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AN/1073/2019

Digitalisierung und Umweltbildung: QR-Code statt Infotafel?

FDP/KSG Anfrage nach § 4 13.08.2019

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 12.09.2019, TOP 1.8

FDP Anfrage nach § 4

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FDP Anfrage nach § 4

4592 Zeichen

www.FDP-Koeln.de 
 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
An den Vorsitzenden Ausschusses 
Umwelt und Grün 
Herrn Rafael Christof Struwe 
 
 
 
Rathaus · 50667 Köln  
Fon 0221. 221-23830 
Fax 0221. 221-23833 
fdp-fraktion@stadt-koeln.de 
www.fdp-koeln.de 
 
 
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 13.08.2019 
AN/1073/2019 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Ausschuss für Umwelt und Grün 12.09.2019 
 
Digitalisierung und Umweltbildung: QR-Code statt Infotafel? 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
sehr geehrter Herr Vorsitzender, 
 
die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tages-
ordnung der kommenden Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Grün zu setzen. 
 
Die Vermittlung von Wissen und Erfahrung von Natur und Umwelt ist unabdingbar für 
Natur- und Umweltschutz (UNO-Nachhaltigkeitsziel 4).  
 
Die Stadtverwaltung hat in der Vergangenheit immer wieder durch Informationstafeln 
auf den ökologischen Wert von Flächen hingewiesen. Die Tafeln sind relativ teuer in 
der Herstellung und werden sehr oft vandalisiert. Das Thema wird immer wieder vor 
allem in Bezirksvertretungen thematisiert. 
 
Das Projekt CUbIK am geographischen Institut der Universität Köln schlägt nun ein-
drucksvoll vor, Umweltbildung in der Fläche mit QR-Codes und hinterlegter, über 
mobile Endgeräte erreichbarer Information statt mit Informationstafeln durchzuführen. 
Die Informationsangebote können audiovisuell und interaktiv gestaltet und damit 
wirksamer werden. Ständige Aktualisierungen und Gamification sind möglich. Poke-
mon-Go und Geocaching zeigen, wie Menschen in der Natur aktiviert werden kö n-
nen. Ziel sollte es sein, das für Umweltbildung nutzbar zu machen. Einige - nicht alle 
- private geo-caches in Köln aber auch das Geocaching-Angebot des botanischen 
Gartens Oldenburg zeigen, dass das geht.  
 
Das Projekt CUbIK wurde auf einer Veranstaltung des Grünflächenamtes der Stadt 
am 4. August 2019 an der Plettenberger Straße im Stadtbezirk Kalk vorgestellt.  
FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

- 2 - 
www.FDP-Koeln.de 
 
Wir fragen daher die Verwaltung: 
 
- Unterstützung der Umweltbildung von ausgebildeten Pädagogen 
Ein sehr großer Teil der Schülerinnen und Schüler in Köln verfügen über eigene 
mobile Endgeräte und sind sehr oft sehr affin zu digitalen Angeboten. Inwieweit 
könnten QR-Codes und dahinter liegende Angebote die Umweltpädagogen und -
pädagoginnen der Stadt, die Lehrerinnen und Lehrer an Schulen in Köln bei Aus-
flügen und außerschulischem Lernen in der Natur unterstützen? Inwieweit gibt es 
bereits Projektideen aus Schulamt, Jugendamt, Umweltamt oder anderen Berei-
chen der Stadt oder der von ihr beherrschten Unternehmen in diese Richtung? 
Sind Initiativen außerhalb der Stadtverwaltung in diese Richtung bekannt? 
 
-  Unterstützung der Umweltbildung ohne ausgebildeten Pädagogen 
Inwieweit sieht die Stadt Akzeptanz und Interesse für QR-gestützte virtuelle An-
gebote, um Menschen der Wert von Naturschutz- und FFH-Gebieten in Köln bei 
der Naherholung zu vermitteln? Inwieweit ist vorstellbar, dass solche Angebote 
auch geeignet sein könnten, bei Konflikten rund um das Thema „Hundefreilauf“ zu 
helfen? 
 
- Technische Realisierbarkeit 
Wie beurteilt die Stadtverwaltung die Möglichkeit, QR-Codes gut erkennbar (ggf. 
auch digital über Google-Maps o.ä. auffindbar) witterungsbeständig in der Natur 
zu platzieren und wie beurteilt die Verwaltung hier das Risiko des Vandalismus? 
 
- Kosten 
Inwieweit kann aus dem laufenden Projekt der Universität abgeschätzt werden, 
wie hoch die Kosten solcher Angebote sein könnten: a) bezüglich witterungsbe-
ständiger QR-Codes und b) bezüglich der Erstellung von Inhalten. Kann die Ve r-
waltung z. B. am Beispiel eines Bereiches in Köln, der umweltpädagogisch ge-
nutzt wird (z. B. Gremberger Wäldchen) oder eines Naturschutzgebietes, das 
stark zur Naherholung genutzt wird (z.B. NSG Worringen/Langel), darstellen, wel-
cher Aufwand in Geld und Zeit notwendig wäre, um ein von städtischen Umwelt-
pädagogen als sinnvoll angesehenes Angebot zu erstellen? 
 
- Strategie 
Umweltbildung ist immer notwendiger. Inwieweit sieht die Stadt in der Digitalisi e-
rung die Zukunft der Umweltbildung im Aussenbereich und welche Vorschläge 
kann die Verwaltung dem Rat und seinen zuständigen Ausschüssen machen, um 
das über die nächsten 8 Jahre in Köln in allen Stadtbezirken zu implementieren? 
 
 
Mit freundlichen Grüßen, 
 
 
gez. 
Ulrich Breite       Rolf Albach 
Fraktionsgeschäftsführer     Umweltpolitischer Sprecher

Beratungsverlauf (1)

12.09.2019 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 1.8 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/1073/2019
Typ
FDP/KSG Anfrage nach § 4
Datum
13.08.2019
Erstellt
09.08.2019 11:17