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2625/2022

Bürgereingabe nach § 24 GO NRW– "Klimawandel Deutz – Entsiegelung der Deutzer Werft" Aktenzeichen 115/22 B

Beschlussvorlage Bezirksvertretung 27.09.2022

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 1 (Innenstadt), Sitzung am 27.10.2022, TOP 4.5

Anlage 1- Bürgereingabe

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Anlage 2- Anregung

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Beschlussvorlage Bezirksvertretung

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Anlage 1- Bürgereingabe

4409 Zeichen

Anlage 1  
Bürgereingabe nach § 24 GO NRW – „Klimawandel Deutz – Entsiegelung der Deutzer 
Werft“ Aktenzeichen 115/22 B 
 
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, 
gem. § 24 GO NRW möchte ich den folgenden Vorschlag zur Klimawandelanpassung im 
Stadtteil Deutz einbringen und bitte um nächstmögliche Beratung in der Bezirksvertretung 
Innenstadt. 
Inzwischen ist unbestritten, dass der Klimawandel eingetroffen ist und sich in 
unterschiedlichen Facetten in Köln und im Land bemerkbar macht. Ich beziehe mich im 
Folgenden auch auf den aktuellen Fachbericht des Landesamtes für Natur, Umwelt und 
Verbraucherschutz NRW, der auf der Homepage der Stadt Köln vor wenigen Tagen 
veröffentlicht wurde. 
Als Einwohner des Stadtteils Deutz möchte ich auf die außergewöhnliche Hitzebelastung in 
diesem Stadtteil aufmerksam machen. Dieser Stadtteil ist nach mehreren Untersuchungen 
durch die enge Bebauung besonders belastet, wie Sie selbst zum Ergebnis des 
Forschungsprojektes iResilience aus der Quartiersarbeit (2019-2021) bestätigt haben. 
Leider bleibt es bisher bei gut gemeinten Absichtserklärungen der Bezirksvertretung und des 
Rates der Stadt Köln und bei wenig sichtbaren und spürbaren Umsetzungen im Bezirk 
Deutz. 
 
Entsiegelung / Bepflanzung Deutzer Werft: 
Eine von mehreren bewährten Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel ist die 
Begrünung und Entsiegelung von öffentlichen Flächen im Stadtgebiet. 
Die Fläche zwischen Deutzer Brücke und Severinsbrücke (Deutzer Werft) bietet ein großes 
Potential zur Bepflanzung und damit eine enorme Möglichkeit die Hitzebelastung im Stadtteil 
Deutz zu senken. Denn diese Fläche ist größtenteils betoniert und heizt sich in den 
Sommertagen extrem auf, so dass auch der Rhein die aufsteigende heiße Luft nicht mehr 
abkühlen kann. 
Mein Vorschlag ist es deshalb, zwischen der Deutzer Brücke und Severinsbrücke ein oder 
zwei Baumreihen zu pflanzen, die Schatten spenden und somit die Fläche weniger 
aufgeheizt wird. Die Gestaltung kann sicherlich noch um weitere Grünflächen erweitert und 
so für klimagünstige Maßnahmen entwickelt werden. Des Weiteren würde sich die 
Aufenthaltsqualität in diesem großen Bereich verbessern. Bänke könnten zum entspannten 
Verweilen an heißen Tagen einladen, mit besonderem Blick auf die älteren Bürger in Deutz. 
 
Kirmesplatz / Volksfestfläche: 
Die Deutzer Werft ist als Aufstellplatz der Schaugeschäfte diverser Volksfeste vorgesehen. 
Durch die teilweise Entsiegelung und Bepflanzung der Deutzer Werft, würde diese Fläche für 
diese Volksfeste wahrscheinlich nicht mehr nutzbar sein. 
Ich bitte darum, dies nicht sofort als Gegenargument zu werten, um meinen Vorschlag erst 
gar nicht zu diskutieren. Stattdessen bitte ich Sie, sich für eine gemeinwohlorientierte

Flächenverteilung im Bezirk Deutz einzusetzen, verbunden mit dem Blick auf den 
eingetretenen Klimawandel. 
Hinzu kommt, dass die Volksfeste wesentlich zur Vermüllung des Stadtteils mit Plastikmüll 
und anderen Müllarten beitragen und des Weiteren ist zu beobachten, dass leichter 
Plastikmüll, der auf Volksfesten in Massen zusammenkommt, in den angrenzenden Rhein 
verweht wird. Die Belastung unserer Gewässer durch Plastikmüll ist sicher für alle Mitglieder 
der Bezirksregierung ein bekanntes Thema und es muss ein selbstverständlicher Beitrag zur 
Verbesserung der Umwelt sein, keinen Plastikmüll mehr in unsere Gewässer einzubringen.  
Die Verlagerung des Volksfestes in ein Randgebiet von Köln würde so automatisch zur 
Plastik-Müllentlastung des Rheins und auch zur Lärmreduzierung des Stadtteils beitragen. 
Hinzu kommt, dass es bei dem letzten Volksfest wohl zu größeren Polizeieinsätzen kam, 
was auf eine zunehmende Ansammlung von eher gewaltbereiten Volksfestbesuchern 
schließen lässt. 
 
Zielvorstellung / Zukunftsbild: 
Die Deutzer Werft ist zwischen Deutzer Brücke und Severinsbrücke mit ein oder zwei 
Baumreihen bis Sommer 2023 bepflanzt. Die Betonfläche ist weitestgehend entsiegelt und 
begrünt. Im Ergebnis wird sich die Hitzebelastung im Bezirk Deutz reduzieren und das Klima 
wird sich in Deutz und Umgebung verbessern. Die Aufenthaltsqualität und Attraktivität der 
Fläche Deutzer Werft ist um ein Vielfaches verbessert und fügt sich zwischen der Freitreppe 
Deutz und dem zukünftigen Neubauprojekt Deutzer Hafen ein. 
Über eine Umsetzung meines Vorschlages würde ich mich, und sicherlich viele Deutzer 
Bürger, sehr freuen.

Anlage 2- Anregung

1797 Zeichen

Von: online -formularversand@stadt-koeln.de [mailto:online-formularversand@stadt-koeln.de]  
Gesendet: Sonntag, 9. Oktober 2022 15:16 
An: 02-1/4 Geschäftsstelle Anregungen und Beschwerden <geschaeftsstelle-anregungen-
beschwerden@stadt-koeln.de> 
Betreff: Kontakt Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden 
 
Folgende Information oder Nachricht wurde über das Online-Formular 'Kontakt 
Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden' am 09.10.2022 
03:16:05 an Sie geschickt 
Anliegen:  
Sehr geehrte Damen und Herren, 
ich bin mir nicht sicher, ob dies die richtige Stelle ist, um meine Anregung einzubringen, aber 
ich versuche es einfach mal. 
Seit Beginn der Pandemie gibt es in Köln und anderen Städten einen steigenden Boom fürs 
Rollschuhfahren und teils auch Roller Dance (Tanzen auf Rollschuhen). Leider gibt es nicht 
so wirklich Flächen, wo man sowohl das Rollschuhfahren als auch den Roller Dance gut 
ausführen kann.  
Ein eigentlich beliebter Treffpunkt ist die Deutzer Werft. Es ist einfach toll, sich dort in einer 
Gruppe treffen und zusammen fahren zu können. 
Leider ist wie leider so ziemlich überall der Asphalt dort grauenhaft zum Fahren, da er 
generell sehr grob ist und es überall "Nähte" zwischen einzelnen Stücken, kleinere 
Schlaglöcher usw. gibt. Dies birgt ein ziemliches Sturzpotential und man kann aufgrund des 
grobporigen Asphalts auch nur mit ziemlichem Kraftaufwand fahren. 
Könnte die Stadt nicht mal eine neue, nahtlose und feinporigere Schicht Teer auf zumindest 
einen größeren Teil der Deutzer Werft machen? Das würde den Skatern helfen und besser 
aussehen würde es auch noch. 
Vielen Dank im Voraus, dass Sie sich mit diesem Thema einmal befassen oder es ggf. an 
die richtige Stelle weiterleiten. 
Mit freundlichen Grüßen

Beschlussvorlage Bezirksvertretung

6226 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VI/611/2 
611/2 Friederich Az 
Vorlagen-Nummer 
 2625/2022 
Freigabedatum  26.09.2022 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Bürgereingabe nach § 24 GO NRW– "Klimawandel Deutz – Entsiegelung der Deutzer Werft" 
Aktenzeichen 115/22 B 
Beschlussorgan 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Die Bezirksvertretung Innenstadt dankt dem Petenten für seine Eingabe. Den Anregungen des Peten-
ten wird nicht gefolgt. 
 
 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 27.10.2022

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Sachverhalt: 
Der Petent weist in seiner Eingabe auf die außergewöhnliche Hitzebelastung im Stadtteil Deutz hin. 
Als Maßnahme zur Klimaanpassung an der Deutzer Werft schlägt der Petent vor, dass zwischen 
Deutzer Brücke und Severinsbrücke ein oder zwei Baumreihen gepflanzt werden sollen. Zudem soll 
die Betonfläche weitestgehend  entsiegelt und begrünt werden. Diese Maßnahmen sollen die Hitze-
belastung reduzieren, wenngleich die festgesetzte Spiel- und Festplatzfläche eingeschränkt bis nicht 
nutzbar wird.  
 
Begründung: 
Die Stadt Köln verfolgt verschiedenste Maßnahmen, um den Folgen des Klimawandels entgegen tre-
ten zu können. Das Projekt "iResilience", das der Petent angesprochen hatte, ist (auch) ein gutes 
Beispiel dafür. Zudem werden im gesamten Stadtgebiet lokale Klimaanpassungen wie zusätzliche 
Baumpflanzungen, Dach- und Fassadenbegrünungen, Verwendung heller Fassaden sowie zusätzli-
che Versickerungs- und Retentionsflächen zur Nutzung von Niederschlagswasser in Trockenperioden 
in den Siedlungsbereichen weiter vorangetrieben. Auch temporäre Maßnahmen, wie Trinkwasser-
brunnen und Nebelduschen, die zur Hitzeentlastung der Bevölkerung beitragen können, möchte die 
Verwaltung weiter erproben. Bei zukünftigen Planungen wird der Hitzeaktionsplan der Stadt Köln be-
rücksichtigt. 
Die seitens des Petenten vorgeschlagenen Änderungen im Bereich Deutzer Werft / Festplatz lassen 
sich jedoch in der dargestellten Form leider nicht umsetzen. 
Generell sei vorangestellt, dass die Nutzung als Festplatz weiterhin gewährleistet bleiben muss. Auch 
genießen die Veranstaltungen in der Bevölkerungen großen Zuspruch. Alternative Flächen, die für 
eine Festplatznutzung infrage kämen, sind mindestens kurz- und mittelfristig im Stadtgebiet Köln nicht 
verfügbar – der Nutzungsdruck auf Flächen ist im gesamten Stadtgebiet gleichermaßen vorhanden. 
Grundsätzlich sind Baumpflanzungen sowie Entsiegelungsmaßnahmen durch die Verschattungsmög-
lichkeit und Verdunstungskühlung sinnvolle Anpassungsmaßnahmen. Diese sind in diesem Bereich 
jedoch nicht mit der aktuellen Nutzung und dem aktuell rechtskräftigen Bebauungsplan vereinbar. Der 
asphaltierte Platz zwischen Deutzer Brücke und Severinsbrücke steht seit dem Inkrafttreten des Be-
bauungsplans "Festplatz Deutz in Köln Deutz" (Bebauungsplan Nummer 68449/09) am 23.11.1998 
als Festplatz der Stadt zur Verfügung und ist dementsprechend als Sondergebiet festgesetzt. Eben-
falls wird die Fläche für sportliche Aktivitäten genutzt und ist oftmals Start von Demonstrationen. 
Der Bebauungsplan sieht zwar entsprechend den angeregten Maßnahmen eine doppelte Baumreihe 
entlang der Ufermauer vor, jedoch ist die Standfestigkeit der Ufermauer aktuell nicht nachgewiesen. 
Aus diesem Grund ist eine zusätzliche Belastung durch Baumpflanzungen derzeit nicht möglich. Zu-
dem würden sich zusätzliche Pflanzungen an diesem Standort durch die windoffene Lage direkt am 
Rhein nur bedingt positiv auf die Wohnbevölkerung auswirken. Darüber hinaus benötigen die Schau-
steller*innen den Platz bis an das Geländer. Die Bäume hätten unter diesen Standortbedingungen

3 
keine Chance dauerhaft zu überleben. Infolgedessen wird die asphaltierte Fläche bis an die Ufer-
mauer ausschließlich der festgesetzten Nutzung "Standplatz für Schaustellerwohnwagen" und "Spiel- 
und Festplatz" zugesprochen.  
Grünflächen sind in den angrenzenden Bereichen, nicht jedoch im Bereich des Festplatzes festge-
setzt. Unabhängig davon würde eine weitere Entsiegelung der Deutzer Werft nur gering zu einer loka-
len Abkühlung der sich stark erhitzenden angrenzenden Straßenzüge beitragen. Lokale Klimaanpas-
sungen sind in eng bebauten Stadträumen wie beispielsweise im Bereich der Deutzer Freiheit deut-
lich effektiver.  
Allgemein wurden die beschriebenen Festsetzungen im Rahmen des Verfahrens zur Erarbeitung des 
Bebauungsplans im Aufstellungsverfahren durch private und öffentliche Belange gegeneinander und 
untereinander abgewogen. Insbesondere die Lärmbelastungen wurden im Zusammenhang mit der 
Festsetzung des Sondergebietes mit der Zweckbestimmung "Standplatz für Schaustellerwohnwagen" 
und "Spiel- und Festplatz" gutachterlich untersucht und in diesem Zusammenhang auch andere Nut-
zungen ausgeschlossen.  
Theoretisch wäre eine Anpassung des bestehenden Planungsrechts durch Änderung des rechtskräf-
tigen Bebauungsplans oder durch das Aufstellen eines neuen Bebauungsplans möglich. Die Aufstel-
lung eines Bebauungsplanverfahrens mit der Zielsetzung einer Nutzungsänderung würde zunächst 
eine umfängliche gutachterliche Untersuchung voranstellen, da die Fläche sich im festgesetzten 
Überschwemmungsgebiet befindet. Die Steuerungsmöglichkeiten der Bauleitplanung in Bereichen 
festgesetzter Überschwemmungsgebiete lassen nur sehr begrenzte Handlungsmöglichkeiten zur 
Klimaanpassung und Begrünung von Flächen zu, da die Gewährleistung eines ungehinderten Abflus-
ses im Hochwasserfall hier absolute Priorität besitzt und insbesondere Baumpflanzungen diesen be-
hindern können. Somit ist eine Nutzung als hochwertige Naherholungs- und Freizeitfläche weiterhin 
städtebaulich sinnvoll.  
In Bezug auf den Hinweis des Petenten betreffend größerer Polizeieinsätze bei dem letzten Volksfest 
teilt das Amt für öffentliche Ordnung mit, dass es sich hierbei hauptsächlich um kirmesuntypisches 
Publikum gehandelt hat, welches wahrscheinlich den hohen Publikumsandrang bei der Kirmes für 
seine unlauteren Absichten genutzt hat.

Beratungsverlauf (1)

27.10.2022 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 4.5 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (4)

  • Deutzer Freiheit
  • Deutzer Brücke
  • Severinsbrücke
  • Deutzer Werft

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Details

Aktenzeichen
2625/2022
Typ
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
Datum
27.09.2022
Erstellt
17.08.2022 13:19