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1552/2019

Bürgereingabe nach § 24 GO NRW - "Preise der KVB senken" (Az. B09/19)

Beschlussvorlage Ausschuss 08.05.2019

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Anlage 1 zu Beschlussvorlage 1552-2019

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Beschlussvorlage Ausschuss

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Anlage 1 zu Beschlussvorlage 1552-2019

4877 Zeichen

Vorlage für die Sitzung der Kölner Bezirksvertretung 1 
(Innenstadt) am 06.12.2018  
Ideen von Schülerinnen und Schülern des Friedrich-Wilhelm-
Gymnasiums, die am 8./9.11.2018 am Planspiel Kommunalpolitik der 
Friedrich-Ebert-Stiftung teilgenommen haben 
 
 
Antrag der Vierten Fraktion  
Betreff : Preise der KVB  senken  
Beschlussvorschlag :  
Die Bezirksvertretung möge sich dafür einsetzen, dass die KVB-Preise gesenkt 
werden. 
Begründung:   
Wir haben uns mit den Preisen der KVB auseinandergesetzt.  
Dazu stellen Sie sich zunächst bitte folgende Situation vor: Fünf Sportlehrer des FWG 
wollen in Rodenkirchen rudern gehen. Mit der Bahn wären es sieben Stationen, mit 
dem Auto 5,8 km. Ein Tagesticket für fünf Personen bei einer solchen Entfernung 
kostet 13,10 €. Wenn man das Auto nimmt zahlt man, selbst bei hohem Verbrauch 
aufgrund des Stadtverkehrs, maximal insgesamt ca. 2 € für Benzin, zusätzlich bei 
einem Mittelklassewagen maximal 2,50 € Verbrauchskosten und gegebenenfalls eine 
Parkgelegenheit, die aber in dieser Umgebung auch kostenlos zur Verfügung steht. 
Zeitlich gesehen gibt es keine maßgeblichen Unterschiede.  
Das Auto kostet in diesem Beispiel ein Drittel des Ticketpreises; also steigen viele auf 
das Auto um, zumal dieses auch um einiges bequemer ist. 
Unser Ziel mit diesem Antrag ist es, die Preise der KVB zu senken.  
Es muss danach gefragt werden, wofür die KVB die Einkünfte aus den hohen 
Ticketpreisen verwendet. Danach ist zu überlegen, ob man diese Geldquelle durch 
andere ersetzen kann. 
Warum kümmert sich die Stadt Köln als Hauptakteur und Aktieninhaber der KVB nicht 
um eine Lösung dieses Problems? Denn zu 10 % gehören die Aktien direkt der Stadt 
Köln, die restlichen 90 % sind im Besitz der Stadtwerke Köln, welche wiederum zu 
100 % der Stadt Köln gehört.  
Dazu schlagen wir vor, mehr Bahnen zu Stoßzeiten einzusetzen, da mehr Leute auch 
mehr Bahnen benötigen. Auch sollte man aufhören, „Sondertarife“ für spezielle 
Gruppen einzuführen, und stattdessen allgemein die Preise senken, damit alle

Vorlage für die Sitzung der Kölner Bezirksvertretung 1 
(Innenstadt) am 06.12.2018  
Ideen von Schülerinnen und Schülern des Friedrich-Wilhelm-
Gymnasiums, die am 8./9.11.2018 am Planspiel Kommunalpolitik der 
Friedrich-Ebert-Stiftung teilgenommen haben 
 
 
Bevölkerungsgruppen die K VB günstiger nutzen können. Es sollten nicht die 
Abonnementpreise gesenkt werden, sondern die Einzelticketpreise, weil das für den 
Umstieg in den öffentlichen Personennahverkehr sonst abschreckend ist. 
Dazu kämen mehr Fahrgäste und weniger Verkehr auf den Straßen, wodurch ein 
geringerer CO2-Ausstoß entstände. Krankenwagen, Feuerwehr und Polizei würden 
schneller Unfallorte erreichen. Weniger Unfälle würden passieren, es gäbe mehr 
Parkplätze für Polizei, Feuerwehr, Krankenwagen und für Personen, die auf ein Auto 
angewiesen sind. Durch den verringerten Autoverkehr hätten wie bei einer 
Fahrradautobahn auch Fahrräder mehr Platz, welche auch in Köln beliebter werden.  
Da Erwachsene eine Vorbildfunktion für Kinder haben, tun es ihnen ihre Kinder gleich 
wenn sie auf Bahnen umsteigen.  
Mit unserem Antrag beziehen wir uns nicht nur auf die Schüler, sondern auch auf die 
Erwachsenen, denn diese sind es letztendlich, die anstelle der Bahn das Auto 
nehmen. 
Außerdem muss die Stadt Köln den Dieselfahrern eine gute Ausweichmöglichkeit 
geben, um sich in der Stadt zu bewegen! 
Wir sind von unserer Idee überzeugt, denn durch niedrigere Preise wird die Zahl an 
Schwarzfahrern gesenkt und auch Menschen mit geringerem Einkommen können sich 
Tickets leisten. Dadurch hätte die KVB um einiges geringere Verluste!          
Durch eine höhere Effizienz der Bahnen würden außerdem neue Arbeitsplätze 
geschaffen, um die bisherigen Arbeitnehmer nicht zu überlasten. Diese würden also 
nicht aufgrund von Überstunden oder schlechten Arbeitszeiten streiken. 
Durch eine Online-Umfrage könnte man ein spezifisches Ergebnis erhalten, welches 
besagt, wie viele Neukunden durch eine Preissenkung erreicht würden. Somit könnte 
man einen Prozentsatz errechnen, um den man die Preise senken kann, ohne zu 
große anfängliche Verluste zu erhalten.  
Mit der Zeit könnten sich die Kölner Bürger an das Angebot gewöhnen, wodurch 
weitere Verluste wettgemacht würden.  
Schlussendlich kann man sagen, dass eine Preissenkung positive Auswirkungen, 
sowohl auf die Umwelt, als auch auf die Bürger der Stadt hätte.  
Denn heutzutage ist es nicht ausreichend nur ins hier und jetzt zu blicken, sondern

Vorlage für die Sitzung der Kölner Bezirksvertretung 1 
(Innenstadt) am 06.12.2018  
Ideen von Schülerinnen und Schülern des Friedrich-Wilhelm-
Gymnasiums, die am 8./9.11.2018 am Planspiel Kommunalpolitik der 
Friedrich-Ebert-Stiftung teilgenommen haben 
 
 
man muss in die Zukunft gerichtet h andeln!  
Anfallende Kosten :  
Deckungsvorschlag:

Beschlussvorlage Ausschuss

3316 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
II/20/201/2 
 
Vorlagen-Nummer 
 1552/2019 
Freigabedatum 
08.05.2019  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Bürgereingabe nach § 24 GO NRW - "Preise der KVB senken" (Az. B09/19) 
Beschlussorgan 
Ausschuss für Anregungen und Beschwerden 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Ausschuss dankt den Petenten für Ihre Eingabe und erkennt auch grundsätzlich deren Wunsch 
nach niedrigeren Ticketpreisen bei der KVB und insbesondere die damit angestrebten übergeordne-
ten Ziele an.  
 
Vor dem Hintergrund des bereits jetzt hohen jährlichen Defizits der KVB sowie der aktuellen Haus-
haltslage der Stadt Köln sieht sich der Ausschuss jedoch derzeit nicht in der Lage, eine Preissenkung 
bei der KVB anzustoßen. 
 
Ausschuss für Anregungen und Beschwerden 02.07.2019

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 
Begründung: 
 
Die Verwaltung und die KVB vertreten übereinstimmend folgende Auffassung: 
 
Um die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zu stärken, ist es nach allen aktuel-
len Untersuchungen prioritär, ein gutes Verkehrsangebot vorzuhalten. Konkret bedeutet dies: gute 
und schnelle Verbindungen in einem dichten Takt anzubieten. Für Köln liegt dabei der Fokus eindeu-
tig auf den schienengebundenen Angeboten: Schienenpersonennahverkehr (SPNV) und Stadtbahn, 
da diese in aller Regel über eine eigene Infrastruktur verfügen und somit unabhängig vom restlichen 
Verkehr fließen können. 
 
Dabei sind die vorhandenen Angebote bereits heute so gut nachgefragt, dass das Fahrplanangebot 
zügig ausgeweitet werden muss. Solche Taktverdichtungen sind auf den heute bereits stark ausge-
lasteten Strecken (z. B. auf der Linie 1 zu den Spitzenverkehrszeiten) allerdings nicht mehr realisier-
bar, so dass vor der Umsetzung zunächst ein weiterer Strecken- und Infrastrukturausbau erforderlich 
ist. Hierzu haben der Zweckverband Nahverkehr Rheinland „NVR“ (für den SPNV) sowie die Stadt 
Köln und die KVB (für das Stadtbahnnetz) bereits eine Vielzahl von Projekten auf den Weg gebracht. 
Dazu zählt beispielsweise die beabsichtigte Verlängerung von Bahnsteigen, um künftig durch längere 
Züge eine höhere Transportkapazität zu schaffen. Mit der Realisierung der einzelnen Projekte ist in 
einem zweiten Schritt dann auch vorgesehen, das Verkehrsangebot auszubauen.  
 
Parallel ist auch zu prüfen, wie und zu welchem Zeitpunkt die Tarife weiterentwickelt werden können, 
um noch mehr Menschen für den Umweltverbund zu gewinnen. Dabei ist einerseits auch darauf zu 
achten, dass die Fahrgeldeinnahmen einen wesentlichen Anteil zur Finanzierung des Gesamtsystems 
ÖPNV ausmachen und damit unverzichtbar sind. Andererseits muss berücksichtigt werden, dass die 
Tarife im Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Sieg nicht einseitig durch die Stadt Köln oder die 
KVB festgelegt werden können, sondern Gegenstand einer demokratischen Meinungsbildung in der 
Verbandsversammlung gemeinsam mit den Umlandkommunen sind. 
 
Eine kurzfristig umzusetzende Absenkung der Tarife für Gelegenheitsnutzer wäre im Übrigen kontra-
produktiv im Sinne der Stärkung des Umweltverbundes, da insbesondere die Stammkunden einen 
wesentlichen Beitrag zur Umweltentlastung leisten und für diese Kundengruppe vielfach bereits güns-
tige Tarifangebote bestehen.

Beratungsverlauf (1)

02.07.2019 Ausschuss für Anregungen und Beschwerden
TOP 3.2 Entscheidung
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Details

Aktenzeichen
1552/2019
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
08.05.2019
Erstellt
30.04.2019 14:16