AN/1692/2023
Geplante Projekte in der interkommunalen Zusammenarbeit
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SPD Anfrage nach § 4
4464 Zeichen
An den Vorsitzenden des AVR Herrn Bernd Petelkau Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 20.09.2023 AN/1692/2023 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 25.09.2023 Geplante Projekte in der interkommunalen Zusammenarbeit Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die SPD-Fraktion bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung des AVR am 25.09.2023 zu setzen: Interkommunale Zusammenarbeit zwischen umliegenden Kommunen und Gemeinden ist in Deutschland ein bewährtes Mittel, um Ressourcen zu bündeln, Synergien zu schaffen und gemeinsame Probleme zu lösen. Auch Köln hat in den letzten Jahrzehnten verschiedene sehr erfolgreiche Projekte der interkommunalen Zusammenarbeit auf den Weg gebracht. Ein junges Beispiel ist der Wasser-Risiko-Check 2.0, der ursprünglich von den Stadtentwässe- rungsbetrieben Köln entwickelt wurde und nun mit Partner-Kommunen gemeinschaftlich überarbeitet und verbessert werden soll. Gefördert wurde dieses Projekt durch Mittel des Mi- nisteriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW. Andere Beispiele für gelungene interkommunale Zusammenarbeit im Bereich des Personal- wesens sind das Crossmentoring-Programm mit Düsseldorf, die gemeinsame Ausbildung von Feuerwehrleuten aus Köln und Bergisch Gladbach oder der Austausch städtischer Aus- zubildender mit Auszubildenden aus Partnerstädten. Interkommunale Zusammenarbeit senkt auch Kosten und flexibilisiert Verwaltungsprozesse: Zwischen den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe sowie den Städten Bonn, Leverkusen, Remscheid und Köln gilt eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Vergabe von Lieferungen und Leistungen. Bereits 2014 hat die Stadt Köln im Kfz-Zulas- sungswesen eine damals in Nordrhein-Westfalen einzigartige interkommunale Kooperation mit dem Rhein-Erft-Kreis auf das Gleis gesetzt. Das Pilotprojekt sollte als Blaupause dienen. - 2 - Dass die Stadtverwaltung und der Rat der interkommunalen Zusammenarbeit in der Zukunft ein sehr großes Potential für die Stadtentwicklung beimessen, zeigt sich u. a. in der Ankündi- gung der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ und in der Einrichtung des neuen Un- terausschusses „Regionale Zusammenarbeit“, der über Aspekte und Themen der regionalen Zusammenarbeit insbesondere aus den Ausschüssen für Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft sowie die Realisierung von Synergien in der Region beraten soll. Dass es in der interkommunalen Zusammenarbeit auch große bürokratische Hürden gibt, of- fenbarte letztens das gescheiterte Vorhaben der Stadt Köln, Geflüchtete in Nachbarschafts- kommunen unterzubringen. Gerade in der aktuellen angespannten Lage mit vielen Geflüch- teten aus der Ukraine ist es unverständlich, dass in Nordrhein-Westfalen Wohnungen in an- deren Kommunen leer stehen, aber wegen des bürokratischen Aufwandes nicht für Geflüch- tete genutzt werden können. Der WDR berichtete, dass das zuständige Integrationsministe- rium in Düsseldorf die Probleme erkannt habe und prüfe, welche Maßnahmen getroffen wer- den könnten, um den Gemeinden die Unterbringung auf dem Gebiet anderer Gemeinden zu erleichtern. Vor diesem Hintergrund fragen wir die Stadtverwaltung: 1. Gibt es eine Zusammenstellung aller Projekte im Rahmen interkommunaler Kooperatio- nen der letzten zehn Jahre? 2. Welche dieser Projekte wurden aus welchen Gründen eingestellt, und welche wurden verstetigt? 3. Welche Projekte der interkommunalen Zusammenarbeit im Bereich des Personalwesens (Kooperationsarbeit, Konzentration und Verteilung von Aufgaben und Personalressour- cen auf die Kommunen (Bsp. Beihilfekasse), Personalaustausch) laufen zurzeit oder sind geplant? 4. Gibt es Entwicklungen im Zusammenhang mit der Unterbringung von Geflüchteten oder Wohnungsnotfällen in Nachbarschaftskommunen, und wenn ja: welche? Wir bitten darum, die Antwort auch dem UA „Regionale Zusammenarbeit“ und dem Sozial- ausschuss zur Kenntnis zu geben. Mit freundlichen Grüßen gez. Christian Joisten SPD-Fraktionsvorsitzender
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1692/2023
- Typ
- SPD Anfrage nach § 4
- Datum
- 20.09.2023
- Erstellt
- 20.09.2023 11:41