4238/2019
Beantwortung zu Fragen zum Sachstand Pilotprojekt Erstellung Förderkonzept Kulturelle Teilhabe 3376/2019
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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/41 Vorlagen-Nummer 10.01.2020 4238/2019 Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Si tzung öffentlicher Teil Gremium Datum Integrationsrat 14.01.2020 Beantwortung zu Fragen zum Sachstand Pilotprojekt Erstellung Förderkonzept Kulturelle Teilhabe 3376/2019 RM Frau Tokyürek möchte wissen, wie der ausgiebig diskutierte Workshop „Vielfalt hinsichtlich Kultur, Sprache, Religion und sexueller Orientierung“ verlaufen ist. Antwort der Verwaltung Der Workshop „Vielfalt hinsichtlich Kultur, Sprache, Religion und sexueller Orientierung“ unter der Moderation von Prassana Oommen fand in einer sehr guten Gesprächsatmosphäre statt. Besonders die Themen finanzielle Hürden bei der Rezeption von Kunst, Kommunikation und Ansprache be- stimmter Zielgruppen sowie die Verteilung von Spielstätten im Stadtgebiet waren Thema. Die ausführ- lichen Ergebnisse des Workshops finden Sie in der Gesamtdokumentation Anlage 1. Im weiteren Ver- lauf wird die Verwaltung alle relevanten Organe über den Sachstand der Erstellung informieren sowie die Beschlussvorlage über das fertige Konzept zur Diskussion stellen. Darüber hinaus wird im weite- ren Verlauf eine öffentliche Diskussion zu dem Entwurf des Förderkonzeptes stattfinden, zu dem die Verwaltung besonders die Mitglieder des Integrationsrates herzlich einladen möchte. RM Herr Yurtsever fragt ergänzend, ob die Anregungen aus dem Integrationsrat miteinbezogen wur- den. Antwort der Verwaltung Da es sich bei dem Workshop um einen ergebnisoffenen Prozess handelt, wurden den Teilnehmerin- nen und Teilnehmern im Vorfeld keinerlei Vorgaben gemacht. Da sich aber erfreulicherweise gleich mehrere Mitglieder des Integrationsrates an dem Workshop beteiligt haben, geht die Verwaltung da- von aus, dass die Positionen und Anregungen des Integrationsrates gut vertreten waren. Gez. Laugwitz-Aulbach
Anlage 1 zur BW 4238-2019
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Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Inhalt 1 Erkenntnisleitende Fragen 2 2 Programm und Mitwirkende 2 3 Ergebnisse für den weiteren Prozess 3 3.1 Delegierte aus den drei Perspektiven AGs 3 3.2 Wer fehlte und sollte im weiteren Prozess noch berücksichtigt werden? 3 3.3 Schlussrunde im Plenum 4 4 Inhaltliche Ergebnisse für das Förderkonzept Kulturelle Teilhabe – Synopse 5 5 AG-Protokolle im Einzelnen 15 5.1 Soziale Lage, prekäre finanzielle Situation und Bildung 15 5.2 Persönliche Beeinträchtigungen: körperlich / Mobilität, Sinne, psychisch, kognitiv 19 5.3 Vielfalt hinsichtlich Kultur, Sprache, Religion und sexueller Orientierung 28 6 Fotodokumentation – Pinwände & Flipcharts 33 6.1 Soziale Lage, prekäre finanzielle Situation und Bildung 33 6.2 Persönliche Beeinträchtigungen: körperlich / Mobilität, Sinne, psychisch, kognitiv 40 6.3 Vielfalt hinsichtlich Kultur, Sprache, Religion und sexueller Orientierung 44 Gesamtdokumentation: Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. Dieter Schöffmann, Lisa Knobe Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung Kölner Freiwilligen Agentur e.V. beteiligen@koeln-freiwillig.de Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 2 1 Erkenntnisleitende Fragen Kernfrage: Wie müsste die Freie Kunst- und Kulturszene ausgestattet sein, um ihre Attraktivi- tät zu steigern und für alle Menschen zugänglich zu sein? 1. Welche physischen, mentalen, kognitiven, kulturellen, sozialen, materiellen, kommunikati- ven, räumlichen bzw. Mobilitäts- oder andere Barrieren existieren, die a) es aktuell oder potenziell interessierten Menschen erschweren, kulturelle Angebote der Freien Kulturszene wahrzunehmen und anzunehmen? b) es künstlerisch begabten Menschen erschweren, ihr Talent zu entwickeln bzw. einen Platz in der Freien Kulturszene zu finden? 2. Was gibt es schon bzw. was läuft schon gut? Wie könnte man es besser machen? 3. Welche programmatischen Angebote, welche inhaltlichen oder ästhetischen Formate fehlen, die es potenziell zu interessierenden Menschen erleichtern würden, sich für kulturelle Ange- bote zu interessieren, sie wahrzunehmen und an ihnen teilzunehmen? 4. Wer fehlt heute? Das heißt, wer (welche gesellschaftliche Gruppe) müsste noch befragt und beteiligt werden? Wo und ggf. über wen sind diese zu Beteiligenden zu erreichen? 5. Welche Anforderungen ergeben sich hieraus an das zu erarbeitende Förderkonzept Kultu- relle Teilhabe? 2 Programm und Mitwirkende Moderation ❑ Gesamtmoderator: Dieter Schöffmann | Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilli- genagentur ❑ Perspektive Soziale Lage: Susanne Bourgeois ❑ Perspektive Persönliche Beeinträchtigungen: Annette Ziegert ❑ Perspektive Vielfalt: Prasanna Oommen Programm 1. Begrüßung & Einführung: Anlass und Ziel der Veranstaltung und wie es weiter- gehen wird (Frau Pitko (Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Stadt Köln) & Herr Thele (Kulturamt der Stadt Köln) 2. Arbeit in drei „Perspektivgruppen“ 3. Ergebnispräsentation im Plenum Ergebnisse siehe weiter unten: ▪ Synopse der Werkstattergebnisse ▪ Protokolle und Fotodokumentation der drei Perspektiven-AGs 4. Abschluss / Veranstaltungsresümee (Frau Pitko & Herr Thele) Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 3 3 Ergebnisse für den weiteren Prozess 3.1 Delegierte aus den drei Perspektiven AGs Perspektive Soziale Lage ❑ Jutta Staerk, Comedia Theater ❑ Edvokia Michailidou, Deutsch-Türkischer Bildungsverein ❑ Tine Pfeil, Bürgerhaus Kalk ❑ Hans Diernberger, Künstler (bei Bedarf) Perspektive Persönliche Beeinträchtigungen ❑ Lisette Reuter, Un-Label Performing Arts Company ❑ Christine von Kirschbaum, mittendrin e. V. ❑ Jutta Pöstges, Kunsthaus Kat 18, und Bärbel Lange, Künstlerin (gemeinsam als Duo) Perspektive Vielfalt ❑ Joanna Stange, freie Künstlerin ❑ Rosanna D’Ortona, Arts Initiative Cologne ❑ Antonis Chrysoulakis, Acta Est 3.2 Wer fehlte und sollte im weiteren Prozess noch berück- sichtigt werden? Perspektive Soziales … ❑ Arbeitslosenhilfe1 ❑ Alleinerziehende Eltern Vereine ❑ Schulförderverein aus Sozialräumen ❑ Mutter-Kind-Vereine ❑ Migrantenselbstorganisationen (K3) Perspektive Persönliche Beeinträchtigung … ❑ „Es müssten eigentlich alle Produktionsstätten eingebunden werden.“ Perspektive Vielfalt … ❑ Jugendliche ❑ Nachwuchskünstlerinnen und -künstler ❑ Rezipientinnen und Rezipienten aus den Communitys ❑ Heterogene Vertreterinnen und Vertreter 1 Hierzu wurde im Nachgang beispielhaft angemerkt, dass Akteurinnen und Akteure aus dem Feld „Arbeitslosenhilfe“ eingeladen worden waren. Insgesamt muss bei der weiteren Planung, wer noch beteiligt werden müsste, geklärt werden, wer schon bei der Einladung nicht berücksichtigt worden war und wer aus welchen Gründen einer ausge- sprochenen Einladung nicht gefolgt ist. Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 4 3.3 Schlussrunde im Plenum Im abschließenden Plenum präsentieren die Arbeitsgruppen, repräsentiert durch die gewählten Delegierten, die Ergebnisse der AG-Phase mit Hilfe der erstellten Pinnwände (siehe Fotodoku- mentation weiter unten) und weiterführender Erläuterungen. Gemeinsam wird überlegt, welche Akteurinnen, Akteure und Perspektiven in der heutigen Ver- anstaltung unterrepräsentiert sind, oder gar gänzlich fehlten. Erwähnt wird eine wahrgenommene Homogenität der Anwesenden – vermisst wurden direkt betroffene Menschen der unterschiedlichen Perspektiv-Gruppen. Ebenso wünschte sich das Ple- num einen größeren Miteinbezug junger Menschen (Kulturschaffende, Rezipientinnen & Rezipi- enten) in die geführten Diskussionen. Angemerkt wurde außerdem, die Perspektive von „Mehrfachdiskriminierten“ zu beachten. Insgesamt äußerten alle Gruppen den Wunsch nach einer stärkeren Vernetzung der Akteurin- nen und Akteure, um Synergieeffekte zu schaffen. Bis Ende des Jahres werden die erarbeiteten Ideen durch das Kulturamt aufgearbeitet und hin- sichtlich ihrer Verwertbarkeit zur Entwicklung von Förderinstrumenten ausgewertet. Ideen, die auf Grund ihres Inhalts nicht in den beschriebenen Prozess einfließen können, sollen an die zu- ständigen Dienststellen der Stadtverwaltung weitergeleitet werden, um dort entsprechend bear- beitet werden zu können. Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 5 4 Inhaltliche Ergebnisse für das Förderkonzept Kulturelle Teilhabe – Synopse D ie Synopse wurde auf Grundlage der drei AG-Protokolle erstellt. Den Aussagen beziehungsweise Empfehlungen wurden im Zuge der Aufbereitung Überschriften und thematische Aspekte zugeordnet: Thema / Aspekt Perspektive Soziales Perspektive pers. Beeinträchtigung Perspektive Vielfalt Barrierefreiheit Finanziell niedrigschwellige finanzielle Unterstützung von Kulturbesuchen Erschwinglicher Eintritt Zu wenige Veranstaltungen mit freiem Eintritt Keine kostenlosen VRS-Tickets bei Veranstal- tungen der Freien Szene Kommunika- tion Auf Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmte Kommunikationsformen (Einfache Sprache, verschiedene Kanäle) Gezieltere Vorab-Information zu Barrierefreiheit Beschreibung der baulichen Barrierefreiheit von Institutionen Einfache Sprache, Audio Transkription, Pikto- gramme Dolmetscherinnen beziehungsweise Dolmetscher für Gebärdensprache und Einfache Sprache Auf Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmte Kommunikationsformen (leichte Sprache, Über- setzungen, Zusammenfassungen) leicht verständliche Ticketing Systeme Angebote Inhalt und Thema treffen auf Interesse und wer- den ohne Barrieren angeboten Keine Sonderformate für Menschen mit Beein- trächtigung: Für alle müssen die Mainstream-For- mate zugänglich sein Kulturnutzerinnen und -nutzer müssen interessen- geleitet Veranstaltungen besuchen können und nicht, weil sie barrierefrei ist Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 6 Thema / Aspekt Perspektive Soziales Perspektive pers. Beeinträchtigung Perspektive Vielfalt Erreichbarkeit & lokale Vertei- lung Erreichbarkeit der Produktionsstätten unausgeglichene Verteilung & Förderung kultureller Institutionen in den Stadtteilen (links-/rechtsrheinisch) Erreichbarkeit der Produktionsstätten Lokale Distribution von Veranstaltungsorten: ungleichmäßige Verteilung in den Veedeln Schlechte Erreichbarkeit der Veranstal- tungsorte schafft räumliche Barrieren durch Anfahrt & Kosten „Tourneen“ von erfolgreichen Formaten durch verschiedene Veedel Baulich / technisch Bereitstellen technischer Hilfen während der Vor- stellung Keine Rampen für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer Zu wenige sanitäre Anlagen für alle Gender Architektonische Barrierefreiheit: Rampe vorhan- den, barrierefreie Toiletten gut erreichbar, Stan- dards von Barrierefreiheit bei Neubauten/Investi- tion in Umbauten von Kulturorten/mobile Lösun- gen Bequemes Sitzmobiliar (zum Beispiel relevant für Menschen mit chronischen Erkrankungen) Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 7 Thema / Aspekt Perspektive Soziales Perspektive pers. Beeinträchtigung Perspektive Vielfalt Willkommens- kultur Aufsuchende (Vermittlungs-) Angebote Familienfreundliche Angebote - zum Beispiel mit Kinderbetreuung persönliche Assistenzen | Mentorinnen und Men- toren (Information, Beratung, Begleitung) Entwicklung neuer Formate, angepasst an unter- schiedliche Bedürfnisse (in Länge & Inhalt) / (mehr) Pausen keine gesonderte Stellung von Menschen mit Be- einträchtigungen (zum Beispiel bei Sitzplatzaus- wahl) Formate die den Austausch zwischen Schaffen- den, Rezipientinnen & Rezipienten ermöglichen Spannungsfeld Willkommenskultur Als teilweise elitär wahrgenommene Kultur- szene Positiver Eindruck der AG zur rheinischen Frohnatur / Willkommenskultur Angebote kultureller Teilhabe, abseits von Angeboten mit explizit sozialpädagogischem Fokus Sich willkommen fühlen und nicht als „Problem“ wahrgenommen werden Frei zugängliche Aufführungsflächen im öffentlichen Raum Das Personal muss geschult sein. Es darf nicht in Panik ausbrechen oder ähnliches, nur weil eine Kulturnutzerin oder ein Kulturnutzer mit Beein- trächtigung anwesend ist Vermittlungs- arbeit Patenschaften zur Vermittlung von Inhalten Begleitung Veranstaltungen Interesse wecken durch Vermittlungsarbeit Vermittlung durch Schlüsselpersonen soziale Institutionen Schulen Kinder & Jugendliche, wie auch Erwachsene ansprechen Rückgriff auf bestehende Netzwerke Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 8 Thema / Aspekt Perspektive Soziales Perspektive pers. Beeinträchtigung Perspektive Vielfalt Kulturförderung Produktions- kosten Höhere Projektkosten durch zusätzliche Posi- tionen (Übersetzung, Begleitung, Vermitt- lung) sollen nicht zum Nachteil bei Fördermit- telvergabe sein Fördermittelvergabe-Verfahren sollen inklusive Ansätze stärker positiv berücksichtigen (statt diese auf Grund potenziell höherer Kosten zu benachteiligen) Trennung Projektvorhaben | Assistenz ermög- licht Aufstockung des Budgets für Inklusion Mangelnde finanzielle & zeitliche Ressource sei- tens Produzierenden, um zusätzlichen Aufwand zum Abbau von Hemmnissen in Form von Über- setzungen, explizit integrativen Angeboten zu betreiben Ausstattung mit Mitteln Mikrostipendien & Kredite (kostenfreies) Vermitteln von Übersetzenden Förder- bedingungen / -kriterien / -leitlinien / -standards Explizit auch an einzelne Akteurinnen und Ak- teure der Freien Szene (nicht nur an Instituti- onen) Eigenanteile reduzieren /entfallen lassen Übernahme von Overhead Kosten Sanktionen für Produktionen, die Inklusion nicht explizit beinhalten Strukturförderung für Akteurinnen und Ak- teure der Freien Kulturszene, um damit kul- turelle Teilhabe strukturell zu ermöglichen Förderung neuer Produktionsästhetiken und For- mate Kulturelle Bildungskette schließen: Angebote für Erwachsenenalter (wenige Fördermöglich- keiten für Projekte mit Altersgruppe 18-65, viele hingegen für Kinder/Jugendliche sowie Seniorinnen und Senioren) Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 9 Thema / Aspekt Perspektive Soziales Perspektive pers. Beeinträchtigung Perspektive Vielfalt Ausarbeitung von Leitlinien bei kultureller Förderung Kulturelle Teilhabe = Förderkriterium (vergleiche Gender) Ausarbeiten von Leitlinien bei kultureller Förde- rung von Projekten mit Menschen mit Beeinträch- tigung Relevanz von Kunst & Kultur für gesellschaftli- ches Zusammenleben hervorheben Anwendung eines breiten Kulturbegriffs Gleichstellung Hoch- & Subkultur Antragsverfah- ren Vereinfachung von Förderanträgen leichtere Verständlichkeit schlankere Bewilligungsverfahren transparente Förderlandschaft Förderbudget Angemessene finanzielle Ausstattung der Fördertöpfe Höhere Ausstattung des Kulturamts mit Mitteln Produktionsbedingungen Materielle Rah- menbedingun- gen – Orte & Räume Bessere Ausstattung / erhöhte Attraktivität öffentlicher Einrichtungen (Bürgerzentren) Bereitstellen geschützter Räume, die Austausch & Begegnung von Akteurinnen und Akteuren mit und ohne Beeinträchtigung ermöglichen Nutzung von Leerständen als Produktionsorte Ansprechende Aufführungsorte nicht rein zweckgebunden, sondern mit Möglichkeit zur Geselligkeit & Angeboten des Austauschs Mehr Räume für die Freie Szene „Raumsharing“ „Experimentierräume“ Immaterielle Rahmenbedin- gungen Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler (Anm. Begleitungen) besser berücksichtigen zum Beispiel Zeitpunkt der Kultur-Angebote beachten (nicht in den Regelarbeitszeiten während der Woche) Standards für Veranstaltungen der Freien Szene entwickeln und entsprechende Unterstützungs- möglichkeiten anbieten Produktionsdruck nehmen Mut zum Erproben Scheitern muss erlaubt sein / darf keine ne- gativen Konsequenzen haben Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 10 Thema / Aspekt Perspektive Soziales Perspektive pers. Beeinträchtigung Perspektive Vielfalt Professionalisierung Aufklärungsar- beit & Beratung für Institutio- nen Beratungsmöglichkeiten für Kulturschaffende & Institutionen Coaching für Kulturschaffende mit Beeinträchti- gung (siehe Programm Großbritannien) / Work- shops mit Künstlerinnen und Künstlern mit und ohne Beeinträchtigung (inklusives Arbeiten üben) Beratungsstellen für Kulturschaffende: Wahrge- nommener Mangel an Wissen zu Themen der Vielfalt bei Produzierenden Mentoring & Qualifizierungsmaßnahmen Access-Managerinnen und -Manager = Personen mit der Aufgabe & entsprechender Expertise in kulturellen Institutionen, die beraten und schulen (als kostenfreies Angebot für die Freie Szene, um zu ermutigen, Beratung anzunehmen) Zentrale Stelle / Ansprechpartnerin oder An- sprechpartner in Institution zur Information für Menschen mit Beeinträchtigungen Agentur für Kulturschaffende mit Beeinträchti- gung, die an Kulturorte vermittelt Kampagne: Was ist kulturelle Teilhabe? Warum ist sie wichtig? Warum ist sie zu fördern? Recht, als freischaffende Künstlerinnen und Künstler auf dem 1. Arbeitsmarkt arbeiten zu kön- nen, ohne auf Assistenz verzichten zu müssen Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 11 Thema / Aspekt Perspektive Soziales Perspektive pers. Beeinträchtigung Perspektive Vielfalt Ausbildung Kulturschaffen- der Pädagogische Angebote schaffen Vermittlungsarbeit, Interesse an Kultur fördern Einbindung in Lehrpläne & Curricula öf- fentlicher Bildungseinrichtungen Erleichterter Zugang zu (institutionalisierten) Pro- fessionalisierungsangeboten Staatliche Ausbildung öffnen (Beratung und Pro- gramme) Beratung von Hochschulen & potenziellen stu- dieninteressierten Menschen mit Beeinträchti- gungen Workshops mit Profis aus der Freien Szene sowie Künstlerinnen und Künstlern mit Beeinträchtigung aus dem semiprofessionellen Bereich Begegnungen/Reisen/Reisestipendien für Künstle- rinnen und Künstler mit Beeinträchtigung Vermittlungs- arbeit Vermittlungsarbeit gerichtet an Kinder, Ju- gendliche & Eltern Interesse an kulturellen Angeboten wecken, Hemmnisse abbauen, Zugänge eröffnen GateKeeper identifizieren, mit diesen ar- beiten, sie zu Multiplikatorinnen und Mul- tiplikatoren ausbilden Schulung von Mentorinnen und Mentoren außer- halb kultureller Institutionen: Information, Beglei- tung, Beratung Interesse wecken durch Vermittlungsarbeit Vermittlung durch Schlüsselpersonen Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 12 Thema / Aspekt Perspektive Soziales Perspektive pers. Beeinträchtigung Perspektive Vielfalt Vernetzung Kooperation Synergien schaffen zwischen Einrichtungen (Rezipientinnen und Rezipienten-Bedürfnisse) & Produzierenden Bündelung von Ressourcen, Rückgriff auf beste- hendes Wissen: Kulturamt als zentrale Informati- onsstelle Bündelung von Expertise, Rückgriff auf beste- hende Wissensstrukturen im Hinblick auf Inklu- sion bessere Vernetzung zwischen Akteurinnen und Akteuren (Amt, Institutionen, Produzierende, Re- zipientinnen und Rezipienten) Technik: Statt teurer Selbstanschaffung gemein- samer Technikpool für kulturelle Institutionen Synergien schaffen: Stärkere Vernetzung städti- scher & freier Akteurinnen und Akteure geteilte Ressourcen Expertise Kooperationen erleichtern Kooperation mit Jobcenter: Arbeitsfeld Kultur als Beschäftigungssektor eröffnen Infrastruktur Kulturbüros in den Veedeln Vermittlungsarbeit & Information „Stadtteildramaturginnen und -dramatur- gen“ Inhalte Rezipienten-In- teresse Inhalte mit Lebensweltbezug Auswahl von Themen von Interesse mit Men- schen mit Beeinträchtigungen Für die Zielgruppe relevante Inhalte Herkunftskultur Veedelskultur Kulturveedel (aus dem Veedel) Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 13 Thema / Aspekt Perspektive Soziales Perspektive pers. Beeinträchtigung Perspektive Vielfalt Framing Durchbrechen stereotyper Rollenbilder Diversifizierung von Rollenbildern: Menschen mit Beeinträchtigungen in vielfältigen künstle- rischen Rollen Identifikation & Empowerment fördern Identifikationsfiguren gesellschaftliche Vielfalt auch auf der Bühne abbilden Empowerment Öffentlichkeitsarbeit / Marketing Marketing Unterstützung durch die Stadt Köln bei der Öffentlichkeitsarbeit der Kulturschaffenden (Plakatflächen zur Verfügung stellen, Anzei- gen in Zeitschriften…) Zentrale Marketingstelle Bereitstellen von Sonderwerbeflächen Zielgruppenan- sprache Gezielte Ansprache der Zielgruppe - zum Bei- spiel direkte Ansprache, Vorstellung & Erklä- rung von Angeboten Gezielte Ansprache von Menschen mit Beeinträch- tigungen Gezielte Ansprache auf vielfältigen Kanälen Leichter Ticketerwerb (technische Barrierefreiheit beim Ticketkauf) Informationsmedien/-wege, die für die verschie- denen Beeinträchtigungen geeignet sind - zum Beispiel: Sprachwiedergabe auf der Website für Blinde, Gebärdensprachvideos, klare Sprache; persönliche Erklärung zu Inhalten und Rahmen etwa für Menschen mit Beeinträchtigungen, die in Wohneinrichtungen leben beziehungsweise nicht gewohnt sind, Kulturveranstaltungen zu besuchen Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 14 Thema / Aspekt Perspektive Soziales Perspektive pers. Beeinträchtigung Perspektive Vielfalt Die Information über die Veranstaltung muss die verschiedenen Menschen erreichen (können) Ansatz: Kulturschaffende gehen in Wohneinrich- tungen, in denen Menschen mit Beeinträchtigung leben, und informieren persönlich und verständ- lich über das Kulturprogramm der Freien Szene Künstlerinnen und Künstler mit Beeinträchtigung - beteiligte Kulturschaffende sollten auf dem Wer- bematerial mit ihrer Beeinträchtigung erkennbar sein Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 15 5 AG-Protokolle im Einzelnen Inhalte aus den Originalprotokollen: 5.1 Soziale Lage, prekäre finanzielle Situation und Bildung Protokoll: Lara Kirch, Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 1. Hemmnisse Rezipienten-Perspektive Produzenten-Perspektive Der Rhein (rechtsrheinisch) 2 Zielgruppen: ▪ Personen, die aus prekären Verhältnissen kommen und deswegen ihr Talent / ihre Neigung gar nicht erst ausüben können ▪ Personen aus privilegierten Verhältnis- sen, die eine künstlerische Ausbildung machen und erst in Prekarität geraten, wenn sie ihren Job ausüben wollen Sprachüberbrückung schwierig Keine Ateliers, keine bezahlbaren Räume Niedrigschwelligkeit Ohne künstlerische Reputation keine Förde- rung Kommunikation, Bekanntheit Es fehlt aufsuchende Kulturarbeit ▪ Fehlende Diversität Angebot und Ziel- gruppe ▪ Warum immer Eigenanteil in Projektför- deranträgen ▪ Fehlende individuelle Lotsen ▪ Fehlende Bühne für Semiprofessionelle ▪ Fehlende „Freiräume“ für junge Erwach- sene ▪ Angewiesen auf Einnahme, z. B. durch Anträge ▪ Fehlendes dezentrales Angebot ▪ Menschen mit familiärem Umfeld „leis- ten“ sich Kulturjobs ▪ Geld ▪ Es fehlen Angebote ohne Eintrittspreis ▪ Soziale Isolation (Alter) ▪ Fehlende Information über Angebot Bildungsferne Mangelnde Orte/Plätze für Kunst und Kultur, z. B. Bürgerzentrum nicht in jedem Stadtteil Ungerechte Verteilung der Stadtteilarbeit bzw. zu wenig Stadtteilarbeit Existentielle Sorgen, kein Kopf für Kultur Städtebauliche Barrieren, z. B. Bahntrasse zwischen Angebot und Nutzerinnen sowie Nutzern Bildungsferne Sprache Fehlendes Selbstbewusstsein Erreichbarkeit/Mobilität, wenn Stadtteil abgelegen ist Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 16 2. Good Practice Rezipienten-Perspektive Produzenten-Perspektive Tickets für Kurze des Comedia Theaters: Zu- schuss zu Eintrittskarten für Kinder auf 1:1 Spendenbasis Raum bieten: Ackerparty Rondorf Kulturagenten, Berlin (ist allerdings nicht nachhaltig) Kultur macht stark Talentcampus Angebote vor Ort im Quartier Professionelle Künstlerinnen und Künstler als VHS-Dozentinnen und -Dozenten Vernetzung: es entwickelt sich etwas durch das Miteinander von Menschen, die Einrich- tungen besuchen und Bedarfe äußern Selbst Kultur machen Jugendeinrichtungen Michael Horbach Stiftung (freier Eintritt) ArtAsyl Geh-Struktur-Institutionen, z. B. Konzerte in Wohnungen in einem Stadtteil einmal im Jahr durch WDR, Philharmonie (Annahme: die meisten Good Practices stammen aus städti- schen/öffentlichen Einrichtungen, weil diese Geld dafür haben) Offene Jazz-Haus-Schule Mobiles Museum Nachbarschaftskultur Museumsbus 1 zu 1 Angebote (Patinnen und Paten) Kostenlose Musikhochschulkonzerte Kurse ohne Gebühr 1 Tag freier Eintritt in Museen Aufsuchende Kulturarbeit an dezentralen Or- ten Kulturrucksack Bilinguale Bibliothek Bücherkisten Bücherrad Projekte: Sprache als Kulturschatz Birlikte (Aktionsbündnis, das gemeinsam ge- gen Rassismus und Ausgrenzung steht) Willkommensinitiativen Leseprojekte Kulturliste Netzwerke zwischen Künstlern und Nutzern Menschen-Symphonie-Orchester Italienisches Kulturinstitut (Freikonzerte) Spanisches Kulturinstitut (freie Filme) Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 17 3. Anforderungen an Instrumente eines Förderkonzeptes Rezipienten-Perspektive Produzenten-Perspektive Bessere Kommunikation, z. B. barrierefreie Plattform für Infos zu Angeboten der Freien Szene Bezahlungsstandards für Freie Kulturszene Aufsuchende Kulturarbeit (Geh-Strukturen statt Komm-Strukturen): mit Angeboten zur Zielgruppe hingehen, z. B. Festival-Angebote an Orten, wo prekäre Verhältnisse herrschen Kulturrucksack auch mit Schulen Patenschaften Anträge auch für Einzelkünstlerinnen und -künstler KVB-Tickets für Kulturbesuche von Grund- schulkindern Antragsverfahren erleichtern → Vielfältigere Strukturen Kinder qualifizieren zur kulturellen Teilhabe: Kinder, die Geschichten vorgelesen bekom- men, können kulturelle Angebote besser ver- stehen bzw. annehmen Kulturangebote mit Kinderbetreuung, damit Eltern die Angebote wahrnehmen können Familienfreundliche Angebote (Erwachsene und kleine Kinder) Zuschüsse nach Berliner Modell Kulturorte einladend gestalten Angebote ohne Eintrittspreis Ticketpreise subventionieren Ermäßigung Ticketzuschüsse für Kinder und Jugendliche in Köln Kulturelle Bildungskette schließen: Angebote für mittleres Alter, denn mittleres Alter (18 – 65 Jahre) wird vergessen, zu altersspezifische Angebote für Kinder oder Seniorinnen und Senio- ren Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler gleichberechtigt einbinden, z. B. Zeitpunkt der Kultur-An- gebote beachten (nicht in den Regelarbeitszeiten während der Woche) Mehr Geld für Projekte Förderung von Netzwerken zwischen Einrichtungen (die die Bedarfe der Rezipientinnen und Rezipienten kennen) und Künstlerinnen und Künstlern → Synergien Angemessene finanzielle Ausstattung dieses Fördertopfes, damit z. B. auch Eintrittszuschüsse möglich sind Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit der Kulturschaffenden durch die Stadt Köln (Plakatflä- chen zur Verfügung stellen, Anzeigen in Zeitschriften,…) Image-Kampagne mit Katalog: Was ist Kulturelle Teilhabe? Wo findet sie statt? Warum för- derwürdig? Kriterium „Kulturelle Teilhabe“ sollte in alle Förderanträge zum Thema Kultur der Stadt Köln aufgenommen werden (so wie Kriterium „Gender“) Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 18 Rezipienten-Perspektive Produzenten-Perspektive Förderung von Einzelpersonen, die nicht an Institutionen gebunden sind, mitberücksichtigen, und auch bei der Antragstellung unterstützen Förderkonzept leicht verständlich und leicht zugänglich machen (Sprache…) Strukturförderung für Player der Freien Kulturszene, um damit kulturelle Teilhabe strukturell zu ermöglichen Eigenanteile sollten entfallen und Overhead-Kosten übernommen werden Umgebung der Bürgerhäuser attraktiver gestalten 4. Welche programmatischen Angebote bzw. inhaltlichen Konzepte zur besseren Teilhabe von Menschen aller sozialen Schichten fehlen noch? ❑ Bühnen im öffentlichen Raum zur freien Nutzung von Künstlerinnen und Künstlern ❑ Kulturbegleitungspatenschaften ❑ Kleine Orte der kulturellen Begegnung, die nicht nur z. B. an Sozialarbeit gebunden sind ❑ Hilfestellung beim Schaffen von barrierefreien Zugängen, z. B. Leichte Sprache auf Website ❑ Kommunikation mit JobCenter für Synergien mit Beschäftigungsförderung 5. Wer fehlt heute?2 ❑ Arbeitslosenhilfe ❑ Alleinerziehende Eltern Vereine ❑ Schulförderverein aus Sozialräumen ❑ Mutter-Kind-Vereine ❑ Migrantenselbstorganisationen (K3 – Kunst. Kultur. Konflikt) 6. Themenspeicher ❑ Anspruch auf / Hoffnung auf effektive Wirksamkeit der Arbeit dieses Workshops (Skepsis) ▪ Lenkungskreis ▪ Ämterübergreifende Zusammenarbeit ❑ Politischer Appell an öffentlich-rechtliche Sender: mehr Medien-Coverage von kulturellen Akti- onen, z. B. durch WDR ❑ Mehr Finanzmittel durch Sponsoring ❑ Sitzungsentschädigung für Delegierte im Beteiligungsprozess 7. Delegierte ❑ Jutta Staerk, Comedia Theater ❑ Edvokia Michailidou (Deutsch-Türkischer Bildungsverein) ❑ Tine Pfeil, Bürgerhaus Kalk ❑ Hans Diernberger, Künstler (bei Bedarf) 2 Hierzu wurde im Nachgang beispielhaft angemerkt, dass Akteure aus dem Feld „Arbeitslosenhilfe“ eingeladen worden waren. Insgesamt muss bei der weiteren Planung, wer noch beteiligt werden müsste, geklärt werden, wer schon bei der Einladung nicht berücksichtigt worden war und wer aus welchen Gründen einer ausgesprochenen Einladung nicht gefolgt ist. Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 19 5.2 Persönliche Beeinträchtigungen: körperlich / Mobilität, Sinne, psychisch, kognitiv Protokoll: Katharina Pitko, Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Stadt Köln Frau Ziegert begrüßte die Anwesenden und erläuterte, welche Punkte in der Arbeitsgruppe be- sprochen werden. Es folgte eine kurze Vorstellungsrunde. Arbeitsphase I: Perspektive Kulturnutzerinnen und Kulturnutzer mit Beeinträchtigung Frau Ziegert bat die Teilnehmenden, sich in die Lage einer Kulturnutzerin oder eines Kulturnutzers mit Beeinträchtigung zu versetzen und sich Gedanken zu folgender Frage zu machen: „Ich gehe zu Kulturveranstaltungen, wenn…“. Die Antwort auf die Frage wurde auf Karten vermerkt. Folgende Antworten wurden genannt: ❑ Es ist wichtig, dass die Sprache verstanden wird und dass Menschen mit Beeinträchtigungen einen Zugang haben, also beispielsweise, dass für taube Menschen eine Gebärdendolmet- scherin oder ein Gebärdendolmetscher anwesend ist oder es Untertitel im Kino gibt. Der Zu- gang muss ermöglicht werden. Darüber hinaus soll die Kulturveranstaltung in der Nähe sein (unter einer Stunde erreichbar). Weiterhin müssen die Kulturveranstaltungen divers sein, das heißt, es müssen sowohl Menschen mit Behinderung beispielsweise in Filmen mitspielen als auch Rollen von Menschen mit Behinderung vorhanden sein. ❑ Die Informationen müssen barrierefrei sein, die Sender müssen dazu ein Bewusstsein entwi- ckeln. Es muss die Anforderung geben, dass Werbekanäle vielfältiger gestaltet werden und Orte physisch barrierefrei sind. Kulturelle Angebote müssen für Menschen mit Behinderung (z. B. Blinde) geeignet sein. Darüber hinaus muss das Kulturangebot die Nutzerin oder den Nut- zer schlicht und einfach interessieren (jenseits von Beeinträchtigungen). ❑ Das Thema muss interessant sein. Technische Hilfe muss vorhanden sein und dies muss vor- her durch Piktogramme kommuniziert werden, z. B. in dem es in einem Programmheft aufge- nommen wird. Anforderungen wären, dass die Kosten für die Freie Szene übernommen wer- den müssen, sodass keine Mehrkosten entstehen, wobei Piktogramme sogar kostenlos sind. Es muss schließlich einen einfachen Zugang geben, sodass die Kulturnutzerin oder der Kul- turnutzer, die oder der eine Beeinträchtigung hat, nicht vorher recherchieren muss. ❑ Es muss ausreichende Informationen zu der Veranstaltung geben, damit die Nutzerin oder der Nutzer entscheiden kann, ob sie oder er dorthin gehen möchte. Dafür wäre die einfache Sprache hilfreich, aber auch wenn sich jemand Zeit nimmt und es erklärt. Das würde eben- falls eine Möglichkeit zum Austausch bieten. Weiterhin muss es jemanden geben, die oder der einem erklärt, wie man zum Theater kommt beziehungsweise die oder der als Begleitung mit- fährt. Frau Ziegert ergänzte dazu, dass dann auch die Begleitung die Informationen zur Ver- anstaltung verstehen und entsprechenden Zugang haben muss. Es wurde erläutert, dass Menschen mit Beeinträchtigungen, die in Wohneinrichtungen leben, Informationen häufig durch Multiplikatorinnen und Multiplikatoren erhalten und diese in der Ansprache und Bewer- bung von Veranstaltungen ebenso adressiert werden müssen. ❑ Es müssen neue Formate geschaffen werden. Man muss beispielsweise auch bedenken, dass es Menschen gibt, die nicht so lange Zeit sitzen/aushalten können und zwischendurch eine Pause benötigen. Es darf nicht peinlich sein, mittendrin rauszugehen. Frau Ziegert schlug bei- spielsweise eine flexible Bestuhlung vor. ❑ Es muss eine Begleitung geben, die ständig dabei ist. Alle Menschen müssen langsam spre- chen, damit alles für alle verständlich ist. ❑ Es muss über den Weg der Ticketbestellung nachgedacht werden. Beispielsweise mit Hilfe ei- ner barrierefreien Software, die es bereits gibt. Es gibt jedoch immer noch Grenzen. Die Icons Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 20 zur Barrierefreiheit müssen stimmen. Wenn beispielsweise zwischen dem Aufzug und dem Parkplatz eine Treppe ist, stimmen zwar die Icons beide für sich allein (es gibt einen Aufzug und es gibt einen Parkplatz), aber zusammen passt es nicht. Eine persönliche Ansprache als Ergänzung ist notwendig, um differenzierte Fragen stellen zu können, wie z. B. technische Fragen. Es sollte grundsätzlich eine Auskunftsstelle geben, die sich darüber freut, dass sie Auskunft geben kann. ❑ Das Programm muss Interesse wecken. Betroffene Akteurinnen und Akteure müssen auch zu sehen sein (also Menschen mit Behinderung). Räume müssen zugänglich sein. ❑ Die Kulturnutzerin oder der Kulturnutzer muss Teil der Gemeinschaft sein und darf nicht sepa- riert werden (wie z. B. bei einer Behindertenbühne). Jeder soll an jeder Stelle sitzen können. Der Kauf von Tickets darf nicht für Behindertenplätze separat sein, da dies sonst eine Hemm- schwelle darstellt. ❑ Die Kulturnutzerin oder der Kulturnutzer muss sich willkommen fühlen. Das Personal muss geschult sein (es darf keiner in Panik ausbrechen o. ä., nur weil eine Kulturnutzerin oder ein Kulturnutzer mit Beeinträchtigung anwesend ist). ❑ Es dürfen nicht die Begriffe „normal“ und „nicht normal“ verwendet werden. Alle Menschen sind gleich. Es ist also eine andere Sprachkultur notwendig. ❑ Wenn es keine Barrierefreiheit gibt, müssen Mitarbeitende helfen. Da es oft das Problem gibt, dass diese dafür nicht versichert sind, muss es eine Änderung diesbezüglich geben. ❑ Sogenannte Access-Managerinnen und -Manager (Expertinnen und Experten, die beraten und schulen) sind notwendig. Es muss eine Willkommens- und Einladungskultur geben. Alle müs- sen in „Mainstream-Formaten“ willkommen sein. Es dürfen also nicht nur Inklusionsveranstal- tungen speziell für Menschen mit Beeinträchtigung geben, sondern alle müssen überall hinge- hen können. Dieser Prozess wird aber sicher mehrere Jahre dauern. ❑ Das Entscheidendste ist, ob Menschen mit Beeinträchtigung tatsächlich willkommen sind und ob sie sich willkommen fühlen. Die Karten wurden an die Pinnwand geheftet und während der Pause von der Moderatorin Frau Ziegert und von Frau Cibik unter Überbegriffe geclustert. Folgende Überbegriffe wurden gefun- den: ❑ Bauliche, technische und kommunikative Barrierefreiheit ❑ Ästhetik ❑ Informationen ❑ Setting ❑ Format ❑ Erreichbarkeit ❑ Inhalt ❑ Zeitpunkt Die Teilnehmenden sollten sich danach in die Perspektive der Kulturnutzerinnen und Kulturnutzer versetzen und folgende Frage beantworten: „Wovon sollte es in der Kunst- und Kultur- szene mehr geben?“. Folgende Antworten wurden auf Karten geschrieben und erläutert: ❑ Es muss Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner geben, die die Arbeit erleichtern, auch um Programme auszuarbeiten mit Kulturschaffenden mit Beeinträchtigung. Es muss beispiels- weise ein Mentoring-System oder einen Mentoring-Pool geben, damit die Kulturschaffenden keine Berührungsängste mehr haben. Fortbildungen allein reichen nicht aus. Die Kulturschaf- fenden, Anbieterinnen und Anbieter müssen niederschwellig zusammengebracht werden (á la Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 21 „mixed-abled“). Die Expertinnen und Experten sollten durch das Kulturamt bezahlt werden. Frau Ziegert ergänzte, dass der Kulturbegriff erweitert werden muss, „hin zu mehr Spaß, Glit- zer und Pop“. Arbeitsphase II: Perspektive Kulturschaffende mit Beeinträchtigung Die Teilnehmenden sollten sich in einer Kleingruppen-Arbeitsphase Gedanken dazu machen, was Kulturschaffende brauchen, um gut arbeiten zu können und ihre Arbeitsergebnisse auf Karteikar- ten festhalten, die von Frau Cibik auf der Metaplanwand angebracht wurden. Folgende Antworten wurden vorgestellt: ❑ Es muss einen Raum geben, um überhaupt künstlerisch arbeiten zu können. Sowohl ein en Raum zum Arbeiten bzw. für Besprechungen als auch geschützte und inklusive Räume. Es wurde die Idee einer frei zugänglichen Bühne im öffentlichen Raum genannt, ähnlich wie die Speakers‘ Corner in London. Weiterhin sollte es Ausstellungs- und Aufführungsräume für „mixed-abled“ geben sowie mehr Produktionsräume. Die Räume, die schon vorhanden sind, sollten für Menschen mit Beeinträchtigung geöffnet werden, aber es soll auch noch zusätzli- che Räumlichkeiten geben. Es ist notwendig, sich Inspiration von anderen Städten und Län- dern zu holen, um sich vom eigenen Ort wegzubewegen und neue Erfahrungen ma chen zu können. Die Gruppe teilte mit, dass sie über eine mögliche Quote für Kulturschaffende mit Beeinträchtigung diskutiert hat, um Anregungen und neue Denkanstöße zu geben. Frau Ziegert fragte nach möglichen Fördermöglichkeiten/-maßnahmen, worauf die Teilnehmenden antworteten, dass die Agentinnen und Agenten, die Künstlerinnen und Künstler unterstützen, be- zuschusst werden müssen. Leerstehende Räume der Stadt könnten, anstatt verkauft zu werden, als Kunst- und Produktionsräume genutzt werden. Es stellte sich unter den Teilnehmenden die Frage, ob auch Punkte gesammelt werden können, die das Kulturamt nicht umsetzen kann. Die Gesamtmoderation Herr Schöffmann erläuterte, dass die Punkte alle gesammelt werden können und im Anschluss vom Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung als Hinweis an die jeweilig zuständigen Ämter weitergegeben werden. Es wird aber keine Antwort oder Rückmeldung erbeten, diese ist rein freiwillig. Frau Ziegert teilte ihre Idee mit, Reisestipendien für Kulturschaffende mit Beein- trächtigung zu ermöglichen. Ein Teilnehmer ergänzte, dass das Kulturamt eine Vorreiterrolle im Medienbereich einnehmen sollte. Oft gibt es in dem Bereich keinen Zuständigen. ❑ Es muss mehrere Ausbildungsstätten geben, in denen in unterschiedlichen Lernniveaus aus- gebildet und gelernt werden kann, sowohl zeitlich als auch inhaltlich. Die Ausbildungsorte sol- len auf unterschiedliche Belange eingehen. Dafür ist natürlich mehr Geld notwendig. Pädago- ginnen und Pädagogen sollen zudem Talente fördern und müssen Perspektiven aufzeig en, wenn sie erkennen, dass Potenzial vorhanden ist und die Kulturschaffenden dann dabei unter- stützen, wie sie gefördert werden können. Exkurs: Die Teilnehmenden sprachen darüber, dass Räume und Projekte nicht ausschließlich Spe- zialangebote, also nur für Menschen mit Behinderung, sein dürfen. Vielmehr müssen „allgemeine“ Projekte so ausgestaltet sein, dass alle Menschen diese nutzen können. Es könnte beispielsweise die Regelung eingeführt werden, dass nur die Projekte gefördert werden, die behindertengerech t sind. ❑ Es muss ein Mentoringprogramm in Schulen geben. Dort muss den potenziellen Kulturschaf- fenden schon Mut gemacht werden und sie müssen über die Möglichkeiten aufgeklärt wer- den. Frau Ziegert ergänzte hierzu das Wort „Vorbildfunktion“. Die Kleingruppe fügte noch hinzu, dass es nicht richtig ist, wenn behinderte Schauspielerinnen und Schauspieler nur be- hinderte Menschen auf der Rolle spielen, Schauspielerinnen und Schauspieler mit Beeinträch- tigung sollten alle Rollen spielen können. Es muss ein sogenanntes „Empowering“ geben, in dem die Möglichkeiten aufgezeigt werden und dargestellt wird, welche Türen für die Kultur- Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 22 schaffenden offenstehen. Die Leute vor Ort sollen Ausbildungen und/oder Fortbildungen er- halten, um andere Menschen informieren zu können, welche Möglichkeiten es noch gibt. Bil- dung und Netzwerke sind also äußerst wichtig. ❑ Eine Curriculums- bzw. Lehrplanveränderung ist notwendig. Ausgebildete qualifizierte Anleite- rinnen, Anleiter, Produzentinnen und Produzenten sollten miteinander vernetzt werde n. Das Kulturamt könnte den Kontakt zwischen diesen vermitteln. Es muss mehr Zeit und mehr Budget für Produktionsabläufe geben, dazu ist eine Veränderung der Produktionsabläufe not- wendig. Es ist eine Tatsache, dass inklusives Arbeiten teilweise mit mehr Ko sten verbunden ist. Hier darf aber kein Wettbewerbsverhalten bezüglich der Fördermaßnahmen entstehen. Es darf nicht sein, dass inklusive Formate keine Förderung erhalten, weil sie ggf. teurer sind als nicht-inklusive Formate. Künstlerinnen und Künstler müssen sich zudem wohlfühlen. Access- Managerinnen und -Manager könnten einen Brückenschlag zu Produzentinnen, Produzenten, Künstlerinnen und Künstlern darstellen. Es muss barrierefreie Orte und auch barrierefreie Künstlerwohnungen und Bühnen geben. Dies bedeutet, dass beispielsweise auch der Backs- tage-Bereich barrierefrei sein muss. Es muss Schulungen geben, in denen vermittelt wird, was notwendig ist, damit eine Bühne barrierefrei ist. Dazu ist ein hoher Assistenzbedarf notwen- dig, der natürlich finanziert werden muss. Es muss einen Transport zur Probe geben. Die Starrheit von Zuständigkeiten muss reduziert werden. Es ist eine Flexibilität von Orten und Personal notwendig. Es könnte beispielsweise einen Technikpool geben, in dem Geräte für Autodeskription und Betitelung für die Barrierefreiheit zur Verfügung stehen. Damit ist es nicht mehr notwendig, dass jeder Kulturschaffende diese Dinge selbst beschaff t. ❑ Veranstaltungen stehen mit den Menschen, die sie durchführen ( das bedeutet, dass der Er- folg von Veranstaltungen von den Menschen abhängt, die sie durchführen). Expertise ist da- her zwingend notwendig. Den Expertinnen und Experten müssen dazu Anreize in Form von Geld gegeben werden. ❑ Die Bedenken von Schauspielerinnen und Schauspielern zum Umgang mit Kulturschaffenden mit Beeinträchtigung müssen ernst genommen werden. Nicht jeder hat Lust darauf. Daher müssen beide Seiten mit an Bord genommen werden. Dazu ist es sinnvoll, wenn Menschen mit und ohne Beeinträchtigung sich in einem geschützten Raum ganz unverbindli ch treffen, ohne den Druck zu verspüren, sofort produzieren zu müssen. ❑ Es sind Fördermittel für Barrierefreiheit notwendig. Mehr Bühnen müssen beispielsweise barri- erefrei sein. Es muss das Angebot geschaffen werden, dass sich Produzentinnen und Produ- zenten Expertinnen und Experten bzw. Beraterinnen und Berater dazu holen. Frau Ziegert er- gänzte dazu, dass eine Förderung notwendig ist, mit der Expertise eingeholt werden kann. ❑ Es muss selbstverständlich werden, dass die Arbeit mit Kulturschaffenden mit Beeinträchti- gung nicht zwingend perfekt sein muss. Es ist wichtiger, Expertise zu bündeln und bereitzu- halten (Inklusion Infusion). Frau Ziegert ergänzte, dass ein Bewusstsein für Standards ge- schaffen werden muss. Die Gruppe ergänzte, dass das Kulturamt Expertise an geförderte Ak- teurinnen und Akteure weiterleiten könnte. Frau Ziegert wies darauf hin, dass es wichtig ist, sich Gedanken darüber zu machen, welche Expertise es in Köln schon gibt. ❑ Eine Vernetzung ist wichtig. Qualifizierungsaktivitäten müssen vom Kulturamt geleitet, geför- dert und gebündelt werden. Es muss nicht nur Förderungen geben, sondern auch Sanktionen für diejenigen, die kein inklusives Arbeiten anbieten. Standards sind notwendig, beispiels- weise in Form von Dokumenten. Delegierte Als Delegierte für den weiteren Prozess meldeten sich aus dieser Arbeitsgruppe Lisette Reuter, Christine von Kirschbaum, Jutta Pöstges und Bärbel Lange. Die beiden Letztgenannten werden diese Aufgabe im Duo wahrnehmen. Frau Ziegert fragte die anderen Teilnehmenden nach Gegen- stimmen, die es nicht gab. Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 23 Wer fehlt Zum Abschluss fragte Frau Ziegert die Arbeitsgruppe, wer heute fehlte, wer also noch für den weiteren Prozess befragt und einbezogen werden sollte. Eine Teilnehmerin antwortete, dass eigentlich alle Produktionsstätten eingebunden werden müssten. Dazu muss das Kulturamt als Vermittler dienen. Zusammenfassung Nach der Pause wurden die Ergebnisse der Gruppenarbeit vorgestellt. Die Delegierten der zweiten Perspektivengruppe fassten diese wie folgt zusammen: - Es muss neue, kürzere Formate geben mit bewussten, ästhetischen Qualitäten. - Es müssen Professionalisierungsangebote geschaffen werden. Der Zugang an Hochschu- len ist schwierig und muss daher vereinfacht werden. - Es ist genereller Unterstützungsbedarf notwendig in Form von Assistenzen, Gebärdendol- metscherinnen und Gebärdensprachdolmetschern usw. und das sowohl bei Veranstaltun- gen als auch bei Proben. - Die Arbeitsbedingungen müssen angepasst werden: Es müssen barrierefreie Räume ge- ben, Räume für Inklusivformate und auch geschützte Räume. Anhang: Ergebnisse Kartenabfrage: Arbeitsphase I: Perspektive Kulturnutzerinnen und Kulturnutzer mit Beeinträchtigung Leitfrage: Menschen mit Einschränkungen besuchen Kunst- und Kulturveranstaltungen der Freien Szene, wenn/Ich gehe hin, wenn... persönliches Interesse/ Vertrautheit mit Kulturangeboten ...das gebotene Programm ansprechend für mich ist ...mich etwas interessiert ...das Thema mein Interesse weckt ...Inhalt und Thema auf mein Interesse treffen und ohne Barrieren für mich angeboten werden ...die Ästhetik meinen Geschmack trifft (mehr Glamour, Glitzer und Pop) ...mir jemand die Veranstaltung empfohlen hat ...ich jemanden kenne, die oder der beteiligt ist ...ich das Angebot gewohnt bin ...ich gute Erfahrungen gemacht habe Wertschätzung und Gleichbehandlung ...ich mich willkommen fühle, weil auf meine Bedürfnisse geachtet wird ...ich mich willkommen fühle und nicht als "Problem" wahrgenommen werde ...ich Teil der Gemeinschaft bin und nicht separiert werde (räumlich im Zuschauerraum, durch Sonderformate für Menschen mit Beeinträchtigung...) Forderung Interesse/Wertschätzung/Gleichbehandlung o keine Sonderformate für Menschen mit Beeinträchtigung: Für alle müssen die Mainstream-Formate zugänglich sein o alle müssen tatsächlich willkommen sein und sich willkommen fühlen o Kulturnutzerinnen und Kulturnutzermüssen interessegeleitet Veranstaltungen besuchen können und nicht, weil die Veranstaltung für sie barrierefrei ist architektonische/bauliche Barrierefreiheit/Nutzung des Ortes ...eine Rampe vorhanden ist ...architektonische Barrierefreiheit gegeben ist Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 24 ...ich die barrierefreien Toiletten gut erreiche (und sie nicht so weit vom Veranstaltungsraum liegen, dass ich die ganze Pause brauche, um sie zu erreichen) ...es bequemes Sitzmobiliar gibt (z. B. relevant für Menschen mit chronischen Erkrankungen) Anforderung bauliche Barrierefreiheit Standards von Barrierefreiheit bei Neubauten/Investition in Umbauten von Kulturorten/mobile Lösungen Erreichbarkeit Veranstaltungsort ...das Haus gut erreichbar ist ...die Anfahrt kürzer als eine Stunde ist ...die Zugangsbeschreibung korrekt ist (verständliche Beschreibung der Anreise, die immer wieder auf den neusten Stand gebracht wird) Eintritt/Erwerb Tickets ...der Eintritt erschwinglich ist ...ich leicht Tickets erwerben kann (technische Barrierefreiheit beim Ticketkauf) Setting Zuschauerraum/Publikum ...meine Begleitung neben mir sitzen kann ...ich Teil der Gemeinschaft bin und nicht separiert werde (z. B. durch Behindertenbühnen für Rollstuhlnutzerinnen und -nutzer) Personal ...ich an der Kasse freundlich empfangen werde ...ich jemanden persönlich im Vorfeld und während der Veranstaltung ansprechen kann, um mich detailliert zum Stück zu erkundigen, um z. B. zu schauen, ob es Szenen gibt, die "triggern" (relevant bei psychischen Erkrankungen) ...jemand unterstützt, Hindernisse zu überwinden Desiderat Personal Das Personal muss geschult sein (es darf nicht in Panik ausbrechen o. ä., nur weil eine Kul- turnutzerin oder ein Kulturnutzer mit Beeinträchtigung anwesend ist). kommunikative/sprachliche/akustische Barrierefreiheit ...Gebärdensprachdolmetscherinnen oder -dolmetscher dabei sind ...Untertitel zur Verfügung stehen ...klare Sprache gesprochen wird ...technische Hörhilfen vorhanden sind ...die Leute langsam sprechen, damit ich das besser verstehen kann ...sie die Darbietung "wahrnehmen" können (optisch, akustisch, verständlich) Erste Ideen und Desiderate technische und sprachliche Barrierefreiheit o Einrichtung eines Technikpools, auf den die Akteurinnen und Akteure der Freien Szene ohne Abstriche in ihren Budgets zugreifen können o Dolmetscherinnen und Dolmetscher (z. B. einfache Sprache, Gebärdensprache), die bei der Stadt Köln angestellt sind und von der Freien Szene kostenfrei angefragt werden kön- nen o Standards für Veranstaltungen der Freien Szene entwickeln und entsprechende Unterstüt- zungsmöglichkeiten anbieten Begleitung ...wenn mich jemand begleitet/mir jemand assistiert Ansprache/Werbung ...Piktogramme erkennbar auf Websites/in Programmflyern auf Barrierefreiheit hinweisen Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 25 (und ich nicht selbst immer wieder Kontakt aufnehmen muss, um zu fragen, ob es z. B. eine Induktionsschleife für Schwerhörige gibt ...die Icons/Piktogramme stimmen; wenn beispielsweise zwischen dem Aufzug und dem Parkplatz eine Treppe ist, stimmen zwar die Icons beide für sich allein (es gibt einen Aufzug und es gibt einen Parkplatz), aber zusammen passt es nicht. ...wenn es ein geeignetes Informationsmedium für meine Beeinträchtigung gibt (z. B. Sprachwiedergabe auf der Website für Blinde, Gebärdensprachvideos, klare Sprache) ...mir jemand persönlich und für mich verständlich erklärt, worum es in dem Stück geht und mir etwas über die Veranstaltung erzählen kann (z. B. für Menschen mit Beeinträchtigun - gen, die in Wohneinrichtungen leben; Menschen mit Beeinträchtigungen, die nicht ge wohnt sind, Kulturveranstaltungen zu besuchen) ...Menschen mit Behinderung wissen, dass die Veranstaltung für sie zugänglich ist ...mich die Information über die Veranstaltung erreicht (Menschen mit Beeinträchtigung, die in Wohneinrichtungen leben, sind z. B. darauf angewiesen, dass ihre Betreuerinnen oder Betreuer sie informieren) Ideen/Desiderate Ansprache, Werbung o Kulturschaffende gehen in Wohneinrichtungen, in denen Menschen mit Beeinträchtigung leben und informieren persönlich und verständlich über das Kulturprogramm der freien Szene o Informationsmaterial und Veranstaltungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren (ähnlich wie bei Lehrkräften), in denen Programme vorgestellt werden, Feedback einge- holt wird (z. B. Betreuerinnen und Betreuer in Wohneinrichtungen, Kontaktpersonen von Behindertenverbänden, Interessensvertretungen etc.) o beteiligte Kulturschaffende sollten auf dem Werbematerial mit ihrer Beeinträchtigung er- kennbar sein o breite Palette der Ansprache und ihrer Kanäle entwickeln Angebotsvielfalt/Möglichkeit zur Auswahl ...das Angebot divers ist aesthetics of access (Integration von Barrierefreiheit in die Produktion) ...das künstlerische Produkt zugänglich ist Desiderat aesthetics of access Förderung neuer Produktionsästhetiken und Formate Aktive Beteiligung von KünstlerInnen/Kulturschaffenden mit Beeinträchtigung ...Künstlerinnen und Künstler mit Beeinträchtigung beteiligt sind (z. B. als Schauspieler innen und Schauspieler, Choreografinnen und Choreografen, Bildende Künstlerinnen und Künstler in Ausstellungen) Zeitpunkt/Dauer ...die Veranstaltung nicht am Abend liegt, wenn es dunkel ist ...die Veranstaltung nur eine Stunde dauert (nicht zu lang ist) Setting/Format ...mehr Pausen ...es die Möglichkeit gibt, während der Veranstaltung rein- und rauszugehen (um individuelle Pausen machen zu können) Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 26 Arbeitsphase II: Perspektive Kulturschaffende mit Beeinträchtigungen (Talent entfal- ten/Platz finden) Leitfrage: Was brauchen Kulturschaffende mit Beeinträchtigung, um ihr Talent entfalten und ei- nen Platz in der Freien Kunst- und Kulturszene zu finden? Kleingruppenarbeit und Kartenabfrage Empowerment ...Mut machen und deutlicher Bedarfe fordern (laut) Ideen/Desiderate Empowerment o Mentoringprogramme o Coaching für Kulturschaffende mit Beeinträchtigung (s. Programm Großbritannien) inklusive Arbeitspraxis üben ...Workshops mit Künstlerinnen und Künstlern mit und ohne Beeinträchtigung (inklusives Arbeiten üben) ...Gelegenheiten schaffen, miteinander etwas ausprobieren, ohne Produktionsdruck ...die Bedenken von Schauspielerinnen und Schauspielern ohne Beeinträchtigung müssen ernst genommen und Möglichkeiten der ungezwungenen Begegnung geschaffen werden Arbeitsmöglichkeiten ...Aufführungs- und Ausstellungsmöglichkeiten Idee: Arbeitsmöglichkeiten ...Agentur für Kulturschaffende mit Beeinträchtigung, die an Kulturorte vermittelt Ausbildung/Professionalisierung ...Anpassung von Ausbildung/Weiterbildung an unterschiedliche Voraussetzungen der Teilnehmenden? (Zeit, Inhalte, Räume) ...Ausbildungs- und Professionalisierungsmöglichkeiten: Hochschulen, Weiterbildung, Workshops, Austauschresidenzen ...staatliche Ausbildung öffnen (Beratung und Programme) ...Weiterbildung, um Zugang zum Mainstream zu bekommen Anforderungen und Desiderate Ausbildung/Professionalisierung: o mehr Geld für Ausbildungsstätten und Professionalisierung o ausgebildete Anleiterinnen, Anleiter, Produzentinnen und Produzenten o Workshops mit Profis aus der Freien Szene sowie Künstlerinnen und Künstlern mit Beein- trächtigung aus dem semiprofessionellen Bereich Quote/Forderung Die Vergabe von Fördermitteln an inklusives Arbeiten knüpfen Personal in der Freien Szene ...Qualifizierung des Personals der Freien Szene, um gute Arbeitsbedingungen für Kulturschaf- fende mit Beeinträchtigung zu schaffen und sie willkommen zu heißen ...Bewusstsein für Kulturschaffende mit Beeinträchtigung (z. B. für sichtbare und nicht sicht- bare Behinderungen) schaffen ...Rollen mit Menschen mit Beeinträchtigung besetzen ...Vernetzung fördern ...Starrheit von Zuständigkeiten Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 27 Ideen/Desiderate Personal o Access-Managerinnen und -Manager/Expertinnen und ExpertInnen, die beraten und schu- len (als kostenfreies oder -günstiges Angebot für die Freie Szene, um zu ermutigen, Bera- tung anzunehmen); Welche Expertinnen und Experten gibt es in Köln? o inklusives Empowerment der Freien Szene durch Aufklärungs- und Unterstützungsange- bote o Nachfrage nach Künstlerinnen und Künstler mit Behinderung schaffen/fördern o ...inklusive Qualitätsstandards mit der Freien Szene erarbeiten Talente erkennen ...Pädagoginnen und Pädagogen an Schulen sollten angeregt werden, Talente zu erkennen und Fördermöglichkeiten aufzeigen können Arbeitsbedingungen ...mehr Zeitbedarf in der Produktion (z. B. durch Transporte, mehrsprachige Kommunikation) = mehr Geld Arbeitsrechtliche Fragen ...das Recht, als freischaffende Künstlerin oder freischaffender Künstler auf dem 1. Arbeits- markt arbeiten zu können, ohne auf Assistenz verzichten zu müssen Räume ...mehr barrierefreie Aufführungsorte und Probenorte ...Räume für Besprechungen ...geschützte Räume Idee/Desiderat Räume o leerstehende Räume in städtischem Besitz für die Freie Szene nutzen o Investition in die bauliche Barrierefreiheit von Kulturorten Assistenz ...hoher Assistenzbedarf, der finanziert werden muss ...gute künstlerische Assistenzen Idee Assistenz ...Aufstockung von Budgets/Inklusionszuschlag (Trennung von Vorhaben und Assistenz), um die Akteurinnen und Akteure der Freien Szene nicht finanziell dafür zu "bestrafen", dass sie inklusiv arbeiten Anregung und Austausch ...Anregung und Austausch mit anderen ...Austausch mit Kultureinrichtungen sowie Künstlerinnen und Künstlern ohne Beeinträchti- gung ...Begegnung mit Kulturschaffenden aus der Hochkultur ...Reisen für Künstlerinnen und Künstler mit Beeinträchtigung Idee Anregung und Austausch Reisestipendien Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 28 5.3 Vielfalt hinsichtlich Kultur, Sprache, Religion und sexueller Orientierung Protokoll: Carsten Gruss, Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Stadt Köln Dieses Protokoll gibt einen Überblick über die am häufigsten genannten und markantesten Anre- gungen und Ideen des Workshops. Eine vollständige Zusammenstellung aller Beiträge enthält die zugehörige Fotodokumentation. Zu Beginn begrüßte Frau Oommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dankte für deren zahl- reiches Erscheinen und erläuterte noch einmal die Ziele des Workshops unter besonderer Berück- sichtigung der Perspektive „Vielfalt hinsichtlich Kultur, Sprache, Religion und sexueller Orientie- rung“. Sie animierte zu aktiver Mitarbeit und wies darauf hin, dass das Förderkonzept Kulturelle Teilhabe zu Verbesserungen für die gesamte Freie Kunst- und Kulturszene führen soll und daher Vertreterinnen und Vertreter städtischer kultureller Einrichtungen nicht eingeladen worden sind. Zudem stellte sie heraus, dass die vorgesehenen Themen und Fragen vor allem aus Sicht der Re- zipientinnen und Rezipienten bearbeitet und beantwortet werden sollen. Dies verlange, sich ent- sprechend in die Sicht dieser Zielgruppe hineinzuversetzen. Es folgte eine kurze Vorstellungsrunde, in der sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Na- men, Funktion, vertretener Institution sowie persönlichem Bezug zur o.g. Perspektive beschrie- ben. Im Anschluss lud Frau Oommen zur ersten Gruppenarbeit in Vierer- oder Fünferteams ein und regte dabei an, sich bevorzugt mit bislang kaum oder gar nicht bekannten Teilnehmerinnen und Teilnehmern zusammenzufinden. Dies würde einen fruchtbaren Dialog fördern und den Blick auf andere Perspektiven eröffnen. Die erste Fragestellung, zu deren Beantwortung farbige Karten ausgegeben wurden, lautete: 1. Wann/Wie fühlen Sie sich beim Besuch von Veranstaltungen der Freien Kunst- und Kulturszene (Ausstellungen, Musikveranstaltungen, Tanz- und Theateraufführun- gen etc.) in Köln als Menschen mit diversen biographischen Bezügen und unter- schiedlicher sexueller Orientierung willkommen? Es wurde schnell deutlich, dass bereits eine ansprechende, verständliche Einladung, die unmiss- verständlich keine Kulturen, Sprachen, Religionen und sexuellen Orientierungen ausschließt, von besonderer Wichtigkeit ist. Dies schließe auch eine Übersetzung in verschiedene Sprachen (zu- mindest als Zusammenfassung) sowie die Formulierung in einfacher Sprache ohne hochtrabende Anwandlungen ein. Auch die Übersetzung in leichte Sprache unterstreiche das herzliche Willkom- men an alle. Zudem würde es als positiv empfunden werden, auf die Einladungen über unter- schiedlichste Kanäle zugreifen zu können (Papierform, online, soziale Medien etc.). Besonders für kulturell Desinteressierte oder aus anderen Gründen bislang Außenstehende könnte auch eine persönliche Ansprache und Vermittlung des Kunst- und Kulturangebots durch Schlüsselpersonen hilfreich sein. Ein weiterer Fokus wurde auf die Gegebenheiten vor Ort gelegt. So müssten die Kulturorte barrie- refrei hergerichtet und freundliche Begrüßungen die Regel sein. Ideal wäre außerdem, wenn die Veranstaltungsorte in ihrer Ausgestaltung nicht nur Zweckgebundenheit erkennen ließen, sondern darüber hinaus zum geselligen Verweilen, eventuell mit Verköstigung und Gesprächen mit den Kulturschaffenden, anregen. Bezüglich des eigentlichen kulturellen Angebots erschien es vielen Teilnehmerinnen und Teilneh- mern wichtig, dass sich die Rezipientinnen und Rezipienten „auf der Bühne wiederfinden“. Das bedeutet, dass auch dort die gesamte gesellschaftliche Vielfalt abgebildet und so eine Identifika- tion mit den Darstellerinnen und Darstellern möglich wird. Dazu gehöre zudem, seitens der Pro- duzentinnen und Produzenten nicht durch elitäres Gehabe, modisches, teures Outfit oder abgeho- bene Rede auszugrenzen und den offenen Dialog mit dem Publikum zu suchen. Vor allem für Menschen anderer Kulturen wurde ein Angebot mit Heimatbezug als wichtig erachtet, da diese Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 29 vor allem in der ersten Zeit am neuen Ort gerne auf Bekanntes zurückgreifen und sich erst nach und nach Neuem öffnen (können). Da in Köln vielerorts eine innige Verbindung und Identifikation mit dem eigenen Veedel (Viertel) festzustellen ist, wurde ein regionales kulturelles Angebot, bei dem den Rezipientinnen und Rezi- pienten nicht nur die Orte des Geschehens sondern im Idealfall auch die Darstellerinnen und Dar- steller bekannt sind, als besonders erstrebenswert angesehen (Veedelskultur ↔ Kulturveedel). Als ganz praktische Faktoren, die erfüllt sein sollten, um sich willkommen zu fühlen, wurden nied- rige Preise oder gar freier Eintritt (z. B. über Kulturliste Köln e. V. oder analog zur Ehrenamts- karte), einfache und vielfältige Arten des Ticketing sowie unkomplizierte Reservierungen genannt. Als gute Beispiele, bei denen viele der o.g. Ideen umgesetzt worden sind, nannten die Teilnehme- rinnen und Teilnehmer unter anderem „BIRLIKTE: Zusammenstehen - Zusammenleben - Zusam- menreden“ und das kulturelle Veranstaltungsprogramm zur Zwischennutzung des Ebertplatzes. Einhellige Übereinstimmung herrschte abschließend dahingehend, dass das „typisch kölsche Natu- rell“, welches zwar von Nichtkölnerinnen und -kölnern gelegentlich als unverbindlich empfunden wird, einer offenen Willkommenskultur „wie von selbst“ zuträglich ist. Den meisten Kölnerinnen und Kölnern scheint vorbehaltloses Annehmen in die Wiege gelegt zu sein. 2. Wo empfinden Sie Hürden und Zugangsbarrieren? Im Rahmen der Beantwortung dieser Frage wurde schnell deutlich, dass zahlreiche Hürden und Zugangsbarrieren bereits bei der Gruppenarbeit zum ersten Tagesordnungspunkt herausgearbei- tet worden sind bzw. sich im Umkehrschluss ableiten lassen. So kam es zu einigen Doppelnen- nungen, auf die folglich nicht mehr im Detail eingegangen wurde. Ein besonderer Fokus lag er- neut auf der Problematik einer geeigneten Vermittlung des kulturellen Angebots. Dieses sei vielen Rezipientinnen und Rezipienten nicht bekannt bzw. entsprechende Informationen wären wei t ge- streut, nicht zentral abrufbar und oft schwer verständlich. Eine Plattform, die Hinweise zu allen Veranstaltungen vereint und dabei auf die Perspektive „Vielfalt hinsichtlich Kultur, Sprache, Reli- gion und sexueller Orientierung“ eingeht, sei derzeit nicht existent. Auch gäbe es keine zentrale Stelle, die sich darum kümmert, die Angebote angemessen und zielgruppenorientiert zu bewer- ben. Auch das Gefühl, sowohl bei Kulturschaffenden als auch bei Kulturkonsumentinnen und -konsu- menten handele es sich um elitäre, geschlossene Kreise, die an der Integration ansonsten kultur- ferner Menschen gar kein Interesse hätten, wurde als Hürde erkannt („man bleibt lieber unte r sich“). In diesem Zusammenhang wurde darauf hingewiesen, dass viele Produzentinnen und Pro- duzenten gerne gegen das o.g. Gefühl angehen würden, aber weder die zeitlichen noch die finan- ziellen Möglichkeiten hätten, mehrsprachige, integrative Angebote zu machen. Zudem würde ein Teil der Rezipientinnen und Rezipienten (Stammpublikum) gerade den angeprangerten Anschein des Elitären pflegen und beibehalten wollen und bei Aufweichung ggf. fernbleiben. Die Schwierig- keit, sich als Produzentin oder Produzent in Menschen anderer Kultur, Sprache, Religion oder se- xueller Orientierung hineinzuversetzen und deren eventuelle Vorbehalte gegen das Angebot zu akzeptieren, kam ebenfalls zur Sprache. Wie bereits bei der Beantwortung der ersten Frage angeklungen, wurde erneut auf die deutliche Zentrierung des kulturellen Angebots in Köln hingewiesen. Vierteln mit zahlreichen Veranstal- tungsorten und einem breiten Programm würden solche gegenüberstehen, deren Angebot enorm überschaubar ist und über eine Stadtteilbibliothek, ein Bürgerhaus oder ein Kino kaum hinaus- geht. Besonders für Menschen mit starker Verwurzelung im Veedel käme die (mit Kosten verbun- dene) Fahrt in andere Stadtteile zum Besuch einer Veranstaltung oft nicht in Frage. Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse 30 An weiteren praktischen Beispielen für Hürden und Zugangsbarrieren wurden genannt: ❑ Ungünstige Veranstaltungszeiten ❑ Keine kostenlosen VRS-Tickets bei Veranstaltungen der Freien Szene ❑ Zu wenige sanitäre Anlagen für alle Gender ❑ Schlechte Erreichbarkeit der Veranstaltungsorte ❑ Zu wenige Veranstaltungen mit freiem Eintritt ❑ Keine Rampen für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer Die zweite Arbeitsphase drehte sich um die Bedarfe zum Abbau von Hürden und Zugangsbarrie- ren. Dazu wurden zwei Kernfragen gestellt und diese direkt am Flipchart beantwortet: 3. Was sind die konkreten Bedarfe/Was fehlt? Als Kernproblem stellte sich schnell der Mangel an Raum und Zeit zur Umsetzung integrativer Pro- jekte heraus, da diese häufig mit besonderem Aufwand sowie speziellen Anforderungen an die Räumlichkeiten verbunden seien. Zudem stünden die Produzentinnen und Produzenten oft unter starkem finanziellem Druck, so dass es kaum möglich sei, neue, geeignete Formate auszuprobie- ren und dabei auch ein Scheitern zuzulassen. Zur Lösung des Raumproblems erschien den Teilnehmerinnen und Teilnehmern verstärkte Her- richtung mit Aufzügen, Rampen etc. sinnvoll. Zudem sollten bestimmte Räumlichkeiten als „Expe- rimentierräume“ ausgewiesen werden, in denen man nach Herzenslust ausprobieren könnte. Auch die Rotation kultureller Veranstaltungen, die sich als besonders geeignet und erfolgreich in Bezug auf Perspektive 3 herausgestellt haben, durch verschiedene Stadtteile (vor allem solchen mit ge- ringem kulturellem Angebot) wäre eine wichtige Hilfe. Selbstkritisch angemerkt wurde auch der Mangel an ausreichender Qualifizierung seitens der Pro- duzentinnen und Produzenten. Diese würden die Notwendigkeit, ihre Angebote stärker an der Vielfalt hinsichtlich Kultur, Sprache, Religion und sexueller Orientierung zu orientieren, zwar durchaus sehen, hätten dazu aber nicht das erforderliche Fachwissen. Mentoring und Qualifizie- rungsmaßnahmen könnten diesbezüglich Abhilfe schaffen. 4. Wie könnten die Hürden und Zugangsbarrieren überwunden werden? Als zentrale Aufgaben wurde die grundsätzliche Erhöhung der Relevanz von Kunst und Kultur für den gesellschaftlichen Zusammenhalt angesehen. Diese dürfe nicht nur als Randgebiet des tägli- chen Lebens angesehen werden. Dazu sei es u. a. erforderlich, die oftmals wahrzunehmende Un- gleichheit zwischen Hoch- und Subkultur aufzulösen sowie beides gleichwertiger nach Außen dar- zustellen. Auch dazu könnten u. a. Vernetzungen und Allianzen dienlich sein. Diese Allianzen schlossen städtische Einrichtungen ausdrücklich ein, nicht nur deshalb, weil bei diesen ein deut- lich geringerer finanzieller Druck, sondern auch mehr Erfahrung in der Umsetzung integrativer Projekte gesehen wurde. Ein weiterer Aspekt war das Näherbringen von Kunst und Kultur „auf Umwegen“. So wären bei- spielsweise soziokulturelle Zentren und andere lokale Institutionen, aber auch Schulen und Sport- vereine geeignet, besonders Kinder und Jugendliche das kulturelle Köln schmackhaft zu machen und sie zu einer Teilnahme anzuregen. Daher sollten derartige Schnittstellen intensiver genutzt und gefördert werden. Dankbar wäre aber auch die Einrichtung spezieller „Kulturbüros“ Erneut wurde auf die Notwendigkeit einer zentralen, sichtbareren Plattform zur Vermittlung des kulturellen Angebots und darüber hinaus auf stärkeres Raumsharing zur Lösung der Raumproble- matik hingewiesen. Nachdem in den ersten beiden Arbeitsphasen auch viel Grundsätzliches bezüglich der Freien Kunst- und Kulturszene zur Sprache kam, sollte es in der dritten Phase deutlich konkreter werden. Dazu wurden drei Fragen gestellt und erneut per farbiger Karten beantwortet. Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 31 5. Welche spezifischen Bedarfe haben freie Kulturschaffende mit diversen biografi- schen Bezügen und unterschiedlicher sexueller Orientierung in Köln, um in der freien Kunst- und Kulturszene auf Augenhöhe anerkannt/wertgeschätzt und sicht- bar zu werden? Als wesentliche spezifische Bedarfe wurden ein umfassendes Beratungsangebot (zentrale An- sprechpartnerin bzw. zentraler Ansprechpartner) für Künstlerinnen und Künstler (auch bei der An- tragstellung) sowie ausreichende und geeignete Räume (Rampen, Aufzüge, Toiletten etc.) ge- nannt. Für diese müsste eine umfassende Übersicht inkl. Hinweisen zur Verfügbarkeit existieren (Raumpool), damit Produzentinnen und Produzenten ohne großen Aufwand auf sie zugreifen kön- nen. Würden die benötigten Räume nicht zur Verfügung stehen, müsste eine entsprechende Her- richtung durch ausreichende finanzielle Unterstützung sichergestellt werden. Entlastung für die Produzentinnen und Produzenten würde auch die Bereitstellung oder Vermitt- lung von Übersetzerinnen, Übersetzern sowie (Gebärdensprach)Dolmetscherinnen und -dolmet- schern sowie die Zentralisierung von Marketingmaßnahmen und Bereitstellung von mehr Sonder- werbeflächen bringen. 6. Wie könnten die Hürden und Zugangsbarrieren überwunden werden? Hauptaugenmerk lag bei diesem Punkt auf einer intensiveren Vernetzung, gegenseitiger Unter- stützung und dem Abbau von Hemmnissen bei der Zusammenarbeit. Dabei wurde u. a. darauf hingewiesen, dass für einige Produzentinnen und Produzenten bereits der Rhein eine vermeintlich „natürliche Grenze“ für Kooperationen darzustellen scheint. Zudem sollte die mehrsprachige Kul- turpraxis gefördert und die Vielfalt hinsichtlich Kultur, Sprache, Religion und sexueller Orientie- rung auch auf Seiten der Kulturschaffenden deutlich sichtbarer werden (vielfältigeres Personal). Ergänzend wurde erneut der Wunsch nach Unterstützung beim Marketing geäußert und die Etab- lierung von Stadtteildramaturginnen oder -dramaturgen angeregt. 7. Was kann das Kulturamt tun? Zu dieser Frage wurden einige Anregungen gegeben, die sich auf zwei Hauptaspekte reduz ieren lassen: Geld und Ansprechpartner. Mehr finanzielle Unterstützung wurde insbesondere in Form von Mikrostipendien und Kleinstförderung (Mikrokredit) sowie für niedrigschwellige Projekte und zur Einrichtung/Etablierung von Netzwerken gewünscht. Das sei allerdings nur nach grundsätzli- cher Erhöhung des Budgets für das Referat Kultur als Akteur der Stadtgesellschaft – kulturelle Teilhabe realistisch. Mehr qualifizierte Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner beim Kulturamt erschienen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor allem in Bezug auf die Antragstellung und die abschließende Abrechnung vonnöten. Zum Ausklang dankte Frau Oommen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die konstruktive und harmonische Zusammenarbeit. Diese bemerkenswerte Harmonie sei einerseits sehr förderlich gewesen, sie könne andererseits aber auch auf das Fehlen weiterer Zielgruppen während des Workshops hinweisen. Sie stellte daher folgende Fragen: 8. Wer fehlt heute? ❑ Jugendliche ❑ Nachwuchskünstlerinnen und -künstler ❑ Rezipientinnen und Rezipienten aus den Communitys ❑ Heterogene Vertreterinnen und Vertreter Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 32 9. Was bedeutet das für die Entwicklung des Förderkonzepts „Kulturelle Teilhabe“? ❑ Aus-/Weiterbildung ❑ Qualifizierung ❑ Offener Einladen ❑ Niederschwelligere Ansprache ❑ Brücken bauen ❑ Stärkere Identifizierung ❑ Erreichbarkeit von neuen Zielgruppen hinterfragen und verbessern ❑ Kontinuität herstellen Es wurde bei beiden Abschlussfragen deutlich, dass vor allem die Perspektiven und Belange von Kindern und Jugendlichen stärker berücksichtigt werden müssen und gezieltere Einladungen an diesen Personenkreis ausgesprochen werden müssen. Den Schlusspunkt bildeten der Vermerk verschiedener Beiträge, die keiner der gestellten Fragen zuzuordnen waren bzw. über die Fragestellung in einem „Themenspeicher“ deutlich hinausgingen und die Bitte um Meldung Freiwilliger zur Übernahme der Aufgaben einer oder eines Delegierten. Dazu wurden deren oder dessen Aufgaben noch einmal kurz erläutert. Es meldeten sich: ❑ Joanna Stange - freie Künstlerin ❑ Rosanna D’Ortona - Arts Initiative Cologne ❑ Antonis Chrysoulakis - Acta Est Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 33 6 Fotodokumentation – Pinwände & Flipcharts 6.1 Soziale Lage, prekäre finanzielle Situation und Bildung Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 34 Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 35 Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 36 Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 37 Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 38 Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 39 Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 40 6.2 Persönliche Beeinträchtigungen: körperlich / Mobilität, Sinne, psychisch, kognitiv Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 41 Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 42 Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 43 Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 44 6.3 Vielfalt hinsichtlich Kultur, Sprache, Religion und sexuel- ler Orientierung Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 45 Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 46 Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 47 Förderkonzept Kulturelle Teilhabe Dokumentation der Werkstattveranstaltung vom 12. Sept. 2019 und ihrer Ergebnisse Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung / Kölner Freiwilligen Agentur e.V. 48
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Markt
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Details
- Aktenzeichen
- 4238/2019
- Typ
- Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
- Datum
- 10.01.2020
- Erstellt
- 04.12.2019 13:13