KRS 7/2025
Allgemeine Situation des Grundwassers im Regierungsbezirk Köln aus Sicht der WRRL
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Sitzungsvorlage KRS (Allgemeine Situation des Grundwassers im Regierungsbezirk Köln aus Sicht der WRRL)
3169 Zeichen
Seite 1 von 2 Sitzungsvorlage KRS - öffentlich - KRS 7/2025 Dezernat Regionalplanung, Braunkohlenplanung, Geschäftsstelle Ansprechperson Jürgen Schuiszill Telefon 0221-147-4600 BEZIRKSREGIERUNG Köln Datum 20.02.2025 Beratungsfolge Termin TOP Beratungsaktion Kommission für Regionalplanung und Struktur- fragen 07.03.2025 8. zur Kenntnis TOP: Allgemeine Situation des Grundwassers im Regierungsbezirk Köln aus Sicht der WRRL Beschlussvorschlag: Die KRS nimmt den Bericht zur Kenntnis. Erläuterungen: Die Grundwasserkörper im Festgestein (Eifel und Bergisches Land) sind überwiegend in gutem Zustand, sowohl was Menge als auch Qualität angeht. In der Niederrheinischen Bucht hingegen, gibt es mehrere Belastungsquellen, die einen spürbaren tlw. erheblichen Einfluss auf das Grundwasser haben: a) Aufgrund der intensiveren landwirtschaftlichen Nutzung ergeben sich in mehreren Regio- nen Überschreitungen des Parameters Nitrat (vereinzelt treten auch Pflanzenschutzmittel auf). Durch die novellierten Düngeverordnung ergibt seit einiger Zeit eine verpflichtend re- duzierte Nährstoffaufgabe, damit die Nitratwerte im Grundwasser im Laufe der Zeit sinken. b) Aufgrund der Bergbautätigkeit im Rheinischen Revier ergeben sich zahlreiche Grundwas- serkörper, die aufgrund der bergbaulichen Sümpfungsmaßnahmen in mengenmäßig und chemischen schlechtem Zustand sind. Es gibt entsprechenden Kompensationsmaßnahme (z.B. Stützung von Gewässern und Feuchtgebieten, Ersatzwasserlieferungen) und Maß- nahme nach WRRL, die im Hintergrundpapier Braunkohle definiert sind. In diesem Hinter- grundpapier sind minderschwere Umweltziele für den Einflussbereich der Braunkohlesümp- fung festgelegt. c) Aufgrund der Bergbautätigkeit im Rheinischen Revier ergibt sich zudem die Situation, dass im Zuge des Grundwasserwiederanstiegs im Laufe der nächsten Jahrzehnte eine Sulfat- fahne aus den Abraumkippen der Braunkohletagebaue ausgetragen werden wird. Dies be- einflusst in bestimmten Bereichen entsprechend die Nutzungsmöglichkeiten für das Grund- wasser und hat zur Folge, dass einige Wasserwerke, insbes. in der Erftscholle, nicht mehr genutzt werden können. Für die Verlagerung dieser Wassergewinnungsanlagen existiert der Entwurf eines Konzepts des Erftverbands, das vorsieht, dass das Wasserwerk Dirmerz- heim die entfallenden Mengen kompensieren soll; das Konzept wird derzeit an die aktuelle Datenlage angepasst. Da die Fragestellung offensichtlich im Zusammenhang mit der Neuaufstellung des Regionalplans aufgeworfen wurde: Sitzungsvorlage KRS KRS 7/2025 Seite 2 von 2 Einen direkten Einfluss auf die Erstellung des Regionalplanes kann nur an einer Stelle erkannt werden: Es ist essentiell für die regionale Wasserversorgung, dass das Einzugsgebiet des Was- serwerks Dirmerzheim einem besonderen Schutz unterliegt. Zusätzliche Risiken für diese für die Wasserversorgung so wichtige Gewinnungsanlage sollten unbedingt verhindert werden. Insbeson- dere zusätzliche Deponieflächen und zusätzliche Schwerindustrie / Chemische Industrie und ähnli- ches sollten im (zukünftigen) Einzugsbiet Dirmerzheim ausgeschlossen werden.
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- KRS 7/2025
- Typ
- Sitzungsvorlage KRS
- Datum
- 07.03.2025
- Erstellt
- 20.02.2025 15:17