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0462/2020

Darstellung der Sparten, hier: Filmkultur

Mitteilung Ausschuss 19.02.2020

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 10.03.2020, TOP 2.1

Mitteilung Ausschuss

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0462-2020 Anlage 1 Szenebericht Filmkultur 2019-2020

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Mitteilung Ausschuss

1364 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VII/41/41/2 
 
Vorlagen-Nummer 19.02.2020 
 0462/2020 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 10.03.2020 
 
Darstellung der Sparten, hier: Filmkultur 
In seiner Sitzung am 07.09.2010 hat der Kulturausschuss die Verwaltung beauftragt, „den Sparten 
Musik, Darstellende Kunst (mit Theater und Tanz), Bildende Kunst (Fotografie) und Medien (Film, 
Literatur) die Möglichkeit zu geben“, regelmäßig über das Geschehen, die aktuelle Situation und die 
Perspektiven ihrer Arbeit schriftlich zu berichten. Dabei sollen Spartenvertretungen in ihren jeweiligen 
Bereichen auch die interkulturellen Aktivitäten und Entwicklungen berücksichtigen. Der Bericht soll – 
wie in der Vergangenheit – drei Seiten nicht überschreiten. Außerdem muss erkennbar sein, wer die 
Unterlage erstellt hat und wer in die Erstellung einbezogen worden ist. 
Die Vertreterinnen/Vertreter der Sparten sind zu der jeweiligen Sitzung einzuladen, um für Rückfra-
gen aus dem Ausschuss zur Verfügung zu stehen. 
Der Szenebericht der Sparte Filmkultur ist als Anlage beigefügt. Für Rückfragen im Ausschuss für 
Kunst und Kultur stehen Frau Dr. Maxa Zoller (Leiterin des Internationalen Frauenfilmfestivals Dort-
mund | Köln) und Herr Dirk Steinkühler (Vorstand KINOAktiv e.V.) zur Verfügung. 
 
 
gez. Laugwitz-Aulbach

0462-2020 Anlage 1 Szenebericht Filmkultur 2019-2020

8574 Zeichen

Anlage 1 
Szenebericht 2019/2020   
KINOaktiv / Filmkultur und Freie Filmszene in Köln 
 
 
Das Spektrum der Kölner Filmszene reicht von Produktionsfirmen, über 
Filmemacher*innen, Verleihe, gewerbliche Filmkunstkinos, Filmhochschulen, das 
Filmbüro NW und die AG DOK West bis hin zu Veranstalter*innen von national und 
international ausgerichteten Filmreihen und Filmfestivals. 
 
Viele der freien Filminitiativen und Festivals, die vor allem im Rahmen der 
Filmpräsentation und kulturellen Bildung arbeiten, sind im Verein KINOaktiv e.V. 
organisiert. Ihre Arbeit wird zu großen Teilen ehrenamtlich oder in Form kurzfristiger 
Beschäftigung geleistet. Es gibt im Filmbereich keine institutionalisierten städtischen 
Einrichtungen, insofern kommt der freien Filmszene die Aufgabe zu, die Stadt mit 
einem möglichst vielfältigen und kulturell anspruchsvollen Filmprogramm zu 
versorgen, das von den Filmkunst- und Mainstream-Kinos nur bedingt gewährleistet 
werden kann.  
 
Die Mitglieder von KINOaktiv sind aktuell:  
 
AG DOK West   dfi – Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW 
Allerweltskino e.V.  Edimotion (Filmplus) – tricollage gemeinnützige UG 
Feminale e.V.   Filmsociety / KUNSTSALON e.V. 
Filmclub 813 e.V.   Internationales Frauenfilmfestival Dortmund | Köln e.V. 
Filminitiativ Köln e.V.  Kurzfilmfreunde Köln e.V. / KFFK 
Filmreihe Köln   Videonale Scope / Videonale e.V. 
jfc Medienzentrum   Kino Gesellschaft Köln  
Köln im Film e.V.   LaDOC 
Soundtrack_Cologne 
 
 
Kooperationsprojekte und andere Erfolgsgeschichten 
 
Neben den Kölner Kino Nächten, die 2019 zum elften Mal stattfanden, gab es im 
vergangenen Jahr viele erfolgreiche Kooperationen der Akteur*innen der Filmszene. 
Cinepänz, das Kölner Kinderfilmfest, das seine 30. Ausgabe feierte, arbeitete zum 
Beispiel mit der Dokumentarfilminitiative und dem Kurzfilmfestival Köln zusammen. 
Mehrere freie Initiativen und Festivals, wie das Internationale Frauenfilmfestival 
(IFFF), LaDOC, Filmplus oder das Kurzfilmfestival Köln veranstalten regelmäßig 
gemeinsame Programme mit den Kölner Filmhochschulen KHM – Kunsthochschule 
für Medien Köln und ifs – internationale filmschule. Selbstverständlich kooperierten 
die Initiativen der Filmkultur auch vielfach mit Akteur*innen anderer Kultursparten. 
Filmplus arbeitete zum Beispiel mit dem Museum Ludwig und dem Theater im 
Bauturm zusammen.  
 
Die Lichtspiele Kalk haben sich als großartiger Ort der Filmkultur auf der rechten 
Rheinseite etabliert. Das Programm mit regulären Kinostarts wird ergänzt durch 
Klassiker der Filmkunst und abseitige Perlen des Genrefilms; u.a. Köln im Film, das 
IFFF und Cinepänz haben in den Lichtspielen erfolgreiche Programme veranstaltet.

Wir freuen uns sehr, dass das Afrika Film Festival im Juli 2019 mit dem Kölner 
Kulturpreis als Kulturereignis des Jahres 2018 ausgezeichnet wurde und dass die 
Stadt Köln beschlossen hat, die Förderung des Festivals zu verdoppeln. 
 
Neben mehreren Programmpreisen, die die gewerblichen Filmkunstkinos der Stadt 
im vergangenen Jahr erneut erhalten haben, wurde wie schon oft der Filmclub 813 
für sein herausragendes Programm ausgezeichnet. Der zweite Preis in der 
Kategorie „Kino, das zurückblickt“ beim Kinopreis des Kinematheksverbundes 2019 
zeigt, wie wertvoll der Filmclub in einer Stadt ohne städtisches, kommunales Kino 
ist. Ebenso wertvoll ist die Arbeit von Köln im Film e.V., die 2019 mit einer fünf 
Termine und drei Spielorte umfassenden Filmreihe zum Kölner Kabarettisten, 
Schauspieler, Autor und Filmemacher Heinrich Pachl für Aufmerksamkeit sorgten. 
Heinrich Pachl war mit vier Filmen auch beim erstmals von der AG DOK West 
organisierten dok/fest auf dem Ebertplatz vertreten. Hier fanden einen Tag lang 
Filmvorführungen, Lesungen und Diskussionsrunden statt. 
 
 
Marketing für Filmkultur in Köln 
 
Im Rahmen des Projekts „Marketing für Filmkultur 2019“, das KINOaktiv gemeinsam 
mit dem Filmbüro NW realisiert, wurde 2019 die Webseite Filmszene.Koeln, die die 
ganze Bandbreite der Filmveranstaltungen in Köln abbildet, neu aufgesetzt. Dazu 
wurde ein Trailer produziert, der online zu sehen ist und in einigen Kinos gezeigt 
wird. Die Kanäle Facebook und Instagram werden weiterhin erfolgreich bespielt. Mit 
Filmkulturama, dem Podcast für Filmkultur, von dem bereits zwei Folgen erschienen 
sind, wurde das Spektrum des Marketings für und des Austauschs über Filmkultur 
um ein weiteres, zeitgemäßes Modul erweitert. 
 
Des Weiteren freuen sich die Initiativen der Filmkultur darauf, in Zukunft in die 
Kampagne „Kultur lebt in Köln“ eingebunden zu werden und an einem gemeinsamen 
Kulturmarketing für Köln partizipieren und mitarbeiten zu können. 
 
 
Förder- und Abrechnungsbestimmungen des Kulturamts der Stadt Köln 
 
Einige der Kölner Initiativen und Festivals haben Probleme mit vereinzelten 
Förderbedingungen des Kulturamts der Stadt. Daraus resultieren folgende 
Forderungen: 
 
 Ehrenamtspauschalen sollten als förderfähige Ausgaben anerkannt werden. 
Sie bieten für gemeinnützig arbeitende Initiativen und Festivals eine wichtige 
Möglichkeit, Helfer*innen einsetzen und ohne Mehrkosten für 
Lohnbuchhaltung und Versicherungen bezahlen zu können. Hier geht es nicht 
darum, Mindestlöhne zu umgehen. Die Pauschale kann nur an Helfer*innen 
ausgezahlt werden, die nicht berufsmäßig in diesem Bereich arbeiten. Ihnen 
kommen die Pauschalen zugute, da sie der ehrenamtlichen Arbeit 
Anerkennung zollen.  
 
 Bewirtungskosten sollten als förderfähige Ausgaben anerkannt werden, wenn 
sie für die Durchführung von Veranstaltungen förderlich und notwendig sind. 
Bei der Wirtschaftsförderung ist dies möglich. Die Kultur ist hier benachteiligt. 
 
KINOaktiv ist – in Abstimmung mit dem Filmbüro NW – seit einiger Zeit im Gespräch 
mit dem Kulturamt bezüglich dieses komplexen Themenfeldes.

Kinosituation und Räume für Filmkultur in Köln 
 
Die freie Filmszene freut sich auf eine möglichst baldige Eröffnung des Filmhauses, 
das sicherlich für weitere Belebung und eine noch stärkere Vernetzung der Kölner 
Filmkultur sorgen wird! Bis dahin bleibt die Situation der geeigneten und 
bezahlbaren Räume für Filmvorführungen und Veranstaltungen der Kölner 
Filmszene angespannt. 
 
Zudem braucht die Stadt weiterhin einen Ort, an dem Filmgeschichte – und 
insbesondere Kölner Filmgeschichte – sichtbar gemacht und vermittelt werden kann! 
Ebenso fehlt ein größerer Ort mit mehreren Sälen für Filmveranstaltungen und 
Festivals sowie ein großer Saal für Premieren von Arthouse-Produktionen. 
 
 
Akteurin der Filmkultur: Internationales Frauenfilmfestival Dortmund | Köln 
(IFFF) 
 
Das Internationale Frauenfilmfestival Dortmund | Köln ist das größte Frauenfilm-
Festival Deutschlands und das einzige mit einem Wettbewerb. Das Festival trägt mit 
seinen dotierten Preisen einen Großteil dazu bei, dass Filme von Regisseurinnen 
gesehen werden – und zwar nicht nur während des Festivals. Viele Filme hatten 
ihren Kinostart in Deutschland dank der Zusammenarbeit des IFFF mit Verleihern. Es 
ist wichtig, diesen Filmen, die wie Seismographen unseren Weltzustand registrieren 
und analysieren, die Chance zu geben, ein breites Publikum zu erreichen, denn eine 
multikulturelle Gesellschaft braucht diverse Geschichten. 
 
Das Festival findet in diesem Jahr vom 24.bis 29. März in Köln statt und zeigt neben 
dem Wettbewerb für Debütspielfilme auch ein thematisches Programm, hier steht 
diesmal die Nachwendezeit im Fokus. Zudem gibt es queere Filmreihen und neueste, 
experimentelle Produktionen zwischen Kunst und Kino. Ein künstlerisch sowie 
pädagogisch sehr wichtiger Teil ist die Filmbildung für Kinder und Jugendliche von 
drei bis 18 Jahren. Ganz neu ist 2020 die Sektion Spot on, NRW!, in der das Festival 
einen Blick über die Schulter(n) der lokalen Filmszene wirft. 
 
Dialog, Diversität, Empowerment – das sind die drei Grundpfeiler des Festivals.  
Als ein Festival, dass sich auf die Filmarbeit von Frauen* spezialisiert,  
ist es im Kern gender-politisch und nimmt sehr aktiv an Gleichberechtigungs-  
und Antidiskriminierungsdebatten teil. Es nutzt die Plattform des Festivals sehr 
bewusst indem es das Kino auch als Ort des Austauschs und der Debatte einsetzt. 
Das Festival bedient so die Nachfrage nach Dialog, die vom Publikum im Zuge der 
Digitalisierung vermehrt an es herangetragen wird. Auch durch zahlreiche 
Kooperationen mit Kölner Partnern wie z.B. die ifs – internationale filmschule, KHM, 
Medica Mondiale, Cinepänz, LAG Lesben, um nur einige zu nennen, findet es 
Zugang zu einem immer größeren Publikum.

Beratungsverlauf (1)

10.03.2020 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0462/2020
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
19.02.2020
Erstellt
11.02.2020 10:03