V/0215/2008
1. Sanierung des Spielplatzes an der Thomas-Morus-Schule 2. Schulhofumgestaltung Thomas-Morus-Schule
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Beschlussvorlage
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V/0215/2008 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Grünflächen und Umweltschutz Betrifft 1. Sanierung des Spielplatzes an der Thomas-Morus-Schule 2. Schulhofumgestaltung Thomas-Morus-Schule Beratungsfolge 22.04.2008 Bezirksvertretung Münster-Mitte Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Der Planung und Bauausführung der Sanierung des Spielplatzes Thomas-Morus-Schule und der Schulhof- umgestaltung Thomas-Morus-Schule wird gemäß der Planung des Amtes für Grünflächen und Umweltschutz (Plan Nr. S 54/13) zugestimmt. II. Kosten/Folgekosten 1. Es wird zur Kenntnis genommen, da ss die Baukosten 70.000,00 € betragen. 2. Es wird zur Kenntnis genommen, dass keine Erhö hung der Folgekosten entsteht, da die Flächengrößen nur geringfügig verändert werden. III. Finanzierung/Mittelbereitstellung Die erforderlichen Mittel für die Durchführung der Sachentscheidung stehen im Teilfinanzplan nachstehender Produktgruppen wie folgt zur Verfügung. Auszahlungen Nr. Bezeichnung Haus h.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 1301 Grün- und Freiflächen Teilfinanzplan (Zeile) 08 Auszahlung für Baumaßnahmen 2008 15.000,00 Haushaltsansatz Investitionsmaßnahme 7100 Sanierung von Spielplätzen; Bez. Mitte Produktgruppe 0301 Leistungen für Schulen Teilfinanzplan (Zeile) 08 Auszahlungen für Baumaßnahmen 2008 45.000,00* Haushaltsansatz, anteilige Summe Thomas-Morus- Schule Investitionsmaßnahme 0000 Gestaltung von Schulanlagen Teilfinanzplan (Zeile) 08 Auszahlungen für Baumaßnahmen 2008 10.000,00 Haushaltsansatz, anteilige Summe Thomas-Morus- Schule Vorlagen-Nr.: V/0215/2008 Auskunft erteilt: Herr Dieckmann Ruf: 492 67 47 E-Mail: DieckmaE@stadt-muenster.de Datum: 25.03.2008 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0215/2008 Investitionsmaßnahme 4090 Bauk osten Einrichtung Offene Ganz- tagsschule Insgesamt: 70.000,00 * In der Mittelbereitstellung „Gestaltung von Schulanlagen“ ist ein verbindlich zugesicherter Eigenanteil der Schule in Höhe von 11.000 € eingerechnet. Begründung: Lage und heutiger Zustand der Fläche: Spielplatz Thomas-Morus-Schule Der ca. 500 m² große öffentliche Spielplatz befindet sich auf dem Schulgelände. Durch die Topo- graphie der angrenzenden Rasen-, Wege- und Ballspielflächen der Außenanlagen der Schule steht die Sandfläche nach starkem Regen unter Wasser. Temporär ist der Spielplatz daher nur eingeschränkt nutzbar. Im Rahmen der Spielplatzsanierung ist als Sofortmaßnahme die Erneuerung der Dränage vorge- sehen und als Ausstattungsergänzung sollte ein Großspielgerät als Ersatz für das abgängige Sandwerk aufgestellt werden (vgl. Vorlage V/0692/2007). Schulhof Thomas-Morus-Schule Im Sommer 2007 hat die Schule beim Amt für Schule und Weiterbildung einen Antrag auf Umge- staltung des Schulhofes gestellt. Der Antrag stützt sich auf zwei wesentliche Argumente: Ähnlich wie beim Spielplatz ist die Nutzung des Außengeländes der Schule sehr stark wit- terungsabhängig. Aufgrund der Geländetopographie sammelt sich Oberflächenwasser auf den großflächigen Rasenflächen. Bei den vorhandenen Bodenverhältnissen trocknen die Flächen nur sehr langsam ab. Dadurch ergeben sich zeitweise Nutzungseinschränkungen auf großen Flächen des Schulgeländes. Eine Verbesserung der „Wassersituation“ ist daher Grundlage für eine weitere Planung. Durch die Einrichtung des Offenen Ganztages (seit Oktober 2005) ist Schule für Kinder nicht mehr nur eine Vormittagsveranstaltung. Schule als Lebensraum ist zu einem bedeu- tenden Schwerpunkt für die Kinder geworden. Diese ganzheitliche Ausrichtung der Betreu- ung sollte in der Ausgestaltung der Schulhöfe ihre Entsprechung finden. Eine Erweiterung des Angebotes an Spielmöglichkeiten (Bereiche Bewegung, Spiel, Kreativität, Entspannung und Kommunikation) ist aus diesen Gründen erforderlich und wünschenswert. Zudem ist die besondere Bedeutung des Schulaußengeländes mit dem integrierten Spielplatz für das Wohnquartier betont worden. Planungsansatz: Auf Grundlage eines von der Schule - unter Beteiligung von Kindern, Eltern und Lehrern – erstell- ten Ideenkonzeptes zur Umgestaltung des Schulaußengeländes hat es bislang mehrere Abstim- mungsgespräche gegeben, in denen die Planung und Finanzierung des Projektes konkretisiert wurden. In Zusammenarbeit des Amtes für Schule und Weiterbildung mit dem Amt für Grünflächen und Umweltschutz ist daraufhin eine Entwurfsplanung für die Freianlagen entwickelt worden, die wesentliche Aspekte und Wünsche des Antrages der Schule berücksichtigt und den Spielplatz stärker in das Schulaußengelände integriert. Kinderbeteiligung: Die Schulleitung hat im Rahmen der Bestandsaufnahme des Vorhandenen und der Planungspha- se zur Neugestaltung des Schulaußengeländes neben den Kolleginnen und Kollegen und Eltern auch die Schülerinnen und Schüler der Thomas-Morus-Schule am Planungsprozess beteiligt. Die Ergebnisse des Klassenworkshops „Wie stelle ich mir meinen Schulhof vor?“ sind dokumentiert worden und in die Vorentwurfsplanung eingeflossen. Beim letzten Abstimmungsgespräch hat ein Vertreter des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien bestätigt, dass der durchgeführte Work- shop von der Vorgehensweise und vom Ergebnis die normalerweise durchzuführende Ideenbörse für Kinder und Anwohner des Wohnquartiers ersetzt und keine gesonderte Kinderbeteiligung mehr durchzuführen ist. - 3 - V/0215/2008 Erläuterung zur Planung: Schulhof und Spielplatz bieten der Schule an den Vormittagen wesentliche Möglichkeiten für die Pausengestaltung. In den Nachmittagsstunden nutzen Schülerinnen und Schüler der Offenen Ganztagsschule als auch Familien aus dem Wohnumfeld das Angebot. Die Planung sieht vor, die gestalterische und funktionale Vielfalt des Außengeländes nachhaltig zu steigern. Durch neue Spielgeräte und die Erweiterung der Sandfläche auf dem Spielplatz werden u.a. vielfältige Möglichkeiten des Spiels (Rollenspiele, Versteck spielen, Gemeinschaftsspiel u.a.) gefördert. Die bislang sehr stark linearen, gebäudebezogenen Konturen des Schulhofes werden aufgebro- chen. Asphalt als Belag wird rückgebaut, an die Stelle tritt ein geschwungenes Pflasterband mit Klinker- und Natursteinbändern, das einen organischeren Übergang zu den unversiegelten Flä- chen bildet. Die besondere Topographie des Geländes (die Gebäude und der befestigte Schulhof liegen ca. 1,00-1,50 m höher als die sich östlich anschließenden Flächen) wird durch zusätzliche Erdmodellierungen unterstrichen. Dem Rasenhügel in der „Mitte des Geländes“ kommt eine wich- tige Verbindungsfunktion vom Schulhof zur Sandfläche zu. Über den Hügel erreicht man die Wa- ckelbrücke, von der die Kinder zum Spielturm gelangen, von dem aus unterschiedliche Klettermög- lichkeiten und die Rutsche in die Sandfläche überleiten. Durch die Pflanzung von Bäumen und das Anlegen flächiger Strauchpflanzungen aus robusten Pflanzen (z.B. Weiden) werden kleinräumige Strukturen geschaffen. Nischen, Verstecke und fla- che Hügel in Verbindung mit Naturmaterialien wie Felsbrocken, Baumstämmen u.ä. bieten einen hohen Aufforderungscharakter und können als Spielräume von den Kindern erobert und genutzt werden. Die vorh. Spielgeräte auf dem Spielplatz werden durch einen Spielturm mit Wackelbrücke, Rutsche und unterschiedlichen Klettermöglichkeiten, eine Doppelschaukel und Balancierbalken ergänzt. Das abgängige Sandwerk wird abgebaut und die vorh. Reckstangen umgesetzt. Auf dem Schulhof wird ein Balltrichter anstelle des abgängigen Basketballkorbes installiert. Das bisher im Bereich der Sprunggrube gelegene „Grüne Klassenzimmer“ wird in die Bodenmodellierung integriert. Quadersteine und Sitzelemente mit Holzauflagen bieten ausreichend Sitzgelegenheiten und Treff- punkte. Auf dem asphaltierten Schulhof sollen die vorh. Baumscheiben durch Entsiegelung ver- größert und dadurch die Standortbedingungen für die Bäume verbessert werden. Die große Spielrasenfläche westlich der Laufbahn wird gefällemäßig so modelliert, dass das Ober- flächenwasser nicht mehr lange Zeit in Pfützen stehen bleibt, sondern schnell in eine offene Ent- wässerungsmulde ablaufen kann. Durch Abmagerung des Oberbodens soll die Bespielbarkeit der Rasenfläche verbessert werden. Mit der Erneuerung der Entwässerung wird die zur Zeit bei star- ken Niederschlägen eintretende großflächige Vernässung und Vermatschung des Geländes ver- hindert. Die Schule unterstützt die Baumaßnahme nicht nur finanziell, der Schule schwebt vor, sich an der Durchführung des Projektes durch Eigenleistung zu beteiligen. Grundsätzlich ist dieses Engage- ment zu begrüßen, denn gemeinsame Aktionen sind in der Regel gemeinschaftsfördernd und in der Sache identitätsstiftend. Dafür sind unter den Beteiligten noch eindeutige Arbeitsfelder abzu- stimmen und festzulegen. Flächengröße Spielplatz Thomas-Morus-Schule: ca. 500 qm Flächengröße zu bearbeitendes Schulaußengelände: ca. 2000 qm Bauzeiten: Es ist beabsichtigt, die Maßnahme aufgrund der schulischen Situation weitestgehend in den Som- merferien 2008 durchzuführen. Die Pflanzarbeiten können erst ab November 2008 durchgeführt werden. i.V. gez. Thomas Paal Stadtrat - 4 - V/0215/2008 Anlagen: Entwurfsplan Nr. S 54/13
Entwurf Freiflächen Schulhofgestaltung/Spielplatz Thomas-Morus-Schule S 54/13
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Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0215/2008
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 14.03.2008
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37