V/0161/2011
Profile, Planungen, Perspektiven: Die Bildungsarbeit der Volkshochschule der Stadt Münster 2011/2012
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Beschlussvorlage
3845 Zeichen
V/0161/2011 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Schule und Weiterbildung Betrifft Profile, Planungen, Perspektiven: Die Bildungsarbeit der Volkshochschule der Stadt Münster 2011/2012 Beratungsfolge 18.05.2011 Kulturausschuss Vorberatung 14.06.2011 Ausschuss für Gleichstellung Vorberatung 15.06.2011 Integrationsrat Anhörung 27.06.2011 Kommunale Seniorenvertretung Anhörung 28.06.2011 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Den vom Beirat der Volkshochschule am 05.04.2011 entwickelten Grundzügen der Bildungs- arbeit 2011/2012 wird zugestimmt. 2. Die Beschlussfassung erfolgt unter dem Vorbehalt der Bereitstellung der erforderlichen Haus- haltsmittel im Haushaltsplan 2012. II. Finanzielle Auswirkungen: Die Mittel sind im Haushaltsplan 2011 bei der Teilergebnis- und Teilfinanzplanung 2010 – 2014 in der Produktgruppe 0402 veranschlagt. Begründung: Nach § 4 der Satzung der Volkshochschule verabschiedet der Ausschuss für Schule und Weiter- bildung die Grundzüge der Lehrplangestaltung eines Studienjahres. Im Rahmen dieser Grundzüge hat die Volkshochschule das Recht auf selbstständige Lehrplangestaltung. Die inhaltlichen Grundzüge der Lehrplangestaltung sind in der Anlage „Profile, Planungen, Perspektiven: Die Bil- dungsarbeit der Volkshochschule der Stadt Münster 2011/2012“ dargestellt. Vorlagen-Nr.: V/0161/2011 Auskunft erteilt: Frau Bedenbecker-Busch Ruf: 492 43 03 E-Mail: Bedenbecker-Busch@stadt- muenster.de Datum: 06.05.2011 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0161/2011 Der Beirat der Volkshochschule Münster hat sich in seiner Sitzung am 05.04.2011 mit den Grundzügen der Planungen der Bildungsarbeit für das Studienjahr 2011/2012 beschäftigt und ihnen zugestimmt. Das Weiterbildungsangebot der Volkshochschule Münster umfasst entsprechend dem Weiterbildungsgesetz NRW Inhalte, die die Entfaltung der Persönlichkeit fördern, die Fähigkeit zur Mitgestaltung des demokratischen Gemeinwesens stärken und die Anforderungen der Arbeitswelt bewältigen helfen. Es umfasst die Bereiche der allgemeinen, politischen, beruflichen und kulturellen Weiterbildung und schließt Eltern- und Familienbildung mit ein. Die Inhalte der VHS-Arbeit sind in drei Produkte eingeteilt: • Bildungsangebote im Rahmen des Weiterbildungsgesetzes • Drittmittelfinanzierte Qualifizierungsangebote • Bildung auf Bestellung Das Unterrichtsvolumen im Jahr 2010 umfasste in allen drei Produkten zusammen 52.096 Unterrichts- und Beratungsstunden und lag damit rund 1,5 % höher als im Jahr 2009. Die Anzahl der Belegungen mit 23.263 Teilnehmer(inne)n lag in etwa 2 % über dem Ergebnis des Jahres 2009. Im Produkt „Bildungsangebote im Rahmen des Weiterbildungsgesetzes“ hat die Anzahl der Teilnehmer(innen) um ca. 1,2 % zugenommen. Zuwächse gibt es weiterhin in den Produkten „Bildung auf Bestellung“ von ca. 11,5 % und im Produkt „Drittmittelfinanzierte Qualifizierungsangebote“ von ca. 10,1 %. Eine Erhöhung der Entgelte im Produkt „Bildungsangebote im Rahmen des Weiterbildungsgesetzes“ ist für das Studienjahr 2011/2012 nicht vorgesehen. Das Angebot im Rahmen des Weiterbildungsgesetzes wird quantitativ in etwa auf der Basis des vergangenen Studienjahres vorgelegt. Die Grundzüge der inhaltlichen Planung der sieben Fachbereiche und des Bereiches Berufliche Qualifizierung und Vernetzung für das Studienjahr 2011/2012 sind den ausführlichen Beschreibungen der Anlage zu entnehmen. Die Planung erfolgt im Rahmen der Haushaltsansätze für den Haushalt 2011 und der mittelfristigen Teilergebnis- und Teilfinanzplanung ab 2012. i. V. gez. Dr. Hanke Stadträtin Anlagen: Profile, Planungen, Perspektiven: Die Bildungsarbeit der Volkshochschule der Stadt Münster 2011/2012
PPP2011-12-Gesamtdokument
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Profile, Planungen, Perspektiven:
Die Bildungsarbeit der
2011/2012
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Inhaltsverzeichnis:
1. Berichte
1.1 Allgemeine Organisationsentwicklung der VHS Mün ster
1.2 Leistungsdaten 2010 und Haushaltsentwicklung 20 11
2.
Programmangebot und inhaltliche Schwerpunkte für
das Studienjahr 2011/2012
2.1 Planungen der Programmbereiche
2.1.1 Gesellschaft, Politik, Geschichte
2.1.2 Erziehung, Familie, Älterwerden
2.1.3 Gesundheit
2.1.4 Sprachen und Länder
2.1.5 Beruf und Wirtschaft
2.1.6 EDV und Medienbildung
2.1.7 Kulturelle Bildung
2.1.8 Berufliche Qualifizierung und Vernetzung
2.2 Bildung auf Bestellung
2.3 Qualifizierung – Abschlüsse – Zertifikate
3. Anlagen: Leistungsdaten
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1. Berichte
1.1 Allgemeine Organisationsentwicklung der VHS Mün ster
„Volkshochschulen sind Dienstleister für Kommunen!“
So lautete die Hauptthese von Klaus Hebborn, Beigeordn eter für Bildung,
Kultur und Sport beim Deutschen Städtetag, anlässlich de r Tagung der
Großstädtischen Volkshochschulen aus Deutschland, Österreich und der
Schweiz vom 21. bis 23. April 2010 in Münster. Hebborn betonte, dass die
Kommunen mit den Volkshochschulen ein eigenes Handlungsin strument in
der Bildungs-, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik zur Verfügung haben.
Das zentrale Ziel dabei muss es sein, für alle Bürger(in nen) ein bedarfsge-
rechtes und zukunftsfähiges Bildungsangebot bereit zu stellen, um sie so bei
der erfolgreichen Gestaltung ihrer Lebens- und Arbeit swelt zu unterstützen.
Dazu gehören allgemeine, kulturelle, politische und ber ufliche Weiterbil-
dungsangebote und kompensatorische Angebote wie Alphabetisierung. Dazu
gehören auch besonders generationsgerechte Angebote, Spr ach- und EDV-
Kurse zum Erwerb beruflich verwertbarer Qualifikationen, interkulturelle Bil-
dungsmaßnahmen, Kurse zur Gesundheitsförderung und Angeb ote, die zu
einer kritischen Auseinandersetzung mit politischen Theme n befähigen. Die-
ses Angebotsspektrum trägt im Kontext des lebenslangen Ler nens dazu bei,
gesellschaftliche Teilhabe zu sichern und Beschäftigungsfähigkeit zu verbes-
sern bzw. zu erhalten und damit soziale Folgekosten zu senken.
Mit den Bildungsangeboten in den 7 Fachbereichen orien tiert sich die VHS
an ihren Aufträgen und den gesellschaftlichen Herausfor derungen. Für das
kommende Studienjahr ist es wieder gelungen, ein quali tatives und vielfälti-
ges Weiterbildungsangebot für alle Bürger(innen) der Stadt zu entwickeln
und zudem unter Berücksichtigung individueller Bildungsbe darfe maßge-
schneiderte Bildungsangebote für bestimmte Zielgruppen zu entwickeln z. B.:
mit dem Kompetenzteam Bildungsangebote für Lehrer(in nen), Erzie-
her(innen), Schüler(innen) und mit dem Personal- und Organisationsamt der
Stadt Münster die Fortbildung für die städtischen Mitar beiter(innen) und für
Firmen, Verbände und deren Mitarbeiter(innen).
Folgende gesellschaftliche Herausforderungen finden Eingang in die konzep-
tionelle und planerische Arbeit der VHS:
• die veränderten Anforderungen in der beruflichen Weiterbildung,
• die Erweiterung der Teilhabe an allgemeiner Weiterbildung,
• die Möglichkeiten einer Inklusion von Bildungsbenachteiligten,
• der demografische Wandel,
• die Herausforderungen einer Stadtgesellschaft.
Insbesondere die gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahre macht deut-
lich, dass immer mehr Bürgerinnen und Bürger mehr Tei lhabe bei kommuna-
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len/regionalen Entscheidungen für sich beanspruchen. Das E inbeziehen die-
ser Interessen durch Politik und Verwaltung in die Ges taltung der Kommune
ermöglicht mehr demokratische Teilhabe von Bürgerinnen und Bürger und
fördert so die Identifikation mit der eigenen Kommun e bzw. der Region. Die-
se Entwicklung und ihren Stellenwert für Münster möchte die VHS für 2011/
2012 mit ihrem Jahresthema Stadtgesellschaft aufgreifen und auch mit
Blick auf andere Kommunen Entwicklungen und Perspektiven aufzeigen und
zur Diskussion stellen. Die Fachbereichsleiter(innen) arb eiten bei dem Jah-
resthema bereichsübergreifend zusammen. Die Koordinierung der Veranstal-
tungen des Jahresthemas wird im Fachbereich „Gesellschaft, P olitik, Ge-
schichte“ geleistet.
Der demografische Wandel als Querschnittsaufgabe für die VHS
Die Volkshochschule als Bildungseinrichtung für alle Generationen hat schon
immer in ihrer Bildungsplanung Herausforderungen an g esellschaftliche An-
passungsprozesse wahrgenommen. Insofern werden die Herausfo rderun-
gen, die der demografische Wandel mit sich bringt, im VHS-Programm in
allen Fachbereichen aufgegriffen:
• Ι n der Eltern und Familienbildung sollen Eltern befäh igt werden, ihre
Kinder zu selbständigen und verantwortungsbewussten Menschen zu
erziehen.
• Ι n der Gesundheitsbildung können die Teilnehmenden ler nen, bis ins
hohe Alter aktiv und zufrieden zu sein.
• Ι m Bereich „Berufliche Qualifizierung und Vernetzung werden in enger
Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit passgenaue B ildungs-
maßnahmen“ für die „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ und für das
„Älterwerden und Beruf“ entwickelt und durchgeführt.
• Ι m Bereich „Sprachen“ lernen Menschen aus vielen unterschiedlichen
Kulturen Deutsch, dadurch wird ein wesentlicher Integrat ionsbeitrag
geleistet.
• Ι n den Bereichen Sprachen, EDV und Berufliche Weiterbil dung
werden Veranstaltungen durchgeführt, in denen Menschen
Kompetenzen erwerben können, die sie für den sich veränd ernden
Arbeitsmarkt benötigen.
• Ι n Veranstaltungen zur Interkulturellen Bildung werden mit den
Teilnehmenden Voraussetzungen für das Zusammenleben von
Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Erfahrungen erarbeitet.
• Die VHS öffnet ihre Räume für bürgerschaftliches Enga gement und
unterstützt dadurch die für die Stadtgesellschaft wichtig e Arbeit von
selbstorganisierten Gruppen.
• Durch die Zusammenarbeit mit Münsters Senior(inn)en – S eniorenrat
e.V. und Kommunaler Seniorenvertretung.
Der Demografie-Check und damit die inhaltliche Auseinan dersetzung mit der
möglichen demografischen Relevanz werden bei der konzeptio nellen und
programmatischen Planung des VHS-Programms angewandt.
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Neben dem weiteren Ausbau von Kursen der Dachmarke „VHS exklusiv“ ,
die in kleinen Intensivlerngruppen schnelle und effektive berufliche Wissens-
aneignung ermöglichen, wird auch die Vortragsreihe „…immer wieder
donnerstags“ als Profil bildende Dachmarke im kommenden Studienjahr
weitergeführt, allerdings in veränderter Form. Dabei gilt das Prinzip „weniger
ist mehr“: die Veranstaltungen werden im Umfang reduz iert, die Refe-
rent(inn)en sollen jedoch – soweit die finanzielle Sit uation es ermöglicht –
möglichst prominent und publikumswirksam sein.
Jüngste Umfragen der VHS bei teilnehmenden Kunden dar über, wie sie auf
das Angebot der Volkshochschule Münster aufmerksam wurden, zeigen
deutlich, dass sich inzwischen knapp 40 Prozent der bildungsi nteressierten
Personen über die VHS-Homepage ihre Informationen ei nholen oder sich
direkt online anmelden.
Aus diesem Grunde hat sich die VHS für eine neue Software „Lissy.Web“
entschieden, um mit dem Internetauftritt modernsten An sprüchen gerecht zu
werden und gleichzeitig den Kunden eine optimale Bed ienerfreundlichkeit
anzubieten. Das ehemals umständlichere Online-Anmeldeverf ahren wurde
durch die neue Software analog des allgemein gängigen „Warenkorbsys-
tems“ mit einer „Buchungsliste“ versehen. Bessere Strukturierungen der Me-
nüpunkte und optimale Themensortierung in den Fachber eichen sowie zu-
sätzlich auch im neuen Menüpunkt „VHS-spezial“ helfen int eressierten Per-
sonen, sich leichter auf der VHS-Homepage zu orientieren und zu bewegen.
Die neue Homepage ist übersichtlicher und barrierefrei gestaltet, sie bietet
eine erweiterte Suchfunktion an, die es den Kunden erl eichtert, noch geziel-
ter ihre Bildungswünsche einzugrenzen. Alle neuen Funkti onen der Software
werden in ihrer Gesamtheit ab dem kommenden Studienja hr eingeführt sein.
Aktuell hat die VHS allen Bildungsinteressierten einen neuen modernen
Newsletter zur Verfügung gestellt, der auch direkt über die neue Homepage
bestellt werden kann.
Die VHS ist seit März 2009 nach ISO 9001:2008 und AZWV zertifiziert.
Nach dem 1. Überwachungsaudit im März 2010 und dem 2. Ü berwachung-
saudit im Mai 2011 ist turnusmäßig für Frühjahr 2012 das Re-Audit mit einem
erneuten umfangreichen Prüf- und Zertifizierungsverfahren geplant.
Der Freundeskreis der VHS unterstützt auch in 2011 die VHS bei der
Durchführung spezieller Projekte, so u. a. den Unterricht begleitenden Lehr-
gang „IT-Kompetenzen im Kontext von Berufsorientierung “ zur Erlangung
des europaweit anerkannten Zertifikats Xpert für Schüler (innen) an der
Hauptschule in Hiltrup,
das VHS-Dozent(inn)en-Treffen sowie Unterstützung
des VHS-Kammerchores, Überarbeitung der Ausstellung „Mit allen Sinnen“,
ein mobiles Erfahrungsfeld, und weitere Einzelveranstalt ungen. Besonders
erfreulich ist, dass der Freundeskreis im letzten Studienj ahr die Zahl seiner
Mitglieder, die die Volkshochschule unterstützen, deutlich steigern konnte.
Weiterbildung für Alle ist eine Investition in die Zukunft!
6
1.2 Leistungsdaten 2010 und Haushaltsentwicklung 20 11
Entwicklung der drei VHS-Produkte
Im zurückliegenden Jahr 2010 führte die Volkshochschule i nsgesamt 1 867
Veranstaltungen mit 52 096 Unterrichts- und Beratungsstunden durch. 23 263
Teilnehmende nutzten das Bildungsangebot der Volkshochschule.
Die Entwicklung der Produkte ist in der Anlage 3.1 und 3.2 dargestellt.
Die Nachfrage bei den offenen Angeboten im Rahmen des Weiterbil-
dungsgesetzes ist wieder gestiegen. Auf Kurse, Tages- und Wochenendse-
minare, Lehrgänge und Bildungsurlaube entfielen 1 39 2 Veranstaltungen mit
16 154 Belegungen in 36 804 Unterrichtsstunden. 2 766 Teilnehmende nah-
men an 149 Einzelveranstaltungen mit 369 Unterrichtsstund en (Vorträge, Ex-
kursionen, Ausstellungen und Prüfungen) teil. Die Belegunge n in den Kursen
stiegen gegenüber dem Jahr 2009 um 3,68 % und die Belegungen in den Ein-
zelveranstaltungen gingen gegenüber dem Jahr 2009 um 16,74 % zurück.
Im Rahmen der Bildung auf Bestellung wurden im Jahr 2010 310 Veranstal-
tungen (minus 1,59 %) mit 2 987 Teilnehmenden
(plus 11,5 %) durchgeführt.
Fast 45 % der Veranstaltungen entfielen auf den Bereich der Fortbi ldung für
die Mitarbeitenden der Stadt Münster. Die passgenauen Firmenschulungen
beziehen sich überwiegend auf die Bereiche EDV und Medien und Sprachen.
Der quantitative Umfang und die Qualität der im Bere ich Berufliche Qualifi-
zierung und Vernetzung
geleisteten Weiterbildungsarbeit konnte in 2010
entgegen der zu Beginn 2010 abgegebenen Prognose im Verla uf des Jahres
gesteigert werden.
Die Mitarbeitenden des Bereichs erreichten mit ihren An geboten in enger Ko-
operation mit Auftraggebenden und Kooperationspartne rinnen und –
partnern
718 Personen, die sich in beruflich definierten Übergängen von Lebens-
phasen befanden und deren Ziel es insbesondere war, ihren Le bensunterhalt
selbständig zu erwirtschaften und d amit Hilfebedürftigkeit im Sinne des SGB II
zu vermeiden.
In die Angebote des Bereichs sind 638 Personen
eingemündet. 80 weitere
Personen, die im Vorfeld der Angebotsteilnahme zum Ang ebot bzw. im Hin-
blick auf die individuelle Passgenauigkeit desselben ber aten wurden, münde-
ten in Angebote anderer Weiterbildungsbietender in Münster ein.
Es wurden 4 004 Unterrichtsstunden und 8 387 Beratungsstunden konzi-
piert, realisiert und evaluiert.
Seit 2007 ist die Volkshochschule Münster auch Beratungsstel le im Rah
men
der Ausgabe von Bildungsschecks und seit Beginn des Jahres 2009 auch
Beratungsstelle im Rahmen der Bildungsprämie . Nach 283 Beratungen im
7
Jahr 2009 wurden im Jahr 2010 insgesamt 159 Beratungen im Rahmen des
Bildungsschecks durchgeführt. Dabei bezogen sich 118 Beratu ngen auf Ein-
zelpersonen und 41 Beratungen auf betriebliche Beratu ngen. Nach 36 Bera-
tungen im Jahr 2009 (seit August 2009) wurden im Jah r 2010 214 Beratun-
gen im Rahmen der Bildungsprämie durchgeführt. Hier ist e ine starke Zu-
nahme zu verzeichnen.
Die VHS Münster bietet derzeit 37 verschiedene Prüfungen , sowohl im offe-
nen Angebot nach dem Weiterbildungsgesetz (WbG) als auch im Rahmen der
Bildung auf Bestellung (u. a. Schulprojekte) an. Sie e rmöglichen den Erwerb
von Zertifikaten und Qualifikationsnachweisen, deren Erwe rb für das berufli-
che Fortkommen von großer Bedeutung ist. Im Jahr 2010 wu rden 178 Prü-
fungen mit 1 762 Prüfungskandidatinnen und -kandidaten durchgeführt.
Dies bedeutet eine Steigerung von 5,38 %.
Die Teilnehmerschaft stellte sich in 2010 wie folgt dar:
Der Frauenanteil lag bei 71,8 %, der Männeranteil bei 28,2 % .
Der überwiegende Anteil der Teilnehmenden
(75,2 %) wohnt in Münster. Die
weiteren bedeutsamsten Einzugsbereiche sind Greven, Telgte , Senden, Dül-
men und Drensteinfurt. Die regionale Ausstrahlung erklä rt sich aus dem um-
fangreichen und differenzierten Programmangebot einer Großstadt-VHS so-
wie aus der Teilnahme von Berufspendlern; gleichzeitig verbessert die höhere
Auslastung die Kostendeckung.
Haushaltsentwicklung
Die durchschnittliche Belegung je Kurs
ist auf 11,59 (Vorjahr 2009: 11,52)
gestiegen. Mindereinnahmen waren im Regelangebot nach dem Weiterbil-
dungsgesetz (WbG) zu verzeichnen. Mehreinnahmen konnten i n den Berei-
chen „Qualifizierung + Vernetzung“ und „Bildung auf Bestellung“ erwirtschaftet
werden. Die Eigenfinanzierungsquote stieg von 59,7 auf 60,9 % aufgrund
von Mehrerträgen und reduzierten Gebäudeaufwendungen.
Die Finanzierungsanteile können der Anlage 3.3 entnommen werden.
Der Rat der Stadt Münster hat in seiner Sitzung am 08. Dezember 2010 be-
schlossen, dass es eine pauschale Kürzung von 1,75 % des Verwaltungs-
konzepts gibt
. Dementsprechend ist das Budget der VHS Münster ab dem
Jahr 2011 und für folgende Haushaltsjahre reduziert wor den. Im Jahr 2011
beläuft sich diese Reduzierung auf einen Betrag i. H. v. 34.810 €.
Zu der ebenfalls vom Rat der Stadt Münster in seiner Si tzung am 08. Dezem-
ber 2010 beschlossenen Reduzierung im Personalbereich
i. H. v. 1,75 %
müssen von der VHS Münster konkrete Konsolidierungsvorschläge genannt
werden. Im Jahr 2011 beträgt der zu reduzierende Personalaufwand 26.920 €.
8
2. Programmangebot und inhaltliche Schwerpunkte für da s
Studienjahr 2011/2012
2.1 Planungen der Programmbereiche
2.1.1 Gesellschaft, Politik, Geschichte
Jahresthema
Das Jahresthema des vergangenen Programmjahres „Wandel – Werte -
Wunder“ regte Münsteraner dazu an, sich über den gesellsch aftlichen Wan-
del und die damit verbundenen Werte zu verständigen sowi e Visionen für
zukünftige Veränderungen zu entwickeln. Die Vielfalt der Angebote – von
Vorträgen über ein Stadtgespräch bis hin zu Exkursionen - ermöglichte ein
Ansprechen unterschiedlicher Zielgruppen.
Im kommenden Studienjahr steht das Jahresthema „Stadtgesellschaft…“
im Mittelpunkt der Planungen. Dazu zählen in der polit isch-historischen Bil-
dung Angebote, die sich mit den Möglichkeiten der demo kratischen Teilhabe
von Bürgerinnen und Bürgern befassen, die zum besseren V erständnis von
politischen Entscheidungen und Verfahren beitragen sowi e konkrete Ideen
für zivilgesellschaftliches Engagement entwickeln helfen. Ein Schwerpunkt
bildet dabei die Ausgestaltung nachhaltiger Stadt- un d Regionalenwicklung,
insbesondere Möglichkeiten und Grenzen eines Energie- und Kulturwandels
nach den Erfahrungen in Fukushima. Dabei kommt der Vol kshochschule im
Wesentlichen die Rolle einer Moderatorin zu, um Initia tiven, Organisationen
und kommunale Akteure konstruktiv einzubeziehen. Bereits in diesem Jahr
stehen beispielsweise Aktivitäten im Rahmen der Einführ ung eines Bürger-
haushaltes für Münster auf dem Programm. Im Frühjahr 2012 ist die Ausrich-
tung eines Initiativtages unter dem Motto „Zukunft findet Stadt!“ geplant.
Dazu sollen die örtlichen bürgerschaftlichen Initiativen eingeladen und um
Mitarbeit gebeten werden.
Der Studienjahresauftakt zum Jahresthema „Stadtgesellschaft…“ wird am 7.
September dieses Jahres im Foyer der Sparkasse Münsterland- Ost mit Un-
terstützung des VHS-Freundeskreises stattfinden.
Philosophie und Weltreligionen
Angebote, die zum besseren Verständnis verschiedener Kult uren und Reli-
gionen beitragen, sind integraler Bestandteil des Fachb ereiches und werden
auch im kommenden Programmjahr erneut einen großen S tellenwert ein-
nehmen. Dazu gehört neben dem bewährten Kursangebot „ Die Nacht der
Religionen“ ebenso, wie Tagesfahrten zu verschiedenen G laubensstätten in
der Region.
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Der Fachbereich „Gesellschaft, Politik, Geschichte“ koordini ert gemeinsam
mit dem Friedensforum Münster den im September stattfi ndenden Friedens-
kulturmonat 2011 , der in diesem Jahr unter dem Motto steht:
„Gib mir ein A (Notenschlüssel), gib mir ein F - für Fr ieden, Gib mir den D -
für Dialog, Gib mir ein M – für Münster.“ Musikbeiträg e, ein Erzählzelt in der
Innenstadt sind ebenso geplant wie Angebote, die zur R eflexion von Gewalt
und zur Förderung eines friedlichen Miteinanders beitr agen. Das Programm
im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2011 des Integrationsrates der Stadt
Münster wird gemeinsam mit mehr als 10 Initiativen bzw. Organisationen der
Friedenskulturarbeit erarbeitet und durchgeführt.
Interkulturelle Kompetenztrainings
Im Fachbereich Gesellschaft, Politik, Geschichte entwickelt sich die Interkul-
turelle Bildungsarbeit zu einem wichtigen Arbeitsbereich . Nachdem im ver-
gangenen Jahr im Rahmen des Projektes „Integration und Vielfalt“ gemein-
sam mit der Handwerkskammer Münster eine Handreichung zur Vermitt-
lung interkultureller Kompetenzen erstellt wurde, die an die Multiplika-
tor(inn)en der Trainings weitergegeben wird, geht es in Zukunft verstärkt um
die Qualifizierung einzelner Berufsgruppen in der St adtverwaltung sowie au-
ßerhalb.
Im Rahmen des PIK – Projektes (Interkulturelle Kompeten z in der vorschuli-
schen Erziehung) konnten Erzieher/innen der Städtischen Ki ndertagesein-
richtungen intensiv interkulturell qualifiziert werden.
Städtische Fortbildung
Die seitens der Volkshochschule organisierten und durchgeführten Qualifizie-
rungsangebote für Mitarbeitende der Stadt Münster in Kooperation mit dem
Personal- und Organisationsamt (ohne Führungskräfte) konn ten im Jahr
2010 weiter ausgebaut werden. Hintergrund für die Zu nahme der Teilneh-
menden und der durchgeführten Unterrichtsstunden bilde n in erster Linie die
neu angebotenen Qualifizierungen für Brandschutz- und Evakuierungshel-
fer/innen. Aber auch der Anspruch, möglichst kurzfristig au f die erhöhte
Nachfrage nach einzelnen Angeboten zu reagieren und org anisationsbezo-
gene Bedarfe im Bereich „Kommunikation im Beruf“ und EDV möglichst un-
bürokratisch abzuwickeln,
ist ebenfalls ein Faktor für die Steigerung.
Im Jahr 2010 wurden insgesamt 1 570 Unterrichtsstunden im Rahmen der
Städtischen Fortbildung seitens der VHS organisiert und durchgeführt. Mit
diesen Angeboten wurden insgesamt 1 472 Teilnehmende erreicht.
2.1.2 Erziehung, Familie, Älterwerden
Die demografische Entwicklung mit den entsprechenden Zukun ftsprognosen
für die gesellschaftliche Weiterentwicklung macht deutlich , dass alle Genera-
tionen für eine funktionierende Gesellschaft mit ihren Sozialsystemen aufein-
10
ander angewiesen sind. Die Gesellschaft braucht familien orientierte und kin-
derfreundliche Politik, um Paaren die Entscheidung für Kinder zu ermögli-
chen, und sie braucht Menschen, die lange aktiv und gesund bleiben und die
auch im Alter - als immer größer werdende Teil der Bevölkerung - Politik und
Gesellschaft mit gestalten. Der Fachbereich unterstützt di ese Prämissen in
verschiedenen Segmenten der Bildungsarbeit.
Pädagogik, Erziehung, Familie
Pädagogische Qualifizierungen für pädagogische Berufsfel der werden in
immer größerem Ausmaß im Fachbereich angefragt und zur Verfügung ge-
stellt. Die Qualifizierungsoffensive im Bereich der Kind ertagespflege in Zu-
sammenarbeit mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und F amilien hat einen
vermehrten Bedarf geschaffen. Zusätzlich zum bestehenden j ährlichen Lehr-
gang werden daher weitere Lehrgänge zum Erwerb des Ze rtifikates „Quali-
fizierte Tagespflegeperson“ (Bundesverband für Kindertagespflege, TMQ-
Zertifikat des Landesverbandes der Volkshochschulen in NRW ) durchge-
führt. Ziel ist es, dass alle Münsteraner Tageseltern die se Qualifizierungsstu-
fe absolvieren, wenn sie in der Kindertagespflege arbei ten. Weitere Zusatz-
qualifikationen für bereits tätige Tagesmütter werden in Absprache mit dem
Münsteraner Netzwerk für Kindertagespflege angeboten. D ie Ausweitung
dieses Segments erfordert erhebliche räumliche und personelle Ressourcen.
Ein zweijähriger berufsbegleitender Lehrgang zur Vorb ereitung auf das Nati-
onale Montessori-Diplom hat im Herbst 2010 begonnen und wird im Som-
mer 2012 mit den Prüfungen abschließen. 30 Pädagogen und Pädagoginnen
nehmen an dieser Zusatzausbildung teil.
Neu wird die Zusatzausbildung „Systemische/r Familienberater/in“ an-
geboten. Die einjährige zertifizierte berufsbegleitend e Ausbildung für Sozial-
pädagog(inn)en wird nach dem vhs-concept des Landesverbandes der VHSn
Niedersachsen angeboten. Die Ausbildung wird im Februar 2012 beginnen
und mit den Prüfungen im März 2013 enden.
Thematische Fortbildungen, Fachtagungen und Qualifizie rungen werden
auch weiterhin oftmals in Kooperation durchgeführt.
Die Eltern-Kind-Arbeit wird im gleichen Umfang wie bisher fortgeführt .
Älterwerden – Ältersein
.
Im Spätherbst wird es (vorbehaltlich der weiteren fina nziellen Unterstützung
durch Dritte) wieder einen „ Seniorentag “ im Rathausfestsaal geben. Diese
Veranstaltung in Kooperation mit dem Seniorenrat ist inzwischen zu einem
festen Label für die Stadt geworden. Durch die Unterst ützung der Stiftung
Siverdes und der Stadtwerke Münster konnte bisher auf ei nen Eintritt ver-
zichtet werden.
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Die „Service-Angebote“ rund um das Thema Pflege und informative Themen
zur Steigerung der Alltagskompetenz werden auch weiterhin in Zusam-
menarbeit mit kompetenten Partner(inne)n, wie Kranken kassen, Clemens-
Wallrath-Haus, Kriminalpolizei, Verbraucherzentrale, D eutscher Verkehrssi-
cherheitsrat etc. angeboten.
Das Kursangebot umfasst zusätzliche Kursangebote, die auf d ie besonderen
Lern- und Lebensbedingungenbedingungen älterer Menschen eingehen,
z. B. Sprach- und Computerkurse, Ernährungskurse, Bewegung s- und Ent-
spannungsangebote, Krankheitsbilder im Alter, Biografiearbeit etc.
In enger Zusammenarbeit mit der Kommunalen Seniorenvertretung wurden
und werden verschiedene Projekte methodisch und konzeptionell unterstützt.
So auch der Schwerpunkt “Ältere Menschen mit Migrationsge schichte in
Münster“. Die erfolgreiche durchgeführte Zukunftswerkstatt im Herbst 2010
wird dort entwickelte Themen aufgreifen und für die Z ielgruppe nachhaltig
weiterverfolgen.
MSZ - Münsters Senioren Zeitung“ erscheint nun bereits seit 30 Jahren mit
einer Auflage von je 8 000 Zeitungen viermal jährlich . Nach wie vor wird die
Zeitung von Senioren für Senioren in der Volkshochschule erarbeitet und von
der VHS herausgegeben. Die Stiftung Siverdes fördert d ieses ehrenamtliche
Engagement.
Eigeninitiative, Selbsthilfe und Selbstengagement, Ehr enamt und bürger-
schaftliches Engagement bedürfen der Unterstützung . Die Volkshochschule
nimmt diese Aufgabe für vielfältige Initiativen wahr. Zum Beispiel werden en-
gagierte Projekte wie das Projekt „Füreinander-Miteina nder“, Wohnprojekte
wie „Villa Vera“ oder „Beginen“ unterstützt. Daraus e ntstandene Initiativen
und engagierte Bürgerprojekte bestätigen das Konzept „ die VHS als Platt-
form für Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt“ zu öffnen.
Auch im kommenden Studienjahr wird die Bandbreite der Angebote für älte-
re Menschen in einer eigenen Broschüre zusammengefasst. Die starke
Nachfrage bestätigt die Konzeption des Fachbereiches in de r Weiterbildung
für ältere Menschen.
2.1.3 Gesundheit
Prävention und Krankheitsbewältigung
Die Vortragsreihe mit medizinischen Experten der Raphae lsklinik wird mit
aktuellen Themen zur Prävention fortgesetzt ebenso die Zusammenarbeit mit
der MIKS "Fortbildungsseminare für Selbsthilfegruppen" , mit der Krebsbera-
tungsstelle "Bochumer Gesundheitstraining nach Simonton" un d mit dem
Psychosozialen Zentrum "Psychische Erkrankung und Öffentlichkeitsarbeit".
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Gesunde Ernährung
Der Ernährungsführerschein für Drittklässler wird weiterhin aufgrund der
fehlenden Finanzen nur noch vereinzelt an Grundschulen angeboten.
Das Angebot „Adimobil, Adipositas im Kindesalter“ , ein Kooperations-
projekt, ging im Mai 2011 zum fünften Mal an den Start.
Die Regelangebote zur gesunden Ernährung werden weite r fortgeführt und
entsprechend der Nachfrage sowie der räumlichen Kapazitä t an die Bedarfe
der Teilnehmenden angepasst.
Bewegung und Entspannung
In den Fachbereichen Bewegung und Entspannung wird es weiterhin ein
Basisprogramm in allen gesundheitsorientierten Bewegung s- und Entspan-
nungsartenarten geben, denn sie bieten einen guten Ei nstieg in die individu-
elle Gesundheitsförderung und werden weiterhin zum Tei l von den Kranken-
kassen mitfinanziert.
Ein gesundheitsförderndes Ziel des Fachbereiches ist, Men schen in Bewe-
gung zu bringen. Ein umfangreiches Angebot von unterschiedlichen Be-
wegungsarten hilft, den individuellen Bedürfnissen und Interessen d er Teil-
nehmenden gerecht zu werden.
Die Einführungskurse in die „freizeitorientierten Sportarten“ wie Bogen-
schießen, Tennis oder Schnupper-Golfen erfreuen sich gro ßer Nachfrage
und werden entsprechend weiter ausgebaut, bieten sie do ch eine gute Mög-
lichkeit, Menschen in Bewegung zu bringen und ihnen Mögl ichkeiten des
Aufbaus eines kontinuierlichen Bewegungsprogramms aufzuzei gen und er-
lebbar zu machen.
Als Ausgleich für die zunehmenden Anforderungen im All tag suchen viele
Menschen nach „ Entspannung“ und psychischer Ausgeglichenheit. Der Be-
reich Entspannung bietet den Teilnehmenden verschieden e Möglichkeiten
zum Abbau von Stress und Anspannung, wie Yoga , Autogenes Training,
Progressive Muskelentspannung usw. Das Interesse am Kursprogramm
ist weiterhin sehr gut.
Zunehmend wird der Bereich Bewegung und Entspannung i n der Firmen-
schulung angefragt. Hier vor allem der Bereich Rückenschule , zunehmend
aber auch als Kooperationspartner in der Beratung, Unt erstützung und Pla-
nung von Großveranstaltungen oder im Aufbau von Betriebssportgruppen
Im Bereich Gehörlosenarbeit wird es weiterhin Gebärdensprachkurse im
bisherigen Umfang und in der fachlichen, aufeinander aufbauenden Differen-
zierung geben.
13
Die Kommunikationsforen für gehörlose und hörende Mensc hen sind
durch den Einsatz von Gebärdensprach- und Schriftdolmetscher (inne)n so-
wie der Mitarbeit des Vereins für Schwerhörige weiter hin auch schwerhöri-
gen Menschen zugänglich. Dadurch erhöht sich die Anzahl de r Teilnehmen-
den. Zurzeit sind durchschnittlich 60-70 Teilnehmer pro K ommunikationsfo-
rum anwesend. Es sollen drei bis vier Kommunikationsforen , Informations-
veranstaltungen zu aktuellen politischen, wirtschaftlichen oder gesellschafts-
orientierten Themen im Studienjahr durchgeführt werd en. Leider ist der Fort-
bestand der Kommunikationsforen fraglich, da die Finanzi erung der Dolmet-
scher über den LWL nicht mehr gewährleistet werden kann.
2.1.4 Sprachen und Länder
„Test bestanden“: Einbürgerungstests mit hoher Erfol gsquote
Im Auftrag des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) führt die
VHS seit Herbst 2008 die obligatorischen Einbürgerungst ests für Migranten
und Migrantinnen durch, die deutsche Staatsbürger(innen) werden möchten.
Bei den monatlich angebotenen Testterminen wurden jew eils ca. 50 Teil-
nehmer(innen) mit einer Erfolgsquote von 98 Prozent getestet.
Lesen und Schreiben lernen für Erwachsene/Alphabetisierung
Trotz 10-jähriger Schulpflicht gibt es nach wie vor viele Erwachsene, auch
deutscher Muttersprache, die nicht - oder nicht ausreichen d - lesen und
schreiben können. Nach aktuellen DVV-Angaben sind davon i n Deutschland
etwa 7,5 Millionen Erwachsene betroffen. In der im März veröffentlichten
"Wiesbadener Erklärung" fordern die Volkshochschulen eine nationale Of-
fensive zur Verbesserung von Lese- und Schreibkompetenzen.
Die Zielgruppe der so genannten „funktionalen Analpha bet(inn)en“ versucht
die VHS seit vielen Jahren durch ein besonders niedrig schwelliges Angebot
zu erreichen. Grundlegende Fertigkeiten im Lesen und Sch reiben werden
vermittelt und ermöglichen den betroffenen Menschen die Teilnahme auch
an schriftlicher Kommunikation im täglichen (Berufs-)Leben. Zu diesen Aktivi-
täten gehört insbesondere seit Jahren die enge Kooperat ion mit dem in
Münster ansässigen Bundesverband Alphabetisierung und Grundbil-
dung e. V. und dessen ALFA-Telefon, bei dem sich Betroffene aus ga nz
Deutschland über Alphabetisierungskurse beraten lassen könn en. Nur über
eine große Medienpräsenz übermittelt sich dieses in Münst er einmalige An-
gebot an die betroffene Zielgruppe. Das Angebot der Volkshochschule Müns-
ter umfasst 16 Kurse pro Jahr und erreicht ca. 150 Teilnehmer(i nnen) ,
die ein stark ermäßigtes Entgelt pro Unterrichtsstunde zah len. Zusammen
mit dem Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung wird ein Fortbil-
dungsprogramm für Kursleitende in der Alphabetisierung durchgeführt, das
von Teilnehmenden aus ganz Nordrhein-Westfalen und darü ber hinaus auch
aus dem deutschsprachigen Ausland in Anspruch genommen wird.
14
Wichtige Integrationshilfe: Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache
(DaF/DaZ)
Grundvoraussetzung für die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben in
Deutschland ist das Beherrschen der deutschen Sprache. Für Migrant(inn)en
aller Herkunft bietet die Volkshochschule seit vielen Jahr en auf verschiede-
nen Niveaustufen Deutschkurse an. Das Kurskonzept schließt land eskundli-
che, politische und kulturelle Informationen mit ein.
Die VHS bietet das Zertifikat Deutsch (Niveaustufe B 1 des Gemeinsamen
Europäischen Referenzrahmens für Sprachenlernen und Spr achenlehren,
GER), das Goethe-Zertifikat C1 (Niveaustufe C1 des GER) sowie das Klei-
ne bzw. Große Deutsche Sprachdiplom des Goethe-Insti tuts (Niveaustu-
fe C 2 des GER) als anerkannte Prüfungen an, die rege in Anspruch ge-
nommen werden. Im Jahr 2010 absolvierten insgesamt 103 Teilneh-
mer(innen) diese anspruchsvollen Prüfungen. Zurzeit find en mit ermäßigten
Entgelten ca. 120 DaF/DaZ-Kurse mit ca. 2 500 Teilnehmenden pro Jahr
statt.
„Club D“ – Deutsch für Sekundarstufenschüler/innen m it Migrations-
vorgeschichte
Seit 2005 gibt es dieses kostenlose Angebot in dem regelmäßig ca. 80 Schü-
ler/-innen, differenziert nach Niveau- und Altersstufen freiwillig nachmittags
ihre Deutschkenntnisse verbessern. Bei mindestens siebzigproze ntiger Teil-
nahme gibt die VHS eine positive Rückmeldung an die Her kunftsschulen,
was mit einem Erfolgsvermerk auf den Schulzeugnissen dokumentiert wird.
Zu einem Höhepunkt im Studienjahr hat sich das jährlich stattfindende „In-
ternationale Sommerfest“ an der VHS-Überwasser entwickelt, bei dem
zahlreiche Akteurinnen und Akteure aus den verschiedenen L ändern der
Welt, die an Sprachkursen „Deutsch als Fremdsprache“ teiln ehmen, mit
mehr als 500 Gästen in interkulturellen Austausch treten. Diese wichtige
Großveranstaltung hat sich zur Image- und Sympathieträg erin für die ge-
samte VHS entwickelt.
Beim dreiwöchigen Feriensprachkurs Deutsch als Fremdsprache begrüßt
die VHS jeweils im August ca. 50 bis 60 junge Leute aus bis zu 20 Nationen
in Münster; häufige Gäste sind Teilnehmende aus Münster s Partnerstädten.
Der Sprachkurs 2011 wird vom 1. bis 19. August stattfinden.
Weltweit kommunizieren: 19 Fremdsprachen im Angebot der VHS
Das Fremdsprachenangebot der Volkshochschule umfasst die groß en Welt-
und Verkehrssprachen, die Landessprachen der meisten Partn erstädte
Münsters sowie die der benachbarten Staaten.
Besonderes Kennzeichen des umfangreichen Angebotes ist auf allen Ni-
veaus der Sprachvermittlung die jeweilige Landeskunde, di e dazu beiträgt,
15
Land und Leute in ihrem kulturellen Selbstverständnis zu begreifen. Dazu
tragen auch besonders konzipierte Sprachstudienfahrten nach Frankreich
und England bei.
Wer wissen möchte, welcher Kurs dem individuellen Lernstan d entspricht,
erhält in regelmäßigen wöchentlichen Sprachberatungen sowie täglich zu
Beginn des Herbst- und Frühjahrssemesters eine Sprachber atung durch die
Fachleiterinnen und –leiter der jeweiligen Fremdsprach en. Für Deutsch als
Fremdsprache umfasst das Sprachberatungsangebot wegen erhe blicher
Nachfrage zwei Nachmittage in der Woche.
In vielen Sprachen kann auf international anerkannte Prüfungen vorberei-
tet werden, die fast alle an der Volkshochschule Münster abgelegt werden
können. Die Nachfrage steigt stetig. Immer mehr Tellneh mende nehmen an
den zweimal pro Jahr stattfindenden Prüfungen der Cambridge
University teil. Erstmalig wurden 2008 Cambridge-Business-Prüfun gen
durch die VHS Münster abgenommen, da nicht nur die he imischen Firmen,
sondern auch Ausbildungsstätten wie die Fachhochschule Bedarf ange-
meldet hatten.
Als Prüfungszentrum ist die VHS Münster für die (auch berufsbezogenen)
Europäischen Sprachenzertifikate vom A1 bis zum C1-Niveau des Ge-
meinsamen Europäischen Referenzrahmens für das Lernen un d Lehren von
Sprachen, sowie für die Schwedisch-Prüfung SWEDEX akkreditiert.
Auch für diese Prüfungen ist eine steigende Nachfrage zu verzeichnen.
Zusätzlich zu den Alphabetisierungskursen und den Deutsch als Fremdspra-
che-Kursen umfasst das Fremdsprachenangebot ca. 550 Kurse mit mehr
als 6 000 Teilnehmer/innen pro Studienjahr.
Mit seinem regelmäßigen Fortbildungsangebot für Kursleitende sichert
der Bereich die hohe Qualität seines Sprachangebots.
Cambridge ESOL Prüfungen als Schulprojekt wird fortgesetzt
Eine Kooperation zwischen dem Ministerium für Schule und Weiterbildung,
Cambridge ESOL (English for Speakers of Other Language s) und den Prü-
fungszentren (für das Münsterland nur Volkshochschule Münste r) ermöglicht
es Schülerinnen und Schülern seit dem Schuljahr 2004/2 005 Englischzertifi-
kate der Cambridge-Universität zu erwerben. Angeboten w erden Prüfungen
zu den Referenzniveaus B1 (PET), B2 (FCE) und C1 (CAE) des Gemeinsa-
men Europäischen Referenzrahmens.
An den ca. 45 Schulen in und um Münster werden im lauf enden Schuljahr
820 Schüler(innen) eines der drei Cambridge Zertifikate bei autorisierte n
Prüfer(innen) der VHS Münster ablegen.
In diesem Zusammenhang bereitet die Volkshochschule schulübe rgreifend
Münsteraner Realschüler(innen) auf die PET-Prüfung in einem schulexternen
Kurs vor, da dieses schulintern nicht geleistet werden kann.
16
Sprachkurse auf Bestellung: Ein Service (nicht nur) für die städtischen
Mitarbeitenden
Nachgefragt wurden bisher in diesem Bereich besonders die fachspezifische
Sprachfortbildung und hier vor allem die englische Spra che. So führte die
Volkshochschule Kurse bisher für Verkehrsüberwachende, für Veterinäre
und Veterinärinnen, für Schulsekretärinnen oder auch für Mitarbeitende von
Münster Marketing und vom Stadtmuseum durch.
Die Nachfrage von Münsteraner Firmen und Institutionen nimmt ab. Weiter-
hin erhalten aber internationale Austauschschüler(innen ) an Münsteraner
Gymnasien durch die VHS Deutschunterricht. Ähnliche Maßna hmen wird es
auch im nächsten Studienjahr geben.
2.1.5 Beruf und Wirtschaft
Der Fachbereich Beruf und Wirtschaft unterstützt mit sein em Angebot die
Persönlichkeitsentfaltung, erhöht die berufliche Mobilit ät und wirkt durch be-
rufliche Qualifizierung Arbeitslosigkeit entgegen.
Dies setzt voraus, dass der Einzelne sog. Schlüsselqualifikationen entwi-
ckeln kann, wie Abstraktions-, Kommunikations- und Lernverm ögen, Koope-
rationsbereitschaft, Kreativität und Sozialkompetenz.
Programmstruktur und Programmentwicklung
Die Programmentwicklung 2011/2012 erfolgte gemeinsam m it den Kurslei-
tenden unter Einbeziehung der Evaluation von Seminaren.
Die Qualifizierungsangebote stellen ein System zur Vermi ttlung von fachli-
chen und persönlichen Kompetenzen im Beruf dar. Der Fa chbereich Beruf
und Wirtschaft bietet für Buchführung, Business skills, NLP, Wirtschaft
und Kursleiterfortbildung die Vorbereitung auf zertifizierte Prüfungen an.
2011 werden die kaufmännischen Angebote zur Buchführung ("Bilanzen le-
sen und verstehen") erweitert, Kurse zur Büroorganisation werden zu
Kompaktkursen mit vier Themen umgestaltet, der Bereich Rhetorik u. a. mit
der Fa. Sprechwege aus Münster und Hamburg professionell ausgebaut.
Trainings unter dem Motto "Simplify your life", Anti-Str ess-Trainings, Praxis-
trainings für Assessmentcenter bei Bewerbungen, Deutsch im Beruf sowie
neue Lern- und Arbeitstechniken haben vor allem Anwendungscharakter.
Im Rahmen der Reihe "Münster gründet" bietet der Fachbereich im No-
vember wieder ca. acht Kurse an.
17
Bildungsberatung
Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit des Fachbereiches i st die Beratung Bil-
dungsinteressierter im Rahmen der Vergabe der Bildungssch ecks bzw. der
Bildungsprämie. Die damit verbundenen Beratungsgespräche haben gezeigt,
dass der Beratungsbedarf weiter wächst und Beratung in Z ukunft einen noch
größeren Arbeitsschwerpunkt in der Fachbereichsarbeit bild et. Die Bera-
tungszeit der Einzelberatung ist wegen der Komplexität d er Fragestellungen
von 30 auf 60 Minuten erhöht worden. Aktuell kann von ca . 400 Gesprächen
pro Jahr ausgegangen werden.
2.1.6 EDV und Medienbildung
Die Bildungsnachfrage nach EDV-Kursen hat im letzten Stu dienjahr wieder
leicht zugenommen, so dass die Kursauslastung gesteigert werden konn-
te. Das geplante Bildungsangebot im Fachbereich EDV i m Rahmen des
Weiterbildungsgesetzes wird sich deshalb auch im Umfang an den Planzah-
len des letzten Studienjahres orientieren und im inhal tlichen Aufbau an drei
Bereichen ausrichten:
• Basisqualifizierung im Bereich der Standardanwendungen und elekt-
ronischer Kommunikation,
• Fachqualifizierung mit berufsorientierter Ausrichtung und
• zielgruppenorientierte Bildungsangebote , die dafür Sorge tragen,
dass besondere Personengruppen wie Senior(inn)en, Schül er(innen)
nicht von der Teilhabe an der Informationsgesellschaft a bgekoppelt
werden.
EDV-Angebote zur Basisqualifizierung
Das Kernangebot im Bereich der Basisqualifizierung auf d en Gebieten der
EDV-Standardanwendungen , elektronische Kommunikation und Internet
wird ergänzt durch spezielle Schulungen und Workshops mit konkreten
Anwendungsbezügen für Ausbildung, Studium und Beruf.
Die Ausstattung eines der drei EDV-Räume mit iMacs als Ergebnis einer
bundesweiten Kooperation der Volkshochschulen mit Apple Deutsch-
land hat sich bewährt, obwohl die iMacs eine erhöhte technische Administra-
tion erfordern. Die Volkshochschule Münster konnte mit ei nem Angebot von
ca. 13 Kursen neue Zielgruppen ansprechen. Die Apple-Kurse werden auch
im kommenden Studienjahr ein fester Bestandteil bleiben.
Um der wachsenden Bedeutung von sozialen Netzen Rechnung zu tragen,
werden im kommenden Studienjahr Ku
rse ins Programm aufgenommen, die
einen Überblick über die Vielfalt und das Potenzial von Web 2.0-Diensten
wie Twitter, Xing, Facebook oder RSS geben und Möglichkeiten und Ge-
fahren im Umgang mit diesen Community-Portalen aufzeig en. Dieses The-
18
menfeld wird ergänzt durch Angebote „Der eigene Blog“ und „Das eigene
Wiki“ .
Berufliche EDV-Qualifizierungsangebote und Zertifikatskurse
In diesem Teilbereich geht es um die Vermittlung beruf lich verwertbarer und
praxisbezogener Qualifikationen in kaufmännischen EDV-Anwendungen ,
Netzwerken, Programmierung und multimedialen EDV-Anwendungen.
Wichtig ist den Teilnehmenden, abschlussbezogene Lehrgänge und Prü-
fungen zu absolvieren und anerkannte IT-Zertifikate zu erlangen, die auf
dem Arbeitsmarkt einen hohen Stellenwert haben.
Neben dem berufsbegleitenden Lehrgangssystem „PC-Systembetreuer“ wird
im kommenden Studienjahr das neue Lehrgangssystem „ CMS Online De-
signer - das Zertifikat zur professionellen Online-Te chnik!“ angeboten.
Das Ziel ist, die Absolventen auf den professionellen Ei nsatz der verschiede-
nen Online-Design-Konzepte - von statischen Websites bis hin zu Content
Management Systemen - basierend auf dynamischen serverseitigen
Scriptsprachen und Datenbanken - zu qualifizieren.
Weitere IT-Trends finden sich in Kursangebote zu „Virtuellen PCs“ oder zu
„Portablen Programmen auf dem USB-Stick - das Büro in der Tasche “.
Mit speziellen Angeboten mit der Dachmarke „VHS exklusiv“ sprechen wir
vornehmlich Mitarbeitende kleiner und mittelständische r Unternehmen an,
die sich zu Themen wie „Projektmanagement mit MS Proj ect“ oder „Aufbau
einer Unternehmensdatenbank mit Access“ fortbilden möchten.
Zielgruppenorientierte EDV-Angebote
Für das kommende Studienjahr sind insgesamt 25 Veranstal tungen für Seni-
oren geplant. Der EDV-Übungsnachmittag wird weiterhin einmal wöchent-
lich angeboten . Seniorenkurse in Stadtteilen finden ab dem kommenden
Studienjahr nur noch in Hiltrup in Kooperation mit d em Kinder-, Jugend- und
Begegnungshaus „37 Grad“ statt, da der PC-Raum im Jugendhaus Wuddi in
Kinderhaus aufgrund nachlassender Nachfrage aufgelöst w ird. Die Nutzung
alternativer EDV-Räume in Kinderhaus wird geprüft.
VHS-Angebote für Schulen
Innerhalb des Teilbereichs „ Junge VHS“ haben sich die EDV-Workshops
bewährt, die regelmäßig in den Schulferien durchgefüh rt werden, u. a. im
Sommer zur Videotechnik. Am stärksten werden Tastschreibtrainings mit
WORD von den Jugendlichen genutzt.
Bei den Lehrerfortbildungen werden besonders von Studienreferendaren
Prüfungen zur Erlangung der „e-card.nrw“ nachgefragt. Insgesamt haben
im vergangenen Studienjahr 60 (angehende) Lehrer/-in nen dieses Zertifikat
an der Volkshochschule Münster erworben.
19
Im Rahmen der Bildungspartnerschaft VHS und Schule wird die Koopera-
tion mit dem Kompetenzteam Münster in den Bereichen de r Lehrerfortbil-
dung und der Schülerqualifizierung fortgesetzt. Eine Neuauflage der Bro-
schüre zur Lehrerfortbildung des Amtes für Schule und Weiterbildung in 2011
ist geplant
VHS als Partnerin der städtischen IT-Fortbildung
Die Volkshochschule führt seit 2005 die städtischen IT-
Grundlagenschulungen durch. 2010 wurden insgesamt 49 Kurse mit 367
Unterrichtsstunden durchgeführt. An den IT-Fortbildunge n haben 468 städti-
sche Mitarbeitende teilgenommen. Zusätzlich erhält die VHS vermehrt An-
fragen einzelner Ämter nach maßgeschneiderten IT-Seminaren.
Im Rahmen der städtischen IT-Fortbildung führt die VHS in 2011 eine neue
Lernplattform ein, die von der citeq entwickelte internetbasierte Plat tform
„Projekt intern“ zur Kursvorbereitung und Kursnachbereitung. Im „Projekt
intern“ arbeiten die Schulungsteilnehmenden in Kursräu men mit den ent-
sprechenden Trainern zusammen. Dort stehen Lerninhalte, Kommunikations-
und Kooperationswerkzeuge zur Verfügung. Mit dem Einsat z von „Projekt
intern“ entspricht die VHS auch dem Wunsch der städtischen Mitarbeitenden
nach Innovationen als ein Ergebnis der im Frühjahr 2010 durchgeführten
Mitarbeiterbefragung zur städtischen Fortbildung .
Bürgerfunk
Am 29.9.2011 blicken Lokalfunk und Bürgerfunk auf 20 Jahre "on air" zu-
rück. Im Rahmen des VHS-Jahresthemas "Stadtgesellschaft" wird die Rol-
le des lokalen Rundfunks für Münster erörtert.
Der Bürgerfunk im lokalen Hörfunk dient nach den Bestim mungen des Lan-
desmediengesetzes NRW dazu, das lokale Informationsangebot zu ergän-
zen und den Erwerb von Medienkompetenz , insbesondere von Schülerin-
nen und Schülern, zu ermöglichen und damit auch zur gese llschaftlichen
Meinungsbildung beizutragen. Derzeit hat die Landesreg ierung NRW die
Konzeption eines Radioführerscheines für Jugendliche in Auftrag gege-
ben.
Zur Stärkung der Medienkompetenz müssen Personen, die im Bürgerfunk
senden wollen, an einem Qualifizierungsangebot teilne hmen. Dieses um-
fasst ein Bürgerfunk-Zertifikat mit Vermittlung allgemeiner rechtlicher und
medialer Kompetenzen sowie Schulungen zur Vermittlung spezieller Kennt-
nisse im Radio.
Im vergangenen Studienjahr haben ca. 30 Personen an einer Retestierung
für Teilnehmende mit Vorkenntnissen teilgenommen. Zwei Zertifikatskurse
für Teilnehmende ohne Vorkenntnisse konnten mit 17 Personen durchge-
führt werden, zwei weitere Retestierungen sind im ersten Halbjahr 2011 für
20
ca. 20 Personen vorgesehen.
Die Westfälische Blindenhörbücherei plant in Kooperation mit Einrichtun-
gen für Menschen mit Sehbehinderungen ein eigenes Sendeformat und wird
sich 2011 für den Bürgerfunk qualifizieren.
Schulungen mit Radio-Profis im Studienjahr 2010/11 förderten de n Erwerb
von fundierten journalistischen Kenntnissen. Spezielle thematische Projekte,
z. B. über Peter Paul Althaus (Schreibwerkstatt Zeilensch miede), Sprech-
und Moderationstraining, gebauter Beitrag und Intervi ew verfolständigten
das Angebot, das im Herbst 2011 fortgesetzt wird. Techni sche Schulungen
begleiteten ein Deutsch-Israelisches Austauschprojekt.
Derzeit arbeiten ca. ca. 8 bis 10 Gruppen monatlich im Studio der Volks-
hochschule. Die Zertifikatsteilnehmer ohne Vorkenntnisse kon nten in den
Produktionsablauf integriert werden.
Den Erwerb von Medienkompetenz/Radio von Schülerinnen un d Schülern
begleitete das VHS-Bürgerfunkstudio 2010 mit zwei Proje kten von Grund-
schulklassen („Kulturstrolche“) , im Juni erneut geplant. Hinzu kam 2010
ein Internet-Blog zum Festival "Halbstark" als methodisch neuer Ansatz zur
aktuellen Berichterstattung. Im Rahmen ihrer Richtlinie n fördert die Landes-
anstalt für Medien seit 2010 auch Jugendprojekte. Hier ist für 2011 eine Ko-
operation mit Cactus - Junges Theater geplant.
Das interkulturelle Jugendprojekt „Radio Mambo Jambo“ erhält 2011 im
Rahmen der entwicklungspolitischen Jugendarbeit ein halb jähriges Crosso-
ver-Medientraining im Bereich Video. Das Projekt in Koo peration mit dem
Bennohaus wird durch das IZZ, Deutscher Volkshochschulverban d, finan-
ziert. Ein weiteres Projekt wird anlässlich des Besuchs der ko ngolesischen
Theatergruppe Mutoto Chaud zum Thema HIV Positiv an münsterschen
Schulen in Kooperation mit der Aidshilfe Münster stattfinden.
2.1.7 Kulturelle Bildung (Kunst und Kultur)
Kulturelle Integration in die Kommune stärken
Kultur ist die geistige Lebensgrundlage der Menschen und öffentliches Gut.
Künstler(innen) und Kultureinrichtungen in Münster ge nießen eine hohe
Wertschätzung. Auch die Volkshochschule ist Teil einer kultur ell lebendigen
Kommune, die Kraft aus ihrer Vielfalt schöpft, und in der Kunst und Kultur
einen zentralen Platz einnehmen.
Kulturelle Bildung in der VHS ist nicht abgehoben, ak ademisch und komplex,
sondern offen, lebendig und auf das Wesentliche konzentr iert. Sie bietet
Kunst und Kultur, die in den Alltag der Menschen passen.
21
Die Statistik spiegelt die Angebotplanung in den acht S parten aus dem Früh-
jahr 2010 wider. Die Sparte Fotografie in der "fotof orum Akademie" wurde im
Verlauf des Jahres erheblich ausgeweitet.
Rückblick: Kulturelle Bildung 2010-11 in Zahlen
Angebot 2010/11
1. Literatur (Lesen und Schreiben)
2. Theater (Diskutieren und Spielen)
3. Musik
4. Tanz
5. Kunst (Vorträge, Seminare, Fahrten)
6. Kreativität (Malen, Zeichnen, Handwerken und Gestalten)
7. Fotografie
8. Film
Kurse
33
13
13
7
12
105
68
0
UStd .
330
453
292
88
85
1.604
674
0
Basisangebote und Projekte in der Planung 2011/12
In den o. g. Sparten sollen im kommenden Studienjah r Basisangebote und
neue innovative Inhalte und Methoden der Bildungsarbe it in (Kooperations-)
Projekten zur bürgerschaftlichen, standortbezogenen Entwicklung der
Kunst- und Kulturstadt Münster beitragen.
Zur Förderung der individuellen, kreativ-künstlerischen Entfaltung der
Persönlichkeit wird in fast allen Sparten ein gestuft st rukturiertes Weiterbil-
dungsangebot gemacht, welches die Vorkenntnisse und Lern wünsche der
Teilnehmenden berücksichtigt.
2011/12 sind zwei Projekte geplant, deren Arbeitsergebnisse dokumentiert
werden:
"Es weihnachtet sehr" wird den Weihnachtsmarkt 2011 im Aegidiimarkt in
literarischen Texten aus einer Schreibwerkstatt in Verbi ndung mit Zeichnun-
gen und Malerei aus einem Kunstkurs in einem Themenheft zusammenfas-
sen und der Öffentlichkeit vorstellen;
Einsendungen von Teilnehmenden an Veranstaltungen der fotoforum Aka-
demie werden herausragende Arbeiten in einer Wanderausstellung doku-
mentieren, die u. a. in der Volkshochschule, der Stadtb ücherei und beim fo-
toforum Festival 2012 gezeigt werden.
Das Jahresthema "Stadtgesellschaft" und das 65. Jubiläum der Neugrün-
dung der Volkshochschule Münster nach dem 2. Weltkrieg bie ten Anlass zu
künstlerischen Aktionen bestehender Kreativgruppen. Auch h ier sind im Ar-
beitsjahr 2011/12 zwei Projekte geplant:
22
Das tafereel Theater der Volkshochschule wird in Kooperation mit Bildungs-
partnern Aspekte des Jahresthemas auf seine Bühne bringen;
der VHS-Fotoclub Foto Forum Münster und weitere künstlerische Gruppie-
rungen werden Themen und Gegenstände aus der Geschichte der Volks-
hochschule kreativ gestalten und präsentieren.
Entwicklungstendenzen im Fachbereich Kulturelle Bildung
In den Sparten Literatur, Theater und Kreativität w erden Kooperationsprojek-
te spartenübergreifend sowohl fachbereichsintern als auch mit externen
Partnern initiiert.
Die Sparten Musik und Tanz stagnieren und werden nicht weiter ausge-
baut.
Die Sparte "Kunst" wird in ein fachbereichsübergreifendes Vortrags-, Se-
minar- und Fahrtenprogramm integriert.
Die Sparte Fotografie wird als "fotoforum Akademie" weiter ausgebaut und
professionalisiert.
2.1.8 Berufliche Qualifizierung und Vernetzung
Das Team des VHS-Fachbereichs „Berufliche Qualifizierung u nd Vernet-
zung" konzipiert, realisiert und vernetzt Projekte mit Ang eboten für Personen
in beruflich definierten Übergängen und spricht insbeso ndere Bürger- und
Bürgerinnen an, die von Arbeitslosigkeit bedroht oder betroffen sind.
Zentrale Handlungsfelder sind: „Betreuen und Versorgen “, „Alphabetisie-
rung/Grundbildung“, „Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit“, „Job-
coaching“ und „Älterwerden und Beruflichkeit“. Auftraggeber ist vorrangig die
Arbeitsgemeinschaft Münster, heute Jobcenter.
Zu den Leitmotiven der Arbeit gehören zum einen die V erbesserung von in-
dividueller Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit, die Steigerung von Beschäf-
tigungsaufnahme sowie zum anderen die Erhöhung des persö nlichen Bil-
dungsniveaus als Grundlage der Teilhabe an gesellschaftlichem Leben.
Beabsichtigt ist eine nachhaltig angelegte soziale und a rbeitsmarktliche In-
tegration der Angesprochenen gleichermaßen. In den Bli ck genommen wer-
den sowohl die persönlichen Ressourcen und Rahmenbedingu ngen der
AdressatInnen als auch die über den Einzelfall hinaus be deutsamen struktu-
rellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für ber ufliche und soziale
Integration. Der Fachbereich engagiert sich in der re gionalen (auch inner-
städtischen) Netzwerkbildung, aber auch fallbezogen für di e Verbesserung
von Erwerbschancen insbesondere für SGB II-Beziehende.
23
Der Bereich hat seinen im Herbst 2009 entwickelten Ansat z der Einzelbera-
tung ausbaut. Die Anzahl der durchgeführten Unterrichtsst unden im Weiter-
bildungsbereich wurde zugunsten der Einzelberatungsstund en reduziert.
Der beabsichtigte Strukturwandel weg von sog. „Maßnahmen für Arbeitslose“
hin zu einer über die individuelle Beratung gesteuerte n Weiterbildungsteil-
nahme ist vollzogen und zeigt Auswirkungen.
Vor Abschluss eines so genannten "Teilnahmevertrages" erhalt en Interes-
sierte eine umfassende Erstberatung, die sie i. d. R. je doch nicht zur Teil-
nahme verpflichtet. Die hohe Motivation der Teilnehmen den und ihre Freiwil-
ligkeit erklären den Erfolg der berufsorientierenden A ngebote des Fachbe-
reichs.
Standortbestimmung, Kompetenzbilanzierung, Perspektiverwe iterung, Kin-
derbetreuung, Entscheidungsfindung, Arbeitsmarkttraining , Lern- und Pro-
zessbereitschaft, Selbstvermarktungsstrategien und fachliche Anforderungen
ausgewählter Berufsausbildungen gehören zum Aufgabenfel d der berufli-
chen Qualifizierung und Vernetzung. Die Akquisition von betrieblichen Lern-
und Arbeitsfeldern und die Auseinandersetzung mit den im Rahmen von Be-
schäftigungsverhältnissen auftretenden Anforderungen kommen hinzu.
Die Förderung von Sprachkompetenzen und Allgemeinbildun g ergänzen die
Palette der Inhalte. Fach- und abschlussbezogene Qualifizierungen, wie z. B.
das Angebot „Hauswirtschaft als Beruf“ runden das Angebot ab.
Sowohl der quantitative Umfang der realisierten und e valuierten Weiterbil-
dungsangebote als auch die Qualität der einzelnen Angeb ote und des Pro-
jektmanagements konnten 2010 gesteigert und verbessert werden.
Der Kostendeckungsgrad der Angebote ist stabil und hoch.
Im Jahr 2011 wird der Bereic
h „Berufliche Qualifizierung und Vernetzung“
intensiv an der Weiterentwicklung seines Qualitätsmanageme ntsystems, der
Qualitätsentwicklung und – sicherung sowie der konzeptuelle n Vertiefung
und Vernetzung seiner Programmlinien arbeiten.
Diese richten sich insbesondere an arbeitslose Menschen übe r 50 Jahre und
an (allein-)erziehende Frauen im SGB II. Die Angebot e für Menschen mit
geringer Grundbildung und die abschlussbezogene Qualifi zierung zur Haus-
wirtschafterin laufen – natürlich ebenfalls weiterentwickelt – auch in 2011.
Die strukturelle Verankerung der Angebote in der regio nalen und überregio-
nalen Bildungslandschaft, im psychosozialen Netz und regio nalen Arbeits-
markt steht nach wie vor im Zielkatalog des Bereichs. Die ko operative Zu-
sammenarbeit mit dem Jobcenter wird fortgesetzt und weit erentwickelt. Dies
gilt insbesondere für das Handlungsfeld „Beratung, Wei terbildung, Jobcoa-
ching und Netzwerke wirksamer Hilfen für Alleinerziehende“.
24
2.2 Bildung auf Bestellung
Die VHS präsentiert sich als modernes Dienstleistungsunter nehmen und
Partnerin für maßgeschneiderte Qualifizierung für Firmen, Institutionen und
öffentliche Einrichtungen in unserer Region. Fünf der sieben Fachbereiche
der Volkshochschule Münster planen und organisieren “passgen aue“ Bil-
dungsangebote, die in Schulungsinhalten, -formen und – zeiten flexibel auf
die entsprechenden Bildungsbedürfnisse abgestimmt sind und als Inhouse-
schulung oder in den Räumen der VHS durchgeführt werden.
Die Volkshochschule unterstützt durch professionelle Weiterbildung das Wei-
terkommen von Mitarbeitenden in Betrieben , die sich beruflich und per-
sönlich fit machen wollen oder müssen, um so zum Erfolg i hres Unterneh-
mens beizutragen, denn qualifizierte Mitarbeitende sind das wichtigste
Potential für den nachhaltigen Erfolg von Unternehmen.
In diesem Rahmen bietet die VHS Münster von erfahrenen Dozenten durch-
geführte Seminare in den Bereichen:
• Sprach-Trainings & Interkulturelles Know-How
• EDV & Neue Medien
• Kommunikation & soziale Kompetenzen
• Gesundheit & Stressabbau
Die VHS bietet Trainings und Workshops für Firmen in Gr uppen- und Einzel-
unterricht an. Anfragen von kleinen und mittleren Bet rieben der Region
(KMU) beziehen sich besonders auf Fortbildungen im Spra chenbereich und
IT-Bereich und zu wichtigen beruflichen Schlüsselkompetenzen.
Die Fachbereichsleitenden planen auf Wunsch spezielle Angebote wie Kurse
zur Deutschen Gebärdensprache oder Medical English für Kra nkenhäuser
und beteiligen sich an der Planung und Durchführung von Fortbildungspro-
grammen, z. B. bei Großveranstaltungen in der Halle Mü nsterland (Lohnun-
ternehmertagung 2006, 2008 und 2010).
In der Fortbildung besonderer Zielgruppen, z. B. Migr antinnen, führt die VHS
für soziale Einrichtungen bedarfsgerechte Rhetorikkurse, Be werbungstrai-
nings oder Zukunftswerkstätten durch.
Der Fachbereich Gesundheit führt Rücken- und Ergonomieschulungen am
Arbeitsplatz durch und informiert über die „Gesunde Mit tagspause“. Die
Westfalen AG fragt derzeit Organisation und Durchführun g von Betriebs-
sportgruppen bei der VHS nach.
Für Jugendliche entfällt der größte Anteil der „Bildu ng auf Bestellung“ auf
Tastschreibtrainings in Kooperation mit Eltern und Schu len. Weil die gestie-
genen Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt zunehmend nach seriösen Qua-
25
lifikationsnachweisen verlangen, werden auf Nachfrage von Schulen Schü-
ler/innen durch die VHS auf den Erwerb von Sprachzertif ikaten in Englisch
und Spanisch vorbereitet, um ihre Startchancen in die B erufswelt zu verbes-
sern.
In der Volkshochschule erfolgt im Rahmen des Produkts „Bildung auf Bestel-
lung“ auch die Planung, Organisation und Durchführung der städtischen
Fortbildungsangebote für alle Mitarbeitende der Stadt unter der Leitung
von Dr. Susanne Eichler, Anke Wermelt für die städtische IT-Fortbildung und
Susanne Voigt (statistische Angaben s. u. 2.2.1).
Insgesamt leistet die VHS mit ihren maßgeschneiderten Qu alifizierungen
einen Beitrag zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen
und stärkt damit auch die wirtschaftliche Kraft der Kommune, denn berufliche
Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten ist längst auch ei n wichtiger Standort-
faktor.
2.3 Qualifizierung – Abschlüsse – Zertifikate
Die Volkshochschule führt zur beruflichen Fortbildung qual ifizierende Maß-
nahmen für Jugendliche und Erwachsene, in der Regel mi t anerkannten Zer-
tifikatsabschlüssen durch. Außerdem bietet sie Fortbildunge n für Kursleiten-
de an. Im kommenden Studienjahr werden folgende abschl ussbezogene
Qualifizierungen und Zertifikate angeboten.
1. Für Erwachsene
Fachbereich Gesellschaft, Politik, Geschichte
- Training interkultureller Kompetenzen, zum Beispiel im Rahmen des
Projektes „Vielfalt leben – Projekt zur Förderung inter kultureller Kom-
petenz (PIK) für Erzieher/innen der Städtischen Kindert ageseinrich-
tungen.
Fachbereich Erziehung, Familie, Älterwerden
- Lehrgang zum Erwerb des Zertifikates „Qualifizierte T agespflegeper-
son“ (Bundesverband für Kindertagespflege, TMQ-Zertifikat de s Lan-
desverbandes der Volkshochschulen in NRW).
- Zusatzqualifikationen für bereits tätige Tagesmütter in Absprache mit
dem Münsteraner Netzwerk für Kindertagespflege.
- Zweijährige berufsbegleitende Zusatzausbildung für da s Nationale
Montessori-Diplom der Deutschen Montessori-Gesellschaft.
- Zertifikat /Qualifizierung zum/zur Systemischen/systemischer F amili-
enberater/Familienberaterin /vhs-concept des Landesverba ndes der
Volkshochschulen Niedersachsen
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Fachbereich Gesundheit
- Grundausbildung Qi Gong mit Testat. Zweijährige ber ufsbegleitende
Fortbildung für Mediziner, Psychologen, Pädagogen. Inha lte sind Ba-
siswissen Qi Gong, Übungen, Grundlagen der Traditionel len Chinesi-
sche Medizin, Didaktik des Qi Gong.
Fachbereich Sprachen und Länder
- Telc-Zertifikate: Deutsch, Spanisch und Englisch (A1-C1) ,
- Zertifikat Deutsch (Niveaustufe B 1 des Gemeinsamen Eur opäischen
Referenzrahmens für Sprachenlernen und Sprachenlehren, GER),
- Goethe-Zertifikat C1 (Niveaustufe C1 des GER),
- Kleines bzw. Großes Deutsches Sprachdiplom des Goethe-In stituts
(Niveaustufe C 2 des GER),
- Cambridge Preliminary Test (PET), Niveaustufe B1
- Cambridge First Certificate in English (FCE), Niveaust ufe B2
- Cambridge Certificate in Advanced English (CAE), Ni veaustufe C1
- Cambridge Certificate of Proficiency (CPE), Niveaustufe C2
- Cambridge Business English Certificate Preliminary B1
- Cambridge Business English Certificate Vantage B2
- Cambridge Business English Certificate Higher C1
- Telc English for business purposes, Niveaustufe B1 und B2 )
- SWEDEX Schwedisch (Niveaustufe A2 und B1)
Fachbereich Beruf und Wirtschaft
Der Fachbereich Beruf und Wirtschaft bietet für die Bereiche Buchführung, Bu-
siness skills, NLP und Wirtschaft die Vorbereitung auf zertifizierte Prüfungen an.
- Xpert Personal Business Skills
- NLP-Practitioner
- Europäische Wirtschaftsführerschein
Fachbereich Medien und EDV
- Lehrgangssystem „PC-Systembetreuer/-in“
- Lehrgangssystem „CMS Online Designer - das Zertifikat zur professi-
onellen Online-Technik!“
- Europäischer ComputerPass Xpert
- Xpert Business, EDV Lohn und Gehalt
- e-card.nrw für Lehrerinnen und Lehrer
- Zertifikat Bürgerfunk der Landesanstalt für Medien
Lehrer(innen)fortbildungen in Kooperation mit dem Kompetenzteam
Fortbildungen für VHS-Kursleitende
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- Fortbildungen für Sprachkursleitende: sich fortbilden und sich weiter
qualifizieren
- FCE and CAE: Introduction to the Cambridge ESOL exa minations
- PET: Introduction to the Cambridge ESOL Examinatio n
- Einführung in die Alphabetisierungsarbeit. In Zusam menarbeit mit
dem Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung.
- Erwachsenenpädagogische Qualifikation, EPQ, im Koopera tionsver-
bund Münsterland
- Einzelveranstaltungen für Kursleitende in der Weiterb ildung
2. Für Jugendliche
- Europäischer ComputerPASS Xpert – ECP Basiszertifikat
- Europäischer ComputerPASS Xpert – ECP Modul: Textver arbeitung
- Europäischer ComputerPASS Xpert – ECP Xpert Master, Module: Ta-
bellenkalkulation und Präsentation
- Cambridge Preliminary Test (PET), Niveaustufe B1
- Cambridge First Certificate in English
- Cambridge Certificate in Advanced English
- Telc English Business Certificate B1 und B2
- Europäisches Zertifikat zur Berufsqualifikation (euZBQ )
- Xpert Basiszertifikat IT-Kompetenz
- Xpert Basiszertifikat Wirtschaftskompetenz
Anlagen
3.1 Anteile nach Produkten
3.2 Anteile nach Fachbereichen
3.3 Finanzierungsanteile im Jahresvergleich
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (2)
- Aegidiimarkt
- Kinderhaus
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0161/2011
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 09.03.2011
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37