2915/2025
Neuwahl des Tanzbeirats 2025/2026
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Beschlussvorlage Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VII/41/41/23 Vorlagen-Nummer 2915/2025 Freigabedatum 18.11.2025 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Neuwahl des Tanzbeirats 2025/2026 Beschlussorgan Ausschuss Kunst und Kultur Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss für Kunst und Kultur ernennt für die Amtsperiode 01.01.2025 bis 31.12.2026 folgende Tanzbeirät*innen: Jana Griess Manuel Kisters Rika Sakalak als stimmberechtigte Mitglieder des Tanzbeirats. Ausschuss Kunst und Kultur 09.12.2025 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Der Rat hat am 18.01.2011 im Rahmen der Verabschiedung des Tanzförderkonzepts die Ein- richtung eines Tanzbeirats beschlossen. Der Beirat hat die Funktion, die Verwaltung auf Grundlage des aktuellen Förderkonzepts bei der Vergabe der jährlichen Projektfördermittel, der vierjährigen Projektförderung sowie der vierjährigen Konzeptionsförderung im Bereich der freien Tanzszene zu beraten. Der Tanzbeirat besteht aus vier stimmberechtigten Mitgliedern. Neben dem Kulturdezernenten, der sich vertreten lassen kann, wird ein Mitglied von der Ver- waltung vorgeschlagen sowie zwei Kandidat*innen durch die freie Tanzszene gewählt. Eine Amtsperiode des Tanzbeirats beträgt laut Satzung drei Jahre. Im Dezember 2024 endete die vertraglich geregelte Zuständigkeit des städtischen Tanzbeirats. Durch das Ende der Amtsperiode ist die Neuwahl des Tanzbeirats notwendig geworden. Die Tanzszene hat durch ein Wahlverfahren – koordiniert durch die Interessensvertretung Verein für Darstellende Künste Köln (VDK) – zwei Beiratsmitglieder vorgeschlagen: Jana Griess Manuel Kisters Die Verwaltung schlägt als neues stimmberechtigtes Mitglied Rika Sakalak vor. Alle Personen haben ihre Bereitschaft zur Mitwirkung im Tanzbeirat erklärt. Die Lebensläufe der Beiratsmitglieder sind als Anlage der Beschlussvorlage beigefügt. Die neue Amtsperiode des Tanzbeirats umfasst die Jahre 2025 und 2026. Die Befristung auf zwei Jahre ergibt sich aus der parallel vorgesehenen Überarbeitung des Tanzförderkonzepts einschließlich der Geschäftsordnung des Tanzbeirats. Anlage 1 zu 2915-2025 Neuwahl des Tanzbeirats 2025-2026
Anlage 1 zu 2915-2025 Neuwahl des Tanzbeirats 2025-2026
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Anlage 1 zu 2915/2025 Neuwahl des Tanzbeirats 2025 bis 2026 Jana Griess, geboren 1983, ist Tänzerin, Choreografin und Dramaturgin und lebt in Köln. Sie schloss ein künstlerisches Studium für Tanz (2005) und ein postgraduate Studium Solotanz (2007) an der Folkwang Universität der Künste ab und erhielt 2022 einen Master der Tanzwissenschaft an der HfMT in Köln. Sie bewegt sich als überzeugte Teamplayerin der freien Szene zwischen Theater, Museum und Film. Als Dramaturgin ist sie Teil verschiedener Konstellationen und ist dabei an allen Phasen der Produktionen sowie an der Gestaltung von Barrierefreiheit und Aesthetics of Access beteiligt. Sie realisiert eigene Projekte auf Bühnen, in Konzert-Settings sowie im Museum und ist als Performerin aktiv. Sie war u.a. Stipendiatin des ZKM Karlsruhe, des Distanz Solo und Take Heart sowie des notanet und erhielt 2017 Stipendium für einen 6-monatigen künstlerischen Aufenthalt in Porto. Während ihrer Laufbahn war Jana Griess festes Mitglied der Kompanie Neuer Tanz, V A Wölfl und trat auf zahlreichen Festivals in Europa auf. Ihre weitere Arbeit als Tänzerin und Performerin brachte sie mit Künstler*innen aus den darstellenden und bildenden Künsten zusammen wie u.a. Xavier Le Roy, Mara Tsironi, Richard Tuttle, Trisha Brown und Ben J. Riepe. Sie entwickelte eigene Arbeiten in enger Zusammenarbeit mit dem Komponisten Luís Antunes Pena mit Gastspielen in Lissabon und Auckland und choreografierte im Auftrag für und gemeinsam mit der Kompanie performing:group. Zudem konzipierte sie eine choreografische Handlungsanweisung, mit der sie im Kolumba Museum zu Gast war. Im Documenta Archiv zeigte sie eine Lecture Performance. Sie ist Dramaturgin im Kernteam des Düsseldorfer Künstlers miu, mit dem sie bereits vier Produktionen im FFT Düsseldorf umsetzte. Außerdem begleitete sie in den letzten Jahren Künstler*innen wie Gitta Roser, Benjamin van Bebber, Nick Mauss, Senem Gökçe Ogultekin, Daria Nazarenko und Spaniol/Nardi. Dabei kommt ihre eigene langjährige darstellerische Arbeit im Zusammenspiel mit kritischer und ästhetischer Reflexion in theatralen Kontexten zum Tragen. Sie ist an der Entwicklung von künstlerischer Audiodeskription beteiligt und gestaltet in diesem Bereich Workshops. Manuel Kisters, geboren 1996 in Deutschland, ist Berater und studiert dual Internationales Management. Bei der globalen Medien- und IT-Firma Qvest verbindet er künstlerisches und organisatorisches Know-how mit wirtschaftlichem und technologischem Wissen. Zuvor prägte er seit 2012 die Kölner Tanzszene und schloss 2020 seinen BA in Tanz und Choreografie an der ArtEZ Hogeschool voor de Kunsten in Arnheim ab, mit weiteren Arbeitsaufenthalten in Portugal, Belgien, Polen und den Niederlanden. Bis Sommer 2025 war er Vorstandsmitglied im Verein für darstellende Künste Köln (Bereich Tanz) und gehört seit 2024 der Tanztheaterjury der Kölner Tanz- und Theaterpreise der SK Stiftung Kultur an. 2022 erhielt er zudem ein DIS-TANZ-Stipendium zur Erforschung nachhaltiger Arbeitsstrukturen im Kulturbereich. Mit der Initiierung und Kuration von Projekten wie dem „Connect-Lab“ in Brüssel oder dem Nachwuchsformat „Smovetalk“ setzte er spartenübergreifende Akzente, während er als Tänzer sowohl mit internationalen, als auch mit lokalen Choreograf*innen wie Caroline Finn, Ricardo Ambrozio, Ilona Pászthy, Adrián Castelló, Cocoon Dance und Silke Z. zusammenarbeitete. Rika Sakalak, in Athen geboren und aufgewachsen, arbeitet als Dramaturgin, Kuratorin und Diversitätsmanagerin in NRW. Nach dem Bachelor-Studium der klassischen Philologie an der Universität Athen wechselte sie an die Ruhr-Universität Bochum (RUB). Dort erhielt sie 2022 zwei MA- Abschlüsse in Komparatistik und Theaterwissenschaft. Seit 2021 arbeitet Rika als Dramaturgin und Kuratorin freiberuflich mit Künstler*innen, Kollektiven und mit Festivals zusammen. Zwischen 2022 und 2024 war sie als Dramaturgin angestellt am Ringlokschuppen Ruhr, wo sie u.a. für kulturpolitische und kulturelle Netzwerke, wie z.B. die LAG Soziokultur, die Mülheimer Theaterallianz vier.ruhr, die Tanzproduzent*innen Konferenz (TPK) und die Landesförderung Neue Normalität, verantwortlich war. Während des Studiums arbeitete Rika als wissenschaftliche Hilfskraft für verschie dene Projekte am Institut für Theaterwissenschaft an der RUB und hat Artikel und Sammelbände (mit-)herausgegeben. Sie hat bei künstlerischen Projekten der Szenische Forschung mitgewirkt und im letzten Wintersemester am Institut einen Lehrauftrag über Dramaturgien des Widerstands gegeben. Ihr Wissen über die Freie Szene NRWs beinhaltet freiberufliche, institutionelle und kulturpolitische Kontexte. Vor dem Hintergrund ihrer eigenen Biografie hat sich Rika als Diversitätsmanagerin weitergebildet und einen machtkritischen und diversitätssensiblen Ansatz in ihre Arbeitspraxis integriert. Aktuell arbeitet Rika mit den Künstlerinnen Nora Amin und Kati Masami Menze, dem Impulse Festival zusammen. Für das West Off Festival ist sie als Dramaturgin und Koordinatorin verantwortlich. Sie ist gewähltes ehrenamtliches Mitglied der Bochumer Kultur Kommission und stellvertretende Vorsitzende des neugegründeten Vereins Kunst und Handlung e.V., der sich in Bochum für Produktionsstätten für die Freie Szene einsetzt.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2915/2025
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 18.11.2025
- Erstellt
- 06.10.2025 09:37