3032/2022
Kinderoper Köln – Verlängerung der Förderung durch das Programm „Neue Wege"
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Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/46 Vorlagen-Nummer 3032/2022 Freigabedatum 13.10.2022 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Kinderoper Köln – Verlängerung der Förderung durch das Programm „Neue Wege" des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem NRWKULTURsekretariat für den Zeitraum 09/2022 – 12/2023 Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: 1. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass die zusätzlich durch die Bühnen akquirierte Förderung der Kin- deroper Köln aus dem Programm „Neue Wege“ des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen für den Zeitraum 09/2022 bis 12/2023 verlängert wurde und hierfür eine Fördersumme von 827.592 € bewilligt wurde. Eine Veränderung des Jahresergebnisses der Oper ist durch die Förderung nicht zu erwarten. Das Budget der Kinderoper ist so gestaltet, dass Aufwand und Ertrag deckungsgleich sind und somit ein neutrales Ergebnis erzielt wird. Es erge- ben sich ebenfalls keine Auswirkungen auf die Höhe des Betriebskostenzuschusses der Oper Köln bzw. auf den Gesamthaushalt der Stadt Köln. 2. Der Beitrag der Stadt Köln wird auf 548,7 T€ für die Spielzeit 2022/23 und auf 182,9 T€ für die Spielzeit 2023/24 (bis 31.12.2023) festgesetzt. Analog zum Ratsbeschluss vom 23.03.2021 (0062/2021) wird zur Finanzierung dieses Beitrags ein Teil des im Wirtschaftsplan der Bühnen Köln vorgesehenen Betriebskostenzuschussanteils der Oper in Höhe von 548,7 T€ für die Spiel- zeit 2022/23 und 182,9 T€ für die Spielzeit 2023/24 als Budget der Kinderoper bereitgestellt. Die Bereitstellung der Mittel erfolgt damit im Rahmen des bereits beschlossenen Wirtschaftsplans bzw. der Mittelfristplanung (1070/2022; Ratsbeschluss vom 20.06.2022). 3. Das bereits bekannte separate Berichtswesen für die Kinderoper Köln erfolgt weiterhin mit den Quartalsberichten der Bühnen, analog zum Ballet of Difference. Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln 25.10.2022 Finanzausschuss 31.10.2022 Rat 10.11.2022 2 Begründung Historie und Entwicklung der Kinderoper Köln Die Kinderoper Köln wurde 1996 als Teil der Oper Köln gegründet und seitdem kontinuierlich weiter- entwickelt und ausgebaut. Zunächst im Yakultzelt im Foyer der Oper Köln am Offenbachplatz behei- matet, übersiedelte sie in den ersten Jahren des Interims ins Alte Pfandhaus. Seit nunmehr 6 Jahren hat die Kinderoper im Saal 3 der Oper Köln im StaatenHaus eine eigene Spielstätte. Im Zuge der Ge- neralsanierung der Bühnen Köln wird die Kinderoper eine eigene Spielstätte erhalten. In den nun 25 Jahren ihres Bestehens hat sich die Kinderoper als stetig wachsendes Erfolgsmodell erwiesen. Die hohe musikalische und szenische Qualität konnte durch den Erhalt der Förderung aus dem „Neue Wege“-Programm weitergeführt und noch gesteigert werden. Das Publikum der Kinderoper Köln setzt sich nicht nur aus den Jüngsten oder Schulklassen zusam- men. Die Vorstellungen werden seit einigen Jahren auch von Menschen aller Altersgruppen gerne besucht. Bekannte Opern in k ürzerer Spieldauer, die generationenübergreifende Gemeinschaft im Zuschauerraum, der direkte Kontakt von jungen und alten Menschen ist auch für eine ältere Besu- cherschicht attraktiv – nicht nur im Rahmen des bundesweit einzigartigen Projekts „Oper für Jung und Alt“, das Menschen mit Demenzerkrankung den Besuch regulärer Kinderopern-Vorstellungen ermög- licht. Erreicht werden somit Operneinsteiger*innen und Opernliebhaber*innen jeden Alters. Neben den klassischen Opern im auf das Publikum zugeschnitten Format werden in der Kinderoper Köln Uraufführungen gezeigt und neue Opern in Auftrag gegeben, zuletzt war das „Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor“ zum Thema Demenz. Mit der Fassung des „Ring des Nibelun- gen“ für junges Publikum wurde die Oper Köln im April 2022 zum Gastspiel nach Yongin, Südkorea eingeladen. Mobile Produktionen für das ganz junge Publikum gehören zum Repertoire der Kin- deroper und werden in Kitas und Kindergärten in und rund um Köln aufgeführt. Ausbau und Weiterentwicklung dank der „Neue Wege“ -Förderung Mit Hilfe der „Neue Wege“-Förderung durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen konnte die Kinderoper wesentlich konsolidiert und sogar gestärkt werden. Dank der Schaffung einer eigenen Abteilun g „Kinderoper“ innerhalb der Oper Köln erhielt die Kinderoper ein eigenes Budget und eigenes Personal. Die Förderung durch „Neue Wege“ begann mit der Spielzeit 2020/21 und wurde zunächst auf 2 Jahre festgesetzt (mit einer Fördersumme von 1.241,4 T€ für die Spielzeiten 2020/21 und 2021/22). In diesen Förderzeitraum fielen die Corona -Lockdowns, die eine mehrfache Umplanung des Spiel- plans erforderten. Dennoch konnten alle für diese Spielzeiten geplanten Kinderopern -Produktionen realisiert werden: Die Fertigstellung des Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen für Jung und Alt“ von Richard Wagner (mit 26 Aufführungen in Saal 2 im StaatenHaus), die Uraufführung der Auftragsoper „Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor“ von Johannes Wulff-Woesten, die Uraufführung „Marla, die Maifliege“ von Ralf Gscheidle (mobile Produktion mit zahlreichen Aufführungen in Kinder- gärten und Senioreneinrichtungen), die Weiterentwicklung des Projekts „Oper für Jung und Alt“ mit intergenerativen Workshops für Kleinkinder und Menschen mit Demenzerkrankung, die deutsche Erstaufführung der Familienoper „Pünktchen und Anton“ nach Erich Kästner sowie die Wiederauf- nahme der Erfolgsproduktion „Die Kluge“ von Carl Orff. Außerdem zeigte die Kinderoper Köln „Das Rheingold für Jung und Alt“ und „Die Walküre für Jung und Alt“ in Südkorea, wohin sie zum Gastspiel eingeladen wurde. Im Corona -Lockdown im Winter/Frühjahr 2020/21 wurden die Kinderopern - Produktionen „Pünktchen und Anton“ sowie „Die Götterdämmerung für Jung und Alt“ mit großem Er- folg als Streaming veröffentlicht. Hierzu wurde ein umfangreiches digitales Begleitprogramm für Schulklassen und Familien angeboten, das der Kinderoper neue Zuschauergruppen, darunter För- derschulen, erschließen konnte. Das Land NRW verlängerte das För derprogramm „Neue Wege“ bis Ende des Kalenderjahres 2023 3 und bewilligte die Verlängerung der Förderung für die Kinderoper Köln für den Zeitraum 09/2022 bis 12/2023 mit einer Fördersumme von 827.592 €. Ab 2024 wird mit einer Verstetigung der Förderung gerechnet, die voraussichtlich nur noch 50 % der bisherigen Fördersumme betragen wird. Insofern ist mit einer entsprechenden Erhöhung des Beitrages der Stadt Köln zu rechnen. Beitrag der Stadt Köln Die Bereitstellung der Mittel erfolgt im Rahmen des bereits beschlossenen Wirtschaftsplans 2022/23 bzw. der Mittelfristplanung 2023/24 (1070/2022). Spielzeit 2022/23 in T€ Spielzeit 2023/24 in T€ Aufwand der Kinderoper „Neue Wege“ - 1.227,4 - 409,1 Förderung NRW 620,7 206,9 Erlöse aus Kartenverkäufen 49,5 16,4 Zuschüsse und Spenden 8,5 2,8 Eigenanteil der Oper / Umwidmung BKZ 548,7 182,9 Berichtswesen Weiterhin wird für die Kinderoper „Neue Wege“ ein separates Berichtswesen erfolgen. D.h., zusam- men mit den Quartalsberichten der Bühnen Köln wird es einen Bericht zur Kinderoper geben. Dies entspricht den Erfordernissen des Projektes, das zunächst auf 2 Jahre befristet und dann für weitere 1,5 Jahre verlängert wurde.
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3032/2022
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 13.10.2022
- Erstellt
- 13.09.2022 13:43