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Tätigkeitsbericht 2020 des Amtes für Straßen und Verkehrsentwicklung und des Amtes für Verkehrsmanagement
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Tätigkeitsbericht 2020
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Die Oberbürgermeisterin TÄTIGKEITSBERICHT 2020 Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung Amt für Verkehrsmanagement Die Oberbürgermeisterin Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung Amt für Verkehrsmanagement Satz rheinsatz, Köln 64/66/08.2021 Vorwort der beiden Amtsleiter Seite 3 Vorwort der beiden Amtsleiter „Für Wunder muss man beten, für Veränderungen aber arbeiten.“ Thomas von Aquin Sehr geehrte Damen und Herren, das Jahr 2020 mit der Corona-Pandemie hat uns alle vor große Herausforderungen gestellt. Auch im Bereich Mo- bilität war en die Veränderungen spürbar. So sind auf der einen Seite die Fahrgastzahlen des Öffentlichen Perso- nennahverkehrs und des Schienennahverkehrs eingebrochen, auf der anderen Seite waren mehr Menschen als je zuvor auf dem Fahrrad unterwegs. Unsere beiden Ämter sind im vergangenen Jahr den Weg hin zu einer innovativen, umweltfreundlichen und damit zukunftsfähigen Mobilität mit großer Entschlossenheit weiter gegangen. Der Fokus unserer Arbeit sowohl im Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung als auch im Amt für Verkehrsmanagement ist es, Lösungen für die Herausfor- derungen im Verkehr zu finden, die heute funktionieren und darüber hinaus die Weichen für die Zukunft stellen. So ist unabhängig von der Pandemie beispielsweise die Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs ein zentraler Baustein für das Gelingen der Verkehrswende. Neben der Einführung von umfangreichen Taktverdichtun- gen im Stadtbahnnetz zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 haben wir mit der Kölner Verkehrsbetriebe AG den Pilotbetrieb eines On-Demand-Angebots („Isi“) auf die Straße gebracht. Hiervon sollen insbesondere die Stadtteile profitieren, die derzeit noch nicht optimal an den Öffentlichen Personennahverkehr angeschlossen sind. Darüber hinaus ist das Fahrrad mehr denn je ein Verkehrsmittel der Zukunft. Wir haben im vergangenen Jahr weiterhin Raum konsequent umverteilt – weg vom motorisierten Individualverkehr hin zum Fuß- und Radverkehr. Sichtbar wird das bereits an vielen Stellen im Stadtgebiet, beispielsweise auf den Ringen, auf der Nord-Süd-Fahrt oder in der Ehrenstraße. Hier haben wir im Rahmen einer vorgezogenen Ad-hoc-Maßnahme anstelle von Stellplät- zen für Autos mehr Raum für den Fußverkehr und Fahrrad-Abstellplätze geschaffen. Viele weitere Meilensteine konnten wir im vergangenen Jahr erreichen: – Im Februar 2020 hat der Rat die Erstellung eines Sustainable Urban Mobility Plan (SUMP) in Köln beschlossen. Der strategische Maßnahmenplan wird uns helfen, unter Berücksichtigung der gegenwärtigen und künftigen Mobilitätsbedürfnisse der Menschen die Lebensqualität in Stadt und Umland zu verbessern. Bis Mitte des Jahres konnten wir die hierfür benötigten Personalstellen erfolgreich besetzen. – Wir haben die ersten Arbeitspakete im Zusammenhang mit der Machbarkeitsstudie zur Implementierung eines Wasserbus-Angebots auf dem Rhein erfolgreich abgeschlossen. – Mit den Nachbarkommunen haben wir eine Kooperationsvereinbarung zur Entwicklung von RadPendlerRouten im Rechtsrheinischen unterzeichnet. – Wir haben ein neues Konzept für die Abwicklung des Touristenbusverkehrs in der Weihnachtszeit erarbeitet, das zukünftig angewendet werden soll. – Wir haben den Lichtmasterplan entgegennehmen dürfen, der uns als Handlungsleitfaden für die Planung von Straßenbeleuchtungsmaßnahmen dient und zudem Handlungsempfehlung für private Bauherren ist. – Wir haben die Zusage für die Förderung weiterer innovativer und zukunftsweisender Projekte im Bereich des Verkehrsmanagements erhalten. Köln nimmt damit in gleich mehreren Projekten eine Vorreiterrolle für die Digi- talisierung des Verkehrs ein. – Das System der Verkehrstechnik ist als Anlage Kritischer Infrastruktur bewertet und zertifiziert worden. Mit einem Maßnahmenplan und einem ständigen Verbesserungsprozess wird den Maßstäben des IT-Sicherheitsge- setztes entsprochen. Seite 4Tätigkeitsbericht 2020 Dabei wirft der Tätigkeitsbericht nicht nur einen Blick auf die erwähnten Schlaglicht-Projekte. Sie erhalten vielmehr Einblick in alle Aufgaben, die wir in den beiden Ämtern bewältigen, sei es die Planung, der Bau und die Unterhal- tung von Straßen, Wegen, Plätzen oder Ampelanlagen, die Abwicklung des Baustellenmanagements und vieles, vieles mehr. Sehr geehrte Damen und Herren, das oben genannte Zitat des Philosophen und Theologen Thomas von Aquin mag 750 Jahre alt sein, es ist noch im- mer aktuell. Die Verkehrswende ist kein Wunder, das eines Tages eintritt. Unsere Mobilität kann nur dann umwelt- freundlicher und sauberer werden, wenn wir proaktiv attraktive und nachhaltige Angebote schaffen. Dafür arbeiten wir weiterhin. Wir wünschen Ihnen nun einen informativen und unterhaltsamen Einblick in unsere vielfältige Arbeit. Klaus Harzendorf Patric S tieler Leiter des Amtes für Leiter des Amtes für Straßen und Verkehrsentwicklung Verk ehrsmanagement Vorwort der beiden Amtsleiter Seite 5 Inhaltsverzeichnis Vorwort der beiden Amtsleiter ........................................................................................................................... 3 Verkehrsplanung ................................................................................................................................................ 7 Öffentlicher Personennahverkehr und Verkehrsentwicklungsplanung ............................................................... 7 Parkraumkonzepte .................................................................................................................................................. 9 Verkehrskonzept/Verkehrsuntersuchung ............................................................................................................. 11 Nahmobilität / Team des Fahrradbeauftragten .................................................................................................... 14 Straßenerhaltung ............................................................................................................................................... 24 StVO-Anordnungen (Straßenverkehrsbehörde) ..................................................................................................... 24 Grundsatzangelegenheiten .................................................................................................................................... 24 Bauhof ...................................................................................................................................................................... 26 Geodaten und Zustandserfassung ......................................................................................................................... 29 Parkraumbewirtschaftung ...................................................................................................................................... 30 Straßenplanung .................................................................................................................................................. 31 Stadtbezirk 1 (Innenstadt inklusive Deutz) ........................................................................................................... 31 Stadtbezirk 2 (Rodenkirchen) ................................................................................................................................. 33 Stadtbezirk 3 (Lindenthal) ...................................................................................................................................... 35 Stadtbezirk 4 (Ehrenfeld) ........................................................................................................................................ 36 Stadtbezirk 5 (Nippes) ............................................................................................................................................ 38 Stadtbezirk 6 (Chorweiler) ...................................................................................................................................... 40 Stadtbezirk 7 (Porz) ................................................................................................................................................. 41 Stadtbezirk 8 (Kalk) ................................................................................................................................................. 43 Stadtbezirk 9 (Mülheim) ......................................................................................................................................... 45 Stadtbezirksübergreifende Planungen .................................................................................................................. 46 Kapazitätserweiterung der Ost-West-Achse ........................................................................................................... 49 Straßenbau ......................................................................................................................................................... 51 Stadtbezirk 1 (Innenstadt inklusive Deutz) ........................................................................................................... 51 Stadtbezirk 2 (Rodenkirchen) ................................................................................................................................. 52 Stadtbezirk 3 (Lindenthal) ...................................................................................................................................... 52 Stadtbezirk 4 (Ehrenfeld) ........................................................................................................................................ 53 Stadtbezirk 5 (Nippes) ............................................................................................................................................ 54 Stadtbezirk 6 (Chorweiler) ...................................................................................................................................... 55 Stadtbezirk 7 (Porz) ................................................................................................................................................. 56 Stadtbezirk 8 (Kalk) ................................................................................................................................................. 56 Stadtbezirk 9 (Mülheim) ......................................................................................................................................... 57 Aufgrabungsmanagement ...................................................................................................................................... 59 Verkehrsmanagement ........................................................................................................................................ 60 Verkehrssystemmanagement ................................................................................................................................ 60 Planung, Bau und Betrieb von Ampelanlagen ....................................................................................................... 64 Baustellenmanagement ......................................................................................................................................... 68 Öffentliche Beleuchtung ......................................................................................................................................... 69 Stabsstelle Intelligente Verkehrssyteme .............................................................................................................. 71 Seite 6 Tätigkeitsbericht 2020 Luftreinhaltung in Köln ....................................................................................................................................... 75 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ...................................................................................................................... 77 Verkehrssicherheitsarbeit ................................................................................................................................. 80 Finanzen / Personal ........................................................................................................................................... 83 Verkehrsausschuss und Bezirksvertretungen .................................................................................................. 84 Verkehrsplanung Seite 7 Verkehrsplanung Für das Gelingen der Verkehrswende benötigen wir in Köln gute Konzepte und einen langen Atem. Gerade hier stellt der äußerst begrenzte Raum unsere Verkehrsplanung vor große Herausforderungen. Die räumlichen Ressourcen müssen daher besonders effektiv genutzt werden. Die Förderung zukunftsfähiger, nachhaltiger und umweltgerechter Mobilität ist ein zentraler Baustein für das Ge- lingen der Verkehrswende. Durch den Ausbau attraktiver und klimafreundlicher Angebote fördern wir den Umstieg weg vom eigenen Kfz hin zu Sharing-Angeboten, zum Radverkehr und zum Öffentlichen Personennahverkehr. Nicht zuletzt möchten wir den Bedürfnissen des Fußverkehrs in besonderer Weise Rechnung tragen. Mit der Erarbeitung und Umsetzung von Park- und Verkehrskonzepten sorgen wir dafür, dass die Mobilität in einer sich rasch verändern- den und stark wachsenden Stadt wie Köln auch zukünftig gesichert ist. Beispielhaft stellen wir an dieser Stelle einige zentrale Konzepte und Projekte aus dem Bereich Verkehrsplanung vor. Öffentlicher Personennahverkehr und Verkehrsentwicklungsplanung Der Ausbau von Angeboten des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ist nach wie vor eine der zentralen Trieb- federn für das Gelingen der Verkehrswende. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020 haben wir daher gemein- sam mit der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) umfangreiche Taktverdichtungen an Samstagen im Stadtbahnnetz vorgenommen. Analog zu den Taktverdichtungen der Stadtbahnen haben wir damit deutliche Leistungsausweitun- gen im Busnetz umgesetzt. ! Gut zu wissen: Seit dem Fahrplanwechsel bietet die KVB wöchentlich rund 1.480 Fahrten mehr an beziehungsweise verlängert diese. Es werden seitdem im Stadtbahnbetrieb rund 750.000 Kilometer und im Busbetrieb rund 570.000 Kilo- meter jährlich mehr geleistet. Bei der Stadtbahn ist das ein Zuwachs von rund vier Prozent und beim Bus von rund drei Prozent. Erste Erfahrungen haben wir gemeinsam mit der KVB mit den im Dezember 2019 neu eingeführten Expressbuslini- en 172 und 173 auf der Aachener Straße gesammelt. Zur Beschleunigung der Buslinien haben wir zudem bauliche Veränderungen im Straßenraum vorgenommen. Ende 2020 hat die KVB zudem das On-Demand-Angebot „Isi“ als Pilotversuch zur Feinerschließung eingeführt. Ziel ist es, den bestehenden ÖPNV in Teilbereichen zu entlasten und das Angebot insbesondere dort zu erweitern, wo es derzeit nur wenige Alternativen zur Nutzung des eigenen Kfz gibt. Hier stehen jetzt elektrobetriebene Kleinbusse nachfrageorientiert und sowie unabhängig von festen Routen und vorgegebenen Fahrplänen als zusätzliches Ange- bot zur Verfügung. Die Bediengebiete für das Pilotprojekt sind „Rechtsrheinisch Süd“ (Stadtteile Poll, Westhoven, Ensen, Gremberghoven, Porz, Finkenberg, Urbach, Grengel, Elsdorf) und „Linksrheinisch Nord“ (Stadtteile Nippes, Bilderstöckchen, Mauenheim, Weidenpesch, Neuehrenfeld). Als Nachtshuttle ist „Isi“ zudem in der Innenstadt und den angrenzenden Stadtteilen unterwegs, also dort, wo es das dichteste Angebot an Gastronomie, Freizeit und Kul- tur gibt. Das Nacht shuttle an gebot wurde allerdings aufgrund der Corona-Pandemie eingeschränkt beziehungsweise ausgesetzt. ! Gut zu wissen: Weitere Informationen zu „Isi“ sind im Internet zu finden unter kvb.koeln/isi Seite 8 Tätigkeitsbericht 2020 daher eine immer größere Bedeutung zu. Sie sind ein wichtiger Faktor wenn es darum geht, Menschen zum Umstieg weg vom eigenen Kfz zu bewegen. Nachdem der Rat der Stadt Köln 2019 die Errichtung eines flächende- ckenden Netzes an Mobilstationen beschlossen hat, konnten wir im Jahr 2020 unter Berücksichtigung aller Stadtbezirke bereits mehr als ein Dutzend Mobilstationen im Stadtgebiet ausweisen. Parallel haben wir weitere Arbeitsschritte unternommen, die eine kontinuierliche und planvolle Weiterentwicklung des Netzes ermöglichen. Ein weiteres Augenmerk lag in 2020 auf dem Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos. Aus der ersten Realisierungsstufe des Projekts zum Ausbau von Ladestationen im öffentlichen Straßenraum haben wir gemeinsam mit der Stadtwerke Köln GmbH in 2020 die ersten von 200 geplanten Ladesäulen für Kfz in Betrieb genommen. Zudem haben wir damit begonnen, das Konzept für die 2. Stufe des Ladesäulennetzausbaus vorzubereiten. Seit Anfang 2020 stehen zudem im Parkhaus an der LANXESSarena in Köln-Deutz drei Ladesäulen mit insgesamt sechs Ladepunkten bereit, die sowohl zur Aufladung der städtischen Dienstfahrzeuge dienen als auch für private E-Fahr- zeug-Nutzende zur Verfügung stehen. Zudem wurde ein Vergabeverfahren für die Machbarkeitsuntersuchung eines regionalen Wasserbussystems auf dem Rhein durchgeführt. Gemeinsam mit den Städten Leverkusen und Wesseling sowie der beauftragten Bieterge- meinschaft konnten hierfür erste Arbeitspakete erfolgreich abgeschlossen werden. Am 6. Februar 2020 hat der Rat die Erstellung eines Sustainable Urban Mobility Plan (SUMP) in Köln beschlos- sen. Ziel ist eine nachhaltige urbane Mobilitätsplanung. Bei einem SUMP handelt sich um einen strategischen Maßnahmenplan, der die gegenwärtigen und künftigen Mobilitätsbedürfnisse der Menschen berücksichtigt und helfen soll, die Lebensqualität in Stadt und Umland zu verbessern. Ein SUMP beinhaltet nicht nur die weitgefä- cherte Erarbeitung eines städtischen Mobilitätskonzepts, sondern auch dessen Umsetzung und kontinuierliche Weiterentwicklung. Bis Mitte 2020 konnten bereits drei hierfür notwendige Stellen erfolgreich besetzt und der auf mehrere Jahre angelegte Prozess durch einen zunächst verwaltungsinternen Austausch initiiert werden. Erste Ausschreibungsunterlagen für externe Fachbüros u. a. zur Durchführung optimierter Beteiligungsverfahren wurden erstellt. Begleitend dazu haben wir Fördergelder beantragt und Beschlussvorlagen für die Politik vorbereitet, die eine wichtige Voraussetzung für die notwendigen Vergaben darstellen. ! Gut zu wissen: Beim SUMP geht es darum, Mobilität ganzheitlich zu betrachten und bestehende Konzepte sinnvoll zu verknüp- fen und zu optimieren. Insofern stellt der SUMP die Fortentwicklung von Konzepten unter anderem auf Basis des Strategiepapiers „Köln mobil 2025“ dar. Auch zahlreiche aktuelle Großvorhaben anderer Fachbereiche wurden fachlich begleitet und unterstützt. Zu nennen sind hier u. a. die Regionalplanerstellung, die Entwicklung des neuen Stadtteils „Kreuzfeld“, die Planungen in Rondorf-Nordwest sowie Vorhaben im Porzer Süden, in Mülheim-Süd und am Deutzer Hafen. Eine attraktive Anbindung der Nachbarkommunen erscheint insbesondere vor dem Hintergrund, dass jeden Tag nahezu 300.000 Menschen berufsbedingt von außerhalb nach Köln kommen, von besonderer Bedeutung. Daher haben wir gemeinsam mit den benachbarten Kreisen Projekte grenzübergreifend weiter vorangebracht und umgesetzt. So wurde beispielsweise mit dem Rhein-Erft-Kreis die Vorstudie der Stadtbahnverlängerung über Widderdorf und Niederaußem fertiggestellt. Zudem wurde die Schnellbuslinie SB 91 als eine Verbesserung der Verbindung von Rhein-Erft-Kreis und Köln für zunächst zwei Jahre im Pilotversuch eingerichtet. Mit dem Rhein-Sieg- Kreis wurde die Machbarkeitsstudie zur ÖPNV-Rheinquerung über Langel bis Bonn weiter fortgeführt. Die Fertigstel- lung der Studie soll bis Sommer 2021 erfolgen. Die Mobilität der Zukunft erfordert zudem intelligente vernetzte Systeme. Die Bürgerinnen und Bürger, aber auch Unternehmen und öffentliche Einrichtungen beginnen, ihr Mobilitätsverhalten zu verändern. Immer öfter werden Wege nicht mit dem eigenen Pkw von Garage zu Garage zurückgelegt. Dem Ausbau von Mobilstationen, an denen verschiedene Mobilitätsangebote wie beispielsweise Leihräder, Carsharing oder E-Scooter bereit stehen, kommt Gesamtes Isi-BediengebietAusklappbare Rampe für Rollstuhlfahrer ©Christoph Seelbach, KVB E-Ladestation am Eierplätzchen ©Stadtwerke Köln GmbHAusgeschilderte Mobilstation am Bahnhof Ehrenfeld Verkehrsplanung Seite 9 daher eine immer größere Bedeutung zu. Sie sind ein wichtiger Faktor wenn es darum geht, Menschen zum Umstieg weg vom eigenen Kfz zu bewegen. Nachdem der Rat der Stadt Köln 2019 die Errichtung eines flächende- ckenden Netzes an Mobilstationen beschlossen hat, konnten wir im Jahr 2020 unter Berücksichtigung aller Stadtbezirke bereits mehr als ein Dutzend Mobilstationen im Stadtgebiet ausweisen. Parallel haben wir weitere Arbeitsschritte unternommen, die eine kontinuierliche und planvolle Weiterentwicklung des Netzes ermöglichen. Ein weiteres Augenmerk lag in 2020 auf dem Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos. Aus der ersten Realisierungsstufe des Projekts zum Ausbau von Ladestationen im öffentlichen Straßenraum haben wir gemeinsam mit der Stadtwerke Köln GmbH in 2020 die ersten von 200 geplanten Ladesäulen für Kfz in Betrieb genommen. Zudem haben wir damit begonnen, das Konzept für die 2. Stufe des Ladesäulennetzausbaus vorzubereiten. Seit Anfang 2020 stehen zudem im Parkhaus an der LANXESSarena in Köln-Deutz drei Ladesäulen mit insgesamt sechs Ladepunkten bereit, die sowohl zur Aufladung der städtischen Dienstfahrzeuge dienen als auch für private E-Fahr- zeug-Nutzende zur Verfügung stehen. Zudem wurde ein Vergabeverfahren für die Machbarkeitsuntersuchung eines regionalen Wasserbussystems auf dem Rhein durchgeführt. Gemeinsam mit den Städten Leverkusen und Wesseling sowie der beauftragten Bieterge- meinschaft konnten hierfür erste Arbeitspakete erfolgreich abgeschlossen werden. Am 6. Februar 2020 hat der Rat die Erstellung eines Sustainable Urban Mobility Plan (SUMP) in Köln beschlos- sen. Ziel ist eine nachhaltige urbane Mobilitätsplanung. Bei einem SUMP handelt sich um einen strategischen Maßnahmenplan, der die gegenwärtigen und künftigen Mobilitätsbedürfnisse der Menschen berücksichtigt und helfen soll, die Lebensqualität in Stadt und Umland zu verbessern. Ein SUMP beinhaltet nicht nur die weitgefä- cherte Erarbeitung eines städtischen Mobilitätskonzepts, sondern auch dessen Umsetzung und kontinuierliche Weiterentwicklung. Bis Mitte 2020 konnten bereits drei hierfür notwendige Stellen erfolgreich besetzt und der auf mehrere Jahre angelegte Prozess durch einen zunächst verwaltungsinternen Austausch initiiert werden. Erste Ausschreibungsunterlagen für externe Fachbüros u. a. zur Durchführung optimierter Beteiligungsverfahren wurden erstellt. Begleitend dazu haben wir Fördergelder beantragt und Beschlussvorlagen für die Politik vorbereitet, die eine wichtige Voraussetzung für die notwendigen Vergaben darstellen. ! Gut zu wissen: Beim SUMP geht es darum, Mobilität ganzheitlich zu betrachten und bestehende Konzepte sinnvoll zu verknüp- fen und zu optimieren. Insofern stellt der SUMP die Fortentwicklung von Konzepten unter anderem auf Basis des Strategiepapiers „Köln mobil 2025“ dar. Auch zahlreiche aktuelle Großvorhaben anderer Fachbereiche wurden fachlich begleitet und unterstützt. Zu nennen sind hier u. a. die Regionalplanerstellung, die Entwicklung des neuen Stadtteils „Kreuzfeld“, die Planungen in Rondorf-Nordwest sowie Vorhaben im Porzer Süden, in Mülheim-Süd und am Deutzer Hafen. Parkraumkonzepte Eine weitere zentrale Aufgabe der Verkehrsplanung ist es, allen Verkehrsteilnehmenden mit ihren unterschied- lichen Interessen den nötigen Parkraum zu geben. Um die Ansprüche von Anwohnenden, Kund*innen oder Lieferant*innen gleichermaßen so weit wie möglich zufrieden zu stellen, benötigt es nachfrage- und lösungsorien- tierte Parkraumkonzepte, die für eine optimale Nutzungsverteilung der städtischen Stellplätze sorgen. Ein wesentlicher Baustein in diesem Zusammenhang ist das Bewohnerparken. Im Kölner Stadtgebiet gibt es aktuell 47 Bewohnerparkgebiete, davon liegen 21 Gebiete in der Innenstadt. Weitere Bewohnerparkgebiete gibt es in den Stadtbezirken Lindenthal (11); Nippes (6), Ehrenfeld (4), Mülheim (2), Porz (2) und Kalk (1). Seite 10 Tätigkeitsbericht 2020 In den kommenden Jahren werden weitere Bewohnerparkgebiete folgen. So sollen in 2021 folgende Bewohner- parkgebiete umgesetzt werden: – Bayenthal I – Bayenthal II – Pauliviertel in Braunsfeld – Longerich–Graseggerstraße – Ehrenfeld I-IV (Bewohner- reservierung) Für die nachfolgenden Stadtteile/Gebiete ist die Prüfung beziehungsweise Einrichtung von Bewohnerparken in Vorbereitung: – Humboldt – Porz-Urbach – Zollstock I – Zollstock II – Zollstock III – Lindenthal-West Beschlüsse zur Prüfung/Einrichtung von Bewohnerparkgebieten liegen für folgende Stadtteile/Gebiete vor: – Buchforst – Buchheim – Dellbrück – Höhenberg – Klettenberg – Rodenkirchen I – Rodenkirchen II – Stammheim – Thielenbruch – Porz-Eil – Porz-Wahn Interessierte Bürgerinnen und Bürger finden auf der städtischen Internetseite www.stadt-koeln.de/bewohner- parken Antworten auf die häufigsten Fragen rund um das Thema. Ebenso zugänglich sind Pläne mit Erklärungen zu allen Bewohnerparkgebieten im Stadtgebiet. Interessierte können den Bewohnerparkausweis mittlerweile online und zum Selbstausdruck beantragen. Zur Förderung des privaten Carsharings haben wir in 2018 im Rahmen eines Pilotprojektes die Möglichkeit eröffnet, für ein Kfz Bewohnerparkausweise für unterschiedliche Bewohnerparkgebiete auszustellen. Im Jahr 2020 haben von dieser Möglichkeit 84 Bewohner*innen Gebrauch gemacht, was einer Verdopplung gegenüber 2019 ent- spricht. Diese Regelung wurde aktuell um weitere zwei Jahre verlängert. ! Gut zu wissen: Immer mehr Bürger*innen stellen schriftliche Anfragen zum Thema Parken. In 2020 wurden dazu insgesamt 1.103 schriftliche Anfragen beantwortet – das sind fast 20 % mehr als noch in 2019. Carsharing-Unternehmen stellen wir unmittelbar an Verknüpfungspunkten mit dem ÖPNV öffentliches Straßenland zur Verfügung. Das Gesamtangebot der stationsgebundenen Carsharing-Anbieter beträgt derzeit 560 Fahrzeuge, davon insgesamt 32 Elektrofahrzeuge. Aufgrund aktualisierter gesetzlicher Regelungen entwickeln wir derzeit ein stadtweit gültiges Konzept zur Vergabe öffentlichen Verkehrsraumes an Carsharing-Anbieter. Ziel ist es, hierdurch stationsgebundenes Carsharing in allen Stadtteilen anzubieten. Das stadtweite Carsharing-Konzept soll 2021 von den politischen Gremien beschlossen und die Umsetzung initiiert werden. Darüber hinaus ergänzen rund 700 sogenannte „Freefloater“ das Carsharing-Angebot. Es handelt sich um eine Fahrzeugflotte, die regulär im öffentlichen Straßenland oder in öffentlichen Parkhäusern geparkt wird und ohne Vormerkung gebucht werden kann. Dabei werden anfallende Parkgebühren in den festgelegten Geschäftsbereichen von den Betreibern der Fahrzeuge getragen. Die Abrechnung erfolgt automatisch über das Handyparksystem. Zudem haben wir auch in 2020 entsprechend dem Beschluss des Verkehrsausschusses wieder Außengastro- nomie auf Stellplätzen ermöglicht. Aufgrund des Corona-Lockdowns wurde das Angebot zur Unterstützung der Gastronomie besonders wohlwollend umgesetzt. Insgesamt haben wir für das Amt für öffentliche Ordnung im Jahr 2020 zu rund 50 Anträgen eine positive Stellungnahme gegeben. ! Gut zu wissen: Weitere wichtige Tätigkeitsfelder der Gruppe „Parkraumkonzepte“ in 2020 waren die Durchführung und Auswer- tung von Verkehrserhebungen, die Anordnung und Optimierung von Ladezonen, die Parkraumbewirtschaftung in Geschäftsstraßen oder die Mitwirkung bei der Entwicklung und Umsetzung des Ladeinfrastruktur-Konzepts im öffentlichen Straßenraum. Parkmöglichkeiten im öffentlichen Straßenraum Bewohnerparkgebiete ! Gut zu wissen: Durch die ausgegebenen 48.169 Bewohnerparkausweise wurden Erträge in Höhe von rund 1,45 Millionen € erzielt. Verkehrsplanung Seite 11 Interessierte Bürgerinnen und Bürger finden auf der städtischen Internetseite www.stadt-koeln.de/bewohner- parken Antworten auf die häufigsten Fragen rund um das Thema. Ebenso zugänglich sind Pläne mit Erklärungen zu allen Bewohnerparkgebieten im Stadtgebiet. Interessierte können den Bewohnerparkausweis mittlerweile online und zum Selbstausdruck beantragen. Zur Förderung des privaten Carsharings haben wir in 2018 im Rahmen eines Pilotprojektes die Möglichkeit eröffnet, für ein Kfz Bewohnerparkausweise für unterschiedliche Bewohnerparkgebiete auszustellen. Im Jahr 2020 haben von dieser Möglichkeit 84 Bewohner*innen Gebrauch gemacht, was einer Verdopplung gegenüber 2019 ent- spricht. Diese Regelung wurde aktuell um weitere zwei Jahre verlängert. ! Gut zu wissen: Immer mehr Bürger*innen stellen schriftliche Anfragen zum Thema Parken. In 2020 wurden dazu insgesamt 1.103 schriftliche Anfragen beantwortet – das sind fast 20 % mehr als noch in 2019. Carsharing-Unternehmen stellen wir unmittelbar an Verknüpfungspunkten mit dem ÖPNV öffentliches Straßenland zur Verfügung. Das Gesamtangebot der stationsgebundenen Carsharing-Anbieter beträgt derzeit 560 Fahrzeuge, davon insgesamt 32 Elektrofahrzeuge. Aufgrund aktualisierter gesetzlicher Regelungen entwickeln wir derzeit ein stadtweit gültiges Konzept zur Vergabe öffentlichen Verkehrsraumes an Carsharing-Anbieter. Ziel ist es, hierdurch stationsgebundenes Carsharing in allen Stadtteilen anzubieten. Das stadtweite Carsharing-Konzept soll 2021 von den politischen Gremien beschlossen und die Umsetzung initiiert werden. Darüber hinaus ergänzen rund 700 sogenannte „Freefloater“ das Carsharing-Angebot. Es handelt sich um eine Fahrzeugflotte, die regulär im öffentlichen Straßenland oder in öffentlichen Parkhäusern geparkt wird und ohne Vormerkung gebucht werden kann. Dabei werden anfallende Parkgebühren in den festgelegten Geschäftsbereichen von den Betreibern der Fahrzeuge getragen. Die Abrechnung erfolgt automatisch über das Handyparksystem. Zudem haben wir auch in 2020 entsprechend dem Beschluss des Verkehrsausschusses wieder Außengastro- nomie auf Stellplätzen ermöglicht. Aufgrund des Corona-Lockdowns wurde das Angebot zur Unterstützung der Gastronomie besonders wohlwollend umgesetzt. Insgesamt haben wir für das Amt für öffentliche Ordnung im Jahr 2020 zu rund 50 Anträgen eine positive Stellungnahme gegeben. ! Gut zu wissen: Weitere wichtige Tätigkeitsfelder der Gruppe „Parkraumkonzepte“ in 2020 waren die Durchführung und Auswer- tung von Verkehrserhebungen, die Anordnung und Optimierung von Ladezonen, die Parkraumbewirtschaftung in Geschäftsstraßen oder die Mitwirkung bei der Entwicklung und Umsetzung des Ladeinfrastruktur-Konzepts im öffentlichen Straßenraum. Verkehrskonzept/Verkehrsuntersuchung Verkehrskonzepte zeichnen sich dadurch aus, dass sie sowohl für einen größeren Zeitraum als auch für eine größere geografische Einheit (in der Regel mindestens auf Quartiersebene) aufgestellt werden. Sie zielen auf die langfristige Planung und Ausrichtung des Verkehrs ab und berücksichtigen dabei sowohl entsprechende sozio-öko- nomische Entwicklungen als auch Ziele der Raum- und Stadtplanung. Auf diesem Wege setzen Verkehrskonzepte nicht nur den Rahmen für die zukünftige Entwicklung eines Raumes, sondern unter anderem auch für die darauf folgenden ingenieurtechnischen Planungen der zugehörigen Infrastruktur. Die Aufstellung eines Verkehrskonzeptes erfolgt dabei stets unter Berücksichtigung von politischen und gesellschaftlichen Randbedingungen. Wir haben mit dem Sachgebiet „Verkehrskonzept/Verkehrsuntersuchungen“ im Rahmen von Bauleitplanung und Baugenehmigungsverfahren in 2020 mehrere Verkehrsuntersuchungen und Verkehrskonzepte sowohl für städti- Seite 12Tätigkeitsbericht 2020 sche Vorhaben als auch für Projekte von privaten Investoren umgesetzt. So haben wir beispielsweise die laufenden und zukünftigen Großbaumaßnahmen im gesamten Stadtgebiet konzeptionell begleitet. Zudem haben wir Stel- lungnahmen zu Bauanträgen und Bauvoranfragen für die Entwicklung von Wohnen, Gewerbe und Dienstleistungen verfasst und rund 60 Projekte (Vorjahr: 50 Projekte) in Bezug auf den Bau von Kindertagesstätten und Schulen betreut. Die zahlreichen Großbau-Wohnprojekte werden dezernatübergreifend in enger Zusammenarbeit mit der Wohnungsbauleitstelle (Projektkonferenz Wohnungsbau & Baulandmodell) abgestimmt und fortgeführt. Auf Grundlage von politischen Beschlüssen haben wir mehrere Verkehrskonzepte und verkehrliche Untersuchun- gen erstellt und begleitet. Folgende Verkehrskonzepte und verkehrliche Untersuchungen wurden in 2020 schwer- punktmäßig bearbeitet: – Parkstadt-Süd – Deutzer Hafen – Rondorf – Ost-West-Achse – Mülheimer Süden – Gebiet Schanzenstraße – Verkehrsversuch Bayenthal/Marienburg – Verkehrskonzept Anwohnerschutzkonzept RheinEnergieStadion – Verkehrskonzept Nesselrodestraße – Verkehrskonzept Sinziger Straße/Heidekaul – Verkehrskonzept Baadenberger Straße/Ossendorfer Straße – Verkehrsuntersuchung Graseggerstraße – Verkehrsuntersuchung Ehrenfeld ! Gut zu wissen: Coronabedingt konnten einige beauftragte Verkehrsuntersuchungen seit dem 2. Quartal 2020 nicht durchge- führt werden, da die Verkehrsdaten nicht die realen und gewöhnlichen Gegebenheiten abbilden würden. Beispielhaft sei die Verkehrsuntersuchung Kreuzfeld erwähnt. In Köln-Chorweiler soll auf einer Fläche von 80 Hekt- ar der neue Stadtteil „Kreuzfeld“ entwickelt werden. Hier werden unter anderem etwa 3.000 neue Wohneinheiten, eine Gesundheits- und Bildungslandschaft und zahlreiche Arbeitsplätze entstehen. Um die verkehrlichen Gege- benheiten und Voraussetzungen zu untersuchen, haben wir im 4. Quartal 2020 einen Gutachter mit der Erstellung eines Verkehrsgutachtens beauftragt. Die Bearbeitung des Projektes erfolgt in enger Zusammenarbeit und Abstim- mung mit dem Stadtplanungsamt. Ein weiteres Schwerpunktthema im Bereich Verkehrskonzepte war im Jahr 2020 die Umsetzung des im Vorjahr vom Verkehrsausschuss beschlossenen Verkehrsführungskonzepts Altstadt als Zielkonzept für die verkehrliche Entwick- lung des Innenstadtbereichs rund um die Via Culturalis. Wesentliche Ziele der Maßnahmen sind die Reduzierung des Parkens im öffentlichen Straßenraum, die Senkung des Verkehrsaufkommens in der Altstadt, die Stärkung des Fuß- und Radverkehrs sowie die Aufwertung des öffentlichen Straßenlandes. Im Zuge der Umsetzung haben wir im Mai und Juni 2020 weitere Fußgängerzonen in den Straßen Unter Käster, Hühnergasse, Alter Markt (südlich) und Heumarkt (östlich) eingerichtet. Mit Ausnahme von Bewohnerparkplätzen in ausgewählten Straßenzügen sind sämtliche Stellplätze im öffentlichen Straßenland weggefallen. Zudem haben wir Stellflächen für E-Scooter, Lastenfahrräder, Bike- und Carsharing ausgewiesen. Parallel erfolgte eine stadtgestalteri- sche Aufwertung unter anderem mittels Baumkübeln und Sitzmöglichkeiten. ! Gut zu wissen: Die Ziele des Verkehrsführungskonzepts Altstadt sollen auf weitere sogenannte „Lupenräume“ übertragen werden. Maßnahmen der Verkehrsberuhigung, insbesondere in Form von autofreien Straßenabschnitten, sollen auch am Eigelstein sowie in den Bereichen Ehrenstraße/Breite Straße, Severinstraße und Deutzer Freiheit umgesetzt werden. Verkehrsplanung Seite 13 Unser Sachgebiet Verkehrskonzepte ist zudem zuständig für die Koordinierung und Betreuung der im Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung eingehenden Bebauungspläne. Nach Abstimmung mit den Kolleg*innen aus den Abteilungen Verkehrsplanung und Straßenplanung sowie aus dem Amt für Verkehrsmanagement erstellt die Abteilung eine Gesamtstellungnahme. Inhaltlich werden beim Bauleitplanverfahren alle verkehrlichen und straßen- planerischen Belange abgedeckt und entsprechende Forderungen an das Stadtplanungsamt weitergegeben, damit ! Gut zu wissen: Coronabedingt konnten einige beauftragte Verkehrsuntersuchungen seit dem 2. Quartal 2020 nicht durchge- führt werden, da die Verkehrsdaten nicht die realen und gewöhnlichen Gegebenheiten abbilden würden. Beispielhaft sei die Verkehrsuntersuchung Kreuzfeld erwähnt. In Köln-Chorweiler soll auf einer Fläche von 80 Hekt- ar der neue Stadtteil „Kreuzfeld“ entwickelt werden. Hier werden unter anderem etwa 3.000 neue Wohneinheiten, eine Gesundheits- und Bildungslandschaft und zahlreiche Arbeitsplätze entstehen. Um die verkehrlichen Gege- benheiten und Voraussetzungen zu untersuchen, haben wir im 4. Quartal 2020 einen Gutachter mit der Erstellung eines Verkehrsgutachtens beauftragt. Die Bearbeitung des Projektes erfolgt in enger Zusammenarbeit und Abstim- mung mit dem Stadtplanungsamt. Ein weiteres Schwerpunktthema im Bereich Verkehrskonzepte war im Jahr 2020 die Umsetzung des im Vorjahr vom Verkehrsausschuss beschlossenen Verkehrsführungskonzepts Altstadt als Zielkonzept für die verkehrliche Entwick- lung des Innenstadtbereichs rund um die Via Culturalis. Wesentliche Ziele der Maßnahmen sind die Reduzierung des Parkens im öffentlichen Straßenraum, die Senkung des Verkehrsaufkommens in der Altstadt, die Stärkung des Fuß- und Radverkehrs sowie die Aufwertung des öffentlichen Straßenlandes. Im Zuge der Umsetzung haben wir im Mai und Juni 2020 weitere Fußgängerzonen in den Straßen Unter Käster, Hühnergasse, Alter Markt (südlich) und Heumarkt (östlich) eingerichtet. Mit Ausnahme von Bewohnerparkplätzen in ausgewählten Straßenzügen sind sämtliche Stellplätze im öffentlichen Straßenland weggefallen. Zudem haben wir Stellflächen für E-Scooter, Lastenfahrräder, Bike- und Carsharing ausgewiesen. Parallel erfolgte eine stadtgestalteri- sche Aufwertung unter anderem mittels Baumkübeln und Sitzmöglichkeiten. ! Gut zu wissen: Die Ziele des Verkehrsführungskonzepts Altstadt sollen auf weitere sogenannte „Lupenräume“ übertragen werden. Maßnahmen der Verkehrsberuhigung, insbesondere in Form von autofreien Straßenabschnitten, sollen auch am Eigelstein sowie in den Bereichen Ehrenstraße/Breite Straße, Severinstraße und Deutzer Freiheit umgesetzt werden. Quatermarkt nach stadtgestalterischer Aufwertung Verkehrsführungskonzept Altstadt Seite 14Tätigkeitsbericht 2020 diese in den städtebaulichen Konzepten berücksichtigt werden können. Im Jahr 2020 haben wir auf diese Weise an insgesamt 29 Bauleitplanverfahren mitgewirkt. Ein weiterer wichtiger Aufgabenbereich ist die Logistik. Seit 2012 ist das Logistikforum ein zentrales Instrument für den Austausch zwischen Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Wissenschaft und verschiedenen Fachverbänden. Pan- demiebedingt konnte in 2020 nicht wie sonst regelmäßig üblich eine Veranstaltung durchgeführt werden. Dennoch haben wir die Pläne zur Verwirklichung eines Mikrodepots und eines CityHubs weiterentwickelt. Hierbei handelt es sich um Lagerflächen, von denen aus Lastenfahrräder oder fußläufige Transporthilfen für die „letzte Meile“ be- stückt werden können. Gemeinsam mit einer privaten Betreibergesellschaft sowie interessierten Logistikunterneh- men haben wir in 2020 ein Betriebskonzept erarbeitet. Auch in 2020 haben wir das Förderkonzept „Lastenräder für Köln“ als Teil des Maßnahmenkatalogs im Green City Masterplan fortgeführt. Gefördert wird die Anschaffung von (E-)Lastenrädern. Mit dem Förderprogramm schaffen wir Anreize für einen emissionsfreien Warentransport. Antragsberechtigt zur Förderung sind Unterneh- men, Freiberuflich Tätige, Selbstständige, Vereine, Verbände, Soziale Träger, Kindertagespflegeeinrichtungen und private Haushaltsgemeinschaften. Die Nachfrage überstieg auch in 2020 das Angebot deutlich: Nach Ende des Antragszeitraumes am 2. Oktober 2020 lagen insgesamt 505 Anträge vor. Durch eine Verlagerung von Haushalts- mitteln konnte das Volumen von geplant 500.000 € auf insgesamt 540.000 € für 270 Antragstellende aufgestockt werden. Nahmobilität / T eam des Fahrradbeauftragten Ebenfalls zur Abteilung Verkehrsplanung gehört das Sachgebiet Nahmobilität mit dem Team des Fahrradbeauftrag- ten, das sich der Förderung des Fuß- und Radverkehrs widmet. Eine Schlüsselrolle im Bereich der Förderung des Radverkehrs nimmt das Fahrradparken ein. Die Stadt Köln hat sich seit 2007 das Ziel gesetzt, jedes Jahr rund 1.000 zusätzliche Fahrradabstellplätze im öffentlichen Raum bereitzustellen. Wir konnten dieses Ziel auch im Jahr 2020 mit über 2.300 neu geschaffenen Möglichkeiten zum Fahrradparken wieder deutlich übertreffen. Arbeitsschwerpunkte waren die Kölner Innenstadt sowie die Stadtbe- Fahrradabstellanlagen Marsplatz Fahrradabstellanlagen Herzogstraße Verkehrsplanung Seite 15 zirke Lindenthal, Ehrenfeld und Nippes. Im Jahr 2020 sind zudem alleine über 230 neue Anträge für die Schaffung von Fahrradstellplätzen aus der Bürgerschaft eingegangen. Seit Inkrafttreten der StVO-Novelle am 28. April 2020 können zudem Abstellplätze für Lastenfahrräder oder E- Scooter oder Leihräder verkehrsrechtlich ausgewiesen werden. Noch im Jahr 2020 haben wir auf dieser Grundlage erstmalig rund 50 Stellplätze für Lastenfahrräder und Flächen für rund 200 E-Scooter sowie 110 Leihräder einge- richtet. Mit der Einrichtung von Radschutzstreifen kann die Situation für Radfahrende effektiv verbessert werden. Dabei handelt es sich um eine mittels einer gestrichelten Linie von der Fahrbahn abgesetzte Markierung. Seit dem 1. April 2020 ist Kfz auf Radschutzstreifen weder das Halten noch das Parken erlaubt, was den Fahrtkomfort und die Verkehrssicherheit für Radfahrende deutlich erhöht. Auf folgenden Streckenabschnitten haben wir in 2020 Rad- schutzstreifen eingerichtet: – Dellbrück, Eschenbruchstraße: rd. 250 Meter langer, neuer Schutzstreifen – Mülheim, Clevischer Ring: rd. 150 Meter langer Schutzstreifen zwischen Langemaß und Markgrafenstraße und Neuordnung des Parkens – Sülz, Berrenrather Straße: rd. 300 Meter langer Schutzstreifen zwischen Sülzgürtel und Neuenhöfer Allee – Bilderstöckchen, Escher Straße: rd. 400 Meter langer Schutzstreifen zwischen Am Bilderstöckchen und Schie- fersburger Weg – Ehrenfeld, Vogelsanger Straße: rd. 500 Meter langer Schutzstreifen zwischen dem Knoten Vogelsanger Straße, Leyendeckerstraße, Helmholtzstraße und Äußere Kanalstraße/Ecke Maarweg – Nippes, Fahrradachse Nippes-Longerich (Kempener Straße, Etzelstraße, Mauenheimer Gürtel): mehrere Optimie- rungen für den Radverkehr; Markierung eines Schutzstreifens für den Radverkehr Richtung Kreisverkehr Auch konnten wir in 2020 insgesamt 26 weitere Fahrradstraßenabschnitte auf acht Straßen umsetzen, auf denen Autos ab sofort nur noch zu Gast unterwegs sind – mehr als je zuvor. Die Gesamtlänge des Fahrradstraßen- netzes konnten wir damit auf 17,1 Kilometer ausbauen. Ein Arbeitsschwerpunkt lag dabei auf dem Stadtbezirk Lindenthal, wo folgende Straßen und Straßenabschnitte jetzt Fahrradstraßen sind: – Weyertal und Arnulfstraße im Abschnitt zwischen Luxemburger Straße und Bachemer Straße – Nebenfahrbahn der Universitätsstraße im Abschnitt zwischen Clarenbachstraße und Gottfried-Keller-Straße – Eifelwall und Vorgebirgswall im Abschnitt zwischen Volksgarten und Luxemburger Straße Über die entsprechende Beschilderung hinaus weisen großflächige Piktogramme Verkehrsteilnehmende darauf hin, dass sie sich auf einer Fahrradstraße befinden. Sämtliche Abschnitte stellen wichtige Routen für den Radver- kehr dar, die insbesondere von vielen Schülerinnen und Schülern genutzt werden. Fahrradstraße EtzelstraßeFahrradstraße Etzelstraße Seite 16 Tätigkeitsbericht 2020 Weitere Fahrradstraßenabschnitte konnten wir auf den Straßen Unterm Berg (Verbindung Zündorf–Langel), Urba- nusstraße (Zündorf–Libur) und Etzelstraße (Ehrenfeld) umsetzen. ! Gut zu wissen: Wir informieren im Internet über die Regeln, die in Fahrradstraßen gelten sowie über die Fortschritte des Fahr- radstraßenausbaus: www.stadt-koeln.de/fahrradstrassen In Abstimmung zwischen dem Team des Fahrradbeauftragten und dem Amt für Verkehrsmanagement haben wir in 2020 den neuen Grünpfeil für Radfahrende an weiteren Standorten umgesetzt, unter anderem auf der Ulrich- gasse im Stadtteil Altstadt/Süd. Das neue Verkehrszeichen, das ebenfalls im Rahmen der StVO-Novellierung am 28. April 2020 eingeführt wurde, ermöglicht es Radfahrenden, nach vorherigem Anhalten auch bei roter Ampel vorsichtig rechts abzubiegen. Bereits seit Januar 2019 wirken wir zudem an einem Pilotprojekt zur Erprobung des Grünpfeils für Radfahrende mit. Die im Rahmen des Pilotprojekts angebrachten Grünpfeile in Köln-Zollstock (Höninger Weg in Richtung Kalscheurer Weg), Köln-Neustadt/Nord (Venloer Straße in Richtung Spichernstraße) sowie in Köln-Ehrenfeld (Subbel- rather Straße in Richtung Leyendeckerstraße) werden nach den positiven Erfahrungen voraussichtlich dauerhaft bestehen bleiben. Im gesamten Stadtgebiet gibt es mittlerweile 13 Grünpfeile für den Radverkehr. Insgesamt wurden insgesamt 75 weitere Knotenpunkte auf eine mögliche Einrichtung geprüft. Sieben Knotenunkte davon befinden sich derzeit in der engeren Auswahl für die Einrichtung von insgesamt zwölf weiteren Grünpfeilen. Vermehrt richten wir zudem zulasten von Kfz-Fahrstreifen sogenannte „Radfahrstreifen“ ein. Radfahrstreifen sind mit einer dicken, durchgehenden Markierung vom Kfz-Fahrstreifen abgetrennt. Auf ihnen dürfen Autos nicht fahren, halten oder parken. Radfahrende kommen besonders sicher und komfortabel voran. So konnten wir beispielsweise in 2020 auf der Bergisch Gladbacher Straße im Bereich der Hausnummern 511 bis 533 im Rahmen einer Deckensanierung einen 2,50 Meter breiten und rund 140 Meter langen Radfahrstreifen ein- richten, der nicht durch parkende Fahrzeuge beeinträchtigt wird. Bis dahin wurden Radfahrende zwischen parken- den Fahrzeugen auf der einen und einem Gehweg auf der anderen Seite geführt. Ein Arbeitsschwerpunkt im Bereich Radverkehrsförderung war auch in 2020 die weitere Umsetzung des Radver- kehrskonzeptes Innenstadt. Vielfach haben wir auch hier Verkehrsraum zugunsten des Rad- und Fußverkehrs umverteilt. Beispielhaft seien folgende Maßnahmen erwähnt: Radfahrstreifen Bergisch Gladbacher StraßeGrünpfeil für Radfahrende auf der Ulrichgasse Verkehrsplanung Seite 17 – Im Zuge einer Sanierungsmaßnahme der Fahrbahndecke auf der Tel-Aviv-Straße (Nord-Süd-Fahrt) konnten wir in nördlicher Fahrtrichtung zwischen der Kleinen Spitzengasse und dem Blaubach einen Radfahrstreifen statt einer Kfz-Fahrspur einrichten. – Auf der Neuköllner Straße (Nord-Süd-Fahrt) haben wir zwischen Blaubach und Sternengasse die gesamte rechte Autofahrspur in einen Radfahrstreifen umgewandelt. Ein neuer Fahrradschutzstreifen ist in der östlichen Einmündung der Agrippastraße in die Neuköllner Straße entstanden. Zwei neue Flächen für das indirekte Links- abbiegen ermöglichen den Radfahrerinnen und Radfahrern nun neue Abbiegemöglichkeiten in die westliche und östliche Agrippastraße. – Auf der Fläche des ehemaligen Touristenbushaltes in der Komödienstraße zwischen Marzellenstraße und Tu- nisstraße haben wir einen rund vier Meter breiten Radfahrstreifen eingerichtet. Vor der Fußgängerampel haben wir zur Erhöhung des Komforts und der Verkehrssicherheit eine große Radaufstellfläche eingerichtet, über die Radfahrende leichter den Linksabbiegestreifen in Richtung Tunisstraße erreichen können. – Im August 2020 haben wir auf dem Habsburgerring zwischen Richard-Wagner-Straße/Pilgrimstraße und Lin- denstraße/Schaafenstraße in beiden Fahrtrichtungen eine Autospur in eine Radspur umgewandelt. – Im Oktober 2020 sind am Barbarossaplatz in nördlicher Fahrtrichtung zwischen Neue Weyerstraße und Fried- richstraße (Anschluss Pilotstrecke) sowie in südlicher Fahrtrichtung zwischen Zülpicher Platz und Roonstraße bis zu 2,50 Meter breite Radfahrstreifen entstanden. Erstmalig in Köln haben wir hierbei Ladezonen und Taxistrei- fen in Mittellage eingerichtet. – Auf dem Abschnitt des Hohenzollernrings zwischen Rudolfplatz und Ehrenstraße haben wir einen 2,50 Meter breiten Radfahrstreifen eingerichtet. In diesem Teilabschnitt wird der Radfahrstreifen durch einen 0,75 Meter breiten Sicherheitsraum zur Fahrbahn abgetrennt. – Auf dem Ubierring haben wir in nördlicher Fahrtrichtung zwischen Agrippinaufer und Alteburger Straße im Au- gust 2020 einen komfortablen Radfahrstreifen eingerichtet. Bereits in der Zufahrt vom Agrippinaufer haben wir dabei die Fahrspuren für Kfz auf eine Fahrspur reduziert und eine klare Zufahrtsituation geschaffen. – Im Bereich der Pilotstrecke auf dem Hohenstaufenring haben wir im August 2020 begonnen, die baulichen Radwege komplett zurückzubauen. Zwischen Lindenstraße und Beethovenstraße stehen die Nebenanlagen nunmehr wieder vollständig dem Fußverkehr zur Verfügung. Der Rückbau dient der Vermeidung von Konflikten zwischen Fuß- und Radverkehr. Radfahrstreifen Ubierring Seite 18 Tätigkeitsbericht 2020 Das Projekt RadPendlerRouten ist eine Kooperation zwischen uns und den rechtsrheinisch an Köln grenzenden Kreisen und Kommunen. Am 24. September 2020 haben die Städte Köln, Leverkusen, Bergisch Gladbach, Rösrath, Lohmar, Niederkassel, Troisdorf sowie der Rhein-Sieg-Kreis und der Rheinisch-Bergische Kreis eine Kooperations- vereinbarung zur Umsetzung der RadPendlerRouten im Rechtsrheinischen unterzeichnet. Ziel ist es, schnelle Radwegeverbindungen zwischen diesen Nachbarn und Köln zu schaffen. Von den RadPendlerRouten sollen sowohl Berufspendler*innen wie auch Freizeitradfahrende profitieren. Ziele sind eine Entlastung des stark beanspruchten Verkehrsnetzes im Rechtsrheinischen, eine Stärkung des Umweltverbunds und die Ertüchtigung von zügigen, klimafreundlichen Pendlerverbindungen zwischen der Rheinschiene und dem Rechtsrheinischen. In der 2019 fertiggestellten Machbarkeitsstudie zu den Radpendlerrouten wurden vier Trassen definiert, die aus dem rechts- rheinischen Köln nach Leverkusen, Bergisch Gladbach, Rösrath und Lohmar sowie Troisdorf und Niederkassel mit Anbindung an den ÖPNV führen. ! Gut zu wissen: Die Hauptachsen der RadPendlerRouten haben eine Gesamtlänge von rund 80 Kilometern und sollen in Zu- kunft durch Zubringerrouten ergänzt werden, sodass ein zusammenhängendes Radwegenetz entsteht Wir werden nun mit den Beteiligten der jeweiligen Route in die weitere Planung einsteigen und in einem ersten Schritt Möglichkeiten für kurzfristige Verbesserungen aufzeigen und umsetzen. Gleichzeitig wird ein Fachbüro das Gesamtprojekt begleiten. Unser Radwegesanierungsprogramm dient der Erneuerung und Umgestaltung von sanierungsbedürftigen Radwegen und Nebenanlagen. Im Rahmen der Maßnahmen werden nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entsprechende Radwege baulich angepasst. Diese werden beispielsweise verbreitert, in einem anderen Material ausgeführt oder mit taktilen Elementen ausgerüstet. In 2020 haben wir im Zuge des Radwegesanierungsprogramms folgende Maßnahmen umgesetzt: – Stadtbezirk Rodenkirchen: – Heidekaul zwischen Sinziger Straße und Militärringstraße, Länge ca. 500 m, Baukosten ca. 75.000 € – Stadtbezirk Ehrenfeld: – Äußere Kanalstraße zwischen Iltisstraße und Borsigstraße, Länge ca. 800 m, Baukosten ca. 500.000 € – Radweg parallel A57, 1. Bauabschnitt zwischen Wöhlerstraße und Parkgürtel, Länge ca. 400 m, Baukosten ca. 200.000 € – Querungsmöglichkeit Innere Kanalstraße (auf Höhe Fernmeldeturm), Baukosten ca. 309.000 € Unterzeichnung Kooperationsvereinbarung Radpendlerrouten Verkehrsplanung Seite 19 – Stadtbezirk Nippes: – Verbindungsweg Nordpark zwischen Xantener Straße und Nordpark, Länge ca. 280 m, Baukosten ca. 30.000 € – Blücherpark Wegeverbindung, Baukosten ca. 120.000 € – Stadtbezirk Chorweiler: – Oranjehofstraße zwischen Neusser Landstraße und Edsel-Ford-Straße, Länge ca. 900 m, Baukosten 300.000 € – Regio Grün Radroute Auweiler zwischen Auweilerweg und Pulheim, Länge ca. 750 m, Baukosten ca. 160.000 € – Deichkronenweg Merkenich zwischen Ivenshofweg und Merkenicher Ringstraße, Länge ca. 1.800 m, Baukosten ca. 200.000 € – Stadtbezirk Porz: – Loorweg (zwischen Auf dem Loor und Loorweg 19), Länge ca. 650 m, Baukosten ca. 60.000 € – Grengeler Mauspfad (zwischen Vorm Wald und Waldstraße), Länge ca. 100 m, Baukosten ca. 50.000 € – Stadtbezirk Kalk: – Frankfurter Straße zwischen Höhenberger Ring und Fuldaer Straße, Länge ca. 360 m, Baukosten ca. 295.000 € – Stadtbezirk Mülheim – Flittarder Damm zwischen Am Stammheimer Schlosspark und Hubertusstraße, Länge ca. 2.000 m, Baukosten ca. 50.000 € – Grüner Kuhweg Höhe Eisenbahn bis Golfplatz, Länge ca. 850 m, Baukosten ca.100.000 € Das Radverkehrskonzept Ehrenfeld liegt jetzt vor und geht nach einer umfangreichen Bearbeitungsphase in die politische Beratung. Das Konzept soll langfristig zur Stärkung und Förderung des Radverkehrs im Bezirk beitragen. Begleitend zur Bearbeitung des Konzeptes fand ein intensiver Beteiligungsprozess statt. In insgesamt drei Fachar- beitskreisen, die aus Vertreter*innen der Politik, von Initiativen und Verbänden sowie dem Planungsbüro und der Verwaltung bestanden, haben wir mit dem beauftragten Planungsbüro fortlaufend den Fortschritt des Konzeptes vorgestellt und diskutiert. Alle Ergebnisse und Eingaben aus diesen Arbeitskreisen wurden aufgenommen und in der weiteren Bearbeitung geprüft. Auch die breite Bürgerschaft konnte sich intensiv einbringen: Im Oktober 2020 fand die Bürgerbeteiligung mit einer digitalen Öffentlichkeitsbeteiligungsveranstaltung ihren Abschluss. Bis zu 600 Personen verfolgten den Livestream, in dessen Rahmen sich Bürger*innen informieren und mittels einer Chat-Funktion aktiv beteiligen konnten. Digitale Bürgerinformation zum Radverkehrskonzept EhrenfeldRadwegsanierung Deichkronenweg Seite 20 Tätigkeitsbericht 2020 Die Umsetzung des Radverkehrskonzeptes Ehrenfeld soll es ermöglichen, den Stadtbezirk komfortabel auf durch- gängigen Achsen mit dem Rad zu befahren. Die folgenden sechs Achsen sollen langfristig weiterentwickelt werden: – Achse Oskar-Jäger-Straße – Helmholtzstraße, – Achse Weinsbergstraße – Widdersdorfer Straße, – Achse Vogelsanger Straße – Vitalisstraße, – Fahrradstraßenachse Stammstraße – Marienstraße, – Fahrradstraßenachse Feltenstraße – Rochusstraße, – Achse Frohnhofstraße – Mühlenweg. In den nächsten drei Jahren werden auf diesen Achsen verschiedene Einzelmaßnahmen für die Schaffung einer durchgängigen und attraktiven Radverkehrsachse umgesetzt. Für die weitere Beteiligung der breiten Öffentlichkeit wird das Team des Fahrradbeauftragten eine digitale Karte mit den vom Gutachter vorgeschlagenen Maßnahmen veröffentlichen. Aus dieser Karte sollen aktuelle Planungen und Umsetzungsstände ersichtlich sein. Der Rat der Stadt Köln hatte eine Überprüfung, Überplanung und ggf. den Umbau aller 510 in Köln vorhandenen sogenannten freilaufenden Rechtsabbieger beschlossen. Aufgrund dieses Ratsbeschlusses erarbeiten wir in Zusammenarbeit mit einem Ingenieurbüro eine Machbarkeitsstudie, die diese Knotenpunkte untersucht und Maß- nahmen zu deren Umbau vorschlägt. In einem begleitenden Arbeitskreis begleiten wir die Studie gemeinsam mit Vertreter*innen mehrerer Fachdienststellen, der Polizei sowie der Verkehrsverbände. Hier haben wir eine Priorisie- rung der zu betrachtenden Knotenpunkte vorgenommen und so in einem ersten Schritt zunächst 33 Knotenpunkte identifiziert, bei denen aufgrund des Unfallgeschehens hoher Handlungsbedarf besteht. Parallel wurde untersucht, welche Knotenpunkte mit einfachen Maßnahmen wie beispielsweise Abpollerungen oder signaltechnischen Maßnahmen kurzfristig entschärft werden können. So konnten 2020 bereits zehn Knoten- punkte entschärft werden. Für acht im Arbeitskreis als prioritär eingestufte Einzelknoten wurden bereits detaillierte Lösungsvorschläge erarbeitet, die mittelfristig umgesetzt werden sollen. Zudem wurde ein Baukastensystem zur Entschärfung freilaufender Rechtsabbieger entwickelt, das sukzessive für die anderen Knotenpunkte zum Einsatz kommen soll. Darüber hinaus haben wir auch in 2020 einige Einbahnstraßen für Radfahrende in Gegenrichtung geöffnet. So konnten wir eine wichtige, neue Verbindung für Radfahrende im Kölner Norden schaffen: Die Grethenstraße in Alt-Longerich ist jetzt zwischen S-Bahnhof und Longericher Hauptstraße in beiden Richtungen für Radfahrende befahrbar. Neben der Durchführung von Beschilderungsarbeiten haben wir die Situation für Radfahrende mittels Markierungsarbeiten verbessert. Darüber hinaus haben wir im Rahmen des Radverkehrskonzeptes Innenstadt die Einbahnstraße Im Sionstal zwischen Kleine Witschgasse und Mechtildisstraße für Radfahrende in Gegenrichtung geöffnet. Die Straße ist Bestandteil der mit dem Radverkehrskonzept Innenstadt beschlossenen Fahrradstraßen- achse zwischen Heumarkt/Mühlenbach und der geplanten Parkstadt Süd. Zudem konnten wir die Ehrenfelder Hüttenstraße für den gegenläufigen Radverkehr öffnen. An der Einmündung der Spichernstraße in die Erftstraße konnten wir neue Fahrbeziehungen für Radfahrende schaffen. Im Zuge einer Ampelerneuerung haben wir neue Radsignale installiert sowie zwei breite Radfurten über die Erftstraße markiert. Zwei neue Pflasterflächen bieten aus nördlicher Richtung kommenden Radfahrenden Raum zum Aufstellen vor der Querung. Von Süden kommende Radfahrende können nun über die Grünfläche hin- weg den Radweg erreichen. In der Altstadt/Nord haben wir die linksrheinische Abfahrt von der Deutzer Brücke in Richtung Augustinerstra- ße/Neumarkt für Radfahrende verbessert. Die Deutzer Brücke wird von etwa 5.000 Radfahrenden im Tagesverkehr befahren. Wir haben im Zuge einer Fahrbahndeckenerneuerung den Schutzstreifen für Radfahrende auf 1,75 Meter verbreitert sowie die Verflechtungsbereiche zwischen Autoverkehr und Radverkehr deutlich verbessert. Verkehrsplanung Seite 21 Zum Sachgebiet Nahmobilität gehört zudem die Verkehrssimulation. Im Zusammenhang mit der 2. Fortschrei- bung des Luftreinhalteplans haben wir hier in 2020 beispielsweise Kfz-Verkehrsbelastungskarten unter der Berück- sichtigung geplanter Straßeninfrastruktur-Großbauvorhaben erstellt. Wir haben das städtische Verkehrssimulati- onsmodell im ersten Schritt auf Grundlage aktueller Kfz-Zähldaten an Messstellen des LANUV (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW) an die reale Belastungssituation angepasst. Im zweiten Schritt erfolgte, auf Grundlage der geplanten Bauvorhaben im über- und untergeordneten Straßennetz, die Simulation der durch Verkehrsverlagerungen bedingten Auswirkungen. Weitere Verkehrsuntersuchungen wurden im Sachgebiet in 2020 durchgeführt zur Verkehrsführung auf der Luxemburger Straße, der Verkehrsregelung auf der Moselstraße und der Verkehrsregelung auf der Trankgasse. Kfz-Verkehrsbelastungskarte Seite 22Tätigkeitsbericht 2020 Die Auswertung der Radverkehrs-Zählstellen im Kölner Stadtgebiet hat für das Jahr 2020 einen weiteren Anstieg der Anzahl von Radfahrenden in Köln deutlich gemacht. In 2020 haben wir an zwölf Dauerzählstellen insgesamt 14.212.358 Radbewegungen gemessen, das sind rund elf Prozent mehr als im Vorjahr und ein neuer Allzeit-Re- kord. Hinzu kommen 1.356.215 Radbewegungen an der im Frühjahr 2020 neu eingerichteten 13. Dauerzählstelle Universitätsstraße. Gemessen an den sonst üblichen Zunahmen des Radverkehrs in Höhe von drei bis fünf Prozent pro Jahr wurde die ohnehin steigende Zahl der Radfahrenden durch die Pandemie nochmals verstärkt. Besonders hervorzuheben ist die Zählstelle an der Alfred-Schütte-Allee. Hier stiegen die Radverkehrszahlen im Vergleich zum Vorjahr um 63 Prozent. ! Gut zu wissen: Die Dauerzählstellen verzeichneten am 24. Juni 2020 einen nie dagewesenen Spitzenwert von 72.830 Rad- fahrten. Dieser Spitzenwert liegt knapp zehn Prozent über dem Spitzenwert aus dem Juli 2019. Im Rahmen von ExWoSt, eines mit Bundesmitteln geförderten städtebaulichen Modellvorhabens zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs, haben Anwohnende in 2020 Parkplätze im Severins- und Pantaleonsviertel auf kreative Weise umgestaltet. Im August haben wir gemeinsam mit der Inititative AGORA Köln sechs Nachbarschaftsprojekte auf Parkplätzen im Severins- und Pantaleonsviertel vorgestellt. Die sogenannten Parklets haben Passanten im öffentlichen Raum zum Verweilen, zum Barfußgehen, zum Theater im Freien, zum Gärtnern in Hochbeeten oder dem Tausch von Büchern eingeladen. Im Projekt waren neben freien Nachbarschaftsgruppen auch das Bürgerhaus Stollwerck, die Kartäuserkirche und das Richard-Riemerschmid-Berufskolleg aktiv. Es handelte sich hierbei um tem- poräre Aktionen, die bis zum 30. November 2020 stattgefunden haben. Die Erfahrungen werden derzeit ausgewer- tet und auf Übertragbarkeit geprüft. Leider konnten wir mit dem Team des Fahrradbeauftragten im Jahr 2020 coronabedingt viele geplante Aktionen wie beispielsweise die Aktion „Fahrradbeauftragter on Tour“ nicht durchführen. Dennoch haben wir uns an verschie- denen Aktionen beteiligt, beispielsweise an Radaktionstagen der Polizei oder dem Aktionstag „Köln bewegt sich“ des Kriminalpräventiven Rates. Rad-Dauerzä hlstellen im Wochenvergleich 2019 und 2020 Verkehrsplanung Seite 23 Auch die regelmäßig stattfindenden stadtbezirklichen Runden Tische zum Thema Radverkehr konnten coronabe- dingt nicht wie gewohnt persönlich vor Ort stattfinden, sondern mussten in digitaler Form durchgeführt werden. Dies stand dem Austausch mit der Politik und den Verbänden jedoch nicht im Weg. Barfußpfad – Nachbarschaftsprojekt im Severinsviertel Seite 24Tätigkeitsbericht 2020 Straßenerhaltung In der Abteilung Straßenerhaltung sorgen wir mit der Bewältigung einer Vielzahl von unterschiedlichen Aufgaben dafür, dass trotz der ständigen Einwirkung von Verkehr und Klima die Leistungsfähigkeit, Verkehrssicherheit und bauliche Substanz von Straßen, Wegen und Plätzen erhalten bleibt. StVO-Anordnungen (Straßenverkehrsbehörde) Unsere Sachgebiet StVO-Anordnungen ist als Untere Straßenverkehrsbehörde unter anderem zuständig für die Anordnung von – Verkehrszeichen und Straßenmarkierungen, – Verkehrsbeschränkungen wie Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Einbahnstraßen, – Querungshilfen wie Zebrastreifen oder Mittelinseln oder – Behindertenparkplätzen. Unsere Straßenverkehrsbehörde ist in nahezu alle Planungs- und Umgestaltungsprozesse eingebunden, so bei- spielsweise in 2020 bei der Einrichtung des Verkehrskonzeptes Altstadt. Mit der Zuständigkeit für Einrichtung von Querungshilfen und Geschwindigkeitsbeschränkungen leisten wir hier einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in der Stadt. Darüber hinaus landen täglich eine Vielzahl von Anfragen aus der Bürgerschaft, der Politik, den Sozialen Medien oder der Presse im Posteingang, die beantwortet werden müssen. Grundsatzangelegenheiten Die Reinigung von öffentlichen Flächen im Rahmen der haushaltsfinanzierten Reinigung ist eine der Aufgaben, die unser Sachgebiet Grundsatzangelegenheiten wahrnimmt. Die Reinigung von öffentlichen Flächen in Köln wird zum einen über die gebührenfinanzierte Reinigung gemäß der Straßenreinigungssatzung und damit im Regelfall über die Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH (AWB) und zum anderen über die haushaltsfinanzierte Reinigung in unserem Amt durchgeführt. Die haushaltsfinanzierte Reinigung erfolgt in den Bereichen, wo keine satzungsgemäße Reinigung auf die Anlieger übertragen werden kann oder wo eine Reinigungsleistung erforderlich ist, die über die reguläre Satzungsleistung hinausgeht. Auch die Reinigung der Bereiche, in denen das Amt für Landschaftspflege Reinigung Spindel Turkuplatz Reinigung Spindel Turkuplatz Straßenerhaltung Seite 25 und Grünflächen Anlieger ist, die Reinigung der Tunnel vom Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau und die Beauftragung von zusätzlicher Reinigung nach Wochenmärkten gehören zur haushaltsfinanzierten Reinigung. In einem seit 2019 geltenden Vertrag sind die Zuständigkeitsbereiche von Stadt Köln und AWB klar definiert. Die Reinigung der Fußgängerspindel am Turkuplatz in Chorweiler und des dazugehörigen Umfeldes war eines der größeren Projekte in 2020. Insbesondere haben wir hier den Beton von witterungsbedingten Verschmutzungen, im wesentlichen Algen- und Moosbewuchs, befreit. Dieser in der Regel leicht haftende, aber in die offenen Betonporen vor- dringende Schmutz wurde primär mittels Hochdruckwasserstrahlverfahren entfernt. Bedingt durch die ungewöhnliche Form des Bauwerks kam eine Hebebühne zum Einsatz, welche die Reinigung auch an schwierigen Stellen ermöglichte. Das Stadtmobiliar am Liverpooler Platz und in der Lyoner Passage wurde während dieser Arbeiten ebenfalls gereinigt. Außerdem erwähnenswert ist die Reinigung der Fußwege rund um die obere Röhre des Kalker Tunnels. Hierbei wur- den in der Umgebung die Zugangswege zum Tunnel von Wildkräutern befreit. Sämtliche Entwässerungsrinnen wurden geöffnet, kontrolliert und bei Bedarf von Dreck befreit. Der Fußweg innerhalb des Tunnels und die Verkabelung der Be- leuchtungsanlagen waren durch Taubenkot verunreinigt. Es erfolgte eine Reinigung und eine anschließende Montage einer Kabelabdeckung, wodurch zukünftige Reinigungen erleichtert werden. Abschließend erfolgte eine Graffitientfer- nung durch die Kölner Anti Spray Aktion (KASA), ein speziell für das Entfernen von Farbschmierereien geschultes Team der AWB. Das Hauptaugenmerk der haushaltsfinanzierten Reinigung liegt allerdings im Tagesgeschäft der Straßen- und Gehweg- reinigung. Für wiederkehrende Reinigungsaufträge haben wir ein Leistungsverzeichnis angelegt, welches in Kooperati- on mit der AWB und dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen betrieben wird. Über die Jahre wurde dieses Leistungsverzeichnis stetig ergänzt und überarbeitet. Reinigung Zugang Kalker Tunnel Anzahl der eingetragenen Örtlichkeiten im Leistungsverzeichnis Seite 26 Tätigkeitsbericht 2020 ! Gut zu wissen: Mittlerweile haben wir knapp 1.800 Örtlichkeiten im Leistungsverzeichnis aufgenommen. Übrigens: Zur Ge- währleistung der Reinigungsqualität haben wir im Jahr 2020 insgesamt 720 Kontrollen durchgeführt und die Behebung etwaiger Mängel eingefordert. Ebenfalls in unser Sachgebiet Grundsatzangelegenheiten fällt die Betreuung der Straßendatenbank VIA VIS. Sie ist das zentrale Werkzeug für die digitale Erfassung von Eingriffen im Kölner Straßenumfeld. Mit Hilfe eines verein- fachten Achsennetzes können Informationen beispielsweise über Aufgrabungen, Baumaßnahmen, Schäden an Flächen und Objekten oder Straßenzustandserfassungen an ihrer jeweiligen Position vermerkt, bearbeitet und abgefragt werden. Das Achsennetz gilt außerdem als Grundlage für weitere Produkte der VIA-Familie wie VIA LSA (Lichtsignalanlagen) oder VIA Baustelle, die in unserem Amt für Verkehrsmanagement eingesetzt werden. Zudem ist VIA VIS für die Erstellung von Statistiken von großem Nutzen, beispielsweise für Jahresauswertungen oder für Abfragen zum Mittelabfluss. Großen Nutzen hat das Programm insbesondere für die Wegebegeher*innen unseres Bauhofs, die für das Aufneh- men neuer Flächen- und Objektschäden zuständig sind. Mittels Smartphones und Tablets arbeiten unsere Mitarbei- tenden mittlerweile weit überwiegend digital. Neben wegfallender Papierarbeit bedeutet dies insbesondere Zeiter- sparnis durch vereinfachte Vor- und Nachbearbeitung der Aufträge. Bauhof Unser Bauhof im Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung kontrolliert und unterhält die öffentlichen Straßen, Wege und Plätze und sorgt für die Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit. Dazu gehören die Absicherung und Beseitigung von Fahrbahn- und Gehwegschäden, die Unterhaltung aller Verkehrszeichen des Straßenmobiliars und sämtliche Fahrbahnmarkierungen. Ausschnitt VIA VIS Straßenerhaltung Seite 27 Unser im Bauhof angesiedelter Fachbereich für Fahrbahnmarkierungen führt zunehmend neben unterhaltenden Maßnahmen auch größere Projekte insbesondere im Ausbau des Radverkehrsnetzes aus. Für 2020 zu nennen sind hier die Einrichtung von Fahrradstraßen oder die Einrichtung von Radfahrstreifen auf den Ringen, wo der Fokus auf Ummarkierungen lag. ! Gut zu wissen: Auf unseren beiden Kölner Bauhofstandorten in Braunsfeld und in Höhenberg sind derzeit rund 130 Mit arbeiter - *innen aktiv. Unser Bauhof hält einen 24/7-Bereitschaftsdienst vor, der zur Beseitigung der unmittelbaren Unfallgefahren stadt- weit im Einsatz ist. Bei notwendigen Sondermaßnahmen wie Absperrungen für Demonstrationen, verkehrssichern- de Maßnahmen im Hochwasserfall oder Winterdienst richten wir zudem eine Präsenzbereitschaft auch außerhalb der Dienstzeiten ein. Im Jahr 2020 haben wir im Kölner Stadtgebiet insgesamt 19.777 Straßenschäden (Vorjahr: 20.037) erfasst. Insgesamt 14.900 Flächenschäden (2019: 13.671) und 7.180 Objektschäden, z. B. Schäden an Pollern, Drängelgit- tern oder Beschilderung (2019: 6.167), konnten wir in 2020 beheben. Zudem hat unser Bauhof aufgrund der coranabedingt besonderen Einsatzlage diverse Sondereinsätze übernom- men. So haben wir beispielsweise erforderliche und kurzfristige Sperrungen von Straßen, Wegen und Plätzen umgesetzt. Hierzu gehörte beispielsweise die Schaffung von Parkmöglichkeiten für Krankenhauspersonal, ver- kehrsleitende Unterstützung für Corona-Testzentren, Unterstützung bei der Einrichtung von Ausgabestellen für medizinisches Personal, Verkehrssperrungen zur Unterbindung der Kfz-Poser-Szene (Kennedy-Ufer) oder Beschil- derungen und Absperrungen zu Verweilverboten oder Zugangsbeschränkungen auf Plätzen und Anlagen. Darüber hinaus haben wir Corona-Hinweis-Markierungen auf der Hohe Straße aufgebracht sowie Absperrmaterialien zum Karnevalsauftakt am 11.11. und an Silvester bereitgestellt. ! Gut zu wissen: Alleine zur Bewältigung dieser Sondermaßnahmen sind im Bauhof mehr als 5.000 Arbeitsstunden geleistet worden, davon fast die Hälfte als Überstunden. Die Anzahl der offenen Schäden ist gleichbleibend hoch und konnte aufgrund des fortbestehenden Personalman- gels nicht reduziert werden. Zudem sind viele Schlaglöcher auf Vorschädigungen der Kölner Straßen zurückzufüh- ren. Ganzjährig sind neben unseren Kräften bis zu vier Fremdfirmen im Auftrag unseres Bauhofes für punktuelle Schadensbeseitigungen im Einsatz. Trotz ausbleibender echter Wintertage in 2020 waren die Straßenschäden im Schlaglochbeseitigung im Gehwegbereich Piktogramm Abstand halten grün Seite 28 Tätigkeitsbericht 2020 Frühjahr so gravierend, dass unsere Bauhofmitarbeiter*innen an einem Wochenende im März auf freiwilliger Basis eine eigens initiierte Schlaglochbeseitigungsaktion durchgeführt haben. Schadensentwicklung 2020 Es bleibt festzuhalten, dass der Bauhof reine punktuelle Schadensbeseitigung im Sinne der Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit durchführt. Größere Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten von Straßenzügen oder ganzen Straßen sowie von Wegen und Plätzen werden über die Abteilung des Straßenausbaus durchgeführt. Auf den Bauhöfen werden zwölf Auszubildende als Facharbeitende im Bereich der Straßenwärterstellen ausgebil- det. Dieses Jahr mussten Kooperationen und Projekte, die in den Vorjahren auch in Auslandsaustauschprogram- men durchgeführt werden konnten, wegen der Corona-Pandemie zurückstehen. In Kooperation mit dem Rechts- und Versicherungsamt wurden von der Regressabteilung 301 (2019: 227) Rechts- fälle mit Schadenersatzansprüchen bearbeitet. Der Fuhrpark unseres Bauhofs besteht aus 42 Fahrzeugen. Neben einfachen Pkw, teils mit Elektroantrieb, zur Streckenkontrolle handelt es sich um Lkw für Unterhaltungs- und Beschilderungsarbeiten sowie Spezialfahrzeuge wie Thermocontainer, Kehrmaschinen und Radlader. Alle Fahrzeuge können auch für den Einsatz im Winterdienst mit Aufsatzstreuer und Schneepflug umgerüstet werden. Die Fahrleistung der Fahrzeuge betrug in 2020 insgesamt 439.407 Kilometer. Personal Bauhöfe Straßenerhaltung Seite 29 ! Gut zu wissen: Seit Ende 2020 rüsten wir unsere Lkw über 7,5 Tonnen Gesamtgewicht nach und nach mit kamerabasierten und vom Kraftfahrbundesamt zertifizierten echten Abbiegeassistenten aus und setzen damit die erst in den kommenden Jahren verbindlichen Vorschriften vorab um. Im Hochwasserfall sorgen wir gemeinsam mit den Stadtentwässerungsbetrieben (StEB) für eine pegelstandsabhän- gige Verkehrssicherung. Das zwischen 6. Februar und 19. März 2020 andauernde Hochwasser mit einem Pegel- höchststand von 7,14 Meter haben wir routinemäßig in Zusammenarbeit mit den StEB abgesichert. Weitere größere Projekte unseres Bauhofs in 2020 war die Abpollerung von Stellplätzen im Bereich der Ehren- straße, die Umsetzung eines ersten Teilbereichs der Verkehrsberuhigung am Eigelstein sowie die Erweiterung von Fußgängerzonen im Zuge der Umsetzung des Verkehrskonzepts Altstadt. Zum Ende des Jahres konnte unser linksrheinischer Bauhof kurzfristig innerhalb von drei Wochen in eine neue temporäre Liegenschaft umziehen, da die bauliche Situation an dem ehemaligen Standort Stolberger Straße den betrieblichen Belangen nicht mehr genügte. Für die kommende Interimszeit von rund 5 Jahren geht der linksrheini- sche Bauhof seinen Geschäften nun vom Standort Widdersdorfer Straßer 158 aus nach. Geodaten und Zustandserfassung Die Straßen und Wege im Stadtgebiet unterliegen einer ständigen Abnutzung durch äußere Einflüsse wie Verkehrs- belastung, Witterung oder bauliche Maßnahmen an Ver- und Entsorgungsleitungen. Im Sachgebiet Geodaten und Zustandserfassung blicken wir aus fachlicher Sicht auf den Zustand der Straßen und bauen ein kennzahlengestütz- tes Straßenerhaltungsmanagement auf. Mit Hilfe einer derartigen Systematik können wir Schadensverläufe und Alterungsverhalten von Verkehrsflächen verlässlich prognostizieren und Inventuren für die Bewertung des Straßen- anlagevermögens durchführen. Voraussetzung für ein effizientes Erhaltungsmanagement ist eine flächendeckende und wirtschaftliche Straßen- zustandserfassung und -bewertung. Im Jahr 2020 haben wir eine solche Erfassung von Verkehrsflächen im Stadt- bezirk Mülheim durchgeführt und abgeschlossen. Darauf aufbauend wird in den nächsten Jahren eine stadtweite Inventarisierung erfolgen. Es bleibt festzuhalten, dass der Bauhof reine punktuelle Schadensbeseitigung im Sinne der Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit durchführt. Größere Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten von Straßenzügen oder ganzen Straßen sowie von Wegen und Plätzen werden über die Abteilung des Straßenausbaus durchgeführt. Auf den Bauhöfen werden zwölf Auszubildende als Facharbeitende im Bereich der Straßenwärterstellen ausgebil- det. Dieses Jahr mussten Kooperationen und Projekte, die in den Vorjahren auch in Auslandsaustauschprogram- men durchgeführt werden konnten, wegen der Corona-Pandemie zurückstehen. In Kooperation mit dem Rechts- und Versicherungsamt wurden von der Regressabteilung 301 (2019: 227) Rechts- fälle mit Schadenersatzansprüchen bearbeitet. Der Fuhrpark unseres Bauhofs besteht aus 42 Fahrzeugen. Neben einfachen Pkw, teils mit Elektroantrieb, zur Streckenkontrolle handelt es sich um Lkw für Unterhaltungs- und Beschilderungsarbeiten sowie Spezialfahrzeuge wie Thermocontainer, Kehrmaschinen und Radlader. Alle Fahrzeuge können auch für den Einsatz im Winterdienst mit Aufsatzstreuer und Schneepflug umgerüstet werden. Die Fahrleistung der Fahrzeuge betrug in 2020 insgesamt 439.407 Kilometer. Bauhof-Mitarbeitende am neuen Standort Widdersdorfer Straße Seite 30 Tätigkeitsbericht 2020 Eine weitere zentrale Aufgabe des Sachgebiets Geodaten und Zustandserfassung liegt im Aufbau eines Zuständig- keitskatasters. Hier sollen zukünftig flächenbezogene Zuständigkeiten der Ämter für die im städtischen Eigentum befindlichen Flächen eindeutig und nachvollziehbar abgebildet sein. Ungeklärte und nicht eindeutig definierte Zuständigkeiten für städtische Flächen sollen erfasst, dokumentiert und praktikable Lösungen für die Verwaltung dieser Flächen gefunden werden. Derzeit schaffen wir mithilfe einer inhaltlichen Strukturierung der Daten und der Überprüfung von Flächen unseres Amtes für Straßen und Verkehrsentwicklung die Grundlagen für ein solches Kataster. Darüber hinaus richten wir derzeit ein georeferenziertes Reinigungskataster ein, das den Beteiligten als ge- meinsame Arbeitsebene dienen soll. Innerhalb dieses Systems sollen zukünftig sämtliche Reinigungsflächen, Reinigungsobjekte und das städtische Mobiliar erfasst und die dementsprechenden Vertragsinformationen wie beispielsweise die Zuständigkeit oder die Reinigungshäufigkeit zugewiesen werden. Damit können wir Unklar- heiten bezüglich der Zuständigkeiten oder des Reinigungsumfangs reduzieren.Bis dato haben wir die technische Infrastruktur des Reinigungskatasters eingerichtet und den Stadtbezirk Innenstadt vollständig erfasst. Die Bezirke Rodenkirchen und Lindenthal sollen plangemäß bis zum Ende des Jahres 2021 abgeschlossen sein. Parallel hierzu erfolgen eine stetige Datenpflege der bereits erfassten Flächen sowie eine Erweiterung der verknüpften Metadaten. Weiterhin ist die Inbetriebnahme einer mobilen Lösung für die Kontrolle von Reinigungsleistungen vor Ort und eine dienststellenübergreifende Fachanwendung für die Qualitätssicherung von erfassten Reinigungsflächen geplant. Auf diesem Wege möchten wir Synergieeffekte für die erhobenen Daten schaffen. Parkraumbewirtschaftung Zur Bewirtschaftung öffentlicher Parkflächen setzen wir in Köln Parkscheinautomaten ein. Die Anzahl der im öffentlichen Straßenland aufgestellten Automaten ist im Laufe des Jahres 2020 von 2.748 auf 2.706 gesunken. Der Ertrag aus der Parkraumbewirtschaftung lag 2020 bei rund 17,1 Mio. € (2019: rd. 20 Mio. €). Der Rückgang der Erträge steht insbesondere im Zusammenhang mit dem Abbau von bewirtschafteten Stellplätzen im Rahmen der Umsetzung von verkehrlichen Maßnahmen wie beispielsweise die Realisierung des Verkehrskonzepts Altstadt. Zu- dem sind Stellflächen aufgrund von Maßnahmen zur Einschränkung der Pandemie oder zur Förderung des Radver- kehrs weg gefallen. Der Anteil des Ertrages aus unbaren Zahlungsmitteln (Handyparken, Geldkarte und Debit- und Kreditkarten) betrug 4,16 Mio. € und stieg auf ca. 24,3 % (im Vorjahr 19,8 %) der Gesamterträge. In 2020 haben wir zudem 150 abgeschriebene gegen neue und moderne Parkscheinautomaten ausgetauscht. In 2021 setzen wir den Austausch abgeschriebener Parkscheinautomaten und die Umrüstung auf Geräte mit Kredit- und Debitkar- tenzahlung fort. Zudem werden wir in den neuen Bewohnerparkgebieten „Bayenthal I“ und „Bayenthal II“ sowie im Parkgebiet „Pauliviertel“ rund 150 neue Parkscheinautomaten einrichten. Aufgrund einer Änderung der Parkgebührenordnung mussten wir zwischen dem 3. Februar und 1. April 2020 über 2.700 Parkscheinautomaten anpassen. ! Gut zu wissen: Allein im Jahr 2020 wurden an den Parkscheinautomaten rund 19.000 Kontrollen und Wartungen sowie mehr als 30.000 Entleerungen durchgeführt. Straßenplanung Seite 31 Straßenplanung Der Umbau von der einst autorgerecht geplanten in eine lebenswerte Stadt ist in Köln im vollen Gange. Die Ver- kehrs- und die Straßenplanung übernehmen hierbei eine zentrale Rolle. Es geht um die gerechte Aufteilung des zur Verfügung stehenden Straßenraums und auch darum, den Verkehr stadtverträglich abzuwickeln. Dem Um- weltverbund, hierunter fallen Rad- und Fußverkehr sowie öffentliche Verkehrsmittel, wird besonderes Augenmerk geschenkt. Die Förderung von Rad- und Fußverkehr folgt nicht dem Prinzip der Bedarfsplanung, sondern dem der Angebotsplanung: Ein gutes und vor allem sicher nutzbares Angebot erzeugt eine steigende Nachfrage. Nicht nur die Neuaufteilung des zur Verfügung stehenden Raumes steht im Fokus. Es geht auch um die Schaffung von Stadt- räumen, die durch eine qualitativ hochwertige Gestaltung, einen Beitrag zu mehr Aufenthaltsqualität leisten. Wir haben mit unserer Abteilung Straßenplanung, die im Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung angesiedelt ist, auch in 2020 eine Vielzahl von Planungsprozessen angestoßen, fortgeführt oder abgeschlossen. Im Folgenden ist eine Auswahl der bearbeiteten Projekte aufgeführt. Hierbei haben wir die Projekte pro Stadtbezirk in die jeweiligen Planungsstufen aufgeteilt. Zudem erläutern wir pro Stadtbezirk ein Beispielprojekt etwas ausführlicher: Stadtbezirk 1 (Innenstadt inklusive Deutz) Grundlagenermittlung: – Ehrenstraße: verkehrliche Umgestaltung und städtebauliche Aufwertung – Trankgasse / Komödienstraße / Burgmauer: verkehrliche Umgestaltung und städtebauliche Aufwertung Vorentwurfsplanung: – Cäcilienstraße / Ecke Kronengasse: Einrichtung eines signalisierten Überweges – Eifelwall (2. Bauabschnitt): Einrichtung einer Fahrradstraße zwischen Luxemburger Straße und Gabelsbergerstra- ße – Gereonswall / Höhe Klingelpützpark: Verbreiterung des gemeinsamen Geh- und Radwegs – Neusser Straße zwischen Innerer Kanalstraße und Schillingstraße: Verkehrliche Umgestaltung und städtebauli- che Aufwertung – Tunisstraße zwischen Streitzeuggasse und Breite Straße: Verbreiterung der Nebenanlagen und Verbesserung der Radverkehrsführung Entwurfsplanung: – Eifelwall / Luxemburger Straße (1. Bauabschnitt): Umgestaltung des Knotenpunktes und Verbesserung der Rad- verkehrsführung – Quatermarkt / In der Höhle: Umgestaltung der Grünfläche – Perlengraben / Höhe Mengelbergstraße: Einrichtung eines ebenerdigen Überwegs Ausführungsplanung: – Cäcilienstraße zwischen Hohe Straße und Nord-Süd-Fahrt: Verbesserung der Fuß- und Radverkehrsführung – Eifelwall / Luxemburger Straße (1. Bauabschnitt): Umgestaltung des Knotenpunktes und Verbesserung der Rad- verkehrsführung – Via Culturalis: Städtebauliche und verkehrliche Aufwertung und Verbesserung der Radverkehrsführung – Weißenburgstraße / Neusser Straße: Umgestaltung des Gehweges zur Aufstellung einer mobilen Toilettenanlage Seite 32Tätigkeitsbericht 2020 Begleitung Maßnahmen Dritter: – Appellhofplatz, WDR-Filmhaus: Neugestaltung des Straßenraumes – Barbarossaplatz: barrierefreier Umbau der Stadtbahnhaltestelle – Cäcilienstraße 46 (Römisch-Germanisches Museum): Erstellung eines barrierefreien Zugangs – Eberplatz und Umgebung: Machbarkeitsstudie – Erweiterung des Wallraf-Richartz-Museums – Historische Mitte – Verkehrsberuhigung Eigelstein: Anpassung der verkehrlichen Anlagen – Am Salzmagazin: Umgestaltung der Dreiecksfläche zu einem Quartiersplatz – Rudolfplatz (Wallarkaden): Umgestaltung der Platzfläche – Städtebauliche Neuordnung des Domumfeldes im Bereich Trankgasse – Trierer Straße (Lückenschluss): Erschließung des Plangebietes – Venloer Straße: Aufzugsnachrüstung Haltestelle Hans-Böckler-Platz – Bahnknoten Köln, Gleiserweiterungen S 11, Hauptbahnhof und Bf. Deutz/Messe – Landschaftsverband Rheinland, Ottoplatz 2: Vorhaben- und Erschließungsplan (VEP) – Campus Deutz (Technische Hochschule Deutz): Erschließungsplanung – Deutz-Mülheimer Straße: Umgestaltung der westlichen Nebenanlagen – Deutzer Hafen: Erschließungsplanung – Campus Deutz (Hochpunkt Siegburger Straße): Erschließung Stellungnahmen: 94 Stellungnahmen zu Bauanträgen 87 weitere fachtechnische Stellungnahmen Beispielprojekt: Auf der Gürzenichstraße in der Altstadt werden auf rund 4.000 Quadratmetern erstmals die Gestaltungsgrundsätze für die künftige „Via Culturalis“ angewandt. Ziel des Projekts ist eine umfassende Neuordnung und Aufwertung des Straßenraums zwischen Heumarkt und Hohe Straße. Um der eigentlichen Bedeutung des öffentlichen Raums im Herzen der Stadt gerecht zu werden, wollen wir eine zusammenhängende Gestaltung von öffentlichem Raum, kultu- rellen Bauten und geschichtlichen Relikten erreichen. Durch den Neubau des Gürzenich-Quartiers im Süden und dem historischen Gürzenich im Norden ist der Bereich inzwischen räumlich gefasst. Sie stellt gleichzeitig eine wichtige Fußgängerverbindung von der Altstadt zum Neumarkt mit dem Anschluss an die stark frequentierte Einkaufsmeile Schildergasse dar. Ausschnitt aus den Planungsunterlagen Gürzenichstr. Straßenplanung Seite 33 Das Herzstück der Planung vom Heumarkt bis zum Gürzenich einschließlich des Günter-Wand-Platzes zielt formal auf eine Vereinheitlichung und Verschmälerung der Straßenquerschnitte zu Gunsten einer fußverkehrsfreundli- chen Erschließung ab. Der Günter-Wand-Platz erhält zur Martinstraße eine neue Stufenanlage. Die Martinstraße zwischen Gürzenichstraße und Augustinerstraße verbindet die Gürzenichstraße mit der Straßenbahnhaltestelle Heumarkt. Die vorhandene Fußgängerzone werden wir entsprechend dem Gestaltungsansatz der „Via Culturalis“ neu gestalten. Der Abschnitt der Gürzenichstraße zwischen Kleine Sandkaul und Große Sandkaul ist, wie in dem entwickelten Verkehrskonzept Altstadt festgelegt, als Fußgängerzone geplant. Für den Ausbau aller Geh- und Fahr- bereiche ist Grauwackepflaster vorgesehen. Stadtbezirk 2 (Rodenkirchen) Vorbereitung der Planung: – Dorfspange Rondorf: Umgestaltung der Ortsdurchfahrt Entwurfsplanung: – Sürther Straße: Umgestaltung zwischen Gesamtschule und Friedhof – Adam-Riese-Straße / Kiesgrubenweg: Planung der inneren Erschließung (Planstraße 1) Ausführungsplanung: – Bayenthalgürtel / Alteburger Straße / An der Alteburger Mühle: Umgestaltung des Straßenraums – Sürther Straße / Grüngürtelstraße: Planung eines Kreisverkehrs im Rahmen des Programms „Alternative Be- triebsformen“ – Kreisverkehr Bonner Straße/Koblenzer Straße: Optimierung zur Erhöhung der Verkehrssicherheit – Streckenzug Weißer Straße: Rückbau von Lichtsignalanlagen im Rahmen des Programms „Alternative Betriebs- formen“ – Sürther Straße: Optimierungmaßnahmen im Rahmen des Schulneubaus der Ernst-Moritz-Arndt Schule und der Offenen Schule Köln – Unter Buschweg: Resterschließung und Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit Begleitung Maßnahmen Dritter: – Innere Erschließung Rondorf Nord-West, Vorhaben- und Erschließungsplan (VEP) – Sechtemer Straße: VEP – Heidelweg: VEP – Mertener Straße: VEP Stellungnahmen: 101 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 65 weitere fachtechnische Stellungnahmen Beispielprojekt: Rückbau von Ampelanlagen auf der Weißer Straße im Rahmen des Programms „Alterna- tive Betriebsformen“ Im Rahmen des Programms „Alternative Betriebsformen“ haben wir Planungen zur Demontage von Ampelanlagen und die Umgestaltung von vier Knotenpunkten entlang der Weißer Straße in Köln-Rodenkirchen vorangebracht. Die Knotenpunkte der Weißer Straße zur Grimmelshausenstraße / Siegfriedstraße, zur Siegstraße und zur Grün- gürtelstraße werden wir nach der Demontage der Ampeln mit vorfahrtregelnden Verkehrszeichen umgestalten. Auf der bevorrechtigten Weißer Straße planen wir jeweils einen Fahrbahnteiler mit Fußgängerüberwegen. Auch in den Seite 34Tätigkeitsbericht 2020 einmündenden Straßen werden wir Fußgängerüberwege einrichten. Das ist insbesondere aufgrund der räumlichen Nähe zu Schulen sinnvoll und notwendig. Am Knotenpunkt Weißer Straße / Hammerschmidtstraße / Adolf-Menzel-Straße haben wir als Ersatz für die demon- tierte Ampelanlage einen Minikreisverkehr mit einem Durchmesser von 19 Metern errichtet. Die Kreisinsel wird erhöht, kann aber vom Linien- und Schwerlastverkehr überfahrbaren werden. In den vier Zu- und Abfahrten vom Kreisverkehr ist jeweils ein Fußgängerüberweg ohne Fahrbahnteiler berücksichtigt. Alle Fußgängerüberwege werden wir nach den aktuell gültigen Standards der Barrierefreiheit herstellen. Die Gestaltung der Umplanung erfolgt gemäß dem Gestaltungshandbuch der Stadt Köln. ! Gut zu wissen: Informationen zum Programm „Alternative Betriebsformen“ sind im Internet zu finden: https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/verkehr/ampeln/verkehrsloesungen-fuer-ihre-sicherheit Lageplan Minikreisel Weißer Straße – Hammerschmidtstraße – Adolf-Menzel-Straße Straßenplanung Seite 35 Stadtbezirk 3 (Lindenthal) Vorentwurfsplanung: – Militärringstraße/Gleueler Straße: Umgestaltung des Knotenpunktes – Gyrhofstraße: Optimierung zur Erhöhung der Verkehrssicherheit – Greinstraße: Überplanung des Straßenraums und der Stadtbahnquerung Luxemburger Straße – Paul-Finger-Straße: Umgestaltung des Straßenraums – Zusestraße: Resterschließung inkl. Ausbau Radwege im Rahmen des Schulneubaus Entwurfsplanung: – Dürener Straße / Universitätsstraße: Umgestaltung des Knotenpunktes Ausführungsplanung: – Berrenrather Straße: bauliche und verkehrliche Umgestaltung zwischen Universitätsstraße und Sülzgürtel – Berrenrather Straße: Einrichtung einer Querungshilfe im Bereich des Grüngürtels – Brauweilerweg / Vogelsanger Weg: Planung eines Minikreisverkehres im Rahmen – des Programms „Alternative Betriebsformen“ – Brücke Horbeller Straße / Rheinische Allee: Planung einer Brücke für den Rad- und – Fußverkehr – Hauptstraße / Leonhardsgasse / Blaugasse: Umplanung des Knotens im Rahmen – des Programms „Alternative Betriebsformen“ – Kinderheime (2. Bauabschnitt): Planung der inneren Erschließung – Rheinische Allee: Resterschließung der Nebenanlagen – Widdersdorfer Landstraße / An der Ronne: Optimierung zur Erhöhung der Verkehrssicherheit – Uniboulevard (3. Bauabschnitt): Umgestaltung des Albertus-Magnus-Platzes – Hauptstraße / Zum Dammfelde: Planung eines Fußgängerüberweges – Am Römerhof / Junkersdorfer Straße: Anpassungen für den Expressbus Begleitung Maßnahmen Dritter: – Am Nachtigallental, Vorhaben- und Erschließungsplan Stellungnahmen: 132 Stellungnahmen zu Bauanträgen 90 weitere fachtechnische Stellungnahmen Beispielprojekt: Umgestaltung der Berrenrather Straße zwischen Universitätsstraße und Sülzgürtel Das Ziel unserer Umgestaltung der Berrenrather Straße ist, die Situation für den Rad- und Fußverkehr zu verbes- sern und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Der Rad- und Fußverkehr soll zukünftig mehr Raum erhalten. Wir möchten zudem das Parken neu ordnen, um die Gehwege von parkenden Fahrzeugen freizuhalten. Zudem planen wir, den motorisierten Verkehr durch über die gesamte Ausbaulänge angeordnete Überwege zu verlangsamen und die Überquerbarkeit auch zwischen den Knotenpunkten zu verbessern. Zwischen der Universitätsstraße und dem Sülzgürtel planen wir eine Neuaufteilung der Berrenrather Straße. Die Fahrbahnbreite wird dabei von rund elf Metern auf neun Meter reduziert. Auf der Fahrbahn wird beidseitig ein 1,75 Meter breiter Schutzstreifen, der zusätzlich einen Sicherheitstrennstreifen von 0,50 Metern zu den Nebenanlagen aufweist, markiert. Die Restfahrbahnbreite beträgt 4,50 Meter. Seite 36 Tätigkeitsbericht 2020 Die Gehwege werden auf mindestens 2,50 Meter, meist 2,80 Meter verbreitert. Zusätzlich möchten wir neben den Gehwegen beidseitig einen 2,10 Meter breiten multifunktionalen Seitenraum einrichten, der für Fahrradabstellanla- gen, Baumbeete, Außengastronomie, Mobiliar, Parkraum und als Ladezone genutzt werden kann. Für den Fußverkehr planen wir neben den Querungsmöglichkeiten an den Knotenpunkten Sülzgürtel, Sülzburgstra- ße und Weyertal die Errichtung weiterer sicherer Überwege. An den Einmündungen Gerolsteiner Straße, Marsili- usstraße und dem Manderscheider Platz sollen beidseitig Zebrastreifen mit Mittelinseln angeordnet werden. Am Nikolausplatz und vor der Grundschule KGS Berrenrather Straße sind einzelne Fußgängerüberwege mit Mittelinsel geplant. Im Knoten Berrenrather Straße/Sülzburgstraße soll die vorhandene Lichtsignalanlage durch einen Minikreisver- kehr mit einem Durchmesser von 20 Metern ersetzt werden. Die Bushaltestellen werden nach Kölner Standard barrierefrei ausgebaut. Lageplan Berrenrather Straße – Höhe Manderscheider Platz Stadtbezirk 4 (Ehrenfeld) Vorentwurfsplanung: – Erlenweg: Umgestaltung zwischen Akazienweg und Sandweg – Margaretastraße: Planung einer Querungshilfe – Mühlenweg: Umgestaltung zwischen Mathias-Brüggen-Straße und Westendstraße / Ossendorfer Weg – Mühlenweg: Umgestaltung zwischen Mathias-Brüggen-Straße und Sandweg – Vogelsanger Straße (2. Bauabschnitt): Umgestaltung zwischen Ehrenfeldgürtel und Oskar-Jäger-Straße Entwurfsplanung: – Husarenbrunnenplatz (Rosenhofsiedlung): Umgestaltung der Platzfläche – Keplerstraße: Umgestaltung zwischen Vogelsanger Straße und Venloer Straße Straßenplanung Seite 37 – Liebigstraße: Umgestaltung zwischen Hans-Wild-Straße und Methweg – Oskar-Jäger Straße: Umgestaltung zwischen Aachener Straße und Widdersdorfer Straße – Takustraße: Umgestaltung zwischen Subbelrather Straße und Iltisstraße einschl. Stichstraße Ausführungsplanung: – Nußbaumerstraße / Herkulesstraße / Liebigstraße: Umgestaltung des Knotenpunktes im Rahmen des Pro- gramms „Alternative Betriebsformen“ Begleitung Maßnahmen Dritter: – Alsdorfer Straße: Vorhaben- und Erschließungsplan (VEP) – Hybrid Park/Mercedes-Allee: VEP – Kappelsweg / Kita: VEP – Leyendecker Straße / Christianstraße: VEP – Ossendorfer Weg: VEP – Rochusplatz: VEP – Straßenbaumkonzept Ehrenfeld: Mitwirkung beim Konzept zur Pflanzung neuer Straßenbäume – Planung eines Standortes für die Verkehrszeichenbrücke Herkulestunnel im Rahmen der Tunnelsanierung Stellungnahmen: 96 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 48 weitere fachtechnische Stellungnahmen Beispielprojekt: 2. Bauabschnitt Umgestaltung Oskar-Jäger-Straße (Melatengürtel bis Widdersdorfer Straße) Der 2. Bauabschnitt der Umgestaltung der Oskar-Jäger-Straße umfasst den Streckenabschnitt von Melatengürtel bis rund 200 Meter nördlich der Weinsbergstraße. Lageplan Oskar-Jäger-Straße – Weinsbergstraße – Widdersdorfer Straße Seite 38 Tätigkeitsbericht 2020 Die Planung sieht den Rückbau der freilaufenden Rechtsabbieger zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für den Radverkehr vor. Zudem ist geplant, die Abbiegespuren anzupassen und die Ampelanlage im Knotenpunktbereich zu optimieren. Der Radverkehr soll zukünftig separat über den Knoten geführt und in die Signalisierung mit einbezo- gen werden. Zudem ist die Ausstattung der Fußgängerquerungen mit taktilen Leitelementen für Blinde und sehein- geschränkte Personen vorgesehen. Die Verkehrsflächen sollen zugunsten einer durchgängigen Radverkehrsführung neu aufgeteilt werden. Im Zuge der Sanierung der Fahrbahn werden die Nebenanlagen ausgebaut. Die Bushaltestellen auf der Oskar-Jäger-Straße und auf der Widdersdorfer Straße sollen nach Kölner Standard barrierefrei ausgebaut werden. Zudem ist die Anlage von Längsparkmöglichkeiten geplant. Stadtbezirk 5 (Nippes) Vorbereitung der Planung: – Neusser Straße (Bauabschnitt 2b): Umgestaltung zwischen Simonskaul und Scheibenstraße Vorentwurfsplanung: – Neusser Straße: Umgestaltung zwischen Niehler Kirchweg und Lohsestraße Entwurfsplanung: – Gebiet Göppinger Straße (1. Bauabschnitt): Umgestaltung der Erschließungsstraßen Ebersbacher Straße, Göp- pinger Straße, Hechinger Straße, Reutlinger Straße, Uracher Straße – Robert-Perthel-Straße / Longericher Straße: Planung eines Kreisverkehrs im Rahmen des Programms „Alternati- ve Betriebsformen“ Ausführungsplanung: – Amsterdamer Straße / Xantener Straße: Verkehrliche Optimierung des Knotenpunkts – Escher Straße / Am Bilderstöckchen: Umplanung des Knotens im Rahmen des Programms „Alternative Betriebs- formen“ – Geestemünder Straße (1. Bauabschnitt): Umplanung der freilaufenden Rechtsabbieger – Geestemünder Straße (2. Bauabschnitt): Umplanung des freilaufenden Rechtsabbiegers und zusätzliche Links- abbiegespur – Merheimer Straße: verkehrliche Umgestaltung zwischen Friedrich-Karl-Straße und Roßbachstraße – Neusser Straße (BA 2a): Umgestaltung zwischen HGK-Brücke und Simonskaul Begleitung Maßnahmen Dritter: – Clouth-Gelände: Vorhaben- und Erschließungsplan (VEP) – Kapuzinerstraße / Neusser Straße: Umplanung für Platzfläche – Longericher Hauptstraße 73–75: Erschließung Kita – Ludwigsburger Straße 9–11: Erschließung Kita – Neusser Straße / Zulaufstrecke für KVB-Abstellanlage: Betreuung der Planung Stellungnahmen: 41 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 44 weitere fachtechnische Stellungnahmen Straßenplanung Seite 39 Beispielprojekt: Umbau der Einmündung Robert-Perthel-Straße / Longericher Straße zu einem Kreisver- kehr Im Rahmen eines Verkehrsgutachtens für den Neubau der Gesamtschule Nippes war neben dem bereits umge- setzten Ausbau des Kreisverkehres Ossietzkystraße auch der Umbau der Einmündung Longericher Straße/Robert- Perthel-Straße zu einem Kreisverkehr vorgesehen. Unsere Planung hierfür beinhaltet an allen drei Einmündungen des Kreisverkehres Mittelinseln mit Aufstellflächen für den Fußverkehr und Zebrastreifen. Mit der Kreisverkehrsgeometrie und den vorgesetzten Mittelinseln möchten wir die Geschwindigkeiten der durchfahrenden Fahrzeuge reduzieren. Planung Kreisverkehr Robert-Perthel-Straße – Longericher Straße Bestand Einmündung Robert-Perthel-Straße – Longericher Straße Seite 40 Tätigkeitsbericht 2020 Den derzeit vorhandenen baulichen Radweg im nördlichen Bereich möchten wir im Rahmen der Planung durch einen rund zwei Meter breiten Radfahrstreifen auf der Fahrbahn ersetzen. Damit ermöglichen wir eine Verbreite- rung der Gehwege und verbesserte Sichtbeziehungen zwischen Rad- und Kfz-Verkehr. Entlang der beiden anderen Kreisverkehrszufahrten wird der Radverkehr jeweils über Schutzstreifen in den Kreisverkehr geführt. Zwischen Gehweg und dem Radfahrstreifen sollen Kfz-Stellplätze in Breiten von 2,50 m markiert werden, welche im weiteren Verlauf der Planung in halbseitig markiertes Gehwegparken übergehen. Stadtbezirk 6 (Chorweiler) Entwurfsplanung – Querung Mercatorstraße: Einrichtung eines signalisierten Überwegs Ausführungsplanung: – Donatusstraße: Umgestaltung des Straßenraums im Gewerbegebiet Pesch – Mengenicher Straße / Longericher Straße / Johannisstraße: Planung eines Kreisverkehrs im Rahmen des Pro- gramms „Alternative Betriebsformen“ – Schulstraße: Planung einer Querungshilfe – Volkhovener Weg / Stallagsweg: Planung eines Kreisverkehrs im Rahmen des Programms „Alternative Betriebs- formen“ Begleitung Maßnahmen Dritter: – Mörterweg: Mitwirkung an Konzeption – Roggendorf / Thenhoven – Baugebiet südlich Baptiststraße: Vorhaben- und Erschließungsplan (VEP) – Damiansweg: VEP Stellungnahmen: 74 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 54 weitere fachtechnische Stellungnahmen Beispielprojekt: Planung der Querung Mercatorstraße und Anbindung an die Elbeallee Im Rahmen eines Vorhaben- und Erschließungsplans entsteht westlich der Mercatorstraße ein Neubauvorhaben mit rund 400 Wohneinheiten. Luftbild Mercatorstraße Straßenplanung Seite 41 Um die Erreichbarkeit des Versorgungszentrums Chorweiler Nord und der Einzelhandelsversorger an der Elbeallee für den Fuß- und Radverkehr zu verbessern, sehen wir in Abstimmung mit dem Investor eine ampelgeregelte Que- rungsmöglichkeit über die Mercatorstraße mit Anbindung an die Elbeallee vor. Die Wegverbindung hat eine Breite von vier Metern und soll in Asphaltbauweise hergestellt werden. Stadtbezirk 7 (Porz) Vorentwurfsplanung: – Frankfurter Straße / Kaiserstraße: Verkehrliche Optimierung des Knotenpunktes – Frankfurter Straße / Fauststraße: Planung eines signalisierten Knotenpunkts Entwurfsplanung: – Platzfläche in Ensen: Aufwertung von zentralen Plätzen in Porz – Baugebiet Hinter Hoven in Langel: Überarbeitung der vorhandenen Erschließungsplanung Ausführungsplanung: – Fuchskaule in Elsdorf: Betreuung Vorhabenbezogener Bebauungsplan – Friedensstraße in Elsdorf: Betreuung Vorhabenbezogener Bebauungsplan – Cimbernstraße in Gremberghoven: Betreuung Vorhabenbezogener Bebauungsplan – Am Krausbaum: Betreuung Straßenplanung – Hauptstraße / Steinstraße in Porz: Überarbeitung der Planung – Loorweg zwischen Hausnr. 27 und Unterm Berg in Langel: Planung eines Gehwegs – Mühlenweg in Urbach: Planung von Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung Lageplan Querung Mercatorstraße und Anbindung an die Elbeallee Seite 42Tätigkeitsbericht 2020 Stellungnahmen: 221 Stellungnahmen zu Bauanträgen 310 weitere fachtechnische Stellungnahmen Beispielprojekt: Vorhaben- und Erschließungsplan Cimbernstraße (Arbeitstitel: Hohenstaufenstraße / Steinstraße in Köln-Gremberghoven) Auf einem rund 20.250 m² großen Plangebiet sollen 69 Reihenhäuser und eine öffentliche Grünfläche mit öffent- licher Spielfläche geplant werden. Das Plangebiet soll durch eine neu geplante „Ringstraße“ mit Zufahrt über die bestehende Cimbernstraße für den motorisierten Individualverkehr erschlossen werden. Fußläufig ist das Plange- biet über mehrere Wege sowohl an der Steinstraße als auch an der Hohenstaufenstraße erschlossen. Wir planen, die Verkehrsflächen als Mischverkehrsflächen auszubauen. Öffentliche Stellplätze sind als verkehrsbe- ruhigende Elemente in diese integriert. Baumscheiben fassen die öffentlichen Stellplätze ein. Die Cimbernstraße weist im vorderen Teil eine Querschnittsbreite von 8,50 Metern und im hinteren Teil von sieben Metern auf. Die Querschnittsbreiten der Planstraßen der „Ringerschließung“ betragen sieben Meter (Planstraße 2.1 und 3.2) beziehungsweise 4,50 Meter (Planstraße 3.1). Lageplan Cimbernstraße Straßenplanung Seite 43 Stadtbezirk 8 (Kalk) Vorentwurfsplanung: – Östlicher Zubringer (Netzelement) – Sieversstraße: Umgestaltung des Straßenraums Entwurfsplanung: – Abshofstraße: Planung im Rahmen einer Sanierungsmaßnahme – Fockerweg: Erhöhung der Verkehrssicherheit – Kapellenstraße: Beschilderung eines verkehrsberuhigten Bereichs – Am Hirschsprung: Planung von verkehrsberuhigenden Maßnahmen – Verbindungsweg Thessaloniki-Allee / Vietorstraße: Planung eines gemeinsamen Geh- und Radwegs – Warendorfer Straße: Verbreiterung der Nebenanlagen – Hillscheider Weg und Montabaurer Weg: Umgestaltung des Straßenraums Ausführungsplanung: – Hans-Schulten-Straße / Dattenfelder Straße: Planung eines Kreisverkehrs – Neuerburgstraße: Umgestaltung des Straßenraums – Kreuzung Rolshover Straße / Kalker Hauptstraße: Umgestaltung des Knotenpunkts – Alter Deutzer Postweg: Planung eines Geh- und Radwegs – Ostheimer Straße / Vingster Ring: Planung im Rahmen einer Sanierungsmaßnahme – Franz-von-Rinecker-Straße: Planung zur Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereichs – Astrid-Lindgren-Allee: Planung der Ersterschließung – Nobelstraße / Ostheimer Straße: Planung eines Kreisverkehrs und von Bushaltestellen Begleitung Maßnahmen Dritter: – Ostmerheimer Straße: (Franz-von-Rinecker-Straße): Vorhaben- und Erschließungsplan (VEP) – Robertstraße: VEP – Kasernenstraße: VEP – Westerwaldstraße: Ausführungsplanung für eine ökologische Revitalisierung – Kannebäckersiedlung: Erschließungsplanung – Rösrather Straße: Erschließung Rather See Stellungnahmen: 132 Stellungnahmen zu Bauanträgen 180 weitere fachtechnische Stellungnahmen Beispielprojekt: Planung eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Hans-Schulten-Straße / Dattenfelder Straße Wir planen die Errichtung eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Hans-Schulten-Straße / Dattenfelder Straße / Rather Kirchweg. Derzeit verfügt die Kreuzung über eine abknickende Vorfahrtsstraße von der Hans-Schulten- Straße südlich in den Rather Kirchweg. Durch diese Verkehrsregelung ist eine Anbindung der nach Osten führenden Hans-Schulten-Straße und der hier befindlichen Hochbebauung problematisch und führt zu gefährlichen Situatio- nen und Rückstaus. Des Weiteren ist im Kreuzungsbereich keine Querungshilfe für Fußgänger vorhanden, um die Bushaltestelle „Wiehler Straße“ zu erreichen. Unsere Planung sieht daher die Errichtung eines Kreisverkehrs mit einem Durchmesser von 28 Metern vor, was das Befahren mit Gelenkbussen ermöglicht. Die geplante Kreisfahrbahn verfügt über eine Breite von fünf Metern und erhält einen zusätzlichen Innenkreis mit einer Breite von zwei Metern, der durch den Schwerlastverkehr in Seite 44Tätigkeitsbericht 2020 Anspruch genommen werden kann. Die Anschlussbereiche der Hans-Schulten-Straße (Richtung Olpener Str.) und Rather Kirchweg sind in Breiten von 4,00 und 3,75 Meter geplant. Diese beiden Arme erhalten des Weiteren eine 2,50 m breite Querungshilfe, um den zu Fuß Gehenden und Radfahrenden die Querung der Straße und das Errei- chen der Haltestelle zu ermöglichen. Die Dattenfelder Straße und Hans-Schulten-Straße sollen, angelehnt an den Bestand, in einer Breite von 5,50 m und 6,00 m ausgebaut werden. In beiden Straßen wird zusätzlich ein Fußgän- gerüberweg ohne Mittelinsel errichtet. Der derzeit westlich befindliche gemeinsame Geh- und Radweg wird auf eine Breite von 3,50 m verbreitert. Im südöstlichen Bereich zwischen Rather Kirchweg und Hans-Schulten Straße ist ein neuer Gehweg geplant, um die vorhandene Bebauung besser anzuschließen. Im Zuge des Ausbaus wird die am Kreisverkehr befindliche Bushaltestelle „Wiehler Straße“ barrierefrei ausgebaut. Die derzeitige Busbucht wird als Buskap mit einer Bordsteinhöhe von 18 cm ausgebaut und mit taktilen Elementen versehen. Lageplan Kreisverkehr Hans-Schulten-Straße – Dattenfelder Straße Straßenplanung Seite 45 Stadtbezirk 9 (Mülheim) Vorentwurfsplanung: – Jungbornweg: Erschließungsplanung – Biegerstraße: Anordnung von Stellplätzen – Colonia-Allee / Schlagbaumsweg: Planung eines Kreisverkehrs – Sonnenscheinstraße: Planung im Rahmen einer Sanierungsmaßnahme – Schanzenstraße – Begleitung Maßnahmen Dritter: Erschließungsplanung Entwurfsplanung: – Piccoloministraße: Umgestaltung des östlichen Teilbereichs zur Erhöhung der Verkehrssicherheit – Frankenforster Straße: Erschließungsplanung – Keupstraße: Verbesserung der Verkehrssicherheit – Im Oberiddelsfeld: Planung im Rahmen einer Sanierungsmaßnahme – Bergisch Gladbacher Straße/Steyler Straße: Umgestaltung des Knotenpunktes – Rendsburger Platz: Verbesserung der Rad- und Fußverkehrssituation – Cologneo I – Begleitung Maßnahmen Dritter: Erschließungsplanung – Deutz-Quartiere – Begleitung Maßnahmen Dritter: Erschließungsplanung – Erschließungsgebiet Herler Straße – Begleitung Maßnahmen Dritter: Erschließungsplanung Ausführungsplanung: – Gewerbegebiet Dünnwalder Kommunalweg: Erschließungsplanung – Hauswiesenweg: Erschließungsplanung – Zeisbuschweg / Am Wildpark: Planung eines Kreisverkehrs – Buschfeldstraße: Umgestaltung des Straßenraums – Ackerstraße: Straßenumgestaltung im Rahmen einer Sanierungsmaßnahme – Bergisch Gladbacher Straße: Verbesserung der Radverkehrssituation zwischen Wasserwerkstraße und Grafen- mühlenweg – Adamsstraße: Planung im Rahmen einer Sanierungsmaßnahme Stellungnahmen: 136 Stellungnahmen zu Bauanträgen 200 weitere fachtechnische Stellungnahmen Beispielprojekt: Piccoloministraße in Köln-Holweide Die Bezirksvertretung Mülheim und der Verkehrsausschuss der Stadt Köln haben beschlossen, den Knotenpunkt Honschaftsstraße / Piccoloministraße in einen Kreisverkehr umzugestalten. Gleichzeitig soll die Einbahnstraße der Piccoloministraße zwischen der A3 und der Honschaftsstraße für den Zweirichtungsverkehr geöffnet werden. Mit einer Umgestaltung des Knotenpunkts können wir die verkehrliche Situation am Knotenpunkt und den angrenzen- den Straßen deutlich verbessern sowie die Leistungsfähigkeit steigern. Der zukünftige vierarmige Kreisverkehr wird mit einem Durchmesser von 30 Metern ausgebildet. Für die Verkehrs- sicherheit von zu Fuß gehenden Personen sind Gehwege geplant. Zudem sind an den zum Kreisverkehr führenden Straßen Querungshilfen sowie Zebrastreifen geplant. Die Umgestaltung erfolgt barrierefrei. Die in der südlichen Honschaftsstraße sowie in der westlichen Piccoloministraße vorhandenen baulichen Radwege werden wir an den Kreisverkehr anschließen. Um die Höhendifferenz zwischen Gehweg und Parkplatz des Kleingartens auszugleichen, planen wir eine Stützmau- er im südwestlichen Bereich zwischen Piccoloministraße und Honschaftsstraße. Seite 46 Tätigkeitsbericht 2020 Entwurfsplanung des Kreisverkehrs Piccoloministraße – Honschaftsstraße Stadtbezirksübergreifende Planungen Stadtbezirk 1: – Alte Wallgasse: Vorbereitung der Planung im Rahmen der Schulerweiterung Königin-Luise-Schule – Linie 133: Planung des barrierefreien Ausbaus von Bushaltestellen Stadtbezirk 3: – Bushaltestelle Bf. Lövenich, Planung des barrierefreien Ausbaus Stadtbezirk 4: – Linie 127: Planung des barrierefreien Ausbaus von Bushaltestellen – Vogelsanger Straße (2. Bauabschnitt): Umplanung des Straßenraums zwischen Oskar-Jäger-Straße und Gürtel – Rochusplatz: Vorbereitung der Ausführungsplanung Stadtbezirk 5: – Nippes S-Bahnhof: Planung des barrierefreien Ausbaus der Bushaltestelle sowie Umgestaltung des Umfeldes – Linie 127: Planung des barrierefreien Ausbaus von Bushaltestellen – Nordstraße: Planung einer Fußgängerquerung Straßenplanung Seite 47 Stadtbezirk 6: – Linie 127: Planung des barrierefreien Ausbaus von Bushaltestellen Stadtbezirk 7: – Neue Mitte Porz: Vorbereitung der Ausführungsplanung – Multifunktionale Plätze in Porz-Ensen: Umgestaltung des Schützenplatzes und des Platzes an der Leidenhause- ner Straße – Siegburger Straße: Umplanung des Straßenraums im Rahmen eines Schulbaus – Alfred-Schütte-Allee: Planung einer Fußgängerquerung Stadtbezirk 8: – Platz an Sankt Adelheid: Umgestaltung und städtebauliche Aufwertung – Linie 157: Planung des barrierefreien Ausbaus von Bushaltestellen Stadtbezirk 9: – Platz an der Herler Straße: Umgestaltung und städtebauliche Aufwertung – Frankfurter Straße: Umgestaltung des Straßenraums zwischen Montanusstr. und Heidelberger Straße – Linie 157: Planung des barrierefreien Ausbaus von Bushaltestellen Bezirksübergreifend: – Einrichtung von Ladeinfrastruktur für elektrisch betriebene Busse 1. und 2. BA. – Einrichtung von Ladeinfrastruktur für E-Autos im gesamten Stadtgebiet Fortlaufende Themen: – Koordination der Stellungnahmen zu externen Planfeststellungsverfahren – Fortschreibung des Handbuchs der Straßenplanung Beispielprojekt: Barrierefreier Ausbau der Bushaltestelle Nippes S-Bahn und die Verbesserung der Rad- verkehrsführung mit der Änderung der Einmündungsbereiche Lämmerstraße und Escher Straße Im Rahmen der Fortschreibung des Nahverkehrsplans der Stadt Köln wurde eine Prioritätenliste für den barriere- freien Ausbau von Bushaltestellen erstellt. (siehe 3. Nahverkehrsplan der Stadt Köln, S. 211 f., www.stadt-koeln. de/mediaasset/content/pdf66/dritter-nahverkehrsplan-12-2017.pdf). In der Priorisierungsliste befindet sich die Buslinie 127 an erster Stelle. Die Bushaltestelle Nippes S-Bahn ist eine Haltestelle mit überdurchschnittlich vielen Fahrgästen sowie eine Ver- knüpfungshaltestelle, die einen Übergang zu weiteren Linien des ÖPNV ermöglicht. Die Haltekante der Bushaltestelle Nippes S-Bahn in Fahrtrichtung Ebertplatz befindet sich auf der südlichen Seite der Liebigstraße unterhalb der S-Bahn-Unterführung. Der barrierefreie Zustieg in die Busse ist nicht gegeben. Zusätzlich verläuft ein Radweg von der Liebigstraße zur Hartwichstraße direkt an der Haltekante, was zu Konflik- ten zwischen Radfahrerenden und ein- und aussteigenden Fahrgästen führt. An der Hinterkante des Gehweges sind Fahrradnadeln platziert. Diese stehen im Laufweg von sehbehinderten Personen, die sich an der Tunnelwand orientieren. Seite 48 Tätigkeitsbericht 2020 Durch den vorhandenen stumpfwinkligen Straßenverlauf von der Unterführung in die Escher Straße (Süd) wird die Geschwindigkeit beim Abbiegen oftmals überschritten. Es entstehen Konfliktsituationen mit vorfahrtsberechtigen Radfahrenden und zu Fuß Gehenden. Die vorhandene Litfaßsäule auf der Mittelinsel schränkt außerdem die Sicht der von der Escher Straße kommenden Fahrzeuge ein. Im Sommer 2020 wurden bereits die Einmündung Escher Straße Nord und die nördliche Bushaltekante neu ge- staltet. Gleichzeitig wurde die südliche Bushaltekante ebenfalls mit einem 18 cm hohen Buskapbord barrierefrei ausgebaut. Unsere Planung sieht nun vor, Radfahrende in Richtung Nippes ab der Lämmerstraße auf die Fahrbahn auf einen Radfahrstreifen zu führen. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wird der Radschutzstreifen im Einmündungsbe- reich rot eingefärbt. Gleichzeitig soll der überdimensionierte Einmündungsquerschnitt der Lämmerstraße zurück- gebaut werden. Wir planen neben der Litfaßsäule die Anordnung von Anlehnbügeln – auch, um damit gleichzeitig widerrechtliches Parken auf dem Gehweg zu unterbinden. Vor und hinter der Bushaltekante sollen am Fahrbahnrad weitere Anlehnbügel angeordnet werden, um eine einbaufreie, ertastbare Tunnelwand zu ermöglichen. Die Einmündung Escher Straße Süd wird zur Geschwindigkeitsreduzierung rechtwinklig zur Hartwichstraße geführt. Zwei neu angeordnete Grünbeete mit Baumbepflanzung rahmen den Einmündungsbereich ein. Plan des barrierefreien Ausbaus der Bushaltestelle Nippes S-Bahn mit Verbesserungen der Radverkehrsführung und Anpassung der Einmündungsbereiche Lä mmerstraße und Escher Straße Straßenplanung Seite 49 Kapazität serweiterung der Ost-West-Achse Seit mehreren Jahren arbeiten wir daran, die Weichen für die Umgestaltung der Ost-West-Achse zu stellen und sie damit fit für die Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen machen. Die auf der Ost-West-Achse verkehrende Stadtbahnlinie 1 hat ihre Kapazitätsgrenze überschritten. Eine Taktver- dichtung ist auf dem gemeinsam mit den Linien 7 und 9 genutzten Abschnitt in der Innenstadt nicht möglich. Aus diesem Grund wird eine Umgestaltung der Ost-West-Achse notwendig. Zukünftig sollen 90 Meter anstatt 60 Meter lange Züge eingesetzt werden. Durch den Einsatz von 90-Meter-Zügen erhöht sich die Kapazität auf der Linie 1 um 50 Prozent. Dies ist eine bedeutende Maßnahme für eine Verkehrs- wende, mit der eine Stärkung des Umweltverbunds einhergehen soll. Neben den verkehrlichen Aspekten sind für die Umgestaltung der Ost-West-Achse städtebauliche Aspekte von großer Relevanz. Nach der Variantenentscheidung (oberirdische Lösung oder Tunnellösung) werden wir die Verkehrsräume im Be- reich Innenstadt neu ordnen. Unser Ziel ist es hierbei, mehr Räume für den Rad- und Fußverkehr zu schaffen. In 2020 waren wir in Bezug auf die Ost-West-Achse in erster Linie mit der Vorbereitung von Ausschreibungen und Vergaben für verschieden Planungsleistungen beschäftigt: Technisches Büro Leistungsbeschreibung und Vergabe eines technischen Büros zur technischen Unterstützung bei der Ausschrei- bung der Generalplaner Generalplaner Erstellung von Leistungsbeschreibungen und Leistungsverzeichnissen für zwei Verhandlungsverfahren. Verhandlungen mit den Bietern. Vertragserstellung in Zusammenarbeit mit 30 bzw. der Kanzlei Heuking. Zusammenstellung der Vergabeunterlagen und begleiten des Vergabeverfahrens. – Generalplaner West – Generalplaner Innenstadt Projektsteuerung Erstellung einer Leistungsbeschreibung und eines Leistungsverzeichnisses. Verhandlungen mit den Bietern. Vertragserstellung in Zusammenarbeit mit 30 bzw. der Kanzlei Heuking Zusammenstellung der Vergabeunterlagen und begleiten des Vergabeverfahrens. Verkehrsgutachten Zusammenstellung der Ausschreibungs- und Vergabeunterlagen. Vertragserstellung in Zusammenarbeit mit 30. Projektkommunikation Erstellung einer Leistungsbeschreibung und Veröffentlichung eines Teilnahmewettbewerbs. Suchgräben Erstellung einer Leistungsbeschreibung, Leistungsverzeichnis sowie Mengenermittlung Seite 50 Tätigkeitsbericht 2020 Beauftragungen externer Dienstleister Ein technisches Büro und ein Verkehrsgutachter wurden beauftragt. Grundlagenermittlung – Anforderung von Bestandsunterlagen vom Amt für Verkehrsmanagement – Abstimmungen mit KVB zu Bestandshaltestellen – Vermessung der OWA – Abstimmung mit 61 – Grundlagenübermittlung an den Verkehrsgutachter – Abstimmung Archäologie – Kampfmittelantrag – Abstimmungen zu Finanzierung – Koordination zu Leistungen im Bereich Bestandstunnel – Koordination zu Leistungen im Bereich Ost Straßenbau Seite 51 Straßenbau Unsere Abteilung Straßenbau im Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung sorgt dafür, dass Verkehrswege ent- stehen und instand gehalten werden. Sie ist zuständig für den Bau und den Erhalt des Straßen- und Wegenetzes in Köln. Weiterhin werden die Versorgungsträger auf die ordnungsgemäße Durchführung der Leitungsverlegungen kontrolliert. ! Gut zu wissen: Während unser Bauhof rein punktuelle Schadensbeseitigung im Sinne der Aufrechterhaltung der Verkehrssi- cherheit durchführt, ist unsere Abteilung Straßenbau für die Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten sowie den Neubau von Straßen, Wegen und Plätzen, welche über Fremdfirmen abgewickelt werden, zuständig. Beispielhaft stellen wir im Folgenden Projekte aus allen Stadtbezirken vor: Stadtbezirk 1 (Innenstadt inklusive Deutz) Beispielprojekt: Deutzer Brücke – Fahrbahndeckensanierungen und Markierung mit Radweg- verbreiterung Nachdem auf der Deutzer Brücke in beiden Fahrtrichtungen deutliche Bodenwellen und Verwerfungen im Asphalt festgestellt wurden, haben wir eine großflächige Fahrbahndeckensanierung im Bereich der Abfahrten zum Heu- markt und zur Siegburger Straße / Mindener Straße durchgeführt. Im Zuge der Maßnahme haben wir zudem auf Höhe der Abfahrt Richtung Heumarkt Verbesserungen für den Rad- verkehr umgesetzt. Im Bereich der Brückenrampe haben wir die Fahrbahn um knapp einen Meter verbreitert und Platz für einen 1,75 Meter breiten Radschutzstreifen geschaffen. Damit entschärfen wir Konflikte zwischen Radfah- renden und Kfz auf dem rechten Fahrstreifen, die Radverkehrsführung wird sicherer und komfortabler. Für die Verbreiterung der Fahrbahn war neben dem Abbruch und Neuaufbau des rechtsseitigen Bordsteins zur Einhaltung des erforderlichen Lichtraumprofils (seitliche Abstände von Einbauten) auch ein Versetzen des vorhan- denen Ampelmasts sowie der Straßenlaterne erforderlich. Die Baukosten beliefen sich auf rund 150.000 €. Deutzer Brücke Höhe Heumarkt nach DeckensanierungDeutzer Brücke Höhe Heumarkt vor Deckensanierung Seite 52Tätigkeitsbericht 2020 Stadtbezirk 2 (Rodenkirchen) Beispielprojekt: Umgestaltung des Kreuzungsbereichs Sürther Straße / Siegfriedstraße in Köln-Roden- kirchen Zwischen Februar und April 2020 haben wir den Kreuzungsbereich Sürther Straße / Siegfriedstraße in Köln-Roden- kirchen umgestaltet. Im Zuge der Arbeiten haben wir die Gehwege sowie zwei Straßenabläufe erneuert, die Ampel- anlage außer Betrieb genommen und zurückgebaut sowie die Straßendecke erneuert. ! Gut zu wissen: Der Rückbau der Ampelanlagen erfolgte im Rahmen des Projekts „Alternative Betriebsformen“. Hierbei unter- suchen wir, ob die Zahl der Ampelanlagen systematisch und an geeigneten Stellen verringert werden kann. Dies kann nur dort erfolgen, wo alternative Betriebsformen an den Kreuzungen (beispielsweise Kreisverkehre, Mittelinseln oder Zebrastreifen) weder die Verkehrssicherheit noch den Verkehrsfluss einschränken. Die Ampelanlage am Knotenpunkt Sürther Straße/Siegfriedstraße wurde durch Zebrastreifen ersetzt. Darüber hinaus wurde durch bauliche Einengungen auf der Siegfriedstraße und Anpassungen des Straßenverlaufs eine Verkehrsberuhigung erreicht. Die Kosten der Baumaßnahme beliefen sich auf rund 190.000 €. Knotenpunkt Sürther Straße – Siegfriedstraße nach UmbauKnotenpunkt Sürther Straße – Siegfriedstraße vor Umbau Stadtbezirk 3 (Lindenthal) Beispielprojekt: Neugestaltung des Elisabeth-von-Mumm-Platz in Köln-Sülz Nach Fertigstellung der sanierten beziehungsweise neuen privaten Hochbauten im neuen städtebaulichen Quartier am Sülzgürtel wurde der städtische Elisabeth-von-Mumm-Platz zwischen der ehemaligen Kirche „Zur Heiligen Fami- lie“ und dem Sülzgürtel neu gestaltet. Des Weiteren wurde die Wegeverbindung für den Fuß- und Radverkehr vom Wohnquartier des 1. Bauabschnittes in Richtung Sülzgürtel komplettiert. Die grüne Platzfläche wird durch einen großzügig angelegten Gehweg umsäumt, der zugleich für den Radverkehr freigegeben ist (Fußgängerzone). Auf eine einheitliche Gestaltung wurde bei den Oberflächen in hochwertigem Ma- terial und beim Mobiliar (zum Beispiel Leuchten) geachtet. Wir haben gemeinsam mit den Stadtentwässerungsbetrieben die Straßenbauleistung beauftragt. Vorlaufend muss- ten zwei neue Kanäle auf dem Elisabeth-von-Mumm Platz erstellt werden, um die Entwässerung der versiegelten Flächen zu gewährleisten. Straßenbau Seite 53 Die Bauarbeiten erfolgten vom 3. März bis 24. November 2020 und haben rund 823.000 € gekostet. Elisabeth-von-Mumm-Platz nach der UmgestaltungElisabeth-von-Mumm-Platz vor der Umgestaltung Stadtbezirk 4 (Ehrenfeld) Beispielprojekt: Generalinstandsetzung des Lerchenwegs in Köln-Bocklemünd / Köln-Mengenich In Köln-Bocklemünd / Köln-Mengenich haben wir zwischen Februar und September 2020 die Fahrbahn und die Gehwege des Lerchenwegs instand gesetzt. Gleichzeitig erfolgte der barrierefreie Ausbau der KVB-Bushaltestelle „Grevenbroicher Straße“ (Linie 126) vor dem St.-Brigida-Heim an der Kreuzung Lerchenweg / Grevenbroicher Straße. Zur sicheren Querung der Grevenbroicher Straße zur Bushaltestelle haben wir zudem einen neuen Fußgänger- überweg eingerichtet. Die Gesamtkosten der Maßnahmen beliefen sich auf rund 730.000 €. Lerchenweg nach der InstandsetzungLerchenweg vor der Instandsetzung Seite 54Tätigkeitsbericht 2020 Stadtbezirk 5 (Nippes) Beispielprojekt: Resterschließung Franz-Greiß-Straße/Fygen-Lützenkirchen-Straße in Köln-Niehl Für die sich neu ansiedelnden Firmen im Industriepark Köln-Nord haben wir die Franz-Greiß-Straße und die Fygen- Lützenkirchen-Straße in Köln-Niehl endausgebaut. Hierbei haben wir die vorhandenen Baustraßen in Teilen zu- rückgebaut und in Asphaltbauweise hergestellt. Der Gehweg wurde in Pflasterbauweise hergestellt. Zudem wurden Beleuchtungseinrichtungen installiert. Die Bauarbeiten fanden zwischen Februar und Mai 2020 statt. Die Kosten betrugen rund 860.000 €. KVB-Bushaltestelle „Grevenbroicher Straße“ nach barrierefreiem Umbau KVB-Bushaltestelle „Grevenbroicher Straße“ vor barrierefreiem Umbau Franz-Greiß-Straße – Fygen-Lützenkirchen-Straße nach dem EndausbauFranz-Greiß-Straße – Fygen-Lützenkirchen-Straße vor dem Endausbau Straßenbau Seite 55 Stadtbezirk 6 (Chorweiler) Beispielprojekt: Neugestaltung der Platzflächen Liverpooler Platz, Pariser Platz und Lyoner Passage Der Stadtteil Chorweiler ist eine in den 1970er Jahren geplante „Stadt in der Stadt“. Mit der Neugestaltung der drei verbindenden zentralen Plätze Liverpooler Platz, Pariser Platz und Lyoner Passage im Rahmen des Förderpro- gramms Nationale Projekte des Städtebaus hat das Zentrum des Stadtteils ein neues Aussehen und eine erhebli- che Aufwertung erhalten. Die drei Platzräume weisen einen jeweils spezifischen Charakter und eigene Funktionen auf. Der Pariser Platz ist der zentrale Ort Chorweilers, er fungiert als Raumgelenk und Verteiler der Fußgängerströme und bildet zudem die kulturelle Mitte des Stadtteils. Der Liverpooler Platz ist Ankunftsort für den öffentlichen sowie Individualverkehr, er- schließt das Einkaufszentrum und die Wohnbebauung und wird in der Mitte als Parkplatz sowie Marktplatz genutzt. Die angrenzende Oxforder Passage bietet Spielraum für generationenübergreifende Sport- und Bewegungsaktivitä- ten. Der Durchgangsraum der Lyoner Passage bietet Aufenthaltsmöglichkeiten für Familien und Kinder. Die Neugestaltung aller drei Plätze hatte zum Ziel, die Aufenthaltsqualität sowie die Nutzungsvielfalt zu verbessern. Die Plätze bieten generationenübergreifend Qualität für unterschiedliche Nutzergruppen und können auch als Veranstaltungsräume genutzt werden. Das Projekt „Lebenswertes Chorweiler – ein Zentrum im Wandel“ wurde als Premiumprojekt im Rahmen des Bundesförderprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ gefördert. Liverpooler Platz nach der UmgestaltungLiverpooler Platz vor der Umgestaltung Pariser Platz nach der UmgestaltungPariser Platz vor der Umgestaltung Seite 56 Tätigkeitsbericht 2020 Die Umgestaltung wurde zwischen Januar 2019 und April 2020 durchgeführt. Die Kosten betrugen rund 9,3 Millionen €. Stadtbezirk 7 (Porz) Beispielprojekt: Erschließungsgebiet An der Wielermaar / Schwester-Firma-Weg in Köln-Porz/Zündorf Die Baumaßnahme umfasst die Herstellung von Baustraßen im Erschließungsgebiet „Nördlich-Wielermaar“ in Köln-Porz/Zündorf zur Erschließung der dortigen Grundstücke. Im Zuge der Maßnahme wurden neue Versorgungs- leitungen (Wasser, Gas, Strom, Telekommunikation) verlegt und die Straßenentwässerung über Sinkkästen sicher- gestellt. Die Oberflächenbefestigung der Baustraßen erfolgte mit einer Asphalt-Tragdeckschicht. Der Einmündungs- bereich zur Schmittgasse konnte bereits endgültig hergestellt werden. Lyoner Passage nach der UmgestaltungLyoner Passage vor der Umgestaltung Erschließungsgebiet An der Wielermaar – Schwester-Firma-Weg nach dem Bau der Baustraße Erschließungsgebiet An der Wielermaar – Schwester-Firma-Weg vorm Bau der Baustraße Stadtbezirk 8 (Kalk) Beispielprojekt: Sanierung der Fahrbahn und Gehwege sowie Ausbau eines barrierefreien Buskaps und einer Querungshilfe auf dem Europaring in Köln-Neubrück Auf dem Europaparing haben wir im Abschnitt zwischen Straßburger Platz und Romain-Rolland-Straße die Fahr- bahndecke saniert. Der Zustand zeichnete sich durch eine Vielzahl von Rissen, Schlaglöchern und Unebenheiten aus, weshalb die Deckschicht abgefräst und in dem gesamten Bauabschnitt erneuert wurde. Straßenbau Seite 57 Des Weiteren haben wir auf Höhe des Franz-Stock-Weges die vorhandene Bushaltestelle als barrierefreies Buskap ausgebaut. Damit man die Straße hier besser queren kann, haben wir im Bereich der Bushaltestelle eine Querungs- hilfe errichtet. Durch die damit verbundene Einengung der Fahrbahn wird zudem erreicht, dass die Geschwindigkeit der Kfz verringert wird. Zudem haben wir im Bereich der Bushaltestelle aufgrund der zahlreichen Unebenheiten und Schäden die Gehwege auf beiden Seiten saniert. Die Baukosten für die zwischen September und November 2020 durchgeführte Maßnahme betrugen rund 100.000 €. Buskap Europaring nach barrierefreiem UmbauBuskap Europaring vor barrierefreiem Umbau Europaring nach der SanierungEuroparing vor der Sanierung Stadtbezirk 9 (Mülheim) Beispielprojekt: Umgestaltung Knotenpunkt Bergisch Gladbacher Straße / Buschfeldstraße / Johann- Bensberg-Straße in Köln-Holweide Zwischen Juli und August 2020 haben wir den Knotenpunkt Bergisch Gladbacher Straße / Buschfeldstraße / Johann-Bensberg-Straße zur Verbesserung der Verkehrsabwicklung umgebaut. Hierfür haben wir die Ampelanlagen Seite 58 Tätigkeitsbericht 2020 im Kreuzungsbereich angepasst und erneuert sowie den Knotenpunkt umgestaltet. Dabei wurden die Buschfeld- straße und die Johann-Bensberg-Str. in den Einmündungsbereichen in die Bergisch Gladbacher Str. im Vollausbau verbreitert und die Nebenanlagen angepasst und saniert. Auf der Bergisch Gladbacher Str. haben wir eine Deckensanierung mit lärmoptimiertem Asphalt durchgeführt, den dortige Radweg angepasst und saniert sowie die Markierung geändert. Es wurden vorgezogene Haltelinien und aufgeweitete Radaufstellstreifen hergestellt sowie der Fußgängerüberweg über die Bergisch Gladbacher Straße an der Johann-Bensberg-Straße nach Westen verlegt. Die Baukosten betrugen rund 600.000 €. Die Arbeiten wurden zwischen 1. Juli und 11. August 2020 durchgeführt. Bergisch Gladbacher Straße nach der Umgestaltung des Knotenpunkts Bergisch Gladbacher Straße vor der Umgestaltung des Knotenpunkts Buschfeldstraße nach der Umgestaltung des KnotenpunktsBuschfeldstraße vor der Umgestaltung des Knotenpunkts Straßenbau Seite 59 Aufgrabungsmanagement Ebenfalls Teil unserer Abteilung „Straßenbau“ ist das sogenannte „Aufgrabungskontrollmanagement“. In diesem Aufgabenfeld kontrollieren wir die Arbeiten, die von Dritten in öffentlichen Flächen ausgeführt werden. In der Regel ist das der Fall, wenn Versorgungsträger Ver- und Entsorgungsleitungen in den Straßen verlegen und reparieren. Im Jahr 2020 wurden uns 8.671 Aufgrabungen im öffentlichen Straßenland gemeldet. In 7.991 Fällen konnte die Verkehrssicherungspflicht, die für die Arbeiten an die Versorgungsträger übertragen worden ist, wieder von uns übernommen werden. Das Verhältnis von übernommenen zu gemeldeten Aufgrabungen liegt somit bei 92 %. Insge- samt 6.752 Aufgrabungen wurden vor Ablauf der Gewährleistung bei einer Endkontrolle auf Mängel hin kontrolliert. Wenn es möglich und sinnvoll ist, werden größere Bereiche nach Aufgrabungen gemeinsam durch die Stadt Köln und die ausführenden Firmen in einer sogenannten „gemeinsamen Wiederherstellung“ erneuert. Ein solches Projekt konnten wir in 2020 auf der Tangastraße, der Kamerunstraße und Gustav-Nachtigal-Straße in Köln-Nippes umsetzen. Hier hatte die RheinEnergie AG Gas- und Wasserleitungen von Hausanschlüssen neu ver- legt. Anschließend haben wir den Gehweg und die Bordsteinanlagen gemeinsam wiederhergestellt, da diese sich in einem schlechten Zustand befanden. Wir haben hierbei das Material zur Verfügung gestellt und uns an den Kosten beteiligt. Entwicklung der Anzahl der Aufgrabungen Seite 60 Tätigkeitsbericht 2020 Verkehrsmanagement Unser Amt für Verkehrsmanagement wurde zum 1. April 2018 aus dem Amt für Straßen und Verkehrstechnik ausge- gliedert. Hier verfolgen wir das Ziel, über ein innovatives und modernes Verkehrsmanagement die Mobilität heute zu sichern und die Mobilität der Zukunft aktiv mit zu gestalten. Wir widmen uns unter anderem der Optimierung des Verkehrsflusses sowie der Modernisierung und Digitalisierung der Verkehrstechnik. Zudem steuern wir tempo- räre Eingriffe in den Verkehr durch Baustellen, Sonder- und Schwertransporte. Hierdurch ermöglichen wir mit dem verbesserten Verkehrsablauf einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und Reduzierung der Schadstoffbelastung. Durch all dies steigt die Lebensqualität in Köln. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei auf innovativen, zukunftsweisenden und digitalen Lösungen zur Verbesserung des Verkehrsflusses in unserer wachsen- den Stadt. Verkehrssystemmanagement Ein Schwerpunkt des Verkehrsmanagements ist der Betrieb der Verkehrsleitzentrale. Hier laufen die Informatio- nen von Verkehrssteuerungssystemen, Baustellenmanagement, Parkleitsystem, Verkehrsleit- und Informationssys- tem zusammen. In der Verkehrsleitzentrale werden diese voneinander unabhängigen Systeme zusammengeführt und zu einem Gesamtsystem vernetzt und übergeordnet angesteuert. Für eine ständige Überwachung und Bedienung der Systeme aus den Bereichen Verkehrs- und Tunneltechnik werden wir die Verkehrsleitzentrale und die Tunnelleitzentrale zukünftig an einem Standort zusammenfassen und rund um die Uhr betreiben. Neben einer Erhöhung der Sicherheit für den Straßenverkehr und den Betrieb der Tunnel können wir mit einer gemeinsamen Verkehrs- und Tunnelleitzentrale die Anforderungen gemäß BSI-Gesetz (Gesetz über das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) und KRITIS-V (Verordnung zur Bestimmung Kritischer Infrastrukturen nach dem BSI-Gesetz) erfüllen. Mit dem Projekt streben wir eine Vereinheitlichung der Automatisierungslösungen, der Bedienoberflächen und der Bedienkonzepte an. Gemeinsames Personal sowie eine gemeinsame Organisation und Raumnutzung erzeugen aufgrund der inhaltlich vergleichbaren Aufgabenbereiche Synergiee ffekte und Kosteneinsparungen. Darüber hinaus Visualisierung der neuen Verkehrs- und Tunnelleitzentrale Verkehrsmanagement Seite 61 ergänzen die Überwachungskameras für den Verkehrsfluss in den Tunnelbereichen unseren bisherigen Bestand an Verkehrsvisualisierungskameras der Verkehrsleitzentrale. Wir statten die innerhalb der neuen Verkehrs- und Tunnelleitzentrale geplanten Arbeitsplätze derart aus, dass von jedem Operatorpult alle Bedienfunktionen der Verkehrstechnik und der Tunneltechnik gleichberechtigt ausgeführt werden können. Es wird eine Videowand errichtet, auf der auf unterschiedlichen Ansichten aller Bedien- und Beob- achtungsebenen dargestellt werden können. Dies hat positive Auswirkungen auf Abstimmungsprozesse in Störfäl- len. ! Gut zu wissen: Wir haben im Sommer 2020 mit dem Aufbau der gemeinsamen Verkehrs- und Tunnel-leitzentrale Köln (VTLZ) begonnen. Die Inbetriebnahme ist für den Sommer 2021 vorgesehen. Die Zentrale arbeitet dann rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr und ersetzt die Funktionen der vormaligen Verkehrsleitzentrale und Tunnelwarte. Ein besonderer Arbeitsschwerpunkt unseres Sachgebiets Verkehrssystemmanagement in 2020 war die Umsetzung zur geänderten Abwicklung des Touristenreisebusverkehrs. Bereits seit Januar 2020 befindet sich auf der nördli- chen Seite der Gereonstraße zwischen Börsenplatz und der Kreuzung Gereonstraße / Klingelpütz / Mohrenstraße ein neu geschaffener Haltepunkt für Touristenbusse. Dort haben bis zu acht Reisebusse gleichzeitig Platz. Der neue Haltepunkt ersetzt seit seiner Einrichtung den bisherigen Bushaltepunkt an der Komödienstraße, welcher im Herbst 2020 in einen Radfahrstreifen umgewandelt wurde. Mit der Verlegung des Busterminals an die Gereonstra- ße soll die Verkehrsbelastung in der Innenstadt reduziert und so eine stadtverträglichere Abwicklung des Reisebus- verkehrs gewährleistet werden. ! Gut zu wissen: Ein neues Verkehrskonzept auf Grundlage des fortzuschreibenden Luftreinhalteplans sieht vor, dass für den Touristenbusverkehr am Busterminal Kuhweg der Umstieg in einen emissionsfreien Shuttleverkehr eingerichtet wird. Die Einfahrt von Touristenbussen in die Altstadt soll ergänzend dazu eingeschränkt werden. Darüber hinaus haben wir in 2020 die Abwicklung des Reisebusverkehrs für Tagesbesucher*innen in der Vorweihnachtszeit neu konzeptioniert, da die bisherige Abwicklung über den Bushalteplatz auf der Komödienstra- ße politisch nicht mehr gewünscht war. Wir haben verschiedene Varianten erarbeitet und der Stadtführung zur Ent- scheidung vorgelegt. Das neue Konzept sieht vor, dass zwischen dem Montag nach Totensonntag und dem 23. De- Route Shuttlebusverkehr in der Vorweihnachtszeit Seite 62Tätigkeitsbericht 2020 zember eines jeden Jahres der Bushaltepunkt an der Gereonstraße gesperrt und alle ankommenden Reisebusse zentral auf den Messeparkplatz P22 geleitet werden. Für das Parken dort wurde unter anderem in Kooperation mit der Koelnmesse das bereits im Logistikbereich der Koelnmesse vorhandene Buchungsportal für die Nutzung durch Reisebusse angepasst. Von dort befördern Shuttlebusse der KVB die Besucher*innen zum temporären Haltepunkt am Heumarkt. Wir haben entsprechende Informations-Flyer für Tourist*innen und Busfahrer*innen sowie verschiedene Webseiten mit thematisch geordneten Informationen zum neu organisierten Adventsverkehr, zum Shuttle-Service sowie wei- teren Themen wie beispielsweise den Parkplätzen erarbeitet. Gemeinsam mit dem Amt für Stadtentwicklung und Statistik haben wir eine Online-Umfrage entwickelt, um ein Feedback von den Reisebus-Tourist*innen zum neuen Konzept zu erhalten. Das gesamte Informationsmaterial wie auch die Umfrage standen in deutscher, englischer, französischer und niederländischer Sprache zur Verfügung. Aufgrund der angespannten Corona-Situation hat der Krisenstab jedoch im Oktober 2020 das Aussetzen des Ad- ventsverkehrs beschlossen. Auf Grundlage dieser Entscheidungen haben wir die Vorbereitungen für 2020 vorzeitig beendet und für das Jahr 2021 zurückgestellt. Zusätzlich zur Neukonzeptionierung des „Weihnachtsverkehrs“ wurden auch die Verkehrsströme in der Altstadt – explizit an den verkaufsstarken Adventsamstagen –überprüft und optimiert. In Kooperation mit der Verkehrs- wacht Köln waren Verkehrskadetten an neuralgischen Punkten im Innenstadtbereich postiert. Die Verkehrskadet- ten haben auf Anweisung der Verkehrsleitzentrale unterstützend eingegriffen, wenn sich lange Rückstaus bildeten, um den Zufluss der Kfz zur Altstadt zu reduzieren oder ihren Abfluss aus der Altstadt zu beschleunigen. Durch Son- derprogramme an ausgewählten Ampelanlagen in der Innenstadt haben wir den Verkehrsfluss zusätzlich optimiert. Das Sperrkonzept sieht zudem die selbstständige Sperrung der Parkhaus-Zufahrten bei Auslastung ebendieser durch das Parkhaus-Personal vor. Für diese Maßnahme wurden Absprachen mit sieben Parkhäusern in der Innen- stadt getroffen, die erfahrungsgemäß an den Adventssamstagen bereits nach kurzer Zeit und über einen längeren Zeitraum hinweg voll ausgelastet sind. Die Parkhäuser erhielten hierfür Absperrmaterial durch unseren Bauhof. Um die Verkehrsteilnehmenden für die Nutzung des Parkleitsystems zu sensibilisieren, haben wir auf ausgewählten digitalen Anzeigetafeln für dieses geworben. Darüber hinaus wurden die Faltblätter mit Informationen zum Parkleit- system überarbeitet und in ausgewählten Park- und Kaufhäusern für die Kundschaft zur Mitnahme bereitgelegt. Auch im Aufgabenbereich Verkehrserhebungen hat die Pandemie den Arbeitsplan beeinflusst. Aufgrund der Vorsorgemaßnahmen und dem damit verbundenen Lockdown im Frühjahr und Herbst 2020 konnten zahlreiche Zählungen in dieser Zeit nicht stattfinden, weil diese im Ergebnis nicht repräsentativ gewesen wären. Dennoch konnten wir in der restlichen Zeit insgesamt 379 Zählungen durch eigenes Personal durchführen. Insgesamt 137 Zählungen wurden durch externe Dienstleister vorgenommen und die Ergebnisse in das städtische Erfassungssys- tem überführt. ! Gut zu wissen: Die Verkehrsbeobachtungen teilen sich auf in 237 Knotenstromzählungen, 10 Staumessungen, 53 interne und 82 externe Radverkehrszählungen, 9 Fußverkehrszählungen, 6 Parkraumerhebungen, 2 Durchgangsverkehrs- zählungen, 72 Geschwindigkeits- und Querschnittsmessungen sowie 55 externe Querschnittsmessungen. Im Vorgriff auf den geplanten Ausbau von Dauerzählstellen im Kölner Stadtgebiet erfolgten Tests von neu auf dem Markt eingeführten Video-Zählsensoren mit eingebauter Auswerteeinheit auf Basis einer Künstlichen Intelligenz, die bis zu acht Fahrzeugklassen unterscheiden kann. Bei den Auswertungen der Tests haben wir noch Mängel bezüglich der Datenqualität festgestellt. Da sich diese neue Technologie jedoch in einer rasanten Entwicklung befindet, rechnen wir für die nahe Zukunft mit einer besseren Qualität. Der Aufbau der neuen Geräte ist ab 2021 an Verkehrsmanagement Seite 63 insgesamt 80 Standorten vorgesehen. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert dieses Vorhaben. Verkehrserhebungen stellen die Grundlage für Verkehrsuntersuchungen, die Straßenplanung und die Program- mierungen der Ampeln dar. Weiterhin dienen sie als Grundlage für Emissionsberechnungen, verkehrsrechtliche Anordnungen und übergeordnete Steuerungen im Zuge des Verkehrsmanagements. Im Aufgabenbereich Wegweisung haben wir Rahmen der Bestandspflege in 2020 insgesamt 209 Schilder und 83 seitliche Aufsteller erneuert. 84 Schilder wurden eingedreht, da sie durch äußere Einflüsse wie Sturm, Fahrzeuge mit Aufbauten usw. am Mast verdreht waren. Zahlreiche Schilder wurden von Schmutz und Moos befreit und damit die Lesbarkeit verbessert. Für unser Fußgängerleitsystem haben wir im vergangenen Jahr 180 Wegweiser erneuert. In 2020 erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Koelnmesse die Erneuerung des Messe-Verkehrsleitsystems. In diesem Projekt wurden sechs Schilderbrücken oder Ausleger neu gebaut, drei wurden demontiert und drei weitere wurden überarbeitet. Zwei der neuen Ausleger im Bereich des Messekreisels wurden als mobile Standorte reali- siert. Damit kann der gesamte Logistik- und Besucherverkehr der jeweiligen Verkehrssituation angepasst über LED- Anzeigen und korrespondierender Information in der messespezifischen Navigation gesteuert werden. Der Verkehr wird zu Messezeiten sicherer und flüssiger ablaufen und die Emission von Kohlendioxid und Stickoxid deutlich reduziert. Hierdurch steht der mittelfristigen Umgestaltung des Kreuzungs- bereichs Messekreisel nichts im Wege. Die Lösung stellt die Verfügbarkeit des Leitsystems auch in der Umbauphase sicher. Die Konstruktion des Leitsystems ist so ausgeführt, dass es nach dem Umbau des Kreuzungsbereichs an seinen finalen Ort eingebaut werden kann. Insgesamt wurden im Zuge der Maß- nahme 58 Wegweiser und Tafeln erneuert. Außerdem erfolgte, wie in jedem Jahr, eine Überprüfung von 40 Schilderbrückenstandorten nach DIN 1076 auf Standfestigkeit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit. Wir haben zudem alle rund 120 Schilderbrücken im Kölner Stadtgebiet einer Sichtprü- fung unterzogen, um augenscheinliche Mängel frühzeitig zu erkennen. Wegweisertafel Volkhovener Weg Neue Wegweisung an der Hahnenstraße Verkehrsleitsystem Koelnmesse an der Deutz- Mülheimer-Straße Seite 64Tätigkeitsbericht 2020 Planung, Bau und Betrieb von Ampelanlagen In Köln regeln 953 Ampeln den Verkehr. Von diesen befinden sich 859 in der Baulast der Stadt Köln, die anderen in der des Landesbetriebes Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Straßen.NRW). Für die eigenen Ampelanlagen sind wir mit unserem Amt für Verkehrsmanagement vollständig für die Planung und Anordnung sowie den Bau und Betrieb zuständig. Für die Ampelanlagen des Landesbetriebes werden die Schaltungen über verkehrsrechtliche Anordnun- gen vorgegeben. Im Jahr 2020 haben wir insgesamt 32 Ampelanlagen komplett erneuert: Innenstadt: – Deutz-Kalker Straße / Gummersbacher Straße – Erftstraße / Im Mediapark – Erftstraße / Maybachstraße / Hermann-Becker-Straße – Erftstraße / Spichernstraße – Cäcilienstraße / An Sankt Agatha – Cäcilienstraße / Antonsgasse Rodenkirchen: – Brühler Landstraße / Militärringstraße / Brühler Straße – Brühler Landstraße / Alte Köln Straße – Schillingsrotter Straße / Römerstraße Lindenthal: – Kölner Weg / Am Weidenpesch / Kirchweg – Weißhausstraße / Pohligstraße / Rhöndorfer Straße / Rudolf-Amelunxen-Straße – Aachener Straße / Fürst-Pückler-Straße – Aachener Straße / Braunstraße / Hermann-Pflaume-Straße – Aachener Straße / Meister-Johann-Straße / Herbesthaler Straße Ehrenfeld: – Innere Kanalstraße / Fernmeldeturm Nippes: – Geldernstraße / Escher Straße – Niehler Straße / Florastraße / Wilhelmstraße – Neusser Straße / Scheibenstraße / Kapuzinerstraße Chorweiler: – Merianstraße / Cosmasweg – Oranjehofstraße / Parkplatz Ost Porz: – Schmittgasse / Houdainer Straße / Schule – Kölner Straße / Urbacher Weg / Im Rheinfeld – Kölner Straße / Erkerstraße – Theodor-Heuss-Straße / Stresemannstraße – Josefstraße / Schule – Hauptstraße / Burgweg / Keimergasse – Friedrichstraße / Bundesbahnbrücke Kalk: – Rather Mauspfad / Stachelsweg / Baldurstraße – Hans-Schulten-Straße / Wiehler Straße Mülheim: – Roggendorf Straße / Alfred-Werner-Straße – Edelhofstraße / Am Feldrain / Schule – Bergisch Gladbacher Straße / Johann-Bensberg-Straße / Buschfeldstraße Verkehrsmanagement Seite 65 ! Gut zu wissen: Das Durchschnittsalter der Ampeln in Köln beträgt 15 Jahre. Eine Erneuerung der elektronischen Komponenten wird je nach Gerätetyp nach 20 bis 25 Jahren erforderlich. Im Zuge der Erneuerungen werden jeweils die aktu- ellen und künftigen Verkehrsbedürfnissen bedacht. Die Ampeln erhalten Ausstattungen für sehbeeinträchtigte Menschen und energiesparsame, gut erkennbare LED-Signale. Beispielhaft möchten wir Ihnen im Folgenden einige ausgewählte Projekte vorstellen. So haben wir beispielsweise im Zuge des Ampelerneuerungsprogramms die komplette Ampelanlage am Knotenpunkt Cäcilienstraße / Antonsgasse samt Steuergerät, Außenanlage und allen Erfassungseinrichtungen erneuert. Dafür haben wir sämtliche Kabel ausgezogen und ersetzt, alle Signalmaste samt Auslegern gegen neue getauscht, die vorhandenen Schachtanlagen erneuert und Teile der Verrohrung hergestellt beziehungsweise wiederhergestellt. Außerdem wurden alle Signalgeber, Fußgängertaster sowie ÖPNV-Detektoren erneuert und sämtliche Induktionsschleifen neu geschnitten. Wir haben darüber hinaus die Fußgängerfurten durch den Einsatz taktiler Bodenelemente und akustischer sowie taktiler Signalgeber blinden- und sehbehindertengerecht ausgestattet. Die Baukosten für diese rund vierwöchige Erneuerungsmaßnahme lassen sich auf etwa 135.000 € beziffern. Antonsgasse Bauzustand Phasenfolge, Logik und Signalzeitenplan der Ampelanlage Antonsgasse Ampelanlage Antonsgasse – Ausschnitt aus der Mikrosimulation Seite 66 Tätigkeitsbericht 2020 Im Rahmen der Baumaßnahmen haben wir die Signalsteuerung neu erstellt. Die volle Stadtbahnbevorrechtigung, eine optimierte Steuerung der Fußgängerquerung über die Cäcilienstraße und der Meldungsaustausch mit der benachbarten Ampelanlage Cäcilienstraße / Nord-Süd-Fahrt stellten die besonderen Herausforderungen im Zuge der Neuplanung dar. Zudem haben wir die neue Signalplanung in die Mikrosimulation des Streckenzugs der Cäcilienstraße eingebunden und unter Berücksichtigung des Verkehrsablaufs an den benachbarten Ampelanlagen hinsichtlich Verkehrsqualität und Rückstau ausgewertet. Ebenfalls im Rahmen des städtischen Erneuerungsprogramms haben wir insgesamt vier Ampelanlagen auf der Aachener Straße komplett erneuert. Neben dem Steuergerät haben wir auch hier jeweils die Außenanlage inklu- sive der Verkabelung, der Maste, der taktilen Blindenleitelemente und der Signalgeber erneuert. Die Baukosten für diese Erneuerungsmaßnahmen lagen bei rund 1,1 Mio. €. Die Signalsteuerung wurde neu erstellt und den aktuellen Planungsstandards angepasst. Besonderes Augenmerk lag hierbei auf der vollen Bevorrechtigung der Stadtbahnlinie 1, einer komfortablen Schaltung der Fußgängerque- rungen sowie der Einbindung in die bestehende Koordinierung der Ampelanlagen auf der Aachener Straße. Mittels des sogenannten „Zeit-Weg-Diagramms“ können wir die Zeiten der sogenannten „Grünen Welle“ darstellen. An der Anlage Aachener Straße / Braunstraße wurde darüber hinaus ein Meldungsaustausch mit der Ampelanlage Aachener Straße / Maarweg realisiert, um den Verkehrsfluss zwischen diesen beiden Anlagen zu optimieren. Unser Sachgebiet „Planung von Lichtsignalanlagen“ hat zudem im Jahr 2020 für über 300 ampelgesteuerte Knotenpunkte sogenannte MAP-Dateien erstellt. Die Erstellung der MAP-Dateien dient der Digitalisierung von Kreuzungstypologien und -geometrien und damit als Grundlage für den Regelbetrieb kooperativer Verkehrssyste- me. Die Bereitstellung der MAP-Daten erfolgt künftig über den Schnittstellenserver zu „OffeneDaten Köln“ bezie- hungsweise zum Server mCloud des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt in 2020 war die Ertüchtigung von Steuergeräten zum Anschluss an den Verkehrsrechner. Im Rahmen eines Förderprogrammes des Bundes haben wir in 2020 insgesamt 185 Lichtsignal- anlagen auf den aktuellen Stand aufgerüstet. Dazu wurde in den Steuergeräten ein Co-Prozessor ausgetauscht und Zeit-Weg-Diagramm Aachener Straße Verkehrsmanagement Seite 67 die Lichtsignalanlagen wurden über eine genormte Schnittstelle an den Kölner Verkehrsrechner angeschlossen. Damit können nun alle verfügbaren Prozessdaten an die zukünftige Verkehrs- und Tunnelleitzentrale übermittelt werden. Hierdurch ist eine können wir Störungen frühzeitig und gezielt erkennen sowie die Entstörung veranlassen. In der Prozesskette der Entstörung verfügen wir über einen 24/7 Bereitschaftsdienst. Während bei kleineren Störungen die Signalbaufirma direkt die Entstörung vornehmen kann, muss bei gravierenden Störungen oder Unfallschäden eine umfangreichere Schadensbeseitigung vorgenommen werden. Bis zur Wiederinbetriebnahme werden teilweise Absperrmaßnahmen erforderlich. Für die Schadensbeseitigung und zur Verkehrssicherung stehen von den beauftragten Unternehmen Bereitschaftsdienste für den Tiefbau und die Signaltechnik zur Verfügung. Damit können wir im Störfall schnellstmöglich wieder einen regulären Betrieb sicherstellen. Im Rahmen der Baumaßnahmen haben wir die Signalsteuerung neu erstellt. Die volle Stadtbahnbevorrechtigung, eine optimierte Steuerung der Fußgängerquerung über die Cäcilienstraße und der Meldungsaustausch mit der benachbarten Ampelanlage Cäcilienstraße / Nord-Süd-Fahrt stellten die besonderen Herausforderungen im Zuge der Neuplanung dar. Zudem haben wir die neue Signalplanung in die Mikrosimulation des Streckenzugs der Cäcilienstraße eingebunden und unter Berücksichtigung des Verkehrsablaufs an den benachbarten Ampelanlagen hinsichtlich Verkehrsqualität und Rückstau ausgewertet. Ebenfalls im Rahmen des städtischen Erneuerungsprogramms haben wir insgesamt vier Ampelanlagen auf der Aachener Straße komplett erneuert. Neben dem Steuergerät haben wir auch hier jeweils die Außenanlage inklu- sive der Verkabelung, der Maste, der taktilen Blindenleitelemente und der Signalgeber erneuert. Die Baukosten für diese Erneuerungsmaßnahmen lagen bei rund 1,1 Mio. €. Die Signalsteuerung wurde neu erstellt und den aktuellen Planungsstandards angepasst. Besonderes Augenmerk lag hierbei auf der vollen Bevorrechtigung der Stadtbahnlinie 1, einer komfortablen Schaltung der Fußgängerque- rungen sowie der Einbindung in die bestehende Koordinierung der Ampelanlagen auf der Aachener Straße. Mittels des sogenannten „Zeit-Weg-Diagramms“ können wir die Zeiten der sogenannten „Grünen Welle“ darstellen. An der Anlage Aachener Straße / Braunstraße wurde darüber hinaus ein Meldungsaustausch mit der Ampelanlage Aachener Straße / Maarweg realisiert, um den Verkehrsfluss zwischen diesen beiden Anlagen zu optimieren. Unser Sachgebiet „Planung von Lichtsignalanlagen“ hat zudem im Jahr 2020 für über 300 ampelgesteuerte Knotenpunkte sogenannte MAP-Dateien erstellt. Die Erstellung der MAP-Dateien dient der Digitalisierung von Kreuzungstypologien und -geometrien und damit als Grundlage für den Regelbetrieb kooperativer Verkehrssyste- me. Die Bereitstellung der MAP-Daten erfolgt künftig über den Schnittstellenserver zu „OffeneDaten Köln“ bezie- hungsweise zum Server mCloud des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt in 2020 war die Ertüchtigung von Steuergeräten zum Anschluss an den Verkehrsrechner. Im Rahmen eines Förderprogrammes des Bundes haben wir in 2020 insgesamt 185 Lichtsignal- anlagen auf den aktuellen Stand aufgerüstet. Dazu wurde in den Steuergeräten ein Co-Prozessor ausgetauscht und Ampelanlage Aachener Straße – Fürst-Pückler-Straße nach der Erneuerung Beispieldarstellung MAP-Datei Dienstwagen der Rufbereitschaft Seite 68 Tätigkeitsbericht 2020 Baustellenmanagement Ein weiterer wichtiger Baustein des Verkehrsmanagements ist unser Baustellenmanagement. In 2020 ist die Anzahl der Genehmigungen für Baustellen im öffentlichen Straßenland im Vergleich zum Vorjahr trotz der coronabedingten Einschränkungen und Auflagen lediglich um 1,32 % gesunken. Aufgrund von Corona haben wir proaktiv auf die geänderten Rahmenbedingungen reagiert. Mit Beginn der Kontakt- einschränkungen im Frühjahr 2020 haben wir kurzfristig für die antragstellenden Firmen die Möglichkeit geschaf- fen, ihre Anträge vollständig auf digitalem Wege über ein Mailverfahren zu stellen (Projektname elektrA = elektroni- sche Anordnung). Anträge können durch Bauunternehmende oder beauftragte Firmen nunmehr per E-Mail gestellt werden. Die an der Genehmigung beteiligten Behörden und Unternehmen wie die Polizei, die Feuerwehr und die KVB haben schnell auf die geänderten Abläufe reagiert, so dass wir den Geschäftsbetrieb – wie die Zahlen bestäti- gen – gleichwertig aufrechterhalten und dies bis heute fortsetzen konnten. Außerdem haben wir im Rahmen aktiver Koordinationsprozesse im regionalen Umgriff eine Vernetzung von Bau- stelleninformationen über das Baustellenmanagementsystem TIC Kommunal realisiert. Diese interkommunale Plattform fasst Daten zu Bauprojekten aus den beteiligten Kommunen zusammen, um eine bessere Koordination von Baustellen zu erreichen. Zur Durchführung von Baumaßnahmen Dritter sowie zur Aufstellung von Containern auf öffentlichem Straßen- land haben wir in 2020 insgesamt 22.540 Genehmigungs-Bescheide (Anordnungen nach der Straßenverkehrs- Ordnung) erteilt. Das sind trotz Corona nur 301 Bescheide weniger als im Vorjahr. Die Einnahmen beliefen sich auf rund 4,6 Mio. € aus Verwaltungs- und Sondernutzungsgebühren. Das waren etwa 500.000 € mehr als im Vorjahr. Mit der Erteilung von 2.083 Container-Genehmigungen haben wir rund 186.000 € an Verwaltungs- und Sonder- nutzungsgebühren festgesetzt. Zusätzlich sind 1.297 Container im Zusammenhang mit Jahresgenehmigungen aufgestellt worden. Unser Baustellenkontrolldienst prüfte an rund 1.300 Arbeitsstellen im öffentlichen Straßenland die Einhaltung der verkehrsrechtlichen Anordnung. In 34 Fällen haben wir aufgrund eklatanter Verstöße oder illegaler Bautätigkeit ein Ordnungswidrigkeiten-Verfahren eingeleitet. Darüber hinaus haben wir mehr als 1.000 Bürgerbeschwerden zeitnah bearbeitet und 1.000 vergessene Verkehrsschilder und Absicherungen abgeräumt. Im Blick der Öffentlich- keit fanden wieder die Aktionen „Kölle entrümpeln“ statt. Dabei haben wir in sechs Kölner Stadtteilen vergessenes Baustellenmaterial aufgespürt und entfernt. Im Rahmen der Aktionen wurden 150 Schilder abgeräumt. ! Gut zu wissen: Bereits seit 2019 trägt der Baustellenkontrolldienst mit drei Elektrofahrzeugen zum Schutz des Klimas bei. Der Zugriff auf Genehmigungsunterlagen erfolgt über mobile Endgeräte und erspart so mehrfache Anfahrten zu den Baustellen. Mit den Fahrzeugen werden jährlich rd. 15.000 km zurückgelegt. Eine weitere Aufgabe im Bereich des Baustellenmanagements ist die Fahrwegbestimmung für Schwer- und Son- dertransporte. Hierbei erteilen wir Erlaubnisse für den Verkehr mit Fahrzeugen, deren Abmessungen, Achslasten oder Gesamtmassen die allgemein gesetzlich zugelassenen Grenzen überschreiten. Zudem geben wir Erlaubnisse für die Beförderung von Gefahrgut auf Straßen im Stadtgebiet außerhalb des Autobahnnetzes heraus. Im Jahr 2020 haben wir insgesamt über 5.500 Erlaubnisse erteilt und rund 8.300 Stellungnahmen an andere Erlaubnisbe- hörden im Bundesgebiet abgegeben. Vor Erteilung einer Erlaubnis prüfen wir die angefragten Fahrstrecken auf ihre Eignung für den Transport. Dabei kooperieren alle betroffenen Behörden und Dienststellen im jeweiligen Zuständigkeitsbereich. Neben der Polizei binden wir je nach Transportweg beispielsweise das Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau, die Bezirksregie- Verkehrsmanagement Seite 69 rung oder andere Kommunen per Anhörung in die Prüfung ein. Die Genehmigung erfolgt schließlich unter bestimm- ten Auflagen. Solche Auflagen können beispielsweise Nachtfahrten, Alleinfahrten über Brücken mit Sperrung des Gegenverkehrs oder Polizeibegleitung sein. Zur Entlastung der Polizei setzen wir mittlerweile sogenannte Verwaltungshelfer ein, die auf bislang elf konkret definierten Strecken unter strenger Maßgabe die sichere Transportbegleitung gewährleisten. Zum Verwaltungshel- fer haben wir weitere 33 Personen von sieben privaten Begleitunternehmen verpflichtet und gemeinsam mit der Polizei in die Besonderheiten der Strecken eingewiesen. Dadurch konnte die Polizei im Jahr 2020 von etwa 154 Transportbegleitungen entlastet werden. Den Unternehmen ist zudem gedient, da sie bei der Durchführung nicht auf die Verfügbarkeit der Polizei angewiesen sind. Mit dem Gebrauch dieser gesetzlich eingeräumten Möglichkeit nehmen wir NRW-weit eine Vorreiterrolle ein. Öffentliche Beleuchtung Im Amt für Verkehrsmanagement ist zudem unsere Stabstelle der Öffentlichen Beleuchtung angesiedelt. Hier fungieren wir als zentrale Kontaktstelle für alle Themen der Beleuchtung, die innerhalb der Verwaltung behandelt sowie von externer Seite an uns herangetragen werden. Die unterschiedlichen und zahlreichen Anliegen verdeutli- chen die Vielschichtigkeit des Aufgabengebietes und den ständig wachsenden Fokus auf das Thema Beleuchtung. Angesichts der wachsenden Bedeutung des Klimaschutzes und dem ausgerufenen Klimanotstand für Köln wach- sen die bereits hohen Anforderungen an eine energieeffiziente Stadtbeleuchtung. Die zur Verfügung stehenden Wege der Informationsweitergabe wie beispielsweise das Internetportal „Sag’s uns“, die Beleuchtungshotline oder das Postfach Beleuchtung@Stadt-Koeln.de wurden auch in 2020 in erhöhtem Maße von der Öffentlichkeit genutzt. Mit der RheinEnergie AG als Eigentümerin der Beleuchtungsanlagen im öffent- lichen Straßenland und Vertragspartner der Stadt sind wir in regelmäßigen Abstimmungen zu den unterschiedlichs- ten Themengebieten der Beleuchtung. Ein besonderes Highlight war im Juli 2020 die Entgegennahme des sogenannten „Lichtmasterplans“. Dieser wur- de im Rahmen eines Pressetermins vom Vorstand der RheinEnergie AG, Dr. Andreas Cerbe und dem Lichtplanungs- studio DL feierlich an unsere Beigeordnete Andrea Blome und den Beigeordneten Markus Greitemann überreicht. Auf Grundlage der bisherigen Leuchten- und Beleuchtungskonzepte der Jahre 2000 und 2008 konnte dieses Werk über mehrere Jahre entwickelt werden. Studio DL und die RheinEnergie AG wurden durch Vertreter*innen des Stadtplanungsamts, des Amtes für Denkmalschutz/-pflege und unseres Amtes für Verkehrsmanagement unter- Ein weiterer wichtiger Baustein des Verkehrsmanagements ist unser Baustellenmanagement. In 2020 ist die Anzahl der Genehmigungen für Baustellen im öffentlichen Straßenland im Vergleich zum Vorjahr trotz der coronabedingten Einschränkungen und Auflagen lediglich um 1,32 % gesunken. Aufgrund von Corona haben wir proaktiv auf die geänderten Rahmenbedingungen reagiert. Mit Beginn der Kontakt- einschränkungen im Frühjahr 2020 haben wir kurzfristig für die antragstellenden Firmen die Möglichkeit geschaf- fen, ihre Anträge vollständig auf digitalem Wege über ein Mailverfahren zu stellen (Projektname elektrA = elektroni- sche Anordnung). Anträge können durch Bauunternehmende oder beauftragte Firmen nunmehr per E-Mail gestellt werden. Die an der Genehmigung beteiligten Behörden und Unternehmen wie die Polizei, die Feuerwehr und die KVB haben schnell auf die geänderten Abläufe reagiert, so dass wir den Geschäftsbetrieb – wie die Zahlen bestäti- gen – gleichwertig aufrechterhalten und dies bis heute fortsetzen konnten. Außerdem haben wir im Rahmen aktiver Koordinationsprozesse im regionalen Umgriff eine Vernetzung von Bau- stelleninformationen über das Baustellenmanagementsystem TIC Kommunal realisiert. Diese interkommunale Plattform fasst Daten zu Bauprojekten aus den beteiligten Kommunen zusammen, um eine bessere Koordination von Baustellen zu erreichen. Zur Durchführung von Baumaßnahmen Dritter sowie zur Aufstellung von Containern auf öffentlichem Straßen- land haben wir in 2020 insgesamt 22.540 Genehmigungs-Bescheide (Anordnungen nach der Straßenverkehrs- Ordnung) erteilt. Das sind trotz Corona nur 301 Bescheide weniger als im Vorjahr. Die Einnahmen beliefen sich auf rund 4,6 Mio. € aus Verwaltungs- und Sondernutzungsgebühren. Das waren etwa 500.000 € mehr als im Vorjahr. Mit der Erteilung von 2.083 Container-Genehmigungen haben wir rund 186.000 € an Verwaltungs- und Sonder- nutzungsgebühren festgesetzt. Zusätzlich sind 1.297 Container im Zusammenhang mit Jahresgenehmigungen aufgestellt worden. Unser Baustellenkontrolldienst prüfte an rund 1.300 Arbeitsstellen im öffentlichen Straßenland die Einhaltung der verkehrsrechtlichen Anordnung. In 34 Fällen haben wir aufgrund eklatanter Verstöße oder illegaler Bautätigkeit ein Ordnungswidrigkeiten-Verfahren eingeleitet. Darüber hinaus haben wir mehr als 1.000 Bürgerbeschwerden zeitnah bearbeitet und 1.000 vergessene Verkehrsschilder und Absicherungen abgeräumt. Im Blick der Öffentlich- keit fanden wieder die Aktionen „Kölle entrümpeln“ statt. Dabei haben wir in sechs Kölner Stadtteilen vergessenes Baustellenmaterial aufgespürt und entfernt. Im Rahmen der Aktionen wurden 150 Schilder abgeräumt. ! Gut zu wissen: Bereits seit 2019 trägt der Baustellenkontrolldienst mit drei Elektrofahrzeugen zum Schutz des Klimas bei. Der Zugriff auf Genehmigungsunterlagen erfolgt über mobile Endgeräte und erspart so mehrfache Anfahrten zu den Baustellen. Mit den Fahrzeugen werden jährlich rd. 15.000 km zurückgelegt. Eine weitere Aufgabe im Bereich des Baustellenmanagements ist die Fahrwegbestimmung für Schwer- und Son- dertransporte. Hierbei erteilen wir Erlaubnisse für den Verkehr mit Fahrzeugen, deren Abmessungen, Achslasten oder Gesamtmassen die allgemein gesetzlich zugelassenen Grenzen überschreiten. Zudem geben wir Erlaubnisse für die Beförderung von Gefahrgut auf Straßen im Stadtgebiet außerhalb des Autobahnnetzes heraus. Im Jahr 2020 haben wir insgesamt über 5.500 Erlaubnisse erteilt und rund 8.300 Stellungnahmen an andere Erlaubnisbe- hörden im Bundesgebiet abgegeben. Vor Erteilung einer Erlaubnis prüfen wir die angefragten Fahrstrecken auf ihre Eignung für den Transport. Dabei kooperieren alle betroffenen Behörden und Dienststellen im jeweiligen Zuständigkeitsbereich. Neben der Polizei binden wir je nach Transportweg beispielsweise das Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau, die Bezirksregie- Nächtlicher SchwertransportElektro-Einsatzfahrzeug des Baustellenkontrolldienstes Seite 70 Tätigkeitsbericht 2020 stützt. Der Lichtmasterplan dient als Handlungsleitfaden für die Planung von Straßenbeleuchtungsmaßnahmen und versteht sich als Handlungsempfehlung für private Bauherren. Er vereint technischen Fortschritte im Beleuch- tungssegment und stadtgestalterische Aspekte mit den im Wandel der Zeit gestiegenen Anforderungen an den Klima- und Umweltschutz. Funktionales Licht für Straßen, Lichtinszenierungen von Plätzen, Illuminationen von Un- terführungen oder Anstrahlungen von stadtbildprägenden Bauten sind mit den Grundsätzen von Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz in Einklang zu bringen. Es handelt sich um eine vielfältige Herausforderung, die vom Leitbild „Licht ist möglich, aber nur so viel wie nötig“ geprägt ist. Deutschlandweit wird es diesen Lichtmasterplan einmalig in digitaler Form geben. Die Vorbereitungen für diese webbasierte Anwendung zur Nutzung durch Planer*innen, Architekt*innen und Ingenieur*innen laufen derzeit noch. Für den Kölner Dom, Weltkulturerbe und Wahrzeichen der Stadt, ist in den nächsten Jahren eine Neugestaltung der Außenbeleuchtung geplant. Die zukünftige Illuminierung wird an den neuesten Maßstäben der Stadtbeleuch- tung und den Vorgaben des aktuellen Lichtmasterplans ausgerichtet sein. Dabei sollen sowohl die architektoni- schen Besonderheiten als auch die kulturelle Bedeutung der Kathedrale auf würdige und angemessene Art herausgestellt und eines der größten europäischen Meisterwerke gotischer Architektur in besonderer Weise in Szene gesetzt werden. Ziel der neuen Illuminierung sind zudem Verbesserungen in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz, beispielsweise durch eine Reduzierung des Energieverbrauchs und der Lichtemissionen sowie durch einen verbesserten Insektenschutz. Seitens der RheinEnergie AG wurde bereits in 2020 mit den Planungen begonnen, verschiedene Probeanstrahlungen durchgeführt und Vorbereitungen zur Ausschreibung der Bau- und Montageleistungen getroffen. Coronabedingt konnten ursprünglich für 2020 geplante Projekte nicht umgesetzt werden. Hierzu zählt beispielswei- se die Illuminierung der Unterführung der S-Bahn-Haltestelle Nippes. Diese und weitere Projekte sollen plangemäß in 2021 umgesetzt werden. Beleuchtung Bahnhofsvorplatz Verkehrsmanagement Seite 71 Stabsstelle Intelligente Verkehrssyteme Unsere Stabsstelle Intelligente Verkehrssyteme koordiniert vorrangig Projekte in der Verkehrstechnik und dem Verkehrsmanagement, die auf Bundes- oder EU-Ebene gefördert werden können. Die Stabsstelle kümmert sich um die Antragsstellung und die ämter- und stadtkonzernübergreifenden Koordinierung und Projektleitung. Die Projekte befassen sich vor allem mit den Bereichen Mobilität, Digitalisierung, neue Technologien und Systemlösungen. Im Jahre 2020 haben wir in diesem Bereich vorrangig Projekte innerhalb des Förderprogramms „Sofortprogramm Saubere Luft 2017 – 2 020“ und der „Forschungsinitiative mFUND (Modernitätsfonds)“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur bearbeitet. Die Maßnahmen beruhen auf dem vom Rat der Stadt Köln beschlos- senen GreenCityMasterplan. In 2020 haben wir für folgende fünf Projekte den Förderzuschlag des Bundes erhalten: – Ertüchtigung von Ampelanlagen vom Landesbetrieb Straßenbau NRW auf dem Kölner Stadtgebiet und Anschluss an den Verkehrsrechner der Stadt Köln – Erhebung und Nutzung von Mobilitätsdaten zur Intensivierung des Verkehrsmanagements mit Hilfe der Einrich- tung von Dauerzählstellen an rund 80 Querschnitten, – Einführung eines Qualitätsmanagements für die Kölner Lichtsignalanlagen, – Ertüchtigung von 145 Lichtsignalanlagen im Kölner Stadtgebiet und Anschluss an den Verkehrsrechner der Stadt Köln, – Einrichtung eines Mobilitäts Cockpit Köln - innovativ - integrativ – intelligent (MoCKiii). Die Entwicklungen für das Projekt MoCKiii erfolgen gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft und Raum- fahrt. Ziel des Projektes ist die Schaffung eines Mobilitäts-Cockpits, das sämtliche Daten aus lokalen Messwerten (Messstellen für den Verkehrsfluss und die Schadstoffmessung), gesamtstädtische Verkehrsflussdaten, Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes zum Fahrzeugbestand sowie Mobilitätskennwerte aus Mobilfunkaktivitäten (mit GPS-aus- gestattete Fahrzeuge, Handys etc.) verknüpft. Weiterhin bestehen Möglichkeiten der Einbeziehung und Evaluation weiterer Daten wie beispielsweise aus der Soziodemografie, dem Wetter oder Lärm. Das Projekt „Digitalisierung kommunaler Ver- kehrssysteme der Stadt Köln“ (Digi 1) mit der Erneuerung des Parkleitsystems, des Videokame- rasystems und von zehn Variotafeln konnten wir in 2020 abschließen. Unter dem Projekt „Ertüchtigung und Digitalisie- rung der LSA-Infrastruktur“ (Digi 3) erneuern wir seit Ende 2018 verkehrstechnische Anlagen. Dazu gehört unter anderem die Erneuerung von Ampel- anlagen entlang der Luxemburger Straße sowie am Messekreisel. Mit der Erneuerung geht eine Verbesserung in der Verkehrsabwicklung einher. Alle Anlagen werden auf den 2017 neu in Betrieb genom- menen Verkehrsrechner aufgeschaltet. Zudem haben wir in der „Forschungsinitiative mFUND (Modernitätsfonds) das Projekt ABK (Auto- matische Baustellenerfassung Köln) zur Förde- rung beantragt. Hier geht es darum, die Baustellen in Köln smart zu machen. Im Rahmen des Projektes ist Variotafel Cä cilienstraße Seite 72Tätigkeitsbericht 2020 es vorgesehen, baustellentypische Absperrobjekte wie beispielsweise Leitbaken mit gelben Blitzleuchten mit einer Kommunikations- und Positionierungstechnologie wie LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) und GNSS (Globa- les Navigationssatellitensystem) auszustatten. Bei LoRAWAN handelt es sich um ein standardisiertes Funknetz, das ein energieeffizientes Versenden von Daten über lange Strecken ermöglicht. Durch die Ausstattung der Baken mit dieser datenbasierten Technologie ist es zukünftig möglich, Sensordaten wie den Standort, die Baustellenkennung, das Datum und die Uhrzeit der Aktivschaltung zu übertragen und mit den Genehmigungsdaten der Baustelle abzugleichen. Die Datenübertragung des Standorts und der Baustellenkennung erfolgt an die GIS- und Monitoringsysteme der RheinEnergie sowie an die Systeme der Verkehrsleitzentrale der Stadt Köln. Dort werden Verkehrsmeldungen in dem Standard für Mobilitätsdaten „DATEX II“ erzeugt und an den MDM (Mobilitäts Daten Marktplatz) weitergegeben. Der MDM wiederum sorgt dafür, dass diese Baustellenmeldun- gen über Navigationsgeräte abgerufen werden können. Das Projekt ABK ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der RheinEnergie AG sowie mittelständischen Unternehmen und greift die Empfehlung der TH Köln im Bericht der IHK Köln zum Baustellenmanagement auf. In Fortführung zu dem Horizon 2020 EU-Projekt „Grow Smarter“ haben wir die Ausstattung von insgesamt 22 Mobilstationen im Design „mobil.nrw“ des Landes Nordrhein-Westfalen ausgeschrieben und umgesetzt sowie die Mobilstationen in Betrieb genommen. An insgesamt 16 Standorten im Stadtgebiet haben wir entsprechende Informationsstelen aufgestellt. Zudem haben wir die im Jahr 2017 errichtete Stele am Bahnhof Köln/ Deutz-Messe, Charles-de-Gaulle-Platz mit dem neuen Design versehen, sowie die Mobilstationen aus dem Horizon 2020 EU-Pro- jekt „Grow Smarter“ mit fünf Stations- und 47 Parkplatzschildern entsprechend der von der Stabsstelle Digitalisie- rung geplanten Einzelmaßnahmen ausgestattet. Rund um den Deutzer Bahnhof haben wir die Hinweisbeschilde- rung zur Mobilstation im Fußgängerleitsystem angepasst sowie in der Stegerwaldsiedlung und in der Von-Sparr-Straße eine neue Hinweisbeschilderung installiert. Der Ausbau der Mobilstationen im NRW-Design wird fortlaufend fortgeführt. Vorbild für das flächendeckende Ausrollen von Mobilstationen und deren Beschilderung waren die Maßnahmen, die in der Zeit von 2015 bis 2019 im Horizon 2020 EU-Projekt GrowSmarter gemeinsam mit Akteuren der Stadt- gesellschaft sowie in Abstimmung mit dem Landesministerium umgesetzt wurden und Köln als erste deutsche Leuchtturmstadt auch international in den Fokus rückte. Baustellenbake Beschilderung Mobilstation Charles-de- Gaulle-Platz nachher Beschilderung Mobilstation Charles- de-Gaulle-Platz vorher Verkehrsmanagement Seite 73 Die im Gestaltungsleitfaden des Landes Nordrhein-Westfalen vorgegebenen Piktogramme wurden durch bundes- weit einheitliche Piktogramme ersetzt. Hierbei handelt es sich beispielsweise um die Symbole für S-Bahn oder U-Bahn mit dem Ziel, eine bessere Erkennbarkeit und Barrierefreiheit zu gewährleisten. ! Gut zu wissen: Mit den in den Jahren 2015 bis 2017 im Rahmen des EU-Projektes errichteten Mobilstationen konnte über den Evaluierungszeitraum bis einschließlich 2019 eine CO2-Einsparung von teilweise über 70 Prozent erreicht wer- den. Es wurde zudem der Nachweis erbracht, dass sich neben den CO2-Einsparungen auch andere Schadstoffe (Feinstaub, NOx etc.) deutlich reduzieren lassen. Zudem konnte die Wirtschaftlichkeit anhand der Randbedin- gungen (Lage/Umfeld) der jeweiligen Standorte nachgewiesen werden. Im Projekt wurden mehrere Mobilitätsangebote eingerichtet und betrachtet, darunter sowohl konventionelles wie auch Elektro-Carsharing, konventionelles wie auch E-Bike-Sharing, die Einrichtung der Buchungsmöglichkeit eines Parkplatzes via App und die Bereitstellung einer öffentliche Ladeinfrastruktur. Entscheidend für den Erfolg ist die Umsetzung des im Projekt „Grow Smarter“ entwickelten integrierten Ansatzes, der im nachfolgenden Schaubild dar- gestellt ist. Wegen der notwendigen ämterübergreifenden Abstimmung unter Beteiligung der Landesbetriebe Straßen.NRW und den diffizilen Steuerungsansatz hat unsere Stabsstelle Intelligente Verkehrssysteme das Projekt „Fahrstreifen- signalisierungsanlage Dürener Str./ B 264“ zwischen Marsdorfer Straße und Am Haelentor federführend als Projektkoordinatorin übernommen. Die Anlage soll spätestens zur Fußball-Europapameisterschaft 2024 in Betrieb genommen werden. Sie dient einer optimalen Abwicklung des Verkehrs im Rahmen von Großveranstaltungen im RheinEnergieSTADION sowie im direkten Umfeld der Sporthochschule und der angrenzenden Leistungszentren. Die Dürener Straße dient für die dann anfallenden Verkehre von stadtauswärts kommend bis zum Salzburger Weg als eine der Hauptachsen. Über die Dürener Straße werden zudem die südlichen Parkplätze des RheinEnergieSTADI- ONs (rund 4.000 Stellplätze) erschlossen. Integrierter Ansatz aus GrowSmarter Seite 74Tätigkeitsbericht 2020 Fotomontage Fahrstreifensignalisierungsanlage Dürener Straße B264 Mittels der Fahrstreifensignalisierungsanlage mit variabler Fahrstreifenzuweisung wird der vorhandene dreistreifige Straßenquerschnitt insbesondere im Rahmen von größeren Veranstaltungen optimal genutzt. Zudem können wir auch außerhalb dieser Zeiten in Abhängigkeit von den tageszeitlichen Schwankungen dem Verkehr den entspre- chend benötigten Verkehrsraum sachgerecht zur Verfügung stellen. Luftreinhaltung in Köln Seite 75 Luftreinhaltung in Köln Im Juni 2020 haben das Land Nordrhein-Westfalen, die Stadt Köln und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) mit einem außergerichtlichen Vergleich die Klage der DUH zum Luftreinhalteplan Köln beendet. Damit wurden die ergriffenen Maßnahmen anerkannt und weitere Punkte zur nachhaltigen Sicherung der Luftqualität für Köln vereinbart. Die womöglich anstehende Einführung eines Dieselfahrverbots in Köln konnte damit abgewendet werden. Der Vergleich zeigt, dass die Maßnahmen, die wir bei der Stadt Köln für den Gesundheitsschutz der Kölner*innen ergriffen haben, bereits Wirkung entfaltet haben. Im Rahmen des „Runden Tischs Luftreinhaltung“ oder im Green City Masterplan wurde eine Vielzahl an Maßnahmen festgelegt, die von uns teils bereits umgesetzt wurden oder sich in der Umsetzung befinden. Hierzu zählen beispielsweise die nachfragegerechte Anpassung der Angebote im Öffentlichen Personennahverkehr mit Einführung einer neuen Expressbuslinie auf der Aachener Straße oder eine Vielzahl an Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs. Auch unsere Lastenrad-Förderprogramme, der Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge oder die Optimierung in der verkehrstechnischen Infrastruktur teils unter Förde- rung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur sind beispielhaft zu erwähnen. Massive Investi- tionen haben auch die Koelnmesse und die KVB in die Leitinfrastruktur sowie die Regionalverkehr Köln GmbH und KVB in eine emissionsarme Fahrzeugflotte getätigt. Der Runde Tisch Luftreinhaltung hat auch andere Gesellschafts- bereiche wie Unternehmen, Handwerker und Verbände animiert, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Dokumentiert wird der Erfolg der Maßnahmen durch die Messwerte an den einzelnen Messstationen im Stadt- gebiet. In 2020 wurde an keiner Messstation eine Überschreitung des Stickstoffoxid(NOx)-Grenzwertes von 40 NOx/m³ festgestellt. Durch eine Zuflussdosierung des Verkehrs auf der Aachener Straße im Oktober 2019 haben wir beispielsweise die Luftbelastung an der nachgelagerten Messstelle vor dem Einkaufszentrum Weiden signifikant verringern können. Auch die Messwerte auf dem Clevischen Ring dokumentieren den Erfolg des Maßnahmenpakets. NOx-Messwerte Aachener Straße Seite 76 Tätigkeitsbericht 2020 Zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen, der Stadt Köln und der DUH wurden im Rahmen des Vergleichs einver- nehmlich und verbindlich Maßnahmen festgelegt, die die Einhaltung des Stickstoffdioxid-Grenzwertes sicherstellen. Diese setzen wir derzeit und in den nächsten Jahren konsequent um. ! Gut zu wissen: Aktuelles zur Luftreinhaltung ist dem städtischen Internetauftritt zu entnehmen: www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/umwelt-tiere/luft-umweltzone/66584 NOx-Messwerte Clevischer Ring Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Seite 77 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Im Sachgebiet Presse- und Öffentlichkeitsarbeit arbeiten wir täglich daran, die vielfältigen Aufgaben und die großen und kleinen Projekte unserer Ämter der Öffentlichkeit vorzustellen. Neben der Presse als Adressatin unserer Infor- mationen stehen in erster Linie die Bürger*innen Kölns im Zentrum unseres Handelns. Ihnen möchten wir über das, was wir täglich tun, transparent berichten. Dazu gehört, die oft komplexen Projekte für alle verständlich und nachvollziehbar darzustellen. Zu den täglichen Aufgaben in unserem Sachgebiet Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gehört die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Anlieger*inneninformationen, die Beantwortung von Presseanfragen, die Aktualisierung des Internet- und Intranetauftritts, die Zulieferung an die Social-Media-Abteilung des Amtes für Presse und Öffent- lichkeitsarbeit für Beiträge beispielsweise auf Twitter oder Instagram und die Beratung aller Kolleg*innen in sämt- lichen Fragen der Öffentlichkeitsarbeit. Einen immer größeren Raum nimmt derzeit die Beantwortung von vielen Anfragen beziehungsweise Rückmeldungen zu Kommentaren aus dem Bereich Social Media ein. Mit den Aktivitä- ten in den sozialen Medien können wir als Verwaltung in einen engen und direkten Kontakt zu den Bürger*innen treten. Dieser Kontakt bedeutet jedoch die Bindung weiterer Kapazitäten sowohl in den Fachabteilungen wie auch im Sachgebiet Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Zudem ist die Ausweitung von intensiven Bürgerbeteiligungspro- zessen insbesondere im Bereich Verkehr deutlich spürbar. Die Veröffentlichung von Pressemitteilungen war auch in 2020 ein wesentlicher Aufgabenschwerpunkt. Wir haben in 2021 insgesamt rund 320 (in 2019: rund 240) Pressemitteilungen verfasst, unter anderem zu folgenden Themen: – Bau- oder Sanierungsmaßnahmen – Radverkehrsmaßnahmen – Verkehrsentwicklungsprojekte oder -konzepte – Vorlagen für die politischen Gremien – Innovative und nachhaltige Lösungen aus dem Bereich Mobilität Hinzu kamen – wie im Vorjahr – rund 70 Anliegerinformationen zu Baumaßnahmen, die in Abstimmung mit den Bauleitungen erstellt und im Regelfall über die Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung verteilt wurden. Pressetermin Beete statt Blech in der Südstadt Übergabe des Lichtmasterplans Seite 78 Tätigkeitsbericht 2020 Auch im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit machte Corona einen Strich durch viele Rechnungen. Insbeson- dere Pressetermine konnten nicht oder nur sehr eingeschränkt stattfinden. So musste beispielsweise Mitte März ein geplanter Pressetermin zur Einrichtung einer neuen Radverbindung auf dem ehemaligen Gütergleis der HGK in Merkenich aufgrund der steigenden Inzidenzen abgesagt werden. Einer der wenigen Pressetermine in 2020 fand im August bei bestem Wetter statt. Im Rahmen des Projektes „Mut zur Lücke“ haben Nachbarinnen und Nachbarn in der Südstadt mit unserer und der Unterstützung der Initiative AGORA Köln sechs Parklücken temporär und auf kreative Weise umgebaut. Im Juli wurde zudem die feierliche Übergabe des Lichtmasterplans durch die RheinEnergie AG an die Stadt Köln im Rahmen eines Pressetermins begleitet. Ende Oktober haben wir die Presse zu einer Radrundfahrt über die Ringe eingeladen. Mit Start auf der Ulrichgasse haben wir uns in coronakonformen Kleingruppen auf den Weg gemacht. Bei Zwischenstopps an verschiedenen Stati- onen haben wir den Fortschritt der radverkehrsfreundlichen Umgestaltung vorgestellt und Fragen der Journalist*innen beantwortet. Begleitet wurde die Rundfahrt vom ADFC und der Initiative „Ring frei“. Wie schon in den Vorjahren haben wir auch in 2020 gemein- sam mit der Koordinationsstelle Klimaschutz den Wettbe- werb „STADTRADELN“ in Köln vorbereitet und organisiert. Hierbei handelt es sich um einen interkommunalen Wettbe- werb zur Förderung von Klimaschutz und Radverkehr. Promi- nente Unterstützung haben wir dabei von der bekannten Kölner Band Cat Ballou erhalten, die sich mit viel Einsatz und Herzblut für die gute Sache engagiert hat. Dies tat sie gemeinsam mit uns mit viel Erfolg, was zu einem Rekordergebnis in Köln führte: Insgesamt 5.180 Radlerinnen und Radler sind im Aktionszeitraum vom 21. August bis zum 10. September 2020 mehr als 1 Millionen Kilometer geradelt. Damit konnten während des 21-tägigen Aktionszeitraums rund 155 Tonnen CO₂ im Vergleich zur Fahrt mit dem Auto eingespart werden. Ansicht Hohenstaufenring im Rahmen der Radtour Pressetermin mit Cat Ballou zum Start von STADTRADELN Plakat STADTRADELN 2020 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Seite 79 Für die Abwicklung des Weihnachtsverkehrs (siehe „Verkehrsmanagement“) haben wir gemeinsam mit den Fachkolleg*innen im Amt für Verkehrsmanagement und Kölntourismus ein Kommunikationskonzept auf den Weg gebracht. Die Absage der Weihnachtsmärkte aufgrund der Pandemiesituation verhinderte, dass das Konzept zur neuen Abwicklung der Touristenbusse zur Anwendung kam. Hoffentlich können wir dafür in 2021 auf die Vorarbei- ten zurückgreifen. Die Pandemiesituation hat uns gezwungen, digitale Alternativen zur Durchführung von Bürgerinformationen „vor Ort“ zu entwickeln und durchzuführen. So haben wir im Oktober 2020 eine digitale Bürgerinformation zum Radver- kehrskonzept Ehrenfeld im Stadthaus in Deutz durchgeführt. Bürger*innen konnten dem Livestream via Internet verfolgen und mittels einer Chatfunktion Fragen stellen. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg – in der Spitze bis zu 600 Zuschauer*innen verfolgten den Stream. Im Dezember folgte eine digitale Bürgerinformationsveranstaltung zur Verkehrsberuhigung am Eigelstein. Auch hier bewährte sich das digitale Veranstaltungsformat. Im März 2020, also kurz vor den Corona-Beschränkungen, konnten wir im Rahmen des Bauprojekts „Rondorf Nord- west“ noch eine große analoge Bürgerbeteiligung durchführen mit rund 300 Interessierten. Ein Fokus der Veran- staltung lag auf der Entflechtungsstraße zur Entlastung des Rondorfer Ortskerns vom Durchgangsverkehr. Seite 80 Tätigkeitsbericht 2020 Verkehrssicherheitsarbeit Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme. Diese Verantwor- tung allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern bewusst und auf Gefahren und Risiken des Straßen- verkehrs aufmerksam zu machen, ist ein wichtiges Anliegen unserer Verkehrssicherheitsarbeit, die auch im Jahr 2020 an vielen Stellen aktiv war. Dabei wurden uns auch hier „durch Corona“ Steine in den Weg gelegt. Ein Beispiel ist unsere traditionelle Ver- kehrssicherheitsaktion „Toter Winkel“, bei der wir Schulkinder für die Gefahr des „Toten Winkels“ sensibilisie- ren. Die Aktion führen wir gemeinsam mit der Polizei, dem ADAC Nordrhein und den Transportbotschaftern e.V. durch. Für das Jahr 2020 zeichnete sich mit rund 300 angemeldeten Schulklassen eine Rekordbeteiligung ab. Anfang März 2020 fand noch die pressewirksame Auftaktaktion auf dem Heumarkt statt. Nach diesem Auftakt und den ersten Aktionen in den Schulen wurden diese aber im Zuge des „Lockdowns“ geschlossen und alle vereinbar- ten Termine fielen aus. Auftaktveranstaltung Toter Winkel auf Heumarkt Fahrradtraining für Seniorinnen und Senioren im September 2020 Auch das in den vergangenen Jahren mit großem Erfolg imple- mentierte „Fahrradtraining für Senior*innen“ konnte in 2020 nicht im geplanten Umfang fortgeführt werden. Die kostenlo- sen Fahrradkurse, bei denen Menschen über 65 Jahre unter Anleitung einer diplomierten Fahrradtrainerin ihre Radfahrfähig- keiten wieder aufpolieren können, konnten lediglich an zwei Trainings- wochen im September stattfinden. Zwei für Mai geplante Kurse mussten aus Gründen des Infekti- onsschutzes abgesagt werden. Verkehrssicherheitsarbeit Seite 81 Auch die Verkehrssicherheitsaktion „Fahrradcheck“ litt in 2020 unter den Einschränkungen aufgrund von Corona. Am 20. September 2020 konnte immerhin an einem Sonntag im Rheinpark ein „Prüftag“ stattfinden. Fahrradmon- teure überprüften kostenlos rund 100 Fahrräder hinsichtlich ihrer Verkehrssicherheit. Kleinere Mängel wurden vor Ort behoben, größere Mängel wurden auf einer Bescheinigung vermerkt. Damit konnte sich eine Werkstatt später zielgerichtet um die Behebung der Mängel kümmern. Trotz Corona normal unterwegs war „Rita Rostisch“, die auch in 2020 auf ihrem Fahrrad beim Weg durch das traditionelle „Kölner Fahrradquiz“ neuen, ihr unbekannten Verkehrssituationen begegnete. Wir konnten insge- samt 3.684 Einsendungen aus dem gesamten Bundesgebiet und darüber hinaus verzeichnen und damit mehr als doppelt so viele im Vergleich zum Vorjahr. Zudem beteiligten sich fünf Schulen mit insgesamt 14 Klassen am Fahrradquiz und hatten so die Chance, ihre Klassenkasse aufzupolieren. Alle Beteiligten erhielten zu ihren Lösun- gen ein Feedback. Ebenfalls alljährlich unternehmen wir verschiedene Verkehrssicherheitsaktionen zum Schuljahresstart. So veranstaltet der Arbeitskreis „Sicherheit im Straßenverkehr“ alljährlich eine Elternbefragung, die am Einschu- lungstag der Erstklässler stattfindet. Die Eltern können Vertreter*innen des Arbeitskreises an diesem Tag üblicher- weise Verbesserungsvorschläge und Kritikpunkte zum Schulweg ihrer Kinder schildern. Diese Abfrage geschah in 2020 nicht vor Ort im Gespräch, sondern mittels vorbereiteten Fragebögen. Diese wurden den Eltern am ersten Elternabend ausgehändigt. Nach Auswertung der Befragung erfolgte aufgrund der Hinweise aus dem Elternkreis eine gründliche Überprüfung der Schulwege und der geschilderten örtlichen Situationen. Bei erkennbaren Gefah- renpunkten wurden Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf dem Schulweg der Kinder vor Ort durchdacht und umgesetzt. Wie in den Vorjahren warb die Stadt Köln im Jahr 2020 mit dem Aushang des Plakates „Wir sind wieder unter- wegs“ für die besondere Rücksichtnahme auf die Schulkinder. Kurz nach den Sommerferien hing das Plakat mit dem fröhlichen Motiv von vier Schulkindern auf dem Schulweg für die Dauer von 14 Tagen in den Megalight-Anla- gen im Stadtgebiet aus. Tempoverstöße in der Umgebung der Schulen führen immer wieder zu gefährlichen Situationen für die Kinder. Da- her wurden nach den Sommer- und Herbstferien 2020 an zehn Tagen vor neun Schulen Geschwindigkeitsmess- anlagen installiert. Die Anlagen wurden dabei jeweils am Straßenrand an vorhandenen Lichtmasten montiert und ermittelten die Geschwindigkeiten vorbeifahrender Fahrzeuge. Die gefahrene Geschwindigkeit wurde dem Fahrer dabei mittels einer LED-Anzeige unmittelbar angezeigt. Die Anzeige diente dazu, die Kfz-Fahrenden auf (möglicher- weise) zu hohes Tempo aufmerksam zu machen und auf diese Weise zu sensibilisieren. Verstöße wurden nicht geahndet. Je eine Anlage pro Stadtbezirk wurde in der Nähe von Grundschulen aufgestellt. Fahrradcheck im Rheingarten im September 2020 Verkehrssicherheitsaktion zu Köln steht bei rot Seite 82Tätigkeitsbericht 2020 Auch die Aktion „Köln steht bei Rot“ fand in 2020 coronabedingt nur eingeschränkt statt. Die roten und grünen „Ampelmännchen“, die im Jahr 2014 erstmalig im Stadtgebiet gesichtet wurden, traten im Jahr 2020 nur bei der Veranstaltung „Mit Sicherheit aktiv!“ in Erscheinung. An diesem Tag belohnten die Ampelmännchen-Pantomine Menschen, die bei „grün“ die Straße überquerten, mit Applaus und freundlichen Gesten. Andere, die versuchten, bei „rot“ zu queren, wurden mit ebenso deutlichen Gesten von diesem Versuch abgehalten. Zudem waren die lebendig gewordenen Ampelsymbole vom 21. bis 27. Januar und vom 8. bis 14. Dezember 2020 auf den Plakatwän- den der Citylight-Anlagen zu sehen. ! Gut zu wissen: Die Verkehrssicherheitsaktionen werden aus Fördermitteln des Landes und aus Eigenmitteln der Stadt Köln finanziert. Zu den wesentlichen Aufgaben unserer Verkehrssicherheitsarbeit gehört es zudem, die regelmäßig stattfindenden Sitzungen der Unfallkommission vorzubereiten und zu leiten. Mitglieder sind Straßenbau-, Polizei- und Straßen- verkehrsbehörde. In Köln sind daher die Polizei Köln und das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung als ständi- ge Vertretung an der Unfallkommission beteiligt. Die Bezirksregierung Köln als zuständige Aufsichtsbehörde nimmt nach Möglichkeit ebenfalls an den Sitzungen der Unfallkommission teil. Bei Bedarf können weitere Ämter, Institutio- nen oder beteiligte Verbände (z. B. Ordnungsamt, Fahrradverbände, KVB) zu Sitzungen eingeladen werden. Aufgabe der Unfallkommission ist es, Unfallhäufungsstellen zu bewerten und zu beseitigen. Im Rahmen der Sitzung werden die Unfallhäufungsstellen im Hinblick auf Optimierungsmöglichkeiten diskutiert. Anschließend werden geeignete Maßnahmen zur Reduzierung der Unfälle beschlossen. Bei Bedarf werden entsprechende Örtlichkeiten auch in einem gemeinsamen Ortstermin der Unfallkommission besichtigt. Nach Festlegung der Beschlüsse sind die beteiligten Behörden zu einer zeitnahen Umsetzung der Maßnahmen verpflichtet. Neben den Untersuchungen von Unfallhäufungsstellen untersucht die Unfallkommission auch Stellen, an denen sich tödliche Verkehrsunfälle ereig- net haben. Hier erfolgen zeitnah zu dem tragischen Ereignis Ortstermine. Die dort gefassten Beschlüsse werden möglichst zeitnah umgesetzt. Im Jahr 2020 wurden vier Sitzungen der Unfallkommission abgehalten und rund 30 Unfallhäufungsstellen sowie 13 Bereiche, in denen sich tödliche Unfälle ereigneten, besprochen und bearbeitet. Das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung nimmt als Straßenverkehrsbehörde bei Bedarf zusätzlich an den Sitzungen der Landesunfallkommission teil, die als übergeordnetes Gremium beratend und unterstützend auf die Unfallkommissionen im Land Nordrhein-Westfalen einwirkt. Finanzen / Personal Seite 83 Finanzen / Personal Im Folgenden legen wir die wesentlichen Zahlen aus dem Bereich Finanzen für 2020 dar: Das Anlagevermögen beider Ämter zusammen beläuft sich zum 31.12.2020 auf rd. 736 Millionen €. Hiervon sind rund 703 Millionen € dem Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung (-66-) und rund 33 Millionen € dem Amt für Verkehrsmanagement (-64-) zuzuordnen. Die konsumtiven Aufwendungen beider Ämter für Betrieb und Unterhaltung sowie die investiven Auszahlungen beider Ämter im Jahr 2020 stellten sich wie folgt dar: Konsumtive Aufwendungen 2020 Investive Auszahlungen 2020 Der Fokus unseres Personalbereichs liegt auf der Rekrutierung, Betreuung, Fortbildung sowie dem Gesundheits- und Arbeitsschutz der über 500 Mitarbeitenden. Besondere Herausforderungen in 2020 stellten die Gewährleis- tung der Arbeits- und Funktionsfähigkeit der Ämter unter den vorgegebenen Gesundheitsschutzmaßstäben dar. Mit einer Quote von 85 bzw. 87 % aller Büroarbeitsplätze haben unsere beiden Ämter den Mitarbeitenden dank der IT-Unterstützung durch die örtliche dezentrale Benutzerbetreuung und das Amt für Informationsverarbeitung die Voraussetzungen für eine weitgehende Umsetzung des Arbeitens im Homeoffice geschaffen. In nahezu allen Abtei- lungen und Sachgebieten haben wir entsprechend die Arbeitsprozesse umgestellt, so dass die Arbeiten weitgehend komplett digitalisiert umgesetzt werden können. Die Ämter haben den Weg hin zum digitalen Arbeiten frühzeitig und konsequent eingeschlagen. Durch die Senkung der Anwesenheitsquote im Stadthaus haben wir damit eine weitgehende Minimierung der Gesundheitsgefahren bewerkstelligen können. Die in den Arbeitsbereichen der Ämter zur Bewältigung der Arbeitsaufträge beschlossene Zusetzung von Personal gestaltet sich insbesondere im technischen Bereich aufgrund des Fachkräftemangels schwierig. Hier sind die Rek- rutierungsaufwände und –bemühungen enorm. Trotzdem konnten zahlreiche Stellen nicht besetzt werden. Seite 84Tätigkeitsbericht 2020 Verkehrsausschuss und Bezirksvertretungen In unserem Sachgebiet „Ausschuss- und BV-Angelegenheiten“ wird für die politischen Gremien das Sitzungsma- nagement für die Themen unserer Ämter betreut. Hierzu gehören neben sehr umfangreichen Jahresberichten vor allem die Beantwortung von Anfragen, Stellungnahmen zu Anträgen, Mitteilungen der Verwaltung, Dringlichkeits- entscheidungen und die Fertigung von Beschlussvorlagen. Coronabedingt sind in 2020 viele Sitzungen ausgefallen. Dies erklärt die im Vergleich zum Vorjahr geringeren Werte. Gremium Beantwortung von Anfragen Mitteilungen Beschlussvorlagen Rat, Ausschüsse 33 33 54 BV Innenstadt 8 17 13 BV Rodenkirchen 14 6 6 BV Lindenthal 7 12 9 BV Ehrenfeld 10 9 8 BV Nippes 12 6 9 BV Chorweiler 18 7 2 BV Porz 10 14 4 BV Kalk 11 13 8 BV Mülheim 9 7 18 Insgesamt 2020 132 124 131 Insgesamt 2019 143 173 168 Außerdem wurde für den Ausschuss für Anregungen und Beschwerden zu rund 90 Eingaben (2019: 129) aus der Bürgerschaft Stellung genommen. Schwerpunkte waren die Themen Verkehrsberuhigung, Verkehrsführung und Verkehrssicherheit.
Mitteilung Ausschuss
1183 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle III/66/660/1 Vorlagen-Nummer 20.09.2021 3266/2021 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Verkehrsausschuss 05.10.2021 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 07.10.2021 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 07.10.2021 Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 25.10.2021 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 28.10.2021 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 02.11.2021 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 04.11.2021 Bezirksvertretung 7 (Porz) 04.11.2021 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 08.11.2021 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 15.11.2021 Tätigkeitsbericht 2020 des Amtes für Straßen und Verkehrsentwicklung und des Amtes für Verkehrsmanagement Das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung und das Amt für Verkehrsmanagement haben für das zurückliegende Jahr 2020 einen Tätigkeitsbericht erstellt. Dieser gibt auf rund 80 Seiten einen infor- mativen Einblick in das umfangreiche Aufgabenspektrum sowie über beispielhaft ausgewählte Ar- beitsschwerpunkte des letzten Jahres. Der Tätigkeitsbericht wird dieses Jahr nur digital zur Verfügung gestellt und nicht zur Sitzung verteilt. Anlage Tätigkeitsbericht Gez. i.V. Greitemann für Dez. III
Beratungsverlauf (10)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
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Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3266/2021
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 22.09.2021
- Erstellt
- 10.09.2021 09:53