung.

5, Aufstellung eines Hundekotbeutelspenders sowie weiterer Papierkörbe.

“Der „Alte Friedhof“ ist kein Ersatz für den Drostenhofpark. Dennoch kann er zu einem
- Aufenthaltsort entwickelt werden, der zum Verweilen einlädt.

Sabine Metzler, Fraktionsvorsitzende

Beratungsverlauf (1)

27.04.2021 Bezirksvertretung Münster-Südost
TOP 7.1 Antrag Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (4)

  • Hiltruper Straße
  • Am Steintor
  • Am Wigbold
  • Otto-Hersing-Weg 34a

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Details

Aktenzeichen
A-S/0001/2021
Typ
Antrag an die BV Südost
Datum
13.04.2021
Erstellt
13.04.2021 09:24