AN/1486/2023
Kulturförderung der Europäischen Union und Sicherung des kommunalen Förderanteils
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SPD Anfrage nach § 4
3529 Zeichen
An die Vorsitzende des Ausschusses Kunst und Kultur Frau Elfi Scho-Antwerpes Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 22.08.2023 AN/1486/2023 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Kunst und Kultur 29.08.2023 Kulturförderung der Europäischen Union und Sicherung des kommunalen Förderanteils Sehr geehrte Frau Vorsitzende, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die SPD-Fraktion bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung des Ausschusses Kunst und Kultur am 29.08.2023 zu setzen. Seit Jahren fördert die Europäische Union Kulturprojekte in den Mitgliedsstaaten und weiteren assoziierten Ländern. Zentrale Voraussetzungen für eine solche Förderung (Europäische Ko- operationsprojekte) sind neben den inhaltlichen/künstlerischen und kulturpolitischen Zielen vor allem: Das Kulturprojekt muss in Kooperation mit Partnern aus mindestens 3 teilnahmebe- rechtigten Ländern durchgeführt werden und Fördermittel setzen einen Eigenanteil von 20 – 40% voraus, der aus kommunalen und Landesmitteln und einer Eigenleistung des Projektträgers kofinanziert werden muss. Das Land NRW finanziert bei EU-Kulturprojekten einen Anteil über den Fördertopf der inter- nationalen Kooperationsförderung. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre scheint die Stadt Köln für sich keine Möglichkeit zu sehen, einen kommunalen Anteil zu realisieren. Eine Anfrage bei der Kämmerei hat diese Linie jedenfalls bestätigt. Auch scheint es seitens der Stadt keine Initiative zu geben, einen geson- derten Fördertopf im Haushaltsplan zu verankern, der die Beteiligung der Stadt ermöglicht. Lediglich über den Entwicklungsfond „Internationale Kooperationen“ erfolgt eine Kofinanzie- rung der Kosten, die de n Initiativen bis zur Antragstellung entstehen. Selbst diese Anbah- nungsfinanzierung erfordert zudem einen Eigenanteil. - 2 - De facto bedeutet dies, dass es seitens der Stadt kein dezidiertes Interesse für ein auf euro- päischer Ebene angesiedeltes Kulturprojekt aus der freien Szene gibt. Vor diesem Hintergrund stellt die SPD-Fraktion folgende Fragen: 1. Wie beurteilt die Stadt die Anstrengungen der freien Kunst- und Kulturszene, eine Koope- ration auf europäischer Ebene einzugehen und damit auch den internationalen Blick in der Kultur zu erweitern? 2. Gibt es inhaltliche Gründe, warum die Stadt die finanzielle Beteiligung an entsprechen- den Projekten zur Sicherung des kommunalen Anteils ablehnt? 3. Ist die Stadt sich der potenziellen kulturpolitischen Bedeutung solcher Projekte für die Förderung der Internationalität der Stadt bewusst und beabsichtigt sie, diese Aspekte in ihre strategische Planung einzubeziehen? 4. T eilt die Stadt die Auffassung, dass es auch aus ökonomischen Gründen wertvoll ist, durch einen relativ überschaubaren kommunalen Anteil deutlich mehr finanzielle Res- sourcen aus der EU zu akquirieren? 5. Wäre eine Stadt wie Köln nicht gut beraten, einen ämterübergreifenden Haushaltsansatz für entsprechende Projekte einzurichten und damit die möglichen Antragsteller bei der besonderen Mühe, die sie sich machen müssen, um die Antragsbedingungen zu erfüllen, konstruktiv zu begleiten? Mit freundlichen Grüßen gez. Christian Joisten SPD-Fraktionsvorsitzender
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1486/2023
- Typ
- SPD Anfrage nach § 4
- Datum
- 22.08.2023
- Erstellt
- 22.08.2023 09:43