3222/2021
Beratung des DJK Löwe durch das Sportamt
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
5326 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/52/521 Vorlagen-Nummer 25.10.2021 3222/2021 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Sportausschuss 28.10.2021 Beratung des DJK Löwe durch das Sportamt Zur Anfrage der SPD-Fraktion AN/1866/2021 „Beratung des DJK Löwe durch das Sportamt“ nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung: In der Anfrage wird darauf hingewiesen, dass die Sportanlage des DJK Löwe auf Platz 7 der Prioritä- tenliste für Kunststoffrasenplätze 2021-2025 geführt wird. Auf Platz 7 liegt die Bezirkssportanlage Merheimer Straße. Der DJK Löwe ist auf der Sportanlage Boltensternstraße am Niehler Hafen be- heimatet und diese steht auf Platz 12 der Prioritätenliste. 1. Ist es grundsätzlich möglich, dass durch Eigenleistungen des Vereins die Anlage eines Kunstrasenplatzes beschleunigt werden kann? Grundsätzlich können Vereine ein Tennenspielfeld in Eigenleistung in einen Kunststoffrasenplatz umwandeln. Geschieht dies in Gänze aus Finanzmitteln des jeweiligen Vereins oder aus anderweiti- gen Förderquellen als denen der Stadt Köln, kann dies ohne Berücksichtigung der Prioritätenliste für Kunststoffrasenplätze jederzeit erfolgen. Die Prioritätenliste legt die Rangfolge fest, in der die vorge- sehenen Plätze mit finanziellen Mitteln der Stadt Köln umgewandelt werden. Dies gilt sowohl für städ- tische Baumaßnahmen als auch für Vereinsbaumaßnahmen, die über eine Baubeihilfe mit städti- schen Finanzmitteln erfolgen. 2. Gibt es gerade vor dem Hintergrund der immer noch andauernden Pandemie die Option, die Prioritätenliste durch die Schaffung oder Verlagerung von Personalstellen in den für die Planung erforderlichen Verwaltungseinheiten schneller abzuarbeiten? Derzeit erfolgen die Planungsleistungen im Zusammenhang mit dem Kunststoffrasenprogramm aus- schließlich durch die Ingenieure des Sportamtes in der Reihenfolge der beschlossenen Kunststoffra- senprioritätenlisten. Mit derzeit sieben Landschaftsarchitekt*innen ist das Sportamt bezogen auf die Personaldecke gut aufgestellt. So konnte der Rückstand von Projekten aus den früheren Prioritäten- listen gut abgearbeitet werden. Mit der Schaffung zusätzlicher Personalstellen könnten erst nach einigen Jahren positive Effekte er- zielt werden, da die Projekte einen aufwendige Abstimmungs- und Genehmigungsprozesse durchlau- fen müssen. Auch die Vergabe von Planungsleistungen an externe Landschaftsarchitekturbüros wür- de ebenfalls erst nach einer gewissen Zeit zu positiven Effekten führen. 3. Welche Kooperationsmassnahmen mit benachbarten Vereinen – geregelt durch das Sportamt – sind möglich und sinnvoll? Kooperationsmaßnahmen zwischen mehreren Fußballvereinen auf einer vermieteten Sportanlage sieht die Verwaltung –auch aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre- als sehr herausfordernd an. 2 Eine gut zu steuernde Möglichkeit bietet die Vergabe von Nutzungszeiten von Kunststoffrasenplätzen auf Bezirkssportanlagen (BSA). Hier besteht kein Mietverhältnis zwischen der Stadt Köln und einem Verein, sodass die Nutzungszeiten von der Verwaltung immer an den tatsächlichen Bedarf der Nut- zer*innen angepasst werden können. Für den DJK Löwe, der auf der Sportanlage Boltensternstraße am Niehler Hafen beheimatet ist, kommt aufgrund der Entfernung die BSA Merheimer Straße und die BSA Scheibenstraße für ein Zusatzangebot in Frage. Auf der BSA Merheimer Straße (Entfernung ca. 3,1 km) nutzen derzeit der DJK Grün-Weiß Nippes 1919 e.V. mit 9 Jugend- und 2 Seniorenmannschaften sowie der TFG Köln-Nippes 1878 e.V. mit 11 Jugend- und 2 Seniorenmannschaften den Kunststoffrasenplatz. Mit aktuell 24 Mannschaften werden sämtliche Nutzungszeiten auf dem bestehenden Kunststoffrasenplatz vollständig ausgeschöpft. Der Ausbau des 2. Kunststoffrasenplatzes ist auf Platz 7 der Prioritätenliste geführt. Angesichts der be- reits hohen Frequentierung durch zwei Vereine, bietet sich die Anlage nur bedingt zur Vergabe von Nutzungszeiten an einen dritten Verein an. Auf der BSA Scheibenstraße (Entfernung ca. 3,5 km) gibt es ebenfalls einen Kunststoffrasenplatz. Dieser ist jedoch nicht Bestandteil der BSA, da es sich um einen vom 1. FSV Köln 1899 e.V. mit Bau- beihilfe errichteten Kunststoffrasenplatz handelt, der langfristig an den Verein vermietet ist. Somit steht dieser Platz der Verwaltung nicht für die Vergabe von Nutzungszeiten an den DJK Löwe zur Verfügung. Ein zweiter Kunststoffrasenplatz auf der BSA Scheibenstraße ist in der Prioritätenliste 2018-2020 berücksichtigt und befindet sich derzeit in der Planungsphase. Die Fertigstellung des Platzes ist für Ende 2023 vorgesehen. Hauptnutzer des derzeitigen Tennenspielfeldes ist der JSV Köln 96 Gen- clerbirligi e.V. mit einer Jugend- und drei Seniorenmannschaften. Angesichts dieser noch geringen Anzahl, hält die Verwaltung es für denkbar, nach Fertigstellung des Kunststoffrasenplatzes nicht nur dem JSV Köln, sondern auch dem DJK Löwe Nutzungszeiten auf der Anlage einzuräumen, um so die Wartezeit bis zur Fertigstellung eines eigenen Kunststoffrasenplatzes für den DJK Löwe zu überbrü- cken. Dies setzt freilich voraus, dass die Anzahl der Mannschaften beim JSV Köln 96 sich durch den Kunstrasenplatz nicht ganz erheblich vergrößert. Gez. Voigtsberger
Beratungsverlauf (1)
Orte (4)
- Merheimer Straße
- Scheibenstraße
- Boltensternstraße
- Am Niehler Hafen
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Details
- Aktenzeichen
- 3222/2021
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 25.10.2021
- Erstellt
- 07.09.2021 14:01