Mandari Insight

2008/0323

Verleihung der Silbernen Verdienstplakette der Stadt Darmstadt an die Sparkasse Darmstadt

Magistratsvorlage 08.07.2008

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

2008/0323

19.8 KB · application/pdf

Ansehen

2008/0323

6848 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
09.07.2008 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat        
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Hauptamt  
Beschluss in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
I 
100 
 
 
Vorlage-Nr. 2008/0323 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Verleihung der Silbernen Verdienstplakette der Stadt Darmstadt an die Sparkasse 
Darmstadt 
 
Vorlage vom: 08.07.2008 
 
Beschlussvorschlag: 
Der Sparkasse Darmstadt wird anlässlich ihres 200-jährigen Bestehens die Silberne Verdienstplakette 
der Stadt Darmstadt verliehen. 
 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
Begründungsseite zur Magistratsvorlage vom 08.07.2008: 
 
Die eigentliche Gründungsurkunde der heutigen Stadt- und Kreissparkasse Darmstadt geht auf ein 
Dekret Ludewig I. vom 28.10.1808 zurück, ein bereits 1807 gegründetes amtliches Pfandhaus, das 
die Geldbedürfnisse der ärmeren Bevölkerung in Darmstadt decken sollte, mit einer „Ersparungs-
Casse zu Darmstadt“ zu verbinden. Die Gründung einer Sparkasse durch die Staatsverwaltung 
diente damals auch der Milderung von sozialen Missständen, um gerade ärmeren Bewohnern die 
Möglichkeit zu geben, ihre Notgroschen Zins bringend anzulegen und in Fällen von Arbeitslosigkeit, 
Krankheit und Not, aber auch im Alter, finanziell einigermaßen abgesichert zu sein. 
 
1833 gingen Pfandhaus und Sparkasse aus der staatlichen Aufsicht in die Verwaltung der Stadt 
Darmstadt über. Da die Verbindung von Pfandhaus und Ersparniskasse auf Dauer keine glückliche 
Lösung darstellte, erfolgte 1836 die Verselbstständigung der städtischen Sparkasse. Die Satzung 
wurde von Großherzog Ludwig II. am 13.08.1836 genehmigt. Am 08.02.1837 wurde die neue 
Sparkasse eröffnet und das erste Sparkassenbuch ausgegeben. 1837 betrug der Bestand an 
Einlagen 190.000 Mark, er stieg auf 38,6 Millionen Mark im Jahr 1913, verteilt auf 49.400 
Sparbücher, an. Im Ersten Weltkrieg und der darauf folgenden Inflationszeit gingen die 
Spareinlagen auf 10.000 Rentenmark (Stand: Januar 1924) zurück. Erst Ende 1929 waren 22,4 
Millionen Mark wieder erreicht. 1917 wurden erstmals verzinsliche Überweisungskonten, 1919 der 
bargeldlose Überweisungsverkehr eingeführt. Ein Direktor im heutigen Sinne (Vorstand) hat es 
lange Zeit nicht gegeben. Die eigentlichen ausführenden Arbeiten wurden unter Mitwirkung der 
Mitglieder des Verwaltungsrates vom Rechner und Controlleur erledigt. Erst im Jahr 1910 wurde 
das Amt des Vorsitzenden des Verwaltungsrates von dem des Direktors getrennt. 
 
Zu Beginn hatte die Sparkasse nur eine Handvoll Mitarbeiter, 1911 waren es 22 Angestellte, 1942 
bereits 106. Die Diensträume, die sich anfangs zunächst gemeinsam mit dem Pfandhaus im 
Krankenhaus in der Grafenstraße befanden, wurden 1837 in das Rathaus verlegt. Es folgten 
mehrere Umzüge, vor allem aus Platzgründen: 1870 in die Waldstraße (heutige Adelungstraße), 
1890 in einen  Neubau Ecke Hügelstraße/Schützenstraße und 1929 in das Gebäude der 
ehemaligen Vereinsbank in der Rheinstr. 34. Die bisherige Hauptstelle in der Hügelstraße wurde 
damit 1930 zur Zweigstelle. Die Eröffnung einer weiteren Zweigstelle im Jahr 1930 in der Bessunger 
Str. 48 kam durch die Eingemeindung von Bessungen im Jahr 1888 zustande, die zu einer 
Ausweitung des Tätigkeitsbereiches durch die Fusion mit der Spar- und Leihkasse zu Bessungen 
führte. Einige Jahre später kam noch eine Zweigstelle in der Dieburger Straße hinzu. 
 
Zum 01.01.1942 wurde die Sparkasse durch Erlass des Reichswirtschaftsministers im Rahmen 
kriegswirtschaftlicher Maßnahmen in eine Stadt- und Kreissparkasse umgewandelt. Durch die 
Ausweitung des Geschäftsbereiches auf den Landkreis kamen die Hauptzweigstellen Pfungstadt, 
Ober-Ramstadt und Roßdorf sowie weitere zehn Nebenzweigstellen hinzu. Der verwaltete 
Einlagenbestand betrug damals 100 Millionen Reichsmark. In der Brandnacht vom 11.09.1944 
wurden bis auf die Bessunger Zweigstelle alle Darmstädter Sparkassengebäude zerstört, die 
Geschäftsunterlagen größtenteils vernichtet. In den Jahren des mühsamen  Wiederaufbaus nach 
dem Ende des Zweiten Weltkriegs konnte 1951 die wieder augbebaute Hauptstelle der Sparkasse 
in der Rheinstraße eröffnet werden. Fünf Jahre später wurde sie an den heutigen Standort am 
Luisenplatz verlegt. Auch die übrigen Zweigstellen wurden wieder in Betrieb genommen. Heute 
verfügt die Sparkasse über 42 Geschäftsstellen mit knapp 900 Mitarbeitern. Damit ist sie eine der  
 
 
 
größten Arbeitgeber Darmstadts, auch bei der Förderung des Berufsnachwuchses  geht sie mit 
gutem Beispiel voran.

3 
... 
 
Auch die Arbeitsweisen haben sich im Laufe der Zeit geändert. Wurden die Konten früher noch per 
Hand geführt, übernahm in den Sechziger Jahren allmählich die elektronische Datenverarbeitung 
diese Aufgabe. Seit 1969 werden die Konten auch online geführt. Der erste Geldautomat bei der 
Sparkasse Darmstadt konnte 1980 in Betrieb genommen werden, 1996 wurde die neue Geldkarte, 
die „elektronische Geldbörse“ eingeführt. Viele Kunden nutzen mittlerweile auch das s-Direkt-
Angebot und erledigen ihre Bankgeschäfte online.  
 
Trotz Veränderung des wirtschaftlichen Umfelds und einer Verschärfung des Wettbewerbs im 
Finanzdienstleistungssektor kann die Sparkasse Darmstadt ein insgesamt zufrieden stellendes 
Geschäftsergebnis vorweisen und festigt damit stetig ihre marktführende Position in der Region. Als 
Partner des Mittelstandes und der Komm unen wirkt sie bei lokalen und regionalen 
Entwicklungskonzepten mit und unterstützt  innovative Standortstrategien.  
 
Mit der Gründung einer Jubiläumsstiftung im Jahr 1983, die die Förderung kultureller und sozialer 
Zwecke im Geschäftsgebiet der Sparkasse Darmstadt zum Ziel hat, werden eine Vielzahl an 
Projekten und Veranstaltungen im Stadtgebiet und im Landkreis unterstützt.  Weiterhin ist die 
Sparkasse Darmstadt im sportlichen Bereich als Sponsor tätig. 
 
Die Stadt- und Kreissparkasse Darmstadt hat sich von ihren Anfängen im Oktober 1808 zu einem 
modernen, innovativen Unternehmen entwickelt. Als Finanzpartner von mehr als 188.000 Privat- 
und Firmenkunden ist sie jedoch nicht nur Kreditinstitut, sonder auch Förderer im Bereich Kunst, 
Kultur und Sport, was der gesamten Bevölkerung der Stadt Darmstadt und des Landkreises 
Darmstadt-Dieburg zu Gute kommt. Dieses Engagement soll durch die Verleihung mit der Silbernen 
Verdienstplakette  der Stadt Darmstadt gewürdigt werden. 
 
Darmstadt, 08.07.2008 
100 gö 
 
 
 
Walter Hoffmann  
Oberbürgermeister

Beratungsverlauf (1)

TOP 380

Orte (9)

  • Grafenstraße
  • Adelungstraße
  • Rheinstraße 34
  • Hügelstraße
  • Dieburger Straße
  • Luisenplatz
  • Bessunger Straße 48
  • Schützenstraße
  • Waldstraße

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2008/0323
Typ
Magistratsvorlage
Datum
08.07.2008
Erstellt
29.09.2026 00:00