V/0248/2008
SPD-Antrag: "Das Osttor zu Münsters Innenstadt aufwerten ..."
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Beschlussvorlage
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V/0248/2008 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Betrifft "Das Osttor zu Münsters Innenstadt aufwerten - den Stadtraum zwischen Salzstraße (Promenade), Eisenbahnstraße, Friedrichstraße und Wolbecker Straße städtebaulich qualitätvoll gestalten" Antrag der SPD-Fraktion an den Rat Nr. 0057/2007 vom 03.12.2007 Beratungsfolge 22.04.2008 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 30.04.2008 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1.) Die Verwaltung wird beauftragt, für den im SPD-Antrag (Anlage 1) benannten Bereich die strukturellen und gestalterischen Bedarfe zur Aufwertung des Stadtraums zu definieren. 2.) Es wird zur Kenntnis genommen, dass Vorschläge zur Vernetzung von Verkehrsfunktionen, zur Optimierung von Platz- und Grünflächen sowie zu Grundstücksnutzungen im Rahmen ei- nes Wettbewerbs erarbeitet werden, der von der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung unter Beteiligung der Stadt Münster ausgelobt wird. Das Gesamtkonzept muss in einzelnen Bauabschnitten umsetzbar sein (Anlage 2). II. Kosten/Folgekosten Durch die o.g. Sachentscheidung entstehen für die Stadt Münster keine Kosten. Begründung: Der Antrag der SPD-Fraktion (Anlage 1) wurde laut Vorlage Nr. 0054/2008 - Beschlussvorschlag Nr.1 vom Haupt- und Finanzausschuss am 13.02.2008 an den ASSVW verwiesen. Entsprechend Vorlage Nr. 0054/2008 - Beschlussvorschlag Nr.2 sollen durch die Verwaltung in einem Rahmenplan die anzustrebenden städtebaulichen Entwicklungs- und Gestaltungs- möglichkeiten aufgezeigt werden. Zwischenzeitlich hat sich die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) an die Vorlagen-Nr.: V/0248/2008 Auskunft erteilt: Frau Philipp Ruf: 492 61 21 E-Mail: Philipp@stadt-muenster.de Datum: 09.04.2008 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0248/2008 Stadt Münster gewandt, um eine interessante Aufgabenstellung für einen Postgraduierten- Wettbewerb in NRW zu erfragen. Dem Ziel des DASL, sich mit interdisziplinären städtebaulichen Fragen zu befassen, entspricht der im SPD-Antrag formulierte Ansatz, ein sowohl funktional als auch gestalterisch angemessenes Gesamtkonzept für den städtebaulichen Raum zwischen Serva- tii- und Vom-Stein-Platz entwickeln zu lassen. Es wird daher vorgeschlagen, dass – bei Nennung der städtischen Rahmenbedingungen und Be- teiligung der Planungsverwaltung im Wettbewerbsverfahren des DASL – externe Lösungsvor- schläge erarbeitet werden. Unabhängig davon bleibt der Rat der Stadt Münster in seiner künftigen Entscheidung frei, das Wettbewerbsergebnis oder Teile davon umzusetzen. In Anlage 2 - Vorlage Nr. 0248/2008 ist der Gesamtbereich für ein Rahmenkonzept gekennzeich- net. Er ist in vier Platzräume (1-4) und vier funktionale Verkehrsräume (A-D) unterteilt, die aufzu- werten und in Beziehung zu setzen sind: (1) Vorplatz NRW.Bank Die im Jahr 2005 teilprivatisierte Fläche (1.500 m² ) südlich Vom-Stein-Platz – noch als Parkplatz genutzt - soll nach Fertigstellung des NRW.Bank-Neubaus einschließlich Parkhaus an der Elisa- bethstraße als repräsentativer öffentlich zugänglicher Vorplatz vom Bauherrn gestaltet werden. Der räumliche Zusammenhang mit dem Vom-Stein-Pl atz und dem Mauritztor/Übergang zur Promena- de ist zu beachten. Endgültige Entwürfe liegen hierzu noch nicht vor. (2) Umfeld Paul-Gerhardt-Haus / Erlöserkirche Zwischen NRW.Bank-Vorplatz und Paul-Gerhardt-Haus verbleibt eine ca. 550 m² große städtische Fläche, die - unter Beachtung des stirnseitigen tieferliegenden Gebäudezugangs zum PGH-Saal - aufzuwerten ist. Etwa 25 öffentliche Pkw-Stellplätze und Fahrradabstellflächen sind nahe des Ein- gangsbereichs unterzubringen. Das direkte Umfeld der Erlöserkirsche bedarf dringend einer angemessenen Ordnung und Gestal- tung. Dieses Anliegen haben Vertreter von Ev. Landeskirche und Kirchenvorstand bereits artiku- liert. Erste Kontakte zur Abstimmung zwischen NRW.Bank – Kirche – Stadtverwaltung haben stattgefunden. (3) Servatiiplatz / Kinderspielplatz Die Gestaltung des Servatiiplatzes zerfällt im Umfeld des Iduna-Hochhauses und des Pavillons in viele Einzelanlagen und wirkt nur begrenzt al s gestalterisch zusammenhängende Gesamtfläche. Dies gilt insbesondere für den fast isoliert wirkenden Kinderspielplatz. Übergänge von Fußgänger- und Radwegachsen zwischen Promenade / Salzstraße / Eisen- bahnstraße sind zu überdenken. (4) Eckgrundstück Eisenbahnstraße / Wolbecker Straße Das Grundstück stellt aufgrund allseits umlaufender Verkehrsflächen und stadtgestalterischer Min- dernutzung durch den vorhandenen Parkplatz eine „Restfläche“ dar, die an diesem zentralen In- nenstadtstandort in vielfältiger Hinsicht nach deutlich mehr Wertigkeit verlangt. Es sollten stadt- räumliche und nutzungsgerechte Lösungen erarbeitet werden. (A) Eisenbahnstraße Die Eisenbahnstraße gehört zu den meistbefahrenen Straßen Münsters; sie bewältigt den inner- städtischen Verkehr zwischen Servatiiplatz und Tangentenringen. Ihr Erscheinungsbild ist rein funktional geprägt. Insbesondere nach qualitätvoller Umgestaltung der Ostseite (Vorplatz NRW.Bank + Umfeld PGH / Erlöserkirche) sollte im Straßenbild – z.B. durch Baumpflanzung – ein angemessener Kontext zwischen den Platzräum en und dem Auftakt zur Promenade im Norden geschaffen werden. (B) Friedrichstraße Die Friedrichstraße führt den Verkehr in Einbahnrichtung von der südlichen Eisenbahnstraße nach Norden zur Warendorfer Straße / Piusallee. Die zum Teil unzureichend ausgebauten Nebenanla- gen sind insbesondere an der Westseite neu zu strukturieren. Hierbei ist zu untersuchen, ob – ggf. - 3 - V/0248/2008 alternativ zu Stellplätzen auf dem Platz nördlic h Paul-Gerhardt-Haus – Parkraum entlang der Stra- ße eingerichtet werden kann. Die Begrünung des Straßenraums ist auf die Gestaltung des NRW.Bank-Vorplatzes abzustimmen. Der Übergang zwischen NRW.Bank-Gebäude und Vorplatz ist besonders zu untersuchen, da – unter Beibehaltung der Verkehrsfunktionen/Fahrspuren Friedrichstraße – nicht nur die Bank ein nachvollziehbares Interesse an einem optischen Zusammenhang hat. Künftig werden die Ver- kehrsflächen verstärkt durch Nutzer der geplanten öffentlich zugänglichen Stellplatzanlage an der Elisabethstraße gekreuzt, die fußläufig die Innenstadt erreichen möchten. (C) Salzstraße Die Salzstraße ist zwischen Winkelstraße und Servatiiplatz als Reminiszenz an den historischen Handelsweg in ihrer Fahrbahnbreite durch Hochbordausbildung erhalten geblieben – im Gegen- satz zum Fußgängerbereich im westlichen Verlauf. Zwischen Winkelstraße und Promenade weitet sich der gesamte Verkehrsraum aber platzähnlich auf; daran ändert sich auch nach Fertigstellung des Neubaukomplexes auf dem Grundstück „Stadt New York“ nichts. Östlich der Promenade schiebt sich die Grün-/Freifläche Servatiiplatz wieder an die Fahrbahn heran, diese Einengung verstärkt hier den Straßencharakter der Salzstraße. Im Zusammenhang mit einer eventuellen Um- gestaltung des Platzraumes um das Iduna-Hochhaus herum ist zu prüfen, ob die Übergänge noch richtig proportioniert sind und ob ggf. eine Aufpflasterung der Fahrbahn dem Ziel eines Auftaktes in die Innenstadt („Osttor“) eher entspricht. (D) Verkehrsknoten Servatiiplatz Zwischen den straßenseitigen Fronten der Bestandsgebäude weist der Servatiiplatz eine Gesamt- größe von ca. 12.000 m² auf. Neben dem Ludgerikreisel ist er der größte Bereich im Innenstadt- gebiet, der durch zusammenlaufende Straßen und hohes Fahrzeugaufkommen geprägt ist. Die Verkehrsfunktionen dominieren das Erscheinungsbild, Flächen wurden zur Unterbringung des ru- henden Verkehrs umfangreich versiegelt, angelagerte Grünflächen wirken z.T. wie Resträume. Die Wirkung bzw. Stärkung stadträumlicher Platzwände und die unterstützende Gestaltung durch klare, begleitende Grünstrukturen ist zu untersuchen. i.V. gez. Schultheiß Stadtdirektor Anlagen: Anlage 1: Antrag der SPD-Fraktion vom 03.12.2007 Anlage 2: Untersuchungsgebiet „Städtebauliche Maßnahmen – Osttor zur Innenstadt“
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Anlage 1 zur Vorlage Nr. 0248/2008 2 Begründung: Der Rat der Stadt hat am 07.12.2005 den Bebauungspl an Nr. 242 Eisenbahnstraße/Friedrichstraße aus dem Jahre 1979 aufgehoben. Dieser sah seinerzeit den Bereich einzig als eine aufgefächert e, vielspurige Ostspange des I. Tangentenrings. Der nördliche Flächenabschnitt, der Freiherr-vom-St ein-Platz, wurde von der Stadt zwischenzeitlich an die NRW-Bank veräußert. Diese w ill die Fläche als repräsentiven Vorplatz ihrer denkmalgeschützten Fassade umgestalt en. Bei dem Paul-Gerhardt- Haus und der Erlöser-Kirche gehen die knappen Freif lächen unmittelbar in den öffentlichen Bereich über. Deshalb ist hier eine ab gestimmte Gestaltung empfehlenswert. Die Verknüpfung der Salzstraße mit der Bahnhofstraß e ist gestalterisch und räumlich unzureichend. Für Fußgängerinnen und Fußgänger, die über die Bahnhofstraße und die Kreuzung Servatiiplatz zur Salzstraße bzw. umge kehrt wollen, sind Verbesserungen wünschenswert. Die Zone zwischen der Bahnhofstraße und der Salzstraße bis zur Promenade sollte von einer reine n „Laufbahnfunktion“ zu einem für die Bürgerinnen und Bürger erlebbaren Stadtraum gestaltet werden. Für die Bürgerinnen und Bürger des Ostviertels ist die Kreuzung am Servatiiplatz der Hauptzugang zur Innenstadt. Ist schon die Eisenbahnbrücke am Ende der Wolbecker Straße ein drückendes Erlebnis, so wird die Situati on für Fußgängerinnen und Fußgänger nach dem Durchschreiten der Brückenunterf ührung nicht besser. Hier öffnet sich eine städtebauliche Brache. Nicht ohne Grund hat der Künstler Nairy Baghramian im Rahmen der Skulpturenausstellung im l etzten Sommer den ungastlichen Ort für seine kühle, minimalistische S kulptur gewählt. Gerade diese Bereiche der Wolbecker Straße verlangen nach einer Aufwertung. Der Rat der Stadt hat in Erwartung der Modernisieru ng des Hauptbahnhofs den Umbau der Bahnhofstraße beschlossen. Die Aufwertung der Verkehrsflächen endet aber im Bereich des Servatiiplatzes ohne Bezug zu d en umgebenden Flächen, sozusagen „an der Bordsteinkante“. Diese Baumaßnahm e soll durch den Entwicklungs- und Gestaltungsplan und dessen Umsetzung sinnvoll ergänzt werden. Karl-Heinz Winter Marianne Hopmann Karsten Rahn Wolfgang Heuer Ralf Hubert Udo Reiter Anika Bergner Dr. Michael Jung Anne Schulze Wint zler Hedwig Chudziak Marianne Koch Joachim Tonn Philipp Gabriel Gaby Kubig-Steltig Beate Vilhjal msson Beanka Ganser Kurt Pölling Holger Wigger Anne Hakenes
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Wanne-Eickel - Hamburg
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III
Paul-Gerhardt-Haus
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Eisenbahnstraße
Friedrichstraße
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10
Erlöser-Kirche
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Promenade
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Grünanlage
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Winkelstraße
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423
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Grünanlage
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( Erweiterung NRW. Bank
> Parkhaus )
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olbecker Straße
Untersuchungsgebiet "Städtebauliche Maßnahmen - Osttor zur Innenstadt"
Anlage 2
zur Vorlage Nr. 0248/2008
an den ASSVW
4.04.2008 Maßstab 1 : 2000
61-3-1
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (16)
- Salzstraße 37
- Eisenbahnstraße
- Wolbecker Straße
- Friedrichstraße 52
- Warendorfer Straße
- Piusallee
- Elisabethstraße 15
- Winkelstraße
- Ringoldsgasse
- Bahnhofstraße
- Servatiiplatz
- Alter Steinweg 367
- Klosterstraße 188
- Promenade
- Mauritztor
- Osttor
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0248/2008
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 09.04.2008
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37