AN/1450/2019
Resolution: Effektiv gegen vermeidbare Erkrankungen handeln
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Gem. Dringlichkeitsantrag nach § 12 (FDP)
3565 Zeichen
SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Köln
Fraktion DieLinke im Rat der Stadt Köln
FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln
An den Vorsitzenden des
Gesundheitsausschusses
Dr. Ralf Unna
An die Oberbürgermeisterin
Frau Henriette Reker
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 29.10.2019
AN/1450/2019
Dringlichkeitsantrag gem. § 12 der Geschäftsordnung des Rates
Gremium Datum der Sitzung
Gesundheitsausschuss 29.10.2019
Resolution: Effektiv gegen vermeidbare Erkrankungen handeln
Sehr geehrter Vorsitzender,
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
die antragstellenden Fraktionen bitten Sie, folgende Resolution auf die Tagesordnung des
Gesundheitsausschusses am 29.10.2019 aufzunehmen.
Der Gesundheitsausschuss beschließt:
2019 führt die WHO die wachsende Zahl der Impfgegner unter den 10 größten Bedrohungen
der Weltgesundheit, neben der Luftverschmutzung und der globalen Erwärmung und der
Verbreitung von Ebola und dem Dengue-Fieber.
Die Bekämpfung von Masernausbrüchen, einer hochansteckenden Infektionskrankheit, die in
jedem Lebensalter auftreten kann, ist immer eine große Herausforderung für die Gesund-
heitssysteme. Weltweit starben 2017 ca. 110.000 Menschen an Masern, vor allem kleine
Kinder.
So wurden 2017 in Deutschland 930 Masernfälle gemeldet, 2018 544 und bis zum 22.5.2019
bereits 384. Und das, obwohl es einen sehr gut wirksamen und über lange Jahre erprobten
Impfstoff gibt.
Ziel ist eine Durchimpfung von 95% der Bevölkerung, damit die Ausrottung des Masern-
Virus erreicht werden kann.
Gleichzeitig bedeutet das einen guten Bevölkerungsschutz, vor allem für die Menschen, die
aufgrund anderer chronischer Erkrankungen nicht oder aufgrund ihres Alters noch nicht ge-
impft werden können.
Der Bundesgesundheitsminister will ab März des kommenden Jahres eine gesetzliche Impf-
pflicht gegen Masern einführen.
- 2 -
Der Ethikrat stellt eine „moralische Pflicht zur Masernimpfung“ fest.
Sicher ist, dass es sowohl bei den Kleinkindern und Kindern, aber auch bei Erwachsenen,
hier bei den nach 1970 geborenen, große Impflücken gibt.
Diese zu schließen und einen umfassenden Schutz der Kölnerinnen und Kölner jeden Alters
zu etablieren sehen wir durch vielfältige Aktionen als unsere Aufgabe:
Wir fördern die Beratung der Eltern über die Gefahren und Risiken des Nichtimpfens bzw.
die Vorteile des Impfens bei den Einschulungs – und Kindergartenuntersuchungen, bei de-
nen auf Informationsmaterial hingewiesen wird, welches vor Ort aus- und zur Mitnahme
bereitgelegt wird.
Wir begrüßen die Impfaktionen und –beratungen des Gesundheitsamtes der Stadt Köln auf
den Campi der Universität und der Fachhochschulen
Wir begrüßen die Informationskampagnen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklä-
rung, der Ärzteschaft, der Apotheken und unterstützen die Intensivierung dieser Aufklä-
rungskampagnen, wie es auch vom Ethikrat und dem Berufsverband der Kinder –und Ju-
gendärzte gefordert ist
An Tagen der offenen Tür in Kindergärten und Schulen soll eine Impfberatung stattfinden,
Impfaktionen können auch in Kindergärten und Grundschulen angeboten werden.
Begründung:
Erfolgt mündlich.
Mit freundlichen Grüßen,
gez.
Dr. Barbara Lübbecke Niklas Kinietz
SPD-Fraktionsgeschäftsführerin CDU-Fraktionsgeschäftsführer
Lino Hammer Michael Weisenstein
GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer LINKE-Fraktionsgeschäftsführer
Ulrich Breite
FDP-Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1450/2019
- Typ
- Gem. Dringlichkeitsantrag (FDP/KSG)
- Datum
- 29.10.2019
- Erstellt
- 25.10.2019 13:10