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AN/0989/2020

Wieder eine Hiobsbotschaft für den Wirtschaftsstandort Köln - Warum ist von der Oberbürgermeisterin nichts zu hören zur Situation beim Kölner Traditionsunternehmen Deutz AG?

SPD Anfrage nach § 4 17.08.2020

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Nächste Beratung: Wirtschaftsausschuss, Sitzung am 20.08.2020, TOP 4.1

SPD Anfrage nach § 4

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SPD Anfrage nach § 4

3332 Zeichen

An den Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses 
Jörg van Geffen 
 
 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
 
 
SPD-Fraktion 
im Rat der Stadt Köln  
Rathaus, Spanischer Bau  
50667 Köln 
fon 0221. 221 259 50  
fax 0221. 221 246 57  
mail fraktion@koelnspd.de  
web  www.koelnspd.de  
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 17.08.2020 
 
AN/0989/2020 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Wirtschaftsausschuss 20.08.2020 
 
Wieder eine Hiobsbotschaft für den Wirtschaftsstandort Köln - Warum ist von der 
Oberbürgermeisterin nichts zu hören zur Situation beim Kölner 
Traditionsunternehmen Deutz AG? 
Sehr geehrter Herr Vorsitzender, 
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
die Nachrichten, die der lokalen und überregionalen Presseberichterstattung am 
12.08.2020 zur Situation des Motorenbauers Deutz AG zu entnehmen waren, 
geben erneut Anlass zu großer Sorge um den Wirtschaftsstandort Köln. 
Weltweit sollen tausend Arbeitsplätze im Unternehmen abgebaut werden. Ein 
Großteil davon wohl am Kölner Stammsitz in Porz, wo offenbar im ersten Halb-
jahr 2020 bereits 380 Stellen von Leiharbeitnehmern gestrichen wurden. Das 
Handelsblatt berichtet von einem möglichen Aus für die Wellenfertigung in Porz 
und einer etwaigen Verlagerung der Produktion in ein spanisches Werk des Un-
ternehmens. 
Details, welche Standorte von dem beabsichtigten Stellenabbau mit welcher An-
zahl betroffen sind und wie dieser für die Beschäftigten vonstatten gehen soll, 
wurden bislang nicht bekannt. Aktuell werde noch, auch zu Standort- und Be-
schäftigungssicherungsmaßnahmen, mit den Arbeitnehmern verhandelt. 
Nach dem massivem Stellenabbau bei Ford und bei Galeria Karstadt Kaufhof oder 
auch dem Verlust der Deutschlandzentrale von PSA drängt sich erneut der Ein-
druck auf, die Oberbürgermeisterin ist mehr stille Beobachterin, denn engagierte 
Kämpferin für Arbeitsplätze in Köln und erste Wirtschaftsförderin in ihrer Stadt.

- 2 - 
 
Vor diesem Hintergrund bittet die SPD-Fraktion um die Beantwortung folgender 
Fragen: 
1. Seit wann sind der Oberbürgermeisterin und der KölnBusiness die besorg-
niserregenden Entwicklungen bei der Deutz AG und die dortigen Planungen 
für einen Stellenabbau in Köln bekannt? 
2. Wie reagieren Oberbürgermeisterin und KölnBusiness auf die bekannt ge-
wordenen Planungen der Deutz AG und warum unterlässt es die Oberbür-
germeisterin erneut, sich öffentlich für den Standort zu positionieren und 
sich für Maßnahmen im Sinne der Beschäftigten einzusetzen?  
3. Wann und in welcher Form hat die Oberbürgermeisterin zwischenzeitlich 
Kontakt zu dem Unternehmen aufgenommen, wer waren die Ansprech-
partner und welche konkreten Erkenntnisse gibt es aus diesen Kontakten? 
4. Welche Vorschläge zur Standort- und Beschäftigungssicherung haben die 
Oberbürgermeisterin und KölnBusiness in den laufenden Prozess im Unter-
nehmen eingebracht bzw. gedenken dies noch zu tun? 
5. Welche Erkenntnisse gibt es aktuell zu anstehenden „Massenentlassungen“ 
in Kölner Unternehmen, etwa anhand der anzeigepflichtigen Entlassungen 
und welche Möglichkeiten sehen Stadtspitze, KölnBusiness, die städtische 
Arbeitsmarktförderung, um die arbeitsmarktpolitischen Folgen in Köln ab-
zumildern? 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
 
Gez. Rafael Struwe 
SPD-Fraktionsgeschäftsführer

Beratungsverlauf (1)

20.08.2020 Wirtschaftsausschuss
TOP 4.1 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0989/2020
Typ
SPD Anfrage nach § 4
Datum
17.08.2020
Erstellt
17.08.2020 10:32