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AN/0110/2017

Vergrämung von Halsbandsittichen

Gem. Antrag nach § 3 (Grüne) 24.01.2017

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 02.02.2017, TOP 2.2

Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)

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Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)

3892 Zeichen

SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat 
FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
 
 
An den  Vorsitzenden des  
Ausschusses Umwelt und Grün 
 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
 
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 24.01.2017 
 
AN/0110/2017 
 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Ausschuss für Umwelt und Grün 02.02.2017 
 
Vergrämung von Halsbandsittichen 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
sehr geehrter Herr Vorsitzender , 
 
die antragstellenden Fraktionen bitten Sie, folgenden Antrag in die Tagesordnung der nächs-
ten Ausschusssitzung zu nehmen: 
 
 
Beschluss: 
1. Belastungen für Bürgerinnen und Bürger durch Sammelplätze (mehr als 10 Tiere) 
von Halsband- oder Großen Alexandersittichen sind in der Regel aus Tierschutz-
gründen für einen Zeitraum von zwei Jahren zumutbar. 
2. Geht die Belastung über diesen Zeitraum hinaus und liegen Beschwerden aus der 
Bevölkerung vor, sind die Tiere zu vergrämen. Gelingt es die Tiere an einen Standort 
zu verdrängen, an dem sie keine oder wenige Störungen verursachen, sind Bemü-
hungen zu unternehmen, sie an diesem Standort zu halten. Darüber entscheidet das 
Umweltamt nach Abwägung der standortspezifischen Gegebenheiten. 
3. Eine letale Bestandsregulierung (z. B. Bejagung oder Vergiftung) alleine durch die 
Stadt Köln ist ob der Größe der Population hingegen nicht sinnvoll. Daher sind letale 
Maßnahmen nur dann durchzuführen, wenn sie in ein Gesamtkonzept eingebettet 
sind, welches alle Bestände (in der BRD) regelt und ist bis zur Erstellung eines über-
regionalen Managementplans zu unterlassen. Sollte es Ansätze mit Eiattrappen ge-
ben, die eine nicht letale Bestandsreduktion ähnlich zur Reduktion des Taubenbe-
standes erreichen, so ist hierzu dem Umweltausschuss ein Konzept vorzulegen. 
4. Für den bekannten Schlafplatz an der Kreuzung Dreikönigenstr. / Bayenstr. sind zum 
nächstmöglichen Zeitpunkt Vergrämungsmaßnahmen durchzuführen, da dort die To-
leranzfrist von zwei Jahren bereits überschritten ist.

- 2 - 
 
Begründung: 
 
Bereits seit den 1960ger Jahren sind die beiden Arten der Gattung Psittacula in Köln als 
Brutvögel zu finden. Die Tiere sind sog. Neozooen, haben aber nach aktuellem Kenntnis-
stand keine oder wenig Auswirkungen auf die einheimische Tierwelt. Mittlerweile gibt es in 
ganz Deutschland ca. 7000 Tiere, davon alleine in Köln ca. 3000. Die Sittiche haben die na-
türliche Verhaltensweise sich zum Schlafen zu Sammelplätzen zusammen zu finden. Diese 
Angewohnheit kann, sofern der Schlafplatz in bebautem Gebiet liegt, z.B. durch Ausschei-
dungen zu hohen Belastungen für die Anwohner*innen führen. Eine nachhaltige Bestandsre-
duktion, z. B. durch Bejagung, kann aber bei der Größe der Population für kaum realistisch 
angesehen werden. Insbesondere lokale Initiativen sind grundsätzlich ohne nachhaltige Wir-
kung. Nichts desto trotz sind hohe dauerhafte Belastungen durch die Tiere für einzelne An-
wohner*innen auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Eine Vergrämung löst das Problem mit 
hoher Wahrscheinlichkeit nicht nachhaltig, vermeidet jedoch für einzelne Bürgerinnen und 
Bürger unzumutbare Härten durch eine dauerhafte Belastung. Sollte es gelingen, dass die 
Tiere durch die Vergrämung auf einen gut geeigneten Standort ausweichen, wäre sogar 
langfristig eine Lösung geschaffen. Eine zu häufige Störung der Tiere ist jedoch aus Tier-
schutzgründen abzulehnen. Daher sind die oben genannten Maßnahmen ein Kompromiss 
aus den Bedürfnissen der Anwohnerinnen und Anwohner und den Tierschutzaspekten. 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
gez. Dr. Barbara Lübbecke gez. Niklas Kienitz 
SPD-Fraktionsgeschäftsführerin CDU-Fraktionsgeschäftsführer 
 
gez. Jörg Frank gez. Ulrich Breite 
GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer        FDP-Fraktionsgeschäftsführer

Beratungsverlauf (1)

02.02.2017 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 2.2 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

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Details

Aktenzeichen
AN/0110/2017
Typ
Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)
Datum
24.01.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27