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0054/2025

Jahresbericht 2024 des Naturschutzwartes Bezirk 7 Nord

Mitteilung BV 22.01.2025

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Jahresbericht 2024

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Jahresbericht 2024

7802 Zeichen

JAHRESBERICHT NATURSCHUTZWACHT Köln 2024     Bezirk 7            Jonas 
 
Wieder machte ich dieses Jahr regelmäßig Bezirksbefahrungen, entfernte dabei u.a. 
umweltschädliche Abfälle und entsorgte diese. Besonders oft geschah dies am Albertysee, wo 
diesmal z.B. eine größere Menge an Batterien weggeworfen worden war. Überall fiel mir auch eine 
neue Müllsorte auf: Kartuschen und daneben schwarze, unaufgeblasene Luftballons. Naiv wie ich 
war, wunderte mich das zunächst, bis ich herausbekam, dass es sich um das neue Ding der 
Drogenwelt handelte, nämlich Lachgas. 
 
Auch die Naturschutzbeschilderungen kontrollierte ich dabei. Mehrere LSG- und LB-Schilder schnitt 
ich von Zweigbewuchs frei. Ich meldete ein völlig entfärbtes und daher unleserliches Schild am 
Rolshover Hof. Zudem meldete ich natürlich wieder das verdrehte LB-Schild am Alten Deutzer 
Postweg, welches seit nunmehr sechs Jahren von der Straße aus nicht mehr lesbar ist. 
 
Im Artenschutz gab es ebenfalls wieder neue Beobachtungen, die ich der Biostation und/oder der UNB 
meldete. Die beiden Kölner Vorkommen des seltenen Feenkrebses kontrollierte ich im Januar, Mai und 
Juni darauf, ob sie noch unbeeinträchtigt waren. Es gab keine Schädigungen. In beiden Fällen stellte ich 
fest, dass die Krebse sich nach Jahren wieder entwickelt hatten und zahlreich durch die flachen Pfützen 
schwammen. 
Ich kontrollierte auch den Wegrand, der durch Gasleitungsarbeiten als Habitat völlig zerstört worden 
war: Erleichtert sah ich hier wieder viele Exemplare des Kleinen Glühwürmchens fliegen. Zusätzlich 
konnte ich dann noch den Fund einer Larve des selteneren Großen Glühwürmchens an der Kiesgrube 
Alberty melden. 
Die "Wildbiene des Jahres" war 2024 die auffallend große Holzbiene. Da war ich natürlich froh, dass 
in meinem Naturgarten ein Weibchen dieser noch relativ seltenen, sich von Süden ausbreitenden Art 
ein Nest in einen von mir eigens hier stehengelassenen Baumstumpf nagte. Spät im Jahr erschien 
hier sogar nochmal ein Tier der Folgegeneration. 
Im NSG Albertysee sah ich wie im Vorjahr einen Frühen Schilfjäger (gefährdete Libelle). 
Um endlich festzustellen, ob es nicht auch im NSG Ringelnattern gibt, fuhr ich einmal das gesamte, 
sonst teils unzugängliche Ufer langsam mit meinem aufblasbaren "Dienstboot" ab, welches ich hier 
im zurückgelassenen Müll eines Obdachlosenlagers gefunden hatte. Auch dies brachte keinen Erfolg. 
Immerhin sah ich auf einer sonnenexponierten Böschung zwei Mauereidechsen. Die Art ist also jetzt 
auch hier etabliert. 
Danach ergab sich eine erstaunliche Entwicklung. Der Landesvorsitzende des BUND konnte eine 
Natter an einem der von uns im NSG angelegten Tümpel fotographieren. Tags darauf sah ich sie 
auch. Ein Praktikant eines Arbeitseinsatzes sah wenig später eine wegschlüpfende Natter in der 
Nähe. Eine Bürgerin erzählte mir, dass am südlichen Sandstrand eine Natter aus dem Gestrüpp ins 
Wasser geschlüpft und davongeschwommen sei. Dann sah sie zusammen mit einem Begleiter noch 
eine an der Südostgrenze des NSG. Schließlich informierte mich ein Mitglied der hier aktiven 
Schwulenszene, auf dem Pfad entlang der Bahnstrecke eine Natter an einem Tümpel gesehen zu 
haben. Dann hatten wir nochmal einen Einsatz am erstgenannten Tümpel und sahen eine kleine 
Natter in der Morgenkühle träge vor uns wegkriechen. Womöglich leben die Nattern hier z.T. von 
den Teichmolchen. 
Das hatten wir so nicht erwartet, nach all der mühsamen, erfolglosen Suche der letzten Jahre und 
nach Jahrzehnten am See!

Der alte, von uns restaurierte Fahrspurtümpel ist also ein Erfolg geworden. Allein herpetologisch 
gesehen gibt es hier nun Teichmolch, Erdkröte, Kreuzkröte, Zaueidechse und Ringelnatter. 
 
Ganz in der Nähe meines Hauses fand ich, erstmals in dieser Gegend, einen leider überfahrenen 
Gartenschläfer. Dies inspirierte mich natürlich dazu, in der angrenzenden älteren Baumhecke meine 
zwei bis dahin herumliegenden Gartenschläferkästen anzubringen, die ich so endlich sinnvoll 
verwenden konnte. 
 
Am Alten Deutzer Postweg entdeckte ich ein Exemplar des Frischgrünen Zypergrases und meldete 
das Vorkommen dieses sich ausbreitenden Neophyten. Das Vorkommen des Zottigen Herzgespanns 
an einem Feldwegrand existiert nicht nur noch, es hat sich sogar vergrößert und sich noch auf den 
gegenüberliegenden Wegrand ausgedehnt.  
Im NSG Albertysee ist ein weiterer Fleck der stark gefährdeten Flechte Cladonia foliacea entstanden. 
Auch das ist eine positive Entwicklung, nachdem die erste von mir gefundene Stelle einen etwas 
dünnen, durch Verbuschung gefährdeten Eindruck gemacht hatte. 
 
Auch Arbeitseinsätze standen wieder auf dem Programm. In Arbeitsgruppen des BUND, der das NSG 
betreut, hielten wir die Vegetation um den Fahrspurtümpel kurz, um einen Anwanderungskorridor 
für Kreuzkröten zu erhalten. Diese laichten dann auch wirklich ab, und es kam zu erfolgreicher 
Larvenentwicklung. Auch entfernten wir wieder Robinien auf der Sandrasenböschung, die noch 
immer in allerdings abnehmender Anzahl austreiben. Dabei bemühten sich der Landesvorsitzende 
und teilweise auch ich, wie immer um Vermittlung von Kenntnissen an die jungen Mitarbeiter vom 
Bundesfreiwilligendienst. Wir überprüften unsere langfristigen Erfolge wieder durch quantitative 
Erfassung, also Zählen der entfernten Austriebe. 
 
Die beiden Teilseen wurden wieder von Tausenden Besuchern überlaufen. Immer wieder wies ich auf 
den Schutzstatus hin, ohne viel erreichen zu können. Kontrollen der Ordnungskräfte stellte ich nicht 
mehr fest. 
 
Auch der zur Schwulenszene im NSG gehörende Mann, den ich schon im Bericht von 2018 als 
besonders aggressiv und bedrohlich geschildert hatte, kommt weiter fast täglich im Sommer, oft 
auch außerhalb der Saison. Er trägt weiterhin immer irgendein blaues Kleidungsstück hier und heißt 
daher bei uns "der Blaumann". Mit den Biotopmanagementmaßnahmen ist er unzufrieden und 
fordert von mir, den er abgrundtief hasst, deren sofortige Einstellung. Er hat, wie erwähnt, offenbar 
Wahnvorstellungen. Die Maßnahmen sieht er als Naturfrevel und schreibt sie allein mir zu. Ich sei ein 
"A...loch" und ein "kranker Psycho", er rief  "F... dich!" und zeigte den Mittelfinger. Angeblich habe er 
mich angezeigt. Er ist überzeugt, dass ich mit der Motorsäge Bäume gefällt habe und auf dem 
Zugangspfad Löcher grabe, damit er nicht mehr ins Gelände radeln kann. Ich muss abwarten, ob die 
Situation sich weiter zuspitzt und wie ernst seine Drohungen gemeint sind. Er ist auch in der 
Schwulenszene umstritten, fast immer allein und läuft immer mit grimmigem Gesicht den Pfad 
entlang; ich habe ihn noch nie lachen oder lächeln gesehen. Ich mache mir Sorgen, dass ich mich 
irgendwann in Notwehr verteidigen muss. Das wäre nicht gut, denn die UNB braucht keinen 
prügelnden Naturschutzwart.

Im Rathaus Porz legte ich Informationsmaterial aus. Themen waren diesmal Gärtnern in der Stadt, 
Vielfaltsgarten-Wettbewerb, richtiges Verhalten in Feld und Wald, Erfassung von Sperber und 
Leuchtkäferarten in Köln. Auch Hefte der Reihe "Natur in NRW" legte ich dazu. 
 
Einen Ansprechpartner bei der UNB hatte ich nicht mehr. Meine Meldungen gehen immer noch an 
einen Ex-Mitarbeiter, jetzt im Grünflächenamt, der dies dann weiterleitet. Das scheint auch zu 
funktionieren. 
 
Ein Umweltverband erstellte eine online-Seite mit Aussagen, welche das Verhalten des Lesers in der 
Wahlkabine beeinflussen sollen. Ich schrieb darauf eine mail, in der ich dazu riet, sich mit den 
betreffenden Erkenntnissen an den Verfassungsschutz zu wenden. Ich bin ja nur ein kleiner 
Naturschützer und eigne mich nicht als Politaktivist. Ich bedankte mich daher für die bisherige 
Zusammenarbeit, erklärte diese für beendet und bat, meine Adresse zu löschen und dies nicht 
persönlich zu nehmen.

Mitteilung BV

2488 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/57/571 
 
Vorlagen-Nummer 
 0054/2025 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 27.01.2025 
Bezirksvertretung 7 (Porz) 30.01.2025 
 
Jahresbericht 2024 des Naturschutzwartes Bezirk 7 Nord 
 In der Anlage erhalten Sie den Jahresbericht 2024 der Naturschutzwacht, Herr Jonas, für den 
Bezirk 7 (Nord). 
 
Stellungnahme der Verwaltung: 
 
Die Untere Naturschutzbehörde bedankt sich bei Herrn Jonas für seinen Einsatz als Natur-
schutzwart. 
Die Verwaltung nimmt wie folgt Stellung:  
 
Müll am Albertisee 
Im Jahr 2024 haben hier mehrere Müllsammelaktionen der K.R.A.K.E. e. V. stattgefunden, es 
gibt in der Nähe der Brücke eine Sammelstelle für anfallenden Müll. Dieser wird dort auf An-
frage von der ABW abgeholt. Vor dem Hintergrund des geplanten Abrisses der Brücke 
Gilgaustraße sind wir bemüht, dass dort im Jahr 2025 vorher noch eine Müllsammelaktion in 
Kooperation mit der K.R.A.K.E. e. V durchgeführt wird. Sobald die Brücke abgerissen wurde 
ist davon auszugehen, dass sich der Mülleintrag in diesem Gebiet verringert.  
 
Beschilderung LB-Schilder am Rolshover Hof und Alter Deutzer Postweg 
 
Die Schilder werden ausgetauscht. Die Korrektur der Schilder in den Geschützten Land-
schaftsbestandteilen Rolshover Hof und am Alten Deutzer Postweg werden schnellst möglich 
von der der Unteren Naturschutzbehörde bearbeitet.  
 
 
Meldungen Tier- und Pflanzenfunde 
 
Die Meldungen wurden an das Sachgebiet Freilandartenschutz der UNB weitergeleitet.  
 
Wiederholtes illegales Lagern am See 
 
Das Ordnungsamt wird regelmäßig gebeten, insbesondere in den Sommermonaten das Ge-
biet um die Albertiseen fokussiert zu kontrollieren, um das illegale Betreten zu minimieren.

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Durch den Rückbau der Brücke über die Autobahn sollte das Aufkommen von illegalen Besu-
chern weiter minimiert werden.  
 
Verhaltensauffällige aggressive Person 
 
Es tut uns sehr Leid, dass Herr Jonas im Rahmen seiner Tätigkeit als Naturschutzwart solch 
unangenehmen Situationen ausgesetzt ist. 
Grundsätzlich sollte in so einem Fall sofort das Ordnungsamt oder die Polizei hinzugezogen 
werden, um die Sicherheit von Herrn Jonas zu gewährleisten.  
 
 
Ansprechpartner in der UNB 
 
Seit dem 01.01.2025 ist Herr Julius Dill (julius.dill@stadt-koeln.de, 0221-221-24160) zuständi-
ger Sachbearbeiter für den Stadtbezirk Porz. Alle zukünftigen Meldungen von Herrn Jonas 
können gerne direkt an Ihn geschickt werden.

Beratungsverlauf (2)

10.03.2025 Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde
TOP 6.1 Kenntnisnahme (Mitteilung)

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
01.04.2025 Bezirksvertretung 7 (Porz)
TOP 10.2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0054/2025
Typ
Mitteilung BV
Datum
22.01.2025
Erstellt
08.01.2025 10:31