2420/2022
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum der Stadt Köln - Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2021
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Beschlussvorlage Rat
5970 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle II/II/2 Vorlagen-Nummer 2420/2022 Freigabedatum 18.08.2022 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum der Stadt Köln hier: Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2021 Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: 1. Der Rat stellt gemäß § 4 der Betriebssatzung i.V.m. § 4 der Eigenbetriebsverordnung Nordrhein-Westfalen den Jahresabschluss 2021 der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Veranstal- tungszentrum der Stadt Köln mit einer Bilanzsumme von 417.665.393,73 Euro und einem Jahres- fehlbetrag von 2.510.672,90 Euro fest. 2. Der Rat erklärt sich damit einverstanden, dass der Jahresfehlbetrag 2021 von 2.510.672,90 Euro auf das Geschäftsjahr 2022 vorgetragen wird. 3. Der Betriebsleitung wird für das Geschäftsjahr 2021 Entlastung erteilt. 4. Dem Betriebsausschuss wird für das Geschäftsjahr 2021 Entlastung erteilt. Betriebsausschuss Veranstaltungszentrum Köln 05.09.2022 Rat 08.09.2022 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung Der vom Betriebsausschuss in seiner Sitzung am 13.09.2021 benannte Prüfer für den Jahresab- schluss 2021 der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Veranstaltungszentrum der Stadt Köln hat den Abschluss geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen (s. Anlage). Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum der Stadt Köln hat das Geschäftsjahr 2021 mit einem Verlust von 2.511 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.643 Tsd. Euro) abgeschlossen. Den Aufwen- dungen von 15.468 Tsd. Euro (Vorjahr: 15.051 Tsd. Euro) standen dabei Erträge von 12.957 Tsd. Euro (Vorjahr: 12.408 Tsd. Euro) gegenüber. Da der Verlust 2021 des Veranstaltungszentrums nicht aus städtischen Haushaltsmitteln ausgeglichen wird, ist dieser erneut auf neue Rechnung vorzutra- gen. Unter Berücksichtigung der Verlustvorträge aus Vorjahren von 15.075 Tsd. Euro ergibt sich da- mit zum Bilanzstichtag 31.12.2021 ein kumulierter Gesamtverlust von 17.586 Tsd. Euro. Grundsätzlich ist der Vortrag eines Verlustes auf neue Rechnung nach den Bestimmungen der Ei- genbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (EigVO) zulässig. Jedoch bestimmt § 10 Abs. 6 Satz 3 der EigVO, dass ein nach Ablauf von fünf Jahren nicht getilgter Verlustvortrag durch Abbuchung von den Rücklagen ausgeglichen werden soll, wenn dies die Eigenkapitalausstattung zulässt. Ansonsten ist der Verlust aus Haushaltsmitteln auszugleichen. Hinsichtlich der Notwendigkeit des Ausgleichs von Altverlusten der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung wird verwiesen auf die sepa- rate Vorlage Nr. 2466/2022, die in gleicher Sitzung behandelt wird. Das Eigenkapital des Veranstaltungszentrums beträgt zum Bilanzstichtag 31.12.2021 – bei Verrech- nung der Verlustvorträge aus Vorjahren, jedoch ohne Berücksichtigung des noch nicht festgestellten Jahresergebnisses 2021 – 169.823 Tsd. Euro, wobei 21.000 Tsd. Euro auf das Stammkapital, 163.899 Euro auf die Kapitalrücklage und -15.075 Tsd. Euro auf die aus den Vorjahren aufgelaufenen Verlustvorträge des Veranstaltungszentrums entfallen. Da die eigenbetriebsähnliche Einrichtung - mit Ausnahme der Verpachtung der Erbbaurechtsgrund- stücke und der für den Betrieb der Kölner Philharmonie, des Gürzenichs, der Flora und der Rheinter- rassen sowie des Tanzbrunnens erforderlichen Immobilien an die jeweiligen Betreiber - keine weite- ren eigenen wirtschaftlichen Tätigkeiten entfaltet, wird deren finanzielle und wirtschaftliche Situation in der Hauptsache durch die Abschreibungen (3.686 Tsd. Euro) und die Zinsaufwendungen (2.919 Tsd. Euro) für die in den Betriebsteilen getätigten Investitionen sowie durch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (2.224 Tsd. Euro) bestimmt. Die Verlustübernahme der KölnMusik GmbH von 6.634 Tsd. Euro führt beim Veranstaltungszentrum zu einer entsprechenden Abwertung der Finanzanlage. Dieser steht der aus dem städtischen Haus- halt bereitgestellte Betriebskostenzuschuss an die KölnMusik GmbH in Höhe von 5.697 Tsd. Euro gegenüber. Nach dem durch die Erträge aus der gemeinsam mit der Koelnmesse GmbH im Jahre 2002 durchge- führten US-Lease-Transaktion letztmalig erzielten positiven Jahresergebnis hat das Veranstaltungs- 3 zentrum trotz eines Zuschusses aus dem städtischen Haushalt in Höhe von 2,3 Mio. Euro mangels weiterer nachhaltiger Erträge auch in 2021 wiederum einen Verlust erwirtschaftet. Da – wie oben ausgeführt - auch der Jahresfehlbetrag 2021 wieder gegen das Eigenkapital verrech- net werden soll, führt dies für die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum der Stadt Köln zu einer weiteren Verschlechterung der Liquiditäts- und Finanzlage, die auch nicht durch die für die kommenden Jahre vorgesehenen Zuschüsse aus dem städtischen Haushalt kompensiert werden kann. Noch ist das Eigenkapital (inkl. Verlust 2021) mit rd. 167,3 Mio. Euro, dies entspricht einer Ei- genkapitalquote von 40,1%, jedoch als auskömmlich zu bezeichnen. Das Risikomanagement der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung als reine „Besitzgesellschaft“ stützt sich im Wesentlichen auf die Risikofrüherkennungssysteme der einzelnen Betriebsgesellschaften, da hier die eigentlichen Unternehmensrisiken der Einrichtung zu sehen sind. Die turnusmäßige Bericht- erstattung über bestehende Risiken erfolgt mit Mitteilung in gleicher Sitzung des Betriebsausschusses am 05.09.2022. Weitere Einzelheiten zum Jahresabschluss 2021 ergeben sich aus der beigefügten Anlage, insbe- sondere aus dem unter II aufgeführten Lagebericht der Betriebsleitung. Die Mitglieder des Betriebsausschusses erhalten den vollständigen Bericht des Jahresabschlussprü- fers mit gesonderter Post. Anlage: Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2021
Anlage - Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln-Testatsexemplar 2021
70934 Zeichen
DORNBACH GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
.
Steuerberatungsgesellschaft
KOBLENZ
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung
Veranstaltungszentrum Köln
der Stadt Köln,
Köln
Jahresabschluss und Lagebericht zum
31. Dezember 2021
elektronische Kopie
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln, Köln
Bilanz zum 31. Dezember 2021
A K T I V A
31.12.2021
31.12.2020
EUR
EUR
A.
ANLAGEVERMÖGEN
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
1,00
1,00
II.
Sachanlagen
1.
Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten einschließlich der
Bauten auf fremden Grundstücken
80.474.945,55
83.519.085,55
2.
Technische Anlagen und Maschinen
534.143,16
672.592,00
3.
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
927.140,75
941.909,91
4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen
im Bau
2.247.099,71
1.671.423,38
84.183.329,17
86.805.010,84
III.
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
333.034.148,86
237.970.735,57
417.217.479,03
324.775.747,41
B.
UMLAUFVERMÖGEN
I.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1.
Forderungen gegen verbundene
Unternehmen
72.805,82
25.084,77
2.
Sonstige Vermögensgegenstände
33.574,07
24.515,42
106.379,89
49.600,19
II.
Guthaben bei Kreditinstituten
341.534,81
0,00
447.914,70
49.600,19
417.665.393,73
324.825.347,60
P A S S I V A
31.12.2021
31.12.2020
EUR
EUR
A.
EIGENKAPITAL
I.
Stammkapital
21.000.000,00
21.000.000,00
II.
Kapitalrücklage
163.898.819,06
165.421.894,95
III.
Verlustvortrag
-15.075.424,91
-17.031.381,04
IV.
Jahresfehlbetrag
-2.510.672,90
-2.642.957,77
167.312.721,25
166.747.556,14
B.
SONDERPOSTEN FÜR LANDESZUSCHÜSSE
289.537,24
675.594,97
C.
RÜCKSTELLUNGEN
1.
Steuerrückstellungen
150.000,00
150.000,00
2.
Sonstige Rückstellungen
425.484,49
473.860,86
575.484,49
623.860,86
D.
VERBINDLICHKEITEN
1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
248.098.993,07
154.911.808,23
2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
64.431,41
108.256,49
3.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
27.393,69
12.768,36
4.
Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Köln
1.296.832,58
1.745.502,55
249.487.650,75
156.778.335,63
417.665.393,73
324.825.347,60
elektronische Kopie
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln, Köln
Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2021
2021
2020
EUR
EUR
1.
Umsatzerlöse
3.096.154,66
2.989.453,34
2.
Sonstige betriebliche Erträge
9.859.806,40
9.418.736,16
3.
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen
3.686.448,75
3.671.092,50
4.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
2.224.475,83
2.969.369,69
5.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
956,58
0,00
6.
Abschreibungen auf Finanzanlagen
6.633.986,71
5.428.117,43
7.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
2.919.446,26
2.829.332,83
8.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
-1,83
150.000,00
9.
Ergebnis nach Steuern
-2.507.438,08
-2.639.722,95
10.
Sonstige Steuern
3.234,82
3.234,82
11.
Jahresfehlbetrag
-2.510.672,90
-2.642.957,77
elektronische Kopie
Seite
1
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungs
-
zentrum Köln der Stadt Köln
, Köln
Anh
ang für das Wirtschaftsjahr 2021
I. Bilanzierungs
-
und Bewertungsmethoden
Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln
der Stadt Köln
hat nach
§
14 Abs. 3 der Betriebssatzung für die Aufstellung
des
Jahresabschlusses und des
Lageberichtes die
für große Kapitalgesellschaften geltenden
Vorschriften des Dritten Buches
des Handelsgesetzbuches
entsprechend
anzuwenden.
Ergänzend sind die §§ 22 bis 26 der
EigVO NRW zu beachten.
Die Gliederung des Jahresabsc
hlusses entspricht den gesetzlichen Vorschriften der §§
266
und 275 HGB i.V.
m.
§ 22
und § 2
3
der EigVO N
R
W.
Die Gliederung der Gewinn
-
und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren
gem
äß
§
275 Abs. 2 HGB.
Die angewandten
Bilanzierungs
-
und
Bewertungsmethoden berücksichtigen alle erkennbaren
Risiken; sie sind im Einzelnen bei der Erläuterung der
Bi
lanzposten dargestellt.
II. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn
-
und Verlustrechnung
Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung
der Anschaffungs
-
oder Herstellungskosten sowie der Wertbe
richti
gungen
aller Positionen des Anlagevermögens i
m Geschäftsjahr 2021
ist aus dem
nachfolgenden
Anlage
n
spiegel ersichtlich:
elektronische Kopie
Seite 2
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln, Köln
Entwicklung des Anlagevermögens im Wirtschaftsjahr 2021
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Abschreibungen
Buchwerte
Stand
Zugang
Stand
Stand
Zugang
Stand
01.01.2021
31.12.2021
01.01.2021
31.12.2021
31.12.2021
31.12.2020
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
1.410,00
0,00
1.410,00
1.409,00
0,00
1.409,00
1,00
1,00
1.410,00
0,00
1.410,00
1.409,00
0,00
1.409,00
1,00
1,00
II.
Sachanlagen
1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken
151.586.507,12
347.392,90
151.933.900,02
68.067.421,57
3.391.532,90
71.458.954,47
80.474.945,55
83.519.085,55
2.
Technische Anlagen und Maschinen
6.915.095,59
26.722,01
6.941.817,60
6.242.503,59
165.170,85
6.407.674,44
534.143,16
672.592,00
3.
Andere Anlagen, Betriebs- und
0,00
Geschäftsausstattung
2.707.480,83
114.975,84
2.822.456,67
1.765.570,92
129.745,00
1.895.315,92
927.140,75
941.909,91
4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
1.671.423,38
575.676,33
2.247.099,71
0,00
0,00
0,00
2.247.099,71
1.671.423,38
162.880.506,92
1.064.767,08
163.945.274,00
76.075.496,08
3.686.448,75
79.761.944,83
84.183.329,17
86.805.010,84
III.
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
335.271.384,21
101.697.400,00
436.968.784,21
97.300.648,64
6.633.986,71
103.934.635,35
333.034.148,86
237.970.735,57
498.153.301,13
102.762.167,08
600.915.468,21
173.377.553,72
10.320.435,46
183.697.989,18
417.217.479,03
324.775.747,41
elektronische Kopie
Seite
3
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungs
-
zentrum Köln der Stadt Köln
, Köln
Immaterielle Vermögensgegenstände und
Sachanlagen
Die immateriellen
Vermögensgegenstände und das
Sachanlage
vermögen
wurden zu
Anschaffungs
kosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen bewertet
.
Die planmäßigen Abschreibungen sind entsprechend den betriebsgewöhnlichen
Nutzungsdauern linear berechnet. Gebä
ude werden zwischen 20 und 50 Jahren
abgeschrieben.
Die Anlagen im Bau betreffen verschiedene Maßnahmen für die Philharmonie
,
den Gürzenich
und den Tanzbrunnen
.
Finanzanlagen
Die Anteile an verbundenen Unternehmen
sind zu Anschaffungskosten
bzw.
zu niedrigeren
beizulegenden Werten angesetzt
.
Zum 31.12.20
21
stellt sich der
Anteils
besitz
der
eigenbetriebsähnlichen Einrichtung
wie folgt
dar:
Gezeichnetes
Ergebnis
Eigen
-
Kapital
Besitzanteil
Gj. 20
21
kapita
l
Tsd. Euro
Tsd.
Euro
%
Tsd.
Euro
Tsd.
Euro
Koelnmesse GmbH, Köln
51.200
40.486
79,07
-
76
.
205
1
91
.
354
KÖLNMUSIK
Betriebs
-
und
Servicegesellschaft mbH, Köln
285
256
89,93
-
6
.
634
2
.
275
Auf die Anteile an der KÖLNMUSIK Betriebs
-
und Servicegesellschaft mbH, Köln, wurde eine
außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von
6
.
634
T
€ vorgenommen. Zuschreibungen zur
Rückgängigmachung in Vorjahren vorgenommener außerplanmäßiger Abschreibungen sind
nic
ht erfolgt.
elektronische Kopie
Seite
4
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungs
-
zentrum Köln der Stadt Köln
, Köln
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten angesetzt.
Forderungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr bestehen nicht.
Die sonstigen Vermögensgegenst
ände resultieren im Wesentlichen
aus
Steuerfor
derungen.
Der Bestand an liquiden Mitteln wird mit Nominalwerten bewertet.
Eigenkapital
Das Stammkapital der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln
der
Stadt Köln
beträgt unverändert 21.000
Tsd. Euro
.
Kapitalrücklage
Die
Kapitalrücklage
resultier
t
aus Einbringungen sowie aus de
n
sonstigen Zuführung
en und
Entnahmen
von Kapital.
Entwicklung de
s
Eigenkapitals
Stand
Zugänge
Entnahmen
Stand
01.01.2021
31.12.2021
Tsd. Euro
Tsd. Euro
Tsd. Euro
Tsd. Euro
Stammkapital
21.000
0
0
21.000
Kapitalrücklage
165.422
3.076
-4.599
163.899
Verlustvortrag
-19.674
0
4.599
-15.075
Jahresverlust
0
-2.511
0
-2.511
166.748
565
0
167.313
elektronische Kopie
Seite
5
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungs
-
zentrum Köln der Stadt Köln
, Köln
S
onderposten für
Landeszuschüsse
In Höhe der bewilligten Zuschüsse des Landes Nordrhein
-
Westfalen zur Stadterneuerung für
den Um
-
und Erweiterungsbau des Gürzenich wurde ein Sonderposten für Landeszuschüsse
mit ursprünglich
10.226
Tsd. Euro
gebildet. Die Auflösung wird en
tsprechend der
Abschreibungsdauer des bezuschussten Anlagevermögens vorgenommen.
Rückstellungen
Die Rü
ckstellungen wurden
in Höhe des
nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages
angesetzt und
berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und
ungewisse Verpflichtungen.
Entwicklung der Rückstellungen
Bezeichnung
Stand
01.01.2021
€
Verbrauch
€
Auflösung
€
Zuführung
€
Stand
31.12.2021
€
Steuerrückstellungen
150.000
0,00
0,00
0,00
0,00
150.000,00
Zinsen § 233 AO
96.750,00
0,00
0,00
9.000,00
105.750,00
Jahresabschluss/Steuererklärungen
108.500,00
75.460,55
14.539,45
50.779,90
69.279,90
Rückstellung ausstehende Rechnungen
217.274,58
217.274,58
0,00
203.010,88
203.010,88
Rückstellung US
-
Lease
51.336,28
4.416,32
0,00
523,75
47.443,71
Gesamt
623
.860,86
297.151,45
14.539,45
263
.
314,53
575.484,49
elektronische Kopie
Seite
6
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungs
-
zentrum Köln der Stadt Köln
, Köln
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeitenspiegel
Gesamtbetrag
EUR
bis 1 Jahr
EUR
mehr als 1 Jahr
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
248.098.993,07
20.565.746,88
227.533.246,19
144.603.615,12
im Vorjahr
154.911.808,23
29.547.692,16
125.364.116,07
43.827.127,69
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
64.431,41
64.431,41
0,00
0,00
im Vorjahr
108.256,49
108.256,49
0,00
0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
27.393,69
27.393,69
0,00
0,00
im Vorjahr
12.768,36
12.768,36
0,00
0,00
Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Köln
1.296.832,58
1.140.200,24
156.632,34
0,00
im Vorjahr
1.745.502,55
1.192.565,81
552.936,74
0,00
249.487.650,75
21.797.772,22
227.689.878,53
144.603.615,12
156.778.335,63
30.861.282,82
125.917.052,81
43.827.127,69
Erwartete Restlaufzeiten
Die Verbindlichkeiten sind mit ihre
m
jeweiligen
Erfüllungsbetrag
passiviert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen mehrere Darlehen.
In d
en Verbindlichkeiten g
egenüber Kreditinstituten sind Zins
abgrenzungen
in Hö
he von
256
Tsd. Euro (i.Vj.
151
Tsd. Euro) enthalten
.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von
27
Tsd. Euro (i.Vj.
13
Tsd. Euro) bestehen gegenüber der Kölner
Gesellschaft für Arbeits
-
und Berufsförderung
mbH.
Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Köln bestanden in Höhe von
1
.
297
Tsd. Euro (i.Vj.
1
.
746
Tsd. Euro). Dieser Betrag
umfasst
insbesondere das Darlehen Philharmonie
(621
Tsd.
Euro)
, Verbindlichkeiten gege
nüber der Gebäudewirtschaft (255
Tsd. Euro)
und
Umsatzsteuerverrechnungen
(
421
Tsd. Euro).
elektronische Kopie
Seite
7
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungs
-
zentrum Köln der Stadt Köln
, Köln
Latente Steuern
Es be
stehen Wert
-
und Ansatzunterschiede zwischen Handels
-
und St
euerbilanz.
Insbesondere bei Sach
-
und Finanzanlagen liegen höhere Steuerbilanzwerte vor, bei den
sonstigen Rückstellungen sind die Steuerbilanzwerte teilweise niedriger. Zudem bestehen
steuerliche Verlustvorträge. Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern h
ierauf wird verzichtet.
Gewinn
-
und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse entfallen in Höhe von
1
79
Tsd. Euro
(i.Vj.
186
Tsd. Euro
) auf
Miet
-
und
Pachterlöse und in Höhe von
2.917
Tsd. Euro
(i.Vj.
2.804
Tsd. Euro) auf Erbbauzi
nsen
.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Zuschüssen der Stadt
Köln
(
9
.
450
Tsd. Euro; i.
Vj.
9.
002
Tsd. Euro) und
Erträgen aus der Auflösung des
Sonderpostens
für Landeszuschüsse
(
386 Tsd. Euro; i.
Vj.
386 Tsd. Euro
).
Abschreibungen auf
immaterielle Vermögensgegenstände und
Sachanlagen
Der Aufwand betrifft
wie im Vorjahr
ausschließlich planmäßige Abschreibungen
.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten
u.a. Aufwendungen für E
nergie
(51
3
Tsd. Euro; i.Vj. 533
Tsd.
Euro)
, Instandhaltung (
89
5
Tsd. Euro; i.
Vj.
1.616
Tsd.
Euro
),
B
aubetreuungsentgelte (178
Tsd.
Euro; i.Vj.
172
Tsd.
Euro),
Bewachung (
202
Tsd.
Euro; i.
Vj.
147
Tsd.
Euro
)
, Grünpflege (72
Tsd.
Euro; i.Vj
. 72
Tsd.
Euro) und Verwaltungs
aufwendungen
(
148
Tsd.
Euro; i
.
Vj. 183
Tsd.
Euro)
.
elektronische Kopie
Seite
8
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungs
-
zentrum Köln der Stadt Köln
, Köln
Abschreibungen auf Finanzanlagen
Der Ausweis betrifft a
ußerplanmäßige
Abschreibung
en
auf die Anteile an der
KÖLNMUSIK
Betriebs
-
und Servicegesellschaft mbH
in Höhe des erwirtsc
hafteten Jahresfehlbetrages 2021
in Höhe von 6
.
634
Tsd. Euro
.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Der Ausweis entspricht
periodenfremde
n
Aufwendungen.
III. Angaben zu Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen
Haftungsverhältnisse
US
-
Cross
-
Border
-
Leasing
-
Transaktion
--------------------------------------------------
-
Die Stadt Köln hat am 19. November 2002 gemeinsam mit der Koelnmesse GmbH eine US
-
Cross
-
Border
-
Leasing
-
Vereinbarung abgeschlossen. Gegenstand dieser Vereinbarung sind
die Grundstücke des Messegeländes so
wie Messehallen.
Nachdem d
er Fremdkapitalanteil
der Transaktion
in 2019 vorzeitig zurückgezahlt
wurde, bleibt
die
eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln zivilrechtlich
verpflichtet, während der verbleibenden Mietzeit d
es Mietvertrages
Zahlungen
für den
Eigenkapitalanteil der Transaktion
bis zum Zeitpunkt der Kaufoption im Jahr 2033 an den US
-
Investor zu leisten. Hinsichtlich dieser Zahlungsverpflichtungen ist die Erfüllungsübernahme
durch Erfüllungsübernehmer, verschied
ene Banken, vertraglich vereinbart. Sofern die
Erfüllungsübernehmer ihren Verpflichtungen nachkommen, werden von der
eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln keine
Zahlungen zu leisten sein.
Derzeit bestehen keine Anha
ltspunkte dafür, dass die Erfüllungsübernehmer ihren
Verpflichtungen nicht nachkommen können.
elektronische Kopie
Seite
9
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungs
-
zentrum Köln der Stadt Köln
, Köln
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Das
Bestelloblig
o aus bereits erteilten Aufträgen für das
Folgejahr beläuft sich auf ca.
0
,
8
Mio.
Euro
.
IV. Sonstige Angaben
Abschlussprüferhonorar
Das für das Geschäftsjahr
für Abschlussprüfungsleistungen zurückgestellte Honorar beläuft
sich auf
3
0
Tsd.
Euro.
Beschäftigte
Die
Eigenbetriebsähnliche
Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln
der Stadt Köln
beschäftigte im
Wirtschafts
jahr kein eigenes Personal.
Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Wesentliche
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind wie folgt zu
verzeichnen:
Stadt Köln incl. andere
Verbundene
Eigenbetriebe/eigenbetriebs
-
Unternehmen
Art des Geschäfts
ähnliche Einrichtungen
der Stadt Köln
Tsd. Euro
Tsd. Euro
Umsatzerlöse
Pachten
179
Erbbauzinsen
2.917
Sonstige
betriebliche Erträge
Zuschüsse
9
.
450
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Energiekosten
51
3
Baubetreuung, Grünpflege
250
Bewachung
202
Kostenumlagen
139
Zinsaufwendungen
18
Herstellungskosten Sachanlagen
43
elektronische Kopie
Seite
10
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungs
-
zentrum Köln der Stadt Köln
, Köln
Mitglieder der Betriebsleitung
Frau Prof. Dr. Dörte Diemert, Erste Betriebsleiterin, Kämmerin der Stadt Köln
Herr Frank Höller, geschäftsführender Betriebsleiter,
Leiter der Stabsstelle
Beteiligungssteuerung
, öffentliches Finanz
-
und Unternehmensrecht, Dezernat Finanzen der
Stadt Köln
Mitglieder des Betriebsausschusses
Vorsitzender:
Herr
Dr. Gerrit Krupp, Rec
htsanwalt
.
1. Stellvertretender Vorsitzender:
Herr Manf
red Richter, Personalleiter
.
2. Stellvertretender Vorsitzender:
Herr Bernd Petelkau, MdR, Managing Director, Hy
pothekenbank Frankfurt AG
.
Ordentliche Mitglieder:
He
rr Christian Achtelik,
k.A.
,
Herr Ulrich Breite, Geschäftsführer
,
Frau Anna
-
Maria Henk
-
Hollstein, Kauffrau
,
Herr Mike Homann,
Rechtsanwalt
,
Herr Christian Joisten,
Leiter Customer Relations & Networking
,
Frau Ulrike Kessing,
wissenschaftliche Referentin
,
Herr Niklas Kienitz,
MdR, Geschäftsführer, CD
U
-
Fraktion im Rat der Stadt Köln
,
Herr Ralf Klemm,
Fraktionsgeschäftsführer
,
Frau Sandra Schneeloch,
Trea
sury Management, Bankdirektorin
,
Frau Güldane Tokyürek,
Juristin
.
elektronische Kopie
Seite
11
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungs
-
zentrum Köln der Stadt Köln
, Köln
Mitglieder mit beratender Stimme:
Herr
Steph
an
Boyens
,
Manager Unternehmensentwicklung
,
Herr Oliver Fuchs,
k.A.
,
Frau Nicolin Gabrysch,
k.A.
,
Herr Lino
Hammer,
Geschäftsführer, Fraktion Bündnis 90/D
ie Grünen im Rat der Stadt Köln
,
Herr Michael Hoffmann
, k.A.
,
Herr Julian Kampa,
k.A.
,
Herr
Henning Lenz, k.A.
,
Herr Niklas Schmickler,
k.A.
,
Herr Walte
r Wortmann, Unternehmensberater
.
Ergebnisverwendungsvorschlag
Die Betriebsleitung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Nachtragsbericht
Die seit Anfang 2020 in Deutschland und Europa grassierende Corona
-
Pandemie hat
auch in
2022 weiterhin erhebliche Auswirkungen
auf den
Veranstaltungs
-
und Kongressbereich
.
Das
Veranstaltungszentrum selbst ist als reine Besitzgesellschaft von diesen Auswirk
ungen nur
indirekt betroffen. Da alle Tochtergesellschaften ihre jährliche Pacht für die Betriebsobjekte
und die Erbbaurechtsgrundstücke leisten
, sin
d
die
Folgen der
Pandemie
und dem darauf
folgenden
veränderten Besucherverhalten
bislang einzig aus der Ergebnisentwicklung der
KÖLNMUSIK Betriebs
-
und Servicegesellschaft mbH
zu erwarten
, die sich in den
Abschreibungen auf Finanzanlagen niederschlägt
.
Die weiteren Folgen des Corona
-
Virus sind
aktuell nic
ht abschließend absehbar. Es bleibt abzuwarten, ob sich hieraus auch negative
Auswirkungen auf das zukünftige Veranstaltungsgeschäft ergeben.
Auch die
Folgen
des
Krieges in der
Ukraine
,
insbesondere im Hinblick auf die Steigerungen der Energiepreise, sind
derzeit nicht
vorhersehbar
.
elektronische Kopie
Seite
12
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungs
-
zentrum Köln der Stadt Köln
, Köln
Darüber hinaus
haben sich
nach Ablauf des Wirtschaftsjahres
bisher
keine wesentlichen
Vorgänge
ergeben.
Köln,
27
.
Juli
20
2
2
Betriebsleitung
gez.
Prof. Dr. Dörte Diemert
gez.
Frank Höller
Erste
Betriebsleiterin
Geschäftsführender Betriebsleiter
elektronische Kopie
Seite
1
E
igenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln
der Stadt Köln
, Köln
Lagebericht
für das
Wirtschafts
jahr 2021
A.
Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Rahmenbedingungen
Geschäftsverlauf
Das
Veranstaltungszentrum nimmt
-
mit Ausnahme der Vermietung bzw. Verpachtung der be-
triebsnotwendigen Immobilien an die Betriebsgesellschaften
-
keine eigenen geschäftlichen
Tätigkeiten wahr. Seine wirtschaftlich
e Situation im
Wirtschafts
jahr 2021
wird
-
wie
auch in den
Vorjahren
-
im Wesentlichen durch die Ergebnisse, die sich aus dem Betrieb der Objekte
Gürzenich, Tanzbrunnen und Philharmonie
sowie
-
seit Inbetriebnahme zum 1.
Juli 2014
-
der
Fl
or
a
durch die jeweiligen Betriebsgesellschaften ergeben, be
stimmt. Die im Wege der Ver-
pach
tung an die Be
triebsgesellschaften
KÖLNMUSIK
GmbH und Koelnc
ongress GmbH sowie
aus der Bestellung der Erbbaurechte an die Koelnmesse
GmbH erzielten Umsatzerlöse rei
ch-
ten nicht aus, um die aus der Sanierung des Gürzenich
s, der
Generalinstandsetzung der Flora
und der Renovierung des Tanzbrunnens resultierenden Zins
-
und Abschreibungs
-
sowie die
laufenden Instandsetzungsaufwendungen zu kompensieren.
Durch die Erträge aus der gemeinsam mit der Koelnmesse GmbH durchgeführten US
-
L
ease
-
Transaktion konnte letztmalig im Jahre 2002 ein positives Jahresergebnis erzielt werden. Trotz
eines Zuschusses aus dem st
ädtischen Haushalt in Höhe von 2
,
3
Mio.
Euro
hat die eigenbe-
triebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln mangels weitere
r nach
haltiger Erträge
in 2021
einen Verlust in Höhe von
rd
.
2
,
5
Mio.
Euro
(Vorjahr:
2
,
6
Mio.
Euro
) erwirtschaftet, der
das Eigenkapital
vermindert.
Der Rat der Stadt Köln hat am 23. März 2021
für den Bau eines neuen Kongresszentrums
eine Einlage
durch das Veranstaltungszentrum
in die Kapitalrücklage der Koeln
messe GmbH
in Höhe von 96
Mio.
Euro
beschlossen
.
Die Finanzierung der
K
apitalzuführung erfolgt kredit-
weise
entsprechend dem
Wirtschaftsplan der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Veranstal-
tungszentrum Köln. Der daraus resultierende Schuldendienst wird der eigenbetriebsähnlichen
Einrichtung aus allgemeinen Haushaltsmitteln erstattet
.
Ferner hat der Rat beschlossen, den städtis
chen Betriebskostenzuschuss der KölnMusik
GmbH
aufgrund der Corona
-
bedingt erhöhten Verlustprognose in Anpassung an den tatsäch-
lichen Geschäftsverlauf
von ursprünglich rd. 5,7
Mio.
Euro
auf bis zu 7,5
Mio.
Euro
zu erhö-
hen.
Um die Gewährung der für 2021 bea
ntragten Corona
-
Hilfen von Land und Bund abzu-
warten, wurde in Absprache mit der Geschäftsführung
der KölnMusik GmbH
unterjährig zu-
nächst nur der ursprüngliche Betriebskostenzuschuss
ausgezahlt
.
Zum
Geschäftsverlauf der Beteiligungsgesellschaften ist
F
olge
ndes auszuführen:
Koelnmesse GmbH
2021 hat die Koelnmesse GmbH trotz der Corona
-
Pandemie 13 eigene Messen und Ausstel-
lungen
organisiert. Die durchgeführten Messen zeigten verglichen zur jeweiligen Vorveranstal-
tung
coronabedingt deutlich
geringere Umsätze. Dabei konnten Umsätze aus digitalen Forma-
ten die
Umsatzeinbrüche nicht ausgleichen
.
elektronische Kopie
Seite
2
Ertragslage
Die Umsatzerlöse der Koelnmesse GmbH belaufen sich im Geschäftsjahr 2021 weiterhin
coronabedingt auf nur 98,7
Mio.
Euro
(Vorjahr
:
75,4
Mio.
Euro
). Diejenigen Veranstaltungen,
die
in 2021 stattfinden konnten, erzielten insgesamt Umsätze, die deutlich unterhalb der jewei-
ligen
Vorveranstaltung lagen. Der geplante Umsatz wurde um 114,5
Mio.
Euro
verfehlt.
55,6
Mio.
Euro
der erzielten Erlöse entfielen auf Standflächenerlöse, 9,6
Mio.
Euro
auf Ein-
trittsgelder sowie
Katalogerlöse und 33,5
Mio.
Euro
auf Dienstleistungen und sonstige Erlöse.
Einen starken Anstieg verzeichneten die sonstigen betrieblichen Erträge um 10,7
Mio.
Euro
aufgrund
von erhaltenen staatlichen Corona
-
Hilfen in Höhe von 14,0
Mio.
Euro
. Andererseits
fielen
Auflösungen bei den sonstigen Rückstellungen um 3,4
Mio.
Euro
geringer aus als zuvor.
Die veranstaltungsbezogenen Aufwendungen nahmen mit 4,3
%
weniger
stark zu als die Um-
sätze
mit 30,8
%
. Ursächlich dafür sind unter anderem die in den Aufwendungen enthaltenen
fixen Kosten, die die veranstaltungsbezogenen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz we-
niger
stark schwanken lassen.
Der Personalaufwand stieg um
7,4
%
bzw. 3,2
Mio.
Euro
. Aufwandsteigernd im Vergleich zum
Vorjahr wirkten negative Rückstellungseffekte in Höhe von 2,5
Mio.
Euro
, die gegenüber dem
Vorjahr geringere Kurzarbeit sowie eine tarifliche Gehaltssteigerung zu Beginn des Jahres.
Gegenläufig
re
duzierte sich aufgrund des in 2020 verhängten teilweisen Einstellungsstopps
das
Personal um 3,7
%
bzw. 25 Arbeitnehmer
/innen
.
Die Koelnmesse GmbH erzielte im Geschäftsjahr keine Beteiligungsausschüttungen und da-
mit
7,1
Mio.
Euro
weniger als im Vorjahr. Au
s dem Ergebnisabführungsvertrag mit der
Koelncongress
GmbH ergeben sich Erträge in Höhe von 4,1
Mio.
Euro
, nachdem im Vorjahr
noch ein Verlustausgleich
in Höhe von 4,5
Mio.
Euro
notwendig gewesen war.
Das Ergebnis vor Finanzergebnis,
Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) beträgt minus
56,3
Mio.
Euro
(Vorjahr
:
-
75,3
Mio.
Euro
) und liegt 20,0
Mio.
Euro
unter Plan. Entlastungen
ergeben
sich aus bereits berücksichtigten Verlustrückträgen bei den Ertragsteuern. Belastun-
gen bei
sonstigen
Steuern betreffen Grundsteuern. Der Jahresfehlbetrag beträgt
76,2
Mio.
Euro
(Vorjahr
-
98,6
Mio.
Euro
) und liegt 14,6
Mio.
Euro
unter Plan.
Vermögenslage
:
Die Bilanzsumme der Koelnmesse GmbH hat sich um 35,1
Mio.
Euro
auf 387,4
Mio.
Euro
er-
höht.
Auf der
Aktivseite stieg das Anlagevermögen trotz der erfolgten Repriorisierung von In-
vestitionen
um 2,4
%
bzw. 7,8
Mio.
Euro
auf 333,6
Mio.
Euro
. Den Anlagenzugängen von ins-
gesamt
33,3
Mio.
Euro
standen Abschreibungen und Buchwertabgänge in Höhe von
25,5
Mio.
Euro
gegenüber.
Die Sachanlagenzugänge in Höhe von 32,9
Mio.
Euro
betreffen mit
18,2
Mio.
Euro
Zugänge
bei den Betriebs
-
und Geschäftsgebäuden. Sie resultieren überwie-
gend aus Investitionen
im Zuge des Projekts Koelnmesse 3.0 und hier überwiegend aus der
Bestandssanierung der
Halle 10. Die Zugänge der geleisteten Anzahlungen und Anlagen im
Bau in Höhe von 8,3
Mio.
Euro
betreffen vor allem Planungs
-
und Bauleistungen für das Con-
fex.
Das Umlau
fvermögen erhöhte sich um 27,4
Mio.
Euro
. Dabei nahmen die Forderungen aus
Lieferungen
und Leistungen turnusbedingt um 6,8
Mio.
Euro
zu. Die neu bestehenden Forde-
rungen
gegen Gesellschafter in Höhe von 12,0
Mio.
Euro
betreffen finanzielle Mittel der
Koe
lnmesse
GmbH, die diese im Rahmen des Cash
-
Poolings bei der Hauptgesellschafterin
angelegt
hat. Die Guthaben bei Kreditinstituten erhöhten sich um 6,6
Mio.
Euro
.
Die gestiegene Bilanzsumme resultiert auf der Passivseite aus dem deutlich gestiegenen Ei-
genk
apital,
bei gesunkenen Rückstellungen und gestiegenen Verbindlichkeiten. Das Eigenka-
pital ist
in Höhe der Differenz aus Eigenkapitalerhöhung von 120,0
Mio.
Euro
und Jahresfehl-
betrag von
76,2
Mio.
Euro
um 43,8
Mio.
Euro
auf 191,4
Mio.
Euro
gestiegen. Die Ei
genkapi-
talquote stieg
auf 49,4
%
(Vorjahr
:
41,9
%
).
elektronische Kopie
Seite
3
Die Rückstellungen haben sich per Saldo um 19,0
Mio.
Euro
verringert. Davon entfallen auf
die
sonstigen Rückstellungen 12,2
Mio.
Euro
und auf die Steuerrückstellungen 6,8
Mio.
Euro
.
Der
Rückgang der
sonstigen Rückstellungen resultiert insbesondere aus gegenüber dem Vor-
jahr
gesunkenen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen im Zuge der Baumaßnahmen
Koelnmesse
3.0, nachdem Ende 2020 die Halle 1 fertig gestellt wurde. Der Rückgang der
Steuerrückstellun
g
resultiert aus erklärten und gezahlten Ertragsteuern.
Die Verbindlichkeiten nahmen insgesamt um 10,7
Mio.
Euro
zu. Turnus
-
und stichtagsbedingt
stiegen die Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen um 5,5
Mio.
Euro
und die Verbind-
lichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen um 8,7
Mio.
Euro
. Die sonstigen Verbindlichkeiten
nahmen um 2,3
Mio.
Euro
ab, unter anderem, weil die bilanzielle Behandlung von Fördermit-
teln
angepasst wurde.
Finanzlage
Zum Jahresende 2021 betrug
en die liquiden Mittel der Koelnmesse GmbH 17,0
Mio.
Euro
,
nach
10,4
Mio.
Euro
im Vorjahr. Der Anstieg der liquiden Mittel bei der Koelnmesse GmbH
ergibt sich
vor allem aus dem Zufluss im Zusammenhang mit der Eigenkapitalerhöhung durch
die Gesellschafter
ü
ber 120
Mio.
Euro
. Gegenläufig wirkten sich die Investitionen in das Anla-
gevermögen
in Höhe von 33,3
Mio.
Euro
sowie der coronabedingt erneut negative operative
Cashflow aus.
Um unterjährige Zahlungsspitzen auszugleichen, wurde mit der Stadt Köln in 2020
ein Cash
-
Pooling
-
Vertrag abgeschlossen und unterjährig kurzzeitig genutzt. Am Jahresende bestanden
Forderungen aus dem Cash
-
Pooling gegen die Gesellschafterin in Höhe von 12,0
Mio.
Euro
.
Der
Cash
-
Pooling
-
Vertrag wurde Anfang 2022 vorzeitig verlängert mit n
euen Parametern. So
beträgt
das neue Volumen ab 2023 nun 130,0
Mio.
Euro
und die Laufzeit endet Ende 2025.
Die
Koelnmesse GmbH war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukom-
men.
Instandhaltungsinvestitionen im Rahmen des
Projekts Koelnmesse 3.0 wurden coronabedingt
teilweise um einige Jahre verschoben. Die erfolgte Eigenkapitalerhöhung dient auch zur Fi-
nanzierung
des im Bau befindlichen Confex. Die Umsetzung der weiteren Investitionen in die
Infrastruktur
der Koelnmesse er
folgt je nach Geschäftsverlauf und Finanzierbarkeit.
KÖLNMUSIK GmbH
Im Geschäftsjahr 2021 wurden in der Kölner Philharmonie 145 Veranstaltungen
-
teils als Dop-
pelkonzerte
an einem Tag
-
durchgeführt, davon 75 KölnMusik
-
Veranstaltungen (Vorjahr: 170,
dav
on 81 KölnMusik
-
Veranstaltungen). In den Zeiten vor der Corona
-
Pandemie wurden
jähr-
lich ca. 429 Veranstaltungen, davon 194 KölnMusik
-
Veranstaltungen
,
durchgeführt.
Durch die erneute Schließung der Kölner Philharmonie von Januar bis Juni 2021
mussten
für
diesen Zeitraum alle verkauften Eintrittskarten rückabgewickelt werden. Die Abonnements
der
KölnMusik
-
Veranstaltungen für die Spielzeit 2020/2021 wurden für das Jahr 2021 aufgrund
der sich laufend ändernden Corona
-
Schutz
-
Verordnungen nicht aufg
elegt. Ab Oktober 2021
wurden für die zweite Spielzeithälfte (Januar bis Juni 2022) anteilig Abonnements in den Ver-
kauf
gegeben.
Durch die sich immer wieder ändernden behördlichen Verordnungen war auch im Geschäfts-
jahr
2021 kein ordentlicher Spielbetrieb
möglich. Das Jahr war wesentlich durch Konzertabsa-
gen,
Umplanungen und Verschiebungen geprägt.
elektronische Kopie
Seite
4
Ertragslage
Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2021
3
.910
Tsd.
Euro
(Vorjahr:
4.762
Tsd.
Euro
). Durch die Corona
-
Pandemie entwickelten sich auch die
sonstigen Umsatz-
erlöse
stark rückläufig.
Die Sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich gegenüber dem Vorjahr auf
763
Tsd.
Euro
(Vorjahr: 1.917
Tsd.
Euro
). Aufgrund geänderter Rechtsnormen konnten für
das Jahr 2021 keine
Hilfen des Bundes in Form v
on Überbrückungshilfen durch öffentliche
Unternehmen realisiert
werden.
Über die darüber hinaus beantragten Corona
-
Hilfen wurde
noch nicht beschieden.
Mehreinnahmen entstanden im Zusammenhang mit dem Veranstal-
tungsgeschäft aus
Förderungen und Sponsoringert
rägen.
Der Aufwand aus
bezogenen Leistungen beinhaltet
im Wesentlichen Künstlerhonorare und
Honorarnebenkosten.
Aufgrund des eingeschränkten Veranstaltungsangebotes bewegten
sich die
Aufwendungen
weiterhin
auf einem niedrigen Niveau von 3.536
Tsd.
Euro
(
V
orjahr
:
3.798
Tsd.
Euro
)
. Der Personalaufwand beträgt im Geschäftsjahr 2021 4.765
Tsd.
Euro
ge-
genüber
im Vorjahr 5.178
Tsd.
Euro
. Aufgrund der Einstellung des Konzertbetriebes konnte
im ersten
Halbjahr 2021 in fast allen Personalbereichen Kurz
arbeit unter Anwendung des TV
-
Covid
des öffentlichen Dienstes eingeführt werden.
Gegenüber dem Vorjahr sanken die sonstigen betrieblichen Aufwendungen insgesamt um
197
Tsd.
Euro
auf 2.714
Tsd.
Euro
(Vorjahr
:
2.911
Tsd.
Euro
). Bedingt durch die Absage von
Konzertveranstaltungen
und die zeitweise Schließung des Konzertsaales reduzierten sich vor
allem die Vertriebsaufwendungen
und die Betriebskosten des Konzertsaales.
Die Gesamtaufwendungen beliefen sich in 2021 auf 11.307
Tsd.
Euro
(Vorjahr:
12.133
Tsd.
Eu
ro
), so
dass für das Jahr 2021 ein Jahresfehlbetrag von 6.634
Tsd.
Euro
(Fehl-
betrag Vorjahr: 5.428
Tsd.
Euro
)
erzielt wurde. Hiermit wurde der im Erfolgsplan 2021 ausge-
wiesene Planjahresfehlbetrag von
7.486
Tsd.
Euro
um 852
Tsd.
Euro
unterschritten.
Sollten die beantragten
Corona
-
Hilfen von Land und Bund nicht oder nicht in ausreichender
Höhe gewährt werden, wird
gemäß Beschluss des Rates vom 23. März 2021
der Differenzbe-
trag
zwischen dem ursprünglichen Betriebskostenzuschuss
und de
m Verlust 2021 in Höhe
von bis zu 937 Tsd.
Euro
von Seiten
der Stadt Köln nachträglich aus
geglichen.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1.390
Tsd.
Euro
auf
9.946
Tsd.
Euro
.
Die Aktivseite erhöhte sich aufgrund von Investi
t
ionen
in
das Sachanlagevermögen
von
2.454
Tsd.
Euro
auf 2.690
Tsd.
Euro
. Das Umlaufvermögen verringerte sich von
2.886
Tsd.
Euro
auf 2.257
Tsd.
Euro
. D
abei stiegen d
ie Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen aufgrund
der
ab September getätigten
Vorverkäufe für die Spielzeit 2021/2022 um
820
Tsd.
Euro
, jedoch sanken die sonstigen Vermögensgegenstände
um 1.322
Tsd.
Euro
. Im
Vorjahr waren Forderungen gegenüber dem Bun
d
aus den
Corona
-
Hilfen für November und
Dezember in den sonstigen Vermögensgegenständen
aktiviert. Zeitgleich stiegen die liquiden
Mittel um 1.782
Tsd.
Euro
aufgrund erhaltener Anzahlungen für Veranstaltungen in 2022.
Auf der Passivseite verringerte sich
das Eigenkapital um 937
Tsd.
Euro
aufgrund der Einstel-
lung
des Zuschusses der Stadt Köln in Höhe von 5.697
Tsd.
Euro
und der Entnahme aus der
Kapitalrücklage
zum Ausgleich des Verlustes in Höhe von 6.634
Tsd.
Euro
.
Die Verbindlichkeiten erhöhten
sich ge
genüber von im Vorjahr 3.953
Tsd.
Euro
auf
6.236
Tsd.
Euro
i
nsbesondere
durch
die erhaltenen Anzahlungen
auf Veranstaltungen auf-
grund der Neuauflage von Abonnements für die zweite Spielzeithälfte
der Saison 2021/2022.
Ebenso erhöhten sich die Verbindlichke
iten gegenüber Fremdveranstaltern,
da wieder Kon-
zerte der Partner veranstaltet werden konnten.
elektronische Kopie
Seite
5
B.
Erläuterungen zur Ertrags
-
und Vermögenslage
des Veranstaltungszentrums
Ertragslage
Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln hat das
Wirtschafts
jahr 2021
mit einem
Jahresfehlbetrag
von
2
.511
Tsd.
Euro
(Vorjahr:
2.643
Tsd.
Euro
) abgeschlossen. Den Aufwendungen von
1
5
.
468
Tsd.
Euro
(Vorjahr:
1
5
.
051
Tsd.
Euro
)
standen dabei Erträge von
1
2
.
957
Tsd.
Euro
(Vorjahr:
1
2
.
408
Tsd.
Euro
)
gegenüber.
Geplant war ein
Jahresfehlbetrag
von
rd.
2
.
206
Tsd.
Euro
.
Die
Erträge
des abgelaufenen
Wirtschafts
jahres
setzen sich
zusammen
aus Umsatzerlösen
(Mieten
bzw.
Pachten
, Erbbauzinsen) vo
n
3
.
096
Tsd.
Euro
und sonstigen betrieblichen Erträ-
gen
in Höhe von
9
.
859
Tsd.
Euro
.
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im
Wesent-
lichen die
Betriebskostenzuschüsse der Stadt Köln für die
KÖLNMUSIK
GmbH
(5.
697
Tsd.
Euro
),
das Veranstaltungszentrum Köln
(2
.
3
00
Tsd.
Euro
)
und
de
n
Zinsanteil des
aus dem städtischen Haushalt zu leistenden Schuldendienstes
(1.453
Tsd.
Euro
)
sowie
Er-
träge
aus der Auflösung des Sonderpostens für Landeszuschüsse für die San
ierung des Gür-
zenichs
(386
Tsd.
Euro
)
.
A
uf der Aufwandseite
stehen den
vorgenannten
Erträgen
Abschreibungen auf Sacha
nlagen
von 3
.
686
Tsd.
Euro
, Zinsen in Höhe von
2
.
919
Tsd.
Euro
, Abschreibungen auf Finanzanla-
gen
in Höhe des Verlustes der
KÖLNMUSIK
GmbH
von
6
.
634
Tsd.
Euro
sowie sonstige be-
triebliche Aufwendungen von
2
.
224
Tsd.
Euro
gegen
über
.
Die sonstigen betrieblichen Auf-
wendungen
beinhalten als größte
Posten
die Instandhaltungs
-
und Baubetreuungs
aufwendun-
gen von
1.
073
Tsd.
Euro
(V
or
j
ahr
:
1.788
Tsd.
Euro
)
,
die
Energiekosten in Höhe von
51
3
Tsd.
Euro
(V
or
j
ahr
:
53
3
Tsd.
Euro
)
sowie die Bewachungskosten des Heinrich
-
Böll
-
Pla
tzes von
202
Tsd.
Euro
(V
or
j
ahr
: 147
Tsd.
Euro
).
Vermögenslage
Die Bilanzsumme
erhöhte
sich gegenüber dem Vorjahr um
92
.
840
Tsd.
Euro
auf
417
.
665
Tsd.
Euro
.
D
as Sachanlagevermögen
hat sich
bei
Zugängen
von
1.065
Tsd.
Euro
und Abschreibungen
in Höhe von 3.
686
Tsd.
Euro
im Saldo um
2
.
622
Tsd.
Euro
auf
8
4
.
183
Tsd.
Euro
vermindert
.
Zugänge erfolgten
in 20
21
im Wesentlichen im Zuge der laufenden Sanierungsmaßnahmen in
der Bastei (354 Tsd.
Euro
), im Tanzbrunnen (121 Tsd.
Euro
) und in der Philharmonie (100
Tsd.
Euro
), die als Anlagen im Bau
ausgewiesen
werden. Ferner
führten Vergleichsabschlüsse im
Zusammenhang mit Recht
s
streits mit Baufirmen zu
Nachaktivierungen von Herstellungskos-
ten
der
Flora
(329 Tsd.
Euro
).
Hervorzuheben sind
weiterhin Anschaffungen für die Ausstat-
tung der Philharmonie
wie
Musikerstühle (55 Tsd.
Euro
) und digitale Vitrinen (49
Tsd
.
Euro
).
Der starke Anstieg der Bilanzsumme resultiert aus der Erhöhung der Finanzanlagen infolge
der
von Seiten der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung gel
e
isteten
Einlage in die Kapitalrück-
lage der
Koelnmesse GmbH in Höhe von 96 Mio.
Euro
.
Die Finanzanlagen erhöhe
n sich
dadurch auf 333.034 Tsd.
Euro
.
D
as Eigenkapital
hat sich
durch
die
Einlag
e
des aus dem städtischen Haushalt zu leistenden
Schuldendien
stes
(Tilgungsanteil)
in
Höhe von 3
.
076
Tsd.
Euro
abzüglich
des Fehlbetrages in
Höhe von 2.
511
Tsd.
Euro
um
565
Tsd.
Euro
auf 167
.
313
Tsd.
Euro
erhöht
.
D
as
Fremdkapital
hat sich
-
ohne Berücksichtigung des Sonderpostens
-
im Wesentlichen bedingt durch
den
deutlichen Anstieg
der Bankverbindlichkeiten
infolge der darlehensweise finanzierten Kapital-
einlage in die Koelnmesse
in Summe
um rd. 92.709 Tsd.
Euro
erhöht. Gegenläufig dazu haben
sich die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Köln durch die
plangemäße
Tilgung des im
Zuge der Übertragung der Philha
rmonie von der Stadt Köln übernommenen
Darlehens
um rd.
4
4
9
Tsd.
Euro
reduziert
.
elektronische Kopie
Seite
6
Da der Jahres
fehlbetrag
des Veranstaltungszentrums vorerst nicht aus städtischen Haushalts-
mitteln ausgeglichen wird, ist dieser auf neue Rechnung vorzutragen. Unter
Berücksichtigung
der Verl
ustvorträge aus Vorjahren von 1
5
.
075
Tsd.
Euro
ergibt sich damit zum Bilanzstichtag
31.12.20
21
ein kumulierter
Bilanzverlust von
1
7
.
586
Tsd.
Euro
.
Grundsätzlich ist der Vortrag eines Jahresverlustes auf neue Rechnung nach den Bestimmun-
gen der Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein
-
Westfalen (EigVO NRW) zulässig.
Jedoch bestimmt
§
10 Absatz 6 Satz 3 der EigVO NRW, dass ein nach Ablauf von fünf
Jahren
nicht getilgter Verlustvortrag durch Abbuchung von den Rücklagen ausgeglichen werden soll,
wenn dies die Eigenkapitalausstattung zulässt. Ansonsten ist der Verlust aus Haushaltsmitteln
auszugleichen.
Im
Wirtschafts
jahr 2021
wurde entsprechend dies
er Vorschrift
mit Genehmigung durch
Rats-
beschluss vom
16
. September
20
21
ein durch Gewinnvorträge aus Vorjahren bzw. Gewinnen
aus Folgejahren oder durch Zuschüsse aus dem städtischen Haushalt nicht abgede
ckter Ver-
lust aus dem Jahre 20
1
5
von rd.
4
.
599
Tsd.
Euro
durch
Entnahme aus
der Kapitalrücklage
ausgeglichen. Durch diesen Verlustausgleich ergibt sich insgesamt keine Minderung des Ei-
genkapitals, da zwar einerseits die Kapitalrücklage des Veranstaltungszentrums in Höhe des
vorstehend genannten Betrages red
uziert wird, andererseits jedoch ein entsprechend gerin-
gerer Verlustvortrag mit dem übrigen Eigenkapital verrechnet wird.
Das Eigenkapital des Veranstaltungszentrums betr
ä
gt zum Bilanzstichtag 31.12.2021
in der Summe
1
6
7
.
313
Tsd.
Euro
, wobei
21.000
Tsd.
Euro
a
uf das
Stammkapital und
163
.
899
Tsd.
Euro
auf die Kapitalrücklage des Veranstaltungszentrums entfallen, denen zum
Bila
nzstichtag der kumulierte Bilanz
verlust in Höhe von
17
.
586
Tsd.
Euro
gegenüberstand.
Sofern die negativen Jahresergebni
sse auch zukünftig auf neue Rechnung vorgetragen bzw.
ohne Mittelzuführung von außen
mit der Kapitalrücklage verrechnet werden, ist
wie in den
Vorjahren
mit einer
weiteren
kontinuierlichen Verminderung des Eigenkapitals zu rechnen.
Investitionen
Der Rat hat i
n seiner Sitzung am 3.
Mai
2018
die Verwaltung beauftragt,
d
as denkmalge-
schützte Gebäude „Bastei“ in das Eigentum der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung
Veranstal-
tungszentrum Köln zu überführen.
Ferner sollte e
in Baubestandsgutachten
erstellt werden
, um
den Instandsetzungs
-
und Sanierungsbedarf sowie eine Kostenschätzung in Hinsicht auf eine
für die Öffentlichkeit zugängliche, rentierliche gastronomische N
utzung festzustellen. Denk-
malgerechte Vorgaben sind
dabei
zu berücksichtigen.
Der Ankauf der Bastei von der Koelnmesse GmbH erfolgte auf Basi
s des Ratsbeschlusses
vom 18.
Dezember 2018 mit Wirkung zum 1.
Januar
2019. Der Kaufpreis belief sich auf
614
Tsd.
Euro
.
Mit Beschluss vom 7
.
Sept
e
mber
2020 hat der Betriebsausschuss für die Planung und die
Erstellung einer Kostenberechnung der Generalsanierung der Bastei Planungsmittel in Höhe
von 600
Tsd.
Euro
bereitgestellt.
Finanzierungsmaßnahmen bzw.
-
vorh
aben
D
ie Finanzierung
von Investitionen
erfolgt
in Anbetracht der finanziellen Situation des Veran-
staltungszentrums kreditwei
se
.
Der hieraus resultierende Schuldendienst der eigenbetriebs-
ähnlichen Einrichtung
wird
aus Mitteln des städtischen Haushaltes
im Einlagewege (Einzah-
lung in die Kapitalrücklage) und durch Zuschüsse
erstattet.
Der
Cash
-
Flow aus laufender Ge-
schäftstätigkeit
und
die Einlagen der Stadt reichen nicht aus, um den Schuldendienst insge-
samt bedienen zu können. Die Finanzplanung sieht daher in der Zukunft weitere Kreditaufnah-
men vor.
elektronische Kopie
Seite
7
C.
Risiko
-
und Chancen
bericht
Beteiligungsrisiken
Da die eigenbetriebsähnliche Einric
htung sich als Besitz
unternehmen
grundsätzlich nur im
Rahmen von Vermietungen und Verpachtungen der von Betriebsgesellschaften bewirtschaf-
teten Grundstücke und Gebäude wirtschaftlich betätigt, liegen die wesentlichen Unterneh-
mensrisiken bei den
Betriebsgesellschaften, bei denen die für den Betrieb erforderlichen Fel-
der der Risikobetrachtung im Mittelpunkt des jeweiligen Risikomanagements stehen
und in
Abstimmung mit dem Veranstaltungszentrum überwacht werden
.
Unternehmensrisiko
Wesentliche Risi
ken aus dem operativen Geschäft bestehen für das Veranstaltungszentrum
lediglich aus der seinerzeit zusammen mit der Koelnmesse GmbH durchgeführten US
-
Cross
-
Border
-
Transaktion für bestimmte Messehallen.
Hier steht das
Veranstaltungszentrum in stän-
diger eng
er Abstimmung mit der Geschäftsführung der Koelnmesse GmbH, damit sowohl die
Geschäftsführung als auch die
Betriebsleitung und der Betriebs
ausschuss wesentliche Risiken
frühzeitig erkennen und geeignete gegensteuernde Maßnahmen einleiten können.
Die aus
der gemeinsam mit der Koelnmesse GmbH am 19.
September 2002 im Zusammen-
hang mit der US
-
Cross
-
Border
-
Transaktion mit dem amerikanischen Investor abgeschlosse-
nen Leasing
-
Gesamtvereinbarung auch für das Veranstaltungszentrum als Vertragspartner
resultierenden
Verpflichtungen bestehen gegenüber dem Vorjahr unverändert fort. Von beson-
derer Bedeutung ist hier die Verpflichtung der beiden Vertragsparteien Koelnmesse GmbH
und Stadt Köln
-
eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum, bei Eintritt be-
stimm
ter Ereignisse (im Vertrag “Equity Collateral Trigger Event“ genannt) weitere Sicherhei-
ten stellen zu müssen. In diesem Zusammenhang sieht der Vertrag z.B. das Absinken des
Ratings der Bundesrepublik unter AA bei Standard & Poor’s oder Aa2 bei Moody’s oder
den
Eintritt einer wesentlichen Vertragsverletzung als mögliches
,
eine Sicherheit auslösendes Er-
eignis vor. Im Jahre 2004 ist mit der Herabstufung der Bonität des Landes Nordrhein
-
Westfa-
len ein solches “Trigger Event“ eingetreten, das den Investor berecht
igt, eine Dienstbarkeit im
Grundbuch eintragen zu lassen.
Die Eintragung erfolgte 2008.
Auswirkungen auf das Veran-
staltungszentrum und den operativen Messebetrieb ergeben sich hieraus nicht.
Darüber hinaus verpflichten die abgeschlossenen Verträge die Sta
dt Köln, im Falle einer In-
solvenz der Koelnmesse GmbH ihr in den Erbbaurechtsverträgen abgesichertes Heimfallrecht
auszuüben. Weiterhin bestehen Berichtspflichten bei Änderungen und Umstrukturierungen der
den Verträgen zugrundeliegenden Rahmenbedingungen.
Dem Investor, dem Trustee und den
Darlehensgebern sind jährlich Pflichterfüllungsbescheinigungen nebst Anlagen (Auszug aus
dem Haushaltsplan, Jahresabschluss der GmbH) vorzulegen. Für die sich hieraus ergebenden
Verpflichtungen in den Folgejahren wurde ber
eits im Jahresabschluss 2002 eine entspre-
chende Rückstellung gebildet.
Bisher sind keine zusätzlichen Verpflichtungen oder Risiken aus der Cross
-
Border
-
Transak-
tion für die eigenbetriebsähnliche Einrichtung entstanden und momentan auch nicht
ersicht-
lich.
Vielmehr konnte in
2019 der Fremdkapitalanteil der Transaktion
(A
-
Payment Undertaking
Agreement und B
-
Payment
-
Undertaking Agreement)
vorzeitig
vorfälligkeitsentschädigungsfrei
vollständig getilgt
werden
.
Dies führt zu einer dauerhaften Min
deru
ng
etwaiger Risiken aus
dem US
-
Lease
-
Geschäft.
elektronische Kopie
Seite
8
Gesamtwirtschaftliche Branchenrisiken
Konjunkturelle Entwicklungen der Gesamtwirtschaft können das Geschäft der Betriebsgesell-
schaften durch eine veränderte Nachfrage der Kunden beeinflussen und sich
sowohl positiv
als auch negativ auf das jeweilige Umsatz
-
und Unternehmensergebnis der Betriebs
-
bzw.
Beteiligungsgesellschaft
en
auswirken. Von diesen Auswirkungen ist dann auch das Veranstal-
tungszentrum immer unmittelbar
bzw.
mittelbar (Koelnc
ongress
GmbH
nach dem Verkauf über
Koelnmesse GmbH)
betroffen.
Liquiditätsrisiko
Auch wenn das Veranstaltungszentrum organisatorisch und finanziell als selbständiges Son-
dervermögen auf der Grundlage eines eigenen Wirtschaftsplans seine Geschäfte führt,
muss
seine Finanzierung über Mittel des städtischen Haushalts sichergestellt
werden
. Das Risiko
einer Illiquidität ist daher als gering anzusehen.
Eigenkapitalverzehr
Werden die auch für die Folgejahre erwarteten Jahresfehlbeträge wie bisher durch Entna
hmen
aus der Kapitalrücklage ausgeglichen,
wird
das Eigenkapital
weiter
kontinuierlich
sinken. Auf
mittlere Sicht wird daher bei der derzeitigen Betriebsstruktur ein Verlustausgleich aus Mitteln
der Stadt Köln erforderlich werden.
Nur damit kann das Verans
taltungszentrum in seiner der-
zeitigen Struktur seinen Verpflichtungen dauerhaft nachkommen und eine
angemessene
Ei-
genkapitalausstattung erhalten.
Rechtliche Risiken
Nach Beilegung
des
Rechtsstreits mit der GbR bezüglich
der Nordhallen sind aus heutiger
Sicht keine existenziellen Risiken für die zukünftige Entwicklung der eigenbetriebsähnlichen
Einrichtung zu erwarten.
Zur Vermeidung von EU
-
beihilferechtlichen Risike
n w
e
rden alle Be-
ziehungen zu möglichen Empfängern von Au
sgleichsleistungen für Dienstleistungen von all-
gemeinem wirtschaftlichen Interesse überprüft und soweit notwendig, rechtlich angepasst.
So
hat der Rat der Sta
dt Köln mit Beschluss vom 30. September
2014 die KölnKongress GmbH
mit der Erbringung von Dienstle
istungen von allgemeinem wirtschaftlichen Interesses betraut.
Gegenstand der Betrauung sind der Betrieb und die an den Interessen aller Bevölkerungs-
kreise orientierte Nutzung des Gürzenich, des Tanzbrunnens (inkl. Theater am Tanzbrunnen)
sowie der Flora.
D
ie Betrauung tra
t zum 1.1.2015 in Kraft.
Die
KÖLNMUSIK
GmbH ist als
Kultureinrichtung gemäß Artikel 1 Nr. 1 lit. j) der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung
(Verordnung (EU) Nr. 651/201
4
der Kommission
)
von der Notifizierungspflicht befreit.
Nach dem Verkauf an die Koelnmesse GmbH betreffen rechtliche Risiken bezüglich der
KölnKongress GmbH das Veranstaltungszentrum ab 2020 allenfalls noch mittelbar.
Chancen
Nicht zuletzt auf Grund der Inbetriebnahme der Flora liegen Chancen für das Veranstaltungs-
zentrum in verbesserten Vermarktungsmöglichkeiten der
Betriebs
gesellschaften. Diese kön-
nen sich positiv auf die Jahresergebnisse und Erfüllung des Satzungszwecks ausw
irken.
elektronische Kopie
Seite
9
Risikofrüherkennungssystem
Das Risikomanagement
s
ystem ist als internes Kontrollsystem ausgerichtet auf die Betriebs-
leitung und den Finanzausschuss des Rates der Stadt Köln als Kontrollorgan.
In 2015 wurde
ein in sich geschlossene
s
Risikofrüherkennungssystem
implementiert
. Dazu wurden ein Leit-
faden sowie
ein zusammengefasster Bericht zum Risikomanagemen
t
vorgelegt.
Der
Bericht
wurde in 2021
aktualisiert.
D.
Prüfungsfeststellungen nach
§
53 Haushaltsgrundsätzegesetz
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
RSM GmbH
hat auf der Grundlage des unter Zustimmung
der
Gemeindeprüfungs
anstalt NRW von der Betriebsleitung am
15
.
März
20
21
erteilten
Prü-
fungsa
uftrages
den Jahresabschluss 2020
des Veranstaltungszentrums Köln geprüft. Der Prü-
fungsauftrag umfasste nach
§
106 Absatz 1 GO NRW in entsprechender Anwendung des
§
53
Absatz 1 Nummern 1 und 2 Haushaltsgrundsätzegesetz auch die Prüfung der Ordnungsmä-
ßigkeit der Geschäftsführung und der wi
rtschaftlichen Verhältnisse. Die Prüfung hat
keine
Feststellungen ergeben
.
E
.
Prognosebericht
Der
Wirtschaftsplan 20
2
2
des Veranstaltungszentrums wurde vom Rat der Stadt Köln in sei-
ner Sit
zung am
14
.
Dezember
20
2
1
nach Vorberatung im Betriebsausschuss am
6
.
Dezem-
ber
20
2
1
festgestellt.
Im Erfolgsplan weist er
einen Jahresfehlbetrag von rd. 1
,
5
Mio.
Euro
aus.
Das im Vermögensplan ausgewiesene Investitionsvolumen beträgt für die Betriebsteile Gür-
zenich, Kölner Philharmonie, Rheinterrassen/Tanzbrunnen insgesamt rd.
4
,
4
Mio.
Euro
. Mit
dem Planungsbeschluss zur Gener
alsanierung der Bastei am
7.
September
2020
hat der Aus-
schuss Mittel in Höhe von 600
Tsd.
Euro
freigegeben. Der Vermögensplan sieht zur Weiter-
führung der Maßnahme
vorsorglich Mittel in Höhe von 3
,0
Mio.
Euro
vor.
Darüber hinaus berücksichtigt der Vermögensplan auf der Ausgabenseite Mittel für die
Abde-
ckun
g des o.g. Jahresverlustes von 1
,
5
Mio.
Euro
sowie für die Tilgung der bes
tehenden Dar-
lehen in Höhe von 11
,
5
Mio.
Euro
. Zur Finanzierung des voraussichtlichen Mittelbedarfes sieht
der Vermögensplan bei einem Liquiditätsb
estand zu Jahresbeginn von r
d. 0
,
7
Mio.
Euro
Ei-
genmittel in Höhe von rd. 7
,
9
Mio.
Euro
und eine N
eukreditaufnahme in Höhe von
12
,0
Mio.
Euro
vor.
Das Ergebnis des Erfolgsplans berücksichtigt den aus dem städtischen Haushalt bereitgestell-
ten und über den Eigenbetrieb
weitergeleiteten Betriebskostenzuschuss an die KölnMusik
GmbH
in Höhe von rd. 5,8
Mio.
Euro
.
Des Weiteren beinhaltet der Erfolgsplan einen direkten
Zuschuss der Stadt Köln an
de
r
eigen
betriebsähnlichen Einrichtung
in Höhe von
3
,0
Mio.
Euro
.
Daneben
erhält
das Veranstaltungszentrum rd. 1
,
8
Mio.
Euro
Schuldendiensthilfe (Zinsanteil)
für die Darlehen zur Finanzierung der Kapitalzuführung an die Koelnmesse GmbH sowie für
die Finanzierung der Flora
-
S
anierung.
Das erste H
albjahr des Geschäftsjahres 2022
s
tand weiter unter den Auswirkungen der
Corona
-
Pandemie.
Bei den Betriebsgesellschaften der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung
war der Veranstaltungsbetrieb
nach wie vor von Absagen oder Beschränkungen geprägt
. Das
Veranstaltungszentrum selbst ist als reine
Besitzgesellschaft von diesen für die Betriebsob-
jekte und die Erbbaurechtsgrundstücke leisten,
drohen negative
Folgen einzig aus der Ergeb-
nisentwicklun
g der KölnMusik GmbH
.
Eine Ergebnisverbesserung ist in 2022
auf Basis
des
Ratsb
eschluss
es
vom 23. März 2021
durch die
nachträgliche
Aufstockung des städtischen Betriebskostenzuschusses
2021
an die
KölnMusik
GmbH
auf bis zur Höhe des Fehlbetrages des Geschäftsjahres 2021 zu erwarten.
elektronische Kopie
Seite
10
Das
Veranstaltungszentrum
wird in den Folgejahren
-
auch un
abhängig von den weiteren Ent-
wicklungen der Corona
-
Krise
-
aller Voraussicht nach
strukturelle
Jahresfehlbeträge erzielen.
Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung ist dauerhaft auf
Zuschüsse bzw.
mittelfristig wie bereits
in Abschnitt C. (Eigenkapitalverzehr
) ausgeführt auf einen
Verlustausgleich
durch den städti-
schen Haushalt angewiesen.
Unter dieser Prämisse wurde der Jahresabschluss unter going
-
concern Gesichtspunkten aufgestellt.
Vor dem Hintergrund der aktuell noch hohen
Eigenkapitalquote und der praktizierten bzw. wei-
ter geplanten Finanzierungsmaßnahme
n
über Abschreibungen, Zuschüsse und Kreditauf-
nahme ist der Bestand des Betriebes nach unserer Einschätzung derzeit nicht gefährdet.
Der Wirtschaftsplan der
KÖLNMUSIK Gmb
H
für das Geschäftsjahr 2022 schließt mit einem
Jahresfehlbetrag von 6.257
Tsd.
Euro
ab. B
ei den Planungen wurde für das erste
Halbjahr
2022 von geringeren
Umsätzen ausgegangen. In der zweiten
Jahreshälfte mit Beginn der
Spielzeit 2022/2023 wurde ein normaler Spielbetrieb unterstellt.
Der
Beginn des Geschäftsjahres
2022 war geprägt von Kapazitätsbeschränkungen und Kon-
zertabsagen. Seit Mitte März sind die Besucherbeschränkungen entfallen, im Ap
ril hat der
Vorverkauf für die Spielzeit 2022/2023 begonnen. Die Geschäftsführung beobachtet einen
deutlichen Einbruch der Abonnementsnachfrage (
-
25,0
%). Sie schließt nicht aus, dass das
Geschäftsjahr 2022 ähnliche Entwicklungen aufzeigen wird wie in 2021
. Auch sind die Auswir-
kungen des Ukraine
-
Krieges noch nicht absehbar.
Der
weiterhin
von hohen Corona
-
Verlusten geprägte
Wirtschaftsplan der
Koelnmesse GmbH
sieht
für das
turnusbedingt grundsätzlich
schwächere
Geschäftsjahr 20
22
einen Jahres
fehlbe-
trag
in Höhe von
42
,
1
Mio.
Euro
vor
.
Zwar konnten
wieder Präsenzveranstaltungen durchgeführt
werden
, jedoch mit geringeren
Teilnehmerzahlen auf Aussteller
-
und Besucherseite. Die starken Kostensteigerungstenden-
zen und Unsicherheiten bezüglich der w
eltweiten Lieferketten verschärfen die Situation.
Dies
führt bei fast allen Messen aus dem Portfolio 2022 im In
-
und Ausland zu Verschlechterungen
der Umsätze bzw. Deckungsbeiträge, einzelne Messen mussten abgesagt oder verschoben
werden.
Auch bezogen auf
das Messegeschäft können die
genauen Auswirkungen des
Ukraine
-
Krieges derzeit noch nicht abgesehen werden.
Köln,
den
27
.
Juli
2022
gez.
Prof. Dr. Dörte Diemert
gez.
Frank Höller
Erste Betriebsleiterin
Geschäftsführender
Betriebsleiter
elektronische Kopie
Seite
1
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln, Köln
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Eigenbetriebsähnliche Einrichtung
Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln
, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum
31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Wirtschaftsjahr
vom
1. Januar
bis zum
31. Dezember 2021
sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebe
-
richt der Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln, Köln,
für das
Wirtschaftsjahr
vom
1. Januar
bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
•
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen i.V.m den
einschlägigen
deutschen, für
Kapitalgesellschaften
geltenden handelsrechtlichen
Vor-
schriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung sowie der landesrechtlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der eigenbetriebsähnlichen
Einrichtung
zum 31. Dezember 2021 sowie
ihrer
Ertragslage für das
Wirtschaftsjahr
vom
1. Januar
bis zum 31. Dezember 2021 und
•
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein
unter Beachtung der
landesrechtlichen Vorschriften zutreffendes Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen
Einrichtung
. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den
Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung für das Land
Nordrhein-Westfalen i.V.m den einschlägigen deutschen, für
Kapitalgesellschaften
gelten
-
den handelsrechtlichen
Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
elektronische Kopie
Seite
2
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen
gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstim
-
mung mit §
317 HGB und §
103 GO NRW unter Beachtung der vom Institut der Wirtschafts
-
prüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Ab
-
schnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von
der
eigenbetriebsähnlichen Einrichtung unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen han
-
delsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen
Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffas
-
sung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als
Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts
Wir verweisen auf die Ausführungen in Abschnitt "E. Prognosebericht" des Lageberichts, in
dem die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die eigenbetriebsähnliche Einrichtung dau
-
erhaft auf Zuschüsse bzw. mittelfristig auf einen Verlustausgleich durch die Stadt Köln ange
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wiesen ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbe
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züglich nicht modifiziert.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsorgans für den Jahresabschluss
und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der
den
Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen i.V.m den
einschlägigen
deutschen, für
Kapitalgesellschaften
geltenden handelsrechtlichen
Vorschrif-
ten in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter
Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
sowie der
landesrechtlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung vermittelt. Fer
-
ner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Über
-
einstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig
bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von
wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
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Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwort
-
lich, die Fähigkeit der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zur Fortführung der Unternehmens
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tätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusam
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menhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben.
Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungs
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grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tat
-
sächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein unter Beachtung der landesrechtlichen Vorschriften zutreffendes Bild von
der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung vermittelt sowie in allen wesentlichen Belan
-
gen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
Vorschriften der
Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen i.V.m den einschlägigen deut
-
schen, für
Kapitalgesellschaften
geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die ge
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setzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie
als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit
den anzuwendenden
Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-
Westfalen i.V.m den einschlägigen deutschen, für
Kapitalgesellschaften
geltenden handels
-
rechtlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die
Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Betriebsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungspro
-
zesses der Einrichtung zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lage-
berichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss
als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstel
-
lungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein unter Beachtung der landesrechtlichen
Vorschriften
zutreffendes Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung vermittelt
sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prü
-
fung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den
Vorschriften der
Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen i.V.m den einschlägigen deut
-
schen, für
Kapitalgesellschaften
geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestäti
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gungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lage
-
bericht beinhaltet.
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Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass ei
-
ne in Übereinstimmung mit §
317 HGB und §
103 GO NRW unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Ab
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schlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.
Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden
als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln
oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffe
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nen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische
Grundhaltung. Darüber hinaus
•
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsich
-
tigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnach
-
weise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu
dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist
bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwir
-
ken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
•
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrun
-
gen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Um
-
ständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung abzugeben.
•
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
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•
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertre-
tern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstä
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tigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeut
-
same Zweifel an der Fähigkeit der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die da
-
zugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen
oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifi
-
zieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum un
-
seres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die eigenbetriebsähnliche Einrichtung
ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
•
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Ge
-
schäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der landesrechtlichen
Vorschriften
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung vermittelt.
•
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzes
-
entsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen
Einrichtung.
•
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zu
-
kunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Anga
-
ben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach
und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen
Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie
zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches un
-
vermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten
Angaben abweichen.
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Beratungsverlauf (2)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2420/2022
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 18.08.2022
- Erstellt
- 02.08.2022 17:23