V/0783/2005
Neubau Freiherr-vom-Stein-Gymnasium
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Beschlussvorlage
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DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Gebäudemanagement Betrifft Neubau Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Zwischenbericht zur Realisierung des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums Planungsfortschreibung zum Baubeschluss Beratungsfolge 18.10.2005 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Entscheidung 27.10.2005 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung Beschlussvorschlag: Sachentscheidung: 1. Der Zwischenbericht zum Stand des Neubaus des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums in Münster Gievenbeck wird zur Kenntnis genommen. 2. Der Planungsfortschreibung gegenüber dem Baubeschluss und der damit verbundenen Ände- rung der Kosten wird zugestimmt. 3. Eine Entscheidung über die Realisierung der Überdachungen der Fahrradabstellplätze sowie eines Sportgeräte- und Gartengerätehauses wird bis zum Zeitpunkt der vollständigen Abrech- nung des Projektes zurückgestellt. Begründung: Zu 1.: Zwischenbericht zum Stand der Bauausführung des Neubaus des Freiherr-vom- Stein-Gymnasiums 1.1 Gebäudehülle Der Rohbau ist fertig gestellt seit Mai 2005. Die Fassade und das Dach sind bis auf Restarbeiten fertig gestellt. 1.2 Technische Gebäudeausrüstung Vorlagen-Nr.: V/0783/2005 Auskunft erteilt: Herr Schäper Ruf: 492 65 14 E-Mail: SchaepJ@stadt-muenster.de Datum: 28.09.2005 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - Die Grobinstallation der Gewerke Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro sowie Gebäudeleit- technik sind in wesentlichen Teilen abgeschlossen. 1.3 Innenausbau Die Estricharbeiten zur Aufnahme der Oberböden sind im 2. Obergeschoss begonnen und etwa zur Hälfte fertig gestellt. Die Trockenbauarbeiten der leichten Trennwände und der abgehängten Decken in den Fluren, Klassen und Sonderräumen sind etwa zu einem Drittel fertig gestellt. Die Schlosserarbeiten einschließlich sämtlicher Innentüren im Bereich der Fluchtwege sind zum großen Teil abgeschlossen. Mit den Linoleumarbeiten, Betonwerksteinarbeiten und Fliesenarbeiten wird umgehend begonnen. 1.4 Freianlagen Zum Stichtag 15. September 2005 ist etwa die Hälfte des Bauvolumens der Freianlagen erstellt. Für alle Freianlagenteile sind die Entwässerungsgrundleitungen verlegt. Im Norden sind die Oberbauschichten für die Schulsportanlagen fertig gestellt. Es fehlen die Deckschichten, die aus Sicherheitsgründen erst im Sommer 2006 erstellt werden sol- len. Auf der Ostseite sind die Arbeiten für die Boulderwand und der Einbau der Natur- steinblöcke in der Böschung zur Kaserne in der Ausführung. Im Südteil ist die Stellplatz- anlage mit der Busvorfahrt bis auf die Asphaltarbeiten fertig gestellt. In den übrigen Berei- chen werden je nach Baufeldfreimachung sukzessive die Erd-, Entwässerungs- und Be- festigungsarbeiten fortgesetzt. Die Kunststoffrasenfläche am Arnheimweg ist bereits Anfang September 2005 in Betrieb genommen worden. 1.5 Kostenentwicklung Mit der Vorlage V/0317/2004 hat der Rat im Rahmen des Baubeschlusses am 26.05.2004 zur Kenntnis genommen, dass im Planungsprozess Kosteneinsparungen gegenüber des zu Beginn des Projektes veranschlagten Betrages von 2.104.000 € erzielt werden konn- ten. Die durch die Planungsbeteiligten zu diesem Zeitpunkt bereits eingesparten Mittel in Höhe von 2.104.000 € verbleiben im städtischen Haushalt und stehen für das Projekt nicht mehr zur Verfügung. Dies entspricht einer Einsparung von ca. 7 % der ursprünglich veranschlagten Summe. Der Haushaltsplan 2005 ist entsprechend angepasst worden. Die bereits mit Baubeschluss gegenüber dem ursprünglich veranschlagten Budget erziel- ten Einsparungen in Höhe von 2.104.000 € sind der Verbesserung des Haushaltes der Stadt zugeflossen, deshalb unabhängig von der derzeitigen in der Kostenübersicht aus- gewiesenen Sicherheit im Projekt. Nachdem ca. 90 % der Aufträge vergeben und teilweise auch schon ausgeführt sind, ist die Sicherheit im Projekt auf das ca. 2,5-fache herausgearbeitet worden. Zu beachten ist jedoch, dass zum jetzigen Zeitpunkt erst die Gebäudehülle und die Rohinstallationen der Technischen Gewerke ausgeführt ist und erst die Abrechnung aller beauftragten und aus- geführten Gewerke die Kostenfeststellung ergeben werden. Ein Sicherheitsbetrag in der Größenordnung von ca. 5 % ist nach dem derzeitigen Abrechnungsstand für die ord- nungsgemäße Abwicklung des Projektes erforderlich. Über endgültige Minderkosten kann erst nach Vorlage der wesentlichen Schlussrechnungen, also voraussichtlich erst Mitte 2006 eine verbindliche Aussage getroffen werden. Der aktuelle Stand der Kosten gegenüber dem Budget stellt sich wie folgt dar. Bezeichnung Kostenanschlag voraussichtliche Differenz/Sicherheit - 3 - Endsumme € € € 100 Grundstück 0,00 0,00 0,00 200 Erschließung 250.000,00 160.108,69 - 89.891,31 300 Baukonstruktion 14.045.000,00 14.096.672,76 51.672,76 400 Technische Anlagen 3.645.000,00 2.989.814,41 -655.185,59 500 Außenanlagen 2.385.000,00 2.518.971,36 133.971,36 600 Ausstattung 1.094.573,00 1.054.851,86 -39.721,14 700 Baunebenkosten 3.803.900,00 3.870.018,47 66.118,47 Unvorhergesehenes 611.227,00 1.144.262,45 533.035,45 Gesamtsumme 25.834.700,00 25.834.700,00 0,00 Die aktuelle Kostenübersicht weist zurzeit (Stand September 2005) eine Sicherheit ge- genüber dem Budget in Höhe von 1.144.262 € auf. Kosten für eine Realisierung einer Fahrradüberdachung sowie eines Sportgeräte- und eines Gartengerätehauses in Höhe von 250.000 € sind im Budget noch enthalten. Falls die Fahrradüberdachungen sowie die Gerätehäuser für Sport und Garten nicht realisiert werden, erhöht sich die Sicherheit ge- genüber dem Budget um weitere 250.000 € auf 1.394.262 € (Stand September 2005). 1.6 Stand der Vergaben und der noch offenen Ausschreibungen 90 % der zu vergebenen Gewerke sind beauftragt. Durch die kostenbewusste Planung und sehr wirtschaftliche Detaillierung konnte die Sicherheit in dem Projekt auf 1.144.262,45 € (Stand Sept. 2005) erhöht werden. Die Ausbaugewerke wie insbesondere Tischler-, Malerarbeiten, Beschilderung, Grundreinigung sowie die Einrichtung sind noch nicht beauftragt. Die Vergabeverfahren hierzu werden zurzeit vorbereitet. 1.7 Beteiligung des Arbeitskreises Mit Beginn der Planung wurde in Abstimmung mit der Politik der Arbeitskreis Freiherr- vom-Stein-Gymnasium gegründet, der sich wie folgt zusammensetzt: Politik Verwaltung Bauausschuss Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Bürgerschaftlicher Arbeitskreis Gievenbeck Planungsteam Der Arbeitskreis tagt in regelmäßigen Abständen, begleitet die Baumaßnahme und ist bei allen wichtigen Entscheidungen eingebunden. Inhaltlich geht es um Informationen zum Planungsstand der Baumaßnahme, aber auch, um Problemfelder aufzuzeigen und um wichtige Entscheidungen zu treffen. Die letzte Sitzung am 04.07.2005 diente der Vorstel- lung des derzeitigen Projektstandes und insbesondere der Vorstellung der Freianlagen- planung auch hinsichtlich der Klärung zum Bau der Fahrradüberdachungen und der Ge- rätehäuser für Sport und Garten. Bis zum Ende der Bauzeit wird die Verwaltung den politischen Arbeitskreis auch weiterhin bei wesentlichen Planungsentscheidungen in den Prozess einbinden. 1.8 Beteiligung des Vergabeausschusses Soweit es um Vergaben der Gewerke geht, einschl. der zu vergebenden Nachträge, wur- den die entsprechenden Beschlüsse durch den Vergabeausschuss gefasst. Im Zuge die- ser Sitzungen wurde auch das Thema „Rückstellungen“ in der Kostenübersicht diskutiert. - 4 - Die mit den Rückstellungen einhergehenden notwenigen Anpassungen wurden zum An- lass genommen, diese Gesamtthematik mit dem Ausschuss für Umweltschutz und Bau- wesen noch einmal abzustimmen. Der Vergabeausschuss hat darum gebeten, die ent- sprechende Vorlage an den Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen dem Vergabe- ausschuss zur Kenntnis zu geben. Der Vergabeausschuss ist bzgl. der Abwicklung der Aufträge und Nachträge, die sich aus der baulichen Abwicklung des Auftrages ergeben, zu beteiligen. Dies wird nach heutigem Kenntnisstand insbesondere auf das Gewerk „Fassade“ zutreffen, wo zurzeit Nachträge vorliegen und eine entsprechende Rückstellung in der Kostenübersicht budgetiert ist. Zu 2.: Planungsfortschreitung gegenüber dem Baubeschluss 2.1 Gebäude 2.1.1 Verkleidung der Flurwandflächen In den Fluren und in den Klassenräumen war ursprünglich vorgesehen einen Teil der Wandflächen als Pinwände u. Präsentationsflächen für die Schule mit Teppich zu bele- gen. In den Fluren ist dies aus brandschutztechnischen Gründen wegen der erhöhten Brandlast nicht möglich. Die Verwaltung und der Architekt wurden verpflichtet die Planung dahingehend zu überarbeiten, Lösungen zu finden, die den Rahmen der Kostenberech- nung für die ursprünglich vorgesehene Lösung nicht übersteigen. Architekt Kresing si- cherte zu, kostenneutrale Alternativen zu entwickeln. In der Kostenübersicht sind für das Gewerk „Tischler feste Einrichtungen“ 778.500 € und 151.465 € Rückstellung eingestellt worden. Die Rückstellung in Höhe von 151.465 € er- klärt sich aus der Tatsache, dass der Wandbelag aus Teppich in den Fluren (bisher Ge- werk „Bodenbelag/Estrich“) dort entfallen ist und zum Gewerk „Tischler feste Einrichtun- gen“ verlagert wurde. Die Verwaltung geht davon aus, dass bis zur 44. KW ein Vorschlag zur veränderten Aus- führung vorliegt. 2.1.2 Akustikdecken in den Fluren Schulgebäude Die seinerzeit vorgenommene Rückstellung für die Änderung der Flurdecken (von He- raklithplatten auf eine Akustikdecke) in Höhe von 213.000 € hat sich nach Eingang der Angebote in dieser Höhe nicht bestätigt. Die Rückstellung in diesem Gewerk wurde des- halb von 213.000 € auf 45.000 reduziert. 2.1.3 Flexible Küchenausgabe Ursprünglich war eine fest montierte Küchenausgabe im Speisesaal der Schule geplant. Zur flexibleren Nutzung, auch zu außerschulischen Zeiten und bei unabhängigen Veran- staltungen in der Aula ist eine mobile Küchenausgabe, die vom Speisesaal in das Foyer der Aula transportiert werden kann, sinnvoll. Die Rückstellung in Höhe von 15.000 € ist nicht mehr erforderlich, da die geänderte Aus- stattung im Budgetrahmen finanziert werden konnte. 2.1.4 Prallschutzwände Sporthalle Ursprünglich war ein punktelastischer Prallschutz aus Filz vorgesehen. Bei weiteren Ab- stimmungsgesprächen, insbesondere mit dem Sportamt stellte sich heraus, dass eine flä- chenelastische Konstruktion für den Kraftabbau beim Aufprall geeigneter ist. Seitens des - 5 - Architekten wurde eine Verkleidung aus großformatigen Multiplex-Platten 1,20 x 2,40 m vorgeschlagen, die vom Vergabeausschuss am 22.06.2005 beschlossen wurde. 2.1.5.1 Elektroarbeiten/Starkstrom Für die Elektroarbeiten wurde eine Rückstellung von ca. 110.000 € eingestellt. Zum Zeit- punkt der Budgetierung und der Ausschreibung war die Detailplanung und Abstimmung hinsichtlich der gestalterischen und atmosphärischen Aspekte einer individuellen Beleuch- tung dieser Sonderäume noch nicht definiert, sodass hierfür eine Rückstellung im Ge- werk „Starkstrom“ eingestellt wurde. Etwa 15.000 € des verbleibenden Betrages sind für die Erweiterung der Telefonanlage vorgesehen. Eine Entscheidung über die Ausführung wird bis zur 44. KW vorliegen. 2.2 Freianlagen Der beiliegende Plan Nr. 2.00 2 c (Anlage 1) mit Planstand vom 18.08.2005 stellt den aktuellen Stand der Planung der Freianlagen dar. Mehrere Änderungen gegenüber dem Planstand zum Baubeschluss sind wegen ihrer Relevanz hervorzuheben, alle Änderun- gen und Ergänzungen sind durch Einsparungen an anderer Stelle jedoch kostenneutral und können innerhalb der bestehenden Auftragssummen abgewickelt werden. 2.2.1.1 Eingangsbereich Der Schriftzug des Namens der Schule auf der Eingangsfläche ist noch als Platzhalter für die Anbringung an geeigneter Stelle zu verstehen. Die Vegetationsflächen an der Dieckmannstraße werden podestartig ausgebildet um hohe Entsorgungskosten des Bodens einzusparen Dadurch ergeben sich für die weiteren Nut- zungen im Eingangsbereich sinnvolle Flächenzuschnitte, die soweit wie möglich mit Baumpflanzungen überstellt werden. Für die die zu versetzende Buswartehalle ist noch keine abschließende Lösung gefunden worden. Die Sonnenuhr und die Darstellung des Planetensystems sind Detaillierungen der bisherigen Planung 2.2.2 Innenhof Um den Solitär-Baum soll ein großvolumiges Betonelement mit Sitzangeboten etabliert werden. 2.2.3 Parkplätze Durch den neuen Flächenzuschnitt ergibt sich ein optimierter Bewegungsablauf auf dem Parkplatz an der Dieckmannstraße. Die Stellflächen werden durch Sandstrahlen des As- phalts markiert. außerdem wird an der Nordseite des Parkplatzes eine Abstellfläche für motorisierte Zweiräder ausgewiesen. 2.2.4 Fahrradabstellplätze Auch die Fahrradabstellplätze sind in ihrer Erreichbarkeit optimiert worden und erhalten einen Pflasterbelag. Die Absicht einer Überdachung ist zurückgestellt worden (s. u.). 2.2.5 Pausenhof Ost Die bisher geplante Terrasse wird auf das Niveau des angrenzenden Schulhofterrains abgesenkt. 2.2.6 Schulsportflächen Die Frage der Farbgestaltung der Kunststoffbeläge für die Kleinspielfelder Kurzstrecken- laufbahn und Anlaufbahn Weitsprunganlage ist noch unter gestalterischen, funktionalen, wirtschaftlichen und Nachhaltigkeitsgesichtspunkten zu konkretisieren. Kostenerhöhungen sind damit nicht verbunden. Eine Entscheidung hierzu fällt im Zusammenhang mit einer Bemusterung. - 6 - 2.3 Zeitplanung der Baumaßnahme: - Die Bauarbeiten sind im Zeitplan - Baufertigstellung zu Beginn der Sommerferien 2006 - Bezug während der Sommerferien - Eröffnung Schuljahresbeginn 2006/2007 Zu 3.: Realisierung der Fahrradüberdachungen sowie eines Sportgeräte- und Gartengerä- tehauses Am 04.07.2005 fand mit dem politischen Arbeitskreis zunächst eine Besichtung der Bau- stelle sowie im Anschluss ein Gespräch zur Realisierung der Fahrradüberdachungen so- wie eines Sportgeräte- und Gartengerätehauses statt. Ergebnis der Beratung des politischen Arbeitskreises war es, trotz der zurzeit ausgewie- senen Sicherheit gegenüber dem Budget die Überdachungen der Fahrradabstellflächen sowie die Gerätehäuser für Sportaußengeräte und Gartengeräte zunächst nicht zu reali- sieren und eine Entscheidung hierzu bis zur Abrechung des Gesamtprojektes zurückzu- stellen. Für die Unterbringung der Sportaußengeräte kann bis zu einer endgültigen Entscheidung als Provisorium ein Magazinraum im nördlichen Bereich der Sporthalle aktiviert werden. Dieser Raum ist von seinem Zuschnitt nicht optimal proportioniert und in seiner Lage nicht optimal positioniert, dennoch ist diese Möglichkeit als Provisorium denkbar. Für das Gartengerätehaus gibt es nach Überprüfung keine alternative Ersatzmöglichkeit. Hier wird von den Planungsbeteiligten und der Verwaltung vorgeschlagen die Planung und Umsetzung in kleinstmöglicher Größe und in einfachster Art durchzuführen. Es ist beabsichtigt maximal 5.000 € hierfür anzusetzen. Eine endgültige Entscheidung über die Realisierung der Fahrradüberdachungen sowie eines Sportgeräte und Gartengerätehauses trifft der Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen nach Abrechnung der Gesamtmaßnahme. Dies wird ca. 6 - 9 Monate nach Umzug des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums in das neue Gebäude möglich sein. Eine Stellungnahme des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums vom 11.07.2005 zur Gesamt- thematik liegt bei (Anlage 2). I. V. gez. Joksch
Stellungnahme-Anlage2
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Anlage 2 Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Hindenburgplatz 34 48143 Münster Stadthaus III 11.07.2005 Amt für Gebäudemanagement Herrn Stadtbaurat Gerhard Joksch Albersloher Weg 33 48155 Münster Mittelverwendung Neubau Stein-Gymnasium Stellungnahme des Bauausschusses des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums zu weiteren Kosteneinsparungen Bezug: Sitzung des Arbeitskreises am 04.07.2005 / Stellungnahme von Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann auf die Anfrage der FDP-Ratsfraktion Sehr geehrter Herr Joksch, am 04.07.2005 stand die Verwendung von Kosteneinsparungen für den Neubau des Freiherr- vom-Stein-Gymnasiums, die über die bisher eingesparten Mittel in Höhe von 2.104.000 € hinausgehen, auf der Tagesordnung. Grundlage der Diskussion war das Antwortschreiben von Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann an die FDP-Ratsfraktion, das den Bauausschussmitgliedern des Freiherr-vom-Stein- Gymnasiums erst während der Besprechung am 04.07.2005 vorgelegt wurde. Herr Dr. Tillmann schreibt, dass weitere Kosteneinsparungen, die über 2.104.000 € hinaus- gehen, nur in Abstimmung mit dem Bauausschuss des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums umgesetzt werden sollen (Vorlage 0317/2004). Nach augenblicklichem Planungsstand sind weitere Minderkosten von 1.000.000 € zu erwarten. Aufgrund der angespannten Finanzlage des städtischen Haushalts geht es für den Neubau grundsätzlich um die Entscheidung der Frage, ob weitere eingesparte Mittel dem städtischen Haushalt zufließen oder schon eingeplante Baukomponenten der Schule (Fahrraddächer, Sport- und Gartengerätehaus) realisiert werden können. Der Bauausschuss des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums hat sich in den letzten vier Jahren als Nutzer des neuen städtischen Gebäudes intensiv mit vielen pädagogischen und baulichen Gestaltungsideen in die Planungen eingebracht und hat stets Wert darauf gelegt, zu einver- nehmlichen Lösungen beizutragen. So hat auch die Schule zu dem ersten Einsparpotenzial von 2.104.000 € beigetragen. Der Bauausschuss hat bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt die Projekte gesammelt und dokumentiert, die aus der Sicht der Schule für das Funktionieren eines ordentlichen Schulbetriebes notwendig sind. Gegenüber der bisherigen Beschlusslage (Ausschreibung) hält der Bauausschuss des Freiherr- vom-Stein-Gymnasiums aus folgenden Überlegungen die Überdachung der Fahrradständer und die Realisierung eines Sport- und Gartengerätehauses auch vor dem Hintergrund der angespannten Finanzlage für erforderlich: • Es ist zu prüfen, ob weitere Kostenoptimierungen möglich sind. Der Kostenrahmen von 250.000 € ließe sich u. E. sicher bei anderer Ausführung unterschreiten. • Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium möchte viele Schüler motivieren, mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen. Neben dem Gesundheitsaspekt (bewegte Schule) neigen die Eltern dazu, sofort den Vergleich zum jetzigen Standort am Hindenburg- platz anzustellen. Für die Eltern sind nässe- und diebstahlgeschützte Fahrradständer ein wichtiger Beweggrund, ihre Kinder mit dem Fahrrad zu schicken und für einige Eltern sogar ein Schulwahlkriterium, weil sie ihre Werte geschützter sehen. Das zeigen unsere Umfrageergebnisse. Unser Standort am Hindenburgplatz bietet diese Qualitäten. • Sport- und Gartengerätehaus sollten nach Wunsch der Schule in direkter Nähe zu den Kleinspielfeldern bzw. zur Biologie gebaut werden. Die Nutzung der Schulgärten und der Sportmöglichkeiten sind über die Stundentafel in den täglichen Ablauf einge- bunden. So muss der Biologielehrer auch bei der Erteilung einer Einzelstunde die Möglichkeit haben, mit den Schülern naturpraktisch im hauseigenen Schulgarten zu arbeiten. Für den Sportunterricht gilt die analoge Argumentation. Der Bauausschuss des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums möchte vor dem Hintergrund der Finanzlage der Stadt sein Verständnis für die Einsparungsanliegen der politischen Vertreter der Parteien dokumentieren: • Der Bauausschuss des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums ist damit einverstanden, dass die Überdachung der Fahrradständer bis zu weiteren entsprechenden Kostenein- sparungen für den Neubau unserer Schule oder bis nach dem Umzug zurückgestellt wird. Eine Diebstahlsicherung durch z. B. Einzäunung sollte jedoch sofort realisiert werden. • Das Sport- und das Gerätehaus sind jedoch unverzichtbar in ihrer jeweiligen Funktion. Über Qualität und Ausgestaltung der Häuser und damit verbundenen weiteren Ein- sparungen sind wir Vorschlägen gegenüber offen. Mit freundlichen Grüßen Park-Luikenga Schulleiterin
Anlage1
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Beratungsverlauf (2)
Beschluss: vertagt
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (3)
- Dieckmannstraße
- Albersloher Weg 33
- Arnheimweg
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0783/2005
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 28.09.2005
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37