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1207/2022

Stellungnahme zum Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates zur Neufassung der Richtlinien des Rates für die Neu- und Umbenennung von Straßen und Plätzen

Stellungnahme zu e. Antrag (Ausschuss) 25.05.2022

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 1 (Innenstadt), Sitzung am 27.10.2022, TOP 9.3

AN_0592_2022_Gem_Antrag_nach_167_3_Gruene_

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Stellungnahme zu einem Antrag (Ausschuss)

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AN_0592_2022_Gem_Antrag_nach_167_3_Gruene_

2705 Zeichen

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat 
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
Fraktion DIE LINKE im Kölner Rat 
Volt-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
 
 
An den Vorsitzenden des Ausschusses 
Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen/Vergabe/Internationales 
Herrn Bernd Petelkau 
 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 11.03.2022 
 
AN/0592/2022 
 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / 
Internationales 04.04.2022 
 
Neufassung der Richtlinie des Rates für die Neu- und Umbenennung von Straßen und 
Plätze 
Sehr geehrter Herr Vorsitzender, 
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
wir bitten Sie, folgenden Antrag in die Tagesordnung des Ausschusses am 04.04.2022 auf-
zunehmen: 
 
Beschluss: 
Die Verwaltung wird dazu beauftragt, die Richtlinie für die Benennung von Straßen vom 
26.08.1999 (DS-Nr. 0974/099) zu überarbeiten und dem Stadtrat sowie den zuständigen 
Gremien im ersten Halbjahr 2022 einen neuen Richtlinienentwurf vorzulegen. Dabei wird die 
Richtlinie dahingehend weiterentwickelt, dass eine Förderung von Frauen*namen erfolgt und 
eine Umbenennung von kolonialen Straßennamen ermöglicht wird. Bei einer Entscheidung 
zur Umbenennung von kolonialen Straßennamen erfolgt die Einzelfallbetrachtung in Zu-
sammenarbeit mit dem Kölner Namensarchiv. Die Regeln der Zuständigkeitsordnung bleiben 
davon unberührt. 
 
Begründung:  
Die Stadt Köln muss sich mit dem kolonialen Erbe auseinandersetzen. Dazu ist die Auftakt-
veranstaltung am 08.10.2021 im VHS Forum ein wichtiger Schritt. Jedoch sind seit Jahren 
Straßen bekannt, deren Namen koloniales Unrecht weiterhin heroisieren oder verharmlosen 
und/oder Personen ehren, die Kolonialverbrecher waren und die Kolonialisierung begrüßten,. 
In unserer vielfältigen Stadtgesellschaft, akzeptieren wir keine Herabwürdigung oder jegliche 
Form von Diskriminierung.

- 2 - 
 
Darüber hinaus sind die Straßennamen in Köln, die nach Personen benannt sind, zum Groß-
teil nach Männern bezeichnet. Frauen* stellen jedoch nicht nur 51% der Bevölkerung, son-
dern sind entscheidend in der Politik, der Wirtschaft und der Gesellschaft. Diese entschei-
dende Rolle von Frauen* muss gewürdigt und die anerkennende Sichtbarkeit im Stadtbild 
geschaffen werden. 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
gez. gez. gez. 
Lino Hammer 
Grüne- 
Fraktionsgeschäftsführer 
Niklas Kienitz 
CDU- 
Fraktionsgeschäftsführer 
Mike Homann 
SPD- 
Fraktionsgeschäftsführer 
 
gez. gez.  
Michael Weisenstein 
LINKE- 
Fraktionsgeschäftsführer 
Lucas Sickmöller  
Volt- 
Fraktionsgeschäftsführer

Stellungnahme zu einem Antrag (Ausschuss)

4008 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VIII/23/235/1 
 
Vorlagen-Nummer  25.05.2022 
 1207/2022 
Stellungnahme zu einem Antrag 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 29.08.2022 
Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 29.08.2022 
Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 29.08.2022 
Bezirksvertretung 5 (Nippes) 01.09.2022 
Bezirksvertretung 7 (Porz) 01.09.2022 
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 05.09.2022 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 19.09.2022 
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 27.09.2022 
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 20.10.2022 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 27.10.2022 
 
Stellungnahme zum Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates zur Neufassung der 
Richtlinien des Rates für die Neu- und Umbenennung von Straßen und Plätzen 
Der Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales hat in seiner 
Sitzung vom 04.04.2022 dem Antrag AN/0592/2022 über die Neufassung der Richtlinie des Rates für 
die Neu- und Umbenennung von Straßen und Plätzen zugestimmt. Der Antrag ist als Anlage beige-
fügt. 
 
Es wurde beantragt, die Richtlinie dahingehend weiterzuentwickeln, dass „eine Förderung von Frau-
en*namen erfolgt und eine Umbenennung von kolonialen Straßennamen ermöglicht wird“. 
 
Die Verwaltung nimmt wie folgt Stellung: 
Straßennamen haben originär eine Ordnungs-, Orientierungs- und Erschließungsfunktion. Sie fungie-
ren als Adressgebung und dienen der Orientierung und der Auffindbarkeit u. a. für Rettungsdienste 
und Polizei. Mit der Benennung nach Personen kann man Ehrungen vornehmen, Erinnerungen wach 
halten oder Statements bekräftigen.  
 
Bereits am 28.03.2016 hat der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden beschlossen, die Be-
zirksvertretungen - die Entscheidungsträger bei Benennungen und Umbenennungen von Straßen und 
Plätzen - zu bitten, vermehrt Straßen nach Frauen, „die sich vor allem durch ihrer Frauensolidarität

2 
 
und / oder den Bruch mit der herkömmlichen Geschlechterrolle auszeichnen“, zu benennen (Session-
nummer 0189/2016). Basis dafür war ein Antrag der Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und 
Transgender (LST). Seither schlägt das Zentrale Namensarchiv bei anstehenden Benennungen den 
zuständigen Bezirksvertretungen unter anderem Frauennamen vor.  
 
Umbenennungen von Straßen und Plätzen sind unter Punkt 4 der Richtlinien des Rates für die Neu- 
und Umbenennung von Straßen und Plätzen geregelt. Straßen sollen „nur in besonderen Ausnahme-
fällen umbenannt werden“ (Punkt 4.1). In der gängigen Praxis bedeutet das aufgrund einer bauli-
chen/verkehrlichen Veränderung (z.B. eine Unterbrechung in der Verkehrsführung) aber auch wenn 
der Umbenennungsgrund im bisherigen Namen liegt (z.B. späte Kenntnis über negative Aspekte im 
Geschichtsbild). Bereits heute ist die Umbenennung von Straßennamen mit kolonialistischem Hinter-
grund also möglich. Unabhängig davon erarbeitet die Verwaltung im Rahmen des Projektes 
„(Post)koloniales Erbe Kölns“ derzeit ein Konzept zur objektiven und wissenschaftlichen Untersu-
chung aller Kölner Straßennamen mit postkolonialem und nationalsozialistischem Hintergrund und 
erarbeitet einen einheitlichen Verfahrensweg. Ziel ist es, kritische und undemokratische Straßenna-
men zu identifizieren und den zuständigen Bezirksvertretungen Handlungsempfehlungen zum Um-
gang mit diesen problematischen Straßennamen zu übermitteln.  
 
Die Verwaltung schlägt vor, zunächst das Projekt „(Post)koloniales Erbe Kölns“ abzuschließen und im 
Anschluss die Richtlinien zu überarbeiten, die dann den zuständigen Gremien zur Beratung und Be-
schlussfassung vorgelegt werden. Im Rahmen des Entwurfs zur Neufassung der Richtlinie wird vom 
Zentralen Namensarchiv ein Passus vorgeschlagen werden, welcher den jeweils entscheidungsbe-
fugten Bezirksvertretungen empfiehlt, Frauen*namen bei der Benennung von Straßennamen zu för-
dern und so zu einem ausgewogenen Verhältnis zu gelangen und dieses zu erhalten. 
 
 
Gez. Wolfgramm

Beratungsverlauf (10)

29.08.2022 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal)
TOP 11.3.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
29.08.2022 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales
TOP 4.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
29.08.2022 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)
TOP 10.2.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
01.09.2022 Bezirksvertretung 7 (Porz)
TOP 10.2.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
01.09.2022 Bezirksvertretung 5 (Nippes)
TOP 10.2.11 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
05.09.2022 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld)
TOP 12.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
19.09.2022 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 10.2.5 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
27.09.2022 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)
TOP 10.2.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
20.10.2022 Bezirksvertretung 8 (Kalk)
TOP 10.2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
27.10.2022 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 9.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1207/2022
Typ
Stellungnahme zu e. Antrag (Ausschuss)
Datum
25.05.2022
Erstellt
07.04.2022 14:03