0266/2022
Verteilung der Mittel zur Förderung rassismuskritischer Projekte - 1. Schritt 2022 -
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Anlage 1
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Die Anlage ist inhaltlich unverändert, lediglich die Veranstaltungsdaten wurden ergänzt. Anlage 1 1. „Die Verdötschten“ Karl Küpper war zur Zeit des Nationalsozialismus der bekannteste Büttenredner Köln. Mithilfe seiner Kunstfigur „Der Verdötschte“ machte er in seinen politischen Reden während des Karnevals die Nationalsozialisten lächerlich und schaffte es zu demonstrieren, wie viel Widerstandkraft in satirischer Kunst möglich ist. Innerhalb von künstlerischen und dialogischen Workshops sollen die Teilnehmenden erforschen, wie sie im Rahmen von Karneval und Satire heute Kritik an nationalistischen und rassistischen Strömungen üben können und wie Karneval inklusiv und interkulturell gestaltet werden kann. Auf der Basis der erarbeiteten Erkenntnisse soll eine Theaterperformance entwickelt werden, in der mittels humoristischer und satirischer Kunstformen ein Statement gegen Rassismus und Diskriminierung und für Solidarität gesetzt wird. Der Projektzeitraum erstreckt sich von Februar bis November 2022. 2. Aktionswochen zum Tag gegen Rassismus (21.03.2022) vom Kölner Forum gegen Rassismus und Diskriminierung Innerhalb der Aktionswochen vom 14.03.-27.03.2022 zum Internationalen Tag gegen Rassismus plant das Forum gegen Rassismus und Diskriminierung mit seinen Mitgliedsorganisationen zu verschiedenen Themenschwerpunkten folgende Aktivitäten: Workshop zum Thema „Diskriminierungsfreie Sprache“ Abendveranstaltung zum Thema „Köln – Dekolonialisieren – Rassismus offen bekämpfen“ Ausstellung „pain pride pose – about queerness, discrimination and empowerment“ Biografie- und Empowerment-Workshop mit der queeren Schwarzen Fotografin Nora Hase Workshop zum Thema „Intersektionalität – eine gesellschaftliche Realität“ Workshop zum Thema „Geflüchtete queere Menschen“ Workshop zum Thema „White saviorism“ Empowerment-Workshop für BIPoC-Eltern / Bezugspersonen von Kindern mit Rassimuserfahrungen Workshop mit dem Thema Safer Space „Awareness 4 Black Kids and Teens“ Workshop mit dem Thema „Ausgebremst in der Pandemie“ Alle Veranstaltungen sollen von einem Awareness Team von Pamoja Afrika e.V. begleitet werden. 3. Vierter „diversCITY-Tag“ Köln Die Vereine afroTopia e.V. und Pamoja Afrika e.V. Köln organisieren zum vierten Mal gemeinsam den jährlich stattfindenden diversCITY-Tag in Köln. Auch in 2022 soll das „Fest der Kulturellen Vielfalt“ auf dem Ebertplatz als großes Open-Air Event gefeiert werden. Ziel dieser Veranstaltung ist die Förderung, Anerkennung und Sichtbarkeit von Vielfalt aus unterschiedlichen Blickwinkeln, sowie Dialoge zwischen den Bürger*innen zu ermöglichen. Die Anlage ist inhaltlich unverändert, lediglich die Veranstaltungsdaten wurden ergänzt. Teil des geplanten Bühnenprogramms ist neben Musik, Theater und einem Kinderprogramm auch eine Podiumsdiskussion. Die Veranstaltung wird an einem öffentlichen Platz im Zentrum Kölns durchgeführt, so dass sie für jeden zugänglich ist. Das Pamoja Awareness-Konzept stellt sicher, dass in allen Teilen der Vorbereitung und der Veranstaltung Reproduktionen von Rassismus und Diskriminierung vermieden werden und ein achtsamer und sensibler Sprachgebrauch Anwendung finden wird. Die Besucher*innen und Teilnehmende sollen sich sicher und geschützt fühlen und im Bedarfsfall auf eine individuelle Unterstützung zurückgreifen können. Dafür werden Mitarbeitende im Vorfeld von Pamoja Afrika e.V. Köln geschult. Der Projektzeitraum erstreckt sich von April bis Juli 2022. 4. „Make Hummus not Walls“ Der israelisch-palästinensische Konflikt hat auch hierzulande Auswirkungen: Von digitaler Hetze und Falschmeldungen im Netz über antisemitische/antiisraelische und antimusliminische/antipalästinensische Anfeindungen bis hin zu gewaltvollen Ausschreitungen auf der Straße. Der Konflikt treibt immer wieder rassistische und antisemitische Debatten in Deutschland an – gerade bei Jugendlichen, die sich auf Identitätssuche befinden. „Make Hummus not Walls“ besteht aus fünf (Zielgruppe Schüler*innen) bzw. drei Bausteinen (Zielgruppe Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter*innen): 1) Empowerment-Workshops/Sensibilisierungsworkshop zu Rassismus mit Schwerpunkt auf antimuslimischen Rassismus 2) Workshops zur Vielfalt jüdischen Leben in Deutschland und verschiedenen Formen von Antisemitismus 3) Workshops zur Bedeutung des israelisch-palästinensischen Konflikts Mit der Zielgruppe Schüler*innen sollen darüber hinaus Hummus-Workshops sowie Exkursionen (in eine jüdische Gemeinde, Stadtführung zum jüdischen Leben oder in das NS- Dokumentationszentrum) durchgeführt werden. Ziel der Veranstaltungsreihe ist die Sensibilisierung und Aufklärung zu den genannten Themen sowie der Abbau antisemitischer/antiisraelischer und antimuslimischer/antipalästinensischer Tendenzen. Der Projektzeitraum startet nach der Finanzierungszusage und läuft bis Dezember 2022. 5. „N-Wort Stoppen 2022“ Ziel des Projektes ist es, zwei Leitfäden für den Umgang mit dem N-Wort zu erstellen, welche insbesondere im Bildungsbereich anwendbar sein sollen. Hierbei sollen sowohl die Perspektiven von Schwarzen Menschen als auch die von Lehrpersonen berücksichtigt werden. Als erste Maßnahme soll ein eintägiger Workshop für Schwarze Personen aus Köln ausgerichtet werden. Ein*e Gastredner*in gibt dazu einleitend einen wissenschaftlichen Impuls zum Thema rassistische Sprache. Danach wird in einem „Safe- Space“ über das N- Wort, dessen historischen Hintergründe, Verwendung in Kunst, Literatur, öffentlichem Diskurs und Alltag und diesbezügliche Erfahrungen diskutiert. Als zweite Maßnahme wird ein eintägiger Workshop für Lehrkräfte ausgerichtet. Der einleitende wissenschaftliche Impuls fokussiert hier rassistische Sprache bzw. Rassismus in der pädagogischen Praxis. Dann soll die Thematik diskursiv erörtert werden. Der Die Anlage ist inhaltlich unverändert, lediglich die Veranstaltungsdaten wurden ergänzt. Schwerpunkt darauf liegen soll, wie Rassismuskritik in verschiedenen Unterrichtsfächern implementiert werden kann. Ein Austausch über konkrete Erfahrungen mit dem N-Wort oder anderen rassistischen Beleidigungen im Schul- oder Kita-Alltag soll ebenfalls in diesem Rahmen stattfinden. Als Abschluss ist eine Abendveranstaltung im Kunsthafen in Köln geplant. In dieser Abschlussveranstaltung sollen die Ergebnisse der Workshops und die Arbeit der Referierenden einem breiten Publikum vorgestellt werden. Projektzeitraum beginnt im März und endet im November 2022. 6. Empowerment Retreat Camp für Fachkräfte und Multiplikator*innen mit Rassismuserfahrung aus den sozialen Bereichen Das partizipativ gestaltete Empowerment Retreat Camp 2022 soll für BIPoC Fachkräfte und Multiplikator*innen aus den sozialen Bereichen organisiert, umgesetzt und nach Abschluss nachbereitet werden. Im Rahmen dieses Projektes soll für die Teilnehmenden daher ein Raum fernab von äußeren Zuschreibungen und defizitorientierter Ansprache zugunsten von Vertrauen und Wertschätzung ermöglicht werden. Auf dieser Grundlage besteht die Möglichkeit, nachhaltig Engagierte zu unterstützen und zu stärken. Betroffene gestalten und nutzen Räume im Rahmen von Workshops, Supervisionen, Fallbearbeitungen und Netzwerktreffen, wo sie Erfahrungen mit anderen reflektieren können, ihre Identität stärken und Erfahrungen und Kompetenzen „Peer-to-Peer“ weitergeben. Es sollen insbesondere Workshopssessions zu Themen wie Empowerment, Resilienz und Powersharing stattfinden, aber auch zusätzlich Maßnahmen umgesetzt werden, die den Bedürfnissen der Teilnehmenden entsprechen. Dazu zählen Supervisionräume, Entspannungs- und Stressregulationssessions, Talks und kreative Angebote. Die Teilnehmenden werden sowohl inhaltlich als auch prozessual dazu eingeladen alle Abläufe mitzugestalten. Das reichhaltige Rahmenprogramm bilden Sessions zu mentaler Gesundheit, Stressregulation und Selfcare sowie Kunst, Lesung, Barcamp, Open Sessions, Musik, Yoga und auch inhaltliche Workshops zu den Themen Powersharing, Empowerment und Resilienz sowie Möglichkeiten für Supervision und kollegialen Austausch. Der Projektzeitraum startet nach der Finanzierungszusage und geht bis Dezember 2022. 7. „AKWAABA 2022 - Afrika in Köln: Die Aufarbeitungen“ AKWAABA 2022 will den Forderungen der BIPoC Initiativen nach Aufarbeitungen ein Gehör verschaffen und eine Plattform des produktiven Austausches bieten. Programmatisch richtet sich die Veranstaltung sowohl an BIPoC, insbesondere für afro-diaporische Menschen, als auch interessierte weiße Menschen. Aufarbeitungsprozesse zu Kolonialismus und historisch gewachsenen Rassismus unter zivilgesellschaftlicher Beteiligung und (Post)-Kolonialismus stehen dabei im Zentrum. Thematisch nimmt die Veranstaltung die Aufarbeitung eurozentristischer Geschichts- schreibung und Erinnerungsorte in den Blick, berücksichtigt aber auch neuere Erscheinungsformen und Betrachtungsweisen von Rassismus insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Schwerpunkte des Programmes sind u.a.: Aufarbeitung neuere Erscheinungsformen von Rassismus und Gegenmaßnahmen (Situation seit Corona-Pandemie Beginn) Aufarbeitungsprozesse im Kontext Museum Rassismuskritische Aufarbeitung von Geschichtsschreibung Die Anlage ist inhaltlich unverändert, lediglich die Veranstaltungsdaten wurden ergänzt. Kirchliche Verantwortung in den Aufarbeitungsprozessen Forderungen von BIPoC Organisationen und Einzelpersonen in den Aufarbeitungsprozessen Mitspracherecht von Kindern und Jugendlichen in der Aufarbeitung Empowerment und Critical White Awareness Die Veranstaltung soll von einem Awareness Team von Pamoja Afrika e.V. begleitet werden. Veranstaltungstag ist der 26.03.2022, Projektzeitraum mit Vor- und Nachbereitung der gesamte Monat März 2022. 8. Pilotproduktion Filminterviews Erinnerungsort Keupstraße: „Die Perspektive der Direktbetroffenen des Nagelbombenanschlages am 09.06.2004. 3 Interviews mit Zeitzeug*innen und Überlebenden“ und Präsentation zum Jahrestag 09.06.2022 Am 9. November 2021 verabschiedete der Rat die endgültige Beauftragung eines Gedenkortes auf der Grundlage des Entwurfs von Prof. Ulf Aminde, in Erinnerung an die beiden durch das NSU Netzwerk begangenen Bombenanschläge, in der Probsteigasse am 19.Januar 2001 und in der Keupstraße am 9.Juni 2004. Erwarteter Baubeginn ist nicht vor 2025. Das geplante Denkmal an der Keupstraße ist ein interaktiver Lern- und Gedenkort und besteht aus einer 6x24m Betonbodenplatte, die eine 1:1 Kopie des Fundamentes des Hauses ist, an dem die Nagelbombe in der Keupstraße explodierte. Ein WlanNetz und eine AR App lassen entlang des Fundamentes der Betonplatte virtuelle Wände auf dem Smartphone erscheinen. Abrufbar werden dort Statements, Informationen und Filme sein, die an den Anschlag erinnern, den Hintergrund erklären und diejenigen zu Wort kommen lassen soll, die von Rassismus im Allgemeinen, wie auch durch den konkreten Bombenanschlag betroffen sind. Zwischenzeitlich ist viel Zeit vergangen und es besteht eine hohe Dringlichkeit dem Vertrauen der Betroffenen und Direktbetroffenen zu entsprechen und konkrete Schritte hinsichtlich einer ersten Umsetzung des Denkmals zu demonstrieren. Zu diesem Zweck sollen deren Stimmen und Perspektiven filmisch archiviert und sprachlich übersetzt werden, um sie als wesentliche und zentrale Elemente des Gedenkortes zu verhandeln. Das von Prof. Aminde beantragte Projekt sieht vor, zum nächstmöglichen Zeitpunkt ein Filmset in Abstimmung mit dem Schauspiel in deren Räumlichkeiten an der Schanzenstraße einzurichten, an dem die ersten Zeitzeug*innen in einem behutsamen Ambiente, in vertrauensvoller Umgebung und falls benötigt mit Übersetzung vor der Kamera sprechen können. An Hand dieser ersten Produktion soll der Maßstab für alle weiteren Produktionen gelegt werden. Die Projektkosten in Höhe von 10.000 € sollen je hälftig aus Antirassismusmitteln und Finanzmitteln für Interkulturelle Kunstprojekte getragen werden. Die im Kontext des beantragten Projektes entstehenden Filme bilden den Auftakt derjenigen Filme mit Zeitzeug*innen des Nagelbombenanschlages, die eine permanente Basis der abzurufenden Medien des Erinnerungsortes darstellen wird. Dieses Zeitzeug*innendokumente sollen zum Jahrestag am 09.06.2022 der Öffentlichkeit im Schauspielhaus Köln präsentiert werden. Der Projektzeitraum erstreckt sich von Februar bis Juli 2022.
Beschlussvorlage Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle OB/16/162 Vorlagen-Nummer 0266/2022 Freigabedatum 28.01.2022 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Verteilung der Mittel zur Förderung rassismuskritischer Projekte - 1. Schritt 2022 - Beschlussorgan Integrationsrat Gremium Datum Beschluss: Der Integrationsrat beschließt in einem ersten Schritt für das Jahr 2022 die Verteilung und Freigabe der Mittel zur Förderung der nachfolgend aufgeführten Projekte der rassismuskritischen und antiras- sistischen Arbeit: 1. „Die Verdötschten“ Antragsteller: THE BEAUTIFUL MINDS e.V. Fördersumme: 7.000,00 Euro 2. Aktionswochen zum Tag gegen Rassismus (21.03.22) vom Kölner Forum gegen Rassismus und Diskriminierung Antragsteller: Caritasverband für die Stadt Köln e.V Fördersumme: 9.225,00 Euro 3. Vierter „diversCITY-Tag“ Köln Antragsteller: afroTopia e.V. Fördersumme: 10.000,00 Euro 4. „Make Hummus not Walls“ Antragsteller: Transaidency e.V. Fördersumme: 10.000,00 Euro 5. „N-Wort Stoppen 2022“ Antragsteller: Sonnenblumen Community Development e.V. Fördersumme: 10.000,00 Euro 6. Empowerment Retreat Camp für Fachkräfte und Multiplikator*innen mit Rassismuserfahrung aus den sozialen Bereichen Antragsteller: Coach e.V. Fördersumme: 10.000,00 Euro 7. „AKWAABA 2022 - Afrika in Köln: Die Aufarbeitungen“ Antragsteller: Bündnis 14 Afrika e.V. Fördersumme: 10.000,00 Euro Integrationsrat 08.02.2022 2 8. Pilotproduktion Filminterviews Erinnerungsort Keupstraße: „Die Perspektive der Direktbetroffenen des Nagelbombenanschlages am 09.06.2004. 3 Interviews mit Zeitzeug*innen und Überlebenden“ und Präsentation zum Jahrestag 09.06.2022 Antragsteller: Ulf Aminde Fördersumme: 5.000,00 Euro Die Gesamtsumme der Förderungen beläuft sich auf 71.225,00 Euro. Die Aufwendungen sind im Haushaltsplan 2021/2022, Teilergebnisplan 0504 – Freiwillige Sozialleis- tungen und Diversity in der Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen, veranschlagt. 3 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 71.225,00 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: In den letzten Jahren hat sich der zunehmend offener gezeigte Rassismus zu einer massiven Belas- tung des friedlichen Miteinanders sowie des Zusammenhalts in der Gesellschaft entwickelt, was sich in den aktuellen Diskursen sowie in den medialen Berichte und Diskussionen deutlich zeigt. Daher ist – auch in unserer Stadt - der Bedarf an Präventions-, Sensibilisierungs- und Empowerment- Angeboten sehr hoch. Die Stadt Köln setzt sich bereits seit Jahren dafür ein, dieser Entwicklung entgegenzuwirken und för- dert neben der Arbeit der beiden nichtstädtischen Antidiskriminierungsbüros - Caritas e.V. für die Stadt Köln und Öffentlichkeit gegen Gewalt (Köln) e.V. - auch Maßnahmen aus den Mitteln des „Anti- rassismus-Trainings“ im Rahmen des „Aktionsprogramms für ein friedliches Miteinander und gegen Intoleranz und Rechtsradikalismus“. Die klare Haltung der Stadt Köln stärkt damit das vielfältige, ge- waltfreie und demokratische Miteinander. Finanzierung Gemäß Hauptsatzung der Stadt Köln in der Fassung der 25. Satzung zur Änderung der Hauptsatzung der Stadt Köln weist der Rat dem Integrationsrat Mittel zu, über deren Verteilung der Integrationsrat nach einer vom Rat beschlossenen Richtlinie 4 zur Anerkennung und Förderung der Interkulturellen Zentren und zur Förderung rassismuskritischer Projekte zur Stärkung von Demokratie und Akzeptanz entscheidet. Im Haushaltsjahr 2022 stehen 50.000 Euro aus dem laufenden Budget für die Förderung antirassisti- scher und rassismuskritischer Projekte / Antirassismus-Training (davon 40.000 € im Integrations- budget ausgewiesen) und zusätzlich einmalig 50.000 Euro aus dem politischen Veränderungsnach- weis für die „Förderung von antirassistischen und rassismuskritischen Projekten“ und somit insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung. Die Aufwendungen sind im Haushaltsplan 2022, Teilergebnisplan 0504 – Freiwillige Sozialleistungen und Diversity in der Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen, veran- schlagt. In einem ersten Schritt soll nun eine Fördersumme von insgesamt 71.225,00 Euro gemäß der Richtli- nie zur „Förderung rassismuskritischer Projekte zur Stärkung von Demokratie und Akzeptanz“ verge- ben werden Für die Restmittel in Höhe von 28.775,00 Euro ist eine Vergabe in einem zweiten Schritt Mitte 2022 vorgesehen. Die Zielsetzungen der einzelnen Projekte sind in der Anlage 1 zur Beschlussvorlage ausführlich dar- gestellt. Begründung für die Dringlichkeit: Für Planung und Durchführung einiger Maßnahmen wie z.B. der Internationale Tag gegen Rassismus am 21.03.2022 ist eine Entscheidung des Integrationsrates in seiner nächsten Sitzung am 8.2.2022 erforderlich
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0266/2022
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 04.02.2022
- Erstellt
- 21.01.2022 09:48