0153/2026
Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus der Sitzung der BV Chorweiler am 02.09.2025 zum Thema "Situation um den Öffentlichen Personennahverkehr im Stadtbezirk Chorweiler" TOP 11.2.1
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Beantwortung e. mündl. Anfrage (BV)
4616 Zeichen
Dezernat, Dienststelle III/68/681/1 Vorlagen-Nummer 0153/2026 Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 29.01.2026 Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus der Sitzung der BV Chorweiler am 02.09.2025 zum Thema "Situation um den Öffentlichen Personennahverkehr im Stadtbezirk Chorweiler" TOP 11.2.1 Bezirksvertreter Herr Zimmermann aus der BV6 bittet um die Beantwortung folgender Fragen: Frage 1: „Wie bewertet die Verwaltung die Ignoranz als auch Verweigerung von „DB Re- gio“ und „go.Rheinland“ zur Lösung der S-Bahn-Problematik und welche Maßnahmen können seitens der Verwaltung neben den bereits bisher erfolgten Schritten zum Ein- wirken auf die Verkehrsverbände unternommen werden?“ Antwort der Verwaltung: Grundsätzlich ist zu sagen, dass go.Rheinland und der DB Regio sehr daran gelegen ist, Zug- ausfälle und Verspätungen zu minimieren und sie stetig an einer Reduzierung dieser arbeiten. Die Anzahl der Ausfälle auf der Chorweiler Schleife (siehe Vorlage-Nr. 0132/2026) ist in den letzten beiden Jahren gesunken. Der Trend von der immens hohen Ausfallquote im Jahr 2023 geht zurück, was u. a. den Bemühungen der DB dem Personalmangel – vor allem im Bereich der Fahrzeugführer*innen – entgegenzuwirken, zu verdanken ist. Aufgrund der bestehenden Rahmenbedingungen (immer noch zu knappe Ressourcen, Baustellen, Eingriffe von außen) stoßen diese Bemühungen jedoch weiterhin an Grenzen. Die Möglichkeiten einer Kommune auf den Betrieb der DB einzuwirken sind begrenzt, da die Zuständigkeit hier beim SPNV-Aufgabenträger go.Rheinland liegt. Dennoch hat die Verwal- tung letztes Jahr z.B. die Aufforderung von go.Rheinland zur Stellungnahme bzgl. des damals in Aufstellung befindlichen „Mobilitätsplans /SPNV-Plans 2025 des Zweckverbandes go.Rheinland“ genutzt und das Thema der Umfahrung der Chorweiler Schleife darin erneut angesprochen. Die Verwaltung hat in der Stellungnahme zum „Mobilitätsplan 2025“ (siehe An- lage 2, S.131 ff, bzw. S.132 unten) den inakzeptablen Zustand „des planmäßigen Nicht-Bedie- nens von Haltestellen“ bemängelt und empfohlen, dass die Pönalen, die in diesem Zusam- menhang von DB Regio gezahlt werden müssen, in Maßnahmen fließen sollte, „die geeignet sind, die Auswirkungen der von den Ausfällen betroffenen SPNV-Kund*innen zu mildern.“ Frage 2: „Wann ist seitens der KVB mit einer konkreten Umsetzung der geplanten Maß- nahmen zur Busnetzoptimierung im Stadtbezirk Chorweiler zu rechnen und an welcher Stelle stehen die Maßnahmen im Vergleich zu anderen Stadtbezirken auf der Prioritä- tenliste der KVB?“ Antwort der Verwaltung: Die Weiterverfolgung der vorgesehenen Busnetzoptimierung in Chorweiler ist vom künftigen 2 der KVB zur Verfügung stehenden Finanzrahmen abhängig. Aktuell wird diese Thematik von einem verwaltungsinternen Lenkungskreis unter Beteiligung von Verwaltung, Stadtwerke Köln GmbH und KVB sowie von einem politischen Begleitgremium bearbeitet. Dem politischen Be- gleitgremium gehören Mitglieder aller im Finanz- und Mobilitätsausschuss des Rates der Stadt Köln stimmberechtigt vertretenen Fraktionen an. Die Arbeitsergebnisse dieser Kommissionen werden den politischen Gremien der Stadt Köln zur Entscheidung vorgelegt. Weitere Informa- tionen hierzu können der Mitteilung an den Finanzausschuss 2158/2025 „Stadtwerke Köln GmbH – Ergebnissicherungskonzept“ entnommen werden. Nach erfolgreichem Abschluss des beschriebenen Prozesses, der nach derzeitigem Stand im 1. Halbjahr 2026 zu erwarten ist, wird die Frage der Weiterverfolgung der Busnetzoptimierung im Stadtbezirk Chorweiler beantwortet werden können. Bei den flächenbezogenen Angebotsoptimierungen im Busbereich steht der Bezirk Chorweiler nach wie vor auf Platz 1 der Prioritätenliste. Frage 3: „Sind vor der vollständigen Umsetzung bereits einzelne kurzfristige Verbesse- rungen wie dichtere Taktungen und neue Linienführungen möglich?“ Antwort der Verwaltung: Ohne eine belastbare Aussage zur künftigen finanziellen Ausgestaltung des der KVB zur Ver- fügung stehenden Finanzrahmens sind Angebotsänderungen, die zusätzliche Kosten verursa- chen, nicht umsetzbar. Frage 4: „Wie werden die Bürgerinnen und Bürger im Stadtbezirk über die Umsetzung und die anstehenden Umsetzungsschritte informiert?“ Antwort der Verwaltung: Sollte es zur geplanten Umstrukturierung des Busangebots in Chorweiler kommen, wird die KVB die Chorweiler Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld dieser Angebotsveränderung z.B. durch Medienarbeit informieren.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0153/2026
- Typ
- Beantwortung einer mündl. Anfrage (BV)
- Datum
- 23.01.2026
- Erstellt
- 16.01.2026 13:16