V/0995/2006
Erweiterung des Beratungsangebotes des Informationsbüros Pflege
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Erweiterung des Beratungsangebotes des Informationsbüros Pflege
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Helga Hitze Münster, den 18.08.2006 Sachkundige Einwohnerin im Kartwinkel 64 Ausschuss für Soziales, 48163 Münster Gesundheit und Arbeitsförderung Tel. 02 51-7145 76 Stadt Münster I Wi km zo Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, ” LIAUb, 2006 Gesundheit und Arbeitsförderung Herrn Josef Messing 48127 Münster Seniorenvertretung Münster „Arbeitskreis Soziales“ 48127 Münster - zur Kenntnis Sehr geehrter Herr Messing, hiermit bitte ich Sie, den nachfolgenden Antrag zur Beratung in der nächsten Aus- schusssitzung auf die Tagesordnung zu setzen. Antrag Erweiterung des Beratungsangebotes des Informationsbüros Pflege Der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung möge beschließen, sich für die Erweiterung des „Beratungsangebotes zu Pflegefragen“ dahingehend auszu- sprechen, dass die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle Hausbesuche durchführen können. Begründung Das „Informationsbüro Pflege — Beratung zu Pflegefragen“ berät pflegebedürftige Men- schen und/oder ihre Angehörigen telefonisch oder persönlich in hervorragender Weise. Von Ratsuchenden wird es aber sehr bedauert, dass bei einer Verschlechterung ihrer gesundheitlichen Situation ein Hausbesuch der Ihnen vertrauten Mitarbeiterinnen des Pflegebüros nicht möglich ist. Wale \oru Helga Hitze
Berichtsvorlage
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V/0995/2006 DER OBERBÜRGERMEISTER Sozialamt Betrifft Erweiterung des Beratungsangebotes des Informationsbüros Pflege Antrag von Frau Helga Hitze (beratendes Mitglied im Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung) vom 26.09.2006 Beratungsfolge 05.12.2006 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Bericht Bericht: 1. Anlass der Berichterstattung Mit ihrem, im Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung am 26.09.2006 einge- brachten, Antrag vom 18.08.2006 regt Frau Hitze an, im Rahmen der Pflegeberatung durch das Informationsbüro Pflege auch aufsuchende Beratung (Hausbesuche) anzubieten. Zur Begrün- dung verweist der Antrag insbesondere auf Aussagen ratsuchender Bürgerinnen und Bürger, die sich bei einer Verschlechterung ihrer gesundheitlichen Situation über die telefonischen und per- sönlichen Beratungsangebote hinaus auch die Möglichkeit eines Hausbesuchs im Rahmen der Beratung zu Pflegefragen wünschten. 2. Pflegeberatung des Informationsbüros Pflege Nach § 4 Landespflegegesetz Nordrhein-Westfalen (PfG NW) sind Pflegebedürftige, von Pflege- bedürftigkeit Bedrohte und ihre Angehörigen trägerunabhängig zu beraten und über die erforder- lichen ambulanten, teilstationären, vollstationären und komplementären Hilfen zu informieren. Die Beratung soll im Zusammenwirken von Kommunen, Pflegekassen und den anderen an der pfle- gerischen Versorgung Beteiligten erfolgen. Bereits seit 1993 bietet das Informationsbüro Pflege im Sozialamt der Stadt Münster als zentrale Anlaufstelle Beratung zu Pflegefragen an. Nachdem die Konzeption des Informationsbüros Pfle- ge im Zusammenhang des Bundesmodellprogramms „Entwicklung des kommunalen Verbund- systems pflegerischer Einrichtungen und Dienste“ entwickelt und praktisch erprobt worden war, ging das Informationsbüro am 01.07.1995 in städtische Trägerschaft über. Zeitgleich wurde die- ser Service ergänzt durch die Wohnberatung/Wohnraumanpassung. Seit 1997 berät ferner die Vorlagen-Nr.: V/0995/2006 Auskunft erteilt: Herr Schulze auf´m Hofe Ruf: 492 50 25 E-Mail: SchulzeaufmHofe@stadt-muenster.de Datum: 22.11.2006 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0995/2006 Wohnberatung/Hilfen beim Umzug des Amtes für Wohnungswesen im Verbund mit dem Informa- tionsbüro Pflege. Wesentliche Zielsetzung der Beratungstätigkeit ist es, den längstmöglichen Verbleib Pflegebedürftiger und von Pflegebedürftigkeit Bedrohter in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung zu ermöglichen. Als zentrale Anlaufstelle in Münster für hilfe- und pflegebedürftige Personen und deren Angehöri- ge bietet das Informationsbüro Pflege einen umfassenden Gesamtüberblick über die Angebots- landschaft im Sektor Pflege zur Erstorientierung und als Informationspool ständig aktualisierter Daten des örtlichen Pflegemarktes. Die Bündelung, Aktualisierung und Vermittlung aller relevan- ten Informationen zu Fragen der Pflegebedürftigkeit und der pflegerischen Versorgung bilden dabei die Grundlage für die Beratungs- und Koordinierungstätigkeit, die Träger von Diensten und Einrichtungen ebenso in Anspruch nehmen können wie Kranken- und Pflegekassen sowie die städtischen Dienststellen im Aufgabenbereich Pf lege. Im Rahmen der Kapazitätenkoordinierung werden in einem laufend weiterentwickelten Auskunftsverfahren in den Bereichen ambulante Angebote, Tages-, Kurzzeitpflege und vollstationäre Pflege, Angaben über freie Plätze bzw. Res- sourcen für Ratsuchende zur Verfügung gestellt. Im Vordergrund steht die Weitergabe der Kon- taktinformationen, eine direkte Vermittlung an Pflegedienste oder Anbietern komplementärer Hil- fen findet nicht statt. Die trägerunabhängige (d. h. anbieterneutrale) Beratung zur Sicherung der freien Angebotsauswahl Pflegebedürftiger und ihrer Angehörigen, gehören zu den zentralen Be- ratungsgrundsätzen des Informationsbüros. Öffentlichkeitsarbeit in Form von Presseartikeln, In- foständen, Teilnahme in Fachgremien, Fach- und Sonderveranstaltungen z. T. in Kooperation mit anderen in der Pflege Beteiligter führen zu einer fortwährenden aktuellen Bekanntgabe des An- gebotes und sichern den fachlichen Austausch, z. B. mit Blick auf neue gesetzliche Vorgaben und Regelungen. Darüber hinaus dient die jährlich erstellte Dokumentation des Informationsbü- ros dazu, aktuelle Trends und Entwicklungen, Über- und Fehlversorgungstendenzen in der Pfle- ge aufzubereiten und darzustellen. Mit 2,5 Stellen Pflegeberatung und 12 Wochenstunden Sekretariatskraft stehen den Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen der offenen Sprechzeit 20 Stunden pro Woche, bei Präsenzpflicht min- destens einer Mitarbeiterin, zu folgenden Zeiten persönlich zur Verfügung: Montag bis Freitag 10 – 13 Uhr Montag 14 – 16 Uhr Donnerstag 15 – 18 Uhr Darüber hinaus sind die Mitarbeiterinnen während der Servicezeiten telefonisch erreichbar. Bis- her wurde mit dem Hinweis auf die konkrete Aufgabenstellung des Informationsbüros mit Blick auf Nachfragen Ratsuchender (Überblick über pflegerische Angebote herstellen und Orientierung ermöglichen, Informationen über aktuelle freie pflegerische Kapazitäten bereitstellen), die insbe- sondere nicht individuelle Begleitung mit dem Zi el aktiver Vermittlung eines konkreten pflegeri- schen Angebotes im Einzelfall umfasst, mit Hinw eis auf andere Dienste, die im Aufgabenzusam- menhang Pflege auch aufsuchend tätig werden (z. B. Kommunaler Sozialer Dienst), verzichtet. Wird im Rahmen einer Beratung die Notwendigkeit einer direkten Hilfestellung festgestellt, wei- sen die Mitarbeiterinnen der Pflegeberatung auf das Schwerpunktsachgebiet Soziales und Ge- sundheit des Kommunalen Sozialen Dienstes im Amt für Kinder, Jugendliche und Familien hin. Angesichts ihrer spezifischen Aufgaben der Wohnberatung und der Fachstelle Hilfen beim Um- zug liegt für diese Angebote das Erfordernis, in der Regel auch Hausbesuche durchzuführen, dagegen auf der Hand. Auf der anderen Seite kann der generelle Verzicht auf Hausbesuche auch dazu führen, dass für die persönliche oder telefonische Beratung in Pflegefragen möglicherweise wichtige Einzelheiten der konkreten Lebenssituation eines auf Pflege angewiesenen Menschen ausgeblendet bleiben. Zumal unter den Ratsuchenden, die eine persönliche Beratung nachfragen, bilden Angehörige und andere Bezugspersonen, die das Informationsbüro ohne ihre(n) pflegebedürftige(n) Angehö- rige(n) aufsuchen, einen vergleichsweise großen Anteil; sie können den Mitarbeiterinnen der 3 V/0995/2006 Pflegeberatung jedoch nur ihr eigenes Situationsbild vermitteln, nicht jedoch die Situation selbst detailgetreu wiedergeben. 3. Beratungsangebot ab 01.01.2007 Das Spektru m der Beratungstätigkeit führt durch einen an Differenzierung zunehmenden Pflege- markt zu einem Anstieg der Wiederholungsberatungen im Informationsbüro Pflege. Auch die Be- ratungsinhalte entwickeln sich zunehmend detaillierter und differenzierter. In diesem Zusammen- hang bietet ein Hausbesuch mit direktem Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern einen besse- ren Einblick in die Bedürfnislage und das soziale Umfeld. Vor dem Hintergrund des Kennenler- nens der konkreten Lebens- und Wohnsituation ermöglichen Hausbesuche eine zielgerechte Beratung. Darüber hinaus können stark mobilitätseingeschränkte Bürgerinnen und Bürger, die bisher keine Möglichkeit hatten, dass Informationsbüro Pflege persönlich aufzusuchen, zukünftig die Pflegeberatung in Anspruch nehmen. Ab dem 01.01.2007 wird die Pflegeberatung für eine Laufzeit von zunächst einem Jahr auch Hausbesuche anbieten, die Beratung des Informationsbüros Pflege insoweit also erweitern. Die- ses Angebot wird vorerst als Ergänzung des Dienstleistungsangebotes des Informationsbüros Pflege zu betrachten sein. Vor diesem Hintergrund stehen optional an einem Vormittag bzw. ei- nem Nachmittag in der Woche Ressourcen für Hausbesuche zur Verfügung. Die aufsuchende Tätigkeit wird weiterhin trägerunabhängig und neutral erfolgen, eine direkte Vermittlung von Hil- fen findet nicht statt. Bei sich abzeichnendem weitergehendem Bedarf bzw. Notwendigkeit einer direkten Hilfestellung wird, wie bisher, auf das Schwerpunktsachgebiet Gesundheit/Soziales des Kommunalen Sozialen Dienstes verwiesen. 4. Fazit und weiteres Verfahren Im Rahmen der Erprobungsphase vom 01.01.2007 bis zum 31.12.2007 wird das Angebot von Hausbesuchen der Pflegeberatung auf seine Praxistauglichkeit erprobt und dokumentiert. Die Verwaltung wird im 1. Quartal 2008 den Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförde- rung sowie die Pflegekonferenz über den Verlauf der einjährigen Erprobungsphase informieren. In Vertretung gez. Dr. Heinrichs Stadtrat
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (1)
- Kartwinkel 64
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0995/2006
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 22.11.2006
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37