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1772/2023

Deutzer Hafen: 2. Sitzung des Begleitgremiums; Ergebnisprotokoll

Mitteilung Ausschuss 02.08.2023

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 7 (Porz), Sitzung am 31.08.2023, TOP 10.2.1

Anlage 1: Deutzer Hafen_ Ergebnisprotokoll 2. Sitzung Begleitgremium

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Anlage 1: Deutzer Hafen_ Ergebnisprotokoll 2. Sitzung Begleitgremium

11306 Zeichen

1 
 
 
BEGLEITGREMIUM DEUTZER HAFEN 
 
2. SITZUNG AM 28. März 2023 
17:00 bis 19:10 IN DER ESSIGFABRIK KÖLN, Siegburger Str. 110, 50679 Köln  
 
 
ERGEBNISPROTOKOLL 
 
 
Teilnehmende: 
 
Vertreter:innen des Stadtentwicklungsausschusses 
für die Fraktion Bündnis‘90/DIE GRÜNEN  Hans Schwanitz  
für die SPD-Fraktion     Michael Frenzel  
für die CDU-Fraktion     Monika Roß-Belkner 
für die FDP-Fraktion     Ralph Sterck 
für die Fraktion die Linke    Michael Weisenstein  
für die Volt-Fraktion     Isabella Venturini 
 
Bezirksvertretungen 
 
Bezirksvertretung Innenstadt    Dr. Regina Börschel, Vertreterin ,SPD‘ 
Bezirksvertretung Innenstadt    Mario Schmitz, Vertreter ,CDU‘ 
Bezirksvertretung Innenstadt    Gunda Wienke, Vertreterin ,Die Linke‘ 
Bezirksvertretung Porz Sabine Stiller, Bezirksbürgermeisterin 
Bezirksvertretung Porz  Stefan Götz, Vertreter ,CDU‘ 
 
Gestaltungsbeirat     Jürgen Minkus, Vorsitzender 
 
Projektträger 
moderne stadt      Andreas Röhrig, Geschäftsführer 
moderne stadt      Bernd Dallmeyer, Projektleiter 
moderne stadt      Hans Joachim Franken, Projektleiter 
SWK Entwicklungsträger   Christian Fritz-Lühr, Leiter Stabsstelle 
Entwicklungsträger Deutzer Hafen 
SWK Entwicklungsträger     Dr. Pascal Guhl, Projektleiter 
SWK Entwicklungsträger    Lennart Jording, Stellv. Projektleiter  
Planungsbüro COBE     Lene Zingenberg, Projektleiterin 
Planungsbüro RMP SL    Clas Scheele, Projektleiter 
 
Verwaltung 
Stadt Köln, Dezernat VI Planen und Bauen Markus Greitemann, Beigeordneter  (digi-
tal, tlw.) 
Stadt Köln, Dezernat VI Planen und Bauen Alexander Nottebrock, Referent Großpro-
jekte   
Stadt Köln, Stadtplanungsamt   Lena Zlonicky, Teamleitung Planungs-
team 1 Innenstadt 
Stadt Köln, Stadtplanungsamt   Katharina Trinks, Planerin 
Stadt Köln, Stadtplanungsamt   Katharina Vollmer, Planerin 
  
 
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

2 
 
 
Tagesordnungspunkte: 
TOP 1  Prozess der Baufeldentwicklung 
TOP 2  Freianlagen-Planung 
TOP 3  Kosten- und Finanzierungsübersicht 
TOP 4  Ausblick- Nächste Schritte 
TOP 5  Feedback & Nächster Termin 
====================================================================== 
 
Die Begrüßung des Gremiums erfolgt digital durch den Beigeordneten Herrn Greite-
mann. 
 
TOP 1 – Prozess der Baufeldentwicklung 
Herr Jording (SWK ET) und Herr Röhrig (moderne stadt) stellen den Prozess der Bau-
feld-Entwicklung vor und erläutern, wie übergeordnete Ziele und Rahmendbedingungen für 
den Deutzer Hafen auf die Baufeldebene übersetzt und daraus Nutzungskonzepte abgeleitet 
werden. Unterschieden wird zwischen Baufeldern im Eigentum der modernen stadt, die (teil-
weise) veräußert werden, und Flächen der entwicklungsbereiten Dritteigentümer, die selbst 
im Sinne der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme bauen. Um die Baufelder angemes-
sen qualifizieren zu können, erfolgt die Grundlagenermittlung zunächst über Testentwürfe zu 
einzelnen Baufeldern. Bei zu verkaufenden Grundstücken schließen auf dieser Grundlage 
Konzeptvergaben an, bei denen geeignete Nutzungskonzepte für die Baufelder gesucht wer-
den. Nach Auswahl der Konzepte folgt anschließend die architektonische Qualifizierung in 
Form von Architekturwettbewerben. Diese Herangehensweise zur Baufeldentwicklung wird 
durch ein ,Vermarktungs- und Realisierungskonzept‘ (kurz: VRK) zusammengefasst und 
richtet sich an Eigentümer, Politik, Bauinteressierte und die Öffentlichkeit. Das sich gegen-
wärtig in Erarbeitung befindliche VRK beschreibt die Anforderungen und den Prozess der 
Baufeld-Qualifizierung. 
Seitens der modernen stadt sind die nächsten zu entwickelnden Baufelder das Baufeld 05 
als gemischt genutztes Grundstück, das Baufeld 07 mit rein gewerblicher Nutzung sowie das 
Baufeld 02 der Ellmühle mit den besonderen Spezifika hinsichtlich eines denkmalschutz-adä-
quaten Nachnutzungskonzepts.  
Anmerkungen und Fragen des Gremiums:  
Es wird sich erkundigt, wie Qualitäten, die im Qualifizierungsverfahren gefordert werden, im 
Zuge der Umsetzung gesichert werden können.  
Die Instrumente zur Sicherstellung städtebaulicher, architektonischer und themenbe-
zogener Ziele (z.B. Nachhaltigkeit) sind vielfältig. Es bestehen sowohl öffentlich-recht-
lichen Steuerungsmöglichkeiten wie entsprechende Festsetzungen in den Bebau-
ungsplänen und Vereinbarungen in städtebaulichen Verträgen, als auch privatrechtli-
che Handhabungen in Form von Kaufverträgen mit z.B. Bauverpflichtungen nach 
Wettbewerbsergebnis.  
Es wird die Frage gestellt, ob Ausschreibungen vor Veröffentlichung zusätzlich in den städti-
schen Fachausschüssen thematisiert werden sollen. 
Es wird erläutert, dass der Stadtentwicklungsausschuss und die betroffenen Bezirks-
vertretungen in der gängigen Praxis regelmäßig über Ausschreibungen als Mitteilung 
informiert werden.  
Nach dem Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses vom 07.04.2022 sind zu-
dem alle im Stadtentwicklungsausschuss vertretenen stimmberechtigten Fraktionen in

3 
 
 
einzurichtenden Jurys stimmberechtigt und die Mitglieder der Bezirksvertretungen als 
stellvertretende Jury-Mitglieder ohne Stimmrecht an den Jurys zu beteiligen. 
Es wird um Erläuterung gebeten, ob die Gutachten, die im Zuge der Erstellung der Baufeld- 
Bebauungspläne notwendig werden, im gleichen besonderen Umfang erarbeitet werden 
müssen wie die vorhergehenden Gutachten, die bezogen auf das Gesamtgebiet für den Inf-
rastrukturbebauungsplan erarbeitet wurden.  
Die Gutachten, die für die baufeldbezogenen Teilbebauungspläne erarbeitet werden, 
bauen auf den Grundgutachten des Infrastrukturplans auf und werden baufeldspezi-
fisch konkretisiert. Da durch die bereits vorliegenden Gutachten für das Gesamtgebiet 
schon zahlreiche Daten und Erkenntnisse vorliegen, können die folgenden Gutachten 
vereinfacht erarbeitet bzw. fortgeschrieben werden.   
 
TOP 2 – Freianlagen-Planung 
Frau Zingenberg (Cobe) und Herr Scheele (RMP) stellen die Vorgehensweise zur Freianla-
genplanung für den Deutzer Hafen vor. Im Zuge der Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung) 
werden die verschiedenen Freiräume wie z.B. die Promenade, die Plätze und Parks als Fo-
kusräume betrachtet, die nacheinander als Teilprojekte entworfen werden. Mit der Hafenpro-
menade als zentrales Verbindungselement wird begonnen.  
Oberflächen, Texturen sowie Möbelelemente sind ebenfalls zentrale Aspekte im Hinblick auf 
die Konzeptionierung des öffentlichen Raums. Es wird auf eine Bemusterung von geeigneten 
Materialien hingewiesen, im Zuge derer eine Musterfläche vor der Auermühle im Maßstab 1-
1 errichtet wird. Die Materialbewertung wird in einer kommenden Begleitgremiumssitzung 
thematisiert.  
Anmerkungen und Fragen des Gremiums:  
Zu der südlichen Treppe vor Kopf des Hafenbeckens wird sich nach den Sicherheits-anfor-
derungen erkundigt. 
Die Treppe von der Promenade hinunter zum Wasser ist ein zentrales Element, um 
den Zugang zum Wasser für die Öffentlichkeit zu gewährleisten. Sie wird unter Be-
rücksichtigung der gängigen Sicherheitsstandards entworfen. Im Fall von Hochwas-
ser oder von Starkregen wird die Treppe mit steigendem Pegelstand des Rheins stu-
fenweise überschwemmt werden (vgl. Rheinboulevard). 
Es wird erläutert, dass entlang der weiteren Kaimauer aufgrund der Höhendifferenz 
zwischen Promenade und Wasser (ca. 6m) kein direkter Zugang zum Wasser ge-
währleistet werden kann. Intention ist dennoch, das Wasser in dem Hafenquartier er-
lebbar zu gestalten, sodass -wo möglich- mit Steganlagen sowie Treppen und Ram-
pen gearbeitet wird. Die Promenade wird als zentrales Bindeglied im Hafenquartier 
angesehen, weshalb dieses Element baulich zu Beginn (in Etappen) errichtet werden 
soll.  
Die bisherige Beachtung der Barrierefreiheit innerhalb der Raumplanung wird anerkannt, 
gleichermaßen wird sich nach dem Austausch mit Behindertenverbänden erkundigt.  
Auf den engen Kontakt mit Frau Tomse als städtische Behindertenbeauftragte wird 
innerhalb der Planungstermine hingewiesen. Zudem gab es Gespräche mit dem Ar-
beitskreis Barrierefreies Köln. Ebenfalls wurde Frau Rudolf als Sachverständige für 
Barrierefreies Bauen beauftragt und ist in den Prozess der Freianlagenplanung stark 
involviert.  
Es wird angeregt, das Beleuchtungskonzept mit der Polizei und dem Ordnungsamt abzustim-
men.

4 
 
 
Der Aspekt der städtebaulichen Kriminalitätsvorsorge sowie der Verkehrssicherheit 
nimmt in der Planung des öffentlichen Raums und seiner Beleuchtung einen großen 
Stellenwert ein und wird mitberücksichtigt. Der städtische Lichtmasterplan wird hierbei 
beachtet; über geringfügige Abweichungen erfolgen enge Abstimmungen mit dem 
städtischen Amt für Verkehrsmanagement.  
Es wird angeregt, den öffentlichen Raum im Deutzer Hafen vermehrt zu entsiegeln.  
Die Anregung zu einem hohen Anteil unversiegelter Oberflächen wird begrüßend auf-
genommen: Die Planenden bestätigen eine Planung mit offenen, weichen Materialien 
im Plangebiet immer dort, wo es möglich ist. Der Deutzer Hafen soll einen bestmögli-
chen Beitrag zum lokalen Mikroklima leisten, durchlässiger Bodenbelag und unversie-
gelter Grund sind diesbezüglich von zentraler Wichtigkeit.  
 
TOP 3 – Kosten- und Finanzierungsübersicht 
Herr Guhl (SWK ET) erläutert die innerhalb der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme er-
forderliche Erarbeitung einer Kosten- und Finanzierungsübersicht (kurz KuF). Diese stellt 
jahresbezogen die jeweiligen Ist-Kosten dar und wird zur Ermittlung des Finanzierungsbe-
darfs des Großprojektes herangezogen. Die KuF wird zum Stichtag des 31.12.2022 fortge-
schrieben und im Sommer 2023 als Mitteilung in den Stadtentwicklungs- und Finanzaus-
schuss gereicht.  
 
Anmerkungen und Fragen des Gremiums:  
Parallel zur KuF wird eine grobe finanzielle Gegenüberstellung der Gewinne aus Grund-
stücksveräußerungen erfragt. Diese werden momentan nicht in der KuF abgebildet. Ohne 
den Abgleich mit den Erträgen aus den Grundstücksverkäufen bilde die KuF nicht angemes-
sen den realistischen finanziellen Gesamtrahmen des Großprojektes ab.   
Herr Röhrig erklärt, dass die KuF und die an die Stadt Köln abzuführenden Gewinne 
der moderne stadt, bspw. durch Grundstücksverkäufe, getrennt zu betrachten sind. 
Geplante, abzuführende Überschüsse der moderne stadt werden in den Wirtschafts-
plänen dargestellt und im nicht öffentlichen Teil des Finanzausschusses behandelt. 
 
TOP 4  - Ausblick- Nächste Schritte 
Die vorbereitende Bauleitplanung wird im Zuge der 227. Änderung des Flächennutzungs-
plans (kurz FNP) durchgeführt. Nach dem angestrebten Feststellungsbeschluss durch den 
Rat schließt eine 3-monatige Genehmigungsfrist der Bezirksregierung Köln an, anschließend 
wird der geänderte FNP rechtswirksam. 
Im Bereich des Ostdreiecks (Ecke Siegburgerstraße/ Poller Kirchweg) werden erste Baufel-
der von Dritteigentümern mittels Testentwürfen untersucht. Für das Baufeld Ost 03 werden 
erste Ergebnisse vrsl. zur Jahreshälfte vorliegen. Daran schließt eine architektonische Quali-
fizierung in Form eines Hochbauwettbewerbs an.  
 
TOP 5 - Feedback & Nächster Termin 
Die nächste Öffentlichkeitsveranstaltung „Hafentag“ findet am 02.09.2023 statt. 
Die nächste Sitzung des Begleitgremiums wird voraussichtlich im 3. Quartal 2023 erfolgen. 
 
Gez. Vollmer

Mitteilung Ausschuss

1117 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VI/611/2 
 
Vorlagen-Nummer 01.06.2023 
 1772/2023 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 24.08.2023 
Stadtentwicklungsausschuss 31.08.2023 
Bezirksvertretung 7 (Porz) 31.08.2023 
 
Deutzer Hafen: 2. Sitzung des Begleitgremiums; Ergebnisprotokoll 
Um die Entwicklung des Deutzer Hafens angemessen zu begleiten, wurde die Verwal-
tung mit Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses vom 27.01.2022 mit der Einrich-
tung eines Begleitgremiums beauftragt.  
Dieses berät über Thematiken, die mit der (städtebaulichen) Entwicklung des Deutzer Ha-
fens zusammenhängen, und spricht Empfehlungen gegenüber den beschließenden Gre-
mien aus. Zur transparenten Weiterleitung sowie zum Verständnis der Vorberatungen und 
Empfehlungen werden die Ergebnisprotokolle der jeweiligen Sitzungen des Begleitgremi-
ums den betroffenen Gremien als Mitteilung zur Verfügung gestellt.  
 
Die Niederschrift zur 2. Sitzung des Begleitgremiums Deutzer Hafens vom 28.03.2023 ist als 
Anlage beigefügt.  
 
 
Anlage: Niederschrift der Sitzung vom 28.03.2023 
 
 
Gez. Greitemann

Beratungsverlauf (3)

24.08.2023 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 9.16 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
31.08.2023 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 18.9 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
31.08.2023 Bezirksvertretung 7 (Porz)
TOP 10.2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1772/2023
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
02.08.2023
Erstellt
23.05.2023 18:23