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2358/2017

Beschlussvorlage für die Weiterentwicklung; Der städtebauliche Masterplan für die Innenstadt Köln

Beschlussvorlage Ausschuss 05.12.2017

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Nächste Beratung: Stadtentwicklungsausschuss, Sitzung am 14.12.2017, TOP 4.1.1

Beschlussvorlage Ausschuss

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ANLAGE 1

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ANLAGE 2

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Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

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Beschlussvorlage Ausschuss

8004 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VI/61/1 
61/0 Hock Az 
Vorlagen-Nummer 
 2358/2017 
Freigabedatum 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Der städtebauliche Masterplan für die Innenstadt Köln 
hier: Beschlussvorlage für die Weiterentwicklung 
Beschlussorgan 
Stadtentwicklungsausschuss 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
1. Die Verwaltung wird damit beauftragt, den städtebaulichen Masterplan Innenstadt weiter zu 
entwickeln. Mit dem Ziel, eine zusätzliche Maßstabsebene zu ergänzen, werden in einem ers-
ten Schritt die beiden Lupenräume Komödienstraße sowie Umfeld Westdeutscher Rundfunk 
und Museum für Angewandte Kunst Köln als Testräume bearbeitet (siehe Anlage 1). 
2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Lenkungsgruppe mit den strukturellen Änderungen inner-
halb der Verwaltung sowie aktuellen Entwicklungen in der Planung abzugleichen und die zu-
künftige Ausrichtung der Lenkungsgruppe nach Bedarf anzupassen. 
3. Entsprechend der Beschlusspunkte 1 bis 2 wird die Verwaltung einen geeigneten Verfahrens-
vorschlag zur Weiterentwicklung des Masterplans erarbeiten und den zuständigen Ausschüs-
sen mit Zeit- und Kostenplanung vorlegen (siehe Anlage 2). 
 
 
Alternative: keine 
 
 
Stadtentwicklungsausschuss                                              ohne Votum verwiesen 21.09.2017 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)                                         ungeändert empfohlen 19.10.2017 
Stadtentwicklungsausschuss                                                            zurückgestellt 09.11.2017 
Stadtentwicklungsausschuss 14.12.2017 
NEUFASSUNG

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 
Begründung: 
Der städtebauliche Masterplan für die Innenstadt von Köln wurde im Jahr 2008 durch den Verein Un-
ternehmer für die Region Köln e.V. beauftragt und in einem dialogischen Prozess gemeinsam mit 
Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft erarbeitet. 
Als informelles Planungsinstrument formuliert er Stadtentwicklungspotentiale sowie stadträumliche 
Qualitäten/Alleinstellungsmerkmale und dient durch seine strategische Zielformulierung als Kommu-
nikationsgrundlage zwischen den an der Planung beteiligten Akteuren. Der Rat der Stadt Köln hat in 
seiner Sitzung am 05. Mai 2009 diesen Masterplan angenommen und ihn als grundsätzliche Hand-
lungsempfehlung und strategische Zielausrichtung für die zukünftige Entwicklung der Innenstadt be-
schlossen.  
Darüber hinaus wurde beschlossen, zur Sicherung der Qualität bei der Umsetzung des Planwerks 
eine begleitende Lenkungsgruppe einzurichten und die im Rahmen der Erarbeitung erzielte Transpa-
renz des Prozesses in geeigneter Form fortzuführen.  
Weiterer Bestandteil des Beschlusses ist es, dass der Plan zu Beginn einer jeden Ratsperiode mit 
einer Evaluierung der vergangenen Periode und Vorschlägen zu modifizierenden Veränderungen neu 
zur Beschlussfassung vorgelegt wird. So soll die Kontinuität der Planung und die Sicherung ihrer ver-
bindlichen Ziele unter Berücksichtigung notwendiger Veränderungen gewahrt werden.  
Lupenräume 
Um diesem Auftrag nachzukommen hat die Lenkungsgruppe Masterplan 2015/2016 in Anknüpfung 
an die neue Ratszusammensetzung Workshops durchgeführt, mit dem Ziel sowohl eine Zusammen-
schau des Erreichten aufzuzeigen, als auch einen Ausblick auf die Form der Fortsetzung des Master-
plans zu liefern. Die Kernfrage lautete hierbei, auf welche Art der Masterplan fortgeschrieben werden 
muss, um auch weiterhin als wirkungsvolles Planungsinstrument Grundlage für die städtebauliche 
Entwicklung in der Innenstadt zu sein. Im Mittelpunkt der Diskussion stand in diesem Zusammenhang 
die Ergänzung einer weiteren Maßstabsebene, dessen Bedarf im Zuge der bisherigen Umsetzung 
zunehmend deutlich geworden war.  
Mit dem Ziel einer stadträumlichen Aufwertung wurden daraufhin vergleichsweise kleinteilige Orte und 
Raumabfolgen definiert, so genannte Lupenräume, die vor dem Hintergrund funktionaler sowie ge-
stalterischer Fragestellungen vertiefend behandelt werden sollen. Als sinnvolle erste Lupenräume 
wurden die Via Culturalis, der Bereich rund um den Westdeutschen Rundfunk und dem Museum für 
Angewandte Kunst Köln, die Komödienstraße sowie die Ehrenstraße identifiziert. Die Via Culturalis 
wird zurzeit bereits im Rahmen des Bundesförderprogramms "Nationale Projekte des Städtebaus" 
bearbeitet und bereits umgesetzt. Aufgrund aktueller Planungs- und Baumaßnahmen im Bereich 
WDR/MAKK sowie der Komödienstraße ist es sinnvoll, in einem nächsten Schritt diese beiden Lupen-
räume als erste Testbereiche weiter zu untersuchen. 
Die Bearbeitung wird inhaltlich in folgende zwei Bausteine gegliedert: Der erste Baustein Dialog 
knüpft an den hohen Standard der Planungskultur an, der im Rahmen der Erarbeitung des Master-
plans gesetzt wurde und dessen Fortführung durch den Rat am 5. Mai 2009 beschlossen wurde. Ne-
ben Themen der Öffentlichkeitsarbeit ist die Moderation des Qualifizierungsprozesses ebenfalls Be-
standteil. Darüber hinaus stellt die Beteiligung von privaten Akteuren einen weiteren Schwerpunkt 
dar, wodurch der kooperative Ansatz des städtebaulichen Masterplans für die Innenstadt Köln fortge-
schrieben wird und auf die ursprüngliche Finanzierung durch die Privatwirtschaft Bezug genommen

3 
wird. Der zweite Baustein Planung besteht aus dem stadträumlichen Entwurf, der auf konzeptioneller 
Ebene schlüssig von der Systematik des Masterplans und den formulierten Interventionsräumen ab-
zuleiten ist. 
Die Lenkungsgruppe 
Gemäß Ratsbeschluss vom 5. Mai 2009 wurde die Lenkungsgruppe mit einem vierteljährlichen Ta-
gungsturnus eingerichtet. In Form des Begleitgremiums ist sie zudem fester Bestandteil verschiede-
ner Planungsverfahren, wie beispielsweise dem Mülheimer Süden, der Parkstadt Süd oder dem 
Deutzer Hafen, woraufhin der regelmäßige Tagungsturnus auf zweimal jährlich angepasst wurde. Im 
Zusammenhang mit den o.g. Planungsverfahren sind zudem die umfangreichen Beteiligungsformate 
zu nennen, welche als Fortschreibung des Formats der Innenstadtforen hinsichtlich Transparenz und 
Dialog mit der Stadtgesellschaft neue Standards gesetzt haben. 
Im Rahmen der Workshop-Reihe zur Weiterentwicklung des Masterplans konnte die Lenkungsgruppe 
Aufschluss darüber erlangen, welche Impulse durch den Masterplan in den letzten sechs Jahren ge-
setzt werden konnten und wie die Stadtreparatur in der Innenstadt von Köln voranschreitet. Mit der 
Herausbildung der Lupenräume ist die Grundlage für ein Umsetzungsprogramm der kommenden Jah-
re geschaffen, um die Kontinuität der Planung und die Verbindlichkeit vereinbarter Ziele zu sichern. 
Dieses Ergebnis wurde in Form einer Broschüre zusammengefasst (s. Anlage1).  
Dem Auftrag der beschlossenen fortlaufenden Bewertung nachkommend, lässt sich insgesamt fest-
halten, dass sich das Instrument der Lenkungsgruppe als wirkungsvoll erwiesen hat. Dennoch ist es 
aufgrund struktureller Veränderungen innerhalb der Stadtverwaltung sowie im Zusammenhang mit 
aktuellen Stadtentwicklungsthemen sinnvoll, die Lenkungsgruppe zu untersuchen und hinsichtlich 
ihrer zukünftigen Ausrichtung zu modifizieren.  
Der Masterplan 
Seit 2008 hat sich der Masterplan für die Innenstadt von Köln als Kommunikationsinstrument und 
"Regiebuch" für die städtebauliche Entwicklung" verstetigt. Rund 30 Maßnahmen befinden sich aktu-
ell in der Umsetzung oder Planung, einige Projekte sind bereits realisiert, wie beispielsweise die Neu-
gestaltung des Ottoplatzes und des L.-Fritz-Gruber-Platzes, der Rheinboulevard oder die Umgestal-
tung der östlichen Domumgebung. 
Durch die Implementierung der Lupenräume soll der Masterplan zukünftig nicht nur als Steuerungs- 
und Kommunikationsinstrument genutzt werden sondern auch als Umsetzungsinstrument gestärkt 
werden. Durch die Unterstützung von projektbezogenen Qualifizierungsprozessen haben sich Quali-
tätsstandards entwickelt, die es über die vorgeschlagenen Testräume / Lupenräume in den kommen-
den Jahren zu verstetigen gilt (siehe Anlage 2).

ANLAGE 1

24173 Zeichen

Dezernat für Stadtentwicklung, Planen, Bauen und 
Verkehr
EVALUIERUNG UND VORSCHLAG ZUR WEITERENTWICKLUNG 
STÄDTEBAULICHER MASTERPLAN INNENSTADT KÖLN

Die Oberbürgermeisterin
Dezernat für Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr
Seite 2
August 2016
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat für Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr
Stadtplanungsamt
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln
www.stadt.koeln
Kontakt / Impressum
Layout / Grafik / Texte
Albert Speer & Partner GmbH 
Architekten, Planer
Hedderichstraße 108-110
60596 Frankfurt am Main
www.as-p.de

Die Oberbürgermeisterin
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Seite 3
GRAPHISCHE ÜBERSICHT ZUM STAND DER UMSETZUNG DES MASTERPLANS INNENSTADT KÖLN  (STAND: APRIL 2016)
Der Städtebauliche Masterplan für die Innenstadt von Köln aus dem Jahr 2008 hat sich als „Regiebuch der städ-
tebaulichen Entwicklung“ verstetigt. Circa 30 Projekte sind mittlerweile auf den Weg gebracht und stehen teilweise 
vor der Realisierung. 
Das vorliegende Booklet beschreibt ein zukünftiges Vorgehen zur Aufwertung identitätsstiftender Stadträume und 
Orte in der Kölner Innenstadt. Dieses leitet sich schlüssig aus dem Planwerk des Masterplans ab und ist auf die 
kommenden Jahre ausgerichtet. Am Beispiel des Interventionsraumes Kernzone werden Orte und Gelegenheiten 
identifiziert sowie erste Maßnahmen beschrieben, die zu einer Verbesserung des Stadtbildes führen können. Dabei 
handelt es sich um eine erste Empfehlung der Lenkungsgruppe. Es ist davon auszugehen, dass sich bei vertiefen-
der Betrachtung ein breiteres Spektrum an sogenannten „Lupenräumen“ ergeben wird, das sowohl innerhalb der 
Kernzone als auch in anderen Interventionsräumen liegen kann. 
STAND DER UMSETZUNG

Die Oberbürgermeisterin
Dezernat für Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr
Seite 4
STRATEGIE ZUR FORTSCHREIBUNG DES KONZEPTES VON 2008
Derzeit zeigt sich ein wachsender Bedarf an vertiefenden Untersuchungen zu speziellen und vergleichsweise klein-
teilig definierten Orten, die im groben Suchraster bzw. Maßstab des Masterplans nicht wahr- bzw. aufgenommen 
werden konnten. Die bisher beschrittenen Maßstabsebenen des Masterplans vom Bezirk Innenstadt, über die Inter-
ventionsräume (1:10.000), bis zu den Vertiefungsbereichen (1:2.500) sowie Leitprojekten / Testentwürfen (1:1.000) 
könnten nach Empfehlung der Lenkungsgruppe sinnvoll um die Ebene der Lupenräume im Maßstab 1:500+ 
erweitert werden. In Ergänzung zur bisherigen räumlich-strategischen Ausrichtung der Masterplanung würde der 
zentrale Gegenstand der Fortschreibung in der städtebaulichen, d.h. funktional-gestalterischen Betrachtung eines 
Systems von Lupenräumen bestehen. Die genaue Anzahl und Lage dieser Räume gilt es in weiteren Bearbeitungs-
schritten zu klären. Verkehrliche und freiraumgestalterische Fragen sollen wie bisher simultan und interdisziplinär 
mitbehandelt werden.  
1. EBENE
 3. EBENE
EBENEN DES MASTERPLANS (2008)
2. EBENE
ZUKÜNFTIGES VORGEHEN AM BEISPIEL INTERVENTIONSRAUM KERNZONE
MASTERPLAN MIT INTERVENTIONSRÄUMEN (M 1:10.000) VERTIEFUNGSBEREICHE (M 1:2.500) LEITPROJEKTE / TESTENTWÜRFE (M 1:1.000)
INTERVENTIONSRAUM KERNZONE MIT VERTIEFUNGS-
BEREICHEN UND LEITPROJEKTEN (2008)
KERNZONE UND MÖGLICHE LUPENRÄUME 
(VORSCHLAG LENKUNGSGRUPPE 2016)
MÖGLICHER LUPENRAUM IM MASSSTAB 1:500
(VORSCHLAG LENKUNGSGRUPPE 2016)

Die Oberbürgermeisterin
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Seite 5
INTERVENTIONSRAUM KERNZONE UND MÖGLICHE LUPENRÄUME
STADTRAUM RHEIN RINGE INNERER GRÜNGÜRTEL NORD-SÜD-FAHRT OST-WEST-ACHSE KERNZONE RECHTE RHEINSEITE
Verschiedene, unter dem Begriff „Lupenräume“ ausgewählte Areale der linksrheinischen Innenstadt innerhalb des 
Interventionsraums Kernzone wurden gemeinsam mit der Lenkungsgruppe einer ersten Inaugenscheinnahme 
unterzogen. Ziel war es, stegreifartig und exemplarisch den erforderlichen Handlungsbedarf zu erkunden und zu 
definieren, Entwicklungspotenziale auszuloten und zu beschreiben. Ein erster T
 est konzentrierte sich auf vier Are-
ale, die im folgenden vorgestellt werden. Diese Lupenräume sind zugleich Abschnitte historischer, kultureller und 
touristischer Routen sowie innerstädtischer Einkaufsrundgänge. Sie liegen teilweise im Umgriff weiterer Interventi-
onsräume oder tangieren diese. Im Zuge der Entwicklung der Kernzone könnten diese Lupenräume in Bezug auf 
gestalterische und funktionale Qualität künftig als Referenzstrecken wirken. Die Ergebnisse der Workshops der 
Lenkungsgruppe belegen sowohl den hohen Handlungsbedarf im Bereich dieser Räume als auch die jeweiligen 
Potenziale für Verbesserung und Innovation. 
Lupe 3: Komödienstraße
Lupe 2: WDR / MAKK 
/ Appellhofplatz
Lupe 4: Ehrenstraße
Lupe 1: Via Culturalis
EINBINDUNG SYSTEMATIK STRASSENBAUMKONZEPT
DIE 7 INTERVENTIONSRÄUME DES MASTERPLANS
KERNZONE UND LUPENRÄUME 1-4
EINBINDUNG SYSTEMATIK INNENSTADTRUNDGÄNGE
EINBINDUNG DER LUPENRÄUME IN DIE KERNZONE

Die Oberbürgermeisterin
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Seite 6
LUPENRAUM 1: VIA CULTURALIS
Der Lupenraum „Via Culturalis“ betrifft den bedeutsamen innerstädtischen Kulturpfad und seine direkte Umgebung. 
Zwischen dem Kölner Dom im Norden und der markanten romanischen Kirche St. Maria im Kapitol im Süden 
spannt sich ein Stadtquartier auf, das in seiner Bedeutung für die Kölner Stadtgeschichte und in seiner Dichte an 
bemerkenswerten Kulturbausteinen einzigartig ist. Dom, romanische Kirchen, Philharmonie, Museen und das Rat-
haus sind die baulichen Koordinaten. Wichtigste Klammer ist der öffentliche Raum, für den sich der Begriff der „Via 
Culturalis“ eingeprägt hat. Im heutigen Zustand weist dieser Stadtraum jedoch zahlreiche Defizite auf, die seiner 
Bedeutung nicht gerecht werden. Das schmale Stadtraumprofil leidet an einer Überbelegung durch Beschilderung 
und Möblierung. Die Gestaltung der Oberflächen ist nicht einheitlich und zum T
 eil sanierungsbedürftig. Die funktio-
nale Belegung der flankierenden Bauten ist teilweise minderwertig. Die Gestaltung der unterschiedlichen Plätze ist 
ebenfalls zum Teil überarbeitungswürdig.
LUPENRAUM 1: VIA CULTURALIS_AUSGANGSSITUATION
Betrachtungsgebiet 
„Die Via Culturalis 
und die Quartiere der Domumgebung“
öffentlicher Raum
bedeutende öffentliche 
Bauten
private Maßnahmen
potentielle private
Maßnahmen
potentielle städtische
Maßnahmen
städtische Maßnahmen
„Historische Mitte“
Erweiterung WRM&FC
Gürzenichquartier
ehemal. WDR Parkhaus
Domhotel
Business Improvment District
Senatshotel
Quatermarkt
Archäologische Zone
Hoher Dom zu Köln
RGM
Museum Ludwig / 
Philharmonie
Rathaus
Spanischer Bau
Historisches Rathaus
Gürzenich
WRM
&FC
St. Maria im KapitolLUPENRAUM 1: VIA CULTURALIS_ÜBERSICHT PLANUNGEN UND PROJEKTE

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ZIEL: INSZENIERUNG DES KULTURPFADES ALS EINHEITLICHEN UND HOCHWERTIGEN 
STADTRAUM 
EINBINDUNG DES LUPENRAUMS 1 IN DIE SYSTEMATIK 
DES MASTERPLANS 
LUPENRAUM 1: VIA CULTURALIS_ÜBERSICHT PLANUNG (PLANUNGSTEAM HILD UND K ARCHITEKTEN BDA (MÜN-
CHEN) MIT KELLER DAMM ROSER LANDSCHAFTSARCHITEKTEN STADTPLANER (MÜNCHEN) UND PROFESSOR 
MANFRED SCHULLER, ARCHÄOLOGE UND KUNSTGESCHICHTLER (TU MÜNCHEN))
Die Via Culturalis wird im Zeitraum von 2016 bis 2018 mit 4,8 Mio. Euro im 
Rahmen des Bundesförderprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ 
bezuschusst. Dies bietet die Gelegenheit, eine Reihe von Aufgabenstel-
lungen anzugehen und erste Teilräume neu zu gestalten. Teil des Förderpro-
jekts ist zum einen die Erstellung eines Gesamtgestaltungsplans, innerhalb 
dessen die Neugestaltung der Gürzenichstraße als erster Teilraum umge-
setzt werden soll. Zum anderen wird eine temporäre Stadtrauminstallation 
verwirklicht, die die Überbelegung des öffentlichen Raums erlebbar machen 
und ein Bewusstsein schaffen soll. Aber auch flankierende Projekte in der 
Übergangszone zu den angrenzend Stadtquartieren spielen eine Rolle: die 
Neugestaltung des Tunnels Johannisstraße sowie des Kurt-Hackenberg-
Platzes. In die konzeptionelle Weiterentwicklung des Lupenraums sollen das 
WDR-Karree und die Komödienstraße einbezogen werden.
LUPENRAUM 1: KONZEPT TEMPORÄRE STADTRAUMIN-
STALLATION (PLANUNGSTEAM HILD UND K ARCHI-
TEKTEN, WERKSTATTVERFAHREN 2013)
LUPENRAUM 1: SKIZZE GESTALTUNG DES QUATER-
MARKTS (PLANUNGSTEAM SCHALLER / THEODOR 
ARCHITEKTEN, WERKSTATTVERFAHREN 2013)
LUPENRAUM 1: VISUALISIERUNG QUATERMARKT (PLA-
NUNGSTEAM SCHILLING ARCHITEKTEN, WERKSTATT-
VERFAHREN 2013)

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Die Stadträume rund um den WDR und das Museum für Angewandte Kunst 
Köln (MAKK) werden heute als unabhängig voneinander stehende Räume 
wahrgenommen. Getrennt durch die starke Zäsur der Nord-Süd-Fahrt ist ih-
nen ein hoher Grad an Introvertiertheit ihrer Anlieger (WDR und MAKK) und 
große Unruhe, die durch starke Parksuchverkehre verursacht wird, gemein. 
Pkws parken die zentralen Räume und Seitenräume zu und dominieren 
zugleich das Bild der Räume. 
Der Platzraum des WDR / Appellhofplatzes wird durch die Tiefgaragen Ein- 
und Ausfahrt zentral blockiert, die räumliche Platzmitte ist damit nicht nutz-
bar und Angebote mit Aufenthaltsqualität fehlen. Zudem sind die Gebäude 
auf der Nord- und Ostseite vom Platz abgewandt. 
Der Platzraum um das MAKK / Kolpingplatz ist ein „Zwitter aus Garten und 
Platz“. Große alte Bäume bestimmen den Raum, der insgesamt sehr düster 
wirkt. Die Grünflächen sind ungepflegt und werden ergänzt durch eine bun-
te Vielfalt an Stadtmobiliar. 
LUPENRAUM 2: WDR / MAKK / APPELLHOFPLATZ _AUSGANGSSITUATION
LUPENRAUM 2: WDR / MAKK / APPELLHOFPLATZ
Appellhofplatz
WDR
WDR
Gerichtsgebäude
Nord-Süd-Fahrt
Neven-Du-Mont-Straße
Komödienstraße
WDR
MAKK
WDR
Nord-Süd-Fahrt
Kolping-
platz Minoritenstraße
Breite Straße
An der Rechtschule
BLICK VON SÜDEN AUF DEN APPELLHOFPLATZ
BLICK VON SÜDEN AUF DAS MAKK

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Seite 9
Der Bereich WDR / Appellhofplatz und MAKK / Kolpingplatz besitzt die 
Chance als zusammenhängendes Raumgefüge entwickelt zu werden, das 
in seinen Teilräumen unterschiedliche Qualitäten besitzt. So kann eine  
einheitliche Oberflächengestaltung und das Heranführen der Platzbeläge 
bis an die umgebenden Gebäude zu einer Beruhigung des Ortes beitra-
gen. Westlich der Nord-Süd-Fahrt wird die Sanierung des WDR-Gebäudes 
sowie die Öffnung des Gebäudes zum Appellhofplatz eine Schlüsselrolle 
der Entwicklung spielen und nachhaltig zur Belebung des Raumes beitra-
gen. Einen weiteren Beitrag können die „Reaktivierung“ des ehem. Haupt-
einganges des Gerichtsgebäudes vom Platz aus und die Verlegung der 
Tiefgaragenzufahrt des WDR leisten. Ziel sollte hier die Schaffung eines 
attraktiven öffentlichen Aufenthaltsortes insbesondere für WDR-Mitarbeiter 
und Gäste des Besucherzentrums sein. 
Zur Anbindung des Raumes an den Kölner Hauptbahnhof und das Domum-
feld sowie zur Schaffung eines Bindeglieds zwischen den zwei Teilräumen 
WDR und MAKK gehört eine sichere, höhengleiche und fußläufige Que-
rungsmöglichkeit der Nord-Süd-Fahrt im Verlauf der Röhrergasse / An der 
Rechtschule (z. B. durch eine zusätzliche Signalisierung). 
Rund um das MAKK wird der Erhalt und die Fortschreibung des Grüncha-
rakters des Ortes empfohlen. Zukünftig könnte hier im steinernen Gefüge 
der Innenstadt ein grüner, „weicher“ Platz entstehen. Als Ort von Licht und 
Transparenz soll die „Beruhigung“ des Raumes fortgeführt werden (Redu-
zierung Stadtmobiliar, Verkehrsberuhigung), Grünstrukturen geordnet und 
Stellplätze zugunsten einer höheren Aufenthaltsqualität reduziert werden.
ZIEL: SCHAFFUNG EINES ZUSAMMENHÄNGENDEN RAUMGEFÜGES MIT UNTERSCHIED-
LICHEN ATTRAKTIVEN ÖFFENTLICHEN PLÄTZEN
LUPENRAUM 2: WDR / MAKK / APPELLHOFPLATZ _VORSCHLÄGE DER LENKUNGSGRUPPE
EINBINDUNG DES LUPENRAUMS 2 IN DIE SYSTEMATIK 
DES MASTERPLANS

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Seite 10
LUPENRAUM 3: KOMÖDIENSTRASSE
LUPENRAUM 3: KOMÖDIENSTRASSE _AUSGANGSSITUATION
Westportal 
Kölner Dom
Komödienstraße
St. Andreas
Burgmauer
Burgmauer
Trankgasse
Nord-Süd-Fahrt
Marzellenstraße
BLICK VON SÜDEN AUF DIE KOMÖDIENSTRASSE
Der östliche Teilraum wird aus der Komödienstraße, St. Andreas und westlicher Domumgebung gebildet und ist ins-
gesamt ein bedeutsamer Zugangsraum zum Dom. Das stadträumliche Bild ist insbesondere durch parkende Tou-
rismus-Busse, Taxiplätze und eine Zeile aus bunten Souveniershops - das Haus des Kölntourismus ausgenommen 
- nebst schlichter Gastronomie geprägt. Gleichwohl besitzt dieser Lupenraum auch Qualitäten, die aber in zweiter 
Reihe verborgen bleiben. St. Andreas und sein solide gestaltetes nördliches Umfeld mit der Nachbarschaft einiger 
Bankhäuser entfaltet ebenso eine eigene Stimmung wie die südlich verlaufende ruhige Gasse der Burgmauer, in ih-
rer prominenten aber unterschätzten Ausrichtung zum Westportal des Doms. Die Zusammenschau mit dem nachfol-
gend beschriebenen Teilraum verdeutlicht, dass dieser Lupenraum eine hohe Fußgängerfrequenz zu bewältigen hat.
Im westlichen Teilraum um den Kreuzungspunkt Komödien- und Tunisstraße entfaltet sich der verkehrliche Gestus 
der Nord-Süd-Fahrt in üppiger Breite, mit unklarer und indirekter Fußgängerführung in Richtung Ost-West. Der 
südliche Raum der Kreuzung verödet durch bauliche Rückseiten und insgesamt sind keine Ansätze zur Bildung at-
traktiven Stadtraums erkennbar. Die Nachbarschaften von Appellhofplatz zu Verwaltungsgericht nebst bedeutsamer 
WDR Adressen sowie Regierungspräsidium und Stadmuseum machen deutlich, dass eine städtischere und quali-
tätvollere Gestaltung lohnenswert wäre.

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Seite 11
ZIEL: SCHAFFUNG EINER ATTRAKTIVEN OST-WEST-VERBINDUNG VOM HBF. / DOMBE-
REICH BIS ZUM WDR / APPELLHOFPLATZ
LUPENRAUM 3: KOMODIENSTRASSE _VORSCHLÄGE DER LENKUNGSGRUPPE
EINBINDUNG DES LUPENRAUMS 3 IN DIE SYSTEMATIK 
DES MASTERPLANS 
Als zentrale Frage muss geklärt werden, welcher engere Bereich der 
Komödienstraße künftig durch eine besondere Gestaltung näher an die 
Qualität des Domumfeldes herangeführt werden muss. Die selbstverständ-
liche und attraktive fußläufige Erreichbarkeit sowohl aus der Achse der 
Komödienstraße wie auch vom Bahnhofsplatz und Unter Sachsenhausen 
heraus, wird mittels einfacher Maßnahmen nicht umzusetzen sein. Hier soll 
die Fortschreibung des Masterplans weiterführende Aufschlüsse und Lö-
sungsvorschläge entwickeln. Dabei muss auch in Bezug auf den Umgang 
mit der Burgmauer-Gasse die Frage beantwortet werden, wie weit sie in 
diese Aufwertung einbezogen werden soll. Insgesamt eröffnet sich mit einer 
Neugestaltung dieses Lupenraumes die Chance, das Domumfeld qualitativ 
viel tiefer als bisher in den umgebenden Stadtraum ausstrahlen zu lassen.
Im Umfeld des Stadtmuseums könnten Korrekturen der Verkehrsführung 
zu Verbesserungen führen, wie etwa die Verlegung der Parkierung entlang 
der Burgmauer auf die südlich gegenüberliegende Straßenseite. Hierdurch 
würde die historische Mauer und Bebauung stadträumlich besser in Er-
scheinung treten als bisher. Außerdem könnte die Lösung eines Zweirich-
tungsverkehrs an der westlichen Burgmauer im Bereich des Stadtmuseums 
die Zeughausstraße beruhigen und dem Strassenraum eine besondere 
Stimmung verleihen. Die Notwendigkeit einer strassenbegleitenden Be-
grünung sollte in diesem historischen Bereich ebenfalls geklärt werden. Im 
Zuge einer Umgestaltung des Appellhofsplatzes sollte der Blickbezug zum 
Dom, insbesondere von der „Bastion“ aus gesehen, berücksichtigt werden. 
Dieser besonderen Blickbeziehung sollte mit einem adäquaten Angebot 
zum Verweilen Rechnung getragen werden.

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LUPENRAUM 4: EHRENSTRASSE
LUPENRAUM 4: EHRENSTRASSE _AUSGANGSSITUATION
Der Bereich Ehrenstraße zwischen Willy-Millowitsch-Platz und den Ringen 
ist nicht nur Teilsegment des Kölner Einkaufsrundganges sondern auch 
eine wichtige Verbindung ins Belgische Viertel. Die Fußgängerfrequenz ist 
dementsprechend hoch. Zahlreiche kleine Geschäfte und Lokale mit Au-
ßengastronomie laden zum Einkaufen und Verweilen ein, ebenso wird hier 
in größtenteils bereits sanierten Gebäuden gewohnt. 
Während der Bereich zwischen den Ringen und dem Friesenwall als 
Fußgängerzone ausgewiesen ist, wird der Teilraum Ehrenstraße zwischen 
Willy-Millowitsch-Platz und Friesenwall als Einbahnstraße mit einseitigem 
Längsparken, vielfältigem und teilweise ungepflegten Stadtmobilar inklusive 
Fahrradabstellanlagen geprägt. Aufgrund von hohen Parksuchverkehren 
und der Verkehrsführung zur Erschließung der Parkhäuser in der Großen 
Brinkgasse über die Apostelnstraße, Ehrenstraße und Benesisstraße büst 
der Raum einen hohen Teil seiner stadträumlichen Qualität ein. Zudem 
bestimmen der eingetretene Wandel von Inhaber geführten Betrieben zu 
Franchise Ketten, sehr schmale Gehwege und stark durch parkende Autos 
bestimmte Straßenräume (Apostelnstraße, Ehrenstraße, Große Brinkgas-
se) das Bild des Lupenraums.
Neben dem Willy-Millowitsch-Platz, dessen Charakter durch unattraktives 
Stadtmobiliar, kleinteilige Begrünung und die Ausfahrt der Tiefgarage 
beeinträchtigt wird, rückt auch die Raumaufweitung im Kreuzungsbereich 
Ehrenstraße / Pfeilstraße / Benesisstraße in das aufmerksame Auge des 
Betrachters. Eine Diagonalsperre verhindert das Queren von Pkws in Ost-
West-Richtung. Zudem ist die Beschilderung für die Führung von Fußgän-
gern und Radfahrern unübersichtlich und schwer nachvollziehbar.
Willy-Millowitsch-Platz
Ehrenstraße
Apostelnstraße
Ehrenstraße
Benesisstraße
Pfeilstraße
BLICK VON SÜDEN ENTLANG DER PFEILSTRASSE
BLICK VON SÜDEN AUF DEN WILLY-MILLOWITSCH-
PLATZ

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ZIEL: SCHAFFUNG EINER VERKEHRSBERUHIGTEN ATTRAKTIVEN EINKAUFSSTRASSE 
MIT VIEL RAUM FÜR FUSSGÄNGER UND RADFAHRER
LUPENRAUM 4: EHRENSTRASSE _VORSCHLÄGE DER LENKUNGSGRUPPE
EINBINDUNG DES LUPENRAUMS 4 IN DIE SYSTEMATIK 
DES MASTERPLANS 
Eine zentrale Schlüsselmaßnahme für die Entwicklung des Bereiches ist 
die Änderung der Verkehrsführung. Zur Entlastung der Ehrenstraße wird die 
Drehung der Einbahnstraße in der Großen Brinkgasse von Ost nach West 
vorgeschlagen. Zukünftig würde die Zufahrt der Parkhäuser an der Großen 
Brinkgasse direkt über die Apostelnstraße und die Ausfahrt über die Bene-
sisstraße erfolgen. Sämtlicher Verkehr zu und von den Parkhäusern würde 
die Ehrenstraße nicht mehr belasten und Umwegfahrten könnten reduziert 
werden. Voraussetzung dafür ist die Schaffung eines ausreichenden Abbie-
geradius von der Apostelnstraße in die Große Brinkgasse, der Umbau der 
Großen Brinkgasse zu einer höhengleichen Mischverkehrsfläche, ähnlich 
wie in der Kleinen Brinkgasse sowie die Ausgestaltung der Apostelnstraße 
mit ausreichend breiten Fußwegen, einseitigem Längsparken und verengter 
Fahrbahn.
Für die Ehrenstraße selbst wird die Chance eröffnet, als verkehrsberuhigter 
Geschäftsbereich (Tempo 20) ausgewiesen zu werden. Als attraktiver 
Raum für Fußgänger könnte der Höhenunterschied zur heutigen Fahrbahn 
durch einen lediglich 3 cm hohen Bordstein reduziert werden, der Bereich 
der heutigen Diagonalsperre (Ehrenstraße / Pfeilstraße / Benesisstraße) 
höhengleich gestaltet und zukünftig für Überfahrungen in alle Richtungen 
frei gegeben werden. 
Zudem wird das „Aufräumen“ in der Ehrenstraße, der Ersatz alter Fahrrad-
ständer durch zeitgemäße Abstellanlagen und die regelmäßige Pflege des 
Stadtmobilars empfohlen.

Die Oberbürgermeisterin
Dezernat für Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr
Seite 14
PRIORITÄTEN- UND MASSNAHMENÜBERSICHT
MASSNAHMENÜBERSICHT LUPENRÄUME_VORSCHLÄGE DER LENKUNGSGRUPPE
Den Lupenräumen 1 bis 3 (Via Culturalis, WDR / MAKK / Appellhofplatz und Komödienstraße) wird eine besonders 
hohe Umsetzungspriorität zugeschrieben. Aufgrund enger räumlicher Verflechtungen sind ihre Entwicklungen stark 
miteinander verschränkt, wodurch sich Synergieeffekte anbieten. 
Durch das Förderprogramm Nationale Projekte des Städtebaus besteht innerhalb der Kernzone gegenwärtig 
hoher Umsetzungsdruck für den Lupenraum 1: Via Culturalis. Seine in die Wege geleitete Umsetzung bildet den 
konkreten Anlass und den Fokus der Bearbeitung der Lupenräume. Die „Via Culturalis“ wird somit zum „Pionier-
raum“ der Fortschreibung des Masterplans. Innerhalb der nächsten drei Jahre werden für den Lupenraum 1 unten 
stehende Projekte bearbeitet werden. Basis dessen bildet der Gestaltungsplan (Priorität 1), für den in den beiden 
letzten Quartalen 2016 mit Ergebnissen zu rechnen sein kann. Dieser Gestaltungsplan kann ggf. als Blaupause für 
die weiteren Lupenräume dienen. 
Eine gleichwertige Bedeutung besitzt der Lupenraum 2: WDR / MAKK / Appellhofplatz. Die Gestaltung der WDR-
Umgebung ist aufgrund der Umbaumaßnahmen des Filmhauses von hoher Priorität. Sie könnte den konkreten 
Anlass bieten, diesen Lupenraum als zusammenhängendes Raumgefüge aus Appellhofplatz, Querung der Nord-
Süd-Fahrt und Kolpingplatz zu betrachten. Daher wird die Erarbeitung eines gesamtheitlichen Rahmenkonzeptes 
dringend erforderlich. Mit der Sanierung des WDR-Filmhauses im kommenden Jahr sollen Maßnahmen der Um-
feldgestaltung an das Vorhaben gekoppelt und eingebunden werden.
Lupenraum 1 Lupenraum 2 Lupenraum 3 Lupenraum 4
Via Culturalis WDR / MAKK / Appellhofplatz Komödienstraße Ehrenstraße
Erstellung Konzept 
Gestaltungsplan Gesamtraum 
Via Culturalis und Ausarbeitung 
Teilraum Gürzenichstraße 
(Gestaltungsrichtlinien und 
Vorentwurfsplanung)
Drehung der Einbahnstraße 
Große Brinkgasse mit Anpassung 
des Radius in die Apostelnstraße
Neugestaltung Gürzenichstraße 
(ab Anfang 2018)
Aufräumen und regelmäßige 
Pflege des Stadtmobiliars im 
gesamten Bereich
Entfernen des 
Durchfahrtsverbots und 
Richtungsgebots (Beschilderung 
und Markierungen) an der 
Kreuzung / Platz Ehrenstraße, 
Pfeilstraße und Benesisstraße
Erstellung von Planungen zur 
Umgestaltung und Neuordnung 
der Ehrenstraße inkl. Kreuzung / 
Platz Apostelnstraße, Große 
Brinkgasse und Willy-Millowitsch-
Platz
2. Priorität
Neugestaltung Kurt-Hackenberg-
Platz (ab Ende 2016)
Verkehrskonzept für das 
gesamte Quartier inkl. Schaffung 
einer höhengleichen Querung für 
Fußgänger über die Nord-Süd-
Fahrt
Fußgängerquerung im großen 
Kreuzungsbereich klarer führen
Umbau der oben genannten 
Straßenzüge und der Kreuzung 
bzw. des Platzes
3. Priorität Neugestaltung Tunnel 
Johannisstraße (ab Anfang 2018)
Verlegung der 
Tiefgaragenzufahrt des WDR 
evtl. in ein Gebäudevolumen
Redimensionierung der Flächen 
des MIV und Umgestaltung des 
Raumes der Komödienstraße
Umbau des Willy-Millowitsch-
Platzes
Referenzprojekt
Umsetzung Teilraum 
Gürzenichstraße
Umsetzung einer attraktiven 
Verknüpfung zwischen 
Appellhofplatz und Kolpingplatz
Umsetzung einfacher 
Maßnahmen im 
Kreuzungsbereich Tunis- / 
Komödienstraße
Umgestaltung der Kreuzung / 
des Platzes Ehrenstraße, 
Pfeilstraße und Benesisstraße
1. Priorität Gesamtkonzept zur 
Umgestaltung des räumlichen 
Gefüges Appellhofplatz / 
Querung der Nord-Süd-Fahrt, 
Kolpingplatz 
Kritische Durchsicht und Durch-
führung von Pflegemaßnahmen 
im öffentlichen Raum der 
Komödienstraße und 
angrenzender Bereiche
Temporäre 
Stadtrauminstallationen u.a. 
während des Tages der 
Städtebauförderung

Die Oberbürgermeisterin
Dezernat für Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr
Seite 15
ÜBERSCHNEIDUNGSFLÄCHEN DER LUPENRÄUME
Lupe 3: Komödienstraße
Lupe 2: WDR / MAKK 
/ Appellhofplatz
Lupe 4: Ehrenstraße
Lupe 1: Via Culturalis
Zwischen diesen beiden Lupenräumen liegt die Komödienstraße, der Lupenraum 3. Dieser sollte in die konzep-
tionelle Weiterentwicklung des Lupenraums 1 (Via Culturalis) einbezogen werden und zugleich Bestandteil des 
Gesamtkonzeptes für den Lupenraum 2 (WDR / MAKK / Appellhofplatz) sein. 
Damit kommt der Komödienstraße eine bedeutende Rolle zu. Sie hält das räumliche Gefüge zusammen und ist 
wesentlicher Bestandteil einer nachhaltigen, qualitätvollen Entwicklung der Kölner Kernzone.

ANLAGE 2

953 Zeichen

2017  2018 2019
BETEILIGUNG - innovative Formate anwenden (Bsp. Parkstadt Süd)
Verfahrensvorschlag und Vergabe
EINBINDUNG PRIVATER - Kooperationen ermöglichen (Bsp. BID)
FÖRDERUNG - Förderzugänge ermitteln und potentielle Projekte qualifizieren (Bsp. Via Culturalis)
STADTGESTALTUNG - städtebauliche + architektonische Werte durch Planungsverfahren sichern (Bsp. Deutzer Hafen)
Städtebaulicher Masterplan Innenstadt Köln - Weiterentwicklung 
Verfahrensvorschlag
Verfahrensvorschlag
Nationale Projekte des Städtebaus Umsetzung Kurt-Hackenberg-Platz 
Gestaltungsplan Gesamtraum / Neugestaltung Gürzenichstraße
Neugestaltung Tunnel Johannisstraße
Begleitende Öffentlichkeitsarbeit
WDR / MAKKLupenräume
 
KOMMUNIKATION - Öffentlichkeitsarbeit, Webseite, Anfragen etc.
STEUERUNG + LENKUNGSGRUPPE (2x jährlich)
Instrument
STRATEGISCHE  STADTENTWICKLUNG 
Qualitäts-
standards
Komödienstraße
Via Culturalis
Ebertplatz
aktuelle
Projekte
Breslauer
Platz
€
€
ANLAGE 2

Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

1906 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VI/61/1 
61/0 Hock Az 
 
Vorlagen-Nummer 
2358/2017
Stand: 14.08.2023 
Sachstandsbericht  
Der städtebauliche Masterplan für die Innenstadt Köln 
hier: Beschlussvorlage für die Weiterentwicklung 
 
Beschluss: 
1. Die Verwaltung wird damit beauftragt, den städtebaulichen Masterplan Innenstadt wei-
ter zu entwickeln. Mit dem Ziel, eine zusätzliche Maßstabsebene zu ergänzen, werden 
in einem ersten Schritt die beiden Lupenräume Komödienstraße sowie Umfeld West-
deutscher Rundfunk und Museum für Angewandte Kunst Köln als Testräume bearbei-
tet (siehe Anlage 1). 
2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Lenkungsgruppe mit den strukturellen Änderungen 
innerhalb der Verwaltung sowie aktuellen Entwicklungen in der Planung abzugleichen 
und die zukünftige Ausrichtung der Lenkungsgruppe nach Bedarf anzupassen. 
3. Entsprechend der Beschlusspunkte 1 bis 2 wird die Verwaltung einen geeigneten Ver-
fahrensvorschlag zur Weiterentwicklung des Masterplans erarbeiten und den zuständi-
gen Ausschüssen mit Zeit- und Kostenplanung vorlegen (siehe Anlage 2). 
 
Status    in Bearbeitung 
 
    erledigt 
 
 
Aktueller Bearbeitungsstand: 
Beschlusspunkt 1) in Bearbeitung, Federführung liegt bei Dezernat III Beschlusspunkt 2) erle-
digt, s. Mitteilung Vorlage-Nr. 1996/2021 Beschlusspunkt 3) teilweise erledigt, da Ansatz zur 
Weiterentwicklung erarbeitet wurde, s. Mitteilung Vorlage-Nr. 1996/2021. Noch ausstehend: 
Beschlussvorlage mit Zeit-Maßnahmen-/ Kostenplanung. 
Nächste Schritte: 
Beschlusspunkt 1) in Bearbeitung, Federführung liegt bei Dezernat III Beschlusspunkt 2) erle-
digt, s. Mitteilung Vorlage-Nr. 1996/2021 Beschlusspunkt 3) teilweise erledigt, da Ansatz zur 
Weiterentwicklung erarbeitet wurde, s. Mitteilung Vorlage-Nr. 1996/2021. Noch ausstehend: 
Beschlussvorlage mit Zeit-Maßnahmen-/ Kostenplanung.

2 
 
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:  
2024

Beratungsverlauf (4)

21.09.2017 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 4.1.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum verwiesen mit erneuter Wiedervorlage

Zur Sitzung
19.10.2017 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 3.2 Anhörung (BV) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
09.11.2017 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 4.1.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

Zur Sitzung
14.12.2017 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 4.1.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2358/2017
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
05.12.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27