V/0323/2017
Masterplan Aasee
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Berichtsvorlage
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V/0323/2017 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit Betrifft Masterplan Aasee Ergebnisse der Bürgerbeteiligung Beratungsfolge 01.06.2017 Bezirksvertretung Münster-West Bericht 20.06.2017 Betriebsausschuss Münster Marketing Bericht 27.06.2017 Bezirksvertretung Münster-Mitte Bericht 27.06.2017 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Bericht 04.07.2017 Ausschuss für Personal, Organisation, Sicherheit, Ordnung und E-Government Bericht Bericht: Der Haupt- und Finanzausschuss hat in seiner Sitzung vom 17.02.2016 zur Vorlage V/1031/2015 die Verwaltung beauftragt, eine Bürgerversammlung durchzuführen, um sich über aktuelle Ve r- besserungswünsche und Anregungen der Anlieger und der Bevölkerung zum Aaseepark zu i n- formieren. Die Ergebnisse der Bürgerversammlung sowie die Erfahrungen des vergangenen Jah- res werden in einer Vorlage zusammengefasst. Zur Umsetzung des Beschlusses hat das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit eine zweistufige Bürgeranhörung durchgeführt. Am 16.09.2016 fand ein Rundgang am Aasee statt. Dabei wurden Anregungen und Hinwei se zum Aasee -Umfeld und seinen Nutzungen entgege n- genommen. Die Ergebnisse wurden zusammengetragen und bei einer Podiumsdiskussion im Mühlenhof am 11.11.2016 gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern reflektiert. Die Podiumsdiskussion wurde von Herr Prof. Aufmkolk moderiert. Er war auch bei den Diskussio- nen 2011 als Moderator beteiligt. Weitere Diskussionspartner waren: Herr Manfred Otto, Abtei - lungsleiter im Grünflächenamt der Stadt Düsseldorf; Herr Dieter Fuchs, Amtsleiter im Grünfl ä- chen-amt der Stadt Bonn; Herr Bruns, Amtsleiter des Amtes für Grünflächen, Umwelt und Nac h- haltigkeit der Stadt Münster. Zu Gast waren insgesamt ca. 50 Personen. Es waren wenige Bürgerinnen und Bürger ohne B e- zug als Anlieger und lediglich eine Studierende anwesend. Der Großteil der Gäste waren Anwoh- ner/innen oder Vertreter/innen, die mit Belangen des Aasees über Vereine oder Liegenschaften betraut sind. Vorlagen-Nr.: V/0323/2017 Auskunft erteilt: Herr Determann Ruf: 492 67 40 E-Mail: Determann@stadt-muenster.de Datum: 10.04.2017 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0323/2017 Es ist festzuhalten, dass sich viele der mit dem Masterplan Aasee erzielten Ergebnisse bis heute im täglichen Gebrauch bewäh rt haben. Die große Zahl von Bürgerinnen und Bürgern aus dem ge-samten Stadtgebiet, die sich regelmäßig im Bereich des Aasee aufhalten, sind daher wohl nicht zu der Veranstaltung gekommen. – Sie sind offensichtlich insgesamt mit den Verhältnissen am Aasee zufrieden. Während der zwei Veranstaltungen wurden Anregungen und Hinweise zu den Themen Stellplä t- ze und Verkehrsführung, Radwegeverkehr, Gehwege, Sauberkeit, Toiletten sowie Immissionen / Lärm eingebracht. Diese sind zusammen mit den Prüfergebnissen aus der Verwaltung in der Anlage beigefügt. Maßnahmen, die im Rahmen des „Alltagshandelns“ durch die Verwaltung umgesetzt werden kön- nen, befinden sich bereits in der Bearbeitung. So werden die Unterflurcontainer farblich hervorge- hoben, eine nicht mehr benötigte Feuerwehrzufahrt zum Aasee zum Parken freigegeben, zusätz- li-che Stufen am Weg von der Bismarckallee zu den Aasee-Treppen eingebaut und eine zusätzli- che Ausweisung der Toiletten unter dem A2 im Umfeld der Aasee -Treppen angebracht. Weitere Einzelheiten können dem beigefügten Bericht entnommen werden. Bei den Hinweisen der Bürgerinnen und Bürger zeigte sich, dass es insbesondere die Frage gab, wie man auf das Verhalten der Nutzerinnen und Nutzer am Aasee positiv einwirken kann. Die Diskussionspartner aus Düsseldorf und Bonn haben dazu ihre Erfahrungen geschildert. In beiden Städten werden sogenannte „Promotion -Teams“ eingesetzt. Diese unterscheiden sich von dem klassischen Ordnungsdienst dadurch, dass man auf niederschwellige Ansprache und nicht auf ordnungsrechtliches Vorgehen setzt. Es sind jeweils Zweier -Teams, die in hoch frequentierten Grünflächen umhergehen und bei erkennbarem Fehlverhalten, wie zum Beispiel bei lauter Musik zu nächtlicher Stunde, Hinterlassen von Müll, dem Zerschlagen von Glasflasch en oder ähnl i- chem, auf die Betroffenen zugehen. Sie erläutern die Rahmenbedingungen zum gewünschten Verhalten und bitten freundlich aber bestimmt um Unterlassung. Durch die persönliche Ansprache gelingt es, in der weitaus überwiegenden Anzahl der Ereignisse tatsächlich Einfluss auf die Nutzer zu ne hmen. Vor dem Hintergrund dieser guten Erfahrungen beabsichtigt das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit am Aasee testweise an hoc h- frequentierten Tagen im Sommer 2017 einen solchen Dienst einzuführen. Über die Erfahrungen wird nach Abschluss der Sommersaison in der Politik berichtet, um dann über das weitere Vo r- gehen zu entscheiden. In Vertretung gez. Matthias Peck Stadtrat Anlagen: Ergebnisse der Podiumsdiskussion
Anlage V-0323-2017 Aasee-Podiumsdiskussion 170523
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Anlage zu V/0323/2017: Ergebnisse der Podiumsdiskussion
Die folgende Aufstellung listet die Ergebnisse aus den beiden Terminen der Bürgeranhörung
Themenbezogen auf. Die Aspekte aus der Podiumsdisku ssion am 11.11.2016 sind in senk-
rechter Schrift aufgeführt. Anregungen, die nur beim Aasee-Rundgang am 16.09.2016 aufge-
führt wurden, sind kursiv und blau gekennzeichnet.
Zum Abschluss eines jeden Punktes ist jeweils eine Stellungnahme der Verwaltung zu dem
betreffenden Themenkomplex ergänzt.
1) Stellplätze / Verkehrsführung:
Hinweise:
- Adenauer- und Annette-Allee werden besonders an W ochenenden komplett zu-
geparkt
- Vermutung der Anwohner, dass das Aasee-Umfeld als preiswerter Parkraum von
Berufstätigen der Innenstadt genutzt wird
- Parkstreifen am Friedhof wird auch als Campingsta ndort für Wohnmobile genutzt
- Parkprobleme in der Bismarckallee im Bereich Agor a-Hotel, Uferlos und Jugend-
gästehaus
- Busverkehr am Jugendgästehaus beeinträchtigt Verk ehrsführung und Notzufahr-
ten in der Bismarckallee massiv, der Busverkehr schädigt durch Vibration die
Gebäudesubstanz
- Eine Ausweisung zusätzlicher Stellplätze wurde ni cht gefordert
- Tiefgaragenzufahrt Annette-Allee 4 bis 10 wird zugeparkt
- Aasee-Zugang und Rettungsweg zwischen Annette-Allee 23 und 27 wird zuge-
parkt
- Das Angebot an Stellplätzen wird insgesamt als zu gering eingeschätzt
- Senkrechtstellplätze in der Annette-Allee in Schrägaufstellung umwandeln, um so
die Komplikationen beim Ausparken zu verringern
- Es wird bemängelt, dass das Ordnungsamt nicht genügend kontrolliert und ahn-
det
- Alkoholisierte Studenten fahren mit dem PKW nach Hause
Anregungen:
- Die öffentlichen Stellplätze im Umfeld mit einer Parkscheibe (2 Stunden) bele-
gen. Verstärkte Präsenz des Ordnungsamtes
- Besucherlenkung bzw. Sperrung der Annette-Allee a n den Wochenenden
- Durch Ausschilderung „für Busse nicht geeignet“ s ollte die Zufahrt zum Jugend-
gästehaus über die Bismarck-Allee unterbunden werden. Die zuständige Halte-
stelle liegt in der Scharnhorststraße
- Der Eigentümer der Tiefgarage gibt an, dass die E inrichtung an vielen Tagen
nicht ausgelastet sei. Hier würde Parkraum nicht genutzt. Zur Verbesserung der
Situation:
- Kurzparker an Friedhofsmauer ausweisen
- Verkehrslenkung verstärken
- Bewirtschaftung für Stellplätze in der Annette-Al lee einführen
- Bessere Ausweisung/Besucherlenkung
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Stellungnahme der Verwaltung:
Recherche zur Anzahl der Stellplätze im Umfeld des alten Aasee
(Luftbildauswertung durch das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit)
Annette-Allee, Bereich Friedhof, beidseitig: ca. 97 PKW
Annette-Allee, östlicher Bereich, beidseitig: ca. 73 PKW
Summe westliche Annette-Allee: ca. 170 PKW
Annette-Allee, Tiefgarage (nur öffentlich) ca. 60 PKW
Stellplatz Lindenhof-Areal ca. 64 PKW
Stellplatz Musikschule ca. 24 PKW
Parkpalette Georgskommende 272 PKW
Öffentl. Stellplatz am Mövenpick-Hotel (im Wald) c a. 60 PKW
Bismarckallee, beidseitig ca. 200 PKW
Gesamt: 850 PKW
In der Annette-Allee besteht derzeit eine Mischung der Parkregelungen, mit der die
Verwaltung in der Vergangenheit auf die Bedarfsmeldungen der Bürgerschaft und
der anliegenden Gewerbe regiert hat. Neben dem Angebot im Parkhaus bestehen
folgende Parkregelungen:
- Parkscheinregelung über Parkscheinautomaten mit e iner Höchst-
parkdauer von vier Stunden
- Im Bereich gegenüber der Friedhofsmauer und kurz vor der Gast-
stätte Himmelreich Parkscheibenregelungen mit einer Höchstpark-
dauer von vier Stunden
- Behindertenparkplätze ohne Kurzzeitparkregelung
- Bewohnerparkplätze ohne Kurzzeitparkregelung
- Taxenplätze
- Haltverbotsregelungen zur Gewährleistung des Verk ehrsflusses und
er Nutzbarkeit von Grundstückszufahren
- Freies Parken außerhalb der genannten Bereiche.
Diese Mischung der Parkregelungen ist bedarfsgerecht. Dies hat die Arbeitsgruppe
für Verkehrsfragen in Ihrer Sitzung vom 28.04.2017 bestätigt. Eine generelle Kurz-
zeitparkregelung mit einer maximalen Parkdauer von 2 Stunden oder aber eine Aus-
dehnung der Bereiche mit Kurzzeitparkregelung würde, nach Einschätzung des für
diese Aspekte zuständigen Ordnungsamtes, den Umsatz auf den Parkplätzen und
somit die Verkehrsmenge in der Annette-Allee erhöhen. Dies ist auch zum Schutz
der Anwohner nicht gewollt.
Zur Harmonisierung der Parkregelungen ist jedoch vorgesehen, die kurz vor der
Gaststätte Himmelreich bestehende Parkscheibenregelung in die nachfolgend be-
stehenden Parkscheinregelung zu integrieren.
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Es wurde geprüft, ob am Kreuzungsbereich von Annette-Allee und Adenauerallee
eine Hinweistafel des Parkleitsystems mit Angaben zu den freien Plätzen an diesen
Standorten errichtet werden kann. Das Parkleitsystem wird jedoch nur an den Haupt-
verbindungen in die Innenstadt installiert, daher ist eine Installation in der Himmel-
reichallee nicht möglich. Die Parkgarage der Aasee-Terrassen kann auf Grund ihrer
geringen Größe ebenfalls nicht in das Leitsystem integriert werden. Im Eingangsbe-
reich der Annette-Allee besteht bereits eine Hinweisbeschilderung auf das Parkhaus
in der Annette-Allee. Dort wird auch ausgewiesen, ob das Parkhaus frei oder aber
besetzt ist.
Die Intensität der Störungen durch den Busverkehr des Jugendgästehauses wird be-
obachtet. Das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung hat
geprüft, ob eine Reisebushaltestelle in der Scharnhorststraße im Bereich der öf-
fentlichen Bushaltestelle eingerichtet werden kann. Im Ergebnis ist ein dafür notwen-
diger Eingriff in die Parkraumsituation für das zeitweise Halten von Reisebussen fak-
tisch nicht durchsetzbar und angesichts der Gesamtsituation nicht realistisch. Des-
halb soll zusammen mit dem Betreiber des Jugendgästehauses geprüft werden, ob
eine Haltemöglichkeit für einen Reisebus auf eigenem Grund geschaffen werden
kann.
Die Rettungszufahrt zur Lewin-Schmücking-Allee zwischen den Häusern Annette-
Allee 23 und 27 wird nicht mehr benötigt. Die Anfahrt erfolgt über die übrigen Zufahr-
ten. Die Beschilderung wird durch das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nach-
haltigkeit entfernt. Die Stellplätze können dann regulär genutzt werden.
Eine Anordnung der Stellplätze in der Annette-Allee in Schrägaufstellung ist nicht
umsetzbar. Dieses hätte zur Folge, dass eine zusätzliche Wendemöglichkeit ge-
schaffen werden müsste und die Gesamtzahl der Wende- und Rangiervorgänge zu-
nehmen würde. Zudem hätte dieses den Verlust einer größeren Anzahl an Stellplät-
zen zur Folge.
Eine Ausweitung der Kontrollen im Rahmen des „Aasee-Konzeptes“ durch das Ord-
nungsamt ist bei den derzeitigen personellen Rahmenbedingungen nicht möglich.
2) Radwegeverkehr:
Hinweise
- Die Wegeverbindungen nach Mecklenbeck und Gievenb eck sollten entwickelt
werden. Hierfür sollte notfalls auch Planungsrecht geschaffen und dieses konse-
quent verfolgt werden.
- Zur Reduzierung des Radverkehrs auf dem unteren W eg am Aasee sollten mehr
Kontrollen durch das Ordnungsamt erfolgen. (selbst vor dem A2 wird geradelt)
- Zur Skulpturenausstellung sollten die Wege nicht zum Radfahren frei gegeben
werden, da dieses auch in der Folge zu verstärktem Radverkehr führt. Ein Weg-/
Zugänglichkeitskonzept für die Skulptur Projekte 2017 sollte erarbeitet werden.
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Stellungnahme der Verwaltung:
Die Entwicklung von attraktiveren Radverbindungen in Richtung Mecklenbeck ist ein
grundlegendes Planungsziel. Es wird von Politik und Verwaltung kontinuierlich weiter
verfolgt. Eine Weiterentwicklung des Radwegenetzes ist derzeit aus liegenschaftli-
chen Gründen nicht möglich. Auch die Schaffung von Planungsrecht wird keine Be-
schleunigung erbringen.
Das Ordnungsamt steht bezüglich des Radverkehrs auf dem unteren Aasee-Weg in
engem Kontakt mit der Polizei. Aus rechtlichen Gründen darf das Ordnungsamt den
fließenden Radverkehr nicht selbst kontrollieren.
Zur Skulptur Projekte 2017 gibt es direkt am Aasee keine neuen Skulpturen. Ledig-
lich am Haus Kump wird ein Projekt durchgeführt. Eine Freigabe der Aasee-Wege für
Radfahrer ist nicht erforderlich und wird daher auch nicht erfolgen.
In den Wegweisern und Infoblättern zur Ausstellung sollen die zur Verfügung ste-
henden Radwege entsprechend gekennzeichnet werden.
3) Gehwege :
Hinweise:
- Die Wege im hinteren Bereich sind im Winter oft d urchnässt, im Sommer sehr
trocken und staubig. Deckmaterial ist zu überdenken.
Stellungnahme der Verwaltung:
Im ursprünglichen Aasee-Konzept wurde die Art des Wegematerials auf dem unteren
Weg umfassend erörtert. Letztlich wurde die „wassergebundene Wegedecke“ als das
geeignetste Material angesehen. Der Belag ist nicht für Skater und Inliner geeignet.
Das führt zu einer Entschleunigung, die fußläufige Nutzung wird gestärkt. Das Amt
für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit hat schon in den letzten Jahren Deck-
schichten überarbeitet und wird dieses auch zukünftig tun . Im Jahresverlauf
weist die Wegedecke nur bei besonderen Witterungsverhältnissen ungünstige Ei-
genschaften auf. Daher gibt es insgesamt auch nur wenige Beschwerden zu diesem
Thema. Unter Abwägung aller Nutzungsaspekte wird die „wassergebundene Wege-
decke“ vom Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit als alternativlos ange-
sehen.
4) Sauberkeit :
Hinweise:
- Grillen an jedem schönen Abend ist zu viel, Lenku ng zu den Grillplätzen wäre
sinnvoll.
- Anlagen- und Aasee-Ordnung untersagt grundsätzlic h das Grillen, praktisch wird
es aber an „Spitzentagen“ nicht geahndet, sofern die Grünanlagen dabei nicht
geschädigt werden.
- Die Stadt Düsseldorf hat seit einigen Jahren „Pro motion-Teams“. Sie verteilen
Karten und Müllbeutel und appellieren mit dem Motto „restlos entspannen“ und
„spurlos verlassen“ für mehr Sauberkeit.
- In Bonn gehen „bezahlte Freiwillige“ aus der Verw altung in den Sommermonaten
Streife, so wurde der Vandalismus halbiert.
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- Unterflur-Abfallbehälter werden zu wenig wahrgenommen.
- Öffnungen der Einwurfsäulen sind zu eng für viele Abfälle. (z.B. Pizza-Karton)
- Bei gutem Wetter und starkem Andrang ist das Angebot an Müllbehältern
manchmal zu klein.
- Abfall wird in der Nacht durch Vögel auseinandergetragen.
Anregungen:
- Öffnungen der Unterflurbehälter vergrößern
- Einwurfsäule mit fluoreszierender Farbe (für Dunkelheit) kennzeichnen
Lob:
- Die schnelle Reinigung der Flächen nach Schönwettertagen
- Hundetütenspender
- Behälter für Grillasche
Stellungnahme der Verwaltung:
Dass die Grünflächen am Aasee für vielfältige Aktivitäten genutzt werden können,
wird innerhalb der Stadtgesellschaft als wichtig angesehen. Dieses entspricht auch
den Ergebnissen des Aasee-Konzeptes aus dem Jahr 2011.
Da die Stadt Düsseldorf mit Öffentlichkeitsarbeit vor Ort gute Erfahrungen gesammelt
hat, wird das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit im Sommer 2017
im Rahmen einer Testphase an zehn Tagen, die witterungsbedingt einen großen An-
drang am Aasee erwarten lassen, sogenannte „Promotion-Teams“ beauftragen.
Sie sollen jeweils zu zweit auftreten und durch Ansprache auffälliger Personen zu
mehr Rücksichtnahme und Ordnung sowie durch das Verteilen von Abfalltüten für
mehr Sauberkeit sorgen. Sie sollen auch auf die Vorzüge der drei Grillvorrangzonen
mit ihrer Infrastruktur hinweisen.
Zur besseren Akzeptanz der Abfallbehälter werden die Unterflurcontainer farblich
hervorgehoben . Das genaue Aussehen wird zwischen den AWM und dem Amt für
Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit abgestimmt.
Die Öffnungen der Container werden durch die AWM probeweise vergrößert ,
damit z.B. auch Pizza-Kartons dort eingeworfen werden können. Es besteht jedoch
die Sorge, dass größere Öffnungen auch für illegale Hausabfallentsorgung genutzt
werden.
Ergänzend wird die AWM Hinweisschilder mit Appellen für mehr Sauberkeit zur
Hauptsaison des Grillens im Bereich der drei Grillzonen aufstellen.
Trotz der verwendeten überirdischen Abfallbehälter mit Deckel schaffen es einige
Vögel, Abfälle aus den Behältern zu holen und diese im Umfeld zu verstreue. Ein
Behältermodell, das Vögeln die Zugänglichkeit weiter erschwert, könnte dieses un-
schöne Problem lösen. Das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit
prüft, ob ein anderes Abfallbehälter-System dieses Problem mindern kann .
Der Vorschlag, vor Ort Postkarten zu verteilen, wird kritisch gesehen. Auch diese
würden zum Teil wieder als Müll in den Flächen liegen.
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5) Toiletten :
Hinweise:
- Es fehlen Toiletten im Bereich der Aasee-Kugeln.
- Der Weg zu den Toiletten an den Aasee-Treppen (unter dem A2) wird als zu weit
empfunden.
- Bei schönem Wetter werden die Grünanlagen zur Notdurft genutzt.
Anregungen:
- Bessere Ausschilderung der öffentlichen Toilette am A2 im Bereich der Kugeln.
- Zusätzliche Toilette errichten.
- Bei gutem Wetter Toilettenwagen von Privat gegen Entrichtung einer Nutzungs-
gebühr aufstellen lassen.
Stellungnahme der Verwaltung:
Die Ausschilderung der Toiletten unter dem A2 an den Aasee-Terrassen wird vom
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit durch ein weiteres Hinweisschild
verbessert.
Die Stadt hat keine eigenen Ressourcen mehr für den Betrieb von öffentlichen Toilet-
ten. Die Toiletten werden derzeit über den Konzessionsvertrag durch die Wall-AG
betrieben. Bei einer erneuten Vergabe der Stadtwerbung, voraussichtlich im Jahr
2024, ist zu prüfen, ob an diesem Standort eine zusätzliche öffentliche Toilette auf-
gestellt werden kann. Diese würde dann entsprechend der übrigen öffentlichen Toi-
letten im Stadtgebiet vom Konzessionär betrieben.
Erfahrungen der letzten Jahre von anderen öffentlichen Toilettenanlagen (Wienburg-
park, Südpark, Fernbus-Haltestelle) zeigt, dass der Betrieb öffentlicher Toiletten all-
gemein große Probleme bereitet. Sowohl die Reinigung als auch die Beseitigung von
Vandalismusschäden sind mit erheblichen Kosten verbunden. Eine sachgemäße
Nutzung findet auf Grund der fehlenden Sozialkontrolle bei unbewachten Toiletten
nur bedingt statt.
Das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit hat zudem geprüft, ob eine kos-
tenneutrale temporäre Aufstellung eines privaten Toilettenwagens in der Bismarckal-
lee möglich ist. Eine Anfrage zur Ersteinschätzung bei mehreren Verleihbetrieben hat
ergeben, dass dieses sich ohne eine feste Mieteinnahme, nur durch die Eintrittsge-
bühren, nicht rechnen wird. Es ist auch nicht möglich, einen Wagen nur für die son-
nigen Tage vorzuhalten. Im Regelfall sind die Wagen, besonders an Wochenenden,
bei den Verleihern bereits Monate im Voraus ausgebucht.
6) Immissionen / Lärm:
Hinweise:
- Skaten auf den Aasee-Terrassen ist laut und gefäh rlich, Eindämmung erforder-
lich
- Junggesellenabschiede und Autos mit Musik im Koff erraum sorgen für übermä-
ßige Lärmentwicklung
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- Polizei wird tagsüber gar nicht aktiv und sonst n ur bei Geräuschentwicklungen,
wenn Immissionen über den gesetzlich zulässigen 55 dB liegen. Mehr Sanktio-
nen werden gewünscht.
- Nach Veranstaltungen wie Promi-Kellnern erfolgt s elbst nach spätem Veranstal-
tungsschluss noch der laute Abbau der Infrastruktur. Dieses sollte nicht geneh-
migt werden.
- Störender, intensiver Grillgeruch
- Oft keine Ruhe vor 23 Uhr
- An den Aasee-Terrassen parken abends/nachts bis 4 Uhr PKW mit offenem Kof-
ferraum und lauter Musik, Partystimmung
- Lautsprecherunterstützte Musik an den Aasee-Kugeln
- Lärmimmissionen der Aaseerenaden dauern incl. Aufbau, Abbau, Soundcheck
etc. ca. 14 Tage
- Bei Veranstaltungen in den Gastronomiebetrieben finden häufiger Feuerwerke
statt. Sie führen zu später Abendstunde zu Lärm und Unruhe.
Anregung:
- Ordnungsdienst sollte auch abends / nachts verstärkt kontrollieren
- Mehr Polizeipräsenz allgemein
Lob:
- Die Gastronomie bemüht sich offensichtlich, die F laschen nur außerhalb der Ru-
hezeiten zu entsorgen.
Stellungnahme der Verwaltung:
Insgesamt können die Aspekte nur durch eine verstärkte Präsenz des Ordnungsam-
tes oder der Polizei geregelt werden. Dieses ist mit der derzeitigen Personalausstat-
tung nicht zu leisten.
Bei den Veranstaltungen ist abzuwägen, zu welchen Zeiten der Abbau am sinnvolls-
ten erfolgen kann. Derzeit wird der Abbau der Veranstaltungstechnik in die Nacht
gelegt, da diese kostengünstiger ist. Zudem sind die Flächen dann am Morgen, wenn
der Publikumsverkehr wieder einsetzt, uneingeschränkt nutzbar.
Eine Verlagerung des Rückbaus auf den folgenden Vormittag hätte zusätzliche Stö-
rungen zur Folge. Die Ausstattung müsste zudem länger über einen Sicherheits-
dienst abgesichert werden.
Vom Grundsatz sind beide Szenarien möglich. Münster-Marketing wird bis zum
Sommer 2017 eine Grundsatzentscheidung in Abstimmung mit dem Ordnungsamt
treffen.
7) Allgemeine Anregungen und Hinweise:
Hinweise:
- Baden im Aasee zulassen
- Flachere Seebereiche entschlammen, damit der gesa mte See befahren werden
kann
- Möwen- und Gänsepopulation begrenzen. (Es gab abe r keinen Hinweis zu mög-
lichen Lösungsansätzen.)
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J:\Projekte_673104\Aasee\Aemter\Parl-Gremien 2015-16\Vorlage V-0323-2017\Anlage V-0323-2017 Aasee-Podiumsdiskussion 170523.docx
- Zusätzliche Beleuchtung im Bereich Aegidii-Straße – Bismarckallee
- Den Rundweg um den Aasee dauerhaft öffentlich frei zugänglich halten
- Wegeverbindung mit Stufen vom Uferlos zu den Aasee-Treppen bei Dunkelheit
sehr gefährlich (Stolpergefahr)
Lob:
- Zurückhaltende Uferbebauung
- Reduzierte Veranstaltungsmenge
- Licht wird nur zurückhaltend eingesetzt
- Beschwerdemanagement scheint zu funktionieren
Stellungnahme der Verwaltung:
Das Baden im Aasee ist auf Grund der Wasserqualität nicht möglich.
Sedimentation ist ein natürlicher Bestandteil des Ökosystems und die Beseitigung
von Sedimenten ist ein sehr aufwändiger Prozess. Daher ist derzeit keine Ent-
schlammung durch das Tiefbauamt geplant.
Entsprechend des Grundsatzbeschlusses des Aaseekonzeptes soll es keine Be-
leuchtung entlang der Aasee-Seitenwege geben. Die angrenzenden Straßen sind
ausgeleuchtet und können bei Dunkelheit genutzt werden.
Die Wegeverbindung vom Uferlos zu den Aasee-Treppen kann auf Grund der Hö-
henunterschiede nicht stufenlos gestaltet werden. Durch die Anlage von zwei zusätz-
lichen Stufen im oberen Bereich des Weges wird die Zugänglichkeit schon frühzeitig
unterbunden. Die Gefahr, am unteren Ende der Rampe unvermittelt vor den Stufen
zu stehen, wird somit verhindert. Die Umbauarbeiten werden im Laufe des Som-
mers durch das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit durchgeführt .
Stand: 23.05.2017
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (5)
- Bismarckallee
- Annette-Allee 23
- Scharnhorststraße
- Georgskommende 272
- Adenauerallee
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Details
- Aktenzeichen
- V/0323/2017
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 08.05.2017
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37