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V/0248/2008

SPD-Antrag: "Das Osttor zu Münsters Innenstadt aufwerten ..."

Vorlagen 09.04.2008

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Nächste Beratung: Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft, Sitzung am 30.04.2008, TOP 5.7

Beschlussvorlage

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Beschlussvorlage

8231 Zeichen

V/0248/2008 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
"Das Osttor zu Münsters Innenstadt aufwerten - den Stadtraum zwischen Salzstraße 
(Promenade), Eisenbahnstraße, Friedrichstraße und Wolbecker Straße städtebaulich 
qualitätvoll gestalten" 
Antrag der SPD-Fraktion an den Rat Nr. 0057/2007 vom 03.12.2007 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
22.04.2008 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
30.04.2008 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1.)   Die Verwaltung wird beauftragt, für den im SPD-Antrag (Anlage 1) benannten Bereich die 
  strukturellen und gestalterischen Bedarfe zur Aufwertung des Stadtraums zu definieren. 
 
2.) Es wird zur Kenntnis genommen, dass Vorschläge zur Vernetzung von Verkehrsfunktionen, 
zur Optimierung von Platz- und Grünflächen sowie zu  Grundstücksnutzungen im Rahmen ei-
nes Wettbewerbs erarbeitet werden, der von der Deutschen Akademie für Städtebau und 
Landesplanung unter Beteiligung der Stadt Münster ausgelobt wird. Das Gesamtkonzept muss 
in einzelnen Bauabschnitten umsetzbar sein (Anlage 2). 
 
II. Kosten/Folgekosten 
 
Durch die o.g. Sachentscheidung entstehen für die Stadt Münster keine Kosten. 
 
 
 
 
Begründung: 
 
Der Antrag der SPD-Fraktion (Anlage 1) wurde laut Vorlage Nr. 0054/2008 - Beschlussvorschlag 
Nr.1 vom Haupt- und Finanzausschuss am 13.02.2008 an den ASSVW verwiesen.   
Entsprechend Vorlage Nr. 0054/2008 - Beschlussvorschlag Nr.2  sollen durch die Verwaltung in 
einem Rahmenplan die anzustrebenden städtebaulichen Entwicklungs- und Gestaltungs-
möglichkeiten aufgezeigt werden. 
 
Zwischenzeitlich hat sich die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) an die 
Vorlagen-Nr.: 
V/0248/2008 
Auskunft erteilt: 
Frau Philipp 
Ruf: 
492 61 21 
E-Mail: 
Philipp@stadt-muenster.de  
Datum: 
09.04.2008 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0248/2008 
Stadt Münster gewandt, um eine interessante Aufgabenstellung für einen Postgraduierten-
Wettbewerb in NRW zu erfragen.  Dem Ziel des DASL, sich mit interdisziplinären städtebaulichen 
Fragen zu befassen, entspricht der im SPD-Antrag formulierte Ansatz, ein sowohl funktional als 
auch gestalterisch angemessenes Gesamtkonzept für den städtebaulichen Raum zwischen Serva-
tii- und Vom-Stein-Platz entwickeln zu lassen.   
Es wird daher vorgeschlagen, dass – bei Nennung der städtischen Rahmenbedingungen und Be-
teiligung der Planungsverwaltung im Wettbewerbsverfahren des DASL – externe Lösungsvor-
schläge erarbeitet werden. Unabhängig davon bleibt der Rat der Stadt Münster in seiner künftigen 
Entscheidung frei, das Wettbewerbsergebnis oder Teile davon umzusetzen. 
 
In Anlage 2 - Vorlage Nr. 0248/2008 ist der Gesamtbereich für ein Rahmenkonzept gekennzeich-
net. Er ist in vier Platzräume (1-4) und vier funktionale Verkehrsräume (A-D) unterteilt, die aufzu-
werten und in Beziehung zu setzen sind: 
 
(1) Vorplatz NRW.Bank
 
Die im Jahr 2005 teilprivatisierte Fläche (1.500 m² ) südlich Vom-Stein-Platz – noch als Parkplatz 
genutzt - soll nach Fertigstellung des NRW.Bank-Neubaus einschließlich Parkhaus an der Elisa-
bethstraße als repräsentativer öffentlich zugänglicher Vorplatz vom Bauherrn gestaltet werden. Der 
räumliche Zusammenhang mit dem Vom-Stein-Pl atz und dem Mauritztor/Übergang zur Promena-
de ist zu beachten. Endgültige Entwürfe liegen hierzu noch nicht vor. 
 
(2) Umfeld Paul-Gerhardt-Haus / Erlöserkirche
 
Zwischen NRW.Bank-Vorplatz und Paul-Gerhardt-Haus  verbleibt eine ca. 550 m² große städtische 
Fläche, die - unter Beachtung des stirnseitigen tieferliegenden Gebäudezugangs zum PGH-Saal - 
aufzuwerten ist. Etwa 25 öffentliche Pkw-Stellplätze und Fahrradabstellflächen sind nahe des Ein-
gangsbereichs unterzubringen.  
Das direkte Umfeld der Erlöserkirsche bedarf dringend einer angemessenen Ordnung und Gestal-
tung. Dieses Anliegen haben Vertreter von Ev. Landeskirche und Kirchenvorstand bereits artiku-
liert. Erste Kontakte zur Abstimmung zwischen NRW.Bank – Kirche – Stadtverwaltung haben 
stattgefunden. 
 
(3) Servatiiplatz / Kinderspielplatz
 
Die Gestaltung des Servatiiplatzes zerfällt im Umfeld des Iduna-Hochhauses und des Pavillons in 
viele Einzelanlagen und wirkt nur begrenzt al s gestalterisch zusammenhängende Gesamtfläche. 
Dies gilt insbesondere für den fast isoliert wirkenden Kinderspielplatz.  
Übergänge von Fußgänger- und Radwegachsen zwischen Promenade / Salzstraße / Eisen-
bahnstraße sind zu überdenken. 
 
(4) Eckgrundstück Eisenbahnstraße / Wolbecker Straße
 
Das Grundstück stellt aufgrund allseits umlaufender Verkehrsflächen und stadtgestalterischer Min-
dernutzung durch den vorhandenen Parkplatz eine „Restfläche“ dar, die an diesem zentralen In-
nenstadtstandort in vielfältiger Hinsicht nach deutlich mehr Wertigkeit verlangt. Es sollten stadt-
räumliche und nutzungsgerechte Lösungen erarbeitet werden. 
 
(A) Eisenbahnstraße
 
Die Eisenbahnstraße gehört zu den meistbefahrenen Straßen Münsters; sie bewältigt den inner-
städtischen Verkehr zwischen Servatiiplatz und Tangentenringen. Ihr Erscheinungsbild ist rein 
funktional geprägt. Insbesondere nach qualitätvoller Umgestaltung der Ostseite (Vorplatz 
NRW.Bank + Umfeld PGH / Erlöserkirche) sollte im Straßenbild – z.B. durch Baumpflanzung – ein 
angemessener Kontext zwischen den Platzräum en und dem Auftakt zur Promenade im Norden 
geschaffen werden. 
 
(B) Friedrichstraße
 
Die Friedrichstraße führt den Verkehr in Einbahnrichtung von der südlichen Eisenbahnstraße nach 
Norden zur Warendorfer Straße / Piusallee. Die zum Teil unzureichend ausgebauten Nebenanla-
gen sind insbesondere an der Westseite neu zu strukturieren. Hierbei ist zu untersuchen, ob – ggf.

- 3 - 
V/0248/2008 
alternativ zu Stellplätzen auf dem Platz nördlic h Paul-Gerhardt-Haus – Parkraum entlang der Stra-
ße eingerichtet werden kann. 
Die Begrünung des Straßenraums ist auf die Gestaltung des NRW.Bank-Vorplatzes abzustimmen.  
Der Übergang zwischen NRW.Bank-Gebäude und Vorplatz ist besonders zu untersuchen, da – 
unter Beibehaltung der Verkehrsfunktionen/Fahrspuren Friedrichstraße – nicht nur die Bank ein 
nachvollziehbares Interesse an einem optischen Zusammenhang hat. Künftig werden die Ver-
kehrsflächen verstärkt durch Nutzer der geplanten öffentlich zugänglichen Stellplatzanlage an der 
Elisabethstraße gekreuzt, die  fußläufig die Innenstadt erreichen möchten. 
 
(C)  Salzstraße
 
Die Salzstraße ist zwischen Winkelstraße und Servatiiplatz als Reminiszenz an den historischen 
Handelsweg in ihrer Fahrbahnbreite durch Hochbordausbildung erhalten geblieben – im Gegen-
satz zum Fußgängerbereich im westlichen Verlauf. Zwischen Winkelstraße und Promenade weitet 
sich der gesamte Verkehrsraum aber platzähnlich auf; daran ändert sich auch nach Fertigstellung 
des Neubaukomplexes auf dem Grundstück „Stadt New York“ nichts. Östlich der Promenade 
schiebt sich die Grün-/Freifläche Servatiiplatz wieder an die Fahrbahn heran, diese Einengung 
verstärkt hier den Straßencharakter der Salzstraße. Im Zusammenhang mit einer eventuellen Um-
gestaltung des Platzraumes um das Iduna-Hochhaus herum ist zu prüfen, ob die Übergänge noch 
richtig proportioniert sind und ob ggf. eine Aufpflasterung der Fahrbahn dem Ziel eines Auftaktes in 
die Innenstadt („Osttor“) eher entspricht. 
 
(D) Verkehrsknoten Servatiiplatz
 
Zwischen den straßenseitigen Fronten der Bestandsgebäude weist der Servatiiplatz eine Gesamt-
größe von ca. 12.000 m²  auf. Neben dem Ludgerikreisel ist er der größte Bereich im Innenstadt-
gebiet, der durch zusammenlaufende Straßen und hohes Fahrzeugaufkommen geprägt ist. Die 
Verkehrsfunktionen dominieren das Erscheinungsbild, Flächen wurden zur Unterbringung des ru-
henden Verkehrs umfangreich versiegelt, angelagerte Grünflächen wirken z.T. wie Resträume. 
Die Wirkung bzw. Stärkung stadträumlicher Platzwände und die unterstützende Gestaltung durch 
klare, begleitende Grünstrukturen ist zu untersuchen. 
 
 
i.V. 
gez. 
 
Schultheiß 
Stadtdirektor 
 
 
 
Anlagen: 
 
Anlage 1:  Antrag der SPD-Fraktion vom 03.12.2007 
Anlage 2:  Untersuchungsgebiet „Städtebauliche Maßnahmen – Osttor zur Innenstadt“

V-0248-2008-Anlage-1.pdf

2509 Zeichen

Anlage 1 
zur Vorlage Nr. 0248/2008

2
Begründung: 
Der Rat der Stadt hat am 07.12.2005 den Bebauungspl an Nr. 242 
Eisenbahnstraße/Friedrichstraße aus dem Jahre 1979 aufgehoben. Dieser sah 
seinerzeit den Bereich einzig als eine aufgefächert e, vielspurige Ostspange des I. 
Tangentenrings.  
Der nördliche Flächenabschnitt, der Freiherr-vom-St ein-Platz, wurde von der Stadt 
zwischenzeitlich an die NRW-Bank veräußert. Diese w ill die Fläche als repräsentiven 
Vorplatz ihrer denkmalgeschützten Fassade umgestalt en. Bei dem Paul-Gerhardt-
Haus und der Erlöser-Kirche gehen die knappen Freif lächen unmittelbar in den 
öffentlichen Bereich über. Deshalb ist hier eine ab gestimmte Gestaltung 
empfehlenswert. 
Die Verknüpfung der Salzstraße mit der Bahnhofstraß e ist gestalterisch und räumlich 
unzureichend. Für Fußgängerinnen und Fußgänger, die  über die Bahnhofstraße und 
die Kreuzung Servatiiplatz zur Salzstraße bzw. umge kehrt wollen, sind 
Verbesserungen wünschenswert. Die Zone zwischen der  Bahnhofstraße und der 
Salzstraße bis zur Promenade sollte von einer reine n „Laufbahnfunktion“ zu einem 
für die Bürgerinnen und Bürger erlebbaren Stadtraum gestaltet werden. 
Für die Bürgerinnen und Bürger des Ostviertels ist die Kreuzung am Servatiiplatz der 
Hauptzugang zur Innenstadt. Ist schon die Eisenbahnbrücke am Ende der Wolbecker 
Straße ein drückendes Erlebnis, so wird die Situati on für Fußgängerinnen und 
Fußgänger nach dem Durchschreiten der Brückenunterf ührung nicht besser. Hier 
öffnet sich eine städtebauliche Brache. Nicht ohne Grund hat der Künstler Nairy 
Baghramian im Rahmen der Skulpturenausstellung im l etzten Sommer den 
ungastlichen Ort für seine kühle, minimalistische S kulptur gewählt. Gerade diese 
Bereiche der Wolbecker Straße verlangen nach einer Aufwertung. 
Der Rat der Stadt hat in Erwartung der Modernisieru ng des Hauptbahnhofs den 
Umbau der Bahnhofstraße beschlossen. Die Aufwertung  der Verkehrsflächen endet 
aber im Bereich des Servatiiplatzes ohne Bezug zu d en umgebenden Flächen, 
sozusagen „an der Bordsteinkante“. Diese Baumaßnahm e soll durch den 
Entwicklungs- und Gestaltungsplan und dessen Umsetzung sinnvoll ergänzt werden. 
Karl-Heinz Winter   Marianne Hopmann  Karsten Rahn 
Wolfgang Heuer   Ralf Hubert   Udo Reiter 
Anika Bergner   Dr. Michael Jung  Anne Schulze Wint zler 
Hedwig Chudziak   Marianne Koch  Joachim Tonn  
Philipp Gabriel   Gaby Kubig-Steltig  Beate Vilhjal msson 
Beanka Ganser   Kurt Pölling   Holger Wigger 
Anne Hakenes

V-0248-2008-Anlage-2.pdf

3488 Zeichen

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16
Johanniterstraße
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Münster - Rheda-Wiedenbrück
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III
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Friedrichstraße
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Grünanlage
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Grünanlage
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( Erweiterung NRW. Bank 
> Parkhaus )
  W
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Untersuchungsgebiet  "Städtebauliche Maßnahmen - Osttor zur Innenstadt"
                           Anlage 2
                           zur Vorlage Nr. 0248/2008
                                    an den ASSVW
4.04.2008                  Maßstab  1 : 2000
  61-3-1

Beratungsverlauf (2)

22.04.2008 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 5.4 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
30.04.2008 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 5.7 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (16)

  • Salzstraße 37
  • Eisenbahnstraße
  • Wolbecker Straße
  • Friedrichstraße 52
  • Warendorfer Straße
  • Piusallee
  • Elisabethstraße 15
  • Winkelstraße
  • Ringoldsgasse
  • Bahnhofstraße
  • Servatiiplatz
  • Alter Steinweg 367
  • Klosterstraße 188
  • Promenade
  • Mauritztor
  • Osttor

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0248/2008
Typ
Vorlagen
Datum
09.04.2008
Erstellt
06.10.2020 14:37