V/0679/2015
Eckpunkte, Rahmenbedingungen und Zielvorstellungen 2016 in der Grundsicherung für Arbeitsuchende
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Beschlussvorlage
31406 Zeichen
V/0679/2015
DER OBERBÜRGERMEISTER
Jobcenter
Betrifft
Eckpunkte, Rahmenbedingungen und Zielvorstellungen 2016 in der Grundsicherung für
Arbeitsuchende
Beratungsfolge
28.10.2015 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und
Arbeitsförderung Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Der Ausschuss fü r Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförd e-
rung der Stadt Münster nimmt die für das Jahr 2016 prognostizierten Eckwerte und Ra h-
menbedingungen zur Kenntnis.
2. Der Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz u nd Arbeitsförde-
rung der Stadt Münster nimmt die Schwerpunkte der Landesarbeitsmarktpolitik zur Kenn t-
nis.
3. Der Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförde-
rung der Stadt Münster stimmt der kommunalen Schwerpunktsetzung zu.
4. Der Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförd e-
rung der Stadt Münster beauftragt die Verwaltung, mit dem Ministerium für Arbeit, Integrat i-
on und Soziales des Landes NRW (MAIS) zu den Bundeszielen nach § 48b SGB II „Ver-
besserung der Integrationsquote“ und „Reduzierung der Langzeitleistungsbezieher (LZB)“
im Rahmen folgender Korridore
Verbesserung der Integrationsquote: + 1 bis + 100 (Integrati o-
nen)
Reduzierung der Langzeitleistungsbezieher: 0,0 % bis + 1,0%
und zu den weiteren Zielen des MAIS im Rahmen dessen Schwerpunktsetzung „ Integrati-
onsquote der LZB“ und zu der Zahl der Langzeitarbeitslosen im Rahmen folgender Korrido-
re
Vorlagen-Nr.:
V/0679/2015
Auskunft erteilt:
Herr Bierstedt
Ruf:
60918-300
E-Mail:
Bierstedt@stadt-muenster.de
Datum:
14.10.2015
Öffentliche Beschlussvorlage
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Verbesserung der Integrationsquote der LZB: 0,0% bis + 3,5 %
Reduzierung der Langzeitarbeitslosen: - 30 bis + 30 (Personen)
eine Zielvereinbarung abzuschließen.
II. Finanzielle Auswirkungen:
Durch die Umsetzung der Entscheidung entstehen keine unmittelbaren Kosten für den städtischen
Haushalt.
Begründung:
Zu 1. Eckwerte und Rahmenbedingungen
A) Prognose für das Jahr 2016
Das ifo -Institut für Wirtschaftsforschung München erstellt zusammen mit anderen Wirtschaftsfo r-
schungsinstituten zweimal im Jahr (jeweils im Frühjahr und im Herbst) eine Prognose für die wir t-
schaftliche Entwicklung der Welt und für Deutschland. Gemäß vorliegender Gemeinschaftsdiagn o-
se vom 16.04.2015 wird für das Jahr 2016 eine Zunahme des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP)
erwartet. Zugleich werden entsprechend günstige Perspektiven für den Arbeitsmarkt aufg ezeigt:
Durch steigende Produktionszahlen soll die Zahl der Erwerbstätigen in beiden Jahren a nsteigen.
Der Beschäftigungsaufbau soll eine deutliche Reduzierung der Zahl der Arbeitslosen im Jahre s-
durchschnitt und, damit einhergehend, niedrigere Arbeitslosenquoten zur Folge haben.
In später erstellten Einzelprognosen verschiedener Institute1 - größtenteils aus den Sommermona-
ten 2015 - wurden diese positiven Erwartungen aus April weitgehend relativiert: Tendenziell we r-
den in diesen eher beständige Veränderungsraten für das Jahr 2016 hochgerechnet und von einer
unverändert stabilen Wirtschaftsleistung für Deutschland ausgegangen. Während im Frühjahr 2015
zudem noch eine deutliche Red uzierung der Zahl der Arbeitslosen prognostiziert wird, so zeigen
die späteren Prognosen insbesondere für das Jahr 2016 folgerichtig niedrigere Veränderungsraten
bis hin zur Stagnation.
Die bislang veröffentlichten Publikationen der Wirtschaftsinstitute beziehen jedoch - mangels Aktu-
alität - die derzeitige Zuwanderungssituation in die BRD ab Herbst 2015 und die damit verbund e-
nen Auswirkungen in die Prognosen für das Jahr 2016 größtenteils nicht mit ein und sind somit
hinsichtlich der Einschätzung zur wirtschaftlichen Lage und zur Entwicklung des Arbeitsmarktes
insoweit bedingt aussagekräftig. Die Herbstausgabe der Gemeinschaftsdiagnose, die ggf. aktuelle-
re Tendenzen und Auswirkungen der wirtschaftl ichen Entwicklung der Welt und für Deutschland
inklusive überarbeiteter Prognosen insb esondere für das Jahr 2016 abbilden wird, wird erst nach
Erstellung dieser Vorlage veröffentlicht.
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) hat in seinen Herbstgrundl inien mit
Stand vom 16.09.2015 auch die bis dahin aktuelle Entwicklung in die Prognosen mit einbezogen.
Der Beschäftigungsaufbau soll sich weiter fortsetzen: Durch Migration wird die Zahl der Erwerb s-
personen demnach insgesamt steigen, während hingegen die Zahl der Arbeitslosen und, damit
einhergehend, auch die Arbeitslosenquote im Jahr 2016 stagnieren werden.
Dies liegt laut H erbstgrundlinien des DIW darin begründet, dass - ausgehend von knapp 800.000
Flüchtlingen bis Ende des Jahres 2015 - die Zahl der daraus resultierenden zusätzlichen Arbeitslo-
1 Übersicht: Daten zur kurzfristigen Entwicklung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt. Institut für Arbeitsmarkt - und Berufsforschung. Veröf-
fentlichung vom 07.September 2015.
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sen, die in den Jahren 2015 und 2016 tatsächlich eine Beschäftigung suchen werden, nach eige-
ner Berechnung lediglich rund 120.000 Personen betrage.2
Hintergrund einer solchen Berechnung ist, dass Asylbewerber nach drei Monaten zwar Zugang
zum deutschen Arbeitsmarkt erhalten, zunächst jedoch grundsätzlich eine so genannte „Vo r-
rangregelung“ besteht. Sofern ein Deutscher oder ein Unionsbürger für die in Frage stehende B e-
schäftigung zur Verfügung steht, wird eine Beschäftigungserlaubnis in der Regel nicht erteilt. Diese
einschränkende Prüfung entfällt erst nach fünfzehn Monaten.
Die Gesamtheit der Asylbewerber – laut Schätzung der Bundesregierung rund eine Million bis E n-
de 2015 (Stand Mitte September) - gilt es jedoch zu differenzieren: Einem nicht u nerheblichen Teil
wird voraussichtlich nach Beendigung des Asylverfahrens bereits im Jahr 2016 eine Aufenthaltser-
laubnis ausgestellt, die sowohl den Bezug von Leistungen nach dem SGB II als auch den uneinge-
schränkten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt ermö glicht (z.B. Antragsteller aus Syrien oder
Afghanistan). Asylverfahren von Personen aus den so genannten Balkanstaaten hingegen werden
durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge prozentual in geringfügigerem Maße positiv
entschieden, der überwiegende Teil wird abgelehnt (betrifft u. a. Antragsteller aus Albanien oder
Serbien). In diesen F ällen wird lediglich eine vorübergehende Duldung ausgestellt oder es erfolgt
direkt die Rückfü hrung ins Heimatland, der Bezug von Leistungen nach dem SGB II ist zumeist
ausgeschlossen.
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales geht mit Stand vom 04.09.2015 in einer Pressemit-
teilung davon aus, dass im Jahr 2016 voraussichtlich zusätzlich bis zu 465.000 Personen und d a-
runter bis zu 335.000 erwerbsfähige Leistungsberechtigte eine Aufen thaltserlaubnis erhalten und
daraufhin unmittelbar in den Leistungsbez ug nach dem SGB II einmünden werden. Anzumerken
ist, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Pressemitteilung von ca. 800.000 Flüchtlingen bis
Jahresende ausgegangen wurde.
Der Landkreistag Nordrhein -Westfalen hat mit Rundschreiben vom 17.09.2015 mitg eteilt, dass
dies für das Land Nordrhein-Westfalen einen Zugang von bis zu 99.000 Personen und darunter bis
zu 71.000 erwerbsfähigen Leistungsberechtigten bedeutet.
Die Umrechnung der genannten Prognosezahlen des Bundesministeriums und des Landkreistages
Nordrhein-Westfalen ergibt für das Jobcenter Münster einen voraussichtlichen Zuwachs von bis zu
1.450 Personen bzw. bis zu 1.050 erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Jahr 2016.
Unter Berücksichtigung aller Gesamtumstände, die die Veränderung der Besta ndszahlen im
nächsten Jahr bedingen werden (u. a. Zuwanderung aus den EU-Mitgliedsstaaten und gesamtwirt-
schaftliche Entwicklung), lässt sich ein Anstieg im Bestand der erwerbsfähigen Leistungsberechtig-
ten von rund sieben Prozent prognostizieren.
Eckwerte SGB II 2011 2012 2013 2014 Prognos e
2015*
Prognos e
2016
Personen in Bedarfsgemeinschaften 19.903 20.436 20.546 20.781 21.144 22.594
Veränderungen gegenüber Vorjahr -1,3% 2,7% 0,5% 1,1% 1,7% 6,9%
Erwerbsfähige Leistungsberechtigte 13.903 14.013 14.282 14.447 14.702 15.752
Veränderungen gegenüber Vorjahr -1,7% 0,8% 1,9% 1,2% 1,8% 7,1%
* Sow ohl bei den Personen in Bedarfsgemeinschaften als auch bei den erw erbsfähigen Leistungsberechtigten handelt es sich bei der Prognose
für das Jahr 2015 jew eils um den errechneten Mittelw ert der Monate Januar bis Mai
Abbildung 1 - Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Datenstand Mai 2015), Prognose eigene Berechnung
Diese sich von den Vorjahren erheblich unterscheidende Ausgangslage für das Jahr 2016 ist bei
der Zielplanung in besonderem Maß zu berücksichtigen.
2 Deutsche Wirtschaft: Starker Konsum stützt Wachstum. DIW Wochenbericht Nr. 38.2015. Deutsches Institut für Wir tschaftsforschung.
Veröffentlichung 16.09.2015.
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B) Arbeitsmarkt in Münster
a) Arbeitskräftenachfrage
Die Stadt Münster bietet als regionales Oberzentrum spezifische Infrastruktur - und Dienstlei s-
tungsangebote wie z.B. Spezialgeschäfte, Fachkliniken, Regionalbehörden, Fach - und Hochschu-
len, durch die neben dem Grundbedarf und dem mittelfristigen auch der spezifische Bedarf g e-
deckt werden kann. Diese Funktionsausstattung spiegelt sich auch in der Verteilung der Beschä f-
tigten nach Wirtschaftsbereichen wider: Der Tertiäre Sektor dominiert mit f ast 86 % (Quelle: Agen-
tur für Arbeit, Stand 31.12.2014) vor dem Produziere nden Sektor mit knapp 13 %. Bedeutende
Sektoren sind das Gesundheits - und Sozialwesen mit 29.746 B eschäftigten sowie der Handel mit
20.525 Beschäftigten.
Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte nach ausgewählten
Wirtschaftsabschnitten/ Wirtschaftsabteilungen/ Wirtschaftsgruppen
Wirtschaftsabschnitte / Wirtschaftsabteilungen /
Wirtschaftsgruppen
SV-pflichtige Beschäftigte am
Stichtag Ende…
Dez. 2014 Dez.
2013
Verände-
rung zum
Vorjahr (%)
SV-pflichtige Beschäftigte insgesamt 156.217 152.589 2,4
Gesundheits- und Sozialwesen 29.746 28.617 3,9
Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrze u-
gen 20.525 20.258 1,3
Öffentliche Verwaltung, Sozialversicherung, Körpe r-
schaften 13.150 12.997 1,2
Erbringung von Finanz - und Versicherungsdienstleistu n-
gen 11.511 11.308 1.8
Immobilien, freiberufliche, wissenschaftliche und techn i-
sche Dienstleistungen 11.529 11.109 3,8
Information und Kommunikation 9.810 9.545 2,8
Baugewerbe 5.068 4.837 4,8
Überlassung von Arbeitskräften 4.773 4.134 15,5
Gastgewerbe 4.664 4.453 4,7
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stand 31.12.2014
Im Vergleich zum Vorjahr (Stand Dez. 2013) stieg die Anzahl der sozialversicherungspflichtig B e-
schäftigten in diesen Segmenten um 3,9 bzw. 1,3 %, während die Anzahl aller sozialversich e-
rungspflichtig Beschäftigten in Münster um 2,4 % wuchs.
Wird nach dem Anforderungsniveau der einzelnen Tätigkeiten differenziert, dann kann festgestellt
werden, dass ca. 12 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Münster Helfertätigkeiten
ausüben, ca. 70 % arbeiten als Fachkräfte oder Spezialisten3.
3 Das Anforderungsniveau bildet die Komplexität der auszuübenden Tätigkeit ab. Für weitere Informationen siehe auch die Klassifikation
der Berufe 2010 (KldB 2010) unter www.statistik.arbeitsagentur.de.
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Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte nach der Klassifikation der Berufe (KIdB 2010)
(Anforderungsniveau/
Berufshauptgruppen/-gruppen
KldB2010)
Anteile
in %
Dez. 14
Beschäftigte am Stichtag
Ende…
Verände-
rung zum
Vorjahr in
% Dez. 14 Dez. 13
Insgesamt 100 156.217 152.589 2,4
darunter: Nach Anforderungsniveau der
ausgeübten Tätigkeit (KldB 2010)
Helfer 11,9
18.541 17.734 4,5
Fachkraft 56,7
88.520 85.759 3,2
Spezialist 14,9
23.265 22.807 2,0
Experte 16,2
25.298 24.799 2,0
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stand 31.12.2014
Der Vergleich zum Vorjahr (2014) illustriert, dass die Zahl derjenigen, die Helfertätigkeiten aus ü-
ben, überdurchschnittlich gewachsen ist (4,5 % ggü. 2,4 % im Durchschnitt). Dies könnte u.a. auf
den Zuwachs von MitarbeiterInnen im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung (+15,5%) zurückz u-
führen sein.
Gleichwohl verstetigt sich die Entwicklung zum „Fachkräfte“ -Arbeitsmarkt. Neben einer mehrjähr i-
gen beruflichen Ausbildung bzw. einem (Fach -) Hochschulstudium wird von sozialversicherung s-
pflichtig Beschäftigten mehrjährige Berufserfahrung sowie vertiefende Weiterbildungsqualifikati o-
nen erwartet, z.B. im kaufmänn ischen Segment im Arbeits- Personalmanagement, im Arbeitsrecht
oder in der Lohn- und Bilanzbuchhaltung.
Die Bedeutung der Wirtschaftsbereiche Handel sowie Finanz - und Versicherungswesen für den
Arbeitsmarkt Münster zeigt sich auch anhand der gemeldeten Berufsausbildungsstellen. Bis zum
August 2015 wurden insgesamt 2.307 Ausbildungsstellen gemeldet. Dies sind 52 Stellen mehr im
Vergleich zum Vorjahr. Der Bereich „Gesundheit und Soziales“ ist in den Top 10 lediglich durch
„Medizinische/r Fachangestellter“ vertreten (78 gemeldete Stellen)4.
4 Diese U nterrepräsentanz dürfte darauf zurückzuführen sein, dass in diesem Diagramm nur betriebliche Berufsausbi ldungsstellen
erfasst werden. Das Ausbildungsspektrum im Sozialen Sektor umfasst darüber hinaus u. a. schulische oder universitäre Ausbildu ngen
bzw. Qualifikationen.
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Seit Beginn des Berichtsjahres gemeldete Berufsausbildungsstellen
Top 10 der Berufe
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stand August 2015, Berichtsjahr: 2014/2015
Bis zum August 2015 haben sich 1.529 Bewerber/Innen für eine Ber ufsausbildungsstelle gemeldet
(Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit). Dies sind 86 Personen bzw. 5,3 % weniger als im
Vorjahr. Wird diese Anzahl ins Verhältnis zu den gemeldeten Berufsausbildungsstellen gesetzt,
dann ergibt sich ein Quotient von 1,51. Dies bedeutet, dass in Münster auf eine/n Bewerber/in 1,51
Berufsausbildungsstellen kommen. Im Vorjahr lag der Quotient bei 1,4. In den umliegenden Fl ä-
chenkreisen liegt der Quotient bei 0,82 (Kreis Coe sfeld), 0,77 (Kreis Warendorf) oder 0,9 (Kreis
Steinfurt). Damit sind die grundsätzlichen Chancen auf Ausbildung für Jugendliche in Münster sehr
gut. Es lässt sich dabei eine steigende Tendenz im Wettbewerb um Auszubildende beobachten:
Unternehmen engagieren sich noch stärker als in den Vorjahren, um Jug endliche zu gewinnen.
Dass Ausbildungsstellen nicht besetzt werden, liegt an einem Mangel an geeigneten Bewerbu n-
gen5, an für junge Menschen teilweise unattraktiven Ausbildungsstellen und einem deutlich gesti e-
genem Anforderungsprofil.
5 Quelle, IHK-Ausbildungsumfrage 2014, IHK-NRW
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b) Arbeitskräfteangebot
Aufteilung der Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeit und Arbeitslose
nach Rechtskreisen
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarkt in Zahlen, Arbeitslose nach Rechtskreisen und Leistungsberechtig te im
SGB II, September 2015
nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte
(6.479)
erwerbsfähige
Leistungsberechtigte
(14.812)
Arbeitslose SGB III
(2.940)
Arbeitslose SGB II
(6.387)
dar. Langzeitarbeitslose SGB III
(341)
dar. Langzeitarbeitslose SGB II
(3.516)
leistungsberechtigte Personen in der Grundsicherung (21.291) Arbeitslose insgesamt (9.327)
Strukturdaten SGB II
Bestand an Arbeitsuchenden Langzeitbeziehende (LZB) 17 Jahre und
älter
Gesamt 9.972 Gesamt, davon 9.235
Bestand an Arbeitslosen Männlich 4.276
Gesamt, davon 6.387 Weiblich 4.959
56,2% Männer 3.587 Ausländer 2.064
43,8% Frauen 2.800 Arbeitslose, davon 4.207
8,3% 15 bis unter 25 Ja h-
re
533 Ohne Hauptschulabschluss 1.622
davon 2,0% 15 bis unter 20 Ja h-
re
126 Hauptschulabschluss 1.193
29,9% 50 Jahre und älter 1.911 Mittlere Reife 608
davon 17,0% 55 Jahre und älter 1.088 Fachhochschulreife 225
55,0% Langzeitarbeitslose 3.516 Abitur/Hochschulreife 521
davon 40,8% 25 bis unter 55 Ja h-
re
2.609 (LZB) Erwerbstätige Leis-
tungsbeziehende
3.127
davon 12,5% 55 Jahre und älter 798
24,6% Ausländer 1.570
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Statistik der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II, Report für Kreise und
kreisfreie Städte, Nürnberg, September 2015
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Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen des Rechtskreises SGB II beträgt in
Münster im Jahr 2014 53,2 % (aktuell 55%). Wie aus dem obenstehenden Diagramm ersichtlich
ist, liegt der Wert damit unter dem Landes -, aber über dem Bundesd urchschnitt. Bis 2012 lag der
Anteil noch unter dem Bundesschnitt.
Aus den vorstehenden Daten lässt sich ableiten, dass es trotz relativ guter wirtschaftlicher Au s-
gangslage in Münster eine hohe verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit gibt.
Neben der geschilderten Herausforderung für das Jobcenter Münster gilt daher auch im Jahr 2016,
das bereits bestehende Arbeitskräfteangebot weiterhin so umfassend und passgenau zu betreuen
wie in den Vo rjahren und die zielorientierte Eingliederungsarbeit ebenso stark for tzuführen wie
bisher.
Die Betreuung der Kunden erfolgt auch im Jahr 2016 nach dem so genannten fa:z -Modell (fa:z =
Förderansatz:Ziel). Hierbei handelt es sich um ein Fallsteuerungskonzept, dass über eine kompl e-
xe Potenzialanalyse eine konsequente zielorientierte Förderung ermöglicht.
Eigene Auswertung des Jobcenter Münster (Datenstand April 2015)
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Die Abbildung zeigt, dass bereits im April 2015 lediglich ein Viertel der erwerbsfähigen Leistung s-
berechtigten für die direkte Vermittlung in den ersten Ar beitsmarkt zur Verfügung stand. Im Jahr
2013 betrug dieser Anteil noch rund 34 % 6, erwartungsgemäß wird er im Jahr 2016 weiter sinken.
Für den Großteil der Kunden des Jobcenters hingegen steht auch im nächsten Jahr zunächst e ine
Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt im Vordergrund.
Wie bereits verdeutlicht wurde, wird ein großer Teil der zuletzt - insbesondere aus Syrien - einge-
reisten Personen im Jahr 2016 in den Leistungsbezug nach dem SGB II einmünden und uneing e-
schränkten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt erhalten. Im Vordergrund werden für diesen Pe r-
sonenkreis jedoch zunächst der Besuch von Integrations- und Sprachkursen und die Anerkennung
der ausländischen Schulabschlüsse und Berufsausbildungen stehen. Hier sollten Sprachkurse in
Zusammenhang mit Beschäftigung (ggf. auch Arbeitsgelegenheiten) entwickelt werden.
C) Finanzen
Zu den Rahmenbedingungen zählt auch die finanzielle Ausstattung des Jobcenters. Aktuell sind
vom BMAS noch keine verlässlichen Aussagen vorhanden. Nach ersten Berechn ungen des Br e-
mer Instituts für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) ist für das Jobcenter Münster
von nachfolgender Mittelausstattung auszugehen:
Verwaltungskostenbudget: 13.764 Mio. Euro + 1,5% ggü. Vorjahr
EGT (klassisch) 10.908 Mio. Euro + 8,0% ggü. Vorjahr
Gesamtbudget: 24.672 Mio. Euro
Hier sind noch keine weiteren Mittelverteilungen des BMAS aus Ausgaberesten 2015 berücksic h-
tigt. Die Höhe der den Jobcentern zur Verfügung gestellten Eingliederungsmittel wird erst mit E r-
lass der Eingliederungsmittelverordnung 2016 endgültig feststehen.
Die Aufteilung des Eingliederungstitels zeichnet sich aktuell wie folgt ab:
Haushaltspositionen Euro
Umschichtung VH 2.300.000,00 €
Vorbindungen 5.200.000,00 €
Mittel für das Neugeschäft 4.172.000,00 €
Ausfinanzierung 16e a.F.* - 764.000,00 €
Gesamt 10.908.000,00 €
* in Vorbindung enthalten
Der im Vergleich zum Vorjahr höhere Umschichtungsbetrag in den Verwaltungshaushalt (VH) kann
durch Projekte mit einem Fördervolumen von über 6,3 Mio. Euro in den nächsten 3 Jahren ko m-
pensiert werden (vgl. V/0685/2015).
6 Vgl. Eingliederungsbericht 2013 Jobcenter Münster.
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Zu 2. Schwerpunkte in der Grundsicherung für Arbeitsuchende 2016 in NRW
Langzeitleistungsbeziehende und Langzeitarbeitslos e aktivieren und Integrationschancen
verbessern
Erbringung der kommunalen Eingliederungsleistungen nach § 16a SGB II weiter verbe s-
sern
Integration von Jugendlichen, insbesondere in den Ausbildungsmarkt, weiter verbessern
Herausforderungen bei der Betreuung von Asylsuchenden und Flüchtlingen bewältigen
Verbesserung der Arbeitsmarktzugänge für behinderte Menschen
Zu 3. Strategische Ausrichtung der Grundsicherung für Arbeitsuchende des Jobcenters
Münster 2016 ff.
Die Ausrichtung bzw. der Schwerpunkt des Job centers und damit einhergehend die Priorisierung
der zur Verfügung gestellten Ressourcen soll auf die Gruppe der Langzeitarbeitslosen mit einer
Dauer der Arbeitslosigkeit von über 2 Jahren gelegt werden. Hierbei gilt die Ausrichtung:
Soziale Teilhabe durch Beschäftigung
Dies beinhaltet u.a. einen weiteren Ausbau von öffentlich geförderter Beschäftigung
incl. flankierende Angebote nach §§ 45 und 81 SGB III
thematische Andockung an den Arbeitgeber und Vermittlungsservice (AGVS)
Netzwerk 2. und 3. Arbeitsmarkt erweitern
Durchführung der Projekte gem. Planung
Prekäre Beschäftigungsverhältnisse sicht- und nutzbar machen
Einführung einer Jobbörse im Jobcenter, sofern finanziell umsetzbar
Soziale Teilhabe durch Beschäftigung für ausgewählte Zielgruppen:
Soziale Teilhabe durch Beschäftigung für junge Menschen
Grundsatz: Ausbildung vor kurzfristiger Arbeitsaufnahme
Einstiegsqualifizierung
IdA Integration durch Austausch Move and Work
Stabilisierende Angebote mit Orientierung an echter „Arbeitswelt“
Ausbildungsbereitschaft bei Arbeitgebern für junge Menschen mit Unterstützungsbedarf e r-
höhen
Spezielle Angebote für junge Menschen mit Migrationsvorgeschichte
Soziale Teilhabe durch Beschäftigung für behinderte Menschen
EGZ mit Fokussierung auf behinderte Menschen
Probebeschäftigung gem. § 46 SGB III
Projektangebot: „Passt“
Soziale Teilhabe durch Beschäftigung für Asylsuchende und Flüchtlinge
Schaffung eines Angebotes „Sprache und Arbeit“ bereits im Rechtskreis SGB III und damit
einhergehend die Fortführung dort bereits ein geleiteter Förderstrategien bei einem Rechts-
kreiswechsel
Gestaltung eines Projektes „Unterstützung der Zielgruppe bei der Orientierung im Sozia l-
raum“ durch Langzeitarbeitslose
Weitere Mitwirkung zum Thema „Interkulturelle Öffnung von KMU“ mit dem Kommunale n
Integrationszentrum
Schulung der Mitarbeiter/innen zur Stärkung der interkulturellen Kompetenz und sprac h-
sensibler Beratung
Beteiligung am „Integration Point“ in der Oxford Kaserne
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Für die berufliche Integration der Asylsuchenden sind als Sozialleistungsträger insbesonde-
re die Agentur für Arbeit Ahlen -Münster sowie die Stadt Münster zuständig. Ziel des I n-
tegration Points ist die effektive und zügige Unterstützung der Flüchtlinge aus einer Hand
bei der Integration in Arbeit oder Ausbildung.
Die weitere Ko nkretisierung der Schwerpunkte erfolgt mit dem Arbeitsmarkt - und Integrationspro-
gramm 2016.
Ausgehend von der Schwerpunktsetzung und nach fachlich inhaltlichen Planungen mit Beteiligung
des örtlichen Beirates sowie weiteren Fachämtern der Stadtverwaltung ist die Verteilung des Ei n-
gliederungstitels (EGT) auf die verschiedenen Instrumente des SGB II bzw. SGB III wie folgt vo r-
gesehen:
Die entsprechende Beratung zur Verteilung und Einsatzes der Eingliederungsmittel sowie der i n-
haltlichen Ausgestaltung der Angebote erfolgte in der Sitzung des Beir ates am 22.09.2015.Dort
wurde auch vereinbart in der Novembersitzung das Thema „Flüchtlinge und SGB II“ vertiefend zu
beraten.
Zu 4. Bundesziele gem. § 48b SGB II und ergänzende Ziele des Landes 2016
Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit
Zum Ziel „Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit“ sind dem MAIS NRW für das 2016
konkrete Zielwerte als Angebot zu übermitteln und ggf. zu verhandeln.
Das Ziel wird durch die Kennzahl „K2 – Integrationsquote“ ausgedrückt. Diese wird aus dem Qu o-
tienten der Summe der Integrationen im Bezugsmonat und den vorangegangenen elf Monaten
(Zähler) und dem durchschnittlichen Bestand der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Vo r-
monat und den vorangegangenen elf Monaten (Nenner) gebildet.
Die Zahl der Flüchtlinge, die in den kommenden Monaten und im nächsten Jahr in den Leistung s-
bezug nach SGB II einmünden, lässt sich nur schwer zuverlässig schätzen. Das MAIS NRW hat
daher für das Jahr 2016 entschieden, nicht die Steig erung der Integrationsquote zu vereinbaren ,
sondern nur die Steigerung der absoluten Zahl der Integrationen.
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Hinsichtlich der Zielerreichung für das aktuelle Jahr 2015 ist erkennbar, dass der mit dem MAIS
NRW vereinbarte Zielwert zur K2 im Berichtsmonat A ugust 2015 voraussichtlich deutlich übe r-
schritten wird (zum jetzigen Zeitpunkt liegen vorläufige Daten vor). Eine erneute prägnante Steig e-
rung dieser Zahl ist in Anbetracht der gesamtwirtschaftlichen Prognose sowie der im kommenden
Jahr anstehenden Herausf orderungen in Bezug auf die Flüchtlingssituation unrealistisch. Es wird
daher vorgeschlagen, mit dem MAIS NRW eine moderate Steigerung der Summe der Integrati o-
nen gegenüber dem Jahr 2015
von +1 bis +100 Integrationen
(Steigerung von voraussichtlich etwa 3.450 auf 3.451 bis 3.550 Integrationen) zu vereinbaren.
Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug
Das Ziel „Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug“7 ist ebenfalls mit konkreten Zielwerten zu
beplanen. Ausgedrückt wird dieses Ziel durch die Kennzahl „K3 - Veränderung des Bestands an
Langzeitleistungsbeziehern (LZB)“. Diese setzt den Bestand der LZB des aktuellen Jahres mit
dem Bestand des Vorjahres in Relation.
Wie bereits erläutert, steht das Jobcenter Münster im Jahr 2016 vor der Herausforderung, d en be-
sonderen Anforderungen und Bedarfen der einmündenden Flüchtlinge gerecht zu werden. Ker n-
punkte sind nach Auffassung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) ein schne l-
ler Spracherwerb und die Aufnahme von Arbeit oder Ausbildung. Für die Aufnahme von Arbeit und
Ausbildung bedarf es neben einem Sprachkurs in der Regel der Stärkung weiterer Ressourcen
durch das Jobcenter. Eine große Anzahl von Flüchtlingen wird daher durch Maßnahmen zu fördern
sein. Die Betreuung und Unterstützung der Flüchtl inge bedeutet insoweit einen hohen Zeit - und
Kostenaufwand für das Jobcenter Münster, von einer verstärkten Ressourcenbindung hinsichtlich
entsprechend passgenauer Maßnahmen ist auszugehen.
Bei der Gruppe der LZB bedarf es allerdings grundsätzlich einer we itreichenden Unterstützung
durch das Jobcenter. Im aktuellen Jahr ist bisher eine Verringerung des Langzeitleistungsbezugs
gegenüber dem Vorjahr festzustellen, dies wurde insbesondere durch eine hohe Anzahl an Aktivie-
rungsmaßnahmen für LZB erreicht. Ohne e ntsprechende Maßnahmen (z.B. für die Qualifizierung)
lässt sich der Langzeitleistungsbezug dauerhaft oft nicht überwinden. Obwohl es sich bei den
Flüchtlingen, die im Jahr 2015 in die Bundesrepublik eingereist sind bzw. im Jahr 2016 einreisen
werden, per Definition nicht um LZB handeln kann, wirkt der Zustrom sich – unter anderem durch
verstärkte Maßnahmenplanung für diese Personengruppe - insofern dennoch auf die Entwicklung
des Bestands der LZB im Jobcenter Münster aus.
Hinzu kommt, dass Leistungsbezieh er aufgrund des hohen Mietniveaus in Münster trotz der Au f-
nahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung oft nicht aus dem Leistungsbezug au s-
scheiden können, sondern als Einkommensaufstocker im Bezug verbleiben.
Unabhängig davon prognostiziert da s BMAS, dass durch Bestandsveränderungen auf Grund des
Alters voraussichtlich 93 LZB mehr in den Langzeitleistungsbezug eintreten als austreten werden.
Unter Anbetracht dieser Entwicklungen wird für die Veränderung des Bestands der LZB ein Ang e-
botswert
von 0,0 bis +1,0 %
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V/0679/2015
als realistisch eingestuft.
Darüber hinaus hat das MAIS NRW auf entsprechender Schwerpunktsetzung für das Jahr 2016
erstmalig vorgesehen, neben der Kennzahl „K3 - Veränderung des Bestands an LZB“ zu der E r-
gänzungsgröße „K3E1 - Integrationsquote der LZB“ und zu der Zahl der Langzeitarbeitslosen 8 ei-
nen konkreten Zielwerte vereinbaren.
Die Integrationsquote der LZB entspricht der Summe der Integrationen von LZB im Bezugsmonat
und den vorausgegangen elf Monaten (Zähler) im Verhältnis zu dem d urchschnittlichen Bestand
der LZB im Vormonat und den vorangegangenen elf Monaten (Nenner).
Wie bereits zuvor ausgeführt, bedarf es oftmals eines hohen Aufwandes, um einen LZB in Arbeit
oder Ausbildung zu integrieren. Vor dem Hintergrund, dass auch im Jahr 2016 erneut ein Schwer-
punkt auf die LZB gelegt wird, wird davon ausgegangen, dass eine Steigerung der Integration s-
quote der LZB
von 0,0 % bis +3,5 %
erzielt werden kann.
Zusätzlich ist gegenüber dem MAIS NRW anzugeben, wie sich die Zahl der Langzeitarbeit slosen
im Jahr 2016 verändert. Seit 2010 ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen des Rechtskreises SGB II
in Münster kont inuierlich angestiegen. Dieser Entwicklung soll entgegengewirkt werden. Ziel ist
eine weitgehende Stagnation der Langzeitarbeitslosen. Hierzu wird ein Korridor
von -30 bis +30 Langzeitarbeitslosen
vorgeschlagen.
Weiteres Vorgehen:
Die Verwaltung wird auf der Basis der mit dieser Vorlage beschlossenen Werte den Abschluss
einer Zielve reinbarung mit dem Land anstreben. Sollte dies ohne Abwei chungen nicht möglich
sein, wird die Verwaltung erst nach Herstellung des Einvernehmens mit dem Ausschuss für Sozi a-
les, Stiftungen, Gesundheit, Ve rbraucherschutz und Arbeitsförderung eine Zielvereinbarung mit
modifizierten Zielwerten abschließen. Dem für die Grundsicherung für Arbeitsuchende zuständigen
Fachausschuss wird über den Abschluss der Zielvereinbarung berichtet (Ratsbeschluss zur Vorl a-
ge V/0715/2012/1).
In Vertretung
gez.
Cornelia Wilkens
Stadträtin
7 Langfristiger Leistungsbezug bzw. Langzeitleistungsbezug liegt vor, wenn erwerbsfähige Leistungsberechtigte in den vergangenen 24
Monaten mind. 21 Monate hilfebedürftig waren. Um nicht Zeiten der Nichte rwerbsfähigkeit (vor Vollendung des 15. Lebensjahres) mit
einzubeziehen, werden LZB ab Vollendung des 17. Lebensjahres ausgewiesen.
8 Langzeitarbeitslos sind Personen, die ein Jahr und länger arbeitslos gemeldet sind.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0679/2015
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 15.10.2015
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37