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V/0151/2007

Zwischenbericht zur Bekämpfung des Riesen-Bärenklaus in Münster

Vorlagen 21.02.2007

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Nächste Beratung: Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen, Sitzung am 02.05.2007, TOP 4.21

Berichtsvorlage

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Berichtsvorlage

4110 Zeichen

V/0151/2007 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Grünflächen und Umweltschutz 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Zwischenbericht zur Bekämpfung des Riesen-Bärenklaus in Münster 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
17.04.2007 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Bericht 
 
 
Bericht: 
 
 
Die Problematik der Ausbreitung des Riesen-Bärenklaus wurde in der Vorlage V/0246/2006 
„Handlungskonzept zur Bekämpfung des Riesen-Bärenklaus in Münster“ ausführlich dargestellt. 
Mit Beschluss dieser Vorlage am 09.05.2006 konnte die Stadt Münster versuchsweise - abwei-
chend vom Beschluss des Ausschusses für Umweltschutz und Bauwesen vom 11.09.1990 - 
Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung des Riesen-Bärenklaus einsetzen. Auf Wunsch des Aus-
schusses für Umweltschutz und Bauwesen wird nun ein erster Zwischenbericht gegeben.  
 
Das Tiefbauamt
 hat 2006 eine Ausnahmegenehmigung für die Einzelpflanzenbehandlung des 
Riesen-Bärenklaus mit Pflanzenschutzmitteln auf nicht bewirtschafteten Böschungsflächen bei 
der Landwirtschaftskammer erwirkt. Eingesetzt werden dürfen die Mittel Roundup und Garlon 4. 
Die Ausnahmegenehmigung, die bis zum 31.12.2007 gilt, konnte auch an andere Unterhaltungs-
träger in Münster übertragen werden. 
 
Entlang von Angel und Werse außerhalb der Wasser- und Naturschutzgebiete wurden in 3 
Durchgängen die o. g. Wirkstoffe durch einen Lohnunternehmer eingesetzt. Die Arbeiten erfolg-
ten überwiegend mit der Rückenspritze, im unmittelbaren Uferbereich mit einem Dochtstreichge-
rät. Bei stichprobenartigen Kontrollen im Spätsommer und bei den Wasserschauen wurden keine 
Blütenstände des Riesen-Bärenklaus in den bearbeiteten Abschnitten festgestellt. Es wird jedoch 
davon ausgegangen, dass aufgrund des großen Samenpotentials im Boden auch in 2007 in er-
heblichem Umfang Sämlinge auflaufen werden. Daher wird die Bekämpfung in diesem Jahr fort-
gesetzt. 
 
Das Amt für Grünflächen und Umweltschutz
 hat in 2006 wie in den letzten Jahren den Riesen-
Bärenklau rein mechanisch durch Ausstechen / Abschneiden der Pflanzen bekämpft. Es wurden 
„Ein-Euro-Kräfte“ sowie eine soziale Einrichtung eingesetzt. 
 
Das Ausstechen erwies sich dort als sinnvoll, wo es noch keine größeren Bestände gab. So 
konnten durch die „Ein-Euro-Truppe“ zahlreiche kleinere Vorkommen nahezu im gesamten 
Stadtgebiet bearbeitet werden.  
Vorlagen-Nr.: 
V/0151/2007 
Auskunft erteilt: 
Herr  Dreier 
Ruf: 
492 67 27 
E-Mail: 
DreierD@stadt-muenster.de 
Datum: 
27.02.2007 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/0151/2007 
 
 
Problematisch war die mechanische Bekämpfung im Wasserschutzgebiet nördlich der Havich-
horster Mühle. In diesem Verbreitungsschwerp unkt des Riesen-Bärenklaus in Münster gab es 
beim Ausstechen der Pflanzen trotz des Einsatzes von zwei Gruppen kaum Fortkommen. Am 
Ende konnten nur noch die Blütenstände abgeschnitten werden, um die Samenreife zu verhin-
dern. Trotz des sehr arbeitsintensiven Einsatzes konnte hier nur der Status quo erhalten werden. 
 
Auch für 2007 ist geplant, den Riesen-Bärenklau durch „Ein-Euro-Kräfte“ und durch Mitarbeiter 
einer sozialen Einrichtung zu bekämpfen. Die Arbeiten sollen bereits ab April beginnen. 
 
Um ein gemeinsames Handeln zu erreichen, wurden 2006 betroffene Landwirte und Jäger direkt 
angeschrieben sowie die Öffentlichkeit wie in den letzten Jahren über Presseartikel informiert.  
 
Auch andere Unterhaltungsträger
 (z. B. Wasser- und Bodenverbände) haben von der Ausnah-
megenehmigung Gebrauch gemacht und den Riesen-Bärenklau vor allem am Oberlauf der Aa 
sowie an der Angel mit Pflanzenschutzmitteln bekämpft. Die Anwendungen waren erfolgreich, 
jedoch wird auch hier erwartet, dass in 2007 Sämlinge auflaufen werden. 
 
Am 23.01.2007 fand ein Erfahrungsaustausch in Münster unter Einbeziehung der Landwirts-
kammer - Pflanzenschutzdienst -  statt. Es bestand Einvernehmen, dass die Maßnahmen in 2007 
unvermindert weitergeführt werden müssen. Der umfassende Einsatz in 2006 scheint zwar stel-
lenweise positive Auswirkungen zu haben, eine erste umfassende Bilanz kann aber erst Ende 
2007 gezogen werden.  
 
I. V. 
 
 
gez.  
Schultheiß 
Stadtdirektor

Beratungsverlauf (1)

02.05.2007 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen
TOP 4.21 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Werse

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0151/2007
Typ
Vorlagen
Datum
21.02.2007
Erstellt
06.10.2020 14:37