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0469/2020

Freigabe der Mittelerhöhung zur institutionellen Förderung von ON Neue Musik Köln e.V. zur Vorbereitung und Durchführung eines Musiktheaterfestivals in 2020 und 2021

Beschlussvorlage Ausschuss 02.03.2020

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Nächste Beratung: Finanzausschuss, Sitzung am 23.03.2020, TOP 10.33

Beschlussvorlage Ausschuss

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Anlage 0469-2020_Konzept_IF ON Musiktheaterfestival

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Beschlussvorlage Ausschuss

3741 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VII/41/22 
 
Vorlagen-Nummer 
 0469/2020 
Freigabedatum 
02.03.2020  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Freigabe der Mittelerhöhung zur institutionellen Förderung von ON Neue Musik Köln e.V. zur 
Vorbereitung und Durchführung eines Musiktheaterfestivals in 2020 und 2021 
Beschlussorgan 
Finanzausschuss 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Finanzausschuss beschließt im Teilplan 0416 – Kulturförderung in der Teilplanzeile 15 – Trans-
feraufwendungen die Aufstockung der institutionellen Förderung an ON Neue Musik Köln e.V. im Zeit-
raum 01.01.2020 bis 31.12.2021 zum Zwecke der Durchführung des Festivals „Tage für aktuelles 
Musiktheater Köln“ (siehe Konzept in der Anlage) in folgender Höhe: 
 
Haushaltsjahr BKZ laut 
Haushaltsplan 
Aufstockung BKZ neu 
2020 180.000 €   50.000 € 230.000 € 
2021 180.000 € 200.000 € 380.000 € 
 
 
 
Ausschuss Kunst und Kultur 10.03.2020 
Finanzausschuss 23.03.2020

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  50.000 € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung 
Das experimentelle Musiktheater hat in Köln eine lange Tradition und wird mit Komponistennamen 
wie Bernd Alois Zimmermann, Karlheinz Stockhausen und Mauricio Kagel assoziiert, die heute einen 
festen Platz in der Musikgeschichte einnehmen. Mit dem Ausscheiden Mauricio Kagels aus dem 
Lehrbetrieb der Hochschule für Musik und Tanz ist diese Traditionslinie des Musiktheaterschaffens in 
den letzten 20 Jahren in Köln verebbt und wurde nur noch vereinzelt und mit geringen finanziellen 
Mitteln fortgesetzt. 
In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Kölner Komponist*innen, Regisseur*innen und Musi-
ker*innen neue Ideen und künstlerische Konzepte für ein zeitgenössisches Musiktheater entwickelt, 
das die individuelle und gesellschaftliche Realität zum Gegenstand hat. Mit den „Tagen für aktuelles 
Musiktheater Köln“ wird dem Genre des experimentellen Musiktheaters eine adäquate Plattform ge-
boten und damit eine Lücke in der Musiklandschaft Kölns geschlossen. Veranstaltet wird das Festival 
von ON – Neue Musik Köln e.V., der schon in der Vergangenheit die Zusammenarbeit von Künst-
ler*innen unterschiedlicher Disziplinen initiiert hat und mit den „Tagen für aktuelles Musiktheater Köln“ 
eine Kooperation zwischen der freien Szene und den Musikinstitutionen organisiert und eine Brücke 
zu den Nachbardisziplinen Tanz und Theater schlägt. Die Kunststiftung NRW und das Land NRW 
haben Interesse an dem Projekt bekundet und Mittel in Höhe von bis zu 220.000 € in Aussicht ge-
stellt.

3 
 
Finanzierung 
Die zur Finanzierung der Maßnahme benötigte Aufwandsermächtigung in Höhe von 250.000 € 
(50.000 € im Jahr 2020 und 200.000 € im Jahr 2021) steht im Teilergebnisplan 0416 - Kulturförde-
rung, Teilplanzeile 15 - Transferaufwendungen zur Verfügung. 
Es handelt sich um Mittel, die im Haushaltsplan 2020/2021 über die Kulturförderabgabe bereitgestellt 
wurden. 
 
 
 
 
Anlage

Anlage 0469-2020_Konzept_IF ON Musiktheaterfestival

16852 Zeichen

Tage für aktuelles Musiktheater Köln 
4. - 7. März 2021 
  
mit Uraufführungen und 
Kölner Erstaufführungen von und mit 
Yiran Zhao 
Musikfabrik 
Helena Cánovas i Parés 
Ensemble handwerk 
Manos Tsangaris 
Kammerelektronik 
Trond Reinholdtsen 
Carola Bauckholt  
u.a. 
 
 
  
 
Künstlerische Leitung:  Christina C. Messner, Sandra Reitmayer 
Projektleitung:   ON – Neue Musik Köln 
    Daniel Mennicken, Helene Heuser 
littlebit Köln: Eva-Maria Müller 
Kontakt:       Tel.: 0221 - 168 15 110 (ON Büro) 
    E-Mail: info@on-cologne.de 
    musiktheaterfestival.koeln@gmail.com

1.   Präambel – vom Netzwerk zum Festival 
Köln ist unbestrittenes Zentrum der Zeitgenössischen Musik in NRW und neben Berlin 
zweifellos auch der ganzen Republik. Wie in der gesamten deutschen und internationalen 
Musikszene lässt sich seit den 2010er Jahren auch in Köln ein erstarkter Trend zu 
intermedialen, performativen und theatra len Ansätzen beobachten. Einzelne Künstler*innen 
sowie ganze Ensembles und Kollektive aus Vertreter*innen verschiedener Professionen 
kombinieren Text, Tanz, Raum, Licht, Film, Video, Objekte, Handlung, Schauspiel mit 
instrumentalen und elektronischen Klängen. Die aktuellen künstlerischen Visionen markieren 
die Auflösung gewohnter Stil - und Spartengrenzen und erschaffen neue Formen des 
Musiktheaters. 
Assoziiert mit großen Namen wie Stockhausen, Kagel oder Zimmermann galt Köln in den 
1960er Jahren als Hochbur g des experimentellen Musiktheaters. In den vergangenen 
Jahrzehnten ist dieses Genre jedoch in der Kulturlandschaft Kölns nur vereinzelt sichtbar 
geworden. Dabei mangelt es weder an künstlerischer Expertise noch an fehlendem Publikum. 
Woran es scheitert, sind Infrastrukturen und – leider wie selbstverständlich – finanzielle Mittel. 
Musiktheater ist aufwendig, in jeder Hinsicht. In den vergangenen Monaten hat sich ein 
eindrucksvolles spartenübergreifendes Netzwerk hiesiger Kunstschaffender gebildet, mit dem 
Ziel die Musiktheater-Szene Kölns zu verbinden und zu stärken. Was es nun braucht, ist die 
Unterstützung und Begleitung durch starke Partner*innen auf allen Ebenen, um Köln wieder 
zum internationalen Anziehungspunkt für experimentelles Musiktheater zu machen. 
Christina C. Messner (Komposition/Musik) und Sandra Reitmayer (Regie/Theater) initiieren in 
Kooperation mit ON – Neue Musik Köln und dem Produktionsbüro littlebit ein 4-tägiges Festival 
für aktuelles Musiktheater. Die erste Ausgabe wird von Donnerstag 04.03. bis Sonntag 07.03. 
2021 in Köln stattfinden. Als Festivalzentrum konnte die Alte Feuerwache in der Nähe des 
Ebertplatzes gewonnen werden. Das Festival zeichnet eine Initialenergie aus, die direkt aus 
der freien Szene kommt. Folgende Ziele stehen hierbei im Vordergrund: 
● Präsentation und Produktion von neuen und neuesten, kleinen und großen 
Musiktheaterprojekten 
● spartenübergreifende Vernetzung der professionellen Kölner Kunst Szenen  
● Bündelung musiktheatraler Kräfte der Stadt Köln und der Region 
● Vermittlung von aktuellem Musiktheater an eine breitere Öffentlichkeit 
● Kooperation mit überregionalen und internationalen Künstler*innen  
● eine Plattform für das Genre Musiktheater  
● Einen Dialog zu initiieren über aktuelles Musiktheater 
● Aufmerksamkeit richten auf  Defizite im Bereich der Produktionsbedingungen und 
Förderstrukturen für dieses Genre

2.   Ein Festival als Plattform 
Aktuelles Musiktheater ist eine symbiotische Form, in der sich Musik, Theater, Tanz und 
Bildende Kunst auf Augenhöhe begegnen und sich  durch experimentelle Ansätze und 
Aktualitätsbezogenheit in allen Bereichen auszeichnet. Das „Experimentelle“, umschreibt 
allerdings kein festes Terrain . Die Grenzen zwischen dem, was als Experiment 
wahrgenommen wird, und dem, was als konventionell gilt, v erschwimmen. Die vielfältige 
künstlerische Auseinandersetzung mit der Kunstform Musiktheater und die individuelle 
Herangehensweisen bei der Konzeption bilden eine schillernde Bandbreite eines wahrhaft 
faszinierenden Genres, die es abzubilden gilt. 
Genau hi er setz t das Festival  an: Es geht darum, herauszufinden, welche künstlerischen 
Besonderheiten das jeweilige Schaffen auszeichnen und einen umfassenden Überblick über 
die aktuellen Strömungen im Bereich Musiktheater zu gewinnen, um somit Stück für Stück 
zusammenzutragen, wo das Herz des Musiktheaters in Köln schlägt. Diese Arbeit ist sehr 
zeitaufwendig, aber lohnend: Durch den intensiven Kontakt mit der Szene fühlen sich die 
angesprochenen Künstler*innen unmittelbar mit dem Festivalvorhaben verbunden. Zudem ist 
es auf diese Weise möglich, außergewöhnliche Künstlerpersönlichkeiten zu entdecken und 
neben dem bereits veröffentlichten Werk der Künstler*innen einen Ausblick auf geplante 
Projekte zu bekommen sowie möglicherweise noch verborgene künstlerische Schätz e zu 
heben. Zentrale Auswahlkriterien sind dabei eine klare individuelle künstlerische Sprache und 
Vision der Künstler*innen mit einem umfassenden, offenen Blick auf andere Kunstsparten, 
Kooperationsbereitschaft und Experimentierfreude. 
Zudem wissen die Fe stivalmacher aus erster Hand um die herausfordernden 
Arbeitsbedingungen in dieser Stadt. Die Kölner Musiktheaterszene ist (bisher) in sich nicht 
organisiert und zählt doch in ihrer Vielfältigkeit und Produktivität zu den herausragendsten in 
ganz Deutschland. Gleichzeitig ist es aufgrund der Größe der Stadt in Köln momentan noch 
möglich, die Kunstszene zu überschauen und zusammenzuführen. Der Ansatz, eine große 
Bandbreite an Akteur*innen im Einzelgespräch persönlich kennen zu lernen, ist hier 
umsetzbar.   
Das Festivalprogramm will zudem anknüpfen an das, was in Köln wegweisend und 
bahnbrechend war, an eine Tradition die, verloren geglaubt, wieder ins Bewusstsein der 
Öffentlichkeit gerückt werden soll und Musiktheater wieder als lebendige Kunstform und 
wichtiger Bestandteil des Kölner Kulturangebots zu präsentieren. In welcher direkten 
Nachfolge stehen die heutigen Regisseur*innen, Komponist*innen und Choreograf*innen? In 
der ersten Ausgabe des Festivals soll der Spannungsbogen der Kagelschen Tradition bis hin 
zur Gegenwart aufgezeigt werden, mit dem Ziel, Anknüpfungspunkte zu suchen und zu zeigen, 
dass das Musiktheater in Köln zwar lange Zeit nicht von großer öffentlicher Wahrnehmung 
begleitet war, sich aber trotzdem beständig weiterentwickelt hat. Das Festival programm 
möchte zeigen, wie rege, lebendig und spannend die Kölner Szene war und immer noch ist.

3.   Programm  
Das Programm setzt sich aus drei Uraufführungen, fünf abendfüllenden 
Ensembleproduktionen, sowie vier umfangreichen Installationen und kleinen Szene-Formaten 
zusammen. Ihnen allen gemein ist, dass sie noch nie in Köln zu sehen waren. Ergänzt werden 
die Aufführungen durch ein Rahmenprogramm aus Einführungsveranstaltungen und 
Künstler*innengesprächen, sowie einem Symposium zu kollektiven Prozessen und Strukturen 
in der freien Musiktheater Szene. 
Yiran Zhao wurde mit einem abendfüllen den Werk für das Ensemble Musikfabrik und den 
Countertenor Daniel Gloger beauftragt. In Yiran Zhaos bisherigem Werk erkennen wir eine 
einzigartige künstlerische Handschrift, die sich durch eine puristische Ästhetik auszeichnet. Ihr 
Einsatz von Bewegungsabläufen, Videoeinspielungen und Performance-Elementen ist durch 
musikalische Parameter geleitet. Zhaos Formsprache entwickelt in ihrer Präzision eine Kraft, 
die ein breites Publikum ansprechen und auch auf großen Bühnen ihre Wirkung entfaltet. Die 
künstlerische Reife, die Team- und Leitungsfähigkeit und die strukturierte Arbeitsweise Yiran 
Zhaos prädestiniert sie für die Konzeption und Komposition eines umfassenden 
Musiktheaterwerkes. 
Die Kölner Komponistin Helena Cánovas i Parés wurde mit einer Komposition f ür das 
Ensemble hand werk beauftragt. Ihre musikalische Sprache sticht durch eine sensible 
farbenreiche Klanglichkeit hervor - die mitunter auch harmonische Elemente und vielschichtige 
rhythmische Strukturen beinhaltet. Besonders ist auch ihr feines Gespür für den Umgang mit 
dem Element Sprache und ihr unbedingter Ausdruckswille, der den Mut hat, vom Leben zu 
erzählen, ohne narrativ zu sein.  
Das Kölner Ensemble Kammerelektronik um den Komponisten Roman Pfeifer und der 
Tänzerin Linda Nordström wird auf dem Festival ihre 11. Produktion zur Uraufführung bringen. 
Kammerelektronik forscht beständig an einer instrumentalen Theaterformsprache, in dem die 
Art der Klangerzeugung mindestens so wichtig ist wie die resultierenden Klänge selbst. Der 
Aufführungsraum wird zum audiovisuellen Instrument, einer Maschine, an deren Schnittstellen 
die Performer agieren.  
Neben den Uraufführungen werden fünf Wiederaufnahmen von Carola Bauckholt, Trond 
Reinholdtsen, Ole Hübner, Sergej Maingardt und Brigitta Mundendorf zum ersten Mal in Köln 
zu sehen sein. Neben den Uraufführungen und szenischen Werken runden musiktheatrale 
Installationen und innovative Kurzformate das Festivalprogramm ab. Hierbei ist uns wichtig 
keine Grenze zwischen großen und kleinen Produktionen zu  ziehen, sondern vielmehr eine 
gemeinsame Plattform für die unterschiedlichen Formate zu schaffen und somit die Bandbreite 
des Genres aufzuzeigen. 
In einem zweitägigen Symposium im Vorfeld des Festivals wird ein überregionales 
Kennenlernen ermöglicht. Die Vielfalt von Methoden und Formaten werden sicht- und hörbar 
gemacht, mit dem Ziel eine praxisbezogene Agenda zu formulieren.  
Denn heutzutage gibt es besonders im Bereich des zeitgenössischen Musiktheaters 
zahlreiche Vorstöße, eine hierarchielose, diskursi ve und kollektive Arbeitsmethode zu 
entwickeln. Die sich daraus ergebende strukturellen Herausforderung gilt es zu benennen, 
auszutauschen, zu sammeln und Lösungsansätze zu diskutieren.

Im Rahmen des Festivals wird es zudem Raum und Zeit geben für gegensei tigen lockeren 
Austausch bei Getränken und Snacks im Festivalzentrum Alte Feuerwache. Wichtig ist uns, 
das Festival nicht nur als Plattform für künstlerische Produktionen, sondern auch als wichtiger 
Netzwerk-Impuls für Künstler*innen und Fachpublikum zu nu tzen, und um den Dialog 
zwischen der Musiktheaterszene und dem Publikum zu fördern. Wichtig ist uns hierbei der 
immens wichtige Dialog der Künstler*innen untereinander, ebenso wie zwischen 
Künstler*innen und Publikum.  
 
URAUFFÜHRUNGEN 
  
Yiran Zhao (Komposition, Konzept) 
Ensemble Musikfabrik 
Daniel Gloger 
Heiße Quellen (AT) 
ca. 80 min, 2 Aufführungen 
          
Helena Cánovas i Parés (Komposition, Konzept) 
hand werk 
Stück über Erinnerung (AT) 
ca. 50 min, 3 Aufführungen 
  
Roman Pfeifer (Komposition, Konzept) 
mit Kammerelektronik 
To be quiet in a nonquiet situation 
3 Musiker*innen 
2 Tänzerinnen 
ca. 60 min, 2 Aufführungen 
  
  
  
SZENISCHE WERKE 
  
Carola Bauckholt (Komposition) 
Schlagquartett Köln 
hellhörig (2008 Münchner Biennale für Neues Musiktheater) 
für Sopran, Mezzosopran, Bariton, 3 Celli, Klavier und 4 Schlagzeuger 
55 min, 2 Vorstellungen 
  
  
Henrietta Horn (Konzept, Choreografie, Tanz) 
Frank Schulte (Komposition) 
Reinhard Hubert (Licht, Video) 
Kaiserkleider (2016 Essen) 
Solotanzperformance mit Klang- und Videokunst 
1 Vorstellung

Anna Konjetzky (Konzept, Choreografie) 
Sergej Maingardt (Komposition) 
Lighting (2013 Muffathalle München) 
für 10 Tänzer*innen und Zuspiel 
Kooperation mit 5 Kölner Tänzer*innen der HfMT angestrebt 
30 min, 2 Vorstellungen 
  
Ole Hübner (Komposition, Konzept) 
Lisa Danulat (Libretto) 
Ødipus REC (2020 Basel) 
60 min, 2 Vorstellungen 
       
Brigitta Muntendorf (Komposition, Konzept) 
Ensemble Garage 
iScreen YouScream (Stuttgart 2016/17) 
Social Media Oper 
70 min, 1 Vorstellung 
  
  
  
INSTALLATIVE WERKE 
  
Maria de Alvear (Komposition, Konzept) 
Im Kern 2 
Videoinstallation und Streichtrio 
Videoinstallation dauerhaft, ca. 20 min Musik, 6 Aufführungen 
  
Trond Reinholdtsen (Komposition, Video, Konzept) 
The Norwegian opra (deutsche Erstaufführung) 
3 Performer, Kooperation mit einem Kölner Ensemble 
12-stündige Film-Installation 
  
Margo Zalite (Regie, Konzept) 
No Emission 
Für 3 Wissenschaftler und Insekten 
Dauerperformance 
          
Manos Tsangaris 
         Von der Applausdusche zur Schlimmecke 
         Objekte 
         Installation

4. Netzwerk, Struktur und Team  
4.1 Kuratorinnen, künstlerische Leitung: Christina C. Messner und Sandra Reitmayer 
Die Komponistin, Violinistin und Performerin Christina C. Messner und die Theaterregisseurin 
Sandra Reitmayer sind, ausgehend von ihrem jeweiligen Genre, von jeher besonders an 
interdisziplinären Verknüpfungen interessiert und experimentieren damit, Grenzen tradierter 
Präsentationsformen aufzuweichen. Ihrer lang jährigen Erfahrung mit interdisziplinären 
Projekten, vor allem aber ihrer besonderen Affinität zum Musiktheater entspringt die Initiative, 
das Musiktheater im Kölner Raum nach vorne zu bringen, hierfür mit Kraft und Energie 
einzustehen und eine erste Ausgabe der „Tage für aktuelles Musiktheater Köln“ zu kuratieren. 
In der Zusammenarbeit profitieren die Musikerin und die Theaterregisseurin von ihrer 
unterschiedlichen Expertise und ihren verschiedenen Blickwinkeln ebenso, wie von ihren 
engen Kontakten in die Musik- bzw. Theaterszene. Die Verknüpfung der Künste beginnt 
bereits in der künstlerischen Leitung. Nicht zuletzt öffnet diese Kooperation den Blick auf die 
unterschiedlichen Förderstrukturen der Disziplinen. 
Christina Cordelia Messner wohnt und arbeitet a ls Komponistin und Violinistin in Köln. Sie 
absolvierte ihr Musikstudium in Würzburg mit Hauptfach Violine bei Prof. Max Speermann 
(Bartholdy-Quartett) und Wahlfach Komposition bei Prof. C. Wünsch. Messner beschäftigt 
sich seit vielen Jahren intensiv mit d er Verknüpfung unterschiedlicher Sparten und dem 
Erforschen interdisziplinärer Ansätze. Sie hat zahlreiche Projekte selbst entwickelt, produziert 
und organisiert und war häufig selbst als Performerin beteiligt. Seit 1994 werden die 
Kompositionen von Messner aufgeführt u.a. beim Festival Acht Brücken Köln, beim SPOR -
Festival in Aarhus Dänemark, in der Tonhalle Düsseldorf, beim opening -Festival Trier. Ihre 
Werke wurden präsentiert und vorgestellt im Deutschlandfunk (Atelier Neue Musik), WDR 3 
und SWR 2. Der S WR 2, DLF, NDR 2 und der BR sendeten 2013/2014 Marie T. Martins 
Hörspiel Fünfkind mit ihrer Musik. Ihre Arbeit wird gefördert unter anderem von der 
Kunststiftung NRW, dem Landesmusikrat NRW, Kultursekretariat NRW, ON Neue Musik Köln, 
Kulturämter Köln, Düsseldorf, Duisburg. 
Sandra Reitmayer, geboren 1985, studierte Regie an der Folkwang Universität der Künste in 
Essen. Seitdem arbeitet Sandra als freischaffende Regisseurin in Deutschland, Rumänien, 
China, Palästina und Luxemburg. 
Ihre Inszenierungen wurden mit dem Folkwangpreis und dem Kölner Theaterpreis 
ausgezeichnet. Sie ist Gründungsmitglied des Performancekollektivs undBorisundSteffi und 
Teil der Kölner Musiktheaterkompanie Paradeiser Productions. Reitmayer ist 2020 
Absolventin des Studiengangs „Kuratieren in den szenischen Künsten“ der Paris Lodron 
Universität in Salzburg. 
 
4.2 Träger, Geschäftsführung, Koordination: ON - Neue Musik Köln  
Daniel Mennicken und Helene Heuser 
ON - Neue Musik Köln ist Netzwerk, Veranstalter und Anlaufstelle für alle Belange der 
Zeitgenössischen Musik in Köln. Musiker*innen der Neuen Musik werden von ON bei der 
Umsetzung von Projekten mit ausgefallenen künstlerischen Ansätzen unterstützt und 
gleichzeitig erfahren die unterschiedlichen Akteure und Szenen zeitgenössischen 
Kunstschaffens eine Vernetzung, die weit über die Stadtgrenzen hinaus strahlt.

4.3 Produktionsleitung: littlebit, Produktionsbüro für zeitgenössische Kunst (Eva-
Maria Müller) 
littlebit hat sich auf die Durchführung, Organisation und  Gesamtleitung anspruchsvoller 
Projekte und Festivals im Bereich experimenteller, zeitgenössischer Kunst spezialisiert und 
hier durch langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit mit Festivals wie Wittener Tage für neue 
Kammermusik, Darmstädter Ferienkurse, 8 Brücken oder Ruhrtriennale weit über Köln hinaus 
längst einen Namen als kompetenten und hochprofessionellen Partner gemacht. 
4.4 Netzwerk - KIM: Kölner Initiative Musiktheater 
Unter dem Motto „Kooperation statt Konkurrenz“ haben einige Musiktheaterschaffend e 
(Christian Grammel, Ruth Schultz, PRASQUAL, Frauke Meyer, Sandra Reitmayer) im Jahr 
2019 ein Netzwerk für Musiktheaterschaffende der Freien Szene in Köln gegründet. In 
monatlichen Treffen findet gegenseitiger Austausch statt. Hierbei spielt neben Networking das 
professionelle Feedback zu veröffentlichten Projekten eine ebenso zentrale Rolle wie die 
Vorstellung von Arbeitsständen. Motivation, Inspiration, Hilfestellung aber auch kritische 
Nachfragen der Kolleg*innen führen zu einer Form der Kräftebündelung  in der Freien 
Musiktheaterszene Kölns.

Beratungsverlauf (2)

10.03.2020 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 4.12 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
23.03.2020 Finanzausschuss
TOP 10.33 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0469/2020
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
02.03.2020
Erstellt
11.02.2020 13:22