AN/0097/2026
Jugendvertretung in der Bezirksvertretung Innenstadt, gem. Antrag B90/Die Grünen, Die Linke und SPD
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Gem. Antrag nach § 3 (BV1)
2642 Zeichen
B90/Die Grünen Die Linke SPD Frau Bezirksbürgermeisterin Julie Cazier Herrn Bürgeramtsleiter Dr. Ulrich Höver Herrn Oberbürgermeister Torsten Burmester Eingang bei der Bezirksbürgermeisterin: AN/0097/2026 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 29.01.2026 Jugendvertretung in der Bezirksvertretung Innenstadt, gem. Antrag B90/Die Grünen, Die Linke und SPD Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Torsten Burmester, sehr geehrte Bezirksbürgermeisterin Julie Cazier, sehr geehrter Herr Amtsleiter Dr. Ulrich Höver, ich bitte sie folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der Bezirksvertre- tung zu nehmen: Die Bezirksvertretung Innenstadt hat zu Beginn des Jahres 2025 als erste Bezirksvertretung der Stadt Köln zwei Jugendvertreter*innen als feste Mitglieder in ihr Gremium aufgenommen und damit ein wichtiges Beteiligungsinstrument im Rahmen eines Pilotversuchs erfolgreich erprobt. Die Bezirksvertretung beschließt, dass den Jugendvertretrer*innen über die Dauer des Pilot- projektes hinaus die Teilnahme an den Bezirksvertretungssitzungen als Gremienmitglieder weiterhin ermöglicht wird. Den Jugendvertreter*innen ist, analog den Seniorenvertreter*innen, für ihre Teilnahme an den Bezirksvertretunsgssitzungen ein Sitzungsgeld vom Amt für Kinder-, Jugend und Familie auszuzahlen. Begründung: Die Bezirksvertretung Innenstadt hat zu Beginn des Jahres 2025 als erste Bezirksvertretung der Stadt Köln zwei Jugendvertreter*innen als feste Mitglieder in ihr Gremium aufgenommen. Nach positiver Bewertung durch alle Beteiligten ist der Pilot der Bezirksvertretung Innenstadt fortzuführen, um Jugendliche dauerhaft in Entscheidungsprozesse einzubinden, Transparenz und Akzeptanz für politische Vorgänge zu erhöhen sowie die frühzeitige politische Bildung zu stärken. Da bisher keine Optionen zur Verlängerung oder Verstetigung vorgelegt wurden, ist - 2 - es notwendig, kurzfristig eine praktikable Übergangslösung zu schaffen. Die Auszahlung ei- nes Sitzungsgeldes an die Jugendvertreterinnen – analog zu den Seniorenvertreter*innen – sichert deren Engagement und würdigt ihre Teilnahme, ermöglicht eine reibungslose Fortfüh- rung der Beteiligung und verhindert eine Unterbrechung der Mitwirkung während der Über- gangsphase bis zu einer langfristigen Regelung. Diese Maßnahme stärkt die ernsthafte Mit- wirkung der Jugendlichen und unterstützt eine nachhaltige Etablierung der Jugendvertretung in der Bezirksvertretung Innenstadt. Reinhold Goss Friederike Stolle Tim Cremer B90/Die Grünen Die Linke SPD
Sachstandsbericht BV
4637 Zeichen
Dezernat, Dienststelle
/
Vorlagen-Nummer
AN/0097/2026
Stand: 18.02.2026
Sachstandsbericht
Jugendvertretung in der Bezirksvertretung Innenstadt, gem. Antrag B90/Die Grünen,
Die Linke und SPD
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Innenstadt hat zu Beginn des Jahres 2025 als erste Bezirksvertretung
der Stadt Köln zwei Jugendvertreter*innen als feste Mitglieder in ihr Gremium aufgenommen
und damit ein wichtiges Beteiligungsinstrument im Rahmen eines Pilotversuchs erfolgreich er-
probt.
Die Bezirksvertretung beschließt, dass den Jugendvertreter*innen über die Dauer des Pilot-
projektes hinaus die Teilnahme an den Bezirksvertretungssitzungen als Gremienmitglieder
weiterhin ermöglicht wird.
Den Jugendvertreter*innen ist, analog den Seniorenvertreter*innen, für ihre Teilnahme an den
Bezirksvertretungssitzungen ein Sitzungsgeld vom Amt für Kinder-, Jugend und Familie aus-
zuzahlen.
Status in Bearbeitung
erledigt
Aktueller Bearbeitungsstand:
Die Jugendverwaltung nimmt wie folgt Stellung:
Das Amt für Kinder, Jugend und Familie muss angesichts der erneuten Diskussion in der
letzten Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt darauf hinweisen, dass kein Sitzungsgeld
an die Jugendvertreter*innen ausgezahlt werden kann, da hierfür keine Mittel im Budget des
Amtes vorhanden sind.
Dies ist bereits in der Mitteilung „Misch MIT!" - Auswertung Pilotprojekt Beteiligung junger
Menschen in der Bezirksvertretung Innenstadt" (Vorlagen-Nr. 0189/2026) sowie im Sach-
standsbericht zum letzten entsprechenden Beschluss der Bezirksvertretung (Vorlagen-Nr.
AN/1131/2025) erläutert worden.
Die Jugendverwaltung möchte auf diesem Wege ihr Unverständnis über den Ton der Dis-
kussion in der Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt vom 29.01.2026 zum Ausdruck brin-
gen, die der Niederschrift zu entnehmen ist.
Der durch die Jugendverwaltung gesteuerte „Misch MIT!“-Prozess und das daraus hervorge-
gangene gesamtstädtische Partizipationskonzept (Vorlagen-Nr. 0123/2025) stellt einen Mei-
lenstein für die Kinder- und Jugendbeteiligung in Köln dar.
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Der Prozess hat sich von Beginn an durch seine Transparenz (Vergleiche unter anderem
Vorlagen 0796/ 2023; 1773/ 2023 und 2510/ 2023) und seine große und umfassende Beteili-
gung der entsprechenden Zielgruppen und aller relevanter Akteur*innen aus Politik, Verwal-
tung, Wissenschaft, Trägerlandschaft und Zivilgesellschaft ausgezeichnet.
Zudem geht der Prozess deutlich über die Vorgaben aus dem Ratsbeschluss zur Entwick-
lung eines gesamtstädtischen Konzeptes aus 2022 (Vorlagen-Nr. AN/1003/2022) hinaus.
Nach einem Besuch der Projektleitungen in allen Bezirksvertretungen in 2023/2024, einem
durchgeführten Verwaltungsworkshop zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in den
BV-Strukturen, sowie einem gleichnamigen Workshop unter Beteiligung aller Bezirksvertre-
tungen, Bezirksbürgermeister*innen, Vertreter*innen aus Fach- und Bezirksverwaltungen,
Trägervertreter*innen und jungen Menschen in 2024 legte die Jugendverwaltung neben der
Entwicklung des Gesamtkonzeptes einen weiteren Schwerpunkt auf die Berücksichtigung
der bezirklichen Perspektive. Damit wurde dem Interesse an Jugendbeteiligung einiger Be-
zirksvertretungen, welches teilweise schon mit entsprechenden Beschlüssen hinterlegt war,
und dem Wunsch der jungen Menschen nach einem größeren Einbezug auf bezirkspoliti-
scher Ebene Rechnung getragen.
Ein einheitliches Beteiligungsformat für junge Menschen in allen Bezirksvertretungen war
insgesamt nicht gewünscht, um jedem Bezirk in Abhängigkeit der personellen und finanziel-
len Ressourcen und auf Grundlage der jeweiligen Bedarfe und Infrastruktur eigene Entwick-
lungs- und Entscheidungsmöglichkeiten zu überlassen.
Folgerichtig wurden das Info-Heft „Misch MIT! in deinem Veedel!“ (Vorlagen-Nr. 0180/2026)
entwickelt und das Pilotprojekt „Beteiligung junger Menschen in der Bezirksvertretung Innen-
stadt" (Vorlagen-Nr. 0189/2026) auf den Weg gebracht.
Die Jugendverwaltung hat somit alle Grundlagen für die Weiterentwicklung der gesamtstädti-
sche Kinder- und Jugendbeteiligung unter dem Dach von „Misch MIT!“, umgesetzt in unter-
schiedlichen und diversen Formaten, sowie einer bedarfs- und ressourcengerechten Beteili-
gung junger Menschen auf bezirkspolitischer Ebene geschaffen.
Nun sind alle Akteur*innen aus Politik, Verwaltung und Trägerlandschaft gefragt, um sich im
Sinne der Vision einer kinder- und jugendgerechten Kommune in ihren Kontexten einzubrin-
gen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.
Nächste Schritte:
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0097/2026
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 BV1
- Datum
- 19.01.2026
- Erstellt
- 19.01.2026 11:48