AN/1278/2017
NRW-Sportschule in Köln zukunftsfähig aufstellen
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SPD Anfrage nach § 4
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An den Vorsitzenden des Sportausschusses Herrn Peter Kron Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 11.09.2017 AN/1278/2017 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Sportausschuss 14.09.2017 NRW-Sportschule in Köln zukunftsfähig aufstellen Sehr geehrter Herr Kron, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker, die NRW-Sportschule wird in Köln seit dem Schuljahr 2014/15 im Rahmen eines Verbundes vierer Schulen umgesetzt. Diese sind das Apostelgymnasium als Leit- schule des Verbundes, die Elsa-Brändström-Realschule, das Hildegard-von- Bingen-Gymnasium und das Alfred-Müller-Armack-Berufskolleg. Mit diesem wei- terführenden Schulangebot, welches den vorher in Köln schon bestehenden "Verbund sportbetonter Schulen“ weiterentwickelt hat, besteht für sportbegeis- terten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit Leistungssport und Schulunter- richt gezielt unter einen Hut zu bringen und die erforderliche Förderung zu erfah- ren. Die Funktionsfähigkeit des in NRW einzigartigen Verbundes ist dringend zu erhal- ten. Sie wird unter anderem dadurch sichergestellt, dass eine der Schulen als Leitschule gegenüber dem Land fungiert. In der vergangenen Woche haben da- her die beiden zuständigen Landesressorts Schule und Sport die Schulen und die Stadtverwaltung zu einem Gespräch eingeladen. Für Köln muss geklärt werden, dass der Verbund künftig zukunftsfest aufgestellt ist. Das Apostelgymnasium ist derzeit durch sich zuspitzenden Schulbaunotstand im Kölner Westen mit einer erheblichen Anzahl an zusätzlichen Zügen und Mehrklas- sen belastet. Um diese Situation abzuwenden hatte die Verwaltung bereits vor über zwei Jahren den Bau einer weiterführende Schule auf einem mindergenutz- ten Wiesengrundstück an der Aachener Straße/Herbesthaler Straße vorgeschla- gen. Jedoch haben CDU und Grüne dies in der Bezirksvertretung und im Stadtrat abgelehnt, mit der Begründung der Schutz von Insekten und Brombeerhecken habe an dieser Stelle Vorrang. Die Situation könnte für das Apostelgymnasium - 2 - wesentlich verbessert werden, wenn zumindest an anderer Stelle im Kölner Wes- ten die Entstehung neuer Schulplätze nicht weiter verhindert würde. Die Planung der Stadtverwaltung, die Elsa-Brändström-Realschule gemeinsam mit der Theodor-Heuss-Realschule in Lindenthal zu einer Gesamtschule zu entwi- ckeln, ist durch die negative Entscheidung der Schulkonferenz der Theodor- Heuss-Realschule derzeit nicht realisierbar. Die Elsa-Brändström-Realschule wür- de perspektivisch auch gerne die Rolle der Leitschule im Verbund übernehmen. Weitere Möglichkeiten zur Entwicklung des Schulstandortes müssen ausgelotet und im Ausschuss Schule und Weiterbildung thematisiert werden. Für die Sportstadt Köln ist der Erhalt des Systems der NRW-Sportschule und der damit verbundenen Fördermöglichkeiten für die Kölner Schülerinnen und Schüler von erheblicher Bedeutung. Gerade im Zusammenspiel mit den in Köln angesie- delten Profi-Vereinen, mit dem Sportinternat und der Sporthochschule sowie den hervorragenden Trainingsmöglichkeiten im Sportpark Müngersdorf bestehen hier herausragende Bedingungen, um den harten Weg in den Profisport zu ebnen. Sowohl auf Landesebene in den beiden zuständigen Landesministerien als auch durch die Stadtverwaltung Köln sind alle Hebel in Bewegung zu setzen, um dies aufrecht zu erhalten. Wenn eine Sportstadt mit ihren Sportlerinnen und Sportler entsprechende nationale und internationale Erfolge erzielen möchte, darf dieser Ausgangspunkt der Frühförderung nicht fehlen. Hierfür ist das derzeitige Konzept zu überarbeiten und sind auch weitere außerschulische Partner künftig enger ein- zubinden. Vor diesem Hintergrund bittet die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln, um die Beantwortung folgender Fragen: 1. Welche Ergebnisse konnten in dem Gespräch der Schulen, der Stadt Köln und der beiden zuständigen Landesressorts erzielt werden? 2. Wie stellt die Stadt Köln in Zusammenarbeit mit den beiden zuständigen Landesressorts sicher, dass das Angebot der NRW-Sportschule in Köln aufrechterhalten werden kann? 3. Welche Möglichkeiten bestehen, um im Umfeld des Sportparks Müngers- dorf, eine Leitschule für den Verbund sicherzustellen? Mit freundlichen Grüßen gez. Dr. Barbara Lübbecke Geschäftsführerin der SPD-Fraktion
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1278/2017
- Typ
- SPD Anfrage nach § 4
- Datum
- 11.09.2017
- Erstellt
- 11.09.2017 09:40