1526/2018
Gründung "Obstwiesen-Kommission Köln
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/67/671 Vorlagen-Nummer 18.05.2018 1526/2018 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für Umwelt und Grün 29.05.2018 Gründung "Obstwiesen-Kommission Köln In der Stadt Köln gibt es eine Vielzahl von Obstwiesen, Obstbaumreihen und Obstbaumpflanzungen in öffentlichen Grünanlagen. Obstwiesen haben als Teil der Kulturlandschaft eine hohe ökologische Bedeutung und bilden einen Beitrag für das Konzept „Essbare Stadt Köln“. Trotz ihrer Bedeutung muss festgestellt werden, dass sich ein Großteil der Obstwiesen in einem nicht vertretbaren Pflege- zustand darstellt. Aus diesem Grunde hat das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen in einem ersten Schritt Obstbestände flächenmäßig erfasst und insbesondere die im städtischen Besitz befind- lichen Flächen in einem Kataster dokumentiert. Ziel dieser Kartierung war die Erarbeitung eines Kon- zeptes zum Erhalt und zur Pflege der Obstbestände. Vor diesem Hintergrund hat das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen folgende Institutionen, Gruppierungen und Naturschutzverbände zu einem „Obst-Gipfel“ am 12.01.2018 und am 27.04.2018 eingeladen: 1. Bergischer Streuobstwiesenverein e.V. 2. Bildungsprojekt Honig Connection - Kölner Imkerverein von 1882 e.V. 3. Ernährungsrat Köln 4. Förderverein Freiluga e.V. 5. Klimapark - Netzwerk e.V. 6. Landwirtschaftskammer NW 7. NABU | Stadtverband Köln e.V. 8. Naturschutzstation Leverkusen - Köln e.V. 9. Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 10. Diverse Obst-Experten 11. Stadt Köln - Umwelt- und Verbraucherschutzamt Die Diskussion bei den beiden Terminen zum „Obst-Gipfel“ war sehr angeregt und sehr konstruktiv. Als Ergebnis wurden die ersten Bausteine eines künftigen Konzeptes erarbeitet: 1. Erfassung des Bestandes an Obstbaumflächen auf Kölner Stadtgebiet: Insgesamt 92 städtische Flächen. 2. Einteilung in: a. Obstwiesen (31) b. Obstweiden und Obstbaumreihen (29) c. Brachen mit Obstgehölzen und Obstbäume in öff. Grünanlagen (32) 3. Erfassung des Inventars der Obstwiesen 2 Vor allem ältere Obstbaumbestände weisen zum Teil seltene und alte Obstsorten auf, die in ihrem Umfang nicht erfasst und bekannt sind. Sie bedürfen unter Umständen einer besonde- ren Pflege, daher erfolgt ab 2018 eine Erfassung und Bewertung der Arten und Sorten, die 2018 mit 6 ausgewählten Obstwiesen beginnen und dann sukzessive fortgeführt werden soll. 4. Erarbeitung von Pflegekonzepten für die o.g. 31 Obstwiesen. Von den 31 Obstwiesen werden zurzeit 12 Obstwiesen von Vereinen, Gruppierungen oder Na- turschutzverbänden im Rahmen einer Patenschaft betreut. Für die verbleibenden 19 Obstwiesen hat sich die Biologische Station Leverkusen/Köln bereit erklärt die Patenschaft zu übernehmen. Auf dieser Grundlage sollen zunächst für alle Obstwiesen mit den Paten, dem Amt für Umwelt und Verbraucherschutz und dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen Pflegekonzepte erstellt werden. Ziel dieses Konzeptes ist der Erhalt der ökologischen Wertigkeit der Obstwie- sen. Vertreter der beiden Ämter und der Paten werden hierzu einen Arbeitskreis bilden. Die Teilnehmer des o.g. „Obst-Gipfels“ haben diese konzeptionelle Vorgehensweise sehr begrüßt, aber auch darauf hingewiesen, dass ein weiterer Austausch in Hinblick auf die ökologische Wertigkeit der Obstbestände und einem weitergehenden Nutzungsaspekt erforderlich ist. Aus diesem Grunde haben sie sich zu einer „Obstwiesen-Kommission Köln“ zusammengeschlossen. Gez. Blome
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1526/2018
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 18.05.2018
- Erstellt
- 08.05.2018 10:10