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1287/2018

Tagung der Kölner Hochschulen und Vertretern der Wirtschaft mit Vertretern der Hochschulen der Kölner Partnerstädte

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 23.04.2018

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Nächste Beratung: Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales, Sitzung am 23.04.2018

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

6777 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
OB/OB/5 
 
Vorlagen-Nummer 23.04.2018 
 1287/2018 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 23.04.2018 
 
Tagung der Kölner Hochschulen und Vertretern der Wirtschaft mit Vertretern der Hochschulen 
der Kölner Partnerstädte 
 
hier: Beantwortung der Anfrage der CDU-Fraktion vom 12.03.2018 (AN/0404/2018) 
Am 12.03.2018 hat die CDU-Fraktion folgende Anfrage an die Verwaltung gestellt: 
Für Köln ist es Verpflichtung und Anspruch, die Kontakte mit seinen 23 Partnerstädten zu pflegen und 
fortzuentwickeln. Mit einigen Städten bestehen langfristige Verbindungen, und andere Partnerstädte 
sind neu hinzugekommen. Insofern muss es gelingen, diese Partnerschaften durch weitere Aktivitäten 
zu beleben. Köln, als ein wichtiger Wirtschafts - und Hochschulstandort (mit 18 Hochschulen), sollte 
mit der Wirtschaft und den Hochschulen in den Partnerstädten kooperieren und gemeinsame Fo r-
schungsprojekte entwickeln.   
Denkbar wäre eine wissenschaftliche Tagung, die einen Austausch über bestehende Ko nzepte und 
kommunale Aktivitäten ermöglicht. Ziel müsste sein, eine Vision für die anstehe nden technischen und 
sozialen Herausforderungen zu entwickeln und zu versuchen,  sie in der jeweiligen Kommune real i-
tätsbezogen umzusetzen.  
Kommunen sind geprägt durch ihre jeweilige wirtschaftliche, politische, kulturelle Situation, und der 
demographische und klimatische Wandel zwingt zu verändertem Handeln.  
Kommunen werden in der Globalen Welt mit ähnlichen Fragen konfrontiert – (Infrastruktur, kulturelle 
und Bildungsangebote, Wohnungssituation, Versorgung Benachteiligter, Mobilität, Umwelt und Grün) 
– und es gibt unterschiedliche Lösungsansätze. 
Dies wird besonders bei der Betrachtung unserer Patenschafts -Kommunen aus Industrieländern, aus 
Schwellenländern sowie Mega -Metropolen wie der Großraum Peking mit mehr als 20 Mio. Einwo h-
nern und Städten mit weniger als 1 Mio. Einwohner deutlich. 
 
Vor dem geschilderten Hintergrund fragen wir:    
 
1. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, im Rahmen der Städtepartnerschaften eine (z. 
B. 2 Tage dauernde) Tagung unter der Schirmherrschaft der Oberbürgermeisterin mit Vertre-
tern der Kölner Hochschulen und der Wirtschaft und Vertretern der Hochschulen der 23 Part-
nerstädte in Köln durchzuführen? 
2. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, dass eine solche Tagung aufgrund bestehender 
personeller Engpässe in der Verwaltung durch eine Arbeitsgruppe - aus Vertretern von Politik, 
Hochschule, Wirtschaft und Verwaltung - organisiert wird? 
3. Inwieweit könnten Haushaltsmittel für Organisations- und Bewirtungskosten von maximal 
40.000 Euro für eine solche Veranstaltung bereit gestellt werden, wenn - wie bei wissenschaft-
lichen Tagungen üblich - die Ausgaben für Anreise und Übernachtung von den Teilnehmern 
der Partnerstädte übernommen und weitere Finanzmittel bei Sponsoren eingeworben werden?

2 
 
4. Wie könnte sichergestellt werden, dass die Tagungsergebnisse der Öffentlichkeit verfügbar 
gemacht werden? 
 
Die Verwaltung beantwortet diese Anfrage wie folgt: 
 
Die Kölner Hochschulen sind wie die Stadt Köln vielfach international vernetzt. Anknüpfungspunkte 
für Kooperationen beruhen in der Regel auf den spezifischen Forschungsschwerpunkten oder werden 
über internationale Forschungsprogramme angestoßen.  
 
UAS7 German Universities of Applied Sciences steht z.B. für den Zusammenschluss von sieben for-
schungsorientierten deutschen Fachhochschulen mit starker internationaler Ausrichtung. Der Ver-
bund, zu dem auch die TH Köln gehört, hat seine Geschäftsstelle in Berlin und verfügt über Büros in 
New York und Sao Paulo. Die China-NRW University Alliance ist ein Zusammenschluss aus fünf 
nordrhein-westfälischen Universitäten. Sie verfolgt das Ziel, gemeinsam die Beziehungen zu China 
und seinen Universitäten aktiv zu formen und zu verstärken. Zur Alliance gehören: Universität zu 
Köln, TH Köln, sowie die Uni Münster, Dortmund, Wuppertal. Die Universität zu Köln verfügt über ein 
Verbindungsbüro in Peking. 
 
Die internationalen Kooperationen und Partnerschaften der Kölner Hochschulen folgen somit eigenen 
Kriterien und Prioritäten und richten sich nicht per se an der Liste der 22 internationalen Städtepart-
nerschaften der Stadt Köln aus. Das gilt im Übrigen auch für die Zusammenarbeit der Stadt Köln mit 
europäischen und internationalen Hochschulen im Rahmen von EU-Projekten, insbesondere bei Pro-
jekten, die aus dem EU-Forschungsrahmenprogramm HORIZON 2020 gefördert werden. Auch hier 
stehen die Forschungs-und Projektthemen im Fokus und nicht der städtepartnerschaftliche Bezug. 
 
Wo es in Bezug auf die 22 internationalen Städtepartnerschaften gemeinsame Interessen gibt, koope-
rieren die Stadt Köln und die Kölner Hochschulen bereits. So begleiten Vertreterinnen und Vertreter 
Kölner Hochschulen zum Beispiel regelmäßig die Oberbürgermeisterin bei Reisen in Kölner Partner-
städte. Diese Kooperationen sind naturgemäß bilateral begründet und in Bezug auf die Gesamtzahl 
der 22 internationalen Partnerstädte selektiv.  
 
Hinzu kommt, dass die 22 internationalen Partnerstädte ihrerseits international jeweils andere Priori-
täten verfolgen als die Stadt Köln. Reziproke Beziehungen gibt es lediglich im Rahmen der Ringpart-
nerschaft, die 1958, also vor 60 Jahren, zwischen Köln, Esch-sur-Alzette, Lille, Lüttich und Turin ge-
gründet wurde. Diese Ringpartnerschaft könnte - zumindest aus städtischer Sicht - ein Anknüpfungs-
punkt für einen anzustrebenden Kooperationsverbund zwischen den sechs europäischen Städten, 
den dort angesiedelten Hochschulen und der lokalen Wirtschaft sein. 
 
Zu den Fragen im Einzelnen: 
 
ad 1: Grundsätzlich denkbar wäre eine solche Tagung aus Sicht der Verwaltung im Rahmen der 
Ringpartnerschaft. Ob und inwieweit auch bei den fünf Ringpartnerstädten sowie den jeweiligen 
Hochschulen und der lokalen Wirtschaft Interesse an einer solchen Tagung besteht, wird die Verwal-
tung auf Grundlage eines noch zu entwickelnden Konzepts sowie in Abstimmung mit den Kölner 
Hochschulen und Kammern eruieren. 
 
ad 2: Eine solche Tagung ließe sich nur in einer Arbeitsgruppe realisieren, die Vertreterinnen und 
Vertreter der Hochschulen und der Wirtschaft mit einschließt.  
 
ad 3: Aus laufenden Haushaltsmitteln ist eine solche Tagung nicht zu finanzieren.  
 
ad 4: Entsprechend Finanzmittel vorausgesetzt, können die Tagungsergebnisse – wie bei solchen 
Tagungen üblich - in Form einer entweder Englisch- oder mehrsprachigen Dokumentation über die 
Verteiler der beteiligten Institutionen der Öffentlichkeit verfügbar gemacht werden. 
gez. Reker

Beratungsverlauf (1)

23.04.2018 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales
Entscheidung Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

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Details

Aktenzeichen
1287/2018
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
23.04.2018
Erstellt
19.04.2018 12:51