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0886/2024

Referat für Geschichtsinitiativen

Mitteilung Ausschuss 15.04.2024

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Anlage 1 Dokumentation

23298 Zeichen

Referat für Geschichtsinitiativen 
Koordinierungsstelle für einzelne Akteur*innen, 
Initiativen und Institutionen mit Vermittlung von 
Stadtgeschichte als Schwerpunkt 
 
Laufzeit: 1. September 2023 bis 29. Februar 2024

2 
 
Inhaltsverzeichnis 
1 Über das Referat für Geschichtsinitiativen ............................................................... 3 
2 Ziele des Referats für Geschichtsinitiativen ............................................................. 4 
3 Aufgaben des Referats für Geschichtsinitiativen ..................................................... 5 
4 Meilensteine während der Projektlaufzeit ................................................................ 6 
4.1 Vorstellung des neuen Referats & erste Kontaktaufnahme ............................... 7 
4.2 Einzelgespräche & Austausch mit den Initiativen .............................................. 7 
4.3 Organisation und Durchführung einer Info- & Netzwerkveranstaltung .............. 8 
4.4 Umfrage zu aktuellen Bedarfen und Herausforderungen in der 
Geschichtsvermittlung ............................................................................................. 8 
4.5 Plattform „KOMPASS.Stadtgeschichte“ .......................................................... 11 
5 Ausblick: Eine Stelle für alle Geschichtsinitiativen ................................................. 11 
6 Budget & Finanzierung .......................................................................................... 13 
7 Anlagen ................................................................................................................. 13

3 
 
1 Über das Referat für Geschichtsinitiativen 
 
Im Jahr 2019 gab das Planungsreferat des Kulturdezernats die neue Broschüre 
Kulturentwicklungsplanung heraus, in der die Ziele und Planungen der Kultur in Köln 
zusammengetragen sind. Die vorgestellten Ansätze sind das Ergebnis eines 
umfangreichen Beteiligu ngsprozesses, der auch weiterhin andauert. Unter dem 
Leitbegriff „Gedächtnis der Stadt“ beschäftigten sich Vertreter*innen unterschiedlicher 
Institutionen sowie der Stadthistoriker*innen-Szene mit Fragen rund um die 
Erforschung und Vermittlung der Stadtgeschichte. Besonders im Fokus standen dabei 
die Probleme und Herausforderungen, mit denen sich Akteur*innen konfrontiert sehen. 
Eine wesentliche an Verwaltung und Politik herangetragene Forderung war die 
Einrichtung einer Anlaufstelle, die die Wünsche und In teressen der Historiker*innen-
Gemeinschaft unterstützt und ihre Aktivitäten fördert. 
Mit de r Einrichtung des  Referats für Geschichtsinitiativen  für einen Zeitraum von 
zunächst sechs Monaten entsprach die Stadt Köln eben diesem Wunsch  mit einer 
ersten Maßnahme. Bei einer dauerhaften Etablierung wird die Koordinierungsstelle im 
Austausch mit den Akteur*innen Konzepte entwickeln, die die Geschichte und 
Geschichten Kölns mit all ihren Facetten aus 2.000 J ahren sichtbar machen – für 
Bewohner*innen ebenso wie für  Besucher*innen der Stadt.  Welche Potenziale hier 
gegeben sind und wie entsprechende Projekte aussehen könnten, zeigen einzelne 
Beispiele aus der Pilotphase. 
Die Referentin für Geschichtsinitiativen  war vom 1. September 2023 bis 29. Februar 
2024 im Planungsreferat des Kulturdezernats tätig und stand als Ansprechpartnerin 
für einzelne Akteur*innen, Vereine und Institutionen rund um das Thema 
Stadtgeschichte zur Verfügung . Zu Beginn formulierte sie stellenspezifische 
Meilensteine, die im Rahmen der Projektlaufzeit erreicht werden sollten. Diese werden 
im folgenden Abschnitt ab Seite 6 aufgeführt und erläutert.  
Grundlegende Ziele waren neben einem Kennenlernen der aktiven Historiker*innen-
Gemeinschaft, ihrer Aktivitäten und Ideen  auch die gemeinsame Identifikation von 
Herausforderungen und daraus resultierenden Bedarfen sowie erste Überlegungen zu 
möglichen Projekten oder Kooperationen. Dabei stand ein Austausch auf Augenhöhe

4 
 
im Vordergrund, der die Basis für die Erarbeitung wichtiger Impulse für die künftige 
Vermittlung von Kölner Geschichten bildete. 
Bei Aufnahme der Tätigkeit konnte vereinzelt auf Kontakte aus vorhergehenden 
Tätigkeiten und persönlichen Netzwerken sowie Kommunikationen im Rahmen von 
Vorarbeiten zurückgegriffen werden. Allerdings existierte keine Adressdatenbank oder 
Ähnliches, in der die Geschichtsinitiativen, ihre Ansprechpersonen und 
Kontaktmöglichkeiten zusammengeführt waren. Nach einer grundlegenden 
Recherche möglicher Akteur*innen, beinhaltete d ie erste Kontaktaufnahme daher 
neben einer kurzen Vorstellung auch die dringende Einladung, das Anschreiben an 
andere engagierte Geschichtsvermittler*innen weiterzuleiten. So konnte während der 
sechsmonatigen Projektlaufzeit ein umfangreicher Adressverteiler mit Aktiven und 
Interessierten zusammengestellt werden.  
Dieser bildet künftig die Basis für eine zielgerichtete Kommunikation über geplante 
Aktivitäten und eine Förderung des Netzwerks durch die Stadt Köln.  Die hierin 
enthaltenen Kontaktinformationen von Interessierten sind darüber hin aus für die 
städtischen Institutionen wie zum Beispiel Museen und Archive interessant, um auf 
diese Weise neue Zielgruppen und damit potenzielle Besucher*innen zu erschließen. 
 
2 Ziele des Referats für Geschichtsinitiativen 
Die vorhergehende Beschreibung z eigt bereits, dass das Referat für 
Geschichtsinitiativen als Bindeglied zwischen den Stadthistoriker*innen, den 
Institutionen sowie der städtischen Verwaltung funktionieren soll. Entsprechend ist 
eines der vorrangigen Anliegen die nachhaltige Stärkung des Netzwerks, sodass 
Kooperationen und gemeinsame Projekte der verschiedene n Akteur*innen gefördert 
werden können.  Eine Unterstützung der Geschichtsvermittler*innen  und ihrer 
Vorhaben kann auf vielfältige Weise erfolgen, so beispielsweise auf der Suche nach 
geeigneten Förderungen, Räumlichkeiten oder den richtigen Ansprechpersonen in den 
zuständigen Ämtern oder Organisationen. Auch hier spielt der Aufbau der Kontakte 
eine wesentliche Rolle, sodass schließlich sowohl die institutionellen als auch die 
individuellen – und hier insbesondere die ehrenamtlichen – Akteur*innen entlastet 
werden. Darüber hinaus kann das Referat die Interessen der Stadthistoriker*innen in 
den politischen Raum transportieren und mit einer transparenten und wertschätzenden

5 
 
Kommunikationsstrategie als Schnittstelle in die Verwaltung  hineinwirken. 
Kooperationen und ein regelmäßiger Austausch mit Kölner Bildungseinrichtungen wie 
zum Beispiel der Universität zu Köln, Technischen Hochschule oder Volkshochschule 
sollen einen steti gen Transfer in und aus Forschung und Wissenschaft  
ermöglichen. 
Schließlich dienen alle Aktivitäten des Referats und die in Folge eingerichteten 
Strukturen einer Sichtbarmachung des vielfältigen Engagements im Bereich 
Geschichtsvermittlung. 
Basierend auf den beschriebenen Ziele n definierte das Referat für die Dauer der 
Projektlaufzeit insge samt vie r zentrale Meilensteine, die an späterer Stelle näher 
ausgeführt werden. 
 
3 Aufgaben des Referats für Geschichtsinitiativen 
Zentrale Aufgaben  während der Pilot phase waren zum einen der Aufbau und die 
Erprobung möglicher Strukturen für die Arbeit des Referats sowie zum anderen das 
bereits thematisierte Kennenlernen der Stadthistoriker*innen und ihrer 
Aktivitäten. Auch in dieser Phase trat das Referat bereits als Anlauf - und 
Koordinierungsstelle für die Geschichtsinitiativen in Erscheinung. Es übernahm bereits 
Aufgaben, die bei einer dauerhaften Einrichtung der Stelle ebenfalls die Arbeit des*der 
Referenten*Referentin prägen würden: Hierzu zählen die Abstimmung mit anderen 
Dienststellen und Ämtern  innerhalb der Stadtverwaltung ebenso wie die 
Unterstützung bei individuellen Bedarfen  wie zum Beispiel auf der Suche nach 
geeigneten Kooperationspartner*innen, Räumlichkeiten oder Fördermöglichkeiten. 
Die Pflege, das heißt Erweiterung und zugleich Spezifizierung, des bereits 
vorgestellten Adressverteilers  ist für weitere Aktivitäten wesentlich. So können 
hierüber perspektivisch Veranstaltungen und Angebote innerhalb des Netzwerks 
kommuniziert werden. Auch koordi nierte, gemeinsame Maßnahmen der 
Öffentlichkeitsarbeit, beispielsweise im Kontext von Aktions - und Thementagen, oder 
die Teilnahme an letztgenannten sind denkbar und würden zu einer höheren 
Sichtbarkeit der Geschichtsinitiativen beitragen.  
Eine Stärkung d es Netzwerks kann zusätzlich durch die Organisation und 
Durchführung von Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen

6 
 
sowie für das Netzwerk erfolgen, bei denen die Möglichkeit zum Austausch  über 
gemeinsame Herausforderungen und Chancen  gegeben ist. Der regelmäßige 
Austausch ermöglicht die Entwicklung konkreter und bedarfsorientierter Maßnahmen. 
Diese können beispielsweise im Rahmen von Schulungs- und 
Weiterbildungsangeboten aufgegriffen werden und schließlich einer 
Professionalisierung, Kompetenzerweiterung oder Sicherung des Engagements und 
Wissensbestands dienen.  
Die Initiierung und Betreuung einer digitalen Plattform , auf der sich die 
Geschichtsinitiativen vorstellen und auf bevorstehende Veranstaltungen aufmerksam 
machen können, bünd elt Informationen und stellt diese Interessierten an einem 
zentralen Ort zur Verfügung.  
Mit der Einrichtung des geplanten Arbeitskreises „Gedächtnis der Stadt“  wurde 
während der sechsmonatigen Laufzeit noch nicht begonnen. Erste Überlegungen 
zeigen jedoch  auf, wie eine hierfür geeignete Struktur geschaffen werden und die 
Vertretung der Interessen aller Beteiligten organisiert sein kann. Näheres hierzu ist im 
Abschnitt 5 ab Seite 11 beschrieben. 
Die Erprobungsphase für das Referat hat gezeigt, dass dieses als Anlaufstelle von den 
Geschichtsinitiativen als wichtig erachtet und angenommen würde. Es wurde zudem 
mehrfach und von unterschiedlichen Akteur*innen mit Nachdruck unterstrichen, dass  
mit einer Referent*innen -Stelle ein em grundsätzlichen Bedarf nach Unte rstützung 
begegnet würde. 
 
4 Meilensteine während der Projektlaufzeit 
Für die Pilotphase de s eingerichteten Referats für Geschichtsinitiativen  wurden zu 
Beginn der Laufzeit die vier folgenden, projektspezifischen Meilensteine festgelegt: 
 Vorstellung des neuen Referats und erste Kontaktaufnahme mit Akteur*innen, 
 Austausch mit den einzelnen Geschichtsinitiativen, 
 Organisation und Durchführung einer Info- und Netzwerkveranstaltung, 
 Konzeption, Versand und Auswertung einer Umfrage zu den Bedarfen der 
Geschichtsvermittler*innen und Herausforderungen für die Stadtgeschichte.

7 
 
Sie bildeten die Grundlage für Entscheidungen zur Vorgehensweise und weiteren 
Schritten im Zeitraum von September 2023 bis Februar 2024. 
 
4.1 Vorstellung des neuen Referats & erste Kontaktaufnahme 
Aufgrund der begrenzten Laufzeit handelte es sich bei der ersten Recherche von 
Initiativen und einzelnen Akteur*innen im Ergebnis nicht um eine abge schlossene 
Zusammenstellung: Vielmehr wurden im ersten Schritt rund 150 Kontakte per E-Mail 
adressiert. Neben einer kurzen Vorstellung des Vorhabens und der Ziele des Projekts, 
beinhaltete das Anschreiben die Einladung, dieses an weitere Stadthistoriker*innen im 
eigenen Umfeld weiterzuleiten. Auf diese Weise erreichten zusätzliche, interessierte 
Nachfragen sowie Bitten um Aufnahme in den Verteiler das Referat und immer wieder 
konnten neue Kontakte im Verlauf des Projekts ergänzt werden. Der Verteiler umfasst 
aktuell rund 250 Kontakteinträge. Viele der kontaktierten Ansprechpersonen oder 
andere, zuständige Vertreter*innen der Organisationen haben sich zurückgemeldet, 
sodass ein Austausch über Strukturen und Aktivitäten sowie die damit verbundenen 
Chancen und Herausforderungen folgen konnte. 
 
4.2 Einzelgespräche & Austausch mit den Initiativen 
Da eine wesentliche Aufgabe darin bestand, die aktiven Akteur*innen kennenzulernen, 
beinhaltete das Anschreiben auch die Bitte um Kontaktaufnahme für die Abstimmung 
von Gesprächsterminen. Hierin waren die inhaltlichen und praktischen Schwerpunkte 
ebenso Thema, wie die Stimmung innerhalb der Geschichtsszene und die aktuelle 
Qualität der Vernetzung unter den Akteur*innen. Auf diese Weise konnten Interessierte 
von ihren Projekten oder Organisationen berichten und spezifische Bedarfe im direkten 
Austausch mit der Referentin schildern. Die formulierten Bedarfe variieren und reichen 
von struktur eller oder finanzieller Unterstützung bis hin zu Ausstellungs - oder 
Lagerflächen. Hinzu kommt der gemeinsame Wunsch nach mehr Austausch innerhalb 
des Netzwerks  sowie eine Verbesserung der Kommunikation mit Politik und 
Verwaltung. Insgesamt fanden etwa 50 Einzelgespräche statt, darunter mit 
Vertreter*innen anderer städtischer Dienststellen , diverser Geschichtsvereine und 
einzelner Projekte.

8 
 
4.3 Organisation und Durchführung einer Info- & Netzwerkveranstaltung 
Unter dem Titel „Fokus Vergangenheit: Gemei nsam Stadtgeschichte machen“ , 
lud die Stadt Köln am 23. Januar 2024 Vertreter*innen von Institutionen, Vereinen und 
Geschichtsinitiativen sowie Akteur*innen, die sich mit der Vermittlung von 
Stadtgeschichte beschäftigen, zu einem Netzwerktreffen in  das NS-
Dokumentationszentrum der Stadt Köln ein. Im Rahmen der Veranstaltung gab das 
Referat für Geschichtsinitiativen Einblicke in die eigenen Aufgaben und Ziele. Rund 
120 Personen folgten der Einladung und bet eiligten sich nach dem Bericht  der 
Referentin sowie einem Zwischenstand hinsichtlich der Kooperation mit dem Lehrstuhl 
und einem Input zum Thema Nachhaltigkeit in der Geschichtsvermittlung an dem 
Diskurs. Die Veranstaltung wurde von vielen als wichtiger Schritt wahrgenommen, dem 
weitere Formate – dann jedoch mit spezifischerem, thematischen Zuschnitt – folgen 
müssten. Ehren- und hauptamtliche Geschichtsvermittler*innen werteten den Abend 
ebenso wie die Referentin insbesondere aufgrund der großen Resonanz als Beleg für 
den Wunsch nach mehr Vernetzung sowie ei n Signal an Verwaltung und Politik für 
eine stärkere Wahrnehmung der Aktivitäten – unabhängig, ob diese von institutionellen 
oder individuellen Akteur*innen umgesetzt werden. 
Über die Veranstaltung berichtete der Kölner Stadt-Anzeiger am 24. Januar 2024. Der 
Artikel ist hier verfügbar. 
 
4.4 Umfrage zu aktuellen Bedarfen und Herausforderungen in der 
Geschichtsvermittlung 
Um die konkreten Bedarfe der Akteur*innen – unabhängig davon, ob auf individueller 
oder institutioneller Ebene – kennenzulernen und notwendige 
Unterstützungsmöglichkeiten identifizieren zu können, ist in e nger Zusammenarbeit 
mit dem Lehrstuhl für Public History an der Universität zu Köln eine Umfrage 
entstanden. Darin geht es um das Engagement der Stadthistoriker*innen, i hre 
Aktivitäten und die Herausforderungen, denen sie in der Geschichtsvermittlung 
begegnen. Die Ergebnisse dieser Umfrage fließen bei einer Etablierung des Referats 
in die Maßnahmenentwicklung der Koordinierungsstelle der Stadt Köln sowie  
außerdem in das von Annika Häberlein am Lehrstuhl für Public History der Universität

9 
 
zu Köln  durchgeführte Forschungsprojekt „Gesch ichtsvermittlung in Köln im 
21. Jahrhundert“ ein. 
Insgesamt haben mehr als  120 Teilnehmer*i nnen die Umfrage  vollumfänglich 
abgeschlossen, das heißt  alle Fragen beantwortet (Stand: Februar 2024). Eine 
Teilnahme ist noc h bis Ende Februar möglich. Die erhobenen Daten werden 
anschließend in Gänze an die Kolleginnen des Lehrstuhls weitergeleitet, sodass eine 
vollständige wissenschaftliche Auswertung erfolgen kann.  
Bisherige Ergebnisse geben beispielsweise Aufschluss, wie h och der Anteil 
ehrenamtlichen Engagements ist und welche Organisationen sich an der Umfrage 
beteiligt haben (s. Abbildungen 1 und 2): 
 
Abbildung 1

10 
 
 
Abbildung 2 
 
Weitere Antworten zeigen außerdem die Anzahl der Stunden, die durchschnittlich für 
das Engagement aufgewendet werden. Darüber hinaus gab es an einzelnen Stellen 
für Teilnehmer*innen die Möglichkeit ausführlicher zu antworten. Eine umfassende 
Aufarbeitung erfolgt im Rahmen des angesprochenen Forschungsprojekts. Hier sind 
ergänzend, weiterführende Interviews mit Akteur*innen vorgesehen. Die Bereitschaft 
hierfür wurde ebenfalls in der Umfrage abgefragt und fiel mit einer Zustimmung von 
etwa zwei Drittel der Befragten sehr positiv aus: 
 
Abbildung 3

11 
 
 
4.5 Plattform „KOMPASS.Stadtgeschichte“ 
Ein mögliches Instrument, das sowohl zu einer erhöhten Sichtbarkeit beiträgt als auch 
die Möglichkeiten der Vernetzung stärkt, ist die Einrichtung einer digitalen Plattform. 
Ersten konzeptionellen Ideen zufolge, können sich hier Geschichtsinitiativen mit einem 
kurzen Profil (ähnlich dem auf Social Media-Plattformen inklusive Beschreibung sowie 
einer Auswahl an Fotos) und – sofern gewünscht – spezifischen Kontaktdaten 
vorstellen. Auf den Profilseiten stellen die Organisationen und Projekte sich und ihre 
Aktivitäten vor. Darüber hinaus sollte ein integrierter Ve ranstaltungskalender 
übersichtlich bevorstehende Angebote präsentieren. Auf diese Weise haben 
Besucher*innen der Website  an einem zentralen Ort Zugriff auf grundlegende 
Informationen. Sie können sich wahlweise über eine Karten - oder Listenansicht 
navigieren und die eigene Auswahl mithilfe einer Schlagwortsuche eingrenzen. 
Registrierte Nutzer*innen – wie zum Beispiel die Ersteller*innen der Profile – finden 
hier hilfreiche Kontaktinformationen, um zum Beispiel neue Kooperationspartner*innen 
identifizieren und ansprechen zu können. Eine solche Plattform schließt eine Lücke, in 
dem sie institutionelle ebenso wie individuelle Akteur*innen in ih rer Darstellung 
berücksichtigt und an einem gemeinsamen Ort zusammenbringt.  
Ein solches Angebot bedarf einer Administra tion, welche die Profile bei Ihrer Anfrage 
zwecks Aufnahme sichtet und darüber hinaus Einheitlichkeit und Qualität sicherstellt. 
Aufgrund dieser Notwendigkeit wurden im Projektzeitraum zunächst nur die 
Konzeption und Design der Plattform beauftragt. Hierfür wurden ausgewählte 
Beispielprofile zusammengetragen sowie zentrale Infos erstellt. Auf diese Weise kann 
das Referat bei ständiger Einrichtung Zeit und Ressourcen einsparen und unmittelbar 
in die Programmierung einsteigen. Eine konkret planbare Maßnahme m it schneller 
Einsatzmöglichkeit ist das Ergebnis dieses konzeptionellen Gedankens. 
 
5 Ausblick: Eine Stelle für alle Geschichtsinitiativen 
Die vori gen Ausführungen zeigen bereits, welche Aufgaben ein dauerhaft 
eingerichtetes Referat übernehmen könnte. Deut lich wurde während der Pilotphase 
aber auch, dass mit der Etablierung vielfältige Erwartun gen und Anforderungen 
einhergingen. Eigene Projekte können daher nur in begrenztem Maße realisiert

12 
 
werden, sofern sich der Koordinationsaufwand hierfür gering verhält . Der Fokus liegt 
jedoch auf der Unterstützung der Geschichtsinitiativen durch eine*n 
Referentin*Referenten, die*der als Ansprechperson zur Verfügung steht und 
gemeinsam Lösungen entwickelt. Die damit verbundene Stärkung des Netzwerks 
spiegelt sich dann au ch in der Vielfalt der Aktivitäten rund um die Ver mittlung von 
Stadtgeschichte wider. 
Um das Referat für Geschichtsinitiativen zu unterstützen, einzelne Aufgaben 
auszulagern und vor allem die Interessensvertretung (auch mit Blick auf den geplanten 
Arbeitskreis „Gedächtnis der Stadt“) sinnvoll zu strukturieren, ist über die Einrichtung 
einer unabhängigen Organisation nachzudenken. Diese könnte in Aufbau, Aufgaben 
und Zielsetzung dem Kulturnetz Köln ähneln. Hintergrund wäre auch hier die 
Bedürfnisse der Akteu r*innen aufzugreifen, zu kommunizieren und als eine Art 
Interessensvertretung der Geschichtsvermittler*innen i n Köln aufzutreten. Die 
Organisation mit unterschiedlichen Sparten (zum Beispiel „Museale Vermittlung“, 
„Archiv & Sammlung“, „Veedelsgeschichte“ , „Brauchtum“ etc.) ermöglicht durch ihre 
Struktur einen intensiven und auf die gemeinsamen Bedürfnisse ausgelegten 
Austausch sowie ggf. gemeinsame Projekte innerhalb der jeweiligen Arbeitsgruppe. 
Dabei können Kernaufgabengebiete oder thematische Fokussierungen die Grundlage 
für eine Zuordnung darstellen. Zum anderen erleichtert die Auswahl eines*einer 
Sprecher*in eine spa rtenübergreifende und direkte Kommunikation mit dem Referat 
für Geschichtsinitiativen, sodass Kapazitäten effizient gebündelt werden können. Eine 
mögliche Organisationsform ist – ebenfalls dem Beispiel des Kulturnetzes folgend – 
ein gemeinnütziger und eingetragener Verein, über dessen Satzung Ziele und 
Voraussetzungen geregelt werden können. In enger Abstimmung mit dem Referat 
könnte das Netzwerk gestärkt und wichtige Kooperationen mit weiteren Partner*innen 
aufgebaut werden. Ein angedachter Arbeitskreis „Gedächtnis der Stadt“ könnte in den 
Aufbau dieser Form der Interessensvertretung integriert werden und so den 
Ressourcenaufwand auf Seiten der Verwaltung reduzieren. 
Mit Blick auf Zuständigkeiten, Aufgaben und insbesondere Inhalte nimmt das 
Kölnische Stadtmuseum als zentrale (institutionelle) Anlaufstelle für die Vermittlung 
von Stadtgeschichte  eine besondere Rolle ein. Unabhängig von einer mö glichen 
organisatorischen Anbindung des Referats an die Institution, sind eine enge

13 
 
Abstimmung bei der D efinition der Aufgaben sowie  deren Beteiligung an der 
Kommunikation mit den Stadthistoriker*innen entscheidend. 
Da die Stelle zum 29. Februar 2024 endet , wurden von Seiten der Akteur*innen 
Bedenken über die Perspektive geäußert. Ein Grund hierfür ist der Wegfall einer 
zentralen Ansprechperson. Um dieser Lücke entgegenzuwirken, ist die Konzeption, 
Initiierung und Umsetzung einer Organisation mit dem zuvor beschriebenen Charakter 
ein denkbares Vorgehen. Zudem wird dringend empfohlen, dass das weitere Vorgehen 
transparent und nachvollziehbar über den zusammengestellten Verteiler kommuniziert 
wird. Ausbleibende Informationen würden in diesem Falle bei v ielen Akteur*innen für 
Unmut sorgen und dem Ziel eines besseren Verhältnisses insbesondere zu 
institutionellen Partner*innen und solchen aus der Verwaltung entgegenstehen.  
 
6 Budget & Finanzierung 
Für die dauerhafte Einrichtung des Referats für Geschichtsinitia tiven ist mit Blick auf 
die jährlichen Kosten zunächst der Aufwand für die Personalstelle der*des 
Referentin*Referenten (E13, Vollzeit) zu nennen. Hierfür fallen jährlich rund 92.000,00 
Euro an. Das weitere Budget, das heißt die notwendigen Sachkosten, hän gen vom 
Zuschnitt der Aufgaben ab und könnten Positionen wie zum Beispiel die Organisation 
von Netzwerkveranstaltungen (Bedarf für quartalsweise Ausrichtung: ca. 15.000,00 
Euro) sowie die bereits angesprochene Programmierung einer zentralen Plattform für 
Geschichtsinitiativen (einmaliger Bedarf: rund 36.000,00 Euro ) beinhalten. Weitere 
denkbare Positionen sind in Abstimmung mit dem Kulturamt der Stadt Köln die 
Einrichtung einer Förderlinie, die durch das Referat betreut wird und mit deren Hilfe 
kleinere Zuschüsse gewährt werden können. Darüber hinaus ist ein Ansatz für 
Druckkosten beziehungsweise eigene Publikationsvorhaben und kleinere 
Marketingmaßnahmen einzuplanen (jährlicher Bedarf in Höhe von rund 5.000,00 
Euro). Mit dieser finanziellen Ausstattung k ann das Referat die angetragenen, 
grundlegenden Aufgaben ausüben.  
 
7 Anlagen

Mitteilung Ausschuss

4850 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VII/VII/4 
 
Vorlagen-Nummer 15.04.2024 
 0886/2024 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 30.04.2024 
 
Referat für Geschichtsinitiativen 
Unter dem Leitbegriff „Gedächtnis der Stadt“ beschäftigten sich Vertreter*innen unterschiedli-
cher Institutionen sowie der Stadthistoriker*innen-Szene im Rahmen der Kulturentwicklungs-
planung mit Fragen rund um die Vermittlung und Erforschung der Kölner Stadtgeschichte. Be-
sonders im Fokus standen dabei die Probleme und Herausforderungen, mit denen sich Ak-
teur*innen konfrontiert sehen. Eine wesentliche Forderung, die an Verwaltung und Politik her-
angetragen wurde, war eine Anlaufstelle, die die Bedürfnisse der Szene unterstützt und ihre 
Aktivitäten fördert. Mit der neu und zunächst für sechs Monate eingerichteten Stelle einer Re-
ferentin für Geschichtsinitiativen entsprach die Stadt Köln eben diesem Wunsch. Die Koordi-
nierungsstelle entwickelte im Austausch mit den Akteur*innen Konzepte und Ideen, die die 
Geschichte und Geschichten mit all ihren Facetten aus 2.000 Jahren Kölner Stadtgeschichte 
sichtbar machen – für Kölner*innen ebenso wie für Besucher*innen der Stadt. 
 
Die Stelle des Referats für Geschichtsinitiativen war vom 1. September 2023 bis 29. Februar 
2024 besetzt und diente als Anlaufstelle für Akteur*innen, die sich alleine oder im Rahmen ih-
rer Tätigkeit für eine Organisation mit dem Thema Stadtgeschichte beschäftigen. 
 
In einem ersten Schritt stand die Recherche von Einzelakteur*innen sowie möglichen An-
sprechpersonen in verschiedenen Institutionen im Vordergrund, sodass eine Mitteilung an ei-
nen entsprechenden Verteiler (inzwischen rund 250 Adressen) versendet werden konnte. Ba-
sierend auf einem vorläufigen Zeitplan mit möglichen Maßnahmenideen und einer IST-Ana-
lyse der Stakeholder*innen im Prozess erfolgten parallel die Konzeption einer Umfrage zu den 
Bedarfen der Geschichtsvermittler*innen, die Vorbereitung einer Info- und Netzwerkveranstal-
tung sowie der persönliche Austausch in Einzelgesprächen. Hierin waren die inhaltlichen und 
praktischen Schwerpunkte ebenso Thema wie die Stimmung innerhalb der Geschichtsszene 
und die aktuelle Qualität der Vernetzung unter den Akteur*innen. Auf diese Weise konnten 
mögliche Aufgaben und Erwartungshaltungen an ein stetig eingerichtetes Referat für Ge-
schichtsinitiativen identifiziert und im Rahmen der Dokumentation bewertet werden. 
 
Insgesamt fanden etwa 50 Einzelgespräche mit Vertreter*innen anderer städtischer Dienst-
stellen wie zum Beispiel des Stadtkonservators und des Kulturraummanagements, diverser 
Geschichtsvereine und einzelner Projekte statt, sodass ein intensivierter, persönlicher Aus-
tausch mit den Akteur*innen einen guten Einblick in die derzeitige Situation der institutionellen 
und individuellen Geschichtsinitiativen bot. Die hier formulierten Bedarfe variieren und reichen 
von struktureller oder finanzieller Unterstützung bis hin zu Ausstellungs- oder Lagerflächen. 
Hinzu kommen der gemeinsame Wunsch nach mehr Austausch innerhalb der Historiker*in-
nen-Gemeinschaft sowie eine Verbesserung der Kommunikation mit Politik und Verwaltung. 
Um über die Einzelgespräche hinaus ein möglichst ganzheitliches Bild derzeitiger Tätigkeiten

2 
 
und aktueller Herausforderungen für Geschichtsinitiativen zeichnen zu können, wurde in en-
ger Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl Public History an der Universität zu Köln eine Um-
frage (Bedarfsanalyse) für die Geschichtsinitiativen entwickelt. Über 120 Nutzer*innen schlos-
sen über einen Zeitraum von etwa sechs Wochen die Umfrage in vollem Umfang ab. Die Er-
gebnisse dieser Untersuchung fließen in das vom Lehrstuhl für Public History an der Universi-
tät zu Köln durchgeführte Forschungsprojekt „Geschichtsvermittlung in Köln im 21. Jahrhun-
dert“ ein und werden im Zuge dessen auch publiziert. 
 
Unter dem Titel „Fokus Vergangenheit: Gemeinsam Stadtgeschichte machen“ lud die Stadt 
Köln am 23. Januar 2024 Vertreter*innen von Institutionen, Vereinen und Geschichtsinitiativen 
sowie Akteur*innen, die sich mit der Vermittlung von Stadtgeschichte beschäftigen, zu einem 
Netzwerktreffen in das NS-Dokumentstationszentrum der Stadt Köln ein. Im Rahmen der Ver-
anstaltung gab das Referat für Geschichtsinitiativen Einblicke in die eigenen Aufgaben und 
Ziele. Rund 120 Personen folgten der Einladung zu dieser als Auftakt verstandenen Veran-
staltung und beteiligten sich an dem Diskurs über Herausforderungen und Potenziale, eigene 
Aktivitäten und Ideen. 
 
Mit Abschluss der Projektlaufzeit gibt die anliegende Dokumentation einen ausführlichen Ein-
blick in die Aktivitäten des Referats, bewertet diese vor dem Hintergrund der zu Beginn festge-
setzten Ziele und macht Vorschläge für weitere Schritte. 
 
 
Gez. Charles 
 
Anlage: 
 
Anlage 1 Dokumentation

Beratungsverlauf (1)

30.04.2024 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0886/2024
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
15.04.2024
Erstellt
04.03.2024 14:39