SV-2007/0051
Antrag der Fraktionen SPD, Bü90/ Grüne, FDP vom 31. Mai 2007 betr. Verbesserung der Randbedingungen für die Nutzung von Solarenergie in Darmstadt
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SV-2007/0051
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Vorlage-Nr. SV-2007/0051
Antrag der Fraktionen SPD, Bü90/ Grüne, FDP vom 31. Mai 2007 betr. Verbesserung
der Randbedingungen für die Nutzung von Solarenergie in Darmstadt
31. Mai 2007
Antra g
Verb esse rung der Randbedingungen für die Nutzung von Sola rene rgie in
Darmstadt
Der Magistrat wird gebeten, zur Verbesserung der Randbedin gungen f ür die Nutzung
von Solarenergie in Darmstadt folgende Maßnahmen umzusetzen:
1. Die für eine Solarnutzung prinzipiell gee ignete n Dachflächen im städtischen
Eigentum zu ermitteln und ü ber die In ternet-Dachbörse der Initiative Solarloka l
für Investoren zugänglich zu machen sowie d arauf hinzuwirken, dass auch die
städtischen Gese ll schaften entsprechend ihre Dachflächen zur Verfügung stellen.
2. Vertragsbedingungen für die städtischen Liegenschaften zu erarbeiten, die
Investitionen attraktiv machen und gleichzeit i g bisher nicht mögliche Einnahmen
für die Stadt bzw. ihre Gesell schaften ermögli chen. Die Entgelte sind an der
install ierten Lei stung zu orientieren. Zur Infor mation der Öffentlichkeit ist der
Stadt die Möglichkeit der Information über die Anlage zu sichern. Die Investoren
sind dazu zu verpflichten, mit einer vom öffentlichen Raum einsehbaren Anze ige
vertretbarer Größe über die aktuelle Ein speisu ng und die Tagesergebnisse zu
informieren. Bei der Vergabe sind Initiativen Darmstädter Bürgerinnen und Bürger
bzw. Investitionsmodell e für Darmstädter Bürgerinnen und Bürger
(Bürgersol aranlagen) bei vergl eichbaren Angeboten zu bevorzugen.
3. Beim Neubau und der Sanierung städtischer Gebäude die Möglichkeiten zur
Nutzung der Solarenergie zu schaffen und die Nutzung von Solarenergie zur
Warmwass er erzeugung auszubauen. Die Vorh aben sind zusätzlich für die
Öffentlichke itsarbeit zu nutzen.
SPD - Stadtverordnetenfraktio n
Bad Nauheimer Str. 4—64289 Darmstadt
Tel./Fax: 06151/2 79 02 70, 06151/2 79 02 71
Email: Humeau@spdfraktion-da.de
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Lauteschlägerstr. 38—64289 Darmstadt
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Email: fraktion@fdp-darmstadt.de
Internet: www.fdp-darmstadt.de
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4. Ein Konzept für eine gezielte Clust er-Förderun g für Forschung, Entwicklung un d
Produktion erneuerbare Energietechnologien i m Rahmen der Wirtschaftsförderung
der Wissenschafts stadt Darmstadt zu entwick eln.
5. Auf die städtischen Gesel lschaften einzuw irke n, eine Vorreiterro lle bei der
Nutzung der Solarenergie in Darmstadt einzunehmen. Neben der Schaffung von
Möglichkeiten zur Solarnutzung beim Neubau und der Sanierung von Gebäuden
und der Vergabe von Dachflächen für Investoren im Bereich der Fotovoltaik i st
dabei auch die Nutzung von Solarenergie zur Warmwass ererzeugung auszubauen.
Begründung:
Die Nutzung der Solarenergie hilft dabei, von fossi len Energieträgern wie Koh le, Ö l
und Gas unabhängiger zu werden. Damit leist et die Nutzung der Solarenergie für den
Schutz von Klima und Umwelt einen wichtigen Beitrag. Darüber hinaus trägt sie dazu
bei, unabhängiger von Energieimporten zu we rden und die Wertschöpfung bei der
Erzeugung von S trom un d Wärme stärker in d ie Region zu verlagern. Sowohl die
ökologische a ls auch die wirtschaftl iche Komp onente sollen mit den Maßnahmen
gestärkt werden.
Die Maßnahmen führen dabei die Vorstellungen des im Rahmen des Agenda-
Prozesses er stel len Kl imaschutzkonzeptes fort und nu tzen dazu die inzwischen
gegebenen Rand bedingungen wie das Erneuerbare Energien Gesetz oder die
Mitgliedschaft der Stadt in der Initiative Solarl okal.
zu 1. Grundproblem für private Investoren ist die Ermittlung von Dachflächen, die
über einen Zeitraum von 20 Jahren zur Verfüg ung stehen un d für die Nutzung
der Solarenergie grundsätzlich geeignet (z. B. kein Ausschluss au s Gründen des
Denkmalschutzes oder des Ensemble schutzes) sind. Durch die Ermittlung
solcher Fl ächen lei stet die Stadt Darmstadt eine wichtige Vorarbeit für
Investitionen in erneuerbare Energien in Dar mstadt. Die Investoren müssen
dann gg f. die tatsächliche Nutzbarkeit für Fotovoltaikanl agen ermitteln. Da
große Dachflächen in der Regel wirtschaftl ich ere Anlagengrößen ermögl ichen,
sollte bei der schrittwe isen Überprüfung der st ädtischen Immobilien vor all em
mit großen Gebäuden begonnen werden.
zu 2. Die Vertragsbedingungen müssen so gewählt werden, dass die Investition in die
Anlagen wirtschaftlich attraktiv bleibt. Durch d ie Möglichkeit für die Nutzung
von Dächern Entgelte zu erheben, werden ne ue Einnahmequellen für die Stadt
bzw. die städtischen Gese llschaften geschaff e n. Eine Orientierung der Entgelte
an der installiert en Leistung wird gewählt, da die install ierte Lei stung ein
einfach zu erhebendes Kriter ium ist, das gleic hzeitig für die Investoren die
notwendige Planungssicherheit bietet. Verglei chbare Vertragsbedingungen
haben sich beispiel swei se bei der Stadt Freibu rg bewährt un d zu erheblichen
Investitionen beigetragen. Durch die Möglichk eit zur Information der
Öffentlichke it durch die Sta dt un d die Verpflichtung zur Information ü ber die
Produktion d urch die Betreiberinnen und Betreiber wird das öffentliche
Bewussts ein gestärkt und weitere Investitione n angeregt. Bei städtischen
Liegenschaften sind die Investitionen von Darmstädter Bürgerinnen und
Bürgern zu bevorzugen.
zu 3. Bei N eubau und Sanierung besteht in der Re g el die Möglichkeit, ohne
nennenswerten Zusatzaufwand die Möglichkei ten zur Nutzung der Solarenergie
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zu schaffen. Die Projekte werden zusätzlich dazu genutzt, die technischen
Umsetzungsmöglichkeiten der Öffentlichke it zu präsentieren und damit weitere
Projekte zu initiieren.
zu 4. Neben der Anwendung der bestehenden tech nischen Systeme gilt es weiter e
Optimierungen insbesondere zur Steigerung der Wirtschaftlichke it und Effizienz
der Technologien zur Nutzung der Solarenergie voranzutreiben. Die
Wissen schaftslandschaft in Darmstadt bietet d azu erhebliche Potenzia le.
Aufgabe der Wirtschaftsförderung ist es, eine neue Clusterförderung
aufzubauen, um die wissenschaftl ichen Potenzial e zu nutzen und eine
wirtschaftlich e Verwertung und damit eine Verbreitung zu un terstützen. Ziel ist
dabei die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Darmstadt im Bereich der
erneuerbaren Energien.
zu 5. Die städtischen Ges el lschaften verfügen über zahlre iche Gebäude, die für eine
Nutzung der Solarenergie geeignet sind. Ziel i st es, diese Potenzia le zu nutzen.
Bei spiel e wie die Fotovolta ikanlage auf dem Fi rmensitz des Bauvere ins oder auf
der Kindertagesstätte im Rubinweg sollen ge meinsam mit Investoren weiter
ausgebaut werden.
Behandlung:
Ausschuss für Umweltschutz, Öffentliche Einr i chtungen un d Betriebe
Ausschuss für Bauen, Planen und Verkehr
Andreas Roßma nn Hanno Benz
Katrin Ko sub (Fraktio ns vor sitzende)
Sabine Seid ler
(Stadtverordnete)
Dr. Klau s Dapp Brigitte Lindsc heid
Iris Beh r (Fraktio ns vor sitzender)
Dr. Karl-Heinz Stephan-Roßbach
(Stadtverordnete)
Dr. Gert Mittmann Leif Bl um
(Stadtverordneter ) (Fraktio nsvo rs itzender)
Beratungsverlauf (3)
Orte (4)
- Bad Nauheimer Straße 4
- Lauteschlägerstraße 38
- Rheinstraße 22
- Rubinweg
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Details
- Vorlagen-Nr.
- SV-2007/0051
- Typ
- Antrag
- Datum
- 31.05.2007
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00