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1535/2023

Projekt Streuobstwiesen

Mitteilung Ausschuss 15.05.2023

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Mitteilung Ausschuss

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Ansehen

Anlage 1_Förderung Obstwiesen_2022_Textlicher Teil 2023-04

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Ansehen

Mitteilung Ausschuss

1509 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/67/671/1 
 
Vorlagen-Nummer 15.05.2023 
 1535/2023 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 25.05.2023 
Bezirksvertretung 5 (Nippes) 01.06.2023 
Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 05.06.2023 
Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 05.06.2023 
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 06.06.2023 
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 12.06.2023 
Bezirksvertretung 7 (Porz) 13.06.2023 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 14.08.2023 
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 24.08.2023 
 
Projekt Streuobstwiesen 
Jahresbericht 2022 - Obstwiesen 
Monitoring Streuobstwiesen Köln / Jahresbericht 2022 
 
Die NABU-Naturschutzstation hat mit dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen eine 
Vereinbarung über die Förderung der Baum- und Biotoppflege für 30 städtische Streuobstbe-
stände abgeschlossen.  
 
Handlungsfelder und Aufgaben im Rahmen des Betreuungsvertrages sind:  
 
Berichtswesen, Monitoring, Planung 
 Begehungen & Baumkartierungen 
 Floristische Erfassungen 
 Konzeptuelle Arbeit  
 Berichte und Nachweise 
 
Pflege der Streuobstbestände  
 Obstbaumpflege und –neupflanzung 
 Hecken- und Zaunpflege 
 Wiesenentwicklung

2 
 
Betreuung, Öffentlichkeitsarbeit, Werbung 
 Umweltbildungsmaßnahmen 
 Werbung, Presse, Beschilderung 
 Kommunikation (Stadt, Pächter, dritte Akteure) 
 
Der anliegende Bericht fasst die im Förderzeitraum 2021/22 durch die Station erbrachten Leis-
tungen zusammen.   
 
Anlage: Jahresbericht_Obstwiesen_2022.pdf 
 
 
Gez. Wolfgramm

Anlage 1_Förderung Obstwiesen_2022_Textlicher Teil 2023-04

90628 Zeichen

1 
 
 
   
 
 
19/04/2023  
 
 
 
NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln 
Volker Unterladstetter 
Sönke Geske 
 
Förderung  
Streuobstwiesen  
Stadt Köln  
 
Förderzeitraum  
11/2021 – 12/2022 
Textlicher Teil

2 
 
 
Zusammenfassung 
Die NABU-Naturschutzstation (fortan „Station“) hat mit dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen 
(fortan „Grünflächenamt“) 2019 eine Vereinbarung über die Förderung der Baum- und Biotoppflege auf 28 
Kölner Streuobstwiesen abgeschlossen. Diese Vereinbarung wurde 2020 noch einmal erweitert und umfasst 
zum Zeitpunkt der Berichtserstellung 30 städtische Streuobstbestände. Dieser Bericht fasst die im 
Förderzeitraum 2021/22 durch die Station erbrachten Leistungen zusammen und ist als Erläuterung des 
tabellarischen Maßnahmenplans gedacht.  
Der Förderzeitraum umfasst alle Leistungen, die vom 16.11.2021 bis zum 31.12.2022 erbracht worden sind. 
Anders als in den Vorjahren endet der Verwendungsnachweis mit dem Stichtag 31.12.2022 und deckt damit 
mehr als ein komplettes Jahr ab. Wie in den Vorjahren gilt auch hier nach wie vor der Hinweis, dass der 
Bericht sowohl Teile der Wintersaison 2021/22 als auch den Beginn des Winters 2022/23 abdeckt. Daher ist in 
den Bereichen Winterschnitt und Jungbaumpflanzung zu berücksichtigen, dass zum Stichtag erst ein Teil der 
für die Wintersaison 2022/23 geplanten Arbeiten umgesetzt worden ist.  
Erläuterung der Förderkategorien 
Die Verwendungsnachweis der durch die Station erbrachten Leistungen erfolgt auf dem tabellarischen 
Maßnahmenplan nach insgesamt 12 aus der Fördervereinbarung entnommenen Kategorien, die in 3 
Handlungsfeldern zusammengefasst sind. Diese Handlungsfelder umfassen (1) Berichtswesen, Monitoring, 
Planung, (2) Pflege der Streuobstbestände und (3) Betreuung, Öffentlichkeitsarbeit, Werbung. Sofern die 
Leistungen einzelnen Streuobstbeständen zuzuordnen waren, listet der tabellarische Maßnahmenplan diese 
flächenspezifisch auf. Ein Teil der erbrachten Leistungen konnte jedoch nicht stundengenau auf Einzelflächen 
umgerechnet werden. In diesen Fällen erfolgt die Auflistung flächenübergreifend. 
Insgesamt wurden mit der Pflege der Kölner Streuobstbestände sowie im Rahmen der konzeptuellen Arbeit 
2022 nunmehr sechs hauptamtliche Mitarbeiter der Station (anteilig) beschäftigt: Volker Unterladstetter 
(Planung, Projektbetreuung, Baum- und Biotoppflege), Sönke Geske (Planung, Projektbetreuung und 
Abrechnung), Olaf Schluck (Baum- und Biotoppflege), Max Appelshoffer (Baum- und Biotoppflege) sowie Max 
Eggers (Baum- und Biotoppflege) und Dirk Strödel (Baum- und Biotoppflege). Daneben beschäftigt die Station 
einen Pool aus fünf Freiwilligen und Hilfsmitarbeitern, die ebenfalls zum Einsatz kommen. 
Mit Gärtnermeister Marcus Nitzsche wurde zudem ein weiterer Hauptamtlicher extern beauftragt. Er fungierte 
als Anleiter bei den Einsätzen des ehrenamtlichen Arbeitskreises Streuobst und war darüber hinaus im Bereich 
Baum- und Biotoppflege tätig. Damit sind zum Zeitpunkt der Berichtsabfassung insgesamt sieben feste 
Mitarbeiter der Naturschutzstation mit der Pflege der Kölner Streuobstbestände befasst, darunter sechs 
Personen mit praktischer Baum- und Biotoppflege. 
Im Folgenden werden die Kategorien und die darunter verbuchten Leistungen erläutert.

3 
 
1.1 Begehungen & Baumkartierungen 
Unter diese Kategorie fallen folgende Leistungen: 
— Ortstermine mit Vertretern der Fachämter zur Maßnahmenplanung und –begleitung 
— Flächenbegehungen im Rahmen der allgemeinen Betreuung 
— Erfassungen der Baumbestände anhand von standardisierten Parametern 
Nach Möglichkeit wurden die Begehungen den einzelnen Flächen zugeordnet. Bei routinemäßigen Begehungen 
mehrerer Flächen hintereinander (was typischerweise zeiteffizienter ist) wurde allerdings auf eine 
flächengenaue Umrechnung der gesamten Begehungszeit verzichtet.   
Bei den Kartierungen der Baumbestände werden Merkmale wie Obstbaumart, Altersklasse, Vitalitätsstufe, 
Obstsorte (soweit ermittelbar) etc. erfasst. Im Zuge dieser Kartierungen kommt es fortlaufend zu einer 
Vergrößerung des Datensatzes, und damit zu neuen Erkenntnissen über Größe und Zustand der 
Streuobstbestände. Dies schlägt sich unter anderem in teilweise veränderten Baumzahlen bei der Besprechung 
der Einzelflächen nieder. 
Im Berichtszeitraum wurden alle Flächen mindestens einmal begangen und auf Baum- und Biotopzustand 
kontrolliert. Auf Flächen, die zurzeit schwerpunktmäßig durch die Naturschutzstation bearbeitet werden, wie 
etwa die Streuobstbestände am Mennweg, Am Alt Engeldorfer Hof und im Nüssenberger Busch, erfolgten 
mehrere Begehungen zu verschiedenen Zeiten im Jahr. 
 
1.2 Floristische Erfassungen 
Im Berichtszeitraum wurden Daten zur Entwicklung der Flora auf folgenden Flächen gesammelt: 213.01 Am Alt 
Engeldorfer Hof, 602.01, Mennweg, sowie 606.02, Nüssenberger Busch Ost, 715.01 Wesselinger Weg. 
Diese Erfassungen erfolgten nicht systematisch in dem Sinne, dass nach fachlichen Standards eine vollständige 
Erfassung der Fläche durchgeführt worden wäre. Vielmehr wurden die in einer gesonderten 
Entwicklungspflege befindlichen Wiesenbereiche auf ihren Zustand und ihren Entwicklungsgrad hin 
begutachtet. Dies betrifft besonders Bereiche, in denen in den letzten Jahren Einsaaten bzw. 
Mahdgutübertragungen erfolgt sind. 
 
1.3 Konzeptuelle Arbeit, GIS 
Unter dieser Kategorie werden folgende Leistungen zusammengefasst: 
— Arbeiten am Gesamtkonzept Streuobstpflege Köln 
— Arbeiten an den „Pflege- und Entwicklungsplänen“ für die Einzelflächen 
— Arbeiten an den jährlichen Pflegeempfehlungen für die Wiesenpflege der Einzelflächen

4 
 
— GIS-Arbeiten (KOK – Kölner Obstwiesenkataster; Punktgenaue Erfassung der Obstbäume auf den 
Projektflächen; Datenverarbeitung der Baumkartierungen; Erstellen von kartographischen 
Darstellungen der vorgeschlagenen Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen) 
— Planung von Baumpflegemaßnahmen und –nachpflanzungen; 
— Planung der Pflegeeinsätze; Organisation und Planung der Aktivitäten des Arbeitskreises 
 
1.4 Berichte und Nachweise 
Unter diese Kategorie fällt die Dokumentation der geleisteten Arbeiten, die Erstellung des Maßnahmenplans als 
Verwendungsnachweis sowie die allgemeine Datenverarbeitung im Rahmen der Projektplanung (Zeiterfassung, 
Kostenaufstellung, Rechnungs- und Auftragsabwicklung). 
 
2.1 Obstbaumpflege und –neupflanzung 
Diese Kategorie umfasst die eigentlichen Arbeiten an den Obstbäumen: 
— Baumschnitt (im Wesentlichen Erziehungsschnitt von Jungbäumen, Erhaltungsschnitt im Ertragsalter, 
Erneuerungsschnitt bei Altbäumen und allgemein vergreisten Bäumen mit verminderter Vitalität; die 
Schnittmaßnahmen erfolgen mit jeweils baumspezifischer Analyse und Zielsetzung) 
— Verwertung von Schnittgut (wo möglich als biologisch wertvolle Totholzstrukturen/ Benjeshecken auf 
der Fläche, ansonsten Entsorgung bzw. Häckseln vor Ort) 
— Nachpflanzung von Jungbäumen (neben der eigentlichen Pflanzung Errichtung von Verbissschutz und 
Anbringen von Wühlmausschutz) 
— Baumscheibenpflege bei Jungbäumen (Aufhacken der Baumscheibe, Ausmähen bzw. Freimähen der 
Baumscheibenumgebung zur Vermeidung von Wühlmausschäden) 
— Wässerung bei Jungbäumen (im Fall von längeren Trockenphasen während der Wachstumszeit) 
— Sonstige Pflegemaßnahmen bei Jungbäumen (z.B. Weißeln der Stämme als Hitzeschutz gegen 
Sonnenbrand, Anbringen von Raupenleim bei akuten Problemen mit Frostspannern und verwandten 
Kleinschmetterlingen) 
Von den 30 Projektflächen konnten im Förderzeitraum 2021/22 insgesamt 23 Streuobstbestände 
baumpflegerisch bearbeitet werden (siehe Abbildung 2 unten).

5 
 
 
Abbildung 1: Übersicht über die in den vergangenen 6 Jahren in Köln gepflanzten Obstbäume. Der blaue Balken kennzeichnet die im 
Rahmen dieser Förderung nachgepflanzten Bäume („Förderung 67“). Winter 21/22 meint hier den Zeitraum von November 2021 bis April 
2022 und nicht das Förderjahr 2021/22 (16.11.2021 bis 31.12.2022). 
Im Rahmen der Förderung konnten im Winter 2021/22 insgesamt 26 hochstämmige Obstbäume auf städtischen 
Streuobstbeständen nachgepflanzt werden. Im folgenden Winter 2022/23 waren es 14 Bäume. Die geringere 
Zahl an Nachpflanzungen in den beiden vergangenen Wintern erklärt sich zum einen durch das stark 
angestiegene Volumen bei Neupflanzungen im Rahmen von städtischen Aufträgen. So wurden vergangenen 
Winter wiederum umfangreiche Pflanzarbeiten auf den Obstwiesen Bergheimer Dreieck, Birnbaumallee 
Nüssenberger Busch sowie am Thurner Kamp im Auftrag für das Grünflächenamt durchgeführt (vgl. Abb. 1).  
Hinzu kam im Winter 2022/23 die zunehmende Schwierigkeit, Auftragsveredelungen von externen 
Baumschulen durchführen zu lassen. Die wenigen in der Region befindlichen Baumschulen, die diese Art von 
Auftragsarbeit noch immer durchführen, klagen über zunehmend steigende Anfragen und sind teilweise mit 
der Flut an Aufträgen überfordert. Hier zeichnet sich ein klarer Einschnitt ab. Wenn in den kommenden Jahren 
weiterhin besonders seltene und/oder regionaltypische Obstsorten auf Kölner Obstwiesen gepflanzt werden 
sollen, muss dieser Bedarf zukünftig in Köln selbst produziert werden. Die Naturschutzstation hat aufgrund 
dieser Befundlage ein Konzept für den Aufbau einer kleinen Kölner Obstbaumschule entwickelt und dem 
Kölner Amt für Landschaftspflege und Grünflächen vorgelegt. 
 
2.2 Hecken- und Zaunpflege, sowie Anlage 
Diese Kategorie umfasst die eigentlichen Arbeiten an den Umgrenzungen der Streuobstbestände, d.h. der 
vorhandenen Hecken und Zäune (mit inbegriffen ist das eventuelle Errichten weiterer Hecken und Zäune nach 
Absprache mit dem Grünflächenamt). Daneben wurden hier auch weitere allgemeine Biotoppflegearbeiten 
inkludiert, die nicht mit der Baum- oder Wiesenpflege zusammenhängen. Die Heckenpflege spielt derzeit bei 
verbrachten Altbeständen wie etwa dem Mennweg (602.01) eine wichtige Rolle, da durchgewachsene 
Althecken trotz ihrer eigenen ökologischen Wertigkeit einen erheblichen negativen Einfluss auf die 
Baumgesundheit bzw. Vitalität der Obstbäume sowie auf die Ausprägung der Artenvielfalt in der Krautschicht 
der Wiesen ausüben. Auf einer wachsenden Zahl von Obstwiesen besteht darüber hinaus die Aufgabe, 
vorgerückte Gehölzbestände zurückzudrängen und Obstbäume wieder freizustellen. Dies betraf im 
Berichtszeitraum zum Beispiel die Obstwiese Rheinaue Worringen Süd (601.02), wo eine zu dicht an die Grenze 
der Obstwiese gepflanzte Gehölzpflanzung auf den Stock gesetzt werden konnte. 
29 28 32 26
14
0 0
30
145
123
5
30
16 5 11
34
58
78
176
148
0
20
40
60
80
100
120
140
160
180
200
Winter 18/19 Winter 19/20 Winter 20/21 Winter 21/22 Winter 22/23
Gepflanzte Bäume nach Wintersaison und 
Finanzierungsart
Förderung 67 Aufträge 67 Sonstige Gesamt

6 
 
2.3 Wiesenentwicklung 
Unter diese Kategorie fallen alle Maßnahmen, die die Pflege bzw. ökologische Weiterentwicklung der Wiesen 
beinhalten. Im ersten Förderjahr wurde vorgeschlagen, einige der kleineren Streuobstbestände in den 
kommenden Jahren durch das Landschaftspflegeteam der Station zu betreuen, besonders auf ökologisch 
besonders wertvollen Flächen, die einer (groß)maschinellen Pflege kaum zugänglich sind. Dies konnte im 
Sommer 2021 auf einer Reihe erfolgreich umgesetzt werden, da zeitliche Kapazitäten verfügbar waren, die in 
trockenen Jahren zur Wässerung von Jungbäumen benötigt worden wären. Im trockenen Sommer 2022 stieß 
diese Art der kleinteiligen, händischen Wiesenpflege allerdings an ihre Grenzen und wurde in Rücksprache mit 
dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen auf die Flächen Mennweg, Rheinaue Worringen Nord und 
Johannes-Giesberts-Park beschränkt (letztere in Kooperation mit der dortigen Bürgergruppe). 
 
3.1 Umweltbildungsmaßnahmen 
Umweltbildungsmaßnahmen im engeren Sinne umfassen: 
— Baum- und Biotoppflegemaßnahmen mit Schulklassen, Jugendzentren und sonstigen Kindergruppen 
— Offene Schnittkurse für Mitarbeiter des Grünflächenamts, interessierte Anwohner und sonstige Dritte 
— Führungen bzw. Exkursionen über ausgewählte Streuobstwiesen 
Daneben sind die Arbeitseinsätze des Arbeitskreises Streuobst neben der eigentlichen Baum- und Biotoppflege 
auch als Umweltbildungsmaßnahmen im weiteren Sinne zu verstehen, die allen interessierten Kölnerinnen und 
Kölnern offenstehen. Die Mitarbeit im AK ermöglicht den teilnehmenden Ehrenamtlern (über längere 
Zeiträume) einen oftmals erheblichen Wissenszuwachs in den Themen Baum- und Biotoppflege, Obsternte und 
–vermarktung, sowie Obstsortenkunde. Die Pflegeeinsätze des AKs wurden im Verwendungsnachweis jedoch 
unter ihrer primären Funktion als Pflegeeinsätze aufgeführt. 
In den letzten Jahren wurden zahlreiche Aktionen mit Jugendzentren durchgeführt, die über ein separates 
Projekt über den LVR finanziert werden konnten. Dieses Projekt wurde auch noch in 2022 mit kleinerem 
Budget weiter fortgesetzt, ist aber nun zum 31.12.2022 endgültig ausgelaufen. Nach weiteren Förderungen wird 
aktuell Ausschau gehalten. 
3.2 Werbung, Presse, Beschilderung 
Diese Kategorie umfasst die (geplanten) Arbeiten an der Außendarstellung der Kölner Obstwiesenpflege. 
Angedacht sind Infotafeln, die an den Streuobstwiesen aufgestellt werden sollen sowie eine neutrale Webseite 
(landing page), die über das Thema Streuobstwiesen in Köln informiert und interessierte Nutzerinnen und 
Nutzer an die unterschiedlichen Akteure und Vereine verweist, die in Köln in der Streuobstwiesenpflege 
engagiert sind. 
Die Arbeit an der landing page konnte im Berichtszeitraum begonnen werden. Sie umfasst bis dato eine Liste 
an Kölner Streuobstinitiativen mit Infos für Interessierte und einer Kontaktmöglichkeit. Im Bereich Wissen 
wurde zudem mit der Arbeit an einer Sammlung von Obstsortensteckbriefen begonnen. Der aktuell Stand der 
landing page kann unter https://streuobst-koeln.nabu-bslk.de/ abgerufen werden.

7 
 
3.3 Kommunikation (Stadt, Pächter, dritte Akteure) 
In dieser Kategorie werden alle Leistungen rund um die Kommunikation mit den Projektpartnern und weiteren 
relevanten Akteuren abgerechnet. Darunter fallen: 
— Präsentationen und Mitarbeit an der Kölner Obstwiesenkommission 
— Kommunikation mit dem Grünflächenamt und weiteren Fachämtern (UNB, Umweltamt); 
Präsentationen im Beirat der UNB 
— Kommunikation und Abstimmung von Pflegemaßnahmen mit Flächenpächtern (Vereine, 
Bürgergruppen, private Pächter etc.) 
— Kommunikation mit der Politik und zivilgesellschaftlichen Initiativen (bspw. "Essbare Stadt") 
— Kommunikation mit und Beratung von interessierten Bürgerinnen und Bürgern; Bearbeitung von 
Anfragen zu Kölner Streuobstwiesen 
— Kommunikation mit ehrenamtlichen Mitarbeitern, Koordination der verschiedenen Baumpflegeteams 
4.1 Pflanzen und Material für Pflanzung 
Diese Kategorie umfasst die Materialkosten für Jungbäume, Edelreiser, Pflanzmaterial wie Verbiss- und 
Wühlmausschutz, Pflanzpfähle und Anbinder, organischen Dünger und Arbeitsgeräte. 
4.2 Aufträge an Externe 
In dieser Kategorie sind im Wesentlichen die Kosten durch die Beauftragung von Marcus Nitzsche aufgeführt. 
Sie umfassen neben der Arbeitszeit auch Material, das durch ihn beschafft worden ist. Diese Kosten der 
Beauftragung werden nicht den Flächen zugeordnet, da dies sehr aufwändig wäre und uns nicht zweckdienlich 
scheint. Aus den dem Finanzbericht beigelegten Belegen gehen die Flächen aber hervor.

8 
 
Darstellung der Projektflächen 
Die aktuell 30 städtischen Streuobstbestände verteilen sich über das gesamte Kölner Stadtgebiet. Abbildung 2 
veranschaulicht ihre Lage in den Bezirken und Stadtteilen. Mit Ausnahme von Bezirk 1 Innenstadt findet die 
Projektarbeit damit in allen Kölner Bezirken statt. 
 
 
 
Abbildung 2: Kartographische Darstellung der im Förderprogramm enthaltenen Streuobstbestände (n=30). Grüne Bestände wurden im 
Berichtszeitraum bearbeitet, in gelben Beständen fanden keine Pflegeeinsätze statt. Der Streuobstbestand im KlimaPark wird jedes Jahr 
von der KlimaPark-Gruppe gepflegt. Der gelbe Punkt in der Abbildung bezieht sich darauf, dass die Station die Arbeiten im KlimaPark im 
Förderzeitraum nicht unterstützt hat.

9 
 
 
Abbildung 3: Kartographische Darstellung der Anzahl an Baumpflegemaßnahmen pro Projektfläche (addiert nach Jahren). Die 
Obstbäume der grün eingefärbten Flächen konnten in den vergangenen Jahren drei- oder viermal geschnitten werden und befinden sich 
damit im Mittel bereits auf dem Weg hin zu einem günstigen Pflegezustand.

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Erläuterung der flächenbezogenen 
Maßnahmen 
207.01 Unter den Birken 
Bezirk:  Rodenkirchen Flächengröße: 0,39 ha 
Stadtteil:  Hahnwald Anzahl Bäume: 25 Bäume 
 
Fläche. Der Obstbaumbestand „Unter den Birken“ in Hahnwald geht auf eine ehemalige Ausgleichsmaßnahme 
im Zuge der Verfüllung und Bebauung einer angrenzenden Kiesgrube zurück. Die Freiflächen im mittleren 
Bereich wurden primär als Amphibienschutzflächen angelegt, mit zwei Tümpeln und Kies-Sand-Verfüllungen 
als Überwinterungsquartier. 
Baumbestand. Der Bestand zählt 25 Obstbäume, von denen die meisten nah am Waldrand stehen bzw. von 
Sukzessionsvegetation umgeben sind. Der Baumzustand kann als bestenfalls mittelmäßig bewertet werden. 
Negative Einflussfaktoren sind vor allem die randliche Beschattung durch Wildgehölze und der zum Teil stark 
kiesige Boden, der über ein schlechtes Wasserspeichervermögen verfügt. Zudem befinden sich in einigen 
Bereichen bauliche Altlasten (z.B. Reste von Fliesenböden) im Boden, die einer Durchwurzelung 
entgegenstehen. 
Biotopqualität. Die Wiesenflächen liegen inmitten eines Gehölzbestands und sind von allen Seiten von 
Waldrand umgeben. Durch ihre geringe Größe sind sie wechselndem Schattenwurf und Laubfall ausgesetzt. 
Über die Jahre wurde von NABU-Akteuren versucht, die Flächen freizuhalten und ökologisch zu entwickeln. 
Die Wiese ist stellenweise durchaus kräuterreich und als wertvoll für den Insektenschutz einzuschätzen, 
allerdings wird sie in vielen Bereichen auch von Brombeeren und anderen konkurrenzkräftigen Pflanzen 
überwachsen. 
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden Baumschnittmaßnahmen an den Obstbäumen durchgeführt. 
Gesamtbewertung. Durch die Lage inmitten von Wald- bzw. Gehölzbeständen leidet die Obstwiese unter 
einer starken Verbuschung bzw. einer Verschattung durch den vorrückenden Waldrand. Es stellt sich 
allgemein die Frage, ob die Fläche groß genug ist, um den sehr hohen Pflegeinsatz zur Offenhaltung zu 
rechtfertigen. Der Obstbaumbestand selbst besteht durchweg aus jungen bis mittelalten Bäumen in nicht-
optimalem Pflegezustand und ohne besonderen ökologischen Wert (also keine Baumhöhlen, größere 
Totholzanteile etc.). 
  
208.01 Finkens Garten 
Bezirk:  Rodenkirchen Flächengröße: 0,59 ha 
Stadtteil:  Rodenkirchen Anzahl Bäume: 71 Bäume 
 
Fläche. Der Streuobstbestand in Finkens Garten zählt zu den alten, besonders wertvollen Beständen in Köln 
und kann in Teilen noch auf die alten Baumschule Finken zurückgeführt werden. Während der Jahrzehnte

11 
 
dauernden Entwicklung zu einem Umweltbildungsgarten der Stadt Köln wurde die alte Obstwiese erweitert, in 
ihrer Form verändert und zeitweise auch vernachlässigt. Diese wechselvolle Geschichte spiegelt sich heute 
noch im Baumbestand wider. 
Baumbestand. Der Baumbestand lässt sich grob in drei Generationen unterteilen. Der älteste Teil der 
Obstwiese wird von knapp 10 Altbäumen gebildet, die zum Teil ein sehr hohes Baumalter aufweisen und 
bereits auf historischen Luftbildern seit 1956 sichtbar sind. Bereits damals waren diese Bäume ausgewachsen 
und besaßen breite Kronen, so dass ihr Alter sich bis mindestens in die 1930er Jahre erstrecken dürfte 
(vermutlich jedoch noch um einiges älter). Die zweite Baumgeneration in Finkens Garten entstammt der 
Periode zwischen 1980 und 2010, als Obstbäume unter der Leitung von Bernd Kittlass nachgepflanzt wurden. 
Diese zweite Generation umfasst die damals gängigen Sorten (zum Teil auch bereits moderne – und damit 
weitgehend ungeeignete – Sorten) und wurde zum Teil mit fachlich heute nicht mehr angewandten Methoden 
gepflanzt (vor allem die Pflanzung in verzinkten Draht führt bis heute zu Problemen mit diesen Bäumen). Die 
dritte und jüngste Baumgeneration wurde seit 2010 von unterschiedlichen Akteuren gepflanzt. 
Biotopqualität. Allgemein hohe Biotopqualität durch die angrenzenden Gehölzstrukturen und reichlich 
lagerndes Totholz an den Rändern. Die Wiese wurde lange Jahre nur einschürig im Spätsommer gemäht, um 
Besucher vom wilden Betreten der Fläche und vom unkontrollierten Ernten abzuhalten. Diese Praxis wurde 
nach langen Diskussionen, auch mit Fachmitarbeitern der Naturschutzstation, 2019 schließlich zugunsten einer 
zweischürigen Mahd aufgegeben (im Rahmen eines „Wiesenkonzepts“ für Finkens Garten). Die Erfolge dieser 
Maßnahme sind nach wenigen Jahren bereits deutlich sichtbar. Die Wiese ist kräuterreicher und vielfältiger 
geworden und kann damit auch als hochwertiger Bestandteil im Umweltbildungsprogramm von Finkens 
Garten für Kinderführungen und Naturerlebnispädagogik eingesetzt werden. 
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden Winterschnittmaßnahmen an den Obstbäumen durchgeführt. Dabei 
konnten vor allem die wertvollen Altbäume gepflegt werden. Die Wiesenpflege konnte 2022 wieder regulär 
durch Finkens Garten und Drittakteure durchgeführt werden, so dass hier keine Unterstützung durch die 
Naturschutzstation erfolgen musste. 
Gesamtbewertung. Gerade die Altbäume weisen mittlerweile dank der Pflegemaßnahmen der letzten Jahre 
wieder eine gute Vitalität auf und werden aufgrund der guten Standortverhältnisse auch in den kommenden 
Jahren voraussichtlich vital bleiben. Bei den mittelalten Bäumen der zweiten Generation ist hingegen eine 
dauerhaft verminderte Vitalität zu beobachten, die auch durch fachgerechte Schnittmaßnahmen kaum 
aufgelöst werden kann. Vermutlich wird sich das Problem erst dann lösen, wenn diese Bäume (frühzeitig) 
abgängig werden und ersetzt werden.

12 
 
 
Abbildung 4: Der größte Teil des Altbaumbestands in Finkens 
Garten konnte im zeitigen Frühjahr 2022 durchpflegt werden 
(März 2022).  
 
Abbildung 5: Gleicher Blickwinkel, wenige Wochen später zur 
Obstblüte. (April 2022).  
 
212.01 Am Moosberg 
Bezirk:  Rodenkirchen Flächengröße: 0,49 ha 
Stadtteil:  Immendorf Anzahl Bäume: 21 Bäume 
 
Fläche. Die Obstwiese „Am Moosberg“ ist einer der vielen jüngeren Obstbaumbestände in Köln. Obwohl ihr 
wertgebende Habitatstrukturen weitgehend fehlen, stellt sie durch ihre Lage ein entscheidendes 
Vernetzungselement in der Rodenkirchener Feldflur dar. Der Untergrund ist am Standort tendenziell eher 
nährstoffarm mit höheren Sandanteilen, was sich sichtbar auf die Entwicklung der Obstbäume auswirkt. 
Baumbestand. Es handelt sich um junge Obstbäume in der Wachstumsphase, die zeitgleich gepflanzt wurden. 
Biotopqualität. Allgemein sehr gering, vor allem aufgrund fehlender Grenzstrukturen. Die Fläche grenzt zum 
Teil ohne Übergang an einen intensiv bewirtschafteten Acker. Die Wiese wurde 2019 zusammen mit einer 
benachbarten Ausgleichsfläche durch eine Mahdgutübertragung mit artenreichem Spenderheu aus dem Zonser 
Grind angereichert. Sie hat sich in den letzten Jahren eindeutig positiv entwickelt, auch wenn sie (wie viele 
andere Flächen) 2022 nicht gemäht wurde. 
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden Winterschnittmaßnahmen an allen Obstbäumen durchgeführt. 
Gesamtbewertung. Der Pflegerückstand im Bereich Kronenpflege/ -formierung der Jungbäume konnte 
mittlerweile weitgehend behoben werden. Das Pflegeziel in den kommenden Jahren ist die Erziehung 
naturgemäßer Obstbaumkronen und die Korrektur verwachsener Kronenbilder. In der Förderperiode 2021/22 
konnte bei routinemäßigen Flächenbegehungen festgestellt werden, dass die Obstbäume bereits vitaler waren 
als noch in den Vorjahren (trotz des sehr trockenen Sommers).

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212.02 Vor dem Dorf 
Bezirk:  Rodenkirchen Flächengröße: 0,12 ha 
Stadtteil:  Immendorf Anzahl Bäume: 19 Bäume 
 
Fläche. Die Obstbaumreihe „Vor dem Dorf“ liegt an der gleichnamigen Landstraße nordöstlich von Immendorf 
und schließt an ihrer westlichen Spitze beinahe nahtlos an die Obstwiese „Am Moosberg“ an. Die Fläche wurde 
im Rahmen der Regionale 2010 angelegt. 
Baumbestand. Besteht überwiegend aus vitalen Jungbäumen, die noch in der Phase des Kronenaufbaus sind. 
Das Baumalter ist bei allen Bäumen gleich. Es überwiegen Apfelbäume mit einigen dazwischen gestreuten 
Pflaumen. 
Biotopqualität. Unterhalb der Bäume wurde eine initiale Ansaat mit zumeist standorttypischen 
Grünlandpflanzen vorgenommen und die Fläche ist nach wie vor relativ kräuter- und blütenreich, auch wenn 
das Mahdgut teilweise nicht abgeräumt wird und sich zunehmend wilde Trampelpfade durch die Vegetation 
ziehen und Trittschäden deutlich erkennbar sind. In der Tendenz verschlechtert sich daher das Blütenangebot 
und die Vielfalt der Wiesenblumen nimmt schleichend ab. Eine Mahd mit Abräumen des Mahdguts wäre 
förderlich, um diesem Prozess entgegenzuwirken. 
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden Baumpflegearbeiten zur Kronenformierung der jungen Bäume 
durchgeführt. 
Gesamtbewertung. Die Baumreihe befindet sich aktuell in einem guten Pflegezustand. Die Bäume stehen 
gesund, die Kronenentwicklung ist günstig. 
 
213.01 Am Alt Engeldorfer Hof 
Bezirk:  Rodenkirchen Flächengröße: 1,5 ha 
Stadtteil:  Meschenich Anzahl Bäume: 95 Bäume 
 
Fläche. Der Streuobstbestand am historischen „Alt Engeldorfer Hof“ am südlichen Ortsrand von Meschenich 
gehört zu den größeren Kölner Flächen. Am Rande eines ehemaligen Kiesabbaugebietes wurde in den 1980er 
Jahren eine Abfalldeponie geschlossen und mit einer Deckschicht aus tonhaltigem Boden abgedichtet. Darauf 
entstand seit den 1990er Jahren unter damals ehrenamtlicher Initiative durch NABU-Aktive allmählich eine 
Streuobstwiese.  
Baumbestand. Die ersten Bäume sind seit Mitte der 1990er Jahre auf Luftbildaufnahmen zu erkennen und 
wurden zunächst am Ostrand der Fläche gepflanzt. In den folgenden Jahren wurden nach und nach auch die 
anderen Teile der Wiese mit Obstbäumen bepflanzt. Die Auflage der Deckschicht ist in der Flächenmitte am 
geringsten und wird zu den Rändern hin mächtiger. Dies zeigt sich deutlich im Kronenbild der Obstbäume. 
Während die randlich gepflanzten Bäume mittlerweile ausgewachsene Kronen gebildet haben, zeigen die 
weiter in der Flächenmitte stehenden Bäume mehrheitlich eine verminderte Vitalität, was unter anderem an 
der geringen Durchwurzelungstiefe liegen könnte. Des Weiteren kämen aber auch eine Auswahl ungeeigneter 
Sorten und eine über die letzten Jahre vernachlässigte Baumpflege als Ursachen in Frage.

14 
 
Biotopqualität. Die Wiese stellt sich als wenig kräuterreiche Glatthaferwiese auf tonigem Untergrund dar. 
Zur ökologischen Aufwertung wurde im Sommer 2020 auf einem zuvor gefrästen Streifen eine 
Mahdgutübertragung durchgeführt. Die finanziellen Mittel wurden vom NABU-Insektenschutzfond zur 
Verfügung gestellt. Nach einer positiven Initialentwicklung gab es 2021 Probleme mit dem für die Wiesenmahd 
zuständigen Auftragnehmer und das Mahdgut lag mehrere Wochen auf den wertvollen Flächen der 
Mahdgutübertragung.  
Die Wiesenentwicklung war 2022 wiederum eindeutig negativ, denn die Sommermahd der Obstwiese wurde 
aufgrund fehlenden Personals im Amt für Landschaftspflege und Grünflächen nicht ausgeschrieben und 
durchgeführt. Damit die Erfolge zumindest auf dem Mahdgutstreifen nicht völlig zunichte gemacht werden, hat 
die Naturschutzstation im Juni eine Mahd mit der Handsense durchgeführt. Ob diese Maßnahme einen 
positiven Effekt gehabt hat, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. 
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden Maßnahmen zur Baumpflege, Baumscheibenpflege, Wiesenmahd 
und Wässerung von Jungbäumen durchgeführt. 
Gesamtbewertung. Der Streuobstbestand gehört zu den ersten Flächen, die von der Station bearbeitet 
wurden. Daher konnten in den Vorjahren schon relativ umfangreiche Vorarbeiten geleistet werden. Im Bereich 
Kronenpflege der Obstbäume besteht jedoch immer noch ein moderater bis erheblicher Pflegerückstand, der in 
den kommenden Jahren durch weitere Pflegeeingriffe nach und nach aufgelöst werden muss. Als relativ 
rezentes Problem zeigt sich in den letzten Jahren immer deutlicher ein teilweise hoher Befall von Bäumen mit 
Schwarzem Rindenbrand. Dies hängt vermutlich mit dem Trockenstress der vergangenen Sommer zusammen.

15 
 
 
Abbildung 6: Blick auf die Obstwiese Am Alt Engeldorfer Hof im 
Frühsommer 2022. Die Wiese stand im Juni bereits mannshoch, 
wurde aber den gesamten Sommer lang nicht gemäht (Juni 
2022).  
 
Abbildung 7: Die Jungbäume wurden mit der Handsense 
ausgemäht, um negative Effekte durch Wühlmauszuwanderung 
zu vermeiden und um die Verdunstung um den Baum zu 
reduzieren. Für die Bewässerung ist das Ausmähen der 
Baumscheibe ebenfalls wichtig, da sonst um den Baum herum 
nicht gearbeitet werden kann. (Juni 2022).  
 
Abbildung 8: Teilnehmer*innen des Arbeitskreises Streuobst 
beim Ausmähen des Mahdgutübertragungsstreifen. Die Mahd 
erfolgte ökologisch mit der Handsense, die Schnittguthaufen 
wurden randlich gelagert (Juni 2022).  
 
Abbildung 9: Im Dezember wurde die Fläche nach einem halben 
Jahr Verspätung endlich gemäht – allerdings mit schwerem Gerät 
auf durchweichtem Boden. So behandelte Wiesen verlieren 
innerhalb kurzer Zeit ihre Pflanzenvielfalt und vergrasen (Januar 
2023).  
 
213.02 Langenackerstraße 
Bezirk:  Rodenkirchen Flächengröße: 0,09 ha 
Stadtteil:  Meschenich Anzahl Bäume: 19 Bäume 
 
Fläche. Die Obstbaumreihe an der Langenackerstraße ist ebenso wie die Schwester-Baumreihe „Vor dem Dorf“ 
im Zuge der Regionale 2010 entstanden. Ebenso wie diese besteht die Baumreihe an der Langenackerstraße 
überwiegend aus vitalen Jungbäumen, die noch in der Phase des Kronenaufbaus sind. 
Baumbestand. Vorwiegend Apfelbäume mit einigen eingemischten Pflaumen. Alle Bäume im gleichen Alter.

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Biotopqualität. Unterhalb der Bäume wurde eine initiale Ansaat mit zumeist standorttypischen 
Wiesenpflanzen angelegt, die Fläche ist nach wie vor relativ kräuter- und blütenreich (jedoch weniger vielfältig 
und graslastiger als „Vor dem Dorf“). Auch hier trägt das Mulchen bzw. Belassen des Grasschnitts auf der 
Fläche zu einer schleichenden Vergrasung und damit Verarmung des Streifens bei. 
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden Baumschnittmaßnahmen zur Kronenformierung der Obstbäume 
durchgeführt. 
Gesamtbewertung. Insgesamt befindet sich die Fläche in einem guten Zustand. 
 
305.01 Belvederestraße 
Bezirk:  Lindenthal Flächengröße: 1,25 ha 
Stadtteil:  Müngersdorf Anzahl Bäume: 41 Bäume 
 
Fläche. Der Streuobstbestand an der Belvederestraße wurde zwischen 1998 und 2007 in mehreren Schritten als 
Ausgleichsmaßnahme auf einer ehemaligen Ackerfläche angelegt. Aufgrund ihrer Nähe zur FreiLuGa wird die 
Fläche seit Jahren von ehrenamtlichen Kräften der FreiLuGa betreut. Sie dient neben der Obsternte auch als 
Lehr- und Lernort, um Kindern und Jugendlichen die Methoden des extensiven Streuobstbaus zu vermitteln. 
Baumbestand. In mehreren Etappen gepflanzter Bestand aus vorwiegend Äpfeln, Birnen, und Quitten. Die 
Bäume befinden sich teilweise in relativ gutem Zustand, weisen jedoch teilweise auch starke (alte) 
Wühlmausschäden auf, bis hin zu schräg wachsenden bzw. umgefallenen Exemplaren. Die Bodenverhältnisse 
haben sich in den letzten Jahren als ungünstig für Obstpflanzungen herausgestellt, da im Unterboden eine 
wasserundurchlässige Tonschicht den Wassertransport stark behindert. 
Biotopqualität. Relativ vergraste Magerwiese auf tonhaltigem Boden, trocknet im Sommer oberflächlich stark 
aus. Im Süden nährstoffreicher und mit zum Teil mit Dominanzbeständen aus Brennnessel bestanden. Wurde 
in den letzten Jahren nur unregelmäßig gemäht, das Mahdgut ist vorwiegend (oder vollständig) auf der Fläche 
verblieben und hat die Fläche verarmen lassen. 
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden keine Maßnahmen durchgeführt. Der nächste Schnittturnus ist für 
2023/24 geplant. 
Gesamtbewertung. Aufgrund der ungünstigen Bodenbedingungen ist das weitere Entwicklungspotenzial – 
gerade in den zunehmend häufigeren Hitzesommern – in Bezug auf den Baumbestand fraglich. Die Wiese ließe 
sich über eine geeignete Pflege und eventuelle ökologische Aufwertungsmaßnahmen wie streifenweise 
Mahdgutübertragung oder Einsaat durchaus zur einer artenreichen Magerwiese entwickeln. 
 
406.01 Nüssenberger Busch West 
Bezirk:  Ehrenfeld Flächengröße: 0,43 ha 
Stadtteil:  Ossendorf Anzahl Bäume: 41 Bäume

17 
 
Fläche. Der westliche Streuobstbestand im Nüssenberger Busch befindet sich südlich des kleinen 
Wanderparkplatzes, westlich der Johannesstraße. Anfang der 1990er Jahre war die Fläche entlang der Straße 
noch nicht mit Gehölzen bestanden. Zwischen 1993 und 1998 wurden von ehrenamtlichen Naturschützern dort 
erste Obstbäume gepflanzt. Seit etwa 2003 wurden dann weite Bereiche der offenen Fläche nicht länger gemäht 
und verbuschten zusehends. Aus der einst weitläufigen Fläche entwickelte sich innerhalb weniger Jahre ein 
mehr oder weniger geschlossener Gehölzbestand mit einer Lichtung, auf der die Obstbäume allmählich immer 
stärker von den hochwachsenden Laubbäumen beschattet wurden. Als die Fördervereinbarung zwischen 
Naturschutzstation und Grünflächenamt abgeschlossen wurde, befand sich die Fläche bereits in einem Zustand 
fortgeschrittener Verbrachung. Im Winter 2018/19 wurde der Waldrand daher in Zusammenarbeit zwischen 
Grünflächenamt, UNB und Station zurückgesetzt und maschinelle Entbuschungs- und Rodemaßnahmen 
durchgeführt. Weitere Entbuschungsmaßnahmen sind 2019/20 und 2020/21 erfolgt. Im Rahmen der 
letztgenannten Maßnahmen wurde die Lichtung wieder mit der nördlich liegenden Wiesenfläche verbunden, 
die bis an den Parkplatz reicht und es konnten dort am Fußweg erste Obstbäume gesetzt werden. 
Baumbestand. Gemischter Bestand aus älteren Bäumen (etwa 30 Jahre alt), jüngeren Bäumen 
(Nachpflanzungen aus den 2000er Jahren) sowie Jungbäumen, die von der Naturschutzstation im Rahmen ihrer 
Arbeiten in den letzten Jahren nachgepflanzt wurden. 
Biotopqualität. Durch die jahrzehntelange sporadische Pflege des Grünlands stellen sich die Wiesen im 
Wesentlichen artenarm dar. In den letzten Jahren konnte eine streifenweise Mahdgutübertragung mit 
Spenderheu aus der Merkenicher Rheinaue durchgeführt werden. Außerdem wurden weite Bereiche der wieder 
freigestellten Lichtung mit artenreichem Wiesensaatgut eingesät. Beide Maßnahmen haben allerdings bisher 
nur zu einer überschaubaren positiven Entwicklung geführt. Möglicherweise war die Pflege der letzten Jahre 
noch zu unregelmäßig (2022 ist die Wiesenmahd ganz ausgeblieben), als dass die Einsaat ihr Potenzial hätte 
ausschöpfen können. 
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden Baumschnittmaßnahmen an Jung- und Altbäumen, Weißeln der 
Jungbäume, Baumscheibenpflege, Wässerung der Jungbäume sowie Anbringen von Raupenleim an den 
Jungbäumen durchgeführt. 
Gesamtbewertung. Durch die weit zurückliegende Nutzungsaufgabe befinden sich die Kronen der Altbäume 
noch immer in einem ungenügenden Zustand mit starker Verdichtung und Naturkronenausprägung. Durch die 
Pflegearbeiten der letzten Jahre konnten diese Entwicklungen teilweise korrigiert werden, bedürfen allerdings 
in den kommenden Jahren weiterer Schnittmaßnahmen. 
Die im nördlichen Bereich der Fläche (am Fußweg in der Nähe des Parkplatzes) gepflanzten Jungbäume 
entwickeln sich gut und können mittlerweile auch trockenheißen Sommern ohne regelmäßige Wassergaben 
widerstehen. Hier wäre in den nächsten Jahren eine Beschilderung mit Sortenschildern denkbar, um die 
Besucher*innen auf die dort gepflanzten regionaltypischen Sorten aufmerksam zu machen. 
Im Herbst 2022 wurde auch erstmalig Raupenleim an den Jungbäumen angebracht, da diese im vorigen 
Frühjahr zum wiederholten Mal durch einen starken Befall von Frostspannerraupen schwer geschädigt worden 
waren.

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Abbildung 10: Der nördliche Teil der wiederhergestellten 
Lichtung blühte im Frühsommer 2022 länger als geplant (durch 
die fehlende Mahd). Dies hat vermutlich negative Auswirkungen 
auf die ausgebrachte Saatgutmischung gehabt (Juni 2021).  
 
Abbildung 11: Gleicher Blickwinkel, wenige Wochen später. 
Aufgrund der fehlenden Mahd treibt die Wiese nicht mehr frisch 
aus. Die Obergräser vertrocknen und verdunkeln den Bestand der 
Kräuter darunter. In der Mitte ist die Wässerung eines Jungbaums 
mit einem Wassertank auf der Pritsche eines Transporters zu 
sehen (Juli 2022). 
 
501.01 Johannes-Giesberts-Park 
Bezirk:  Nippes Flächengröße: 0,45 ha 
Stadtteil:  Nippes Anzahl Bäume: 25 Bäume 
 
Fläche. Der Streuobstbestand im Johannes-Giesberts-Park besteht aus einer Handvoll älterer Obstbäume, die 
zwischen 1998 und 2003 in der nordöstlichen Parkecke gepflanzt worden sind. Diese Altfläche wurde in den 
vergangenen Jahren durch zwei Neupflanzungen von Obstbäumen erweitert, die sich nördlich und südlich der 
Bestandsbäume anschließen. 
Baumbestand. Die älteren Obstbäume weisen durchgehend eine verminderte Vitalität auf. Bei einem 
abgängigen Baum ist vor Kurzem verzinkter Draht im Wurzelraum entdeckt worden, so dass die mangelnde 
Vitalität vermutlich durch die verhinderte Wurzelbildung zu erklären ist. Ähnlich negative Auswirkungen der 
(mittlerweile fachlich überholten!) Pflanzung in verzinkten Draht kann bei vielen Bäumen mittleren Alters in 
Finkens Garten beobachtet werden.  
Die Jungbäume stehen tendenziell besser da, müssen aber trotz regelmäßiger Wässergänge mit dem schlechten 
Boden vor Ort kämpfen (zum Teil viel Weltkriegsschutt im Boden). Die Situation wird sich voraussichtlich 
bessern, wenn die Bäume richtig eingewurzelt sind. 
Biotopqualität. Der magere, mit Schutt angereicherte Boden trocknet im Sommer stark aus und stellt damit 
gute Ausgangsbedingungen für die Entwicklung einer artenreichen Wiese dar. Durch Tritteinwirkungen der 
Parkbesucher und fallengelassenen Hundekot stellte sich die ursprünglich dort vorhandene Rasenvegetation als 
„fetter“ dar, als sie es von den Standortbedingungen her sein sollte. Auch in der angelegten Wiese findet sich 
weiterhin Weiß-Klee in höheren Mengenanteilen. Dieser kann dichte Teppiche bilden und andere Kräuter 
ausdunkeln. Bei weiterhin trocken-heißen Sommern wird sich in den kommenden Jahren aber nach und nach 
die Wiesenvegetation weiter durchsetzen.

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Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurde die Mahd der Wildblumenwiese (in Kooperation mit der 
Bürgergruppe Clouth-Garten) durchgeführt. 
Gesamtbewertung. Die angepflanzten Jungbäume haben sich 2022 nur zögerlich entwickelt und mussten 
aufgrund des trockenen Sommers regelmäßig vom Pflegeteam der Clouth Garten-Initiative gewässert werden. 
Auch im Sommer 2022 wurde wieder die Wildblumenwiese gemeinsam händisch gemäht und abgeräumt. Die 
Pflegearbeiten auf der Obstwiese finden im Allgemeinen in Kooperation mit der Bürgerinitiative Clouth Garten 
statt und werden zusammen geplant. 
 
Abbildung 12: Erste Blüte der Wildblumenwiese im Frühsommer 
2022. Im Hintergrund sind einige der Jungbäume zu sehen.  (Mai 
2022).  
 
Abbildung 13: An einigen Stellen waren auch seltenere 
Wiesenblumen wie etwa die gefährdete Wiesen-Witwenblume 
(Knautia arvensis) zu entdecken. (Mai 2022) 
 
 
507.01 KlimaPark Bilderstöckchen 
Bezirk:  Nippes Flächengröße: 0,87 ha 
Stadtteil:  Bilderstöckchen Anzahl Bäume: 52 Bäume 
 
Fläche. Auf einem Brachgelände zwischen Robert-Perthel Straße und Longericher Straße entsteht seit 2017 ein 
naturnaher Park. Im Sommer 2017 erfolgte im Rahmen der von der Stadt Köln ausgerufenen Aktion 
„Gemeinsam fürs Klima in Bilderstöckchen“ eine erste Pflanzung Obstbäumen (damals noch von der Stadt Köln 
durchgeführt). Insgesamt wurden 46 heimische Streuobstbäume gepflanzt. In den Folgejahren formierte sich 
eine feste Bürgergruppe, die sich seither um den Park kümmert und ihn unter Klima- und 
Naturschutzgesichtspunkten weiterentwickelt. 
Baumbestand. Besteht mittlerweile aus knapp 60 Obstbäumen verschiedener, zum Teil seltener Arten und 
Sorten. 
Biotopqualität. Ist sehr positiv zu werten durch vielfältige Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen der 
Bürgergruppe. Unter anderem ist eine Wildblumenwiese und eine Benjeshecke entstanden, die den 
Artenreichtum im Park deutlich erhöhen dürften. 
Maßnahmen. Die Fläche wird fachkundig und mit viel Herz durch die Bürgergruppe betreut.

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Gesamtbewertung. Die Station unterstützt die KlimaPark-Gruppe bei Ihrer Arbeit an den Obstbäumen. Nach 
eher verhaltenen Schnittmaßnahmen in den ersten Standjahren konnte 2020 die erforderliche Erziehungsarbeit 
an den noch jungen Baumkronen intensiviert werden. Außerdem konnten in den vergangenen Jahren weitere 
seltene Obstsorten im Park gepflanzt werden. Mehrere Teilbereiche werden zudem von der KlimaPark-
Initiative zu artenreichen Wildblumenwiesen entwickelt. Die Naturschutzstation steht bei all diesen Themen 
als Ansprechpartner und Förderer zur Verfügung. 
 
601.01 N4 Rheinaue Worringen Nord 
Bezirk:  Chorweiler Flächengröße: 0,09 ha 
Stadtteil:  Merkenich Anzahl Bäume: 11 Bäume 
 
Fläche. Die kleine Obstwiese in der Rheinaue Worringen liegt am Rand des Naturschutzgebietes N4 und ist 
umgeben von Grünland und Äckern. Sie wurde zwischen 2007 und 2010 als Ausgleichsfläche angelegt. In den 
letzten Dürrejahren hat gerade diese Fläche besonders leiden müssen, was durch den sandig-kiesigen, sehr 
wenig wasserbindigen Alluvialboden der Aue bedingt ist. 
Baumbestand. Der Baumbestand besteht im Wesentlichen aus Bäumen gleichen Alters, vorwiegend Äpfeln. 
Die randlich stehenden Bäume weisen mehrheitlich Anfahrschäden (Abriss von Starkästen) durch den 
wirtschaftenden Landwirt auf, die mittelfristig zum Absterben eines Baumes führen können. 
Biotopqualität. Die Wiese stellte sich bisher als nur mäßig artenreiche Glatthaferwiese dar, konnte aber durch 
eine händische und sehr schonende Wiesenmahd in den letzten Jahren bereits strukturell verbessert werden, so 
dass der Kräuteranteil durch offenen Bodenstellen leicht erhöht war. Durch die etwas artenreicheren 
Nachbarbestände besteht die Hoffnung, dass weitere Grünlandarten in den nächsten Jahren ihren Weg auf die 
kleine Obstwiese finden werden. Ein bemerkenswerter Fund wurde während Pflegearbeiten im Sommer 2022 
auf der Wiese gemacht, als ein Weibchen der Gottesanbeterin (Mantis religiosa) dokumentiert werden konnte. 
Die Art war in Deutschland bisher nur in besonders wärmebegünstigten Gebieten zu finden und scheint durch 
die globale Erwärmung in den letzten Jahren ihr Areal in Richtung Norden auszudehnen. 
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden Maßnahmen zur Wässerung und Baumscheibenpflege der 
Jungbäume sowie der Wiesenpflege durchgeführt. 
Gesamtbewertung. Es besteht aktuell ein moderater Pflegerückstand im Bereich Kronenpflege der 
Obstbäume. Mit den bisherigen Arbeitseinsätzen konnte dieser Rückstand teilweise behoben werden. Die 
randlich stehenden Obstbäume werden durch landwirtschaftliche Tätigkeit auf dem benachbarten Flurstück im 
Kronen- und Wurzelbereich teilweise erheblich beschädigt. Eine Überprüfung der Flurgrenzen durch die UNB 
hat allerdings überraschend ergeben, dass die Obstbäume zu dicht an die Flurgrenze des benachbarten Ackers 
gesetzt worden sind.

21 
 
 
Abbildung 14: Zeigerart für die rasant voranschreitende globale 
Erwärmung: Ein Weibchen der Gottesanbeterin auf der 
Streuobstwiese Rheinaue Worringen Nord (Juli 2022).  
 
 
 
601.02 N4 Rheinaue Worringen Süd 
Bezirk:  Chorweiler Flächengröße: 0,28 ha 
Stadtteil:  Merkenich Anzahl Bäume: 24 Bäume 
 
Fläche. Die südliche der beiden Obstwiesen in der Rheinaue Worringen wurde etwa 2005 als Ersatzmaßnahme 
auf einem ehemaligen Acker angelegt. Nördlich der Obstbäume wurde flächig mit Wildgehölzen aufgeforstet, 
der südliche Teil am Fuß des Rheindeichs wurde als Grünland(brache) konzipiert und ist unbepflanzt geblieben. 
Baumbestand. Bis auf wenige später nachgepflanzte Jungbäume befinden sich die Obstbäume alle im gleichen 
Alter (beginnendes Ertragsalter). Knapp die Hälfte der Bäume sind Kirschen, die bereits jetzt an die Grenzen 
des Pflanzrasters stoßen und in Zukunft zu einer sehr dichten Überkronung der Fläche führen werden.  
Biotopqualität. Das Grünland zu Füßen der Bäume ist relativ artenarm und wird von Gräsern dominiert. Es 
wurde im Sommer 2022 von Seiten der Stadt Köln keine Mahd durchgeführt, was der Wiesenentwicklung 
geschadet hat. Aufgrund der ursprünglich konzipierten „Grünlandbrache“ befand sich die Fläche allerdings 
auch in den Vorjahren schon in einem artenarmen Zustand. Um die pflanzliche Vielfalt zu fördern, müsste die 
Fläche zweischürig bewirtschaftet werden. 
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden Baumschnittmaßnahmen sowie umfangreiche 
Heckenpflegemaßnahmen durchgeführt. Die nordöstlich angrenzende flächige Gehölzpflanzung steht zu dicht 
an den randlichen Obstbäumen. Im Spätherbst 2022 konnten die ersten Gehölzreihen daher auf den Stock 
gesetzt werden. Die Arbeiten stellten sich dabei als umfangreicher heraus als zuvor gedacht, da die Sukzession 
in Richtung Pionierwald bereits fortgeschritten war. Nach den Schnittarbeiten ist zwischen der letzten 
Obstbaumreihe und dem Gehölzrand nun ein ausreichend breiter Streifen entstanden, der in den nächsten 
Jahren zur Wiesenpflege hinzugenommen werden könnte, um ein erneutes Zuwachsen zu verhindern. Die 
Naturschutzstation ist diesbezüglich mit dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen in der 
Maßnahmenplanung.

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Gesamtbewertung. Die Obstbäume sind in einem überwiegend guten Zustand und haben das Ertragsalter 
erreicht. Der Kronenaufbau ist durch wiederholte Schnittmaßnahmen allgemein gut gelungen. Einzig die 
Kirschen könnten durch ihre undurchdachte Platzierung mitten im Obstbaumbestand in späteren Jahren zu 
Problemen führen. 
 
Abbildung 15: Blick auf den alten Gehölzbestand nordöstlich der 
Obstwiese. Das Foto wurde während der Schnittarbeiten 
aufgenommen und verdeutlicht, wie weit die Sträucher in die 
Wiese vorgedrungen waren. (November 2022).  
 
Abbildung 16: Blick auf den alten Gehölzbestand, vom 
nordwestlichen Acker aus gesehen. Im Profil zeigen sich bereits 
ausgewachsene Zitterpappeln und Weiden, von denen einige 
randliche stehende Exemplare entnommen wurden. (November 
2022) 
 
 
601.04 N1 St. Amandus 
Bezirk:  Chorweiler Flächengröße: 0,58 ha 
Stadtteil:  Merkenich Anzahl Bäume: 49 Bäume 
 
Fläche. Die Obstwiese zu Füßen der Pfarrkirche St. Amandus ist etwa 2005/06 auf einer ehemaligen Viehweide 
angelegt worden und liegt im Naturschutzgebiet Rheinaue Worringen-Langel. Der Baumbestand erstreckt sich 
in mehreren langen Reihen quer zum Flussverlauf. 
Baumbestand. Die Bäume haben alle das gleiche Alter und befinden sich überwiegend in mangelhaftem 
Zustand. In der Wintersaison 2018/19 war von dritter Seite (möglicherweise vom ansässigen Landwirt) ein 
Schnitt der Obstbäume durchgeführt worden, der allerdings nur darauf abzielte, bei der Mahd störende Äste zu 
entfernen. Dadurch wurden die zuvor ungepflegten Bäume deutlich verunstaltet und potenzielle Leitäste 
beseitigt. 
Biotopqualität. Artenarme Fettwiese, die im vorderen Teil stark durch Lagerung von Landwirtschaftsgeräten 
geschädigt ist. Im hinteren Bereich wurde vor einigen Jahren eine Einsaat mit einer unbekannten 
Gräsermischung durchgeführt. Naturschutzfachlich interessant ist die östlich angrenzende Reihe 
Hybridpappeln mit die Gehölzstrukturen, Totholzhaufen und einer Hochstaudenflur aus Pflanzen der 
nährstoffreichen Säume. 
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden keine Pflegemaßnahmen durchgeführt. Eine Bearbeitung ist für 
2023/24 vorgesehen.

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Gesamtbewertung. Die Obstbäume besitzen keine formierten Kronen und sind überwiegend vermindert vital. 
Vermutlich sind zudem Standardsorten gepflanzt worden, von denen einige nicht besonders streuobsttauglich 
sein dürften. Mit fachgerechter Pflege können die Obstbäume in den kommenden Jahren aber voraussichtlich 
revitalisiert werden. 
 
601.05 N1 Kasselberger Weg 
Bezirk:  Chorweiler Flächengröße: 0,41 ha 
Stadtteil:  Merkenich Anzahl Bäume: 32 Bäume 
 
Fläche. Die Obstwiese am Kasselberger Weg grenzt nördlich an ein kleines Waldstück und liegt auf der 
höheren Auenterrasse, neben der Straße. Sie wurde etwa 2004 angelegt und aus Ersatzgeldern finanziert. Sie 
gehört aufgrund der hervorragenden Standortbedingungen zu den besserentwickelten Streuobstbeständen in 
Köln. 
Baumbestand. Besteht überwiegend aus Apfelbäumen im Ertragsalter, die aufgrund der sehr guten Wasser- 
und Nährstoffversorgung im Auenboden bereits beeindruckende Kronen gebildet haben. 
Biotopqualität. Neben dem guten Baumzustand ist vor allem der Artenreichtum der Stromtal-Glatthaferwiese 
hervorzuheben. Die Mahd ist in den vergangenen Jahren durch einen ortsansässigen Landwirt durchgeführt 
worden. Aufgrund der heute üblichen Maschinenbreite konnte sie allerdings nur dürftig durchgeführt werden. 
Zudem blieb das Mahdgut trotz anders lautender Verabredungen immer wieder auf der Fläche liegen. Daher 
hat die Station die Wiesenmahd seit 2020 mit eigenem Personal durchgeführt. Durch die händische Mahd soll 
einem schleichenden Verlust der pflanzlichen Vielfalt auf der Wiese vorgebeugt werden. Auch im 
Förderzeitraum 2020/21 ist die Mahd kleinmaschinell bzw. mit der Handsense erfolgt. Es hat sich allerdings 
gezeigt, dass die Fläche zu groß und in feuchten Sommern zu wüchsig ist, als dass eine solche händische Mahd 
zeitökonomisch zu rechtfertigen wäre. Daher wurde Ende 2021 besprochen, die Mahd in den kommenden 
Jahren durch das Grünflächenamt ausschreiben zu lassen. 2022 trat dann der worst case ein und die Wiesen 
wurde (wie viele andere) aufgrund einer unbesetzten Stelle im Grünflächenamt überhaupt nicht gemäht. 
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden Maßnahmen in den Bereichen Jungbaumschnitt (Erziehungsschnit), 
Bestandsbaumschnitt (Erhaltungsschnitt) sowie Wiesenpflege (Mahd und Abräumen des Mahdguts) 
durchgeführt. 
Gesamtbewertung. Durch den fruchtbaren Auenboden und die gute Wasserzügigkeit wachsen die Obstbäume 
auf der Fläche sehr gesund und mit zum Teil sehr hohem Jahreszuwachs. Die in der Vergangenheit nicht 
ausreichende Schnittpflege hat daher zu relativ stark verdichteten Naturkronen geführt. Die bisherigen 
Pflegeeinsätze konnten den Pflegerückstand mehr oder weniger beheben, es bleibt in den kommenden Jahren 
allerdings noch Einiges zu tun.

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Abbildung 17: Baumpflegeteam der Station bei der Bearbeitung 
der Obstbäume am Kasselberger Weg (März 2022) 
 
Abbildung 18: Das Astgut wird nach Möglichkeit randlich zu 
kompakten Totholzhecken verbaut. Solche Sonderstrukturen sind 
ökologisch höchst dynamische Habitaträume, in denen zahlreiche 
kleine und große Tiere Schutz und Nahrung finden. 
 
Abbildung 19: Sommerwolken über der Obstwiese am 
Kasselberger Weg. Blick Richtung Süden über den Baumbestand. 
(Mai 2021). 
 
Abbildung 20: Wenige Wochen später zeigt sich ein ganz anderes 
Bild. Das Grünland ist nach einem trockenen Juni fast völlig 
verdorrt (Juli 2022) 
 
601.09 N1 Langeler Damm Nord 
Bezirk:  Chorweiler Flächengröße: 0,08 ha 
Stadtteil:  Merkenich Anzahl Bäume: 7 Bäume 
 
Fläche. Sehr kleiner Streuobstbestand, zwischen 2003 und 2007 in der Rheinaue nördlich von Rheinkassel 
vermutlich als Ausgleichsmaßnahme gepflanzt. Durch die Mitte der Fläche zieht sich eine unterirdische 
Gastrasse, so dass der Baumbestand mittig eine Lücke aufweist. Die wenigen Obstbäume stehen etwas verloren 
in der weiten Wiesenlandschaft. 
Baumbestand. Besteht aus noch relativ jungen Äpfeln und Pflaumen gängiger Sorten.  
Biotopqualität. Die Obstbäume stehen auf einer größeren Fettwiese, angrenzend an den Rheindeich am 
Pumpwerk. Die Wiese selbst ist stark graslastig und sehr artenarm. Biologisch relevante Sonderstrukturen wie

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Totholzhaufen fehlen vollständig, allerdings steht nördlich der Obstbäume eine Gehölzfläche mit 
Hybridpappeln. 
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden Baumpflegemaßnahmen durchgeführt. 
Gesamtbewertung. Der moderate Rückstand bei der Kronenpflege der Obstbäume konnte in den vergangenen 
zwei Förderzeiträumen reduziert werden. Eine Nachpflanzung von zwei Bäumen jenseits des Trassenraums 
konnte mittlerweile ebenfalls realisiert werden. 
 
601.10 N1 Auf dem Werth Nord 
Bezirk:  Chorweiler Flächengröße: 0,14 ha 
Stadtteil:  Merkenich Anzahl Bäume: 15 Bäume 
 
Fläche. Kleiner Streuobstbestand in der Rheinaue nordöstlich von Rheinkassel. Die Fläche wurde vermutlich 
zeitgleich mit den Nachbarflächen Auf dem Werth Süd und Langeler Damm Nord zwischen 2003 und 2007 als 
Ausgleichsmaßnahme angelegt. An einer Stelle befindet sich statt eines Baumes ein Schachtdeckel (vermutlich 
Zugang zu einem Düker). 
Baumbestand. Gemischter Baumbestand aus relativ jungen Äpfeln, Pflaumen und Birnen. Die südwestlichste 
Reihe am Wegesrand steht im Vollschatten eines hohen Pappelgehölzes, die Obstbäume dort haben kaum 
günstige Entwicklungschancen. Die anderen Bäume auf dem besonnten Wiesenteil stehen gesund. 
Biotopqualität. Der Bestand schließt sich an die weitläufige Wiesenlandschaft der Rheinaue an. Im Nordosten 
grenzt die Fläche an einen Gehölzstreifen. Die Wiese zu Füßen der Bäume ist relativ artenarm, stark von 
Gräsern dominiert und besitzt einen geringen ökologischen Wert.  
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden Baumschnittmaßnahmen durchgeführt. 
Gesamtbewertung. Aktuell besteht weiterhin ein moderater Rückstand bei der Kronenpflege der Obstbäume, 
der aber in den kommenden Jahren ohne große Probleme Schnitt für Schnitt aufgelöst werden kann. 
 
601.11 N1 Langeler Damm Süd 
Bezirk:  Chorweiler Flächengröße: 1,43 ha 
Stadtteil:  Merkenich Anzahl Bäume: 40 Bäume 
 
Fläche. Der Streuobstbestand liegt in der Außenaue direkt am Rheindeich von Rheinkassel und gehört zu den 
ältesten und damit wertvollsten noch existierenden Streuobstweiden in Köln. Die Fläche blickt auf eine 
wechselvolle Geschichte zurück. Bereits auf den ersten historischen Luftbildern der 1950er Jahre sind 
zahlreiche, quer zum Deich verlaufende Flurstücke mit Obstbaumbeständen zu erkennen. In den 1960er Jahren 
ist dann ein breiter Streifen dieser alten Flurstücke, direkt am Fuß des Deichs, gerodet und in Grünland 
umgewandelt worden. Dies führte dazu, dass der älteste Obstbaumbestand nur am Deichfuß und nördlich jener 
Rodungsschneise überlebt hat. Bei Sortenerfassungen der letzten Jahre wurden unter diesen Altbäumen

26 
 
mehrere seltene, zum Teil noch nicht identifizierte Obstsorten entdeckt, so dass die Fläche auch aus 
pomologischer Sicht zu den herausragenden Kölner Flächen zählt, für die eine besondere 
Erhaltungsverantwortung besteht. 
Einige Flurstücke der Gesamtfläche befinden sich in privatem Besitz und unterliegen weiterhin keiner 
vertraglich fixierten Vereinbarung zur Pflege durch die Station. Erste Gespräche mit dem Besitzer fanden statt, 
wurden allerdings durch den Beginn der Coronapandemie wieder verhindert. 
Baumbestand. Besteht aus mehreren Obstbaumgenerationen. Die ältesten Bäume dürften noch aus den 1930er 
Jahren, eventuell auch noch früher, stammen und gehören zu den besonders seltenen und erhaltenswerten 
Sorten. Daneben finden sich auch Obstbäume jüngeren Datums, die in den letzten 30 Jahren von der Stadt 
nachgepflanzt wurden, dann jedoch mehr oder weniger sich selbst überlassen geblieben sind. Die Sorten dieser 
Baumgeneration entsprechen den damals gängigen Baumschulsortimenten und sind von keinem besonderen 
Erhaltungsinteresse. Die Baumkronen dieser jüngeren Obstbäume sind zum Teil stark verwachsen, was mit der 
mangelnden Pflege der letzten Dekaden zusammenhängt. 
Biotopqualität. Die Fläche wird derzeit von einem Pferdehalter als Pferdeweide genutzt. Neben dem 
Obstbaumbestand stehen auch einige mächtige Pappeln und Kopfweiden auf der Fläche, was die 
Biotopausstattung deutlich erhöht. Das Grünland ist aufgrund der relativ geringen Beweidungsintensität 
vergrast und recht artenarm. Es finden sich nur wenige Wiesenblumen im Bestand. 
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden keine Maßnahmen durchgeführt. Erste Pflegearbeiten sollen 2023/24 
durchgeführt werden. 
Gesamtbewertung. Aktuell besteht ein zum Teil erheblicher Rückstand bei der Kronenpflege der Obstbäume, 
der in den kommenden Jahren durch mehrere Pflegeeingriffe sukzessive aufgelöst werden muss. Durch die 
letzten Dürrejahre sind einige Bäume abgängig. Zudem beeinträchtigt auch die Schattierung durch einige 
riesige Pappeln am Rand der Fläche den Wuchs der Obstbäume. Die Pappeln wurden allerdings im 
Berichtszeitraum durch städtische Baumpfleger zurückgeschnitten, da sie zum Teil erheblich bruchgefährdet 
waren. 
601.12 N1 Auf dem Werth Süd 
Bezirk:  Chorweiler Flächengröße: 0,25 ha 
Stadtteil:  Merkenich Anzahl Bäume: 21 Bäume 
 
Fläche. Schwesterfläche der oben diskutierten Obstweise Auf dem Werth Nord. Wurde ebenso wie diese 
zwischen 2003 und 2007 vermutlich als Ausgleichsmaßnahme angelegt. 
Baumbestand. Besteht aus gängigen Apfel- und Pflaumensorten, alle im selben Alter. Im Berichtszeitraum 
konnten zwei Fehlstellen mit Obstbäumen bepflanzt werden. 
Biotopqualität. Der Obstbestand ist Teil des rheinnahen Auengrünlands, das sich von Rheinkassel bis nach 
Langel hochzieht. Die Obstwiese verfügt über keine Sonderstrukturen wie Hecken oder Totholzhaufen, was die 
ökologische Wertigkeit eher gering erscheinen lässt. Auch die Obstbäume sind noch zu jung, um ökologisch 
wertgebende Strukturen wie Baumhöhlen hervorzubringen. 
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden Baumschnittmaßnahmen sowie eine Nachpflanzung von zwei 
Jungbäumen durchgeführt.

27 
 
Gesamtbewertung. Aktuell besteht weiterhin ein moderater Rückstand bei der Kronenpflege der Obstbäume, 
der aber in den kommenden Jahren ohne große Probleme Schnitt für Schnitt aufgelöst werden kann. 
 
602.01 Mennweg 
Bezirk:  Chorweiler Flächengröße: 0,66 ha 
Stadtteil:  Fühlingen Anzahl Bäume: 89 Bäume 
 
Fläche. Die Obstwiese am Mennweg zählt zu den ältesten noch erhaltenen Streuobstbeständen im Kölner 
Stadtgebiet und lässt sich bis in die 1930er Jahre zurückverfolgen. So taucht der markante schlauchartige 
Grundriss der Fläche in der Topographischen Karten von 1936 bis 1945 erstmals auf, so dass vermutet werden 
kann, dass die Anlage des Obstbestands in diese Zeit fällt. Auf der ersten zugänglichen Luftbildaufnahme von 
1951 sind bereits 4 lange Reihen von Obstbäumen zu erkennen. Die südliche Spitze und die äußerste Baumreihe 
im Nordosten dieser ursprünglichen Fläche fiel einige Jahre später dem Wegebau zum Opfer. 
Die jüngere Vergangenheit der Fläche ist nur schlecht rekonstruierbar. Es ist bekannt, dass sich Aktive des 
NABU zwischenzeitlich der Fläche annahmen und die Pflege organisierten. Spätestens seit den 2000er Jahren 
ist der Streuobstbestand am Mennweg dann allerdings (wieder?) verwildert. Als die Station 2018 mit der Pflege 
begann, waren weite Teile der Wiese verbuscht, die Hecken durchgewachsen und von ausgewachsenen 
Laubbäumen überkront, die viel Schatten auf die Fläche warfen. Der Mennweg stellt derzeit einen Schwerpunkt 
in den jährlichen Pflegearbeiten der Naturschutzstation dar und wurde in den letzten Jahren ökologisch 
behutsam restauriert. 
Baumbestand. Der Baumbestand gliedert sich in mehrere Baumgenerationen. Die ältesten Obstbäume auf der 
Fläche haben längst ihre letzte Lebensphase erreicht. Es sind zum Teil beeindruckende Baumgestalten mit 
vielen Baumhöhlen und großen Totholzpartien. Die letzten sehr trockenen Jahre haben leider ihren Tribut 
gefordert und nicht wenige dieser alten Veteranen sind mittlerweile abgestorben. Die jüngeren Bestandsbäume 
stammen aus Nachpflanzungen der letzten 30 Jahre und gehen vermutlich auf die Aktivitäten früherer NABU-
Generationen zurück. Sie bestehen aus den damals üblichen Baumschulsorten und sind aus pomologischer 
Sicht deutlich weniger wertvoll als die Altbäume. Als dritte und jüngste Baumgeneration wurden durch die 
Station in den letzten Jahren Fehlstellen mit besonderen, zum Teil sehr seltenen Sorten bepflanzt. 
Biotopqualität. Die an den Längsseiten zum Teil gepflanzten, zum Teil wild entstandenen Hecken sind zwar 
ökologisch wertvolle Biotopelemente, greifen jedoch zunehmend auf die Wiesenfläche über und beschatten die 
Obstbäume. Daher wurden in den vergangenen Jahren wiederholt Teile der Hecke auf den Stock gesetzt. Die 
Wiese bestand fast nur aus Gräsern und wenigen konkurrenzstarken Kräutern der nährstoffreichen 
Waldsäume. Durch die Pflege der Station hat sich dieses Bild mittlerweile gewandelt. 2021 konnten zwei 
Wiesenbereiche zudem über eine Mahdgutübertragung mit artenreichem Spenderheu aus der Worringer 
Rheinaue angereichert werden. Die Ergebnisse waren 2022 hervorragend, so dass auch von einer weiterhin 
positiven Wiesenentwicklung ausgegangen werden kann. 
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden zahlreiche Arbeitseinsätze durchgeführt. Die Maßnahmen umfassen 
Baumschnittmaßnahmen an Jung- und Altbäumen (Erziehungsschnitt, Instandhaltungsschnitt, 
Kronenregeneration, Kronensicherung, Fruchtholzverjüngung…), Heckenpflege, Baumpflanzung, 
Baumscheibenpflege und Wiesenmahd. 
Gesamtbewertung. Der Gesamtzustand der Fläche konnte in den letzten Jahren durch erhebliche 
Anstrengungen deutlich verbessert werden. Der Zustand der Bäume weist immer noch moderate Rückstände in

28 
 
der Kronenpflege auf, die in den nächsten Jahren Schritt für Schritt behoben werden sollen. Aus einer halb 
verwilderten Obstwiesenbrache ist ein Vorzeigebestand mit einer ausgezeichneten ökologischen Wertigkeit 
geworden, der in den nächsten Jahren weiter behutsam entwickelt werden soll. 
Ein wesentlicher Aspekt der Pflegearbeiten ist das abschnittsweise Auf-den-Stock-Setzen der Hecken. Das 
Entfernen von Überhältern aus den Hecken konnte im Berichtszeitraum fortgeführt werden, um die teilweise 
massive Beschattung der schmalen Obstwiesenfläche zu reduzieren. Mittlerweile sind fast alle Überhälter 
entnommen worden, und mehrere Bereiche der Althecke wurden auf den Stock gesetzt.  
Die Mahd der für Maschinen kaum zugänglichen Fläche wird durch die Station geleistet. Dabei wird je nach 
Entwicklungsgrad der relativ artenarmen Fuchsschwanz-Glatthaferwiese in Etappen mit Handsense und 
Balkenmäher gemäht, um die Vielfalt zu fördern und bessere Entwicklungsbedingungen für die Wiese zu 
schaffen. Im Berichtszeitraum konnte zudem eine Mahdgutübertragung an zwei Stellen durchgeführt werden, 
bei dem Spendermaterial aus der nahegelegenen Rheinaue verwendet werden konnte. Die Bereiche werden 
2021/22 einer floristischen Erfassung unterzogen. 
An allen Pflegearbeiten auf der Obstwiese konnten in regelmäßigen Aktionen auch Kinder und Jugendliche des 
Jugendzentrums Northside teilnehmen und so die Streuobstkultur in all ihrer Vielfalt über das Jahr hinweg 
erleben. Die Kooperation mit dem Jugendzentrum soll auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden. 
Damit gewinnt am Mennweg neben der naturschutzfachlichen Arbeit auch die naturschutzpädagogische 
Beschäftigung mit dem Thema Streuobst an Bedeutung.

29 
 
 
Abbildung 21: Ein Heckenstück wird auf den Stock gesetzt und 
als kompakte Totholzhecke an der Flurgrenze aufgeschichtet 
(Dezember 2021).  
 
Abbildung 22: Blick über die Totholzhecke auf den 
Streuobstbestand am Mennweg. Dort wo heute der Feldweg 
verläuft, befand sich bis Anfang der 1950er Jahre noch eine vierte 
Obstbaumreihe. (Dezember 2021).  
 
Abbildung 23: Blick auf einen von Buschwerk freigestellten 
Bereich an der Südspitze der Fläche. Im Bild sind mehrere 
abgestorbene Altbäume zu erkennen. So lange sie stehenbleiben, 
bieten sie zahlreichen Insektenarten Nist- und 
Nahrungsmöglichkeiten. (Dezember 2021) 
 
Abbildung 24: Im Zuge der Heckenpflege freigestellte Altbäume 
der Sorte Weißer Klarapfel, die über Jahre von Gehölzen 
überwachsen worden waren. Vielleicht treiben sie noch einmal 
durch und können mit weiteren Revitalisierungsschnitten erhalten 
werden (März 2022)

30 
 
 
Abbildung 25: Blick auf einen Teil der langen Streuobstwiese am 
Mennweg. Anfang April beginnt die Wiese hochzuwachsen. Links 
im Bild einer der alten Kirschbäume. Deutlich ist der mächtige 
Veredelungswulst zwischen Unterlage und Edelsorte erkennbar 
(April 2022). 
 
Abbildung 26: Auch hier wurde ein kleiner Teil der verkahlenden 
Althecke auf den Stock gesetzt. Die angrenzenden Wiesenpartien 
bekommen dadurch wieder mehr Licht, was sich positiv auf die 
Artenvielfalt auswirkt (April 2022). 
 
 
Abbildung 27: Im Juni steht die Wiese in Blüte – allerdings nur 
dort, wo zuvor durch die Mahdgutübertragung eine Ansiedlung 
von Wiesenblumen stattgefunden hat. Im Bild verläuft der 
Streifen mittig. Im Hintergrund abgestorbene Altbäume mit 
hoher Wertigkeit für die Insektenfauna (Juni 2022). 
 
 
Abbildung 28: Die Obstwiese wird von der Station per 
Staffelmahd gemäht, das heißt, es entsteht ein Mosaik aus 
kurzen und hochwüchsigen Bereichen. Dadurch können Insekten 
und andere Wirbellose in die jeweils attraktivsten 
Habitatbereiche wechseln. Im Bild rechts blühen Wiesen-Pippau 
und Zottiger Klappertopf um die Wette (Juni 2022).

31 
 
 
Abbildung 29: Werden Bereiche mit vielen Wiesenblumen 
gemäht, kann das samenhaltige Schnittgut wiederum zur 
Animpfung artenarmer Wiesenbereiche genutzt werden (Juni 
2022). 
 
Abbildung 30: Hier wurde ein halbes Jahr zuvor ein kleines Stück 
Wiese mit einer lichtundurchlässigen Folie abgedunkelt und die 
Grasnarbe dadurch zum Verrotten gebracht. Solche kleinen 
Flächen können dann zur Wiesenmahd mit samenreichem Heu 
bedeckt werden – quasi eine Madhgutübertragung im Kleinen. 
(Juni 2022). 
 
 
Abbildung 31: Nach der Sommertrockenheit fangen Fettwiesen 
auf gut mit Nährstoffen versorgten Böden ein zweites Mal an 
üppig emporzuwachsen. Daher muss auf solchen Flächen eine 
zweite Mahd im Herbst durchgeführt werden, damit die 
Wiesenpflanzen über den Winter genug Licht in Bodennähe 
bekommen. Hier ist die Mahd mit dem Balkenmäher zu sehen 
(Oktober 2022). 
 
Abbildung 32: Der Grasschnitt kann als Mulch um die 
Baumscheiben älterer Bäume verteilt werden, wenn es auf der 
Fläche keine besonderen Wühlmausprobleme gibt. Dadurch kann 
der Wiese mehr Licht verschafft werden, während die Obstbäume 
durch die langsam zersetzende Biomasse mit Nährstoffen 
versorgt werden (Oktober 2022). 
 
  
606.02 Nüssenberger Busch Ost 
Bezirk:  Chorweiler Flächengröße: 0,31 ha 
Stadtteil:  Pesch Anzahl Bäume: 31 Bäume 
 
Fläche. Etwa Mitte der 1990er Jahre wurden durch Ehrenamtliche des Kölner Naturschutzes am Nordrand 
eines Waldstücks im Nüssenberger Busch Obstbäume gepflanzt. Vermutlich erfolgte die Pflanzung zeitgleich

32 
 
mit der Schwesterfläche Nüssenberger Busch West, und durch dieselben Akteure. Aus heutiger Sicht waren 
diese Anfänge im Bereich Streuobst fachlich wenig durchdacht. So wurden um die Obstbäume Riegel aus 
Wildsträuchern gepflanzt, die nach wenigen Jahren bereits zum Problem für die Obstwiese wurden und sie zu 
überwachsen drohten. Spätestens seit den 2000er Jahren lässt sich auf den Luftbildaufnahmen dann auch eine 
allmähliche Verbrachung der Obstwiese erkennen. Vermutlich löste sich die Pflegetruppe zu dieser Zeit aus 
Altersgründen auf und die Obstwiese fiel in einen Dornröschenschlaf. Ab 2018 wurden dann erste Maßnahmen 
durch die Station umgesetzt, wobei die Aktivitäten sich schnell auf die Freiflächen südwestlich der 
ursprünglichen Pflanzung konzentrierten, da diese bereits mehr oder weniger im vorrückenden Wald 
verschwunden war. 
Baumbestand. Der ursprüngliche Baumbestand besteht vorwiegend aus Birnbäumen sowie einigen Äpfeln 
und Kirschen. Diese stehen heute im Waldrand und werden zunehmend beschattet. Einige dieser Bäume 
existieren auch nicht mehr. In den letzten Jahren wurden durch die Station neue Obstbäume seltener Sorten 
südwestlich des Altbestandes gepflanzt. 
Biotopqualität. Sehr strukturreiche Obstwiese mit vielen ökologisch wertvollen Sonderstrukturen wie etwa 
Totholzhecken und Waldsäumen. Die Wiese wurde 2021 durch eine Mahdgutübertragung auf drei Streifen mit 
artenreichem Spenderheu aus der Flittarder Aue angereichert. Dadurch konnte der Kräuteranteil stellenweise 
deutlich gesteigert werden. 
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden Maßnahmen in den Bereichen Jungbaumschnitt, 
Baumscheibenpflege, Wässerung von Jungbäumen sowie Biotoppflege (Entkusselung) durchgeführt. 
Gesamtbewertung. Es zeichnet sich ab, dass der Altbestand der Streuobstwiese, der sich zwischen dem 
Waldrand und einer vorgeschobener Gehölzpflanzung befindet, nicht ohne größere forstliche Eingriffe zu 
erhalten ist. Hier muss entweder in den kommenden Jahren ein Teil der umliegenden Bäume entnommen 
werden, oder der Altbestand wird als Obstwiesenbrache der Sukzession überlassen. Eine maschinelle Mahd mit 
Schlepper ist spätestens seit dem Berichtsjahr 2020/21 aufgrund umgefallener Bäume und vorrückender 
Gebüsche nicht mehr möglich. Auf der Neufläche sind die Entkusselungsarbeiten noch nicht abgeschlossen und 
müssen in den kommenden Jahren fortgeführt werden, um eine Verwaldung zu verhindern.  
 
Abbildung 33: An einem blühenden Wilden Dost fanden sich 
Mitte Juli Wolken von Tagfaltern – ein Phänomen, das in Köln nur 
noch in Ausnahmefällen zu beobachten ist. Die hohe 
Insektendichte spricht für die ökologische Wertigkeit der 
Streuobstwiese Nüssenberger Busch Ost (Juli 2022).  
 
Abbildung 34: Blick auf die benachbarte Allee der vergessenen 
Birnensorten, eine Neupflanzung seltener Birnensorten, die seit 
2021 durch die Station umgesetzt wird. Die Streuobstwiese 
Nüssenberger Busch Ost grenzt direkt an den Fußweg am rechten 
Bildrand (Juli 2022).

33 
 
610.01 Waldwiese Kreuzfeld 
Bezirk:  Chorweiler Flächengröße: 0,7 ha 
Stadtteil:  Blumenberg Anzahl Bäume: 60 Bäume 
 
Fläche. Die Streuobstwiese Kreuzfeld gehört zu den kurioseren Streuobstbeständen im Portfolio der Station. 
Ihre Anfänge lassen sich bis in die Mitte der 1990er Jahre zurückverfolgen, als ein Teil der großen Ackerfläche 
in Grünland umgewandelt und mit Obstbäumen bepflanzt wurde. Mehr oder weniger zur gleichen Zeit schien 
die Fläche um die Obstbäume herum flächig mit Gehölzen bepflanzt worden zu sein. Der Sinn dieser 
Maßnahme erscheint aus heutiger Sicht mehr als fraglich, denn schon wenige Jahre später wuchs direkt um die 
Obstbäume herum ein Wald heran, der bis heute besteht und der Obstwiese ihren heutigen Namen verleiht. 
Baumbestand. Der Obstbaumbestand besteht vorwiegend aus Apfelbäumen gleichen Alters. Der gute Boden 
am Standort hat im Laufe der Jahre zum Teil riesengroße Baumkronen erzeugt, die dennoch mit den 
benachbarten Waldbäumen nicht mithalten konnten und besonders randlich unter starker Verschattung leiden. 
Aufgrund der lang ausgebliebenen Pflege haben sich ausgesprochene Naturkronen mit starken Verdichtungen 
ausgebildet. 
Biotopqualität. Die Wiese unter den Obstbäumen war lange Zeit Bestandteil eines Beweidungsvertrags und 
hätte durch eine Schafherde beweidet werden sollen. Dies ist allerdings zumindest in den letzten fünf Jahren 
unterblieben, so dass sich eine artenarme Grasfläche mit beginnender Gehölzsukzession entwickelt hat, die bei 
den Pflegearbeiten an den Obstbäumen hinderlich ist. Der Waldrand ist aus Sicht der Artenvielfalt sicher ein 
wünschenswertes Biotopelement, sollte jedoch dringend randlich auf den Stock gesetzt werden, um einen 
gestuften Waldmantel zu erzeugen und den Obstbäumen mehr Licht zu gewähren. 
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden erste Baumschnittmaßnahmen an einem Teil der Bäume 
durchgeführt. Da es sich um sehr große und dichte Baumkronen handelt, brauchen diese Arbeiten allerdings 
viel Zeit und werden in den kommenden Jahren Schritt für Schritt fortgesetzt. 
Gesamtbewertung. Die Streuobstwiese Kreuzfeld gehört zu den stark verbrachten Obstwiesen im Portfolio 
der Station. Durch ihre Lage inmitten eines Waldstückes ergeben sich zwei Jahrzehnte nach der Anlage 
wachsende Probleme mit dem vorrückenden Waldrand. Die Obstbäume stehen mehrheitlich gut, besitzen aber 
infolge lange ausbleibender Schnittmaßnahmen zum Teil riesige Naturkronen. 2018 war das letzte gute 
Ertragsjahr der Fläche. Aus diesem Jahr resultieren mehrere umfangreiche Astbrüche infolge von Vollbehang 
und ungünstiger Statik.

34 
 
 
Abbildung 35: Blick in den dichten Baumbestand vor Beginn der 
Schnittmaßnahmen (März 2022).  
 
Abbildung 36: Deutlich zu erkennen sind die hierarchisch 
ungeordneten Astebenen der Naturkronen mit ihren starken 
Überbauungen über den ursprünglichen Leitästen (März 2022). 
 
612.01 Krebelshof Altbestand 
Bezirk:  Chorweiler Flächengröße: 0,3 ha 
Stadtteil:  Worringen Anzahl Bäume: 21 Bäume 
 
Fläche. Der Streuobstbestand am Krebelshof gehört zu den ganz alten und damit besonders wertvollen 
Beständen in Köln. Der heutige Baumbestand ist der Überrest einer alten Obstpflanzung, die bis in die 1950er 
Jahre zurückverfolgt werden kann. In den ersten zwei Dekaden nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auf der 
Fläche zum Teil Gartenbau betrieben, eventuell auch mit kleinkronigen Obstgehölzen in Dichtpflanzung. Aus 
den Resten dieser Gartenbauanlage entstand dann vermutlich durch Reduzierung der Pflege eine Art 
Streuobstbestand, dessen letzte Altbäume auch heute noch auf dem Gelände westlich des Vierkanthofs stehen. 
Der Altbestand am Jugendzentrum Krebelshof umfasst derzeit 21 Bäume, von denen die meisten ein Alter von 
mehr als 50 Jahren aufweisen. Die Wiese wird im Sommer als Zeltplatz, Versammlungsort und Spielwiese für 
die Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen genutzt. Die Fläche ist daher als Rasen ausgeprägt und wird 
mehrmals jährlich gemäht.  
Baumbestand. Der Baumbestand gliedert sich in zwei Generationen auf. Die alte Baumgeneration entstammt 
noch aus dem Zeitraum 1950er bis 1960er Jahre und formt ein heute kaum noch erkennbares Pflanzraster, in 
dem die meisten der damals gepflanzten Bäume fehlen. In den letzten Jahren wurden durch die Station fünf 
Jungbäume nachgepflanzt, um den Baumbestand zu verjüngen. 
Biotopqualität. Abgesehen von den alten Obstbäumen stellt sich die Fläche aktuell als wenig wertvoll dar, 
was vor allem an der häufigen Mahd liegt, die aus der Wiese einen Rasen macht. Randlich geht die Fläche 
abrupt in weite übermannshohe Brombeerteppiche über. 
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden keine Maßnahmen durchgeführt. 
Gesamtbewertung. Es besteht derzeit ein moderater Pflegerückstand bei der Altbaumpflege. Manche der 
Bäume sind abgängig, einige fielen bereits vor Jahren um oder wurden im Rahmen der 
Verkehrssicherungspflicht gefällt. Die noch verbliebenen Altbäume sollen in den kommenden Jahren durch

35 
 
Verjüngungsschnitte (Kronenauslichtung, Kronenpflege, moderate Kroneneinkürzung zur Unterstützung einer 
Sekundärkronenbildung) in ihrem Zustand stabilisiert werden. 
Die Station steht mit der Leitung des Jugendzentrums in engem Kontakt und führt die Maßnahmen in 
Kooperation mit den dortigen Mitarbeitern durch.  
 
612.02 Krebelshof Ost 
Bezirk:  Chorweiler Flächengröße: 0,7 ha 
Stadtteil:  Worringen Anzahl Bäume: 48 Bäume 
 
Fläche. Jüngerer Streuobstbestand, der als Ausgleichsmaßnahme im Rahmen des Bebauungsplans am 
Krebelspfad etwa seit 2009 umgesetzt wurde. In der ersten Phase wurden 18 Obstbäume in der südwestlichen 
Ecke der Fläche gepflanzt. Etwa um 2017 wurden dann in einer zweiten Phase die restlichen Bäume gesetzt Die 
Fläche grenzt am Nordende an die Jakob-Sturm-Straße, im Westen an die Alte Straße. 
Baumbestand. Es handelt sich ausnahmslos um Obstbäume im Stadium des Kronenaufbaus. Das 
Sortenspektrum umfasst gängige Standardsorten, die zumindest teilweise nach der städtischen 
Empfehlungsliste ausgewählt wurden. 
Biotopqualität. Die in der zweiten Phase angelegte Wiese ist mit einer artenreichen Wiesenmischung eingesät 
worden und ist sowohl landschaftsästhetisch als auch ökologisch gut gelungen.  
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden keine Maßnahmen durchgeführt. 
Gesamtbewertung. Aktuell besteht noch ein moderater Pflegerückstand bei den Bestandsbäumen auf dem 
Südteil der Fläche, der in den kommenden Jahren Schritt für Schritt aufgelöst werden kann. 
 
715.01 Wesselinger Weg 
Bezirk:  Porz Flächengröße: 0,53 ha 
Stadtteil:  Langel Anzahl Bäume: 57 Bäume 
 
Fläche. Der Streuobstbestand am Wesselinger Weg gehört zu den Kölner Altflächen und geht auf eine alte 
Marktkultur zurück, die bereits auf Luftbildaufnahmen der 1970er Jahre zu erkennen ist. Insgesamt 10 Reihen 
dicht gepflanzte halb- oder niederstämmige Obstgehölze zogen sich über die Fläche, in deren Mitte mehrere 
kleine Gebäude bzw. Schuppen errichtet worden waren. Von dieser Vergangenheit zeugen noch immer 
zahlreiche niederstämmige Obstbäume im fortgeschrittenen Baumalter. Auch die Reste eines alten Fundaments 
sind noch immer im Gras der Wiese zu finden. Nachdem die Fläche zwischenzeitlich als Pferdeweide gedient 
hatte, fiel sie in den vergangenen Jahren zunehmend brach. Mittlerweile konnte die Wiese wieder in einen 
zweischürigen Pflegerhythmus überführt werden. 
Baumbestand. Besteht vorwiegend aus alten (> 50 Jahre alten) Obstbäumen auf Niederstamm oder 
Halbstamm. Teilweise sind auch nur noch durchgewachsene Wurzelunterlagen übrig, so etwa bei einigen

36 
 
abgestorbenen Birnbäumen, wo die Quittenunterlagen durchgetrieben und mittlerweile große Büsche geformt 
haben. 
Biotopqualität. Allgemein sehr hohe Biotopqualität durch viele Sonderstrukturen, Wildgehölze und 
Randzonen. Die Wiese selbst ist hingegen sehr artenarm und besteht vor allem aus wenigen Arten von 
Süßgräsern. Aus diesem Grund wurde 2020 eine Mahdgutübertragung auf zwei Streifen durchgeführt und 
Spenderheu vom nahegelegenen Rheindeich aufgetragen. Zumindest einer der beiden Streifen hat sich in der 
Folgezeit sehr positiv entwickelt. 
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden Maßnahmen in den Bereichen Baumschnitt, Entbuschung, 
Wässerung und Baumscheibenpflege bei Jungbäumen durchgeführt. 
Gesamtbewertung. Auf der Basis von Gutachten zum PEPl N11 sowie in daran anschließenden Diskussionen 
wurde auf die schlechten Bodenverhältnisse auf der Fläche hingewiesen. Aufgrund der holozänen Sand- und 
Kiesablagerungen im Bereich der Niederterrasse besteht ein örtlich stark variierendes, meistenteils jedoch sehr 
geringes Wasserspeichervermögen, unter dem viele der Obstbäume gerade in den vergangenen Trockenjahren 
gelitten haben.  
Erste Instandsetzungsarbeiten an den Bäumen konnten in den vergangenen Jahren durchgeführt werden. Vor 
allem die stark auftretenden Stamm- und Stockausschläge wurden mehrfach beseitigt. Im Berichtszeitraum 
konnte darüber hinaus ein erheblicher Teil der Verbuschung aufgelöst werden, mehrere Obstbäume wurden 
aus einem Brombeerdickicht befreit.

37 
 
 
Abbildung 37: Winterarbeiten auf der Fläche Wesselinger Weg. 
Da die Obstwiese in den letzten Jahrzehnten stark zugewachsen 
war, mussten teilweise Gehölze entnommen werden. Im Bild zu 
sehen ist ein Pflaumenbaum, der von Wildgehölzen und 
durchgetriebenen Schösslingen der Unterlage befreit wird 
(Januar 2022). 
 
Abbildung 38: Ehrenamtliche Mitglieder des Arbeitskreises bei 
Freistellungsarbeiten im Winter (Januar 2022). 
 
Abbildung 39: An der nordöstlichen Längsseite der Fläche war 
eine Gruppe von alten Birnbäumen komplett von einem Dickicht 
aus Brombeeren überwachsen. Die Bäume konnten wieder 
freigestellt werden (Januar 2022). 
 
Abbildung 40: Einige der Birnbäume waren bereits abgängig, 
anderen können voraussichtlich durch Revitalisierungssschnitte in 
den kommenden Jahren wieder hergestellt werden (Januar 2022).

38 
 
 
Abbildung 41: Blick auf die Obstwiese Wesselinger Weg im 
Frühsommer. Während die Wiese an den meisten Stellen fast nur 
aus Süßgräsern besteht… 
 
Abbildung 42: …zeigt sich einer der beiden 
Mahdgutübertragungsstreifen kräuter- und blütenreich. 
Besonders die trockene, basische Böden liebende Skabiosen-
Flockenblume konnte in einer großen Population auf der Fläche 
angesiedelt werden (Mai 2022). 
 
 
715.04 Biotopwiese Bitzgen 
Bezirk:  Porz Flächengröße: 0,56 ha 
Stadtteil:  Langel Anzahl Bäume: 25 Bäume 
 
Fläche. Die Biotopwiese Bitzgen liegt in der Rheinaue vor dem Rheindeich von Langel (rrh.) und ist ringsum 
von Auenwald umgeben. Obwohl die Obstbäume aufgrund der guten Bodenverhältnisse stark gedickt sind und 
heute zum Teil mächtige Stämme aufweisen, ist die Obstwiese jüngeren Datums als man zunächst meinen 
könnte. Aus den alten topographischen Karten (Tranchotkarte, Preußische Kartenaufnahmen) ist eindeutig 
ersichtlich, dass die Aue vor dem Deich im 19. und 20. Jh. nicht gartenbaulich genutzt worden war. Erste 
Hinweise auf die Anlage einer Obstwiese an dieser Stelle finden sich erst in Luftbildaufnahmen von Anfang der 
1990er Jahre. Bereits damals war das Gebiet bewaldet. Nur der Bereich der heutigen Obstwiese bestand aus 
einer Lichtung, und hier sind Mitte der 1990er Jahre erste kleine Obstbaumkronen auf den Luftbildern zu 
entdecken. Ob es sich dabei um eine alte Ausgleichsmaßnahme handelt, ist uns aktuell nicht bekannt. Die 
eingebaute Lage mitten im Wald ist allerdings für Obstbäume aufgrund der schlechten Durchlüftung und dem 
randlichen Lichtmangel bekanntlich sehr schwierig. In den vergangenen 20 Jahren scheint zudem keine oder 
kaum Pflege der Fläche erfolgt zu sein, so dass die Baumkronen stark verdichtet und hierarchisch völlig 
ungeordnet sind („Naturkronen“). 
Baumbestand. Besteht aus etwa 25 Apfel- und Birnbäumen. Die Pflanzung ist scheinbar ohne Pflanzraster 
erfolgt, so dass die Bäume wie zufällig auf der Fläche verteilt stehen. Die völlig ungeordnet gewachsenen 
Baumkronen berühren sich an vielen Stellen bzw. sind ineinander verwachsen. Teilweise sind in den letzten 
Jahren starke Äste aufgrund von Fruchtbehang gebrochen. 
Biotopqualität. Die Wiese unter den Bäumen ist so stark beschattet und reich mit Nährstoffen versorgt, dass 
sich nur wenige konkurrenzkräftige Pflanzen behaupten können. 2020 war ein großer Bestand von Drüsigem 
Springkraut auffällig. 2022 schien die Fläche vorwiegend mit Brennnesseln und Brombeeren bedeckt zu sein.

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Gegenwärtig ergeben sich ökologisch wertgebende Aspekte durch den nahen Waldrand und die relative 
Ungestörtheit der Fläche. 
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden keine Maßnahmen durchgeführt, da die Fläche nach wie vor kaum 
zugänglich ist. Mit dem Grünflächenamt wurde vereinbart, dass die Baumpflege nach Durchführung von Mahd 
und Entbuschungsmaßnahmen aufgenommen werden soll. Dies könnte nach gegenwärtigem Stand 2023/24 
erstmalig der Fall sein. 
Gesamtbewertung. Die Baumkronen bedürfen dringend einer mehrjährigen Kronenregeneration und sind in 
entsprechend wildem Zustand. Die Wiese wächst randlich mit Brombeeren und Gehölzen zu, so dass hier 
randlich eine Durchpflegung des Gehölzbestands erfolgen müsste. 
 
805.01 Waldbadviertel Schwetzinger Straße 
Bezirk:  Kalk Flächengröße: 1,53 ha 
Stadtteil:  Ostheim Anzahl Bäume: 134 Bäume 
 
Fläche. Nördlich der GAG-Siedlung Waldbadviertel in Ostheim wurde etwa 2017 als Ausgleichsmaßnahme 
eine große Streuobstwiese angelegt. 
Baumbestand. Der Bestand ist mittlerweile auf über 130 Obstbäume angewachsen und stellt damit eine der 
größten Kölner Streuobstwiesen dar. Die Bäume sind allesamt Jungbäume in den ersten Standjahren, ihre 
Kronen befinden sich dementsprechend noch in der Aufbauphase. Bei den ursprünglich gepflanzten Sorten 
handelt es sich um gängige Standardsorten. In den letzten Jahren hat die Naturschutzstation einige weitere 
Jungbäume seltener Sorten gepflanzt, die das Sortenspektrum gezielt diversifizieren und für eine bessere 
Bestäubung sorgen sollen. 
Biotopqualität. Da sich die Fläche in viel frequentierten Stadtpark befindet, ist die Biotopqualität des 
Streuobstbestands begrenzt. Die Wiese wurde in den vergangenen Jahren als einschürige Langgraswiese 
gepflegt, mit einer späten Mahd im Frühherbst. Dies hat dazu geführt, dass die Wiese mittlerweile fast nur noch 
aus Gräsern besteht und einen dementsprechend geringen ökologischen Wert besitzt. 
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden Maßnahmen in den Bereichen Baumschnitt (Kronenformierung bei 
Jungbäumen), Wässerung und Baumscheibenpflege durchgeführt. 
Gesamtbewertung. Ein Pflanzschnitt sowie eine fachgerechte Kronenformierung sind in den ersten Jahren 
nicht erfolgt. Dies konnte in den vergangenen beiden Berichtsjahren teilweise behoben werden. Die 
Baumpflege der Station hat bereits zu sichtbar gestärkten Kronen der Jungbäume geführt. Die Umstellung auf 
eine naturgemäße Obstbaumkrone muss in den kommenden Jahren durch jährliche Schnitte weiterverfolgt 
werden. 
 
904.02 Ferdinand-Stücker-Straße 
Bezirk:  Mülheim Flächengröße: 0,56 ha 
Stadtteil:  Hohlweide Anzahl Bäume: 30 Bäume

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Fläche. Die Obstweide liegt östlich der Isenburgwiesen etwas versteckt hinter der Wohnbebauung. Von der 
Ferdinand-Stücker-Straße ist sie nur durch einen schmalen Weg zugänglich. Sie wird aktuell als Weidefläche 
für Pferde und Esel genutzt. 
Baumbestand. Die rund 30 Obstbäume befinden sich in unterschiedlichem Alter. Einige von ihnen sind bereits 
Baumveteranen im hohen Alter mit besonderem ökologischem Wert. Daneben wurden zwischen 2007 und 2010 
Obstbäume von städtischer Seite nachgepflanzt, vermutlich dem gängigen Standardsortiment entsprechend. 
Biotopqualität. Die Obstweide grenzt im Westen an Baumreihen und Entwässerungsgräben, die das Flurstück 
vom Grünland östlich der Isenburg trennen. Aufgrund dieser vielfältigen Randstrukturen besitzt die Fläche eine 
gewisse Wertigkeit. Die Weide selbst ist hingegen relativ artenarm und grasdominiert. 
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden Winterschnittarbeiten an den Obstbäumen durchgeführt. 
Gesamtbewertung. Eine Kronenpflege an den Obstbäumen ist erkennbar auf längere Zeit nicht durchgeführt 
worden. Auch die Baumscheiben und Stammbereiche innerhalb der Vierböcke sind länger nicht bearbeitet 
worden und benötigen dringende Pflege. Im vorherigen Förderzeitraum 2020/21 konnte bereits eine Erstpflege 
an den Obstbäumen erfolgreich durchgeführt werden, die im Berichtsjahr 2021/22 fortgesetzt worden ist. Es 
besteht weiterhin ein gewisser Pflegerückstand, der in den kommenden Jahren beseitigt werden muss. 
 
904.03 Kochwiesenstraße 
Bezirk:  Mülheim Flächengröße: 0,8 ha 
Stadtteil:  Hohlweide Anzahl Bäume: 24 Bäume 
 
Fläche. Die Obstweide an der Kochwiesenstraße besteht aus mehreren Flurstücken, die in den vergangenen 
Jahrzehnten durch Tiere (zuletzt Rinder) beweidet wurden. Etwa um 2008 wurden im Südwesten der Fläche 
Obstbäume gepflanzt. Es handelt sich also nicht um eine historische Obstweide. 
Baumbestand. Besteht aus Äpfeln, Birnen, Pflaumen und Quitten, die in den ersten Standjahren 
augenscheinlich keine fachgerechte Kronenformierung bekommen hatten. 
Biotopqualität. Relativ artenarme Rinderweide ohne wertgebende Sonderstukturen. 
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden die Maßnahmen im Bereich Baumpflege durchgeführt. 
Gesamtbewertung. Die Rinderbeweidung hat bei den Bäumen eine unten wie abgeschnitten wirkende 
Kronenform entstehen lassen. Die Stammausschläge haben an einigen Bäumen durch den ständigen Verbiss 
enorme Ausmaße angenommen. Von einigen Ausnahmen abgesehen stehen die Bäume mehr oder weniger 
gesund, allerdings ist an den Baumkronen baumpflegerisch in der Vergangenheit nur wenig gearbeitet worden. 
Eine klare Kronenhierarchie mit steil formierten Leitästen ist nicht erkennbar. Die maroden und 
eingewachsenen Verbissschützer konnten im Berichtszeitraum abgebaut und durch Casanet-Verbissschützer 
ersetzt werden.

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907.01 Am Weißen Mönch Süd 
Bezirk:  Mülheim Flächengröße: 1,28 ha 
Stadtteil:  Dünnwald Anzahl Bäume: 102 Bäume 
 
Fläche. Die Streuobstwiese am Weißen Mönch Süd stellt mit über 100 Obstbäumen einen der größten Kölner 
Streuobstbestände dar. Die weitläufige, in Viereckpflanzung realisierte Wiese mit ihren hochgewachsenen 
Obstbäumen prägt wesentlich die Landschaft entlang des Mutzbaches und lädt zu einem Spaziergang unter den 
Baumkronen ein. Die Obstbäume wurden erst etwa 1999 gepflanzt, es handelt sich also nicht um einen 
historischen Streuobstbestand, auch wenn die Bäume bereits eine stattliche Größe erreicht haben. 
Baumbestand. Besteht aus Äpfeln, Birnen, Kirschen und Pflaumen gängiger Standardsorten. Eine 
fachgerechte Baumpflege scheint in den ersten Standjahren nicht regelmäßig erfolgt zu sein, anders lassen sich 
die ungegliederten Kronenbilder kaum erklären. 
Biotopqualität. Die Wiese unter den Bäumen wird derzeit als Kurzrasenfläche gepflegt und viermal jährlich 
gemulcht. Dadurch bleibt sie in ihrer pflanzlichen Vielfalt weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Lediglich im 
Frühjahr ergibt sich mit der Blüte von Löwenzahn und Gänseblümchen ein nennenswerter Blühaspekt. 
Darüber hinaus gibt es derzeit keine ökologisch wertgebenden Strukturen auf der Wiese, die die Artenvielfalt 
positiv beeinflussen könnten. 
Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden Maßnahmen im Bereich Baumschnitt durchgeführt. 
Gesamtbewertung. Aufgrund unregelmäßiger Kronenpflege besteht aktuell ein moderater Rückstand bei der 
Baumpflege. Die meisten Bäume zeigen ausgeprägte unstrukturierte Naturkronen. Vereinzelte Astbrüche 
deuten darauf hin, dass die Statik der Gerüstäste bei vielen der Bäume leicht bis moderat beeinträchtigt ist. Die 
Auslichtung und Neuformierung der Kronen wird in den kommenden Jahren auf mehrere Pflegeintervalle 
verteilt.  
 
907.02 Am Weißen Mönch Nord 
Bezirk:  Mülheim Flächengröße: 0,17 ha 
Stadtteil:  Dünnwald Anzahl Bäume: 15 Bäume 
 
Fläche. Kleine Schwesterfläche der zuvor besprochenen, zeitgleich angelegt. Liegt am nördlichen Ende der 
Wiese, wo die Straße gleichen Namens den Mutzbach überquert. 
Baumbestand. Besteht aus 15 Apfelbäumen, mit einigen Fehlstellen im Bestand, an denen scheinbar 
Jungbäume kurz nach der Pflanzung wieder eingegangen waren. 
Biotopqualität. Verfügt über keine ökologisch relevanten Sonderstrukturen. Einzig der nahe Bachlauf des 
Mutzbachs mit dem gepflanzten Galleriewald aus Hybridpappeln bietet zusätzliche Biotopelemente. Die Wiese 
zu Füßen der Obstbäume ist ähnlich entwickelt wie auf der größeren Südfläche, mit wenigen Kräutern, die sich 
vor allem unter den Baumkronen halten können (vermutlich aufgrund seltener Mahd, da die Maschinen unter 
den Kronen nicht arbeiten können).

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Maßnahmen. Im Förderzeitraum wurden Baumschnittmaßnahmen durchgeführt. 
Gesamtbewertung. Im Förderzeitraum konnten die Arbeiten des Vorjahres weitergeführt werden. Es wird 
darauf geachtet, die Kronenneuformierung schrittweise vorzunehmen, um keine unnötige Triebreaktion der 
Obstbäume zu provozieren.

Beratungsverlauf (9)

25.05.2023 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 7.5 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
01.06.2023 Bezirksvertretung 5 (Nippes)
TOP 10.2.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
05.06.2023 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal)
TOP 11.3.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
05.06.2023 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)
TOP 10.2.6 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
06.06.2023 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)
TOP 10.2.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
12.06.2023 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld)
TOP 12.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
13.06.2023 Bezirksvertretung 7 (Porz)
TOP 10.2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
14.08.2023 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 10.2.12 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
24.08.2023 Bezirksvertretung 8 (Kalk)
TOP 10.2.6 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1535/2023
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
15.05.2023
Erstellt
08.05.2023 15:46