2009/0010
Gemeinsames Regionales Medienzentrum des Landkreises Darmstadt-Dieburg und der Wissenschaftsstadt Darmstadt
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2009/0010
5929 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
06.01.2009
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat IV Dezernat I
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Schulamt
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Ja
Nein
Internetfähig
Verteiler:
Vorlage-Nr. 2009/0010
Magistratsbeschluss-Nr.
Betreff: Gemeinsames Regionales Medienzentru m des Landkreises Darmstadt-Dieburg und der
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Vorlage vom: 05.01.2009
Beschlussvorschlag:
1. Das „Grundkonzept Medienzentrum-IT“ der „Bildungsgesellschaft GmbH“, Frankfurt, vom Juni
2008 wird zur Kenntnis genommen.
2. Der Einrichtung eines gemeinsamen Regionalen Medienzentrums des Landkreises Darmstadt-
Dieburg und der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird grundsätzlich zugestimmt.
3. Vor einer endgültigen Beschlussfassung durch die Gremien des Landkreises Darmstadt-Dieburg
und der Wissenschaftsstadt Darmstadt sind durch die Verwaltungen der beiden Schulträger
konkrete Vorschläge für die Einrichtung eines gemeinsamen Medienzentrums vorzulegen und
dabei insbesondere auch die finanziellen und personellen Auswirkungen konkret darzustellen.
4. Das zuständige Staatliche Schulamt in Darmstadt ist hierbei einzubinden.
5. Der Beitritt des Odenwaldkreises zum „Regionalen Medienzentrum“ zu einem späteren
Zeitpunkt bleibt offen.
Anlagen: Grundkonzept Medienzentrum-IT
Datenschutzrelevante Anlage:
2
...
Beschluss des Magistrats vom
3
...
Begründung zur Magistratsvorlage vom 05.01.2009:
Die regionale Zusammenarbeit des Landkreises Darmstadt-Dieburg mit der Stadt Darmstadt im
Bereich Medienausstattung und Medienbereitstellung an den Schulen lässt eine Reihe von Vorteilen
erwarten. Insbesondere stehen dabei Beschaffung, Support, Fortbildung und Verleih im Vordergrund.
Ein modernes Medienzentrum sollte über umfangreiche, breit angelegte Verleiharchive für die
audiovisuellen Medien verfügen. Es sollte die notwendigen AV-/IT-Geräte genauso vorhalten, wie die
üblichen sonstigen Unterrichtsmedien.
Zunehmend bedeutend wird die IT-Ausstattung im pädagogischen Bereich der Schulen. Sowohl die
Hardware- als auch die Software-Beschaffung und ein weitestgehender Support der gesamten IT-
Ausstattung müssen genauso professionell angeboten werden, wie eine gezielte Fortbildung und
Qualifizierung der IT-Beauftragten und der Lehrkräfte.
Auch die Medieninitiative Schule@Zukunft, begonnen im Jahr 2001, trägt dazu bei, die Schulen
hessenweit mit moderner Computerausstattung auszurüsten. Diese gemeinsame Initiative der
hessischen Schulträger und des Landes Hessen haben bewirkt, dass Qualität im IT-Bereich künftig
ein zentrales Kriterium für Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern bei der Auswahl der sich
stärker denn je im Wettbewerb befindlichen Schulen wird.
Zukünftig gilt es, den bisher erreichten technischen Standard weiter auszubauen und das zukünftige
Medienzentrum, derzeit noch Stadt- und Kreisbildstelle genannt, zu einer effektiven Serviceeinheit
weiter zu entwickeln.
Dem Aufbau eines Regionalen Medienzentrums im Rahmen einer engeren regionalen
Zusammenarbeit mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg, dem Odenwaldkreis und der Stadt Darmstadt
haben der Magistrat mit Beschluss vom 28.11.2007 sowie die Stadtverordneten-versammlung mit
Beschluss vom 18.12.2007 bereits zugestimmt (Vorlage-Nr. 2007/0653).
Die Repräsentanten des Landkreises Darmstadt-Dieburg, des Odenwaldkreises und der
Wissenschaftsstadt Darmstadt haben zudem schon im Frühjahr 2007 die Erstellung eines
Grundkonzeptes für ein gemeinsames Medienzentrum beauftragt. Dieses Konzept, erstellt von dem
Projektbüro „Die Bildungsgesellschaft GmbH” aus Frankfurt, sollte Vorschläge zu einer
Standardisierung für einen pädagogisch sinnvollen, wirtschaftlichen und sicheren IT- und
Medieneinsatz in Schulen beinhalten.
Das Konzept, erstellt im Juni 2008, wird beigefügt zur Kenntnis gegeben. Es sieht für das neue
Medienzentrum folgende Kernbereiche vor:
- IT-Planung
- Beschaffung
- Support
- Medienverleih
- Fortbildung
Der Odenwaldkreis ist zwar weiterhin am Aufbau eines Regionalen Medienzentrums gemeinsam mit
dem Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Wissenschaftsstadt Darmstadt interessiert. Gleichwohl
wird das Vorhaben seitens des Odenwaldkreises derzeit nicht weiterverfolgt. Der Aufbau eines
gemeinsamen Regionalen Medienzentrums bleibt somit zunächst dem Landkreis Darmstadt-Dieburg
und der Wissenschaftsstadt Darmstadt vorbehalten. Der Beitritt des Odenwaldkreises zu einem
späteren Zeitpunkt bleibt offen.
Die Verwaltungen des Landkreises Darmstadt-Dieburg und der Wissenschaftsstadt Darmstadt werden
beauftragt, auf der Grundlage des vorliegenden Grundkonzeptes, konkrete Vorschläge für die
Einrichtung eines gemeinsamen Medienzentrums vorzulegen und dabei insbesondere auch die
finanziellen und personellen Auswirkungen zu berücksichtigen sowie die dazu
erforderlichen vorbereitenden Arbeiten durchzuführen:
- Konkrete Aussagen zur geplanten Aufgabenübertragung und zu deren Finanzierung
4
...
durch die jeweiligen Beteiligten
- Möglichkeiten der Rechts- bzw. Gesellschaftsformen mit Vor- und Nachteilen
- Vorlage eines Entwurfes für einen Kooperationsvertrag
- Vorlage eines Zeitplanes
Das zuständige Staatliche Schulamt für den Landkreis Darmstadt-Dieburg und die Stadt Darmstadt
muss hierbei ebenso eingebunden werden.
Darmstadt, den 05.01.2009
Dezernat I Dezernat II Dezernat IV
i . V .
Walter Hoffmann Walter Hoffmann Dr. Dierk Molter
Oberbürgermeister Oberbürgermeister Stadtrat
anlage 1
100597 Zeichen
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
für die Landkreise
Darmstadt-Dieburg,
Odenwald
und die Stadt Darmstadt
in Zusammenarbeit mit den
Staatlichen Schulämtern
Darmstadt und Heppenheim
die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh Juni 2008
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
2 © die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008
Grundkonzept Medienzentrum-IT
für die Landkreise Darmstadt-Dieburg, Odenwald
und die Stadt Darmstadt in Zusammenarbeit mit
den Staatlichen Schulämtern Darmstadt und Heppenheim
Version 1.1
Stand 19. Juni 2008
Sabine Schmitt und Boris Gromodka
©2008 die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
© die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008 3
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis ................................ ................................ ................................ 3
Einleitung ................................ ................................ ................................ ............. 5
1. Kooperationsziel ................................ ................................ .......................... 7
1.1 Vorhaben ................................ ................................ ................................ ... 7
1.2 Kooperation der Partner und Rechtsformen ................................ ............. 7
1.2.1 Kommunale Arbeitsgemeinschaft ................................ ...................... 8
1.2.2 Zweckverband ................................ ................................ .................... 8
1.2.3 Öffentlich-rechtliche Vereinbarung ................................ ..................... 9
1.2.4 Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) ................................ 9
1.3 Rechte und Pflichten ................................ ................................ .............. 12
1.4 Entscheidungsprozesse ................................ ................................ .......... 12
1.5 Finanzierung des Medienzentrum-IT ................................ ...................... 12
2. Struktur des Medienzentrum-IT ................................ ................................ 15
2.1 Projektleitung................................ ................................ .......................... 16
2.1.1 Prozess- und Projektmanagement ................................ .................. 16
2.1.2 Qualitätsmanagement ................................ ................................ ..... 17
2.1.3 Jährliche Evaluation................................ ................................ ......... 17
3. Konzeption zur Medienausstattung der Schulen ................................ ...... 20
3.1 Modellschule ................................ ................................ .......................... 20
3.1.1 nComputing xBox ................................ ................................ ............. 20
Investitionskosten Standard-Ausstattung der Modell-Schule ................... 21
Investitionskosten xBox Ausstattung der Modell-Schule .......................... 22
3.1.2 EDV-Raum mit verschiedenen Lösungen ................................ ........ 24
Vergleich von CO2 Emission, Stromverbrauch und Stromkosten ............. 24
3.2 Planung Infrastruktur Netz ................................ ................................ ..... 24
3.3 Internet ................................ ................................ ................................ ... 25
3.4 IT-Systemlösungen................................ ................................ .................. 26
3.5 Server, PCs, Notebooks, Peripheriegeräte ................................ ............. 29
3.6 Software und Lizenzen ................................ ................................ ........... 29
3.7 Notebook-Klassen mit persönlichen Notebooks ................................ .... 30
3.7.1 Digitale Kluft ................................ ................................ .................... 30
3.7.2 Supportkonzept ................................ ................................ ............... 30
3.7.3 Rolle des Medienzentrum-IT ................................ ............................ 30
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
4 © die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008
3.7.4 Rolle der Eltern und Schüler ................................ ............................ 30
4. Ausstattungsprofile, Priorisierung der Schulen ................................ ......... 31
5. Beschaffung ................................ ................................ .............................. 33
5.1 Finanzierungskonzepte ................................ ................................ ........... 33
5.2 Beispielrechnungen für die Leasingfinanzierung der einzelnen Partner 34
5.2.1 Beispielrechnung Stadt Darmstadt................................ .................. 35
5.2.2 Beispielrechnung Landkreis Darmstadt-Dieburg ............................. 36
5.2.3 Beispielrechnung Landkreis Odenwald ................................ ........... 37
5.3 Ausschreibungen ................................ ................................ .................... 38
5.4 Assetmanagement ................................ ................................ .................. 38
6. Support ................................ ................................ ................................ ...... 39
6.1 Mehrstufiges Support-Konzept ................................ ............................... 39
6.1.1 First-Level-Support ................................ ................................ ........... 39
6.1.2 Second-Level-Support ................................ ................................ ...... 40
6.1.3 Third-Level-Support ................................ ................................ .......... 41
6.1.4 Organisatorische Zuordnung der Aufgaben ................................ ..... 41
6.2 Monitoring der Systeme ................................ ................................ .......... 42
6.3 Helpdesk ................................ ................................ ................................ . 44
6.4 Geräte testen ................................ ................................ .......................... 44
6.5 Rollout und Rollin................................ ................................ .................... 44
7. Medienverleih ................................ ................................ ............................ 46
8. Fortbildung ................................ ................................ ................................ 47
8.1 Ausbildungsstand der Kollegien, Fortbildungsbedarf ermitteln ............. 47
8.2 Fortbildungen planen, erstellen und durchführen ................................ .. 48
8.3 Fortbildungen verwalten und dokumentieren ................................ ........ 48
9. Standort................................ ................................ ................................ ..... 49
10. Personal................................ ................................ ................................ . 50
11. Raumausstattung des Medienzentrums-IT ................................ ........... 52
12. Technikausstattung des Medienzentrums-IT ................................ ........ 53
13. Anhang................................ ................................ ................................ ... 54
13.1.1 Konfiguration der Beispielsysteme................................ ................ 54
13.1.2 Vergleichende Daten aus den drei Gebietskörperschaften .......... 57
13.1.3 Links zu Quellen und weitere Informationen ................................ . 58
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
© die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008 5
Einleitung
Um die Aktivitäten bei der Medienausstattung der Schulen zu bündeln, möchte
die Stadt Darmstadt und die Landkreise Odenwald und Darmstadt -Dieburg in
Zusammenarbeit mit den Staatlichen Schulämtern der Region ein gemeins a-
mes Medienzentrum-IT aufbauen.
Die Region gilt bereits heute, mit ihrem Bestand an hervorragende n Hochschu-
len und hochtechnisierter Industrie als Wissenschaftsregion. Hier zwei Beispie-
le, für die Stärkung der Standortfaktoren der Region:
Als Signal für Wissenschaft und Industrie : Medienkompetenz und IT -
Wissen wird Bestandteil der schulischen Ausbildu ng. Schülerinnen und
Schüler erarbeiten sich während ihrer Schullaufbahn bereits Qualifik a-
tionen im Umgang mit EDV, die in allen Berufsausbildungen als Grun d-
lagenwissen angefordert werden.
Eltern wünschen sich eine zeitgemäße Ausbildung ihrer Kinder, die sich
an den Anforderungen von Beruf und Alltag orientie rt. Dies ist bei der
Schulauswahl ein wesentlicher Faktor.
Darüber hinaus erfährt das Thema „Vermittlung von Medienkompetenz“ in der
schulischen Ausbildung auch von politischer Seite eine hohe Aufmerks amkeit.
Länderübergreifend wurden die Lehrpläne so überarbeitet, dass in allen Unter-
richtsfächern der Einsatz von Neuen Medien gefordert wird.
Der Bedarf des Einsatzes der Neuen Medien im Unterricht wird unter diesen
Vorzeichen in den nächsten Jahren um e in Vielfaches anwachsen. Dafür mü s-
sen nachhaltige Konzepte entwickelt werden, die die Infrastruktur der Schulen
und die Beschaffung und Finanzierung von IT-Ausstattung sichern.
Wir, die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh erhielten durch das
Präsidium des Regionalverbandes Darmstadt -Dieburg, Odenwald und
Darmstadt den Auftrag, ein Grobkonzept für ein geplantes Medienzentrum-IT zu
entwickeln, in dem die notwendige Ausgestaltung und die Aufgaben
beschrieben sind.
Das Medienzentrum-IT soll die Kr eise Darmstadt-Dieburg und Odenwald sowie
die Stadt Darmstadt bedienen.
Von den kommunalen Partnern erhielten wir Informationen zu dem aktuellen
Stand der Schul-EDV sowie die Technologiepläne zur angestrebten Ausstattung
der Schulen.
Die Leiter der Medienzentren Darmstadt und Dieburg, Herr Bendel und Herr Dr.
Hoß, haben in einer Arbeitsgruppe mit weiteren Mitarbeitern der Schulträger
Darmstadt-Dieburg und Darmstadt sowie des Staatlichen Schulamtes für
Darmstadt-Dieburg und Darmstadt, bereits einen Entwurf für die Ausstattung
und die Servicebereiche des neuen gemeinsamen Medienzentrums vorgelegt.
Ergebnisse dieser Arbeit sind an verschiedenen Stellen in dieses Konzept ei n-
geflossen.
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
6 © die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008
Weitere Informationen zum Sachstand erhielten wir von der Steuerungsgruppe,
in der Vertreter der kommunalen Schulträger, sowie des Staatlichen Schula m-
tes Darmstadt -Dieburg vertreten sind und durch ein weiteres Treffen mit den
Fachberaterinnen und Fachberatern der Schulämter Darmstadt -Dieburg und
Heppenheim-Odenwald.
Bei einem Besu ch der Medienzentren in Darmstadt -Dieburg und Darmstadt
hatten wir die Gelegenheit uns vor Ort über die praktische Arbeit und die Vo r-
stellungen der Mitarbeiter zu informieren.
Für die Zusammenarbeit und das Vertrauen möchten wir uns an dieser Stelle
herzlich bedanken.
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
© die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008 7
1. Kooperationsziel
1.1 Vorhaben
Die Stadt Darmstadt und die Landkreise Odenwald und Darmstadt-Dieburg
planen ein gemeinsames Medienzentrum -IT aufzubauen. Die Aufgaben des
Medienzentrum-IT sollen die Planung, die Umsetzung und der Support der IT-
Ausstattung von Schulen sowie die klassischen Aufgaben der Medienzentren
umfassen.
Wichtig ist hierbei, die neuen Entwicklungen im IT -Bereich zu beobachten und
Konzepte so zu gestalten, dass Neuheiten integrierbar sind. Diese Aufgabe
wird ein wichtiger Bereich des neuen Medienzentrums werden.
Die Ausschreibung, das Testen und Beschaffen der einzusetzenden Syste m-
komponenten soll hier an zentraler Stelle für die drei Partner erfolgen. Das
Medienzentrum wird inhaltlich und finanziell die Kompetenzen der Partner
bündeln, um gegenüber Herstellern und Dienstleistern ein starker Verhan d-
lungspartner zu sein.
Aufgaben, wie Beschaffung und Support der Medienausstattung für alle Sch u-
len der Partner, sollen zentral vom Medienzentrum-IT koordiniert werden.
Der klassische Bereich der bestehenden Medienzentren umfasst auch den
Verleih und die Pflege von Medien und deren Abspielgeräten. Dieser Bereich
soll dezentralisiert für alle drei Partner erhalten werden.
1.2 Kooperation der Partner und Rechtsformen
Das Ziel der Kooperation ist es, einen Rahmen zu schaffen, der es den beteilig-
ten Partnern ermöglicht, die EDV-Ausstattung der Schulen und deren Unterhalt
optimal zu organisieren. Hierbei ist es wichtig, da ss ein hohes Maß an Indiv i-
dualität gewährleistet ist. Alle Part ner sollen in einem gewissen Rahmen das
Tempo und den Umfang der Medienausstattung, selbst bestimmen können.
Die Angebote und Leistungen des Medienzentrum-IT bilden die Grundlage hier-
für.
Um die Aufgaben des Medienzentrums-IT zu erfüllen, muss ein rechtlicher
Rahmen gefunden werden, der sowohl kommunalrechtlich als auch gesel l-
schaftsrechtlich tragfähig ist.
Dieser rechtliche Rahmen ist da s Bindeglied zwischen den Kooperationspart-
nern
Bei der Gestaltung von kommunalen Kooperationen gibt es versch iedene Mög-
lichkeiten wie die Zusammenarbeit zu regeln ist. Die rechtliche Grundlage hie r-
für ist das Gesetz über kommunale Gemeinschaftsarbeit vom 16. Dezember
1969 (KGG) und die Hessische Gemeindeordnung (HGO) in der Fassung der
Bekanntmachung vom 7. März 2005 (GVBI. I S. 142)
Kommunale Kooperationen können in öffentlich -rechtlicher Form sowie in pr i-
vatrechtlicher Form organisiert werden. Dies gilt aber nur dann, wenn die Erl e-
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
8 © die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008
digung der Aufgaben nicht hoheitlich vorgenommen werden muss. Dies ist j e-
doch hier nicht der Fall.
Im Folgenden werden die einzelnen, in Frage kommenden Organisationsformen
kurz vorgestellt und ihre Vor- und Nachteile beschrieben.
Kommunen entscheiden sich relativ häufig für eine kommunale Arbeitsg e-
meinschaft, einen Zweckverband oder e ine öffentlich-rechtliche Vereinbarung.
Diese Formen sind im KGG ausdrücklich erwähnt. Bei der Auswahl von priva t-
rechtlichen Rechtsformen ist darauf zu achten, dass die Haftung für die Lan d-
kreise auf einen bestimmten Höchstbetrag begrenzt ist.
Grundsätzlich bieten privatrechtliche Organisationsformen wesentlich flexiblere
Gestaltungsmöglichkeiten und dies bei geringerem administrativem Aufwand.
Insbesondere die vereinfachte Form der Beschaffung ist hier hervorzuheben.
Sie haben aber den Nachteil, das s kein Arbeitnehmer-Übergang aus den b e-
stehenden Organisationen möglich ist und eine direkte Kontrolle durch die
kommunalen Träger schwieriger ist.
Hier ein kurzer Überblick über die rechtlichen Organisationsformen, die für das
Medienzentrum-IT in Frage kommen.
1.2.1 Kommunale Arbeitsgemeinschaft
Kommunale Arbeitsgemeinschaften können sich nach §§ 3 bis 4 KGG aus
Gemeinden und Landkreisen, sonstigen Körperschaften, Anstalten und Stiftu n-
gen des öffentlichen Rechts sowie natürlichen Personen und juristischen Pe r-
sonen des Privatrechts zusammensetzen. Die kommunale Arbeitsgemeinschaft
hat keine eigene Rechtspersönlichkeit, die Zuständigkeiten ihrer Mitglieder
bleiben von ihr unberührt. Sie bietet einen relativ kleinen bürokratischen und
organisatorischen Aufwand und ein hohes Maß an Gestaltungsmöglichkeiten.
Die Kommunale Arbeitsgemeinschaft eignet sich gut als Organisationsform für
das Medienzentrum -IT. Der Gründungsaufwand ist geringer als bei einem
Zweckverband. Die Rollen der einzelnen Partner und die Aufgaben der Ko m-
munalen Arbeitsgemeinschaft müssen in komplexen Verträgen geregelt we r-
den. Dies bedeutet in der Anfangsphase einen erhöhten Aufwand. Ein Nachteil
der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft ist, dass sie keine eigne Rechtspersö n-
lichkeit hat. Dies beschränkt sie im op erativen Geschäft und verlangsamt ve r-
schiedene Prozesse, wie zum Beispiel den Einkauf von Hard - und Software und
die Vergabe von Dienstleistungen an Dritte, hier müssen die kommunalen
Gremien die entsprechenden Aufträge selbst erteilen.
1.2.2 Zweckverband
Im Zweckverband sind nach §§ 5 bis 23 KGG Gemeinden und Landkreise z u-
sammengeschlossen. Die Beteiligung von anderen Körperschaften, Anstalten
und Stiftungen des öffentlichen Rechts, natürlichen und juristischen Personen
des Privatrechts ist möglich, wenn die Erfüllung der Verbandsaufgabe dadurch
gefördert wird.
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
© die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008 9
Arbeitsgrundlage ist die Übertragung bzw. Zuweisung von Aufgaben durch die
beteiligten kommunalen Rechtsträger. Dies geschieht im Rahmen einer Ve r-
bandssatzung, die durch die Aufsichtsbehörde genehmigt w erden muss. Org a-
ne des Zweckverbands sind der Verbandsvorsitzende und die Verbandsve r-
sammlung, die aus Vertretern der Verbandsmitglieder besteht.
Der Zweckverband ist eine eigene Rechtspersönlichkeit und verwaltet die ihm
übertragenen Angelegenheiten im R ahmen der Gesetze in eigener Verantwo r-
tung.
Diese Organisationsform stellt relativ hohe organisatorische Anforderungen
und bedingt im Vorfeld eine klare Aufgabendefinition. Der Zweckverband bietet
ein hohes Maß an Verbindlichkeit und gewährleistet über die Verbandsver-
sammlung die Kontrolle durch die politisch gewählten Kommunalvertreter.
Auch wenn die Gründung eines Zweckver bandes aufwendig ist, hat diese Orga-
nisationsform im operativen Geschäft die meisten Vorteile. Aufgrund der eige-
nen Rechtspersönlichkeit kann sie autonom Geschäfte tätigen. Im operativen
Geschäft ist sie ohne regelmäßige Entscheidungen der kommunalen Träger
handlungsfähig.
1.2.3 Öffentlich-rechtliche Vereinbarung
Bei einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung nach §§ 24 – 29 KGG, über-
nimmt eine der beteiligten Gebietskörperschaften Aufgaben der übrigen Betei-
ligten. Den übrigen Beteiligten kann hierbei ein Mitwirkungsrecht eingeräumt
werden. Die öffentlich-rechtliche V ereinbarung kann selbständig, im Rahmen
ihrer Aufgaben, Satzungen anstelle der übrigen Beteiligten für deren Gebiet
erlassen.
In einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung übernimmt ein Partner Aufgaben
für andere. Diese Aufgaben werden dann autonom von der öffentlich rechtli-
chen Vereinbarung erfüllt.
Diese Rechts konstruktion birgt ein Ungleichgewicht zwischen den einzelnen
Projektpartnern. Im operativen Geschäft kann die öffentlich rechtliche Verei n-
barung konkret über die Belange eines der Par tner bestimmen. Aufgrund ihrer
umfangreichen Gestaltungsmöglichkeiten eignet sie sich grun dsätzlich als O r-
ganisationsform für das Medienzentrum-IT.
1.2.4 Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
Die GmbH ist eine Kapitalgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit, die für
jeden gesetzlich zulässigen – wirtschaftlichen oder nicht-wirtschaftlichen –
Zweck durch eine oder mehrere Personen oder Rechtspersonen, wie komm u-
nale Körperschaften, gegründet werden kann.
Zur Gründung wird ein Gesellschaftsvertrag benötigt, der den Zweck der GmbH
festlegt. Die Gesellschaft muss im Handel sregister eingetragen werden. Zur
Gründung muss ein Stammkapital in Höhe von 25.000, - EUR erbracht werden,
dies kann ganz oder teilweise durch Sachmittel geschehen. Bei kommunalen
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
10 © die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008
Beteiligungen an einer GmbH muss diese der Aufsichtbehörde angezeigt we r-
den.
Der Geschäftsführer und die Gesellschafterversammlung sind die gesetzlich
vorgeschriebenen Organe einer GmbH. Gesellschafter kann jede natürliche
Person, jede Gebietskörperschaft, aber auch sonstige Gesellschaften oder
Rechtspersönlichkeiten werden. Es ist möglich einen Aufsichtsrat für die GmbH
zu bestellen.
Bei Verlusten ist die Haftung der Gesellschaft auf das Stammkapital b e-
schränkt. Damit wird die GmbH der Forderung der HGO gerecht, die Haftung
bei einem privatrechtlichen Engagement von Kommunen zu beschränken.
Die GmbH kann ausschließlich nichthoheitliche kommunale Aufgaben übe r-
nehmen. Sie verpflichtet sich diese in wirtschaftlicher und gewinnorientierter
Art und Weise zu bewältigen.
Aufgrund der vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten, der einfachen Gründung
und der Risikobeschränkung ist die GmbH eine interessante Organisationsform
für das Medienzentrum-IT. Sie scheidet jedoch aus, da es keine gute Möglich-
keit gibt, Mitarbeiter aus öffentlichen Arbeitsverhältnissen in privatrechtliche zu
übernehmen.
Auf weitere Rechtsformen wie z.B. den Planungsverband, die Anstalt Öffentl i-
chen Rechts wird hier nicht näher eingegangen, da sie keine geeigneten Fo r-
men für die Betriebsgesellschaft des Medienzentrum-ITsind.
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
© die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008 11
Kommunale
Arbeits-
gemeinschaft
Zweckver-
band
Öffentlich-
rechtliche
Vereinbarung
GmbH
Serviceorientierte
Organisation O O O X
Flexibeles operatives
Handeln -- O -- X
Einsatz hochqualifizie r-
ten Personals x O O O
Zeitliche Realisierbarkeit O O O X
Arbeitnehmer-Übergang O X X --
Transparenz in der
Rechungslegung und
Leistungserbringung
O O O X
Kontrolleinfluss
Landkreise / Stadt X O O --
Gemeinsame
Aufgabenerfüllung X O -- O
Außen- u. Marktwirkung -- O -- X
Rechtspersönlichkeit -- X -- X
X – bestmöglich o – mittelmäßig -- - weniger gut
Der Kommunale Zweckverband erscheint als die geeignetste Organisation s-
form für das Medienzentrum –IT. Insbesondere die eigenständige Rechtspe r-
sönlichkeit ist hier hervorzuheben. Aufgrund der Aufwändigen Gründung ist zu
überlegen, ob es sinnvoll ist eine kommunale Arbeitsgemeinschaft zu schaffen
deren Aufgabe darin besteht, die genauen Modalitäten für den Zweckverband
zu entwickeln und gleichzeitig mit dem operativen Geschäft zu beginnen.
Als Arbeitsgrundlage für die Übertragung bzw. Zuweisung von Aufgaben sowie
deren Finanzierung durch die beteiligten kommunalen Träger muss eine ver-
tragliche Vereinbarung erarbeitet werden. Darin sollten folgende Punkte b e-
schrieben werden:
Aufsicht des Medienzentrum-IT
Beschreibung der Aufgaben und Befugnisse
Umlagemodell für die Finanzierung des Medienzentrum-IT
Bei der Formulierung der vertraglichen Vereinbarung sollte darauf geachtet
werden, dass das Medienzentrum-IT eine weitgehende Entscheidungs - und
Handlungsautonomie, inklusive Budgetverantwortung bekommt. Die inhaltliche
Arbeit wird dadurch gestärkt.
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
12 © die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008
Die Aufsicht und Kontrolle des Medienzentrum-IT soll durch ein schlankes
Gremium mit klar festgelegten Strukturen gesche hen, um eine Hand lungsfä-
higkeit zu jeder Zeit zu gewährleisten.
1.3 Rechte und Pflichten
Um einen nachhaltige n Betrieb des Medienzentrum-IT zu gewährleisten, müs-
sen sich die Partner darüber im Klaren sein, dass dies nur mit einem langfristi-
gen Engagement möglich ist. Hierzu müssen die politischen Weichen gestellt
werden und die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden.
Dies gilt insbesondere für die finanzielle Ausstattung.
Dazu sollten sich die Projektpartner auf eine Laufzeit für das Medienzentrum-IT
nicht unter fünf Jahren einigen , um Planungssicherheit von Anfang an zu g e-
währleisten.
Aus dem jeweiligen finanziellen Engagement der Partner ergeb en sich die
Rechte, in welchem Um fang die Leis tungen des Medienzentrum-IT abgerufen
werden können.
1.4 Entscheidungsprozesse
Die Rolle der Projektpartner ist es, im Gründungsprozess des Medienzentrum-
IT eine vertragliche Vereinbarung zu entwickeln , welche wichtige Entsche i-
dungs- und Kontrollprozesse definiert. Bei der Erstellung der Vertragsgrundlage
für das Medienzentrum-IT sollen sich die Beauftragten der Projektpa rtner zur
Satzungsentwicklung von einer Steuerungsgruppe beraten lassen. Diese Grup-
pe setzt sich aus Re präsentanten der Schulträger, Medienzentren und Staatl i-
chen Schulämtern zusammen. Der Entwurf wird von den Rechtsabteilungen
der Projektpartner geprüft und anschließend von den entsprechenden Gremien
verabschiedet.
1.5 Finanzierung des Medienzentrum-IT
Das Medienzentrum-IT wird über Umlagen der Partner finanziert. Die Höhe der
Umlagen wird durch verschiedene Faktoren bestimmt. Neben einer Grundu m-
lage, die obligatorisch für alle Partner ist, gibt es auch Umlagen für fakultative
Leistungen.
Die Grundumlage berechnet sich aus folgenden Faktoren:
Anzahl der Schulen
Anzahl der IT-Arbeitsplätze
Anzahl der vom Medienzentrum-IT verwalteten Netzwerkanschlüsse
Mit diesen Faktoren lässt sich auf einfacher Basis ein Umlagenmo dell erstel-
len, das den Partnern gerecht wird.
Die Anzahl der Sc hulen dient als eine Grundgröße. Für jede Schule müssen
Informationen gesammelt und verwaltet werden.
Die Anzahl der IT-Arbeitsplätze ist die Kerngröße zur Berechnung der Suppor t-
kosten.
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
© die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008 13
Die Anzahl der Netzwerkanschlüsse ist ein weiter Faktor , der für die Umlage n-
berechnung wichtig ist, da nicht alle Partner ihre Netzwerke vom Medienzent-
rum-IT verwalten lassen wollen.
Die Ermittlung von weiteren Faktoren, wie z.B. Anzahl der Peripherie-Geräte
oder Schülerzahlen, schaffen ein komplizierteres Modell, dessen Aufwand nicht
dem Nutze n entspricht. Die Höhe der Grundumlage muss so ausgelegt sein,
dass die Grundkosten des Medie nzentrums darüber gedeckt werden können.
Eine finanzielle Handlungsfähigkeit und eine nachhaltige Planung werden auf
diesem Wege möglich gemacht.
Unter Grundkosten sind alle Aufwendungen zu verstehen, die zum Betrieb des
Medienzentrum-IT notwendig sind:
Personalkosten
Mieten und Umlagen
Fahrzeugkosten
EDV-Infrastruktur des Medienzentrum-IT Büroausstattung und Mater i-
al
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
14 © die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008
Medienzentrum IT
Abbildung 1: Struktur Medienzentrum-IT
IT-Planung
Projektleitung
IT-Ausstattung
Konzeption
IT-Ausstattung
Planung
Website
Planung Online
Disribution
Beschaffung
Finanzierungs-
konzepte
Aus-
schreibungen
Bestellung
Rolloutplanung
Asset-
management
Lizenz-
managment
Support
System-
überwachung
Helpdesk
Remote
Unterstützung
Vorort
Unterstützung
Hersteller-
kontakte
Dokumentation
Geräte testen
Rollout
Medienverleih
Beschaffung,
Verleih
Lizenz-
verwaltung, Film
und Ton
Verwaltung der
Medien
Medien-
Distribution
Dokumentation
Fortbildung
Fortbildungs-
bedarf ermitteln
Forbildungen
planen
Fortbildungen
umsetzen
Fortbildungn
verwalten
Dokumentation
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
© die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008 15
2. Struktur des Medienzentrum-IT
In Gesprächen mit Vertretern der Medienzentren Darmstadt und Dieburg sowie
den Verwaltungen der Stadt Darmstadt und des Kreises Darmstadt-Dieburg,
haben sich fünf Kernbereiche des neuen Medienzentrum-IT herauskristallisiert:
IT-Planung
Beschaffung
Support
Medienverleih
Fortbildung
Auf den folgenden Seiten sind die Anforderungen und zu erwartenden Aufg a-
ben der Bereiche aufgezeigt.
Einen Sonderstatus erhält in diesem Konzept der Bereich Medienverleih. Die
Partner des Medienzentrum-IT haben entschieden, die drei bestehenden M e-
dienzentren mit dem Bereich Medienverleih zu erhalten. Der Wunsch ist es, die
Bereiche Software -Lizenzmanagement, Software -Tests und Software -
Empfehlung an das neu zu schaffende Medienzentrum-IT anzugliedern und den
Bereich Fortbildungen ebenfalls zentral zu organisieren.
Für Fortbildungen sind die Vera ntwortlichkeiten heute bei den S taatlichen
Schulämtern und den Medienzentren angesiedelt. Hier ist zu prüfen , wie eine
inhaltliche Kooperation zu gestalten ist. Mittel aus den Fortbildungsetat s des
Staatlichen Schulamtes, wie den Medienzentren müssen a n das Medienzent-
rum-IT übertragen werden.
Die Bereiche IT -Planung, Beschaffung und Support , sind Aufgaben die bisher
teilweise in kommunaler Verwaltung, teilweise von den bestehenden Medie n-
zentren übernommen wurden.
Die Verantwortlichkeit für diesen Bereich soll an das Medienzentrum-IT über-
tragen werden. Der Bereich Support ist neu aufzubauen. Die Ressourcen die
bei den Projektpartnern hierfür zurzeit bereit stehen , müssen in das Medien-
zentrum-IT eingebracht werden.
Ein Gremium, bestehend aus Repräsentanten der Schulträger, den Staatlichen
Schulämtern und den Fachberatern , soll als Steuerungsgruppe die Entsche i-
dungsfindungen im Medienzentrum-IT unterstützen. Dieses Gremium trifft sich
vier Mal im Jahr.
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
16 © die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008
Abbildung 2: Struktur der Steuerungsgruppe
2.1 Projektleitung
Für die Umsetzung der Ziele des neuen Medienzentrums ist es unabdingbar ,
einzelne Aufgaben und Vorgänge in Projekte aufzuteilen, die mit den klass i-
schen Methoden des Projektmanagements abgearbeitet werden. Bei der Pr o-
jektleitung spielt die Geschäftsleitung des M edienzentrum-IT eine zentrale Ro l-
le.
In der Entstehungsphase des Medienzentrums -IT sind genügend Ressourcen
für den Aufbau des Teams einzuplanen. Aufgabenbereiche und Arbeitsplatzbe-
schreibungen müssen erstellt werden, die Rollen verteilt und Teamstrukturen
gebildet werden (wer vertritt wen ?). Die Teamstrukturen, Arbeitsabläufe und
Kommunikationswege müssen von Anfang an dokumentiert werden.
Die Projektleitung steht mit den Schulabteilungen der drei beteiligten Komm u-
nen in stetigem Austausch über die Priorisierung der Schulen, Kostenverte i-
lung, Anschaffungszyklen und die Projektprozesse. Zu Beginn der U msetzung
des Projektes ist eine enge Zusammenarbeit der Entscheider notwendig.
Hinzu kommt die intensive Zusammenarbeit mit den staatlichen Schulämtern.
Hier geht es um pädagogische und didaktische Möglichkeiten der Schulen so-
wie die Planung von Fortbildungen für die Kollegien.
2.1.1 Prozess- und Projektmanagement
Planung und Umsetzung der Projekte sollten von Anfang an durch eine tran s-
parente Darstellung der Prozesse dokumentiert werden. Der Projektleitung
fällt die wichtige Funktion zu , die Prozesse gemeinsam mit dem Team aufz u-
setzen.
Es ist hilfreich einen Projektplan zu erstellen, in dem wichtige Meilensteine in
Abhängigkeit von einander dargestellt werden und der zeitliche Ablauf der Um-
Steuerungs-
gruppe
DA
Schulträger
SSA
Darmstadt
DA-DIE
SSA Da-Da-
Di
Schulträger
OWK
SSA HP-
OWK
Schulträger
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
© die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008 17
setzung sowie der Bedarf von Mitarbeitern und anderen Ressourcen dokumen-
tiert werden.
Diese Vorgehensweise schafft nicht nur Klarheit über das Vorhaben sondern
dokumentiert auch die Fortschritte des Projektverlaufs gegenüber den ko m-
munalen Partnern. Als Werkzeug kann eine plattformunabhängige Open Sour-
ce-Software verwendet werden.
Meilensteine und Prozesse sollten von der Proj ektleitung gemeinsam mit dem
Team beobachtet und kontrolliert werden. Auftretende Schwierigkeiten (Liefe r-
probleme, Systemfehler, usw.) werden durch das eingesetzte Werkzeug visuali-
siert dargestellt. Schnelle Klärung im Team bewirkt, dass frühzeitig auf Alterna-
tiven oder gemeinsam gefundene Lösungen zugegriffen werden kann und eine
sinnvolle Ressourcenplanung zum Tragen kommt.
2.1.2 Qualitätsmanagement
Das strukturierte Sammeln und Auswerten von Inform ationen der Arbeit des
Medienzentrum-IT ist die Grundlage für das Qualitätsmanagement.
Um diesen Prozess zu ermöglichen, müssen Werkzeuge, wie Helpdesk-Systeme
und Assetmanagement-Systeme mit offenen Schnittstellen eingesetzt werden,
um die Informationen miteinander austauschen zu können.
Die beim Support erfassten Informationen über die einzelnen Systemkompo-
nenten, hinsichtlich der Qualität, Preiswürdigkeit und Akzeptanz an den Sch u-
len, sind eine der Grundlagen für die Leistungsbesch reibungen bei Ausschre i-
bungen.
Veränderungen des Konzeptes oder der Tausch von Systemkomponenten, soll-
ten mit dem IT -Technik-Team besprochen werden. Die Erfahrungen des Su p-
port-Teams sind bei der Weiterentwicklung des Konzeptes eine wichtige Grund-
lage.
Die Auswertung der beim Support gesammelten Daten, geben wichtige Hinwei-
se auf die Qualität der Hardwarekomponenten sowie der Stabilität der eing e-
setzten Software. Diese Ergebnisse sollten direkten Einfluss auf die Prüfung
und Änderung des IT-Konzeptes nehmen.
2.1.3 Jährliche Evaluation
Zur Qualitätssicherung sollten regelmäßige Evaluationen stattfinden.
Zentrale Aufgaben dieser Evaluation ist die Bestimmung des Umsetzungsgra-
des der Medienausstattung der Schulen und die Akzeptanz und Zufriedenheit
in den Zielgruppen.
Sie dient als Indikator, um mögliche Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen
und ihnen entgegen steuern zu können.
Die Evaluation soll online durchgeführt werden.
Folgende Gruppen sollen bei der Evaluation befragt werden:
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
18 © die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008
EDV-Beauftragte
Lehrerpersonal der Schulen
Schüler
Zentrale inhaltliche Gesichtspunkte:
Gesamtzufriedenheit mit dem Konzept
Qualitative Aspekte (insbesondere durch EDV -Beauftragte zu bewe r-
ten):
o Qualität Hardware
o Supportleistungen
o Eingesetzte Systemlösung
o Integration der Systemlösung in den Unterricht
o Zeitliche und persönliche Belastung
o Auslastung der Geräte
o Sabotage/ mutwillige Störung der Systemfunktionen
o Bewertung der externen Unterstützung durch das Medienzen t-
rum-IT
Fortbildungen (Nutzung/Bedarf/Zusatzwünsche)
Praktikabilität und Einsetzbarkeit im Unterricht
Fortbildungskonzepte für Lehrer
o Veränderung des Unterrichts durch das Medienkonzept
o Nutzungsfrequenz
o Betriebsbereitschaft
o Stabilität der Technik
o Rüstzeiten
o Einfluss auf die Unterrichtsqualität
o Einfluss auf Quantität und Qualität der genutzten Information s-
quellen
o Einfluss auf Unterrichtsformen
o Einfluss auf Medienkompetenz der Schüler und Schülerinnen
(z.B. Präsentationstechniken)
o Differenzierung und Förderung individuellen Lernverhaltens und
der Geschwindigkeit des Lernens.
Fortbildungen zur Optimierung des Einsatzes im Unterricht
Nutzen der Evaluation: Die Ergebnisse der Evaluation sind für die Prüfung und
Weiterentwicklung des eingesetzten Konzeptes und der Qualität der ausg e-
suchten Komponenten von hoher Wichtigkeit. Neuentwicklungen und Nac h-
besserungen der eingesetzten Lösungen sollten aufgrund der Ergebnisse der
Evaluation von dem Team des Medienzentrum -IT überdacht werden und in das
Konzept einfließen.
Die Evaluation stellt auch für die Fachberater/innen der staatlichen Schulä m-
ter die Arbeitsgrundlage, um die Fortbil dungen an den ermittelten Bedarf a n-
zupassen.
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
© die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008 19
Für die politischen Entscheider dienen die Ergebnisse als eine Wirkungskontrol-
le des Projektes und der eingesetzten Ressourcen.
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
20 © die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008
3. Konzeption zur Medienausstattung der Schulen
Das M edienzentrum-IT erstellt indivi duelle M edienentwicklungspläne für die
einzelnen Projektpartner. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit der
Steuerungsgruppe. Durch die zentrale Erstellung der Medienentwicklungspläne
wird ein hoher Standardisierungsgrad ermöglicht. Die individuell unterschiedli-
chen Anforderungen der einzelnen Projektpartner fließen durch die Anregun-
gen der Steuerungsgruppe in die Konzepte mit ein. Die Medienentwicklungs-
pläne müssen regelmäßig fortgeschrieben werden. Hierbei ist es wichtig, die
Ergebnisse der Evaluation und Praxiserfahrungen einfließen zu lassen.
Im Folgenden werden von uns die Komponenten beschrieben, die in kommuna-
len Medienentwicklungsplänen, als auch dem Konzept des gemeinsamen Me-
dienzentrum-IT bedacht werden sollten.
3.1 Modellschule
Anhand einer Mo dellschule werden die finanziellen Auswirkungen der einze l-
nen Ausstattungsvarianten verdeutlicht.
Die Modellschule ist folgendermaßen ausgestattet:
2 EDV- Räume mit 16 Schülerarbeitsplätzen und 1 Lehrerarbeitsplatz
1 Satz mit 17 Notebooks
12 IT-Arbeitsplätze in der Mediothek
Die diesem Modell zugrunde liegende Ausstattung der EDV -Räume mit Compu-
tern geht davon aus, dass sich zwei Schülerinnen und Schüler einen EDV -
Arbeitsplatz teilen. Dies ist der in den meisten Medienentwicklungsplänen be-
schriebene Standard. Die Unterrichtspraxis hat jedoch gezeigt, dass es wesent-
lich sinnvoller ist, für jede Schülerin und jeden Schüler einen IT-Arbeitsplatz zur
Verfügung zu stellen.
In diesem Modell werden nur die IT -Arbeitsplätze beschrieben und nicht die
Ausstattung der Schule mit Peripherie wie z.B. Drucker , Beamer etc., da deren
Nutzungsfrequenz und damit der Stromverbrauch auf der Grundlage der vorlie-
genden Datenbasis nicht abgeschätzt werden kann.
Bei den Berechnungen für Stromverbrauch und CO2 Ausstoß wurde von fo l-
genden Daten ausgegangen:
Laufzeit pro PC im Jahr 1200h (200 Schultage *6 Stunden)
Kg CO2 pro kW/h 0,5
Strompreis kW/h 0,21 €
PC-Verbrauch pro h 150W
Notebook Verbrauch pro h 30W
3.1.1 nComputing xBox
Die xBox ist ein propri etäres Terminal-Server ähnliches System, das es erlaubt
aus einem regulären PC mehrere Arbeitsplätze zu machen. Es besteht aus e i-
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
© die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008 21
ner PCI -Steckkarte und Breakout -Boxen, die Schnittstellen für Monitor, Maus
und Tastatur zur Verfügung stellen. Die Breakout -Boxen werden mit Standard-
Netzwerkkabel an die PCI -Steckkarte im Host -PC angeschlossen. Das System
eignet sich für fast alle Anwendungen, nur das Ansehen von Filmen und Anima-
tionen ist nur mit geringerer Qualität möglich. Die Einschränkungen beziehen
sich vor allem auf die Grafik -Darstellung. Es wird nur eine 16bit -Farbtiefe bei
einer Auflösung 1024x800 Pixel unterstützt. Pädagogische S oftware, die den
Bildschirminhalt von den einzelnen Schülerarbeitsplät zen zum Leh rerarbeits-
platz überträgt, wie zum Beispiel NetOp -School oder Mas terEye funktioniert in
der Regel nicht. Es gibt jedoch eine Lösung des Herstellers der diese Funktion
bereitstellt. Anders als bei klassischen Terminal -Server-Lösungen fallen keine
zusätzlichen Betriebs system-Lizenzkosten für die Clients an. Nur die Applik a-
tionen müssen pro Arbeitsplatz lizensiert werden.
Der Staat Mazedonien wird allen Schülerinnen und Schülern des Landes einen
IT-Arbeitsplatz auf Basis der nComputing Lösung und Linux zur Verfügung ste l-
len. D as System konnte sich bereits bei vielen Arbeitsstationen in der WTO
bewähren.
Die Vorteile des Systems sind ein erhebliches Sparpotential bei der Anscha f-
fung der Systeme. In der ersten Ausstattungswelle müssen noch PCs, Monitore,
Mäuse und Tastaturen angeschafft werde n. Beim ersten Hardwaretausch ist
das Einsparpotential noch größer, da nur die Arbeitss tationen ersetzt werden
müssen.
Zu beachten ist hier, dass die PCs für diese Lösung mit entsprechend lei s-
tungsfähigen Komponenten ausgestattet werden müssen. Zu empfehlen sind
mindestens 2 GB Arbeitsspeicher und ein schneller Mehrkern-Prozessor.
Investitionskosten Standard-Ausstattung der Modell-Schule
Standard-Lösung Anzahl Stückpreis Gesamt Preis
Arbeitsplätze EDV-Raum 34
876,00€
29.784,00€
Klassensatz Notebooks 17
1.111,00€
18.887,00€
Arbeitsplätze Mediothek 12
876,00€
10.512,00€
Gesamtkosten 63
59.183,00€
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
22 © die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008
Investitionskosten xBox Ausstattung der Modell-Schule
xBox-Lösung Anzahl Stückpreis Gesamt Preis
Arbeitsplätze EDV-Raum 34 627,50€ 21.832,00€
Klassensatz Notebooks 17 1.111,00€ 18.887,00€
Arbeitsplätze Mediothek 12 627,50€ 7.530,00€
Gesamtkosten 63 48.249,00€
0
5.000
10.000
15.000
20.000
25.000
xBox Standard-PC
CO2 in kg p.A. 1.656 4.266
CO2 in kg, in 5 Jahren 8.280 21.330
Vergleich CO2- Emission von xBox und Standard PC
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
© die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008 23
0
5.000
10.000
15.000
20.000
25.000
30.000
35.000
40.000
45.000
xBox Standard-PC
Verbrauch kW/h p.A. 3.312 8.532
Verbrauch kW/h in 5
Jahren 16.560 42.660
Vergleich Stromverbrauch von xBox und Standard PC
0,00 €
1.000,00 €
2.000,00 €
3.000,00 €
4.000,00 €
5.000,00 €
6.000,00 €
7.000,00 €
8.000,00 €
9.000,00 €
xBox Standart-PC
Stromkosten p.A. 695,52 € 1.791,72 €
Stromkosten in 5 Jahren 3.477,60 € 8.958,60 €
Vergleich Stromkosten xBox und Standart-PC
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24 © die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008
3.1.2 EDV-Raum mit verschiedenen Lösungen
Um einen übersichtlichen Vergleich von verschiedenen Lösungen zu schaffen ,
wird in der folgenden Tabelle ein Standard EDV-Raum für 16 Schüler- und 1
Lehrer-Arbeitsplatz verglichen. Spar-PCs sind PC -Systeme, die mit stromspa-
renden Komponenten ausgestattet sind. In der Regel wird hier auf Notebook -
Technologie zurückgegriffen.
Vergleich von CO2 Emission, Stromverbrauch und Stromkosten
3.2 Planung Infrastruktur Netz
Das Netzwerkkonzept der Schulen sollte auf der Grundidee der strukturi erten
Verkabelung beruhen. Bei der klassischen, strukturierten Verkabelung wird von
einer zentralen Stelle jede Netzwerkdose einzeln angeschlossen. In einigen
Fällen ist dies aus baulichen und finanziellen Gründen nur schwer zu realisi e-
ren. Alternativ kann eine Kaskadierung der Neztwerkkomponenten vorgeno m-
men werden. Hierbei ist auf eine ausreichende Bandbreite zu achten.
Grundsätzlich sollte n bei der Neuverkabelung die neu esten und leistungsfä-
higsten Netzwerkkomponenten verwendet werden, um einen langfristigen Be-
trieb zu ermöglichen.
Bei der Installation der passiven Netzwerk -Komponenten ist darauf zu achten,
dass sicherheitstechnische Aspekte berücksichtigt werden. So sollen die Tec h-
nikräume verschlossen und vor unbefugtem Zutritt geschützt werden. Dies
verhindert Schäden an den Komponenten selbst (Vandalismus) und die mis s-
bräuchliche Nutzung der Infrastruktur (physikalische Sicherheit).
Die notwendigen Elektroinstallationen sind mit zu berücksichtigen, das heißt,
es müssen ausreichend EDV-taugliche 230 V-Anschlüsse zur Verfügung stehen.
0
500
1000
1500
2000
2500
3000
3500
CO2 kg p.A. Verbrauch
kW/h p.A.
Stromkosten
p.A.
PC 1530 3060 642,60 €
Spar-PC 408 816 171,36 €
Notebook 306 612 128,52 €
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
© die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008 25
Die aktiven Netzwerk-Komponenten sind auf die installierte Verkabelung abz u-
stimmen. Um die Betriebskosten zu optimieren, ist insbesondere auf die Mö g-
lichkeit der Fernwartung zu achten.
Die Anzahl der verschiedene n Gerätetypen sollte aus Gründen des besseren
Supports und Managebarkeit begrenzt werden.
Über die Netzwerk -Standards der Schulen in den Landkreisen Darmstadt -
Dieburg und Odenwald liegen uns keine konkreten Informationen vor.
Die meisten Schulen der Stadt Darmstadt verfügen über eine strukturierte Ve r-
kabelung und sind über das Wissenschaftsnetz der TU Darmstadt an das Inte r-
net angebunden.
Da die technische Entwicklung auch bei Datentransfer und Datenverteilung in
der Netzwerktechnik fast nicht voraussehbar ist, empfehlen wir in diesem B e-
reich die aktiven Komponenten zu leasen . Die Datenmengen, welche über
Netzwerke verteilt werden, haben sich in den letzten 4 Jahren verdoppelt.
Beim Ausbau der Schulnetze ist zu beachten, dass die Medienzentren in Z u-
kunft ihre Medien online verteilen werden. Dieser Aspekt ist insbesondere bei
der Standortauswahl und der Anbindungsmöglichkeiten an das Internet des
Medienzentrums-IT zu beachten.
3.3 Internet
Ein Internet -Zugang ist an allen Schulen vorhanden. Die Initiative der Deut-
schen Telekom „Schulen ans Netz“ hat hier eine flächendeckende Versorgung
ermöglicht. Der Zugang erfolgt über die kostenfreien T@School -ADSL-Zugänge -
oder ist in der Stadt Darmstadt mit dem Wissenschaftsnetz der TU Darmstadt
verbunden.
Am Übergang vom LAN zum Internet kommt ein Router zum Einsatz.
Um die Schulnetze vor unbefugten Zugriffen und Angriffen von außen zu schü t-
zen, ist der Einsatz einer Firewall zu empfe hlen. Diese kann auf dem Router
installiert sein, oder es kann eine eigenständige Firewal l verwendet werden. In
der Grundkonfiguration sollte die Firewall so eingerichtet sein, das s möglichst
wenige Dienste zugelassen sind. Auf Anfragen der Schulen können dann weite-
re Dienste nach Bedarf frei geschaltet werden.
Zukünftig wird es immer mehr Mög lichkeiten geben, das Internet zu nutzen.
Neben dem Download von Audiodateien, Dokumentarfilmen und Multimedi a-
anwendungen für den Unterricht, werden Schüler die Möglichkeit haben , in
virtuellen Bibliotheken, Nachschlagewerken oder Literatur zu suchen und diese
dann als Datei auf ihren PC zu laden.
Aus diesen Gründen und je nach Anzahl der aktiven PCs und aktuellen Internet-
Sitzungen ist zu überlegen, den Zugang zum Internet durch den Einsatz eines
Proxy-Servers zu entlasten. Der Proxy -Server hat die Aufgab e, häufig genutzte
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
26 © die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008
Internetseiten im Speicher vorzuhalten, so dass das Datenvolumen , das über
den Internetanschluss abgerufen wird, erheblich verringert werden kann.
Die Schulen der Landkreise Odenwald und Darmstadt -Dieburg sind über
T@School an das Inter net angebunden. Die Telekom hat in den letzten Jahren
die Anschlüsse mehrheitlich zu ADSL umgerüstet, mit Bandbreiten zwischen
768 KBps – 6 MBps im Downstream.
Die Höhe der Bandbreite ist abhängig von der technischen Ausstattung der
Telekom –Netze. In einigen Gemeinden wird die Telekom auch in Zukunft keine
DSL-Anschlüsse anbieten. Die dort zur Verfügung stehenden ISDN -Anschlüsse
sind für die intensive Nutzung von Internetdiensten an den Schulen unzure i-
chend. Hier muss über Alterativen nachgedacht werden und ein entspreche n-
des Budget für die Internetanbindung dieser Schulen zur Verfügung gestellt
werden.
3.4 IT-Systemlösungen
Das Ziel von IT -Systemlösungen ist es, die Arbeit mit der EDV -Ausstattung von
Schulen zu vereinfachen. Neben Werkzeugen zur Pflege und Administration der
Server und Clients bieten viele Lösungen auch „pädagogische“ Funktionen.
Durch die Vereinfachung und Standardisierung von komplexen Benutzungsa b-
läufen bei der Administration von IT -Systemen wird es möglich mit geringem
Schulungsaufwand die Systeme zu verwalten.
Durch die Vereinheitlichung der Systemkonfiguration, die mit dem Einsatz von
Systemlösungen einhergeht, werden die Supportkosten verringert.
Die Weiterentwicklung von Systemlösung en zur Verwaltung der EDV -
Infrastruktur an Schulen hat in den letz ten Jahren große Fortschritte gemacht.
Dies liegt nicht zuletzt an den zahlreichen Fördermitte lprojekten, die von den
Bundesländern und dem Bund initiiert wurden.
Die Erfahrung zeigt, dass Schulen bei der Gestaltung des Unterrichts Schwie-
rigkeiten mit starren Systemlösungen bekommen, wenn diese sich nur mit e r-
heblichem zusätzlichen Aufwand an schulische Bedürfnisse anpassen lassen.
Wichtig ist hier eine individuelle Anpassungsmöglichkeit der angebotenen L ö-
sung bzw. die Fähigkeit ihrer Modu larisierung, die zeitlich und preislich in e i-
nem günstigen Verhältnis steht.
Aufgrund der vielfältigen Anforderungen an eine Syst emlösung, hat sich g e-
zeigt, dass es kein Produkt gibt, das allen Bedürfnissen gerecht wird. Es muss
ein Kompromiss zwischen Funktionsumfang, Benutzbarkeit und Kosten gefu n-
den werden. Gegebenenfalls kann auf verschiedene Systeme zurückgegriffen
werden.
Bei der Entscheidung welche Systemlösung eingesetzt wird, sollten folgende
Fragen beachtet werden:
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
© die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008 27
Ist eine Systemlösung dazu in der Lage Supportkosten nachhaltig zu
reduzieren?
Ist die Lösung im Praxisbetrieb stabil und hat sie eine benutzerfreundli-
che Oberfläche?
Werden die Systeme in der Schule dadurch von mehr Pädagogen ei n-
gesetzt? Erreicht man eine höhere Nutzung der Hardware?
Lässt sich die Konfiguration der Systeme zentral nachvollziehen?
Die einzelnen Systemlösungen halten in den meisten Fällen eine administrative
Oberfläche vor, die dazu geeignet ist:
Benutzer zu verwalten (Lehrerinnen und Lehrer und Schülerinnen und
Schüler mit unterschiedlichen Rollen)
neue PCs in das System einzubinden
Betriebssysteme zu installieren
Software zentral auf Arbeitsstationen zu installieren
Verwaltung der Drucker im Netzwerk
Verwaltung von Daten im Netzwerk
Diese Funktionen werden vorwiegend von dem EDV -Beauftragten einer Schule
ausgeführt. Systemlösungen bieten automatisierte Hilfen, um die Arbeiten am
System effektiver zu gestalten und Supportdienste zu verringern.
Im pädagogischen Bereich werden Funktionen angeboten, die die Vorbereitung
des Unterrichtes und das Gestalten einer Unterrichtsstunde betreffen. Als pä-
dagogische Hilfen sind hier zu nennen:
Benutzerpasswort zurücksetzen
Internet-Management
PCs ein- und ausschalten
Druckerverwaltung
Testumgebung am PC herstellen (Klassenarbeitsmodus)
Verteilen von Unterrichtsmaterialien und Arbeitsblättern
Die Höhe der Anschaffungskosten von Systemlösungen ist sehr unterschie d-
lich, dies liegt zum einen daran, dass sich die einzelnen Lösungen sehr stark in
ihrem Funktionsumfang und in ihrem technischen Ansatz unterscheiden. Darü-
ber hinaus wurden e inige Systemlösungen teilweise oder vollständig durch
öffentliche Mittel finanziert.
Bei Systemlösungen, die von kommerziellen Software-Herstellern entwickelt
wurden, fallen zusätzlich Lizenzkosten an.
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
28 © die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008
Bei der Entscheidung für eine Systemlösung sollten folgende Kriterien berüc k-
sichtigt werden und eine detailierte Kosten-/Nutzenprüfung stattfinden:
Grundlegende Stabilität der Systemlösung
Leichtes Administrieren des Schulnetzes (Einbindung neuer Hardware,
Softwareinstallation, Benutzerpflege)
Einfaches Handling für Lehrerinnen und Lehrer und EDV -Beauftragte
(Schulungs- und Supportbedarf)
Abhängigkeit zu Herstellern und Folgekosten, für Updates und Support
An dieser Stelle verweisen wir auf die Ergebnisse der Evaluation von IT -Works
(Schulen ans Netz). Die Evaluation untersuchte die Umsetzung und den Einsatz
von vier Systemlösungen, die im Rahmen einer Förderung des Bundesministe-
riums für Bildung und Forschung zwischen 2004 und 2007 entwickelt wurden.
„“Im Rahmen der Evaluation wurden Fragebögen von fast 1.000 Lehrkräften,
117 IT-Verantwortlichen und 102 Schulleitungen erfasst.
„Die Ausgangssituation an den beteiligten Schulen war da durch gekennzeich-
net, dass Lehrkräfte mit geringen IT-Kenntnissen kaum die digitalen Medien im
Unterricht einsetzten“, erläuterte Scholten; die IT -Verantwortlichen seien stark
mit Mehrarbeit belastet und die Verfügbarkeit der Technik im Unterricht sei
nicht sichergestellt gewesen. „Ich freue mich, dass wir am Ende der Evaluation
ein positives Ergebnis haben: Schulische IT wird insgesamt positiver als zum
Projektstart bewertet“, hob Scholten hervor. Auffällig sei, dass der Anteil der
Nutzer sowie die Nutzung shäufigkeit im schulischen Bereich seit der Einfü h-
rung der Netzwerklösungen zugenommen habe. „Eine funktionierende IT mot i-
viert Lehrkräfte, ihren Unterricht mit digitalen Medien zu gestalten.“ Die tech-
nischen Aufgaben seien weitgehend gelöst, im organisato rischen Bereich blie-
ben dagegen noch offene Fragen.“1
Sollte eine Systemlösung zum Einsatz kommen, ist diese durch die IT -
Steuerungsgruppe zu testen und auszuwählen. Im Medienzentrum-IT ist für das
Testen von Systemlösungen und Ha rdware ein Labor einzuri chten, das den
technischen Mitarbeitern zur Verfügung steht.
Teststellungen der Hardware und zeitlich begrenzte Software -Lizenzen werden
von den Herstellerfirmen gerne bereitgestellt. Darüber hinaus sollte das Labor
über eine Auswahl der Hardware verfügen , die auch in den Schulen zum Ei n-
satz kommt. Hierbei ist zu beachten, das alle Hardwaremodelle aus einer Au s-
stattungsphase vorhanden sein müssen, um eventuelle Probleme nachvollzie-
hen zu können.
1 Quelle: http://www.schulen-ans-netz.de/meldungen/aktuelles/netzwerkstatt2007.php
Grundkonzept
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© die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008 29
3.5 Server, PCs, Notebooks, Peripheriegeräte
Bei der Auswahl eine s Hardware-Warenkorbes sollte die Standardisierung der
EDV-Systeme im Vordergrund stehen. Ein hohes Maß an Standardisierung ist
die Voraussetzung für den Betrieb einer komplexen IT -Infrastruktur in einem
angemessenen Kostenrahmen. Die Standardisierung ist auch der Schlüssel für
einen effektiven und zeitnahen Support.
Es ist wichtig, einen guten Kompromiss zwischen Standardisierung und Integra-
tion von bereits bestehender IT -Infrastruktur zu finden. Diese Integration soll
vor allem auf inhaltlicher und nicht auf technischer Ebene geschehen.
Standardisierung bezieht sich bei Hardware auf Gerätetypen eines Anscha f-
fungszyklus. Aufgrund der raschen Veränderungen im Hardwareangebot ist der
Markt ständig zu beobachten . Die Neuerungen können so prägnant sein, dass
sich die Kosten im Betrieb der Systeme dadurch deutlich verringern können. In
diesem Fall ist zu prüfen, ob ein vorzeitiger Austausch der Systeme wirtschaf t-
lich ist. Die letzte interessante Entwicklung fand im Prozessorbereich statt. Mit
der neue n Generation der Prozessoren ist es möglich ca. 30% pro Gerät an
Energie einzusparen.
3.6 Software und Lizenzen
Auf den Arbeitsstationen wird zurzeit vorwiegend mit Microsoft Windows B e-
triebssystemen gearbeitet. Dies liegt vor allem daran, dass die meisten Herstel-
ler von Lernsoftware ihre Produkte fast ausschließlich für Microsoft Betriebs-
systeme anbieten. Viele Schulen haben in den vergangenen Jahren bereits
erhebliche Mittel in die Beschaffung von Softwarelizenzen investi ert. Die s er-
schwert den Umstieg auf alternative Betriebssysteme.
Beim Einkauf von Software sollte auf die verschieden en Volumen-
Lizenzmodelle der einzelnen Hersteller zurückgegriffen werden. Durch die g e-
meinsame Beschaffung der Partner des Medienzentrum-IT liegt hier ein großes
Sparpotential. Lizenzen von Microsoft können einfach und günstig über den
Select-Vertrag des Landes Hessen beschafft werden.
Open Office wird als Open Source Software von immer mehr Schulen eing e-
setzt. Im Produktumfang sind die am häufigsten eingesetzten Anwendungen,
die auch in der Office-Suite von Microsoft angeboten werden.
Weiterhin ist zu empfehlen, so weit wie möglich, Open Source Produkte im Un-
terricht einzusetzen. Dadurch können nicht nur Lizenzkosten eingespart we r-
den, auch Schüler und Lehrer haben die Möglichkeit, sich diese Programme
auf ihren privat genutzten Geräten zu installieren.
Eine gute Auswahl von Open Source Programmen, die in Schulen eingesetzt
werden können, findet man auf der Website des Kasseler Medienzentrum s.
Dort werden im Zusammenhang mit der „Digitalen Schultasche“ die verschi e-
denen Programme vorgestellt.
Grundkonzept
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3.7 Notebook-Klassen mit persönlichen Notebooks
Neben der durch den Schulträger finanzierten Medienausstattung der Schulen,
müssen für die Zukunft Alternati ven gefunden werden, um der zunehmenden
Nachfrage nach Neuen Medien in den Schulen gerecht zu werden. Hierbei stellt
die Anschaffung von persönlichen Notebooks als individuell verfügbares A r-
beits- und Lernwerkzeug der Schülerinnen und Schüler eine viel versprechende
Möglichkeit dar.
3.7.1 Digitale Kluft
Eigene Notebooks in Schülerhand verbessern die Chancengleichheit. Heute
haben fast alle Kinder Zugang zu Computern und viele auch zum Internet.
Doch oft sind die PCs zu Hause nicht so verfügbar, dass sie jederzei t zum Ler-
nen und Üben verwendet werden können. Persönliche Notebooks bieten den
Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit wann immer sie es wünschen, oder
müssen, auf ihre individuelle Lernumgebung zuzugreifen.
Um dies zu realisieren , ist jedoch die Schaffung von Sozialfonds unerlässlich.
Neben günstigen Finanzierungsmodellen und Leasingkonzepten sind weitere
Maßnahmen, wie Staffelpreise, die durch gemeinnützige Sozialfonds abges i-
chert werden, nötig.
3.7.2 Supportkonzept
Neben der Herstellergarantie, die im Bedarfsfall einen schnellstmöglichen Aus-
tausch der Notebooks ermöglichen soll, ist ein umfangreiches Versicherung s-
paket für die Notebooks notwendig. Mit dieser Versicherung sind Schadensfälle
abzudecken, die nicht von der Herstellergarant ie gedeckt sind. Insbesondere
Ereignisse wie Diebstahl, Vandalismus und Verlust sind zu versichern.
3.7.3 Rolle des Medienzentrum-IT
Das Medienzentrum-IT kann sich auf die Fin anzierung der technischen Infra st-
ruktur der Schulen sowie den Aufbau und Unterhalt eines Supportsystems kon-
zentrieren.
Neben diesen Kernaufgaben unterstützt das Medienzentrum die einzelnen
Schulen bei der Umsetzung von Notebook -Projekten mit persönlichen Not e-
books. Dies geschieht unter anderem durch die Organisation von Finanzi e-
rungsmöglichkeiten für die Eltern.
3.7.4 Rolle der Eltern und Schüler
Die Eltern übernehmen die Finanzierung der Notebooks, dies kann je nach
Konzept durch Einmalzahlung oder durch Leasing oder Ratenzahlung gesch e-
hen. Die Schüler und Eltern arbeiten mit den Notebooks im Rahmen des vorge-
sehenen Technologiekonzeptes und beachten die besonderen Lizenzbedi n-
gungen, die für das Notebook-Projekt gültig sind.
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
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4. Ausstattungsprofile, Priorisierung der Schulen
Die Ausstattungsprofile der Schulen sollten auf einer Auswertung der schulspe-
zifischen Medienentwicklungspläne basieren, in denen die Schulen ihr M e-
dienkonzept und ihren IT-Bedarf erläutern. Zusätzlich sollte eine Arbeitsgruppe
aus Fachberater/innen des staatlichen Schulamtes diese Profile überprüfen
und gegebenenfalls durch zusätzliche pädagogische Gesichtspunkte erweitern.
Für die Priorisierung der Ausstattung von 158 Schulen der drei kommunalen
Partner könnten folgende Kategorien hilfreich sein:
Baumaßnamen
Unter die Kategorie Baumaßnahmen fallen Schulen, bei denen bauliche Ve r-
änderungen geplant sind. Um eine erneute Störung des schulischen Ablaufs zu
vermeiden und zusätzliche Kosten zu sparen, sollte an diesen Schulen die Ein-
richtung des Computer-Netzwerkes, sowie die Anpassung des Stromnetzes an
die Erfordernisse d er Medienausstattung direkt in die baulichen Ma ßnahmen
mit einbezogen werden. Die Ausstattung der Schule mit neuer Hardware soll
nach Abschluss der Baumaßnahme erfolgen.
Berufliche Schulen
Um eine angemessene und zeitgemäße Ausbildung an den beruflichen Schulen
zu gewährleisten, sollte n Netzwerke und Hardwareausstattung dem Industri e-
standard angepasst sein. Berufliche Schulen sind aus diesem Grund mit hoher
Priorität zu behandeln. Es lohnt sich die Förderprogramme des Landes Hessen
abzurufen, um Kosten in diesem Bereich einzudämmen.
Pädagogische Konzepte
An einigen Schulen we rden mit wenigen, teilweise stark veralteten Geräten -
aus Spenden oder Fördermitteln - bereits schulische Projekte entwickelt, oder
die Geräte mit ihren geringen Möglichkeiten in den Ablauf des Fachunterrichts
integriert.
Umsetzung der pädagogischen Konzepte ist schwierig, da nur kleine Schüler-
gruppen zur gleichen Zeit Zugang zu einem Gerät erha lten. Das Engagement
bei der Entwicklung von pädagogischen Konzepten sollte keinesfalls durch das
Fehlen einer entsprechend dimensionierten Ausstattung behindert werden.
Oft gehen die Entwicklung der pädagogischen Konzepte und die Einbindung
der PCs im Unterricht einher mit einer hohen Fortbildungsquote im Kollegium.
Bislang uninteressierte Lehrerinnen und Lehrer erhalten durch die Arbeit ihrer
Kolleginnen und Kollegen einen Motivationsschub, sich mit Neuen Medien im
Unterricht auseinanderzusetzen. Wichtige Unterstützung hierfür besteht in e i-
nem stabilen Schulnetzwerk und standardisierter Hardware.
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
32 © die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008
Ausstattung
Durch die Praxis der letzten Jahre, PCs durch Spenden a us Industrie und priva-
ten Haushalten in den Schulen einzusetzen, sehen sich die EDV -Beauftragten
vor einer Vielzahl unterschiedlicher, veralteter und im hohen Grade wartungsin-
tensiver Geräte. Dadurch wird von den engagierten Lehrerinnen und Lehrern
Mehrarbeit abverlangt.
Durch den Einsatz eines wartungsarmen Schulnetzwerkes und der entspr e-
chenden Hardware erfolgt eine Entlastung der EDV -Beauftragten. Die Freise t-
zung von Energien der EDV -Beauftragten kann positive Effekte haben, be i-
spielsweise bei internen Fortbildungen von Kolleginnen oder Weiterentwicklung
der pädagogischen Konzepte.
Ausbildungsstand des Kollegiums
Die Situation an den Schulen ist sehr unterschiedlich. Wichtig sind engagierte
Kolleginnen und Kollegen , die den Computereinsatz im Unterricht zu einem
zentralen Thema erheben. Hier steigt die Motivation im Kollegium, sich mit
dem PC-Einsatz in der Schule auseinanderzusetzen.
In vielen Schulen ist die mangelnde oder schlechte Hardware Auslöser für das
nicht vorhandene Interesse der Lehrerschaft am Einsatz von Neuen Medien.
Abhilfe schaffen neben der Ausstattung mit moderner wartungsarmer IT auch
Fortbildungen, die gemeinsam mit den Fachberater n und Fachberater innen
des Medienzenturm-IT geplant werden müssen.
Schulen mit zeitgemäßer, neuer IT-Ausstattung
In der Regel wird bei Hardware eine Wirtschaftlichkeit und Lebensdauer von 5
Jahren vorausgesetzt. Zu untersuchen ist, welche der Schulen in den letzten
Jahren mit welchem Standard ausgestattet wurde. Darüber kann eine Priorisi e-
rung zur Aufn ahme der Schulen in das Konzept des Medienzentrums -IT erfo l-
gen.
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
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5. Beschaffung
Für die Verbandspartner besteht im gemeinsamen Management der IT -
Infrastruktur der Schulen die Möglichkeit, zukünftig bei der Anschaffung von
Hardware, in bessere Verhandlungspositionen zu gelangen.
In den letzten Jahren wurden Geräte von den jeweiligen Schulträgern eing e-
kauft. Die Schulen waren bemüht, die IT -Ausstattung durch Spenden-PCs aus
der Industrie aufzustocken. Aus diesem Grund befindet sich zurzeit eine nur
schwer ein zuschätzende Anzahl von angeschafften und gespendeten PCs an
den Schulen.
5.1 Finanzierungskonzepte
Bisher wurde die EDV-Infrastruktur über den Vermögenshaushalt der Schultr ä-
ger beschafft. Dies hat den Vorteil, dass hier keine direkten Finanzierungskos-
ten entstehen. Es ist jedoch zu beachten, das s aufgrund der angespannten
Haushaltslage der Kommunen durch die Kreditaufnahme indirekte Finanzi e-
rungskosten entstehen.
Leasing bietet eine gute Alternative zur herkömmlichen Finanzierung. Es gibt
verschiedene Dienstleister, die sich auf IT-Leasing spezialisiert haben. Sie bi e-
ten Leistungen an, die über die klassischen Finanzleistungen hinausgehen:
Rücknahme der Geräte gemäß Ent sorgungs- und Datenschutzrichtl i-
nien
Inventurleistungen
Versicherung
Assetmanagement
Unterstützung bei Ausschreibungen
Durch diese Dienstleistungen können die Verwaltung entlastet und Kosten
eingespart werden.
Bei der Gestaltung der Leasingverträge ist darauf zu achten, dass sie die Mö g-
lichkeit bieten, auf Anforderungsänderungen ohne groß en Kosten- und Verwal-
tungsaufwand zu reagieren.
Bei der Anschaffung von Hardware, die über Leasing f inanziert wird, muss b e-
achtet werden, dass alle Geräte am Ende der Leasingzeit im funktionsfähigen
Zustand an den Leasinggeber zurückgegeben werden. Um dies zu gewährleis-
ten, sind mit den Hersteller n Garantieerweiterungen über die gesamte Laufzeit
des Leasings zu vereinbaren.
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
34 © die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008
5.2 Beispielrechnungen für die Leasingfinanzierung der ein-
zelnen Partner
Bei den Beispielrechnungen für die Leasingfinanzierung wird von folgenden
Stückzahlen ausgegangen:
In den Berechnungen sind die Kosten für die Netzwerkinfrastruktur, Server und
Anpassung der Stromversorgung an die Erfordernisse einer modernen EDV -
Ausstattung nicht enthalten.
Die gesamten Investitionskosten wurden gleichmäßig auf fünf Jahre verteilt. In
der Praxis wird die Verteilung anders sein, da die Ausstattungsphasen nach
inhaltlichen Gesichtspunkten bestimmt werden sollten.
Bei den Kosten für die IT -Arbeitsplätze wird von einem Drittel Notebooks und
zwei Dritteln PC-Arbeitsplätzen ausgegangen.
0
500
1000
1500
2000
2500
Darmstadt-Dieburg Odenwald Darmstadt
2400
1935
2194
Aktuelle IT-Arbeitsplätze in Schulen
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
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5.2.1 Beispielrechnung Stadt Darmstadt
Alle hier genannten Preise sind inklusive Mehrwertsteuer.
Investitionskosten IT-Arbeitsplätze
Jahr Notebooks PCs Kosten
2009 147 294 420.861,00€
2010 147 294 420.861,00€
2011 147 294 420.861,00€
2012 147 294 420.861,00€
2013 147 294 420.861,00€
Gesamtkosten 2.104.305,00€
0,00 €
50.000,00 €
100.000,00 €
150.000,00 €
200.000,00 €
250.000,00 €
300.000,00 €
350.000,00 €
400.000,00 €
450.000,00 €
2009 2010 2011 2012 2013
Leasingkosten 86.697 173.39 260.09 346.78 433.48
Leasingkosten pro Jahr
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
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5.2.2 Beispielrechnung Landkreis Darmstadt-Dieburg
Alle hier genannten Preise sind inklusive Mehrwertsteuer.
Investitionskosten IT Arbeitsplätze
Jahr Notebooks PCs Kosten
2009 160 320 458.080,00€
2010 160 320 458.080,00€
2011 160 320 458.080,00€
2012 160 320 458.080,00€
2013 160 320 458.080,00€
Gesamtkosten 2.290.400,00€
0,00 €
50.000,00 €
100.000,00 €
150.000,00 €
200.000,00 €
250.000,00 €
300.000,00 €
350.000,00 €
400.000,00 €
450.000,00 €
500.000,00 €
2009 2010 2011 2012 2013
Leasingkosten 94.364 188.72 283.09 377.45 471.82
Leasingkosten pro Jahr
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
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5.2.3 Beispielrechnung Landkreis Odenwald
Alle hier genannten Preise sind inklusive Mehrwertsteuer.
Investitionskosten IT Arbeitsplätze
Jahr Notebooks PCs Kosten
2009 104 207 296.876,00€
2010 104 207 296.876,00€
2011 104 207 296.876,00€
2012 104 207 296.876,00€
2013 104 207 296.876,00€
Gesamtkosten 1.484.380,00€
0,00 €
50.000,00 €
100.000,00 €
150.000,00 €
200.000,00 €
250.000,00 €
300.000,00 €
350.000,00 €
2009 2010 2011 2012 2013
Leasingkosten 61.156 122.31 183.46 244.62 305.78
Leasingkosten pro Jahr
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
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5.3 Ausschreibungen
Die Organisation von Ausschreibungen verursacht einen erheblichen Aufwand.
Aus diesem Grund sollen verschiedene Maßnahmen geprüft werden , um den
Aufwand zu verringern.
Eine Möglichkeit ist die Ausschreibung von kompletten Hardware Warenkörbe n
für einen Beschaffungszyklus. Aus diesem Warenkorb kann dann für ein def i-
niertes Zeitfenster frei bestellt werden.
Die Ekom21 hat damit begonnen für ihre Mitglieder Hardware -Warenkörbe
auszuschreiben, die sich speziell an den Bedürfnissen von Schulen orientieren.
Sie werden regelmäßig aktualisiert und die Preiswürdigkeit wird von zentraler
Stelle geprüft. Eine Beschaffung über diesen Weg birgt den geringsten Au f-
wand. Hierbei ist es sogar möglich auf die Auswahl und die Konfiguration der
einzelnen Systeme Einfluss zu nehmen.
Bei der Ausschreibung von IT -Dienstleistungen, die nicht eigenständig vom
Medienzentrum-IT erbracht werden können, ist auf ein en flexiblen Zeitrahmen
einer Kooperation zu achten. Ziel ist es, bei erfolgreicher Zusammenarbeit die-
se ohne großen Aufwand beizubehalten und gleichzeitig bei einer eventuellen
Verschlechterung der Qualität den Anbieter zu wechsel n. Bei der Auswahl der
Dienstleister ist es sinnvoll regionale Anbieter zu wählen.
5.4 Assetmanagement
Ein Assetmanagementsystem ist bei der zukünftigen Ausstattung und Erneu e-
rung der Ausstattung von großer Bedeutung. Neue Hardware kann so direkt,
mit der jew eiligen Schule als Organisation, zugeordnet werden. Die Dokume n-
tation der schulischen IT-Ausstattung ist dadurch jederzeit möglich.
Es ist zu prüfen, ob ein Assetmanagementsystem vom Leasinggeber eingesetzt
werden kann. Alternativ hierzu sind Open Source Lösungen empfehlenswert.
Bei der Auswahl des Systems ist zu beachten, dass es Schnittstellen zum Help -
Desk System gibt; dies erleichtert die Dokumentation des Hardwaresupports.
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
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6. Support
Der Support der EDV -Infrastruktur ist eine der wichtigsten Aufgaben bei der
Unterhaltung schulischer IT. Damit Support nicht zur Kostenfalle bei dem B e-
trieb von EDV-Systemen wird, müssen bei der Konzeption von schulischer Au s-
stattung einige Standards berücksichtigt werden.
Durch eine weitgehende Vereinheitlichung von Hardware sowie der Auswahl
von wartungsfreundlichen Komponenten, können die Ausfallzeiten maßgeblich
verkürzt werden.
Standardisierte Hardware sollte mit Wartungsverträgen angeschafft werden ,
deren Laufzeit idealer Weise an die Leasing - und Lebensdauer der Geräte a n-
gepasst ist. Nur so ist gewährleistet, dass für den gesamten Lebenszyklus e i-
nes Gerätes ein optimaler Hardware-Support über den Hersteller zur Verfügung
steht.
Bei defekten Geräten, die in keiner Gewä hrleistung enthalten sind, sollten die
Wiederherstellungskosten immer zwischen Technikeraufwand und Neua n-
schaffung abgeschätzt werden. Oft macht sich der Kosten -Aufwand für Techni-
kerstunden und Ersatzteile bei Altgeräten nicht bezahlt.
Im Folgenden wird ein mehrstufiges Supportkonzept vorgestellt und die organi-
satorischen Lösungen beschrieben. Ziel wird es sein, mit den Schulen gemei n-
sam, das Support -Konzept anzupassen und die definierten Lösungen im Su p-
port zu integrieren.
6.1 Mehrstufiges Support-Konzept
6.1.1 First-Level-Support
Diese Aufgaben sind räumlich und organisatorisch möglichst nah bei den A n-
wendern (Schulen) platziert, da die Erfahrung zeigt, dass eine rein telefonische
Unterstützung für die Schulen nicht ausreicht. Für die Aufgaben sollen minde s-
tens zwei Personen pro Schule zur Verfügung stehen, so dass die Schule auch
im Krankheitsfall oder bei Personalwechsel optimal betreut werden kann.
Der First Level Support wird in den meisten Schulen von den EDV-Beauftragten
übernommen. Diese Aufgabe kann aber nicht von allen EDV -Beauftragten in
gleicher Qualität erfüllt werden. Die Qualität hängt von den vorhandenen EDV -
Kenntnissen der verantwortlichen Lehrer ab.
Um die EDV -Beauftragten bei ihrer Arbeit zu unterstützen, sind ausführliche
Systemeinführungen und regelmäßige Fortbildungen nötig. Insbesondere sind
Schulungen, die den Umgang mit der Systemumgebung zur Administration der
Schulnetze vermitteln wichtig. Durch sie kann der Zeitaufwand der Administr a-
tion der Schulsysteme durch die EDV-Beauftragten verringert werden.
Es müssen Fortbildungen angeboten und entwickelt werden, die sich nach den
Anforderungen der Schulen und dem Wissensstand der EDV -Beauftragten rich-
ten.
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
40 © die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008
Zur Entlastung der EDV -Beauftragten sollten die Staatlichen Schulämter Dep u-
tatstunden gewähren. Die meisten der EDV-Beauftragten zeichnen sich durch
hohes Engagement in der Pflege der Systeme aus. Dies führt bei den Zuständ i-
gen zu einem erhöhten Zeitaufwand und vermehrten Anforderungen durch
Kollegen und Fachabteilungen im Arbeitsal ltag. Durch Deputatsstunden erhält
dieser Personenkreis zumindest eine Anerkennung der Leistungen, die für die
Schulen erbracht werden. Hier sind alternative Ausgleichsmodelle zu finden.
Die Arbeitsgruppe der EDV -Beauftragten in Darmsatdt -Dieburg hat hierzu An-
forderungen entwickelt die zu diskutieren sind. Der Aufgabenbereich von EDV -
Beauftragten ist in erster Linie im pädagogischen Support an der Schule vero r-
tet. Technischer Support hingegen sollte in Verantwortung und im Aufgabenb e-
reich Dritter liegen. In der Praxis sind die Übergänge zwischen technischem
und pädagogischem Support oft fließend.
6.1.2 Second-Level-Support
Bei technischen Problemen, die der First -Level-Support nicht lösen kann, i n-
formieren die EDV -Beauftragten den Second -Level-Support. Der Second -Level-
Support versucht mittels Fernwartungswerkzeugen das Problem zu lösen. Ist
dies nicht möglich, muss ein Vor -Ort-Einsatz veranlasst werden. Führt auch
dieser nach einer festgelegten Zeit nicht zum Erfolg, wird der Third -Level-
Support informiert.
Abbildung 3: Prozess Second-Level-Support
Hardware-
Problem
Garantie
Ersatzteil
vorhanden
Ersatzteil
bestellen
Call bei
Hersteller
öffnen
Hersteller
repariert Ende
Vororteinsatz
Hardware-
tausch
Ende
Ende
Vororteinsatz
Hardware-
tausch
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
© die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008 41
Neben den rein problemlösenden Aufgaben ist der Second -Level-Support ver-
antwortlich für die:
Koordination des Third-Level-Supports
Unterstützung des First-Level-Support
Versorgung des First-Level-Support mit technischen Informationen
6.1.3 Third-Level-Support
Der Third -Level-Support ist die letzte Instanz zur technischen Problemlösung.
Darüber hinaus werden Musterlösungen und Konzepte erarbeitet und dem
Second-Level-Support zur Verfügung gestellt.
6.1.4 Organisatorische Zuordnung der Aufgaben
Der First-Level-Support muss möglichst nah beim Anwender lokalisiert sein.
Dies ist aus wirtschaftlichen und organisatorischen Gesichtspunkten sinnvoll
und gewährleistet eine schnelle Problemlösung. Des Weiteren können neue
Anforderungen der Anwender zeitnah aufgenommen werden, da der Dialog mit
den Lehrern und Schülern vor Ort erfolgt.
Die Platzierung des First -Level-Supports wird auch der Autonomie der Schulen
gerecht, bezogen auf die Auswahl der Lernsoftware. Voraussetzung ist, wi e
oben erwähnt, dass die Verantwortlichen vor Ort über das notwendige Know -
how verfügen.
Dies bedeutet, dass die EDV -Beauftragten regelmäßig an Schulungen teilne h-
men. Das Schulungsangebot richtet sich nach den Anforderungen der Schulen.
Insbesondere müssen die speziellen Gegebenheiten bei der Administration der
Schulsysteme berücksichtigt werden. Neben den Schulungsmaßnahmen für
die IT-Beauftragten ist es auch wichtig, Schulungen für das gesamte Kollegium
anzubieten, so kann der EDV-Beauftragte entlastet werden. Die Schulungen für
das Kollegium sollten den Umgang und die Arbeitsweise mit Betriebssystemen
und Netzwerk betreffen sowie d en Einsatz von pädagogischer Software zum
Inhalt haben.
Idealerweise verfügen alle Schulen über ausgebildete Mitarbeiter (Lehrkräfte,
EDV-Beauftragte). Ziel ist es, dass bis zu 75 % der Probleme vom First -Level-
Support gelöst werden. Zur technischen Unterstützung des First -Level-Support
soll ein Single-Point-of-Contact (SPOC) eingerichtet werden. Dieser muss in den
schulischen Kernzeiten zur Verfügung stehen.
Der Second-Level-Support besteht aus EDV -Spezialisten, die mit den Syste m-
umgebungen der Schulen vertraut sind. In der Endausbaustufe des pädagog i-
schen Netzes sollte ein Zugriff vom Support-Team über VPN gewährleistet sein.
So ist direkte Hilfe an den Systemen schnell und kostengünstig möglich.
Ziel ist es, dass 20 - 25 % der Probleme vom Second -Level-Support gelöst wer-
den.
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
42 © die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008
In Abhängigkeit vom IT -Wissen und d en Fähigkeiten der EDV -Beauftragten ist
zu überlegen, die Benutzerrechte auf dem Schul -Server einzuschränken und
die Änderungen dort nur durch die technischen Mitarbeiter des Medienzent-
rum-IT vornehmen zu lassen.
Eine weitere Herausforderung bilden alle angeschafften PCs der letzten Jahre,
die nun aus der Garantie herausfallen oder herausgefallen sind. Die Pflege
dieser Geräte und Gewährleistung der Betriebsfähigkeit wird erhebliche Re s-
sourcen im Supportbereich in Anspruch nehmen.
Es ist zu prüfen und fest zulegen, bis zu welchem Alter diese Geräte durch die
Techniker des Supports gewartet werden. Bei großem Arbeitsaufwand, zur
Wiederherstellung der Betriebsbereitschaft, ist es oft günstiger ein Gerät durch
einen neuen PC mit entsprechender Gewährlei stung des Herstellers auszuta u-
schen.
Ebenfalls zu berücksichtigen ist, dass einzelne, aktive Schulen einen erhöhten
Bedarf an persönlicher Betreuung aufweisen werden. In Vorgesprächen mit
den Medien-Fachberatern der staatlichen Schulämter, wurde speziell für den
Support das Bedürfnis nach individueller und intensiver Betreuung durch Su p-
portmitarbeiter formuliert und eingefordert.
Vergleichbare Mitarbeiter -Zahlen für die Administration von Rechnern und
Netzwerken findet man im industriellen Bereich nicht.
Der Third-Level-Support wird in der Regel vom Hersteller oder Lieferant en der
Hard- und Software geleistet und ist die letzte Eskalationsstufe zur Lösung
technischer Probleme. Hier sollten alle bisher noch nicht gelösten Probleme
beseitigt werden oder Gegenmaßnahm en, wie der Austausch von Geräten,
eingeleitet werden.
6.2 Monitoring der Systeme
Um eine möglichst hohe Qualität beim Betrieb der EDV -Systeme zu erreichen ,
ist es nötig, die besonders kritischen Komponenten der IT -Infrastruktur, wie
Server und aktive Netzwerkkomponenten kontinuierlich zu überwachen. Wenn
bestimmte, vorher definierte Schwellwerte erreicht werden, können Prozesse
eingeleitet werden, die Störungen verhindern ode r das Zeitfenster zur Beh e-
bung der Störungen so klein wie möglich halten.
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
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Abbildung 4: System Monitoring
Server
Festplatten
Kapazität
RAID Status
Backup
Status
Event-Log
Router
DSL /WAN
Status
Auslastung
Firewalls
Ereignisse
Switche
Onlinestatus
Auslastung
W-LAN
Online
Status
Auslastung
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6.3 Helpdesk
Support-Anfragen, die der First -Level-Support nicht lösen kann, werden im
Helpdesk dokumentiert. Hardwaredefekte werden erfasst und die entspr e-
chenden Maßnahmen zur Erfüllung der Garantie - und Wartungsverträge einge-
leitet. Hier werden auch die Ergebnisse der Server - und Netzwerküberwachung
erfasst und gegebenenfalls die entsprechenden Aktivitäten eingeleitet.
Der Helpdesk fungiert für die EDV-Berater als Single Point of Contact (SPOC). In
der Praxis bedeutet dies, dass alle Support -Anfragen aus den Schulen unter
einer Telefonnummer und Webadresse abgesetzt werden können. Auch telefo-
nische Anfragen we rden für die EDV -Beauftragten unter ihrem Ac count im
Internet vorgehalten.
Durch die Dokumentation erreicht man eine Qualitätskontrolle über die ang e-
schaffte Hardware und das pädagogische Netzwerk. Darüber hinaus erhält
man eine Auflistung des Supportaufwands pro Schule und kann diesen für den
Verbandspartner aufschlüsseln, oder mit dem an Schulen ausgewiesenen
Supportetat für EDV verrechnen.
Ziel ist, dass dadurch die Stellen des Supports zum Teil refinanzierbar werden.
Die Dokumentation des Supports so llte durch ein nachvollziehbares, webb a-
siertes Ticketsystem erfolgen. Als Ticketsystem bieten sich Open -Source-
Lösungen an, die an die Bedürfnisse der Schulen und der Partner des Regi o-
nalverbandes angepasst werden können. Darüber hinaus ist es für die Anwe n-
der transparent, welchen Status ihre Anfragen haben.
6.4 Geräte testen
Bevor Geräte für einen Ausstattungszyklus eingekauft werden, sollten sie von
den Technikern des Medienzentrum s geprüft werden. Eignen sie sich für die
Anforderungen, die zusammen mit Fac hberater/-innen erstellt wurden? Kön-
nen sie in die Systemlösungen integriert werden?
Durch Kontakte mit den Herstellerfirmen werden Geräte , vor dem Zustande-
kommen des Auftrages, als Testgeräte zur Verfügung gestellt.
6.5 Rollout und Rollin
Während einer Ausstattungsphase werden Hunderte von Geräten in die Sch u-
len verbracht und dort in die EDV-Landschaft der Schulen integriert . Dieser
Vorgang sollte von Mitarbeitern des Medienzentrums geplant werden:
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
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Abbildung 5: Rollout Prozess
Das Rollin beschreibt diesen Vorgang in umgekehrter Form. Die Planung des
Leasingrücklaufs oder die Entsorgung der gekauften Geräte . Hierbei ist auf die
fachgerechte Löschung der Datenträger zu achten. Am Ende eines Leasingzyk-
lus werden die Geräte funktionsfähig vom Leasinggeber zurück genommen. Die
Mitarbeiter des Medienzentrum-IT müssen die vom Austausch betroffenen Ge-
räte zusammenstellen und die Schulen frühzeitig über den Ablauf informieren.
Die Schulen müssen rechtzeitig dazu aufgefordert werden, defekte Geräte zu
melden, um die Funktionsfähigkeit wieder herstellen zulassen oder Ersatz zu
beschaffen.
Rollout und Rollin sollten so geplant werden, dass es nur zu einer kurzen U n-
terbrechung der Nutzung der EDV-Systeme in den Schulen kommt.
Fortbildungen für EDV -Beauftragte und Kollegien müssen, in Abhängigkeit von
neuen Komponenten der Systeme, erstellt und geplant werden.
Grundkonzept
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7. Medienverleih
Die Partner verfügen jeweils über ein Medienzentrum in Darmstadt, Dieburg
und Erbach, das für die Schul en in der Gebietskörperschaft zuständig ist. Die
Aufgaben der Medienzentren bestehen in der Beschaffung und dem Verleih
von Medien, Geräten und Kameras.
Zu diesem Zweck besteht eine Möglichkeit der Onlinesuche und Bestellung.
Das Medienzentrum Erbach ist verbunden mit der he ssischen Z entraldaten-
bank zur Medienrecherche.
In Erbach und Dieburg ist ein Fahrdienst angeschlossen, der die Medien an die
Schulen ausliefert und wieder abholt. Dieser kann eventuell du rch die Beauf t-
ragung eines externen Kurierdienstes ersetzt werden.
Die Partner legen großen Wert darauf, dass der Medienverleih über die Me-
dienzentren in den nächsten Jahren bestehen bleibt.
Die hessischen Medienzentren sind in einer Arbeitsgruppe zusammen g e-
schlossen, die die Planung und Umstellung zur Online-Distribution als Thema
hat. Es ist damit zu rechnen, dass die Arbeitsgruppe in naher Zukunft, vom
Land Hessen unterstützt, neue Wege der Medien -Distribution finden wird. Die
Bestrebung ist hierfür eine hessische Lösung zu finden.
Für die Phase der Umstellung sollten beide Formen der Distribution angeboten
werden.
Die Aufgaben der klassischen Medien-Distribution in den Medienzentr en sind
folgende:
Beschaffung, Unterhaltung und Verleih
Lizenzverwaltung: Film und Bild
Medien-Distribution
Pflege der lokalen Mediendatenbank
Verwaltung und Pflege der Medien
Verwaltung und Pflege der Geräte
Reparatur
Dokumentation
Fahrdienst
Im E inzelnen wurden diese Aufgaben von den Medienzentrumsleitern , den
Herren Bendel, Dr. Hoß und Braun (letzterer Schulverwaltung Darmstadt -
Dieburg) im Konzept für das Medienzentrum Darmstadt -Dieburg beschrieben,
auf das wir an dieser Stelle nochmals verweisen möchten.
Grundkonzept
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8. Fortbildung
Fortbildungen sind ein weitere r zentraler Punkt bei der Ausstattung der Sch u-
len mit Neuen Medien. Viele Lehrerinne n und Lehrer n fühlen sich zu wenig
vorbereitet, um EDV in ihrem Unterricht einzusetzen. Die Lehrpläne fordern von
den Lehrerinnen und Lehrer n die Verwendung von Neuen Medien in allen U n-
terrichtsfächern. In den meisten Fällen liegen jedoch nur unzureichende didak-
tische Materialien oder Empfehlungen vor, wie dies umzusetzen ist.
Insofern sind die Kollegien beim Einsatz der Neuen Medien mehrfach belastet.
Um das Ziel zu erreichen, Neue Medien sinnvoll und regelmäßig im Unterricht
einzusetzen, ist es notwendig, Fortbildungen mit einem hohen Praxisbezug zu
entwickeln.
Das Fortbildungsangebot muss breit angelegt werden. Für alle Niveaus der IT-
Nutzungskompetenz werden Angebote benötigt . Neben der V ermittlung von
Basiswissen über Betriebssys teme, Netzwerkgrundlagen und Standardapplika-
tionen sind auch Angebote für spezielle Anwendungen und Arbeitstechniken
wichtig.
Auch Fortbildungen über effizientes Arbeiten und Digitalisierung vorhandener
Materialien sollten in das Fortbildungsangebot für Lehrerinnen und Lehrer auf-
genommen werden.
Das grundsätzliche Ziel aller Fortbildungen sollte sein, den Lehrerinnen und
Lehrern zu vermitteln, dass der richtige Einsatz von Neuen Medien zu einer
Verbesserung des Unterrichts-führt und zu einer Arbeitserleichterung.
8.1 Ausbildungsstand der Kollegien, Fortbildungsbedarf er-
mitteln
Über ein e Befragung der Kollegien sollte vorab der Bedarf an Fortbildungen
ermittelt werden. Die Befragung sollte, neben der eigenen Einschätzung , wie
vertraut der Umgang mit den Neuen Medien ist und welche Fortbildungen b e-
reits besucht wurden, auch beinhalten wie häufig der Einsatz von PC und Inter-
net im Unterricht vorkommt.
Für Lernsoftware, die mit Landeslizenzen zur Verfügung stehe n und Lernsof t-
ware die durch das Medienzentrum-IT empfohlen wird, sollten Fortbildungsver-
anstaltungen angeboten werden.
Ein großes Interesse besteht an didaktischen Methoden des Einsatzes Neuer
Medien und den praktischen Beispielen von Unterrichtseinheiten. Materialien
hierzu werden bereits zu vielen Themen auf Plattformen im Netz angeboten.
Für viele Lehrerinnen und Lehrer ist die Arbeit mit Neuen Medien jedoch Neu-
land. Entsprechend sind Fortbildungen und Informationsveranstaltungen zu
Möglichkeiten des Einsatzes von Web 2.0 und den sich daraus ergebenden
Möglichkeiten für die Vorbereitung des Unterrichts und der Unterrichtgesta l-
tung unerlässlich.
Grundkonzept
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8.2 Fortbildungen planen, erstellen und durchführen
In Zusammenarbeit mit den Fachberater innen und Fachberatern der staatli-
chen Schulämter und Mitarbeiter des Medienzentrums sollten die ermittelten
Bedarfe umgesetzt werden. Von Vorteil ist die Planung schuljahresbegleitender
Veranstaltungsreihen. Die Programme der Veranstaltungsreihen sollten frühzei-
tig, in Digital- und Printform, beworben werden.
Zusätzlich ist die Planung von Vortrags - und Diskussionveranstaltungen hil f-
reich, um einen breiten Diskurs über die Nutzung N euer Medien im Unterricht ,
in den Kollegien, zu erreichen.
Da die Kreise Darmstadt-Dieburg und Odenwald sich weitläufig über ein großes
Gebiet ausdehnen, empfehlen wir die Räumlichkeiten der bestehenden M e-
dienzentren für Fortbildungen und Veranstaltungen zu nutzen. Die Medienzen t-
ren sollten dann über eine entsprechende Ausstattung mit PC -Arbeitsplätzen
bzw. Notebooks und Präsentationseinheiten für die Fortbildungen im IT-Bereich
verfügen.
8.3 Fortbildungen verwalten und dokumentieren
Neben der inhaltlichen Organisation von Fortbildungen sind genügend Re s-
sourcen für die vom Institut für Qualitätsicherung (IQ) in der Lehrerfortbildung
erwarteten Maßnahmen zur Verwaltung und Qualitätsicherung vorzuhalten:
Akkreditierung der Angebote
Pflegen der Fortbildungstermine
Auswertung der rückläufigen Fragebögen über die Qualität der Fortbi l-
dung
Ausstellung der Zertifikate für die Teilnehmer
Vorgeschriebene Archivierung der Fragebögen für Stichproben des In-
stitut für Qualitätsprüfung
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
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9. Standort
Das neue Medienzentrum-IT wird unterschiedliche Standorte haben. Die Zent-
rale in Darmstadt soll den Technischen Support, die IT -Labore, die Verwaltung,
Medienverleih und Räume für Fort -und Weiterbildung beherbergen. Ein Stan d-
ort in Darmstadt bietet sich aufgrund der kürzesten Anfahrtswege für die mei s-
ten Schulen an.
In Dieburg und in Erbach sollen Dependancen des Medienzentrum-IT eingerich-
tet werden, die zum einen für den Medienverleih und darüber hinaus für Fort-
und Weiterbildung Räume vorhalten.
So kann ein guter Kompromiss zwischen Anfahrtswegen, Nähe zu Nutzerinnen
und Nutzern und Wirtschaftlichkeit erreicht werden.
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
50 © die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008
10. Personal
Um die Synergieeffekte auch im Bereich Personal darzustellen haben wir zu-
nächst die aktuelle Stellenbesetzung der drei Gebietskörperschafte n in der
Schulverwaltung und den bestehenden Medienzentren neben einandergestellt.
Die Zahlen erhielten wir aus den Schulverwaltungen der Körperschaften.
Schwierigkeiten ergaben sich hier aus der Vermischung der Zuständigkeiten
durch die innere und äußere Schulverwaltung. Die Ausstattung mit Hardware
sowie dessen Support fällt in die Zuständigkeit der Schulträger, die Beratung
der Schulen zu Bedarf und zum Einsatz der Ausstattung fällt unter die Zustän-
digkeit der Schulämter.
Um ein genaues Zahlenwerk vorzulegen bedarf es einer Eval uation der Aufga-
benbereiche mit zeitl icher Erfassung des Aufwandes, da gerade in der Verwa l-
tung unterschiedliche Aufgaben von den verantwortlichen Personen erfüllt
werden. Gehälter wurden von uns in den meisten Fällen geschätzt.
Die Medienzentren werden sowohl von den Schulträgern als auch d en Staatli-
chen Schulämtern finanziert.
Die ermittelten Summen für die Stellen in der Verwaltung der Schulträger ergibt
folgende Übersicht:
Stellen Kosten
Da-Di 2 92.500,00 €
Da 1 40.000,00 €
ODW 0,5 23.125,00 €
Gesamt 3,5 155.625,00 €
Die Stellen in den Medienzentren, die sowohl durch die Schulträger als auch
die Staatlichen Schulämter finanziert werden, haben wir folgende Aufteilung
ermittelt:
Kreis-, Stadtverwaltung Staatliches Schulamt
Stellen Kosten Stellen Kosten
Da-Di 2 80.957,61 € 0,75 40.000,00 €
Da 3 134.460,00 € 0,75 40.000,00 €
ODW 0,5 20.250,00 € 0,75 40.000,00 €
Gesamt 5,5 235.667,61 € 2,25 € 120.000,00 €
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
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Gibt man alle ermittelten Stellen in einen Pool, unabhä ngig ihrer Ansiedlung
und Finanzierung ergeben sich folgende Volumina:
Stellen Kosten
Da-Di 4,75 213.457,61 €
Da 4,75 214.460,00 €
ODW 1,75 83.375,00 €
Gesamt 11,25 511.292,61 €
Personalbedarf des Medienzentrum IT
Personal Stellen Kosten
Leitung 1 55.000,00 €
Verwaltung/Sekretariat 2 70.000,00 €
Support Techniker 6 270.000,00 €
Gesamt 9 395.000,00 €
Der in der Tabelle dargestellte Personalbedarf bezieht sich auf den neuen B e-
reich Medienzentrum-IT der drei kommunalen Träger. Der Bedarf der klass i-
schen Bildstellen wurde nicht berücksichtigt.
Die 6 Techniker halten den Support für 158 Schulen mit etwa 7000 PCs im
Einsatz aufrecht, Testen und Implementieren neue Geräte und Lösungen.
Für den Support-Einsatz vor Ort in den Schulen, sollten dem Medienzentrum -IT
mindestens 2 Fahrzeuge zur Verfügung stehen.
Der Aufbau der Support - und Technikabteilung kann nach Bedarf und Aussta t-
tungszielen über einen längeren Zeitraum erfolgen.
Personal für Fortbildungen, Trainer, Coaches ist in der Planung nicht enthalten.
Nach Informationen aus dem Medienzentrum Da -Di ist für diesen Bereich bis-
her kein Etat vorgesehen.
Die Verwaltung des Fortbildungs bereiches sollte aber durch das Sekretariat
des Medienzentrums-IT geleistet werden. Aus diesem Grund ist diese Position
mit 2 Fachkräften ausgestattet.
Bei dem notwendigen Ausbau des Bereiches Fortbildung, sollten freie Trainer
und Kollegen aus den Schule n, auf Honorarbasis , beauftragt werden können .
Dadurch ergibt sich die Möglichkeit das Fortbildungsangebot f ächerübergrei-
fend aufzubauen. Zu Prüfen ist, welche Mittel durch die Staatlichen Schulämter
zur Verfügung gestellt werden können.
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Medienzentrum-IT
52 © die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008
11. Raumausstattung des Medienzentrums-IT
Räume Anzahl m2
Leitung 1 30 Brüo/Besprechung
Verwaltung/Sekretariat 1 30 Büro
Support/Technik 3 60 Büro/Labor
Semiarraum 1 100 ideal durch Faltwand getrennt, für
Veranstaltungen
Seminarraum II, Konferenz-
raum
1 60
IT-AV-Arbeitsraum 1 20
IT-Netzwerklabor 1 30
Technikraum 1 15 Server-Raum klimatisiert
Sozialraum/Küche 1 20
Flur/Sanitärräume/ Ab-
stellraum
70
Monatliche Miethöhe 11 435 ca. 14 € /m2 6.090,00 €
Der in der Tabelle dargestellte Raumbedarf betrifft das Medienzentum -IT ohne
den klassischen Bereich der Medienleihe der in den aktuellen Medienzentren
das Kerngeschäft bildet.
Die Bereiche IT-AV-Arbeitsraum und IT-Netzwerklabor sind Räume, die auch für
Fort- und Weiterbildungen genutzt werden sollen.
Die Seminarräume sollten mit mobiler EDV -Technik (Notebook-Einheiten) auch
als IT-Seminarräume genutzt werden können. Ideal ist die Trennung der Sem i-
narräume I+II durch eine Faltwand. Bei Bedarf können hier größere Veranstal-
tungen geplant und durchgeführt werden.
Für Besucher und Personal sollten genügend Parkplätze in unmittelbarer Nähe
zur Verfügung stehen.
Der angegebene Mietpreis haben wir an folgender Quelle angelehnt:
http://www.darmstadt.de/wirtschaft/wirtschaft/unternehmensansiedlung/094
73/index.html.
Er entspricht 50 €-Cent mehr als dem angegebenen Höchstpreis.
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12. Technikausstattung des Medienzentrums -IT
Geräte – Typ Anzahl Einzelpreis - Brutto Brutto-Preis
PCs 20 876,00 € 17.520,00 €
Notebooks 34 1.111,00 € 37.774,00 €
AccessPoints 4 180,00 € 720,00 €
Interactive Whiteboards 2 1.990,00 € 3.980,00 €
Drucker / Kopierer 1 950,00 € 950,00 €
Drucker / Fax 1 475,00 € 475,00 €
Farbdrucker 1 530,00 € 530,00 €
Drucker 1 160,00 € 160,00 €
Beamer 2 800,00 € 1.600,00 €
Server 1 1.200,00 € 1.200,00 €
Network attached Store 1 350,00 € 350,00 €
Router 2 1.060,00 € 2.120,00 €
24 GB-Switch 1 1.500,00 € 1.500,00 €
48 GB-Switch 1 4.500,00 € 4.500,00 €
Ausstattung gesamt 73.379,00 €
Bei Leasing, monatliche Rate von 1.313,02 €
Die oben aufgeführten Preise entsprechen den handelsüblichen aus dem Früh-
jahr 2008.
Die aufgeführte Hardware -Ausstattung ist an den von uns vorgeschlagenen
Personalstellen des Medienzentrum -IT und dem aufzubauenden Fortbildung s-
bereich angelehnt.
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
54 © die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008
13. Anhang
13.1.1 Konfiguration der Beispielsysteme
Die hier genannten Hardwarepreise entsprechen den aus der EKOM21 Preislis-
te für die ausscheibungsbefreite Anschaffung für Schulträger (Stand April
2008):
PC-Arbeitsplatz 1 (WinXp/Vista Office Pro)
1 PC Small Form Factor 522,00 €
1 17'' TFT Monitor 159,00 €
MS-Office Pro 75,00 €
Rollout 120,00 €
Summe 876,00 €
PC-Arbeitsplatz 2 (Linux OS Open Office)
1 PC Small Form Factor 497,00 €
1 19'' TFT Monitor 159,00 €
Rollout 120,00 €
Summe 656,00 €
Notebook-Arbeitsplatz 1
1 Notebook 916,00 €
Microsoft Office und Windows 75,00 €
Rollout 120,00 €
Summe 1.111,00 €
Notebook-Arbeitsplatz 2
1 Notebook 916,00 €
Rollout 120,00 €
Summe 916,00 €
Grundkonzept
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nComputing Arbeitsplatz
1 Tft 159,00 €
1/4 Workstation 130,50 €
Rollout 120,00 €
1/4 xBox 80,00 €
Maus/Tastatur 30,00 €
MS Office 75,00 €
Extra xBox Installation 25,00 €
Extra RAM 8,00 €
Summe 627,50 €
Konfiguration des PC:
OptiPlex 755 MT
Small Form Factor Gehäuse
Intel Pentium DC E2160
(Taktfrequenz:1.8GHz,L2 Cache:1MB )
2.0GB 667MHz NON-ECC DDRII RAM
ohne Diskettenlaufwerk
160GB SATA 3.0G" HDD, 7.200 U/Min
16x DVD+/-RW
Power DVD 7.0 - Vista & XP
DVI Adapter Karte (volle EinbauhöheInterner Lautsprecher
Dell 5-Bt Premium USB Opt Black Mouse
DELL USB Spacesaver Tastatur, sw, dt
DE Win XP Pro Lizenz und Datenträger
DE Win XP Pro SP2 Installation
Gehäusezugriffsensor
Garantie: 60 Monate Vor-Ort Service
Preis: 522,00 EUR
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
56 © die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh juni 2008
Konfiguration des Notebooks
Preis: 916,00 EUR
Dell-LatitudeD830 Intel Core2Duo ,A1
LatitudeD830 Intel Core2Duo T7250 (2.0GHz)
15,4 Zoll LCD WSXGA+ (1680x1050) D830
PalmRest Standard D830
Euro - Ship Accessories + Power Cord D830
Microsoft Windows XP Label
2GB 667MHz DDR2 SDRAM (2x1024MB)
120GB SATA (5,400rpm) Hard Drive 8
PowerDVD 7.0
8x DVD/24x CD-RW Combo Drive
90W Netzteil
6 Cell 56WHr Primary Battery
Internes Modem -D-
Core2Duo - Intel 3945ABG Wireless Card
DEUTSCHES Tastaturlayout D830
DE Win XP Pro Lizenz und Datenträger
DE Win XP Pro SP2 Installation
Garantie: 60 Monate Vor-Ort Service
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
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13.1.2 Vergleichende Daten aus den drei Gebietskörperschaften
Aus dem Kreis Darmstadt-Dieburg und der Stadt Darmstadt erhielten wir fol-
gende Angaben zu dem Gesamtvolumen für 2008, Quelle Schulträger:
Kommunal Land - S@Z Gesamt
Da-Di 316.870,00 € 133.130,00 € 450.000,00 €
Da 280.000,00 € 115.779,00 € 395.779,00 €
Gesamt IT-Ausstattung 845.779,00 €
Mittel für den IT-Support an Schulen aus den drei Gebietskörperschaften, Quel-
le Schulträger:
Mittel 2008
Da-Di 147.101,00 €
Da 120.000,00 €
ODW 58.000,00 €
Gesamt Support 325.101,00 €
Budgets für die bestehenden Medienzentren der drei Gebietskörperschaften
für 2008, Quelle Schulträger:
DaDi Da ODW Gesamt
MZ DaDi 205.210,00 € 205.210,00 €
MZ Da 92.000,00 € 106.460,00 € 198.460,00 €
MZ ODW 23.300,00 € 23.300,00 €
Gesamt Medienzentren 426.970,00 €
Anzahl der Schulen und darin bestehenden IT -Arbeitsplätze (Stand: Herbst
2007, Quelle Schulträger)
Schulen IT-Arbeitsplätze
Darmstadt-Dieburg 81 2528
Odewald 35 1935
Darmstadt 42 2421
Gesamt 158 6884
Grundkonzept
Medienzentrum-IT
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13.1.3 Links zu Quellen und weitere Informationen
Evaluation zu Systemlösungen IT-works
http://itworks.schulen-ans-netz.de/projekte/evaluationderprojekte/index.php
Informationen des Kasseler Medienzentrums
http://www.medienzentrum-kassel.de/
Informationen des Kompetenzzentrum IT Offenbach
http://www.kompetenzzentrum-it.de/
Bildungsserver Hessen
http://dms.bildung.hessen.de/news/index.html
Hessisches Statistisches Landesamt
http://www.hsl.de/
Schule @ Zukunft
http://www.schuleundzukunft.de/webcom/show_article_s.php/_c-8/i.html
die bildungsgesellschaft schmitt & gromodka gmbh
http://www.die-bildungsgesellschaft.de
Beratungsverlauf (2)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2009/0010
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 05.01.2009
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00