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V/0625/2010

Sachstandsbericht Verkehrsentwicklungsplan Münster 2025 hier: Expertise "Mobilität Münster/Münsterland 2050"

Vorlagen 23.08.2010

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Anlage 1: Kurzfassung_Mobilität Münster 2050_20-08-10

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Ansehen

Berichtsvorlage

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Ansehen

Anlage 1: Kurzfassung_Mobilität Münster 2050_20-08-10

32433 Zeichen

www.LK-argus.de
Bericht 
Expertise „Mobilität Münster / 
Münsterland 2050“ 
 
 
Juli 2010 
 
LK Argus Kassel GmbH 
wissenschaftliche Begleitung 
Difu GmbH

Stadt Münster 
Expertise „Mobilität Münster / Münster-
land 2050“ 
Bericht Juli 2010 
Auftraggeber 
Stadt Münster 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung,  
Verkehrsplanung 
48127 Münster 
www.muenster.de/stadt/stadtplanung
 
Auftragnehmer 
LK Argus Kassel GmbH 
Ludwig-Erhard-Straße 8 
D-34131 Kassel  
Tel. 0561.31 09 72 80 
Fax 0561.31 09 72 89 
kassel@LK-argus.de 
www.LK-argus.de 
 
Bearbeitung : 
Dipl. Ing. Antje Janßen 
Dipl. Ing. Michael Volpert 
Nicole Löffler 
wissenschaftliche Begleitung: 
Deutsches Institut für Urbanistik 
GmbH (Difu) 
Zimmerstraße 13 - 15 
D-10969 Berlin 
Tel. 030.39 001-0 
Fax: 030.39 001-100  
difu@difu.de 
www.difu.de 
 
Dipl. Volkswirt Tilman Bracher 
 
Kassel, 16. Juli 2010

Stadt Münster 
Mobilität Münster / 
Münsterland 2050 
Juli 2010 
Kurzfassung 
I 
0 Kurzfassung 
Der Verkehrsentwicklungsplan Münster 2025 soll vor dem Hintergrund langer 
Planungsvorläufe sowie einer langen Nutzungsdauer und Wirkung verkehrlicher 
Infrastrukturprojekte verkehrliche Entwicklungen auch über das Jahr 2025 hin-
aus berücksichtigen. 
Diese Langfristbetrachtung ist wichtig, da die vorliegenden Daten zur Bevölke-
rungsentwicklung darauf hinweisen, dass die Wirkungen des demografischen 
Wandels in der Stadt Münster insbesondere nach 2025 deutlich spürbar aus-
fallen werden. 
Die vorliegende Expertise stellt - auf der Grundlage des Kenntnisstandes zu 
den langfristigen strukturellen und verkehrlichen Entwicklungen in Deutschland 
- mögliche Entwicklungslinien des Verkehrsgeschehens in der Stadt Münster 
bis zum Jahr 2050 unter Berücksichtigung der spezifischen Münsteraner Situa-
tion dar. Diese ist geprägt durch 
● die Lage Münsters als solitäres Oberzentrum mit ca. 1,3 Mio. Bewohnern im 
Umland und das dadurch geprägte Verkehrsgeschehen, 
● den für Münster und das Münsterland zu erwartenden spezifischen demo-
graphischen Wandel und 
● den herausragend hohen Radverkehrsanteil in der Stadt Münster. 
Strukturelle und verkehrliche Entwicklung in Deutschland 
Die in vorliegenden Studien untersuchten Einflussgrößen auf die zukünftige 
Mobilitätsentwicklung sind 
● Entwicklung der Bevölkerung, mit demografischer und räumlicher Differen-
zierung 
● gesamtwirtschaftliche Entwicklung, Erwerbstätigenentwicklung und Einkom-
mensentwicklung, Einkommensverteilung 
● Mobilitätsausgaben 
● Preise des Verkehrs 
● Entwicklungen der Mobilitätsfaktoren, insbesondere der Senioren 
Alle aktuelleren Studien zur Verkehrsentwicklung in Deutschland besagen, dass 
die Bevölkerung Deutschlands insgesamt mehr oder weniger schrumpfen wird1. 
                                                      
1  dabei gibt es durchaus regionale Unterschiede zwischen noch wachsenden und 
schrumpfenden Regionen

Stadt Münster 
Mobilität Münster / 
Münsterland 2050 
Juli 2010 
Kurzfassung 
II 
Über die langfristige Entwicklung weiterer wichtiger Einflussparameter, wie die 
Einkommensentwicklung und die Kosten des Verkehrs besteht weniger Einheit-
lichkeit. Hiervon abhängig bestehen auch deutliche Unterschiede in der Prog-
nose der zukünftigen Verkehrsleistung, die eng mit dem Wirtschaftswachstum 
verbunden ist. Unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Lage wird tendenziell 
eher davon ausgegangen, dass die Verkehrsleistung im Personenverkehr zu-
rückgeht. 
Der Frage einer veränderten Altersmobilität wird in einigen Studien mit unter-
schiedlichen Modellansätzen nachgegangen. Deutlich wird, dass in dieser  
Altersgruppe zukünftig stärker differenziert werden muss. Zum einen gibt es die 
rüstig-aktiven Senioren, z.T. auch mit längerer Berufstätigkeit, für die ein wach-
sendes Verkehrsaufkommen festzustellen ist, zum anderen nimmt die Anzahl 
der Hochbetagten mit einer deutlich eingeschränkten Mobilität zu. 
Eine wesentliche offene Fragestellung ist die Stabilität von Verhaltenskenn-
ziffern für verhaltenshomogene Gruppen bei gleichen Rahmenbedingungen.  
Auch technische Innovationen, wie z.B. Informations- und kommunikations-
technologische Anwendungen oder alternative Antriebsformen beeinflussen die 
Entwicklung des Verkehrsgeschehens. In die bestehenden Studien sind diese 
nicht eingeflossen, da bisher keine quantifizierbaren Trends abgeleitet werden 
können. 
Die Ausgangssituation in der Stadt Münster und im Münsterland 
Grundlage der Betrachtungen für die Stadt Münster und das Münsterland ist die 
heutige Bevölkerungsstruktur (Basisjahr 2005), das heutige Mobilitätsverhalten 
sowie die Entwicklungen in den letzten 25 Jahren. Für differenziert fortschreib-
bare Daten wird die Stadt Münster hierzu in die Innenstadt und Außenstadtteile 
untergliedert, die Gemeinden in den Münsterlandkreisen werden nach ihrer 
Nähe zu Münster und den ÖPNV-Qualitäten unterschieden.  
Wesentliche Aspekte der Ausgangssituation und der bisherigen Entwicklungen 
in der Bevölkerungsstruktur sind: 
● Im Jahr 2005 betrug die wohnberechtigte Bevölkerung2 der Stadt Münster 
etwa 280.000 Einwohner. Knapp 20% davon lebten in der Innenstadt.  
Die Bevölkerung nimmt seit 1980 kontinuierlich leicht zu. Der Gesamtzu-
wachs zwischen 1980 und 2005 beträgt 3,4%. Ein deutlicheres Wachstum 
ist seit 2005 zu beobachten. In der Innenstadt war die Einwohnerentwick-
lung bis 2005 rückläufig, seit 2007 besteht auch hier eine wieder leicht an-
steigende Bevölkerungszahl. 
                                                     
 
2  Die wohnberechtigte Bevölkerung umfasst alle Personen mit Haupt- oder Neben-
wohnung in der Gemeinde. Fortgeschriebene Datengrundlage für die Berechnung 
der wohnberechtigten Bevölkerung ist die Volkszählung von 1987.

Stadt Münster 
Mobilität Münster / 
Münsterland 2050 
Juli 2010 
Kurzfassung 
III 
● 16% der Bevölkerung in der Stadt Münster ist unter 18 Jahren alt, die „jun-
gen Erwachsenen“ (bis 24 Jahre) haben einen Anteil von 12%. Die 25 - 44 
jährigen bilden mit knapp einem Drittel der Gesamtbevölkerung die größte 
Bevölkerungsgruppe, gefolgt von den 45 - 64 jährigen mit 22%. Die ältere 
Bevölkerung ab 65 Jahre hat einen Anteil von 17%. Seit 1980 sind abneh-
mende Tendenzen in den Altersgruppen bis 17 Jahre und besonders deut-
lich von 18 - 44 Jahren zu verzeichnen. Demgegenüber nehmen die Bevöl-
kerungsgruppen zwischen 45 und 64 Jahre und ab 65 Jahre zu. Seit etwa 
2004 hat die ältere Bevölkerung ab 65 Jahre die Jugendlichen anzahlmäßig 
überholt. 
● In den Münsterlandkreisen lebten 2005 insgesamt etwa 1,3 Mio. Einwohner. 
Der Kreis Steinfurt wies hierbei die größten Einwohnerzahlen auf, gefolgt 
von den Kreisen Borken, Warendorf und Coesfeld.  
Die Bevölkerung der Münsterlandkreise ist zwischen 1980 und 2005 deut-
lich gewachsen. Der Zuwachs innerhalb der betrachteten 25 Jahre beträgt 
20%. Die höchsten Zuwachsraten in diesem Zeitraum weisen der Kreis 
Coesfeld (+29%) und der Kreis Borken (+23%) auf. In den letzten 8 Jahren 
(2000 - 2008) betrugen die Zuwachsraten in den Kreisen Borken und Coes-
feld 3%. 
● Die Altersentwicklung der Bevölkerung im gesamten Münsterland ist in der 
Tendenz mit der der Stadt Münster vergleichbar.  
● Mit der überproportional steigenden Zahl der Umlandbevölkerung und einer 
zunehmenden Zahl der Arbeitsplätze in der Stadt Münster haben auch die 
Berufspendlerverflechtungen in den letzten 15 Jahren deutlich zugenom-
men. Die Zahl der berufsbedingten Einpendler ist in diesem Zeitraum um 
31% gestiegen, die Zahl der Auspendler um 65%. Seit 2005 haben die Ein-
pendler um weitere 9% zugenommen, die Auspendler um 16%.  
In den vergangenen 25 Jahren haben sich die Pendlerfahrten insgesamt 
(alle Wegezwecke) von und nach Münster verdoppelt und liegen aktuell bei 
ca. 370.000 Fahrten/Tag. 
Das aktuelle Verkehrsgeschehen sowie bisherige Entwicklungen sind durch 
kontinuierliche Erhebungen zur Mobilität der Münsteraner Bevölkerung und 
Erhebungen im Quell- und Zielverkehr beschreibbar. 
Die Verkehrsmittelwahl der Münsteraner Bevölkerung ist im Jahr 2007 geprägt 
durch den hohen Anteil des Radverkehrs. Mit einem Gesamtanteil von 38% 
liegt er erstmals über dem des Kfz-Verkehrs (Fahrer und Mitfahrer) mit 36%. In 
der Innenstadt ist der Radverkehrsanteil mit 39% aller Wege noch höher als in 
den Außenstadtteilen. 
Die Entwicklung der Mobilität und der Verkehrsmittelwahl der Münsteraner Be-
völkerung zwischen 1982 und 2007 ist insbesondere durch folgende Trends 
geprägt:

Stadt Münster 
Mobilität Münster / 
Münsterland 2050 
Juli 2010 
Kurzfassung 
IV 
● Die durchschnittliche Mobilität ist in der Stadt Münster in der Tendenz seit 
1982 von 3,47 Wegen pro Tag auf 3,80 Wege pro Tag leicht angestiegen. 
● Der Kfz-Verkehrsanteil (Fahrer und Mitfahrer) ist leicht rückläufig:  
von 39% 1982 auf 36% in 2007. 
● Der ÖV-Anteil (Öffentlicher Personenverkehr: Bus + Bahn) ist kontinuierlich 
gewachsen: von knapp 7% in 1982 auf über 10% in 2007. 
● Auch der Radverkehrsanteil ist auf hohem Niveau weiter gewachsen: 
von 29% in 1982 auf knapp 38% in 2007. 
● Deutlich rückläufig sind dagegen die Anteile des Fußverkehrs am Wegeauf-
kommen: von 25% in 1982 auf knapp 16% in 2007. 
● In der Tendenz ist die Verkehrsmittelwahl der mittleren Altersgruppen über 
die Jahre weitgehend gleichbleibend; erkennbare leicht abnehmende Ten-
denzen im Kfz-Verkehr stehen Zunahmen im öffentlichen Personenverkehr 
(ÖV) gegenüber; die nichtmotorisierten Verkehre sind bei 50% stabil 
● Die Senioren weisen Zunahmen beim Radverkehr, aber auch im Kfz-Ver-
kehr auf; dagegen geht der Anteil der Fußwege zurück. Das Verkehrsver-
halten der Senioren nähert sich damit tendenziell dem der 18 - 65 jährigen. 
● Tabelle: Verkehrsmittelwahl Stadt Münster, 1982 - 2007 
 1982 1990 1994 2001 2007 
Kfz-Selbstfahrer 29,6 
Kfz-Mitfahrer 
39,2 38,3 37,3 40,5 
6,7 
Bus + Bahn 6,6 6,6 9,5 10,9 10,4 
Fahrrad 29,2 33,9 31,7 35,2 37,6 
Zu Fuß 25,0 21,2 21,5 13,4 15,7 
Quellen: Stadt Münster, 2008, S. 11 sowie Stadt Münster, 1992, Anh. Tab. 7.21. 
Der Stadt-Umland-Verkehr (einpendelnde Verkehre der auswärtigen Bevölke-
rung) weist für das Jahr 2007 300.400 Kfz-Fahrten in Münster auf. Dies sind 
44% aller Kfz-Verkehrsfahrten in der Stadt Münster.  
Weitere 71.000 Fahrten werden im einpendelnden Verkehr mit öffentlichen Ver-
kehrsmitteln zurückgelegt.  
Knapp 50% der Stadt-Umland-Verkehre dienen dem Wegezweck Arbeit, bei 
den weiteren Zwecken dominieren persönliche Erledigung / Besorgung und 
Einkauf. Der Verkehr der Auswärtigen ist in den vergangenen 25 Jahren um 
80% angestiegen. Den höchsten Zuwachs hat hierbei der Kfz-Verkehr erzielt, 
der sich seit 1982 nahezu verdoppelt hat. Auch der öffentliche Verkehr (ÖV) hat 
Zuwächse um über 50% erzielt.

Stadt Münster 
Mobilität Münster / 
Münsterland 2050 
Juli 2010 
Kurzfassung 
V 
Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung 
Für die Stadt Münster liegen kleinräumigen Bevölkerungsprognosen bis 2015, 
Strukturdaten der Verkehrsentwicklungsplanung für den Prognosehorizont 2025 
sowie Bevölkerungsvorausberechnungen des Landes NRW für 2030 vor, die 
auch Aussagen zu den Münsterlandkreisen enthalten. Darüber hinaus wurden 
von der Bezirksregierung Münster auch für den Zeitraum bis 2050 Berechnun-
gen erstellt, die aber von der aktualisierten Prognose bis 2030 ersetzt wurden.  
Nach den aktualisierten Vorausberechnungen steigt die Bevölkerungszahl im 
Münsterland noch bis ca. 2022, danach sind abnehmende Entwicklungen rele-
vant. Bis 2030 wird die Bevölkerung in den Kreisen Coesfeld und Warendorf um 
1,8% bzw. 6,1% abnehmen. Der Kreis Steinfurt wird etwa auf seinem heutigen 
Niveau bleiben. Die Stadt Münster und der Kreis Borken werden noch um 5,2% 
bzw. 2,9% zulegen. Für die Entwicklung nach 2030 zeichnet sich in der Lan-
desprognose für das Land Nordrhein-Westfalen ein beschleunigter Bevölke-
rungsrückgang ab. Während landesweit zwischen 2008 und 2030 ein Rückgang 
um 3,7% prognostiziert wird, beträgt der Rückgang zwischen 2008 und 2050 
11,5%. 
Die Bevölkerungsentwicklung ist mit einer umfassenden Veränderung in der 
Altersstruktur verbunden. Die Prognosen für das Land Nordrhein-Westfalen 
weisen zwischen 2008 und 2050 einen Rückgang der unter 18 jährigen von 
18% auf 14%, einen Rückgang der 18-65 jährigen von 62% auf 55% und einen 
Zuwachs der über 65 jährigen von 20% auf 32% auf. 
 
Auf der Basis der dargestellten klein- und großräumigen Entwicklungen erfolgt 
eine Abschätzung der möglichen weiteren Bevölkerungsentwicklung in der 
Stadt Münster sowie in den Münsterlandkreisen bis zum Jahr 2050. Diese ergibt 
folgendes Bild: 
● In der Stadt Münster sinkt die Bevölkerungszahl nach 2030 etwa auf das 
Niveau von 2008 ab.  
● Eine deutliche Verschiebung ergibt sich in der Einwohnerverteilung nach 
Altersklassen. Nach 2020 ist der Einwohnerzuwachs in der Stadt Münster 
nahezu ausschließlich in der Altersgruppe ab 65 Jahre zu verzeichnen.  
Die Anzahl der unter 18 jährigen folgt ab 2020 der Einwohnerentwicklung, 
der Anteil dieser Altersgruppen stellt sich als relativ stabil dar. Die höchsten 
Rückgänge verzeichnet die Altersgruppe zwischen 18 und 64 Jahre. 
● Alle Münsterlandkreise weisen bis 2050 Einwohnerrückgänge gegenüber 
2008 auf. Im Kreis Borken fallen diese - aufgrund der noch leichten Zu-
wächse bis 2030 - am geringsten aus. Im Kreis Warendorf, der bereits bis 
2030 Verluste von 6% hinnehmen muss, sind die Bevölkerungsrückgänge 
am gravierendsten.

Stadt Münster 
Mobilität Münster / 
Münsterland 2050 
Juli 2010 
Kurzfassung 
VI 
● Die Entwicklung der Altersverteilung erfolgt in allen Kreisen ähnlich: der 
Anteil der 18 bis unter 65 jährigen ist bis etwa 2020 konstant bis leicht an-
steigend, geht dann ab 2025 deutlich zurück. Der Anteil der unter 18 jähri-
gen ist seit 2005 kontinuierlich fallend. Der Anteil der ab 65 jährigen steigt 
kontinuierlich an; über alle Kreise erreicht er 2050 fast ein Drittel der Bevöl-
kerung. 
● Abbildung: Bevölkerungsabschätzung 2005 - 2050 Stadt Münster  
Prognose Bevölkerungsentwicklung Münster gesamt
0
50.000
100.000
150.000
200.000
250.000
300.000
2005 2008 2020 2025 2030 2050
unter 18 J. 18 - 64 J.  ab 65 J.
16% 15%
%
14%14% 14 % 14%
67% 67% 67% 66% 62%
60%
17% 18% 19% 20% 23%
26%
 
Quelle: eigene Berechnungen auf Grundlage von Bezirksregierung Münster, Bevölke-
rungsbericht 2005, IT NRW Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Gemeinden-
Ebene, Stichtag 31.12.2008  Basisvariante 2008-30, unveröffentlichte Sonderauswer-
tung  
● Abbildung: Bevölkerungsabschätzung 2005 - 2050 alle Münsterlandkreise 
Prognose Bevölkerungsentwicklung Münsterland-Kreise 
0
200.000
400.000
600.000
800.000
1.000.000
1.200.000
1.400.000
2005 2008 2020 2025 2030 2050
unter 18 J. 18 - 64 J.  ab 65 J.
22% 21% 16%17% 16% 15%
61% 61% 62% 60% 56%
53%
17% 18% 21% 24% 28%
32%
 
Quelle: eigene Berechnungen auf Grundlage von Bezirksregierung Münster, Bevölke-
rungsbericht 2005, IT NRW Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Gemeinden-
Ebene, Stichtag 31.12.2008  Basisvariante 2008-30, unveröffentlichte Sonderauswer-
tung

Stadt Münster 
Mobilität Münster / 
Münsterland 2050 
Juli 2010 
Kurzfassung 
VII 
Szenarien der Verkehrsentwicklung Münster / Münsterland 2050 
Ziel der Szenariendiskussion ist, auf der Grundlage der verfügbaren Datenbasis 
mögliche Trends der Verkehrsentwicklung in Münster bis 2050 darzustellen.  
Wesentliche feste Eingangsgröße der darzustellenden Entwicklungen ist die 
Prognose zur Bevölkerungsentwicklung (siehe vorne). Das beschriebene Men-
gengerüst zur Bevölkerung bleibt in den einzelnen Szenarien unverändert, als 
variabel wird die Verteilung der Bevölkerung im Münsterland betrachtet. 
Auch die Verkehrsmittelwahl in der Stadt Münster nach verhaltenshomogenen 
Gruppen
3 entsprechend der Haushaltsbefragung 2007 wurde zunächst als feste 
Größe berücksichtigt, ebenso die Verkehrsmittelwahl der Auswärtigen nach 
Herkunftsort. Veränderungen im Modal-Split ergeben sich damit durch die Ver-
teilung der Bevölkerung im Münsterland bzw. der Stadt Münster sowie durch die 
demografische Entwicklung. Eine Veränderung des Verkehrsmittelwahl-
verhaltens innerhalb der verhaltenshomogenen Gruppen wird für diskutierte 
Trends der Verkehrsmittelwahl untersucht. Explizit betrachtet werden mögliche 
Veränderungen durch eine verstärkte Nutzung von Elektrofahrrädern. 
Weitere Einflussgrößen sind die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Ein-
kommensentwicklung sowie die Preise des Verkehrs. Die möglichen Auswir-
kungen dieser Variablen werden in einem Szenario näher untersucht. In den 
anderen Szenarien wird davon ausgegangen, dass die Verkehrsleistung, die 
maßgeblich von diesen Einflussfaktoren abhängt, in den verhaltenshomogenen 
Gruppen
3 gleichbleibend ist. 
Die Tabelle auf der nachfolgenden Seite gibt einen Überblick über die gebilde-
ten Szenarien und die darin getroffenen Annahmen. 
 
Für jedes Szenario wird die Veränderung folgender Parameter ermittelt: 
● Verkehrsaufkommen und Modal-Split der Bevölkerung der Stadt Münster 
● Verkehrsleistung der Bevölkerung der Stadt Münster 
● Verkehrsaufkommen und Modal-Split der Auswärtigen in Münster 
● Gesamtverkehrsaufkommen und Modal-Split 
 
                                                      
3  berücksichtigt ist hierbei eine Differenzierung nach Alter und Innenstadt / Außen-
stadtteile; weiterhin werden unterschiedliche Entfernungsklassen der Wege berück-
sichtigt

Stadt Münster 
Mobilität Münster / 
Münsterland 2050 
Juli 2010 
Kurzfassung 
VIII 
● Tabelle: Überblick über Szenarien und Szenaretten 
Szenario Kurzbeschreibung / wesentliche Annahmen 
Basisszenario  
„Bevölkerung“ 
Annahmen zur Bevölkerungsentwicklung bis 2050 
auf Basis Prognose 2030  
Verkehrsmittelwahl und Verkehrsleistungen in den 
verhaltenshomogenen Gruppen (nach Alter und 
räumlicher Verteilung) gleichbleibend 
„Siedlungsstruktur“ Annahmen zur räumlichen Umverteilung der Be-
völkerung 2050 - stärkere Konzentration auf urba-
ne Orte (Innenstadt Münster) und ÖV-affine
4 
Räume im Münsterland 
Verkehrsmittelwahl und Verkehrsleistungen in den 
verhaltenshomogenen Gruppen (nach Alter und 
räumlicher Verteilung) gleichbleibend 
„Trends in der Ver-
kehrsmittelwahl -  
Elektrofahrräder“ 
Annahmen zur Veränderung der Verkehrs-
mittelwahl nach Entfernungsklassen durch Elektro-
fahrräder - höhere Radverkehrsanteile auch bei 
weiteren Entfernungen;  
dadurch Umverteilungen in der Verkehrsmittelwahl 
und bei der Verkehrsleistung nach Verkehrsmittel; 
Gesamtwegemengen und Verkehrsleistung 
gleichbleibend (entsprechend Basisszenario) 
„Wirtschaftsentwicklung 
und Preisentwicklung im 
Verkehr“ 
Annahmen zur Veränderung in der Verkehrs-
leistung durch relativ sinkende Mobilitätsbudgets 
(gegenüber Gesamtbudget) und einem gegenüber 
der Wirtschaftsentwicklung stärkerem Zuwachs 
der Verkehrskosten; 
Verkehrsmittelwahl nach Entfernungen gleichblei-
bend; Umverteilungen in der Verkehrsmittelwahl 
resultieren aus veränderten Entfernungen 
 
                                                      
4  im Münsterland durch Schienenstrecken oder durch Schnellbusse mit vergleichbarer 
Angebotsqualität erschlossene Orte

Stadt Münster 
Mobilität Münster / 
Münsterland 2050 
Juli 2010 
Kurzfassung 
IX 
Zentrale Annahmen und Ergebnisse der Szenarien 
Im Basisszenario „Bevölkerung“ wird die zu erwartende Mobilitätsentwick-
lung ausschließlich aufgrund der Bevölkerungsentwicklung dargestellt. Bei der 
räumlichen Verteilung wird hierbei von einer Trendentwicklung, abgeleitet aus 
den bisherigen Entwicklungen ausgegangen.  
Im Ergebnis ist das abgeschätzte Verkehrsaufkommen der Münsteraner Bevöl-
kerung in 2050 ähnlich dem in 2007 festgestellten. Lediglich leichte Verschie-
bungen ergeben sich aufgrund der demografischen Entwicklung (Zunahme der 
Gruppe der über 65 jährigen) zwischen den Verkehrsmitteln. Leichte Erhöhun-
gen sind beim Fußverkehr, den Kfz-Mitfahrern und dem ÖPNV festzustellen.  
Das Verkehrsaufkommen der Auswärtigen in der Stadt Münster im Jahr 2050 
wird aus einer Vorausschätzung der Berufspendlerströme abgeleitet. Hierbei 
kompensieren weiter wachsende Pendlerverflechtungen die rückläufigen Bevöl-
kerungszahlen in den Gemeinden. Darüber hinaus kommen die Berufspendler 
in immer stärkerem Maße aus weiter entfernten Gemeinden mit geringer ÖV-
Qualität. Im Ergebnis nimmt das Verkehrsaufkommen der Auswärtigen um 6% 
gegenüber 2007 zu. Der ÖV-Anteil nimmt gegenüber 2007 um 2% ab.  
Die zunehmenden Verkehre der Auswärtigen bedingen bei einer Gesamtbe-
trachtung eine weitere leichte Zunahme der Kfz-Verkehre in der Stadt Münster, 
obwohl insbesondere das Umland durch rückläufige Einwohnerzahlen geprägt 
ist. 
Das Szenario „Siedlungsstruktur“ zeigt eine mögliche Entwicklung des Ver-
kehrsgeschehens auf, wenn es gelingt, die Siedlungsentwicklung stärker auf 
urbane Kerne und SPNV-affine Orte bzw. Orte mit Schnellbusanbindung zu 
lenken. Das Szenario beinhaltet Annahmen zu einer stärkeren Bevölkerungs-
entwicklung in der Stadt Münster und dort insbesondere in der Innenstadt sowie 
einer Konzentration der zurückgehenden Bevölkerung in den Münsterlandkrei-
sen und der Pendlerverflechtungen auf Orte mit hoher ÖV-Anschlussqualität. 
Im Ergebnis nimmt aufgrund der positiven Bevölkerungsentwicklung auch das 
durch die Münsteraner Bevölkerung verursachte Verkehrsaufkommen zu. Durch 
die stärkere Innenentwicklung nehmen die etwas kürzeren und tendenziell im 
höheren Maße unmotorisiert zurückgelegten Wege leicht überproportional zu. 
Die Verkehrsleistung wächst mit 4,3% etwas geringer als das Gesamtverkehrs-
aufkommen (4,5%) an, die im Kfz erbrachte Verkehrsleistung nimmt im Ver-
gleich zur Analyse 2007 um 2,7% zu. 
Das Verkehrsaufkommen der Auswärtigen in Münster geht mit dem Szenario 
Siedlungsstruktur gegenüber der Analyse um etwa 3% zurück. Wesentlich hier-
für sind der Rückgang der Berufspendler aus dem Münsterland und eine ver-
gleichbare Entwicklung der überregionalen Berufspendler sowie weiterer Pend-
lerverkehre zu verschiedenen Wegezwecken. Der Anteil des ÖV an den Quell-

Stadt Münster 
Mobilität Münster / 
Münsterland 2050 
Juli 2010 
Kurzfassung 
X 
und Zielwegen aller Auswärtigen nimmt zu, beim Kfz-Verkehr kann ein entspre-
chender Rückgang verzeichnet werden. 
Eine Gesamtbetrachtung der Münsteraner und Auswärtigen Verkehre im Sze-
nario Siedlung ergibt eine leichte Zunahme des Verkehrsaufkommens. Über-
durchschnittliche Zuwächse verzeichnen hierbei Fuß- und Radverkehr sowie 
der ÖV. Der Kfz-Verkehr ist dagegen nahezu gleichbleibend. 
Im Szenario „Elektrofahrräder“ wird als ein für die Stadt Münster wichtiger 
Trend die Einflussmöglichkeiten von Elektrofahrrädern auf die Verkehrsmittel-
wahl untersucht. Die zentrale Annahme ist hierbei, dass sich durch die Erhö-
hung der Reichweite mit Unterstützung durch Elektromotoren auch bei größe-
ren Wegelängen der Anteil des Radverkehrs erhöht. Die steigenden Anteile im 
Radverkehr insbesondere auf Entfernungen ab 5 km gehen einher mit sinken-
den Anteilen im Kfz-Verkehr und im ÖPNV. Auch im Quell-Zielverkehr der Aus-
wärtigen in Münster können mit einer stärkeren Nutzung von Elektrofahrrädern 
längere Distanzen zurückgelegt werden. 
Im Szenario Elektrofahrräder ist dadurch der Anteil des Radverkehrs am Ge-
samtverkehrsaufkommen deutlich erhöht. Die Anzahl der Münsteraner Wege im 
Radverkehr steigt um 16%, die mit dem Fahrrad zurückgelegten Kilometer 
nehmen um 56% zu. Der Radverkehrsanteil an den auswärtigen Verkehren 
erreicht 8% und nivelliert den mit den verstärkten Pendlerverflechtungen ver-
bundenen Zuwachs des Kfz-Verkehrsaufkommens (vgl. Basisszenario). 
In der Summe steigt der Anteil des Radverkehrs gegenüber dem Basisszenario 
2050 um 7,2% an, deutlich rückläufig ist der Kfz-Verkehr mit einem Minus von 
5,7%. Darüber hinaus substituiert die Elektrofahrradmobilität auch einen Teil 
der ÖPNV-Fahrten. 
Das Szenario „Wirtschaftsentwicklung und Preisentwicklung im Verkehr“ 
stellt die Zusammenhänge zwischen Verkehrsleistung, Wirtschaftsentwicklung 
und Preisentwicklung her. Zentrale Annahme ist, dass die Verkehrsleistungen 
aufgrund eines Rückgangs des Mobilitätsbudgets durch konkurrierende Ausga-
benpositionen, z.B. Gesundheitskosten und private Altersvorsorge, und einer 
gegenüber der Wirtschaftsentwicklung stärkeren Erhöhung der Verkehrskosten 
abnehmen.
 5 Die möglichen Effekte werden in den zwei Unterszenarien (Szena-
retten) „Mittlerer Anpassungsdruck durch Kostensteigerungen“ und „Hoher An-
passungsdruck durch Preissteuerung und Klimaschutz“ beschrieben. 
Im Ergebnis sinkt die jährliche Menge an Verkehrsgütern bzw. die Verkehrs-
leistung pro Person, als realistische Größenordnungen werden je nach Szena-
                                                      
5  Auch der wissenschaftliche Beirat im  Bundesministerium für Verkehr, Bau und 
Stadtentwicklung geht eher von einer Stagnation bzw. einem Rückgang der Ver-
kehrsleistung im Personenverkehr als von einem weiteren Zuwachs aus, vgl. Wis-
senschaftlicher Beirat im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, 
Krise als Chance: neue Prioritäten in der Verkehrspolitik, Berlin 2009 (Veröffentli-
chung in Vorbereitung).

Stadt Münster 
Mobilität Münster / 
Münsterland 2050 
Juli 2010 
Kurzfassung 
XI 
rette 0,5-0,75% pro Jahr abgeschätzt. Im Zeitraum 2007 - 2050 würde dies 
einen Rückgang der Verkehrsleistung um 19-26% bedeuten. 
Die sinkende Verkehrsleistung im Verkehr der Münsteraner Bevölkerung be-
deutet bei gleichbleibender Wegezahl eine Verkürzung der Wegelängen. Die 
mittlere Wegelänge sinkt je nach Szenarette von 6,9 km (Analyse 2007) auf 
5,6 km oder 5,1 km. Die kürzeren Wege werden in verstärktem Maße mit Ver-
kehrsmitteln des Umweltverbundes zurückgelegt. 
Mit einer verringerten Verkehrsleistung im Münsterland gehen die Verflech-
tungen vor allem auf längeren Distanzen zurück. Das Verkehrsaufkommen der 
Auswärtigen in Münster nimmt ab. Insbesondere die Kfz-Fahrten gehen deutlich 
zurück. Die Radverkehrsanteile steigen auf 5% bzw. 8% am Verkehrsauf-
kommen der Auswärtigen an. 
Mit den rückläufigen Verkehren der Auswärtigen nimmt auch das Gesamtver-
kehrsaufkommen in der Stadt Münster ab.  
Ergebnisvergleich und Fazit 
Die langfristige Verkehrsentwicklung in der Stadt Münster ist zum einen durch 
die Bevölkerungsentwicklung in der Stadt Münster, zum anderen durch die 
Entwicklung der (Pendler-)Verflechtungen mit dem Umland geprägt. Die in den 
Szenarien gerechneten Annahmen zeigen, wie groß die erwarteten Reaktionen 
bei bevölkerungs-, siedlungs- und verkehrspolitischen Entwicklungen sind, und 
welche Handlungsspielräume für eine nachhaltige Entwicklung bestehen. 
Die Bevölkerungsentwicklung, verbunden mit der demografischen Entwicklung 
führt dazu, dass Verkehrsaufkommen und Verkehrsleistung nicht kontinuierlich 
weiter wachsen - dies gilt insbesondere für die Wohnbevölkerung Münsters. 
Während bis zum Jahr 2025 in der Stadt Münster die Bevölkerung und damit 
auch das Verkehrsaufkommen weiter zunehmen, gehen die Verkehrsmengen 
danach entsprechend des Bevölkerungsrückgangs wieder auf  das Ausgangs-
niveau 2007 zurück. 
In den Szenarien bewegt sich das prognostizierte Gesamtverkehrsaufkommen 
in der Stadt Münster zwischen 1.376.500 Wegen am Tag und 1.472.600 Wegen 
am Tag. Im Vergleich zur Analyse 2007 ist - bis auf das Szenario Siedlung mit 
zunehmender Einwohnerzahl in Münster - das Gesamtverkehrsaufkommen 
nahezu gleichbleibend bis rückläufig.  
Betrachtet man ausschließlich das Kfz-Verkehrsaufkommen in der Stadt Müns-
ter, so ist dies im Basisszenario aufgrund der wachsenden Verkehre der Aus-
wärtigen noch leicht ansteigend, in allen anderen Szenarien nimmt das Kfz-
Verkehrsaufkommen ab. Bis 2025 nimmt das Kfz-Verkehrsaufkommen in der 
Stadt Münster noch um bis zu 10% zu.

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Münsterland 2050 
Juli 2010 
Kurzfassung 
XII 
● Abbildung: Gesamtverkehrsaufkommen in Münster, Analyse 2007 und Basis-
szenario 2050, Szenarien Siedlung und Elektrofahrräder sowie Szenaretten zu Wirt-
schaft und Preise 
Gesamtverkehrsaufkommen in Münster
Bevölkerung Stadt Münster und Auswärtige
0
200.000
400.000
600.000
800.000
1.000.000
1.200.000
1.400.000
1.600.000
2007 2050 
Ba sis-
s zenario
2050 
Szenario 
Siedlung
2050 
Elektro-
fahrräder
2050 
mittlerer Anpas -
sungsdruck
2050 
hoher Anpas-
sungsdruck
Anzahl Wege  / Tag
Zu Fuß Rad ÖPNV / SPNV Kfz
1.472.6001.435.500 1.445.600 1.445.500
1.376.5001.389.700
47,8%
11,7%
27,9%
12,7%
48,9%
11,8%
27,0%
12,3%
46,8%
12,3%
28,0%
12,9%
43,2%
11,8%
34,2%
10,8%
44,5%
12,6%
30,2%
12,7%
41,0%
13,0%
32,0%
14,0%
 
Quelle: eigene Berechnungen auf der Datenbasis 2007 
Eine deutliche Umverteilung in der Verkehrsmittelnutzung geht mit dem Szena-
rio Elektrofahrräder sowie mit den Szenaretten zu Wirtschaft und Preisen ein-
her. Während im Szenario Elektrofahrräder die Umverteilung durch ein neues 
Verkehrsangebot erreicht wird, mit dem auch längere Wege nahezu unmotori-
siert zurückgelegt werden können, ist bei den Szenaretten zu Wirtschaft und 
Preisen eine Verkürzung der Wege bei reduzierter Verkehrsleistung ausschlag-
gebend. 
Das Szenario Siedlung zeigt, dass allein durch siedlungsstrukturelle Maßnah-
men nur geringe Umverteilungen nachzuweisen sind. Die Berechnungen zeigen 
jedoch auch, dass ein Einwohnerzuwachs in der Stadt Münster bei entspre-
chender regionaler Siedlungspolitik ohne Zuwächse im Kfz-Verkehr möglich 
wäre. 
Deutlicher noch als das Verkehrsaufkommen ändert sich die Verkehrsleistun-
gen in den einzelnen Szenarien
6. Die Gesamtverkehrsleistung über alle Ver-
kehrsmittel steigt im Basisszenario und im darauf aufbauenden Szenario Elek-
trofahrräder minimal, im Szenario Siedlung nur wenig an. Rückläufig ist die 
Gesamtverkehrsleistung in den Szenarien zur Wirtschafts- und Preisentwick-
lung.  
Die Verkehrsleistungen im Kfz-Verkehr sind in allen Szenarien prozentual rück-
läufig. Besonders deutliche Rückgänge der Verkehrsleistungen im Kfz-Verkehr 
                                                     
 
6  Bei der Verkehrsleistung im Gesamtverkehr handelt es sich um eine Abschätzung, 
da die Verkehrsleistung Auswärtiger in der Stadt Münster nicht bekannt ist.

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Mobilität Münster / 
Münsterland 2050 
Juli 2010 
Kurzfassung 
XIII 
sind in den Szenaretten der Wirtschafts- und Preisentwicklung erkennbar. Der 
mit der angenommenen Wirtschafts- und Preisentwicklung verbundene Anpas-
sungsdruck auf die Verkehrsleistung zeigt deutliche Reduktionspotentiale im 
Kfz-Verkehr der Münsteraner Bevölkerung durch eine Umverteilung der zurück-
gehenden Verkehrsleistung auf andere Verkehrsarten sowie Reduktions-
potentiale im Quell- und Zielverkehr durch einen Rückgang verkehrsaufwändi-
ger Pendlerverflechtungen. 
● Abbildung: abgeschätzte Gesamtverkehrsleistung in Münster, Analyse 2007 und 
Basisszenario 2050, Szenarien Siedlung und Elektrofahrräder sowie Szenaretten zu 
Wirtschaft und Preise 
Gesamtverkehrsleistung nach Verkehrsmitteln in Münster
Bevölkerung Stadt Münster und Auswärtige
0
2.000.000
4.000.000
6.000.000
8.000.000
10.000.000
12.000.000
2007 2050 
Ba sis-
s zenario
2050 
Szenario 
Siedlung
2050 
Elektro-
fahrräder
2050 
mittlerer Anpas -
sungsdruck
2050 
hoher Anpas-
sungsdruck
Verkehrsleistung / Tag in km
Zu Fuß Rad ÖPNV / SPNV Kfz
10.538.10010.302.700 10.395.300 10.395.300
7.960.100
8.572.20065,3%
1,5%
13,2%
20,0%
66,1%
1,5%
12,8%
19,6%
64,5%
1,6%
13,4%
20,6%
58,6%
1,5%
22,9%
16,9%
63,6%
2,1%
16,7%
17,6%
59,3%
2,3%
19,1%
19,4%
 
Quelle: eigene Berechnungen auf der Datenbasis 2007 
Mögliche Handlungsspielräume der Stadt Münster und des Münsterlands wer-
den vor allem mit den Szenarien Siedlung und Elektrofahrräder aufgezeigt: 
● die auf zentrale Orte und Orte mit hoher ÖV-Qualität ausgerichtete Sied-
lungspolitik ermöglicht eine Reduzierung des Gesamtverkehrs der Auswär-
tigen und eine stärkere Nutzung des ÖV bei den verbleibenden Wegen; da-
durch kann der Kfz-Verkehr der Auswärtigen deutlich reduziert werden 
● der im deutschen Maßstab außerordentlich hohe Radverkehrsanteil Müns-
ters kann mit der Expansion der Elektromobilität weiter gesteigert werden 
und auch im Hinblick auf die Verkehrsleistung erkennbar zur weiteren Ent-
lastung vom Kfz-Verkehr beitragen. 
Eine Kombination der aufgezeigten Handlungsspielräume aus den Szenarien 
Siedlung und Elektromobilität erscheint geeignet, langfristig Verkehrsaufwand 
und Verkehrsmittelwahl in der Stadt Münster im Sinne einer nachhaltigen Ent-
wicklung zu gestalten.

Berichtsvorlage

9450 Zeichen

V/0625/2010 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Sachstandsbericht Verkehrsentwicklungsplan Münster 2025 
hier: Expertise "Mobilität Münster/Münsterland 2050" 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
11.11.2010 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Mit dem Beschluss zur Neuaufstellung des Verkehrsentwicklungsplanes Münster 2025 
(V/0266/2007) hat der Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft die 
Ausarbeitung eines „Zukunftsszenario 2050“ beschlossen. Dazu hat die Verwaltung das jetzt vor-
liegende Gutachten mit zwei zentralen Fragestellungen erarbeiten lassen: 
 
1. Wie entwickelt sich der Verkehr in Münster und im Münsterland bis zum Jahr 2025? 
2. Welche Prognosen können bis zum Jahr 2050 für die Verkehrsentwicklung gegeben wer-
den? 
 
Die 2. Frage ist vor dem Hintergrund langer Planungsvorläufe, Umsetzungsphasen und Nut-
zungsdauern von Maßnahmen im Verkehrssektor von grundsätzlicher Bedeutung. Hierbei ist 
allerdings zu berücksichtigen, dass Prognosen bei einem derart langen Betrachtungszeitraum 
sehr instabil sein können und, was ein Verkehrsgeschehen im Jahr 2050 anbelangt, mehr Fragen 
als Antworten bestehen bleiben. Dennoch ist die Betrachtung dieses Prognosehorizontes sinn-
voll, auch weil Annahmen zur Bevölkerungsentwicklung darauf hinweisen, dass die Wirkungen 
des demografischen Wandels in der Stadt Münster insbesondere nach 2025 deutlich spürbar 
ausfallen sollen. 
 
Ein wesentlicher Aspekt der Expertise ist daher der Versuch,  langfristige strukturelle und ver-
kehrliche Entwicklungen in Deutschland und darauf aufbauend die Entwicklung eines geeigneten 
Ansatzes zur Ableitung der Mobilitätsentwicklung in Münster/im Münsterland für das Jahr 2050 
darzustellen. 
 
Für die Stadt Münster kann hierbei auf vorhandene kleinräumige Bevölkerungsprognosen 2015, 
Bevölkerungs- und Strukturdaten der Verkehrsentwicklungsplanung für den Prognosehorizont 
2025 sowie auf Zeitreihen zur Verkehrsmittelwahl der Münsteraner Bevölkerung (1982 - 2007) 
zurückgegriffen werden. 
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0625/2010 
Auskunft erteilt: 
Herr König 
Ruf: 
492 61 51 
E-Mail: 
KoenigD@stadt-muenster.de 
Datum: 
29.10.2010 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/0625/2010 
 
Mitbetrachtet wird auch das Münsterland (Münsterlandkreise Borken, Steinfurt, Coesfeld und 
Warendorf). Dies ist vor dem Hintergrund der engen verkehrlichen Verflechtungen des solitären 
Oberzentrums Münster mit dem Umland erforderlich, um das Gesamtverkehrsaufkommen in der 
Stadt Münster beschreiben zu können. Nach den Daten des Verkehrsbildes Münster 2001 wer-
den 40% der Kfz-Fahrten in Münster von Auswärtigen unternommen. 
 
Die Expertise beantwortet aufgrund wissenschaftlich nachvollziehbarer Annahmen, die für die 
zukünftige Verkehrsplanung in Münster wichtige Grundsatzfrage: „Wie wird sich das Ver-
kehrsaufkommen der Münsteraner Bevölkerung und das der Pendler bis 2025 und darüber hin-
aus bis 2050 entwickeln?“ 
 
Zusammengefasst zeigen die Ergebnisse der Ex pertise, dass das Verkehrsaufkommen in Müns-
ter zwar bis 2025 noch etwas ansteigt, aber anschließend, so die Annahme, bis 2050 wieder auf 
das heutige Niveau sinken wird.  Das bedeutet, dass das Hauptverkehrsstraßennetz und hier 
insbesondere die Haupteinfallstraßen in den nächsten 15 - 20 Jahren zunächst stärker belastet 
werden, bevor sich die Situation dann langsam wieder entspannen wird. Für die Fortschreibung 
des Verkehrsentwicklungsplanes Münster 2025 mit dem Baustein Entwicklung eines Zielszenari-
os ist dieses Ergebnis entscheidend. Denn im Rückschluss kann hiermit die These aufgestellt 
werden, dass im Grundsatz das heutige Hauptverkehr sstraßennetz auch langfristig ausreicht, um 
den zukünftigen Kfz-Verkehr abwickeln zu können. Für die Übergangsphase bis zum Jahr 2025 
sind allerdings Optimierungsstrategien sowohl im Hinblick auf die Verkehrsmittelwahl, die Ver-
kehrsverteilung über den Tag und die Verkehrssteuerung zu entwickeln. 
 
In Szenarien zeigt die Expertise einige grundsätzliche strategische Lösungsansätze zu einer akti-
ven Einflussnahme auf die Verkehrsentwicklung und das Verkehrsverhalten sowie mögliche 
Trends der Verkehrsentwicklung in Münster bis 2050 auf. Hierbei wird verdeutlicht, welchen Ein-
fluss Stadt- und Verkehrsplanung aber auch technische Entwicklungen auf das zukünftige Ver-
kehrsgeschehen in Münster haben: 
 
- Szenario „Siedlungsstruktur“: 
 
In diesem Szenario wird untersucht, welc he Veränderungen im Verkehrsgeschehen mit einer 
stärkeren Entwicklung von zentralen Orten und Orten mit SPNV- bzw. Schnellbus-Anbindung 
verbunden sein können. Damit werden die langfristigen siedlungsstrukturellen Einflussmöglich-
keiten auf das Verkehrsgeschehen darstellbar. 
 
- Szenario „Trends in der Verkehrsmittelwahl - Elektrofahrräder“ 
 
Mit dem Szenario „Trends in der Verkehrsmittelwahl“ werden mögliche Entwicklungen des Ver-
kehrsgeschehens durch heute absehbare Tendenzen diskutiert. Die Berechnungen konzentrieren 
sich in der Expertise auf die Einflussmöglichkei ten von Elektrofahrrädern auf die Verkehrsmittel-
wahl, da hier am ehesten eine Umverteilung von Verkehrsaufkommen und Verkehrsleistung in-
nerhalb der Verkehrsträger erwartet werden darf. Mit der deutlichen Erhöhung der möglichen 
Entfernungen im Radverkehr ist die Erschließung weit erer Potentiale für diese Verkehrsart mög-
lich. 
 
- Szenario „Wirtschaftsentwicklung und Preisentwicklung im Verkehr“: 
 
Die Entwicklung der Verkehrskosten wird als einer der wichtigsten Einflussfaktoren des zukünfti-
gen Verkehrsverhaltens gesehen. Insbesondere die Zunahme der Verkehrskosten im Vergleich 
zum Wirtschaftswachstum bzw. den durchschnittlichen Einkommen spielt hier eine zentrale Rolle. 
Wird die Finanzierung der Verkehrskosten durch Bund, Länder und Kommunen wie bisher erfol-
gen? Welche Kosten kommen auf den Einzelnen zu - durch Ressourcenknappheit, Finanzie-
rungslücken und Nachholbedarf, z.B. in der Straßenunterhaltung bzw. der Straßensanierung?

3 
V/0625/2010 
 
Diese Szenarien zeigen auf, welche verkehrlichen Entwicklungen auf Basis von quantifizierbaren 
Annahmen voraussichtlich bis 2025 zu erwarten sind. Darüber hinaus werden, insbesondere 
wenn in Richtung einer Langzeitperspektive auf das Jahr 2050 geblickt wird, eine ganze Reihe 
weiterer Entwicklungen und Trends Einfluss auf das zukünftige Verkehrsbild haben. Verlässliche 
Aussagen hierzu sind aufgrund des langfristigen Prognosehorizontes naturgemäß kaum möglich. 
Vielmehr ergeben sich beispielhaft eine Reihe offener Fragen: 
 
- Welchen Einfluss haben Weiterentwicklungen im Bereich der Antriebstechnologien auf das 
Verkehrsverhalten des Einzelnen? Dies gilt sowohl für den Individualverkehr als auch für den 
Öffentlichen Verkehr mit Bus und Schiene. 
- Wird die Bedeutung des eigenen Pkw für die Bevölkerung ihren Stellenwert behalten? Es sind 
schon heute Tendenzen erkennbar, dass innerhalb der jüngeren Altersgruppen der eigene 
Pkw an Bedeutung verliert. 
- Werden multimodale Wegeketten, d.h. die situationsbedingte Wahl verschiedener Verkehrs-
mittel im Rahmen eines Weges an Bedeutung gewinnen? 
- Welche Konsequenzen und Verbindlichkeit wird die Europäische Gesetzgebung in Bezug auf 
Schadstoffgrenzwerte und Lärm und deren Umsetzung in deutsches Recht zukünftig auf den 
Verkehrssektor haben. 
- Welchen Einfluss haben der Internethandel und modere Kommunikationstechnologien lang-
fristig auf die Mobilität der Menschen? Wird die Mobilität der Münsteraner weiterhin so über-
durchschnittlich hoch bleiben wie heute oder wird die Anzahl der Wege künftig eher abneh-
men? 
- Wie wird sich der Bestandteil an „home-office-Arbeitsplätzen“ entwickeln und welche Auswir-
kungen hat dies auf die Mobilität? 
 
Die verkehrlichen Auswirkungen dieser Fragestellungen können zum jetzigen Zeitpunkt nicht 
seriös quantifiziert werden. Dennoch ist es Aufgabe der Stadt- und Verkehrsplanung, diese teil-
weise schon erkennbaren Entwicklungen bei weiteren Planungen soweit möglich zu berücksichti-
gen. 
 
In einem weiteren Schritt wird nun auf Basis der Expertise „Mobilität Münster/Münsterland 2050“ 
bis zum Frühjahr 2011 das Trendszenario für den Verkehrsentwicklungsplan Münster 2025 erar-
beitet. Darin werden die grundlegenden Ergebnisse der Expertise auf die Verkehrsträger in 
Münster übertragen, so dass sich die Auswirkungen in den Netzen (Kfz, ÖPNV, Radverkehr) dar-
stellen lassen. Diese Ergebnisse liefern im Abgleich mit den Ergebnissen der verkehrlich-
funktionalen Bewertung des heutigen Straßennetzes die Basis für die anschließend zu entwi-
ckelnden Handlungsansätze für eine zukunftsorientierte nachhaltige Verkehrsplanung unter Be-
rücksichtigung der drei Szenarien „Siedlungsstruktur“/„Trends der Verkehrsmittelwahl – Elektro-
fahrräder“/„Wirtschaftsentwicklung und Preisentwicklung im Verkehr“. Ergänzend erfolgt der Ab-
gleich mit bestehenden planerischen Ansätzen z.B. in der Stadtplanung sowie zu weiteren As-
pekten der Elektromobilität. 
 
Eine Kurzfassung der Expertise ist dieser Vorlage als Anlage beigefügt. Die vollständige Lang-
fassung liegt den Fraktionen in dreifacher Ausfertigung vor und kann bei Bedarf zusätzlich als 
PDF-Dokument zur Verfügung gestellt werden. 
 
 
i.V. 
 
 
gez. 
Schultheiß 
Stadtdirektor 
 
Anlage: Kurzfassung der Expertise „Mobilität Münster/Münsterland 2050“

4 
V/0625/2010

Beratungsverlauf (1)

11.11.2010 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 8.2 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Zimmerstraße 13

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0625/2010
Typ
Vorlagen
Datum
23.08.2010
Erstellt
06.10.2020 14:37