Mandari Insight

SPOA/029/2025

Anfrage der Ratsfraktion DIE LINKE zur Sitzung des Sportausschusses am 14.05.2025: Aufarbeitung von NS-Zwangsarbeit auf Düsseldorfer Sportanlagen

Anfrage Die Linke 05.05.2025

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Sportausschuss, Sitzung am 14.05.2025, TOP 4.1

Anfrage

· application/pdf

Ansehen

Anfrage

3198 Zeichen

SPOA/029/2025 
 
 
 X  öffentlich      nicht öffentlich  
Düsseldorf, 30.04.2025 
An den Vorsitzenden  
des Sportausschusses 
Herrn Burkhard Albes 
 
Anfrage der Ratsfraktion DIE LINKE. Düsseldorf zur Sitzung des SPOA 
am 14.05.2025 
 
Betrifft: 
Anfrage der Ratsfraktion DIE LINKE zur Sitzung des Sportausschusses am 
14.05.2025: Aufarbeitung von NS-Zwangsarbeit auf Düsseldorfer Sportanlagen 
Sehr geehrter Herr Vorsitzender, 
 
zur Sitzung des Sportausschusses am 14.05.2025 stellt DIE LINKE. Ratsfraktion 
Düsseldorf folgende Anfrage: 
 
Insgesamt wurden zwischen 1933 und 1945 über 26 Millionen Menschen von den 
Nazis als Zwangsarbeiter:innen ausgebeutet. Viele von ihnen überlebten die 
menschenunwürdigen Haftbedingungen, Misshandlungen und die Schwerstarbeit 
nicht. Die NS-Zwangsarbeit diente dabei auch der Unterdrückung und gezielten 
physischen Vernichtung von Häftlingen, die gemäß der NS-Ideologie als 
„minderwertig“ galten. Darunter Jüd:innen, Sinti:zze und Rom:nja, sowjetische 
und osteuropäische Kriegsgefangene und Zivilist:innen, politische Gegner:innen, 
Homosexuelle und viele mehr. 
 
Zur Unterbringung der Zwangsarbeiter:innen wurden unter anderem auch 
Trainings- und Sportplätze genutzt. Vor allem Fußballplätze wurden bundesweit 
zu Zwangsarbeiter:innenlagern umfunktioniert. Die Rolle von Sportplätzen als 
NS-Zwangsarbeitslager ist in der Geschichtswissenschaft und der 
gesellschaftlichen Aufarbeitung der NS-Zeit bisher unzureichend aufgearbeitet. 
Das Forschungs- und Bildungsprojekt „Von einem Ort des Jubels zu einem Ort 
des Unrechts – NS- Zwangsarbeitslager auf Fußball- und Sportplätzen“ aus 
Osnabrück leistete einen Beitrag zur Schließung dieser Lücke und identifizierte 
bundesweit in Form einer interaktiven Online-Karte zahlreiche Sportanlagen, die 
als NS-Zwangsarbeitslager genutzt wurden, so auch in Düsseldorf.1 
 
 
 
 
                                        
1 Orte des Jubels - Orte des Unrechts

Seite 2 
 
Im Zeichen einer angemessenen städtischen Erinnerungskultur hält DIE LINKE 
Ratsfraktion eine weitere Aufarbeitung der bisher wenig beachteten NS-
Vergangenheit von Düsseldorfer Sportanlagen und das öffentliche Gedenken an 
die Opfer der NS-Zwangsarbeit für dringend geboten. 
 
  
 
Deshalb fragt DIE LINKE Ratsfraktion Düsseldorf: 
 
1. Welche Informationen sind der Verwaltung über Düsseldorfer 
Sportanlagen bekannt, die zur Zeit der nationalsozialistischen 
Herrschaft als Zwangsarbeitslager genutzt wurden 
(beispielsweise Zahl und Herkunft der Häftlinge, 
Haftbedingungen, Funktion der Zwangsarbeit, etc.)? 
 
2. Welche Maßnahmen ergreift die Verwaltung, um die Rolle von 
lokalen Sportvereinen und die Nutzung von Sportplätzen als 
Zwangsarbeitslager im Nationalsozialismus aufzuarbeiten? 
 
3. Welche Maßnahmen und Projekte wurden bisher unternommen 
oder sind geplant, um NS-Zwangsarbeiter:innen auf Düsseldorfer 
Sportplätzen öffentlich zu gedenken, Zeitzeug:innen einzubinden 
und die Rolle von lokalen Sportvereinen im Nationalsozialismus 
öffentlich zu thematisieren? 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
Lukas Bartzsch                 Kea Detmers                                          Robin Bitter 
 
 
 
 
f.d.R. Sönke Voigt

Beratungsverlauf (1)

14.05.2025 Sportausschuss
TOP 4.1 - Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
SPOA/029/2025
Typ
Anfrage Die Linke
Datum
05.05.2025
Erstellt
30.04.2025 15:28