Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum der Stadt Köln - Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2021
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 2420/2022 vom 18.08.2022
Stand: Am 08.09.2022 im Rat ungeändert beschlossen.
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Anlage - Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln-Testatsexemplar 2021
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DORNBACH GMBH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft . Steuerberatungsgesellschaft KOBLENZ Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln, Köln Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2021 elektronische Kopie Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln, Köln Bilanz zum 31. Dezember 2021 A K T I V A 31.12.2021 31.12.2020 EUR EUR A. ANLAGEVERMÖGEN I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00 1,00 II. Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 80.474.945,55 83.519.085,55 2. Technische Anlagen und Maschinen 534.143,16 672.592,00 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 927.140,75 941.909,91 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.247.099,71 1.671.423,38 84.183.329,17 86.805.010,84 III. Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen 333.034.148,86 237.970.735,57 417.217.479,03 324.775.747,41 B. UMLAUFVERMÖGEN I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 72.805,82 25.084,77 2. Sonstige Vermögensgegenstände 33.574,07 24.515,42 106.379,89 49.600,19 II. Guthaben bei Kreditinstituten 341.534,81 0,00 447.914,70 49.600,19 417.665.393,73 324.825.347,60 P A S S I V A 31.12.2021 31.12.2020 EUR EUR A. EIGENKAPITAL I. Stammkapital 21.000.000,00 21.000.000,00 II. Kapitalrücklage 163.898.819,06 165.421.894,95 III. Verlustvortrag -15.075.424,91 -17.031.381,04 IV. Jahresfehlbetrag -2.510.672,90 -2.642.957,77 167.312.721,25 166.747.556,14 B. SONDERPOSTEN FÜR LANDESZUSCHÜSSE 289.537,24 675.594,97 C. RÜCKSTELLUNGEN 1. Steuerrückstellungen 150.000,00 150.000,00 2. Sonstige Rückstellungen 425.484,49 473.860,86 575.484,49 623.860,86 D. VERBINDLICHKEITEN 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 248.098.993,07 154.911.808,23 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 64.431,41 108.256,49 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 27.393,69 12.768,36 4. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Köln 1.296.832,58 1.745.502,55 249.487.650,75 156.778.335,63 417.665.393,73 324.825.347,60 elektronische Kopie Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln, Köln Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2021 2021 2020 EUR EUR 1. Umsatzerlöse 3.096.154,66 2.989.453,34 2. Sonstige betriebliche Erträge 9.859.806,40 9.418.736,16 3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.686.448,75 3.671.092,50 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.224.475,83 2.969.369,69 5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 956,58 0,00 6. Abschreibungen auf Finanzanlagen 6.633.986,71 5.428.117,43 7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.919.446,26 2.829.332,83 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1,83 150.000,00 9. Ergebnis nach Steuern -2.507.438,08 -2.639.722,95 10. Sonstige Steuern 3.234,82 3.234,82 11. Jahresfehlbetrag -2.510.672,90 -2.642.957,77 elektronische Kopie Seite 1 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungs - zentrum Köln der Stadt Köln , Köln Anh ang für das Wirtschaftsjahr 2021 I. Bilanzierungs - und Bewertungsmethoden Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln hat nach § 14 Abs. 3 der Betriebssatzung für die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches entsprechend anzuwenden. Ergänzend sind die §§ 22 bis 26 der EigVO NRW zu beachten. Die Gliederung des Jahresabsc hlusses entspricht den gesetzlichen Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB i.V. m. § 22 und § 2 3 der EigVO N R W. Die Gliederung der Gewinn - und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gem äß § 275 Abs. 2 HGB. Die angewandten Bilanzierungs - und Bewertungsmethoden berücksichtigen alle erkennbaren Risiken; sie sind im Einzelnen bei der Erläuterung der Bi lanzposten dargestellt. II. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn - und Verlustrechnung Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der Anschaffungs - oder Herstellungskosten sowie der Wertbe richti gungen aller Positionen des Anlagevermögens i m Geschäftsjahr 2021 ist aus dem nachfolgenden Anlage n spiegel ersichtlich: elektronische Kopie Seite 2 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln, Köln Entwicklung des Anlagevermögens im Wirtschaftsjahr 2021 Anschaffungs-/Herstellungskosten Abschreibungen Buchwerte Stand Zugang Stand Stand Zugang Stand 01.01.2021 31.12.2021 01.01.2021 31.12.2021 31.12.2021 31.12.2020 EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.410,00 0,00 1.410,00 1.409,00 0,00 1.409,00 1,00 1,00 1.410,00 0,00 1.410,00 1.409,00 0,00 1.409,00 1,00 1,00 II. Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 151.586.507,12 347.392,90 151.933.900,02 68.067.421,57 3.391.532,90 71.458.954,47 80.474.945,55 83.519.085,55 2. Technische Anlagen und Maschinen 6.915.095,59 26.722,01 6.941.817,60 6.242.503,59 165.170,85 6.407.674,44 534.143,16 672.592,00 3. Andere Anlagen, Betriebs- und 0,00 Geschäftsausstattung 2.707.480,83 114.975,84 2.822.456,67 1.765.570,92 129.745,00 1.895.315,92 927.140,75 941.909,91 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.671.423,38 575.676,33 2.247.099,71 0,00 0,00 0,00 2.247.099,71 1.671.423,38 162.880.506,92 1.064.767,08 163.945.274,00 76.075.496,08 3.686.448,75 79.761.944,83 84.183.329,17 86.805.010,84 III. Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen 335.271.384,21 101.697.400,00 436.968.784,21 97.300.648,64 6.633.986,71 103.934.635,35 333.034.148,86 237.970.735,57 498.153.301,13 102.762.167,08 600.915.468,21 173.377.553,72 10.320.435,46 183.697.989,18 417.217.479,03 324.775.747,41 elektronische Kopie Seite 3 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungs - zentrum Köln der Stadt Köln , Köln Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlage vermögen wurden zu Anschaffungs kosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen bewertet . Die planmäßigen Abschreibungen sind entsprechend den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear berechnet. Gebä ude werden zwischen 20 und 50 Jahren abgeschrieben. Die Anlagen im Bau betreffen verschiedene Maßnahmen für die Philharmonie , den Gürzenich und den Tanzbrunnen . Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt . Zum 31.12.20 21 stellt sich der Anteils besitz der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung wie folgt dar: Gezeichnetes Ergebnis Eigen - Kapital Besitzanteil Gj. 20 21 kapita l Tsd. Euro Tsd. Euro % Tsd. Euro Tsd. Euro Koelnmesse GmbH, Köln 51.200 40.486 79,07 - 76 . 205 1 91 . 354 KÖLNMUSIK Betriebs - und Servicegesellschaft mbH, Köln 285 256 89,93 - 6 . 634 2 . 275 Auf die Anteile an der KÖLNMUSIK Betriebs - und Servicegesellschaft mbH, Köln, wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 6 . 634 T € vorgenommen. Zuschreibungen zur Rückgängigmachung in Vorjahren vorgenommener außerplanmäßiger Abschreibungen sind nic ht erfolgt. elektronische Kopie Seite 4 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungs - zentrum Köln der Stadt Köln , Köln Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten angesetzt. Forderungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr bestehen nicht. Die sonstigen Vermögensgegenst ände resultieren im Wesentlichen aus Steuerfor derungen. Der Bestand an liquiden Mitteln wird mit Nominalwerten bewertet. Eigenkapital Das Stammkapital der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln beträgt unverändert 21.000 Tsd. Euro . Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage resultier t aus Einbringungen sowie aus de n sonstigen Zuführung en und Entnahmen von Kapital. Entwicklung de s Eigenkapitals Stand Zugänge Entnahmen Stand 01.01.2021 31.12.2021 Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Stammkapital 21.000 0 0 21.000 Kapitalrücklage 165.422 3.076 -4.599 163.899 Verlustvortrag -19.674 0 4.599 -15.075 Jahresverlust 0 -2.511 0 -2.511 166.748 565 0 167.313 elektronische Kopie Seite 5 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungs - zentrum Köln der Stadt Köln , Köln S onderposten für Landeszuschüsse In Höhe der bewilligten Zuschüsse des Landes Nordrhein - Westfalen zur Stadterneuerung für den Um - und Erweiterungsbau des Gürzenich wurde ein Sonderposten für Landeszuschüsse mit ursprünglich 10.226 Tsd. Euro gebildet. Die Auflösung wird en tsprechend der Abschreibungsdauer des bezuschussten Anlagevermögens vorgenommen. Rückstellungen Die Rü ckstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Entwicklung der Rückstellungen Bezeichnung Stand 01.01.2021 € Verbrauch € Auflösung € Zuführung € Stand 31.12.2021 € Steuerrückstellungen 150.000 0,00 0,00 0,00 0,00 150.000,00 Zinsen § 233 AO 96.750,00 0,00 0,00 9.000,00 105.750,00 Jahresabschluss/Steuererklärungen 108.500,00 75.460,55 14.539,45 50.779,90 69.279,90 Rückstellung ausstehende Rechnungen 217.274,58 217.274,58 0,00 203.010,88 203.010,88 Rückstellung US - Lease 51.336,28 4.416,32 0,00 523,75 47.443,71 Gesamt 623 .860,86 297.151,45 14.539,45 263 . 314,53 575.484,49 elektronische Kopie Seite 6 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungs - zentrum Köln der Stadt Köln , Köln Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel Gesamtbetrag EUR bis 1 Jahr EUR mehr als 1 Jahr EUR mehr als 5 Jahre EUR Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 248.098.993,07 20.565.746,88 227.533.246,19 144.603.615,12 im Vorjahr 154.911.808,23 29.547.692,16 125.364.116,07 43.827.127,69 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 64.431,41 64.431,41 0,00 0,00 im Vorjahr 108.256,49 108.256,49 0,00 0,00 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 27.393,69 27.393,69 0,00 0,00 im Vorjahr 12.768,36 12.768,36 0,00 0,00 Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Köln 1.296.832,58 1.140.200,24 156.632,34 0,00 im Vorjahr 1.745.502,55 1.192.565,81 552.936,74 0,00 249.487.650,75 21.797.772,22 227.689.878,53 144.603.615,12 156.778.335,63 30.861.282,82 125.917.052,81 43.827.127,69 Erwartete Restlaufzeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihre m jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen mehrere Darlehen. In d en Verbindlichkeiten g egenüber Kreditinstituten sind Zins abgrenzungen in Hö he von 256 Tsd. Euro (i.Vj. 151 Tsd. Euro) enthalten . Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 27 Tsd. Euro (i.Vj. 13 Tsd. Euro) bestehen gegenüber der Kölner Gesellschaft für Arbeits - und Berufsförderung mbH. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Köln bestanden in Höhe von 1 . 297 Tsd. Euro (i.Vj. 1 . 746 Tsd. Euro). Dieser Betrag umfasst insbesondere das Darlehen Philharmonie (621 Tsd. Euro) , Verbindlichkeiten gege nüber der Gebäudewirtschaft (255 Tsd. Euro) und Umsatzsteuerverrechnungen ( 421 Tsd. Euro). elektronische Kopie Seite 7 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungs - zentrum Köln der Stadt Köln , Köln Latente Steuern Es be stehen Wert - und Ansatzunterschiede zwischen Handels - und St euerbilanz. Insbesondere bei Sach - und Finanzanlagen liegen höhere Steuerbilanzwerte vor, bei den sonstigen Rückstellungen sind die Steuerbilanzwerte teilweise niedriger. Zudem bestehen steuerliche Verlustvorträge. Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern h ierauf wird verzichtet. Gewinn - und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse entfallen in Höhe von 1 79 Tsd. Euro (i.Vj. 186 Tsd. Euro ) auf Miet - und Pachterlöse und in Höhe von 2.917 Tsd. Euro (i.Vj. 2.804 Tsd. Euro) auf Erbbauzi nsen . Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Zuschüssen der Stadt Köln ( 9 . 450 Tsd. Euro; i. Vj. 9. 002 Tsd. Euro) und Erträgen aus der Auflösung des Sonderpostens für Landeszuschüsse ( 386 Tsd. Euro; i. Vj. 386 Tsd. Euro ). Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Der Aufwand betrifft wie im Vorjahr ausschließlich planmäßige Abschreibungen . Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten u.a. Aufwendungen für E nergie (51 3 Tsd. Euro; i.Vj. 533 Tsd. Euro) , Instandhaltung ( 89 5 Tsd. Euro; i. Vj. 1.616 Tsd. Euro ), B aubetreuungsentgelte (178 Tsd. Euro; i.Vj. 172 Tsd. Euro), Bewachung ( 202 Tsd. Euro; i. Vj. 147 Tsd. Euro ) , Grünpflege (72 Tsd. Euro; i.Vj . 72 Tsd. Euro) und Verwaltungs aufwendungen ( 148 Tsd. Euro; i . Vj. 183 Tsd. Euro) . elektronische Kopie Seite 8 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungs - zentrum Köln der Stadt Köln , Köln Abschreibungen auf Finanzanlagen Der Ausweis betrifft a ußerplanmäßige Abschreibung en auf die Anteile an der KÖLNMUSIK Betriebs - und Servicegesellschaft mbH in Höhe des erwirtsc hafteten Jahresfehlbetrages 2021 in Höhe von 6 . 634 Tsd. Euro . Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Ausweis entspricht periodenfremde n Aufwendungen. III. Angaben zu Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen Haftungsverhältnisse US - Cross - Border - Leasing - Transaktion -------------------------------------------------- - Die Stadt Köln hat am 19. November 2002 gemeinsam mit der Koelnmesse GmbH eine US - Cross - Border - Leasing - Vereinbarung abgeschlossen. Gegenstand dieser Vereinbarung sind die Grundstücke des Messegeländes so wie Messehallen. Nachdem d er Fremdkapitalanteil der Transaktion in 2019 vorzeitig zurückgezahlt wurde, bleibt die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln zivilrechtlich verpflichtet, während der verbleibenden Mietzeit d es Mietvertrages Zahlungen für den Eigenkapitalanteil der Transaktion bis zum Zeitpunkt der Kaufoption im Jahr 2033 an den US - Investor zu leisten. Hinsichtlich dieser Zahlungsverpflichtungen ist die Erfüllungsübernahme durch Erfüllungsübernehmer, verschied ene Banken, vertraglich vereinbart. Sofern die Erfüllungsübernehmer ihren Verpflichtungen nachkommen, werden von der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln keine Zahlungen zu leisten sein. Derzeit bestehen keine Anha ltspunkte dafür, dass die Erfüllungsübernehmer ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können. elektronische Kopie Seite 9 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungs - zentrum Köln der Stadt Köln , Köln Sonstige finanzielle Verpflichtungen Das Bestelloblig o aus bereits erteilten Aufträgen für das Folgejahr beläuft sich auf ca. 0 , 8 Mio. Euro . IV. Sonstige Angaben Abschlussprüferhonorar Das für das Geschäftsjahr für Abschlussprüfungsleistungen zurückgestellte Honorar beläuft sich auf 3 0 Tsd. Euro. Beschäftigte Die Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln beschäftigte im Wirtschafts jahr kein eigenes Personal. Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind wie folgt zu verzeichnen: Stadt Köln incl. andere Verbundene Eigenbetriebe/eigenbetriebs - Unternehmen Art des Geschäfts ähnliche Einrichtungen der Stadt Köln Tsd. Euro Tsd. Euro Umsatzerlöse Pachten 179 Erbbauzinsen 2.917 Sonstige betriebliche Erträge Zuschüsse 9 . 450 Sonstige betriebliche Aufwendungen Energiekosten 51 3 Baubetreuung, Grünpflege 250 Bewachung 202 Kostenumlagen 139 Zinsaufwendungen 18 Herstellungskosten Sachanlagen 43 elektronische Kopie Seite 10 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungs - zentrum Köln der Stadt Köln , Köln Mitglieder der Betriebsleitung Frau Prof. Dr. Dörte Diemert, Erste Betriebsleiterin, Kämmerin der Stadt Köln Herr Frank Höller, geschäftsführender Betriebsleiter, Leiter der Stabsstelle Beteiligungssteuerung , öffentliches Finanz - und Unternehmensrecht, Dezernat Finanzen der Stadt Köln Mitglieder des Betriebsausschusses Vorsitzender: Herr Dr. Gerrit Krupp, Rec htsanwalt . 1. Stellvertretender Vorsitzender: Herr Manf red Richter, Personalleiter . 2. Stellvertretender Vorsitzender: Herr Bernd Petelkau, MdR, Managing Director, Hy pothekenbank Frankfurt AG . Ordentliche Mitglieder: He rr Christian Achtelik, k.A. , Herr Ulrich Breite, Geschäftsführer , Frau Anna - Maria Henk - Hollstein, Kauffrau , Herr Mike Homann, Rechtsanwalt , Herr Christian Joisten, Leiter Customer Relations & Networking , Frau Ulrike Kessing, wissenschaftliche Referentin , Herr Niklas Kienitz, MdR, Geschäftsführer, CD U - Fraktion im Rat der Stadt Köln , Herr Ralf Klemm, Fraktionsgeschäftsführer , Frau Sandra Schneeloch, Trea sury Management, Bankdirektorin , Frau Güldane Tokyürek, Juristin . elektronische Kopie Seite 11 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungs - zentrum Köln der Stadt Köln , Köln Mitglieder mit beratender Stimme: Herr Steph an Boyens , Manager Unternehmensentwicklung , Herr Oliver Fuchs, k.A. , Frau Nicolin Gabrysch, k.A. , Herr Lino Hammer, Geschäftsführer, Fraktion Bündnis 90/D ie Grünen im Rat der Stadt Köln , Herr Michael Hoffmann , k.A. , Herr Julian Kampa, k.A. , Herr Henning Lenz, k.A. , Herr Niklas Schmickler, k.A. , Herr Walte r Wortmann, Unternehmensberater . Ergebnisverwendungsvorschlag Die Betriebsleitung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Die seit Anfang 2020 in Deutschland und Europa grassierende Corona - Pandemie hat auch in 2022 weiterhin erhebliche Auswirkungen auf den Veranstaltungs - und Kongressbereich . Das Veranstaltungszentrum selbst ist als reine Besitzgesellschaft von diesen Auswirk ungen nur indirekt betroffen. Da alle Tochtergesellschaften ihre jährliche Pacht für die Betriebsobjekte und die Erbbaurechtsgrundstücke leisten , sin d die Folgen der Pandemie und dem darauf folgenden veränderten Besucherverhalten bislang einzig aus der Ergebnisentwicklung der KÖLNMUSIK Betriebs - und Servicegesellschaft mbH zu erwarten , die sich in den Abschreibungen auf Finanzanlagen niederschlägt . Die weiteren Folgen des Corona - Virus sind aktuell nic ht abschließend absehbar. Es bleibt abzuwarten, ob sich hieraus auch negative Auswirkungen auf das zukünftige Veranstaltungsgeschäft ergeben. Auch die Folgen des Krieges in der Ukraine , insbesondere im Hinblick auf die Steigerungen der Energiepreise, sind derzeit nicht vorhersehbar . elektronische Kopie Seite 12 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungs - zentrum Köln der Stadt Köln , Köln Darüber hinaus haben sich nach Ablauf des Wirtschaftsjahres bisher keine wesentlichen Vorgänge ergeben. Köln, 27 . Juli 20 2 2 Betriebsleitung gez. Prof. Dr. Dörte Diemert gez. Frank Höller Erste Betriebsleiterin Geschäftsführender Betriebsleiter elektronische Kopie Seite 1 E igenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln , Köln Lagebericht für das Wirtschafts jahr 2021 A. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Rahmenbedingungen Geschäftsverlauf Das Veranstaltungszentrum nimmt - mit Ausnahme der Vermietung bzw. Verpachtung der be- triebsnotwendigen Immobilien an die Betriebsgesellschaften - keine eigenen geschäftlichen Tätigkeiten wahr. Seine wirtschaftlich e Situation im Wirtschafts jahr 2021 wird - wie auch in den Vorjahren - im Wesentlichen durch die Ergebnisse, die sich aus dem Betrieb der Objekte Gürzenich, Tanzbrunnen und Philharmonie sowie - seit Inbetriebnahme zum 1. Juli 2014 - der Fl or a durch die jeweiligen Betriebsgesellschaften ergeben, be stimmt. Die im Wege der Ver- pach tung an die Be triebsgesellschaften KÖLNMUSIK GmbH und Koelnc ongress GmbH sowie aus der Bestellung der Erbbaurechte an die Koelnmesse GmbH erzielten Umsatzerlöse rei ch- ten nicht aus, um die aus der Sanierung des Gürzenich s, der Generalinstandsetzung der Flora und der Renovierung des Tanzbrunnens resultierenden Zins - und Abschreibungs - sowie die laufenden Instandsetzungsaufwendungen zu kompensieren. Durch die Erträge aus der gemeinsam mit der Koelnmesse GmbH durchgeführten US - L ease - Transaktion konnte letztmalig im Jahre 2002 ein positives Jahresergebnis erzielt werden. Trotz eines Zuschusses aus dem st ädtischen Haushalt in Höhe von 2 , 3 Mio. Euro hat die eigenbe- triebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln mangels weitere r nach haltiger Erträge in 2021 einen Verlust in Höhe von rd . 2 , 5 Mio. Euro (Vorjahr: 2 , 6 Mio. Euro ) erwirtschaftet, der das Eigenkapital vermindert. Der Rat der Stadt Köln hat am 23. März 2021 für den Bau eines neuen Kongresszentrums eine Einlage durch das Veranstaltungszentrum in die Kapitalrücklage der Koeln messe GmbH in Höhe von 96 Mio. Euro beschlossen . Die Finanzierung der K apitalzuführung erfolgt kredit- weise entsprechend dem Wirtschaftsplan der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Veranstal- tungszentrum Köln. Der daraus resultierende Schuldendienst wird der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung aus allgemeinen Haushaltsmitteln erstattet . Ferner hat der Rat beschlossen, den städtis chen Betriebskostenzuschuss der KölnMusik GmbH aufgrund der Corona - bedingt erhöhten Verlustprognose in Anpassung an den tatsäch- lichen Geschäftsverlauf von ursprünglich rd. 5,7 Mio. Euro auf bis zu 7,5 Mio. Euro zu erhö- hen. Um die Gewährung der für 2021 bea ntragten Corona - Hilfen von Land und Bund abzu- warten, wurde in Absprache mit der Geschäftsführung der KölnMusik GmbH unterjährig zu- nächst nur der ursprüngliche Betriebskostenzuschuss ausgezahlt . Zum Geschäftsverlauf der Beteiligungsgesellschaften ist F olge ndes auszuführen: Koelnmesse GmbH 2021 hat die Koelnmesse GmbH trotz der Corona - Pandemie 13 eigene Messen und Ausstel- lungen organisiert. Die durchgeführten Messen zeigten verglichen zur jeweiligen Vorveranstal- tung coronabedingt deutlich geringere Umsätze. Dabei konnten Umsätze aus digitalen Forma- ten die Umsatzeinbrüche nicht ausgleichen . elektronische Kopie Seite 2 Ertragslage Die Umsatzerlöse der Koelnmesse GmbH belaufen sich im Geschäftsjahr 2021 weiterhin coronabedingt auf nur 98,7 Mio. Euro (Vorjahr : 75,4 Mio. Euro ). Diejenigen Veranstaltungen, die in 2021 stattfinden konnten, erzielten insgesamt Umsätze, die deutlich unterhalb der jewei- ligen Vorveranstaltung lagen. Der geplante Umsatz wurde um 114,5 Mio. Euro verfehlt. 55,6 Mio. Euro der erzielten Erlöse entfielen auf Standflächenerlöse, 9,6 Mio. Euro auf Ein- trittsgelder sowie Katalogerlöse und 33,5 Mio. Euro auf Dienstleistungen und sonstige Erlöse. Einen starken Anstieg verzeichneten die sonstigen betrieblichen Erträge um 10,7 Mio. Euro aufgrund von erhaltenen staatlichen Corona - Hilfen in Höhe von 14,0 Mio. Euro . Andererseits fielen Auflösungen bei den sonstigen Rückstellungen um 3,4 Mio. Euro geringer aus als zuvor. Die veranstaltungsbezogenen Aufwendungen nahmen mit 4,3 % weniger stark zu als die Um- sätze mit 30,8 % . Ursächlich dafür sind unter anderem die in den Aufwendungen enthaltenen fixen Kosten, die die veranstaltungsbezogenen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz we- niger stark schwanken lassen. Der Personalaufwand stieg um 7,4 % bzw. 3,2 Mio. Euro . Aufwandsteigernd im Vergleich zum Vorjahr wirkten negative Rückstellungseffekte in Höhe von 2,5 Mio. Euro , die gegenüber dem Vorjahr geringere Kurzarbeit sowie eine tarifliche Gehaltssteigerung zu Beginn des Jahres. Gegenläufig re duzierte sich aufgrund des in 2020 verhängten teilweisen Einstellungsstopps das Personal um 3,7 % bzw. 25 Arbeitnehmer /innen . Die Koelnmesse GmbH erzielte im Geschäftsjahr keine Beteiligungsausschüttungen und da- mit 7,1 Mio. Euro weniger als im Vorjahr. Au s dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Koelncongress GmbH ergeben sich Erträge in Höhe von 4,1 Mio. Euro , nachdem im Vorjahr noch ein Verlustausgleich in Höhe von 4,5 Mio. Euro notwendig gewesen war. Das Ergebnis vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) beträgt minus 56,3 Mio. Euro (Vorjahr : - 75,3 Mio. Euro ) und liegt 20,0 Mio. Euro unter Plan. Entlastungen ergeben sich aus bereits berücksichtigten Verlustrückträgen bei den Ertragsteuern. Belastun- gen bei sonstigen Steuern betreffen Grundsteuern. Der Jahresfehlbetrag beträgt 76,2 Mio. Euro (Vorjahr - 98,6 Mio. Euro ) und liegt 14,6 Mio. Euro unter Plan. Vermögenslage : Die Bilanzsumme der Koelnmesse GmbH hat sich um 35,1 Mio. Euro auf 387,4 Mio. Euro er- höht. Auf der Aktivseite stieg das Anlagevermögen trotz der erfolgten Repriorisierung von In- vestitionen um 2,4 % bzw. 7,8 Mio. Euro auf 333,6 Mio. Euro . Den Anlagenzugängen von ins- gesamt 33,3 Mio. Euro standen Abschreibungen und Buchwertabgänge in Höhe von 25,5 Mio. Euro gegenüber. Die Sachanlagenzugänge in Höhe von 32,9 Mio. Euro betreffen mit 18,2 Mio. Euro Zugänge bei den Betriebs - und Geschäftsgebäuden. Sie resultieren überwie- gend aus Investitionen im Zuge des Projekts Koelnmesse 3.0 und hier überwiegend aus der Bestandssanierung der Halle 10. Die Zugänge der geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau in Höhe von 8,3 Mio. Euro betreffen vor allem Planungs - und Bauleistungen für das Con- fex. Das Umlau fvermögen erhöhte sich um 27,4 Mio. Euro . Dabei nahmen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen turnusbedingt um 6,8 Mio. Euro zu. Die neu bestehenden Forde- rungen gegen Gesellschafter in Höhe von 12,0 Mio. Euro betreffen finanzielle Mittel der Koe lnmesse GmbH, die diese im Rahmen des Cash - Poolings bei der Hauptgesellschafterin angelegt hat. Die Guthaben bei Kreditinstituten erhöhten sich um 6,6 Mio. Euro . Die gestiegene Bilanzsumme resultiert auf der Passivseite aus dem deutlich gestiegenen Ei- genk apital, bei gesunkenen Rückstellungen und gestiegenen Verbindlichkeiten. Das Eigenka- pital ist in Höhe der Differenz aus Eigenkapitalerhöhung von 120,0 Mio. Euro und Jahresfehl- betrag von 76,2 Mio. Euro um 43,8 Mio. Euro auf 191,4 Mio. Euro gestiegen. Die Ei genkapi- talquote stieg auf 49,4 % (Vorjahr : 41,9 % ). elektronische Kopie Seite 3 Die Rückstellungen haben sich per Saldo um 19,0 Mio. Euro verringert. Davon entfallen auf die sonstigen Rückstellungen 12,2 Mio. Euro und auf die Steuerrückstellungen 6,8 Mio. Euro . Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen resultiert insbesondere aus gegenüber dem Vor- jahr gesunkenen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen im Zuge der Baumaßnahmen Koelnmesse 3.0, nachdem Ende 2020 die Halle 1 fertig gestellt wurde. Der Rückgang der Steuerrückstellun g resultiert aus erklärten und gezahlten Ertragsteuern. Die Verbindlichkeiten nahmen insgesamt um 10,7 Mio. Euro zu. Turnus - und stichtagsbedingt stiegen die Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen um 5,5 Mio. Euro und die Verbind- lichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 8,7 Mio. Euro . Die sonstigen Verbindlichkeiten nahmen um 2,3 Mio. Euro ab, unter anderem, weil die bilanzielle Behandlung von Fördermit- teln angepasst wurde. Finanzlage Zum Jahresende 2021 betrug en die liquiden Mittel der Koelnmesse GmbH 17,0 Mio. Euro , nach 10,4 Mio. Euro im Vorjahr. Der Anstieg der liquiden Mittel bei der Koelnmesse GmbH ergibt sich vor allem aus dem Zufluss im Zusammenhang mit der Eigenkapitalerhöhung durch die Gesellschafter ü ber 120 Mio. Euro . Gegenläufig wirkten sich die Investitionen in das Anla- gevermögen in Höhe von 33,3 Mio. Euro sowie der coronabedingt erneut negative operative Cashflow aus. Um unterjährige Zahlungsspitzen auszugleichen, wurde mit der Stadt Köln in 2020 ein Cash - Pooling - Vertrag abgeschlossen und unterjährig kurzzeitig genutzt. Am Jahresende bestanden Forderungen aus dem Cash - Pooling gegen die Gesellschafterin in Höhe von 12,0 Mio. Euro . Der Cash - Pooling - Vertrag wurde Anfang 2022 vorzeitig verlängert mit n euen Parametern. So beträgt das neue Volumen ab 2023 nun 130,0 Mio. Euro und die Laufzeit endet Ende 2025. Die Koelnmesse GmbH war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukom- men. Instandhaltungsinvestitionen im Rahmen des Projekts Koelnmesse 3.0 wurden coronabedingt teilweise um einige Jahre verschoben. Die erfolgte Eigenkapitalerhöhung dient auch zur Fi- nanzierung des im Bau befindlichen Confex. Die Umsetzung der weiteren Investitionen in die Infrastruktur der Koelnmesse er folgt je nach Geschäftsverlauf und Finanzierbarkeit. KÖLNMUSIK GmbH Im Geschäftsjahr 2021 wurden in der Kölner Philharmonie 145 Veranstaltungen - teils als Dop- pelkonzerte an einem Tag - durchgeführt, davon 75 KölnMusik - Veranstaltungen (Vorjahr: 170, dav on 81 KölnMusik - Veranstaltungen). In den Zeiten vor der Corona - Pandemie wurden jähr- lich ca. 429 Veranstaltungen, davon 194 KölnMusik - Veranstaltungen , durchgeführt. Durch die erneute Schließung der Kölner Philharmonie von Januar bis Juni 2021 mussten für diesen Zeitraum alle verkauften Eintrittskarten rückabgewickelt werden. Die Abonnements der KölnMusik - Veranstaltungen für die Spielzeit 2020/2021 wurden für das Jahr 2021 aufgrund der sich laufend ändernden Corona - Schutz - Verordnungen nicht aufg elegt. Ab Oktober 2021 wurden für die zweite Spielzeithälfte (Januar bis Juni 2022) anteilig Abonnements in den Ver- kauf gegeben. Durch die sich immer wieder ändernden behördlichen Verordnungen war auch im Geschäfts- jahr 2021 kein ordentlicher Spielbetrieb möglich. Das Jahr war wesentlich durch Konzertabsa- gen, Umplanungen und Verschiebungen geprägt. elektronische Kopie Seite 4 Ertragslage Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2021 3 .910 Tsd. Euro (Vorjahr: 4.762 Tsd. Euro ). Durch die Corona - Pandemie entwickelten sich auch die sonstigen Umsatz- erlöse stark rückläufig. Die Sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich gegenüber dem Vorjahr auf 763 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.917 Tsd. Euro ). Aufgrund geänderter Rechtsnormen konnten für das Jahr 2021 keine Hilfen des Bundes in Form v on Überbrückungshilfen durch öffentliche Unternehmen realisiert werden. Über die darüber hinaus beantragten Corona - Hilfen wurde noch nicht beschieden. Mehreinnahmen entstanden im Zusammenhang mit dem Veranstal- tungsgeschäft aus Förderungen und Sponsoringert rägen. Der Aufwand aus bezogenen Leistungen beinhaltet im Wesentlichen Künstlerhonorare und Honorarnebenkosten. Aufgrund des eingeschränkten Veranstaltungsangebotes bewegten sich die Aufwendungen weiterhin auf einem niedrigen Niveau von 3.536 Tsd. Euro ( V orjahr : 3.798 Tsd. Euro ) . Der Personalaufwand beträgt im Geschäftsjahr 2021 4.765 Tsd. Euro ge- genüber im Vorjahr 5.178 Tsd. Euro . Aufgrund der Einstellung des Konzertbetriebes konnte im ersten Halbjahr 2021 in fast allen Personalbereichen Kurz arbeit unter Anwendung des TV - Covid des öffentlichen Dienstes eingeführt werden. Gegenüber dem Vorjahr sanken die sonstigen betrieblichen Aufwendungen insgesamt um 197 Tsd. Euro auf 2.714 Tsd. Euro (Vorjahr : 2.911 Tsd. Euro ). Bedingt durch die Absage von Konzertveranstaltungen und die zeitweise Schließung des Konzertsaales reduzierten sich vor allem die Vertriebsaufwendungen und die Betriebskosten des Konzertsaales. Die Gesamtaufwendungen beliefen sich in 2021 auf 11.307 Tsd. Euro (Vorjahr: 12.133 Tsd. Eu ro ), so dass für das Jahr 2021 ein Jahresfehlbetrag von 6.634 Tsd. Euro (Fehl- betrag Vorjahr: 5.428 Tsd. Euro ) erzielt wurde. Hiermit wurde der im Erfolgsplan 2021 ausge- wiesene Planjahresfehlbetrag von 7.486 Tsd. Euro um 852 Tsd. Euro unterschritten. Sollten die beantragten Corona - Hilfen von Land und Bund nicht oder nicht in ausreichender Höhe gewährt werden, wird gemäß Beschluss des Rates vom 23. März 2021 der Differenzbe- trag zwischen dem ursprünglichen Betriebskostenzuschuss und de m Verlust 2021 in Höhe von bis zu 937 Tsd. Euro von Seiten der Stadt Köln nachträglich aus geglichen. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1.390 Tsd. Euro auf 9.946 Tsd. Euro . Die Aktivseite erhöhte sich aufgrund von Investi t ionen in das Sachanlagevermögen von 2.454 Tsd. Euro auf 2.690 Tsd. Euro . Das Umlaufvermögen verringerte sich von 2.886 Tsd. Euro auf 2.257 Tsd. Euro . D abei stiegen d ie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der ab September getätigten Vorverkäufe für die Spielzeit 2021/2022 um 820 Tsd. Euro , jedoch sanken die sonstigen Vermögensgegenstände um 1.322 Tsd. Euro . Im Vorjahr waren Forderungen gegenüber dem Bun d aus den Corona - Hilfen für November und Dezember in den sonstigen Vermögensgegenständen aktiviert. Zeitgleich stiegen die liquiden Mittel um 1.782 Tsd. Euro aufgrund erhaltener Anzahlungen für Veranstaltungen in 2022. Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital um 937 Tsd. Euro aufgrund der Einstel- lung des Zuschusses der Stadt Köln in Höhe von 5.697 Tsd. Euro und der Entnahme aus der Kapitalrücklage zum Ausgleich des Verlustes in Höhe von 6.634 Tsd. Euro . Die Verbindlichkeiten erhöhten sich ge genüber von im Vorjahr 3.953 Tsd. Euro auf 6.236 Tsd. Euro i nsbesondere durch die erhaltenen Anzahlungen auf Veranstaltungen auf- grund der Neuauflage von Abonnements für die zweite Spielzeithälfte der Saison 2021/2022. Ebenso erhöhten sich die Verbindlichke iten gegenüber Fremdveranstaltern, da wieder Kon- zerte der Partner veranstaltet werden konnten. elektronische Kopie Seite 5 B. Erläuterungen zur Ertrags - und Vermögenslage des Veranstaltungszentrums Ertragslage Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln hat das Wirtschafts jahr 2021 mit einem Jahresfehlbetrag von 2 .511 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.643 Tsd. Euro ) abgeschlossen. Den Aufwendungen von 1 5 . 468 Tsd. Euro (Vorjahr: 1 5 . 051 Tsd. Euro ) standen dabei Erträge von 1 2 . 957 Tsd. Euro (Vorjahr: 1 2 . 408 Tsd. Euro ) gegenüber. Geplant war ein Jahresfehlbetrag von rd. 2 . 206 Tsd. Euro . Die Erträge des abgelaufenen Wirtschafts jahres setzen sich zusammen aus Umsatzerlösen (Mieten bzw. Pachten , Erbbauzinsen) vo n 3 . 096 Tsd. Euro und sonstigen betrieblichen Erträ- gen in Höhe von 9 . 859 Tsd. Euro . Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesent- lichen die Betriebskostenzuschüsse der Stadt Köln für die KÖLNMUSIK GmbH (5. 697 Tsd. Euro ), das Veranstaltungszentrum Köln (2 . 3 00 Tsd. Euro ) und de n Zinsanteil des aus dem städtischen Haushalt zu leistenden Schuldendienstes (1.453 Tsd. Euro ) sowie Er- träge aus der Auflösung des Sonderpostens für Landeszuschüsse für die San ierung des Gür- zenichs (386 Tsd. Euro ) . A uf der Aufwandseite stehen den vorgenannten Erträgen Abschreibungen auf Sacha nlagen von 3 . 686 Tsd. Euro , Zinsen in Höhe von 2 . 919 Tsd. Euro , Abschreibungen auf Finanzanla- gen in Höhe des Verlustes der KÖLNMUSIK GmbH von 6 . 634 Tsd. Euro sowie sonstige be- triebliche Aufwendungen von 2 . 224 Tsd. Euro gegen über . Die sonstigen betrieblichen Auf- wendungen beinhalten als größte Posten die Instandhaltungs - und Baubetreuungs aufwendun- gen von 1. 073 Tsd. Euro (V or j ahr : 1.788 Tsd. Euro ) , die Energiekosten in Höhe von 51 3 Tsd. Euro (V or j ahr : 53 3 Tsd. Euro ) sowie die Bewachungskosten des Heinrich - Böll - Pla tzes von 202 Tsd. Euro (V or j ahr : 147 Tsd. Euro ). Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 92 . 840 Tsd. Euro auf 417 . 665 Tsd. Euro . D as Sachanlagevermögen hat sich bei Zugängen von 1.065 Tsd. Euro und Abschreibungen in Höhe von 3. 686 Tsd. Euro im Saldo um 2 . 622 Tsd. Euro auf 8 4 . 183 Tsd. Euro vermindert . Zugänge erfolgten in 20 21 im Wesentlichen im Zuge der laufenden Sanierungsmaßnahmen in der Bastei (354 Tsd. Euro ), im Tanzbrunnen (121 Tsd. Euro ) und in der Philharmonie (100 Tsd. Euro ), die als Anlagen im Bau ausgewiesen werden. Ferner führten Vergleichsabschlüsse im Zusammenhang mit Recht s streits mit Baufirmen zu Nachaktivierungen von Herstellungskos- ten der Flora (329 Tsd. Euro ). Hervorzuheben sind weiterhin Anschaffungen für die Ausstat- tung der Philharmonie wie Musikerstühle (55 Tsd. Euro ) und digitale Vitrinen (49 Tsd . Euro ). Der starke Anstieg der Bilanzsumme resultiert aus der Erhöhung der Finanzanlagen infolge der von Seiten der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung gel e isteten Einlage in die Kapitalrück- lage der Koelnmesse GmbH in Höhe von 96 Mio. Euro . Die Finanzanlagen erhöhe n sich dadurch auf 333.034 Tsd. Euro . D as Eigenkapital hat sich durch die Einlag e des aus dem städtischen Haushalt zu leistenden Schuldendien stes (Tilgungsanteil) in Höhe von 3 . 076 Tsd. Euro abzüglich des Fehlbetrages in Höhe von 2. 511 Tsd. Euro um 565 Tsd. Euro auf 167 . 313 Tsd. Euro erhöht . D as Fremdkapital hat sich - ohne Berücksichtigung des Sonderpostens - im Wesentlichen bedingt durch den deutlichen Anstieg der Bankverbindlichkeiten infolge der darlehensweise finanzierten Kapital- einlage in die Koelnmesse in Summe um rd. 92.709 Tsd. Euro erhöht. Gegenläufig dazu haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Köln durch die plangemäße Tilgung des im Zuge der Übertragung der Philha rmonie von der Stadt Köln übernommenen Darlehens um rd. 4 4 9 Tsd. Euro reduziert . elektronische Kopie Seite 6 Da der Jahres fehlbetrag des Veranstaltungszentrums vorerst nicht aus städtischen Haushalts- mitteln ausgeglichen wird, ist dieser auf neue Rechnung vorzutragen. Unter Berücksichtigung der Verl ustvorträge aus Vorjahren von 1 5 . 075 Tsd. Euro ergibt sich damit zum Bilanzstichtag 31.12.20 21 ein kumulierter Bilanzverlust von 1 7 . 586 Tsd. Euro . Grundsätzlich ist der Vortrag eines Jahresverlustes auf neue Rechnung nach den Bestimmun- gen der Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein - Westfalen (EigVO NRW) zulässig. Jedoch bestimmt § 10 Absatz 6 Satz 3 der EigVO NRW, dass ein nach Ablauf von fünf Jahren nicht getilgter Verlustvortrag durch Abbuchung von den Rücklagen ausgeglichen werden soll, wenn dies die Eigenkapitalausstattung zulässt. Ansonsten ist der Verlust aus Haushaltsmitteln auszugleichen. Im Wirtschafts jahr 2021 wurde entsprechend dies er Vorschrift mit Genehmigung durch Rats- beschluss vom 16 . September 20 21 ein durch Gewinnvorträge aus Vorjahren bzw. Gewinnen aus Folgejahren oder durch Zuschüsse aus dem städtischen Haushalt nicht abgede ckter Ver- lust aus dem Jahre 20 1 5 von rd. 4 . 599 Tsd. Euro durch Entnahme aus der Kapitalrücklage ausgeglichen. Durch diesen Verlustausgleich ergibt sich insgesamt keine Minderung des Ei- genkapitals, da zwar einerseits die Kapitalrücklage des Veranstaltungszentrums in Höhe des vorstehend genannten Betrages red uziert wird, andererseits jedoch ein entsprechend gerin- gerer Verlustvortrag mit dem übrigen Eigenkapital verrechnet wird. Das Eigenkapital des Veranstaltungszentrums betr ä gt zum Bilanzstichtag 31.12.2021 in der Summe 1 6 7 . 313 Tsd. Euro , wobei 21.000 Tsd. Euro a uf das Stammkapital und 163 . 899 Tsd. Euro auf die Kapitalrücklage des Veranstaltungszentrums entfallen, denen zum Bila nzstichtag der kumulierte Bilanz verlust in Höhe von 17 . 586 Tsd. Euro gegenüberstand. Sofern die negativen Jahresergebni sse auch zukünftig auf neue Rechnung vorgetragen bzw. ohne Mittelzuführung von außen mit der Kapitalrücklage verrechnet werden, ist wie in den Vorjahren mit einer weiteren kontinuierlichen Verminderung des Eigenkapitals zu rechnen. Investitionen Der Rat hat i n seiner Sitzung am 3. Mai 2018 die Verwaltung beauftragt, d as denkmalge- schützte Gebäude „Bastei“ in das Eigentum der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Veranstal- tungszentrum Köln zu überführen. Ferner sollte e in Baubestandsgutachten erstellt werden , um den Instandsetzungs - und Sanierungsbedarf sowie eine Kostenschätzung in Hinsicht auf eine für die Öffentlichkeit zugängliche, rentierliche gastronomische N utzung festzustellen. Denk- malgerechte Vorgaben sind dabei zu berücksichtigen. Der Ankauf der Bastei von der Koelnmesse GmbH erfolgte auf Basi s des Ratsbeschlusses vom 18. Dezember 2018 mit Wirkung zum 1. Januar 2019. Der Kaufpreis belief sich auf 614 Tsd. Euro . Mit Beschluss vom 7 . Sept e mber 2020 hat der Betriebsausschuss für die Planung und die Erstellung einer Kostenberechnung der Generalsanierung der Bastei Planungsmittel in Höhe von 600 Tsd. Euro bereitgestellt. Finanzierungsmaßnahmen bzw. - vorh aben D ie Finanzierung von Investitionen erfolgt in Anbetracht der finanziellen Situation des Veran- staltungszentrums kreditwei se . Der hieraus resultierende Schuldendienst der eigenbetriebs- ähnlichen Einrichtung wird aus Mitteln des städtischen Haushaltes im Einlagewege (Einzah- lung in die Kapitalrücklage) und durch Zuschüsse erstattet. Der Cash - Flow aus laufender Ge- schäftstätigkeit und die Einlagen der Stadt reichen nicht aus, um den Schuldendienst insge- samt bedienen zu können. Die Finanzplanung sieht daher in der Zukunft weitere Kreditaufnah- men vor. elektronische Kopie Seite 7 C. Risiko - und Chancen bericht Beteiligungsrisiken Da die eigenbetriebsähnliche Einric htung sich als Besitz unternehmen grundsätzlich nur im Rahmen von Vermietungen und Verpachtungen der von Betriebsgesellschaften bewirtschaf- teten Grundstücke und Gebäude wirtschaftlich betätigt, liegen die wesentlichen Unterneh- mensrisiken bei den Betriebsgesellschaften, bei denen die für den Betrieb erforderlichen Fel- der der Risikobetrachtung im Mittelpunkt des jeweiligen Risikomanagements stehen und in Abstimmung mit dem Veranstaltungszentrum überwacht werden . Unternehmensrisiko Wesentliche Risi ken aus dem operativen Geschäft bestehen für das Veranstaltungszentrum lediglich aus der seinerzeit zusammen mit der Koelnmesse GmbH durchgeführten US - Cross - Border - Transaktion für bestimmte Messehallen. Hier steht das Veranstaltungszentrum in stän- diger eng er Abstimmung mit der Geschäftsführung der Koelnmesse GmbH, damit sowohl die Geschäftsführung als auch die Betriebsleitung und der Betriebs ausschuss wesentliche Risiken frühzeitig erkennen und geeignete gegensteuernde Maßnahmen einleiten können. Die aus der gemeinsam mit der Koelnmesse GmbH am 19. September 2002 im Zusammen- hang mit der US - Cross - Border - Transaktion mit dem amerikanischen Investor abgeschlosse- nen Leasing - Gesamtvereinbarung auch für das Veranstaltungszentrum als Vertragspartner resultierenden Verpflichtungen bestehen gegenüber dem Vorjahr unverändert fort. Von beson- derer Bedeutung ist hier die Verpflichtung der beiden Vertragsparteien Koelnmesse GmbH und Stadt Köln - eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum, bei Eintritt be- stimm ter Ereignisse (im Vertrag “Equity Collateral Trigger Event“ genannt) weitere Sicherhei- ten stellen zu müssen. In diesem Zusammenhang sieht der Vertrag z.B. das Absinken des Ratings der Bundesrepublik unter AA bei Standard & Poor’s oder Aa2 bei Moody’s oder den Eintritt einer wesentlichen Vertragsverletzung als mögliches , eine Sicherheit auslösendes Er- eignis vor. Im Jahre 2004 ist mit der Herabstufung der Bonität des Landes Nordrhein - Westfa- len ein solches “Trigger Event“ eingetreten, das den Investor berecht igt, eine Dienstbarkeit im Grundbuch eintragen zu lassen. Die Eintragung erfolgte 2008. Auswirkungen auf das Veran- staltungszentrum und den operativen Messebetrieb ergeben sich hieraus nicht. Darüber hinaus verpflichten die abgeschlossenen Verträge die Sta dt Köln, im Falle einer In- solvenz der Koelnmesse GmbH ihr in den Erbbaurechtsverträgen abgesichertes Heimfallrecht auszuüben. Weiterhin bestehen Berichtspflichten bei Änderungen und Umstrukturierungen der den Verträgen zugrundeliegenden Rahmenbedingungen. Dem Investor, dem Trustee und den Darlehensgebern sind jährlich Pflichterfüllungsbescheinigungen nebst Anlagen (Auszug aus dem Haushaltsplan, Jahresabschluss der GmbH) vorzulegen. Für die sich hieraus ergebenden Verpflichtungen in den Folgejahren wurde ber eits im Jahresabschluss 2002 eine entspre- chende Rückstellung gebildet. Bisher sind keine zusätzlichen Verpflichtungen oder Risiken aus der Cross - Border - Transak- tion für die eigenbetriebsähnliche Einrichtung entstanden und momentan auch nicht ersicht- lich. Vielmehr konnte in 2019 der Fremdkapitalanteil der Transaktion (A - Payment Undertaking Agreement und B - Payment - Undertaking Agreement) vorzeitig vorfälligkeitsentschädigungsfrei vollständig getilgt werden . Dies führt zu einer dauerhaften Min deru ng etwaiger Risiken aus dem US - Lease - Geschäft. elektronische Kopie Seite 8 Gesamtwirtschaftliche Branchenrisiken Konjunkturelle Entwicklungen der Gesamtwirtschaft können das Geschäft der Betriebsgesell- schaften durch eine veränderte Nachfrage der Kunden beeinflussen und sich sowohl positiv als auch negativ auf das jeweilige Umsatz - und Unternehmensergebnis der Betriebs - bzw. Beteiligungsgesellschaft en auswirken. Von diesen Auswirkungen ist dann auch das Veranstal- tungszentrum immer unmittelbar bzw. mittelbar (Koelnc ongress GmbH nach dem Verkauf über Koelnmesse GmbH) betroffen. Liquiditätsrisiko Auch wenn das Veranstaltungszentrum organisatorisch und finanziell als selbständiges Son- dervermögen auf der Grundlage eines eigenen Wirtschaftsplans seine Geschäfte führt, muss seine Finanzierung über Mittel des städtischen Haushalts sichergestellt werden . Das Risiko einer Illiquidität ist daher als gering anzusehen. Eigenkapitalverzehr Werden die auch für die Folgejahre erwarteten Jahresfehlbeträge wie bisher durch Entna hmen aus der Kapitalrücklage ausgeglichen, wird das Eigenkapital weiter kontinuierlich sinken. Auf mittlere Sicht wird daher bei der derzeitigen Betriebsstruktur ein Verlustausgleich aus Mitteln der Stadt Köln erforderlich werden. Nur damit kann das Verans taltungszentrum in seiner der- zeitigen Struktur seinen Verpflichtungen dauerhaft nachkommen und eine angemessene Ei- genkapitalausstattung erhalten. Rechtliche Risiken Nach Beilegung des Rechtsstreits mit der GbR bezüglich der Nordhallen sind aus heutiger Sicht keine existenziellen Risiken für die zukünftige Entwicklung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zu erwarten. Zur Vermeidung von EU - beihilferechtlichen Risike n w e rden alle Be- ziehungen zu möglichen Empfängern von Au sgleichsleistungen für Dienstleistungen von all- gemeinem wirtschaftlichen Interesse überprüft und soweit notwendig, rechtlich angepasst. So hat der Rat der Sta dt Köln mit Beschluss vom 30. September 2014 die KölnKongress GmbH mit der Erbringung von Dienstle istungen von allgemeinem wirtschaftlichen Interesses betraut. Gegenstand der Betrauung sind der Betrieb und die an den Interessen aller Bevölkerungs- kreise orientierte Nutzung des Gürzenich, des Tanzbrunnens (inkl. Theater am Tanzbrunnen) sowie der Flora. D ie Betrauung tra t zum 1.1.2015 in Kraft. Die KÖLNMUSIK GmbH ist als Kultureinrichtung gemäß Artikel 1 Nr. 1 lit. j) der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (Verordnung (EU) Nr. 651/201 4 der Kommission ) von der Notifizierungspflicht befreit. Nach dem Verkauf an die Koelnmesse GmbH betreffen rechtliche Risiken bezüglich der KölnKongress GmbH das Veranstaltungszentrum ab 2020 allenfalls noch mittelbar. Chancen Nicht zuletzt auf Grund der Inbetriebnahme der Flora liegen Chancen für das Veranstaltungs- zentrum in verbesserten Vermarktungsmöglichkeiten der Betriebs gesellschaften. Diese kön- nen sich positiv auf die Jahresergebnisse und Erfüllung des Satzungszwecks ausw irken. elektronische Kopie Seite 9 Risikofrüherkennungssystem Das Risikomanagement s ystem ist als internes Kontrollsystem ausgerichtet auf die Betriebs- leitung und den Finanzausschuss des Rates der Stadt Köln als Kontrollorgan. In 2015 wurde ein in sich geschlossene s Risikofrüherkennungssystem implementiert . Dazu wurden ein Leit- faden sowie ein zusammengefasster Bericht zum Risikomanagemen t vorgelegt. Der Bericht wurde in 2021 aktualisiert. D. Prüfungsfeststellungen nach § 53 Haushaltsgrundsätzegesetz Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft RSM GmbH hat auf der Grundlage des unter Zustimmung der Gemeindeprüfungs anstalt NRW von der Betriebsleitung am 15 . März 20 21 erteilten Prü- fungsa uftrages den Jahresabschluss 2020 des Veranstaltungszentrums Köln geprüft. Der Prü- fungsauftrag umfasste nach § 106 Absatz 1 GO NRW in entsprechender Anwendung des § 53 Absatz 1 Nummern 1 und 2 Haushaltsgrundsätzegesetz auch die Prüfung der Ordnungsmä- ßigkeit der Geschäftsführung und der wi rtschaftlichen Verhältnisse. Die Prüfung hat keine Feststellungen ergeben . E . Prognosebericht Der Wirtschaftsplan 20 2 2 des Veranstaltungszentrums wurde vom Rat der Stadt Köln in sei- ner Sit zung am 14 . Dezember 20 2 1 nach Vorberatung im Betriebsausschuss am 6 . Dezem- ber 20 2 1 festgestellt. Im Erfolgsplan weist er einen Jahresfehlbetrag von rd. 1 , 5 Mio. Euro aus. Das im Vermögensplan ausgewiesene Investitionsvolumen beträgt für die Betriebsteile Gür- zenich, Kölner Philharmonie, Rheinterrassen/Tanzbrunnen insgesamt rd. 4 , 4 Mio. Euro . Mit dem Planungsbeschluss zur Gener alsanierung der Bastei am 7. September 2020 hat der Aus- schuss Mittel in Höhe von 600 Tsd. Euro freigegeben. Der Vermögensplan sieht zur Weiter- führung der Maßnahme vorsorglich Mittel in Höhe von 3 ,0 Mio. Euro vor. Darüber hinaus berücksichtigt der Vermögensplan auf der Ausgabenseite Mittel für die Abde- ckun g des o.g. Jahresverlustes von 1 , 5 Mio. Euro sowie für die Tilgung der bes tehenden Dar- lehen in Höhe von 11 , 5 Mio. Euro . Zur Finanzierung des voraussichtlichen Mittelbedarfes sieht der Vermögensplan bei einem Liquiditätsb estand zu Jahresbeginn von r d. 0 , 7 Mio. Euro Ei- genmittel in Höhe von rd. 7 , 9 Mio. Euro und eine N eukreditaufnahme in Höhe von 12 ,0 Mio. Euro vor. Das Ergebnis des Erfolgsplans berücksichtigt den aus dem städtischen Haushalt bereitgestell- ten und über den Eigenbetrieb weitergeleiteten Betriebskostenzuschuss an die KölnMusik GmbH in Höhe von rd. 5,8 Mio. Euro . Des Weiteren beinhaltet der Erfolgsplan einen direkten Zuschuss der Stadt Köln an de r eigen betriebsähnlichen Einrichtung in Höhe von 3 ,0 Mio. Euro . Daneben erhält das Veranstaltungszentrum rd. 1 , 8 Mio. Euro Schuldendiensthilfe (Zinsanteil) für die Darlehen zur Finanzierung der Kapitalzuführung an die Koelnmesse GmbH sowie für die Finanzierung der Flora - S anierung. Das erste H albjahr des Geschäftsjahres 2022 s tand weiter unter den Auswirkungen der Corona - Pandemie. Bei den Betriebsgesellschaften der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung war der Veranstaltungsbetrieb nach wie vor von Absagen oder Beschränkungen geprägt . Das Veranstaltungszentrum selbst ist als reine Besitzgesellschaft von diesen für die Betriebsob- jekte und die Erbbaurechtsgrundstücke leisten, drohen negative Folgen einzig aus der Ergeb- nisentwicklun g der KölnMusik GmbH . Eine Ergebnisverbesserung ist in 2022 auf Basis des Ratsb eschluss es vom 23. März 2021 durch die nachträgliche Aufstockung des städtischen Betriebskostenzuschusses 2021 an die KölnMusik GmbH auf bis zur Höhe des Fehlbetrages des Geschäftsjahres 2021 zu erwarten. elektronische Kopie Seite 10 Das Veranstaltungszentrum wird in den Folgejahren - auch un abhängig von den weiteren Ent- wicklungen der Corona - Krise - aller Voraussicht nach strukturelle Jahresfehlbeträge erzielen. Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung ist dauerhaft auf Zuschüsse bzw. mittelfristig wie bereits in Abschnitt C. (Eigenkapitalverzehr ) ausgeführt auf einen Verlustausgleich durch den städti- schen Haushalt angewiesen. Unter dieser Prämisse wurde der Jahresabschluss unter going - concern Gesichtspunkten aufgestellt. Vor dem Hintergrund der aktuell noch hohen Eigenkapitalquote und der praktizierten bzw. wei- ter geplanten Finanzierungsmaßnahme n über Abschreibungen, Zuschüsse und Kreditauf- nahme ist der Bestand des Betriebes nach unserer Einschätzung derzeit nicht gefährdet. Der Wirtschaftsplan der KÖLNMUSIK Gmb H für das Geschäftsjahr 2022 schließt mit einem Jahresfehlbetrag von 6.257 Tsd. Euro ab. B ei den Planungen wurde für das erste Halbjahr 2022 von geringeren Umsätzen ausgegangen. In der zweiten Jahreshälfte mit Beginn der Spielzeit 2022/2023 wurde ein normaler Spielbetrieb unterstellt. Der Beginn des Geschäftsjahres 2022 war geprägt von Kapazitätsbeschränkungen und Kon- zertabsagen. Seit Mitte März sind die Besucherbeschränkungen entfallen, im Ap ril hat der Vorverkauf für die Spielzeit 2022/2023 begonnen. Die Geschäftsführung beobachtet einen deutlichen Einbruch der Abonnementsnachfrage ( - 25,0 %). Sie schließt nicht aus, dass das Geschäftsjahr 2022 ähnliche Entwicklungen aufzeigen wird wie in 2021 . Auch sind die Auswir- kungen des Ukraine - Krieges noch nicht absehbar. Der weiterhin von hohen Corona - Verlusten geprägte Wirtschaftsplan der Koelnmesse GmbH sieht für das turnusbedingt grundsätzlich schwächere Geschäftsjahr 20 22 einen Jahres fehlbe- trag in Höhe von 42 , 1 Mio. Euro vor . Zwar konnten wieder Präsenzveranstaltungen durchgeführt werden , jedoch mit geringeren Teilnehmerzahlen auf Aussteller - und Besucherseite. Die starken Kostensteigerungstenden- zen und Unsicherheiten bezüglich der w eltweiten Lieferketten verschärfen die Situation. Dies führt bei fast allen Messen aus dem Portfolio 2022 im In - und Ausland zu Verschlechterungen der Umsätze bzw. Deckungsbeiträge, einzelne Messen mussten abgesagt oder verschoben werden. Auch bezogen auf das Messegeschäft können die genauen Auswirkungen des Ukraine - Krieges derzeit noch nicht abgesehen werden. Köln, den 27 . Juli 2022 gez. Prof. Dr. Dörte Diemert gez. Frank Höller Erste Betriebsleiterin Geschäftsführender Betriebsleiter elektronische Kopie Seite 1 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln , Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebe - richt der Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln, Köln, für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen i.V.m den einschlägigen deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vor- schriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der landesrechtlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein unter Beachtung der landesrechtlichen Vorschriften zutreffendes Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung . In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen i.V.m den einschlägigen deutschen, für Kapitalgesellschaften gelten - den handelsrechtlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. elektronische Kopie Seite 2 Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstim - mung mit § 317 HGB und § 103 GO NRW unter Beachtung der vom Institut der Wirtschafts - prüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Ab - schnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen han - delsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffas - sung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts Wir verweisen auf die Ausführungen in Abschnitt "E. Prognosebericht" des Lageberichts, in dem die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die eigenbetriebsähnliche Einrichtung dau - erhaft auf Zuschüsse bzw. mittelfristig auf einen Verlustausgleich durch die Stadt Köln ange - wiesen ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbe - züglich nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsorgans für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen i.V.m den einschlägigen deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschrif- ten in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der landesrechtlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung vermittelt. Fer - ner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Über - einstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. elektronische Kopie Seite 3 Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwort - lich, die Fähigkeit der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zur Fortführung der Unternehmens - tätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusam - menhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungs - grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tat - sächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein unter Beachtung der landesrechtlichen Vorschriften zutreffendes Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung vermittelt sowie in allen wesentlichen Belan - gen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen i.V.m den einschlägigen deut - schen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die ge - setzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein- Westfalen i.V.m den einschlägigen deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handels - rechtlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Betriebsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungspro - zesses der Einrichtung zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lage- berichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstel - lungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein unter Beachtung der landesrechtlichen Vorschriften zutreffendes Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prü - fung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen i.V.m den einschlägigen deut - schen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestäti - gungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lage - bericht beinhaltet. elektronische Kopie Seite 4 Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass ei - ne in Übereinstimmung mit § 317 HGB und § 103 GO NRW unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Ab - schlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffe - nen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsich - tigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnach - weise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwir - ken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrun - gen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Um - ständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. elektronische Kopie Seite 5 • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertre- tern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstä - tigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeut - same Zweifel an der Fähigkeit der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die da - zugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifi - zieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum un - seres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die eigenbetriebsähnliche Einrichtung ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Ge - schäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der landesrechtlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzes - entsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zu - kunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Anga - ben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches un - vermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. elektronische Kopie elektronische Kopie -
Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle II/II/2 Vorlagen-Nummer 2420/2022 Freigabedatum 18.08.2022 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum der Stadt Köln hier: Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2021 Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: 1. Der Rat stellt gemäß § 4 der Betriebssatzung i.V.m. § 4 der Eigenbetriebsverordnung Nordrhein-Westfalen den Jahresabschluss 2021 der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Veranstal- tungszentrum der Stadt Köln mit einer Bilanzsumme von 417.665.393,73 Euro und einem Jahres- fehlbetrag von 2.510.672,90 Euro fest. 2. Der Rat erklärt sich damit einverstanden, dass der Jahresfehlbetrag 2021 von 2.510.672,90 Euro auf das Geschäftsjahr 2022 vorgetragen wird. 3. Der Betriebsleitung wird für das Geschäftsjahr 2021 Entlastung erteilt. 4. Dem Betriebsausschuss wird für das Geschäftsjahr 2021 Entlastung erteilt. Betriebsausschuss Veranstaltungszentrum Köln 05.09.2022 Rat 08.09.2022 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung Der vom Betriebsausschuss in seiner Sitzung am 13.09.2021 benannte Prüfer für den Jahresab- schluss 2021 der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Veranstaltungszentrum der Stadt Köln hat den Abschluss geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen (s. Anlage). Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum der Stadt Köln hat das Geschäftsjahr 2021 mit einem Verlust von 2.511 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.643 Tsd. Euro) abgeschlossen. Den Aufwen- dungen von 15.468 Tsd. Euro (Vorjahr: 15.051 Tsd. Euro) standen dabei Erträge von 12.957 Tsd. Euro (Vorjahr: 12.408 Tsd. Euro) gegenüber. Da der Verlust 2021 des Veranstaltungszentrums nicht aus städtischen Haushaltsmitteln ausgeglichen wird, ist dieser erneut auf neue Rechnung vorzutra- gen. Unter Berücksichtigung der Verlustvorträge aus Vorjahren von 15.075 Tsd. Euro ergibt sich da- mit zum Bilanzstichtag 31.12.2021 ein kumulierter Gesamtverlust von 17.586 Tsd. Euro. Grundsätzlich ist der Vortrag eines Verlustes auf neue Rechnung nach den Bestimmungen der Ei- genbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (EigVO) zulässig. Jedoch bestimmt § 10 Abs. 6 Satz 3 der EigVO, dass ein nach Ablauf von fünf Jahren nicht getilgter Verlustvortrag durch Abbuchung von den Rücklagen ausgeglichen werden soll, wenn dies die Eigenkapitalausstattung zulässt. Ansonsten ist der Verlust aus Haushaltsmitteln auszugleichen. Hinsichtlich der Notwendigkeit des Ausgleichs von Altverlusten der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung wird verwiesen auf die sepa- rate Vorlage Nr. 2466/2022, die in gleicher Sitzung behandelt wird. Das Eigenkapital des Veranstaltungszentrums beträgt zum Bilanzstichtag 31.12.2021 – bei Verrech- nung der Verlustvorträge aus Vorjahren, jedoch ohne Berücksichtigung des noch nicht festgestellten Jahresergebnisses 2021 – 169.823 Tsd. Euro, wobei 21.000 Tsd. Euro auf das Stammkapital, 163.899 Euro auf die Kapitalrücklage und -15.075 Tsd. Euro auf die aus den Vorjahren aufgelaufenen Verlustvorträge des Veranstaltungszentrums entfallen. Da die eigenbetriebsähnliche Einrichtung - mit Ausnahme der Verpachtung der Erbbaurechtsgrund- stücke und der für den Betrieb der Kölner Philharmonie, des Gürzenichs, der Flora und der Rheinter- rassen sowie des Tanzbrunnens erforderlichen Immobilien an die jeweiligen Betreiber - keine weite- ren eigenen wirtschaftlichen Tätigkeiten entfaltet, wird deren finanzielle und wirtschaftliche Situation in der Hauptsache durch die Abschreibungen (3.686 Tsd. Euro) und die Zinsaufwendungen (2.919 Tsd. Euro) für die in den Betriebsteilen getätigten Investitionen sowie durch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (2.224 Tsd. Euro) bestimmt. Die Verlustübernahme der KölnMusik GmbH von 6.634 Tsd. Euro führt beim Veranstaltungszentrum zu einer entsprechenden Abwertung der Finanzanlage. Dieser steht der aus dem städtischen Haus- halt bereitgestellte Betriebskostenzuschuss an die KölnMusik GmbH in Höhe von 5.697 Tsd. Euro gegenüber. Nach dem durch die Erträge aus der gemeinsam mit der Koelnmesse GmbH im Jahre 2002 durchge- führten US-Lease-Transaktion letztmalig erzielten positiven Jahresergebnis hat das Veranstaltungs- 3 zentrum trotz eines Zuschusses aus dem städtischen Haushalt in Höhe von 2,3 Mio. Euro mangels weiterer nachhaltiger Erträge auch in 2021 wiederum einen Verlust erwirtschaftet. Da – wie oben ausgeführt - auch der Jahresfehlbetrag 2021 wieder gegen das Eigenkapital verrech- net werden soll, führt dies für die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum der Stadt Köln zu einer weiteren Verschlechterung der Liquiditäts- und Finanzlage, die auch nicht durch die für die kommenden Jahre vorgesehenen Zuschüsse aus dem städtischen Haushalt kompensiert werden kann. Noch ist das Eigenkapital (inkl. Verlust 2021) mit rd. 167,3 Mio. Euro, dies entspricht einer Ei- genkapitalquote von 40,1%, jedoch als auskömmlich zu bezeichnen. Das Risikomanagement der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung als reine „Besitzgesellschaft“ stützt sich im Wesentlichen auf die Risikofrüherkennungssysteme der einzelnen Betriebsgesellschaften, da hier die eigentlichen Unternehmensrisiken der Einrichtung zu sehen sind. Die turnusmäßige Bericht- erstattung über bestehende Risiken erfolgt mit Mitteilung in gleicher Sitzung des Betriebsausschusses am 05.09.2022. Weitere Einzelheiten zum Jahresabschluss 2021 ergeben sich aus der beigefügten Anlage, insbe- sondere aus dem unter II aufgeführten Lagebericht der Betriebsleitung. Die Mitglieder des Betriebsausschusses erhalten den vollständigen Bericht des Jahresabschlussprü- fers mit gesonderter Post. Anlage: Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2021
Beratungsverlauf
-
05.09.2022
Betriebsausschuss Veranstaltungszentrum Köln
TOP 5.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
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