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0599/2022

Mündliche Anfrage der AfD-Fraktion zu den Orange Days

Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.) 23.02.2022

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Nächste Beratung: Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern, Sitzung am 14.03.2022, TOP 6.2

Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

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Richtlinie über die Nutzung der Kölner Bank

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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

2588 Zeichen

Gez. Prof. Dr. Diemert 
Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
II/03 
 
Vorlagen-Nummer  23.02.2022 
 0599/2022 
Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Si tzung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 14.03.2022 
 
Mündliche Anfrage der AfD-Fraktion zu den Orange Days 
Die AfD-Fraktion stellt am 1.Februar 2022 folgende mündliche Anfrage mit der Bitte um Beantwortung 
zur Sitzung des Ausschusses für die Gleichstellung von Frauen und Männern am 14. März 2022: 
 
Orange Days: Wie viele Bänke sind bisher erworben worden? Wie viel kostet eine solche Bank, wer 
ist der Ansprechpartner (bitte MailAdresse anfügen) und wo werden diese aufgestellt? 
 
 
Antwort der Verwaltung:  
 
Mit der Entwicklung einer individuellen Sitzbank zu den Orange Days 2021 entstand ein Format, das 
die Kölner Gesellschaft auf das Thema „Gewalt an Mädchen und Frauen“ aufmerksam macht.  
 
Den großen Erfolg dieser Bank bei den Orange Days 2021 aufgreifend, plant die Verwaltung mit sol-
chen Bänken weitere Aktionen. Um die Individualität und die Aussagekraft der Bank zu wahren, wur-
de eine Richtlinie über die Nutzung erstellt (siehe Anlage 1). 
 
Ein wichtiger Punkt hierbei ist, dass die Aktionen und der Bau neuer Bänke frei von parteilichen oder 
konfessionellen Inhalten und/oder Bezügen sind.  
Bisher wurde erst eine Bank gebaut; drei weitere Bänke in unterschiedlichen Designs sind beim 
Handwerkerinnenhaus Köln e.V. für 2022 in Auftrag gegeben worden. Die Grundidee nach heutigem 
Stand ist, dass nach der Umsetzung der Bankkampagne in jedem Kölner Stadtbezirk eine orangene 
Bank steht. 
 
Die Kosten für eine Bank belaufen sich auf 500 bis 700 Euro und variieren je nach den unbeständigen 
Materialkosten, dem jeweiligen Modell und unter der Voraussetzung, dass sie in Kooperation mit dem 
Handwerkerinnenhaus gebaut werden. 
 
Mit dem Handwerkerinnenhaus wurde vereinbart, dass die orangene Farbe und der Schriftzug „Kein 
Platz für…“ in Kombination mit der Bank die nächsten drei Jahre dem Amt für Gleichstellung von 
Frauen und Männern vorbehalten sind. 
 
Für die Aktionen mit der Bank, die auch Teil einer vom Gleichstellungsamt geplanten Großkampagne 
zum Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen und geschlechtsspezifische Gewalt sind, wird ein 
eigenes Konzept entwickelt. 
 
Der Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern wird regelmäßig über die weiteren 
Aktionen mit der Bank unterrichtet.  
 
Aktuell „überwintert“ die Bank in der Bahnhofsmission Köln und findet auch hier großen Zuspruch.

Richtlinie über die Nutzung der Kölner Bank

3610 Zeichen

Richtlinie über die Nutzung der Orangenen Kölner Bänke 
„Kein Platz für…“ 
 
Grundidee 
Mit der Entwicklung einer individuellen Bank sollte ein Format entstehen, das die Kölner 
Gesellschaft auf das Thema „Gewalt an Mädchen und Frauen“ aufmerksam macht. 
 
Auf Initiative des Amts für Gleichstellung von Frauen und Männern hat das 
Handwerkerinnenhaus Köln daher mit Mädchen im Projekt "Pfiffigunde – Prävention von 
Schulverweigerung" in 2021 eine erste orangene Parkbank entworfen und gebaut. 
Die bewusst in der Farbe Orange gestaltete Bank erhielt den Schriftzug „Kein Platz für 
Gewalt an Frauen und Mädchen“. Wie der Einsatz bei den Orange Days 2021 zeigte, wurde 
diese als lokales Symbol gegen Gewalt an Frauen und Mädchen von der Öffentlichkeit mit 
großem Zuspruch angenommen.  
 
Um den Symbolcharakter zu manifestieren und auch in weiteren Aktionen aufzugreifen 
wurden folgende Richtlinien entwickelt. 
 
Kooperationspartner*innen 
In der Förderung des aktiven Kölner Hilfesystems geschieht die Herstellung der 
ursprünglichen Bank und Nachfolgemodelle in enger Kooperation mit dem 
Handwerkerinnenhaus Köln e. V – was der Bank noch zusätzliche Sinnhaftigkeit, 
Nachhaltigkeit und Akzeptanz gibt. Dies gibt dem Handwerkerinnenhaus Köln e. V. ein 
Alleinstellungsmerkmal, außerdem stellt es auch eine sehr wirtschaftliche Variante dar, da 
keine Herstellungskosten anfallen. 
Mit dem Handwerkerinnenhaus Köln e. V wurde bilateral vereinbart, dass bei evtl. weiteren 
Bestellungen über andere Auftraggeber*innen die Farbe und der Spruch „Kein Platz für …“ 
für das Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern reserviert ist. 
 
Zielsetzung 
Ziel ist es langfristig mehrere Bänke auch in unterschiedlichen Designs aber stets in orange 
und der bekannten variabel einsetzenden Überschrift im gesamten Kölner Stadtbild zu 
platzieren und so ein sichtbares Zeichen gegen unterschiedliche Gewaltformen an Frauen 
und Mädchen und geschlechtsspezifische Gewalt zu setzen.  
Die Bankkampagne soll sich über mehrere Jahre erstrecken. 
 
Banknutzung 
Die Nutzung der Bank soll regelmäßig folgende Rahmenbedingungen erfüllen: 
 
1. Ein Zusammenhang zum Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen oder 
geschlechtsspezifischer Gewalt muss erkennbar und gegeben sein.

2. Der Inhalt muss den aktuell geltenden Konventionen und Gesetzen, sowie dem 
gängigen Forschungsstand zum Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen oder 
geschlechtsspezifischer Gewalt entsprechen. 
 
3. Die Aktion und der Bau weiterer Bänke in oben genanntem Stil müssen frei von 
parteilichen oder konfessionellen Inhalten und/oder Bezügen sein. 
 
4. Die Bänke sollen stets ein Allgemeinthema aus dem Gewaltbereich präsentieren und 
kein Einzelfälle. 
 
5. Die Bank kann und soll Mahnmal sein – aber immer für das zugeordnete Thema, 
damit sie die Gewaltformen in unserer Gesellschaft grundsätzlich sichtbar macht und 
immer für alle Betroffenen steht. 
 
Externe Nutzung 
Lokale Akteur*innen können die Bänke als Mittel nutzen und ausleihen, um mit diesen in 
geeigneter Form Öffentlichkeitsarbeit zur Enttabuisierung und Sensibilisierung für die 
Gewaltthematik zu generieren. Das bedeutet, jedes Ausleihen der Bank muss mit an eine 
der Aussage der Bank „Kein Platz für …“ entsprechende Aktion verbunden sein. 
 
Dabei müssen die oben aufgeführten Rahmenbedingungen sämtlich erfüllt sein. Die 
Überprüfung obliegt dem Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern. 
 
Kontaktdaten: 
Carolin Brener    Monika Koenen 
 0221 -221-24575     0221 -221-26490 
 Carolin.Brener@stadt-koeln.de   Monika.Koenen@stadt-koeln.de 
 
Köln im Januar 2022

Beratungsverlauf (1)

14.03.2022 Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern
TOP 6.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0599/2022
Typ
Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
Datum
23.02.2022
Erstellt
17.02.2022 15:04