2556/2021
Drastischer Ausbildungsabbau aufgrund von Corona - Beantwortung der Anfrage AN/1283/2021
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
4328 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/51 Vorlagen-Nummer 15.07.2021 2556/2021 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Wirtschaftsausschuss 26.08.2021 Ausschuss Schule und Weiterbildung 30.08.2021 Jugendhilfeausschuss 07.09.2021 Drastischer Ausbildungsabbau aufgrund von Corona - Beantwortung der Anfrage der FDP- Fraktion AN/1283/2021 aus der JHA-Sitzung vom 15.06.2021 Die FDP-Fraktion stellt in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses vom 15.06.2021 die folgende Anfrage: Die Corona Pandemie hat auf dem Ausbildungsmarkt starke Spuren hinterlassen. In den vergange- nen Jahren war die Ausbildungsquote zwar bereits rückläufig, seit 1976 gab es nicht mehr einen so großen Einbruch wie im Jahr 2020. Insgesamt wird ein Rückgang an Auszubildenden von 9.6% ver- meldet. Der gewaltige Einbruch wird besonders in den betroffenen Wirtschaftszweigen wie Gastronomie, Tou- rismus oder Hotellerie bemerkbar. Damit sind vor allem jene Ausbildungsplätze betroffen, die mit dem Hauptschulabschluss sowie mit der Fachoberschulreife Jugendlichen eine berufliche Chance bieten. Die Spaltung des Arbeitsmarktes wird dadurch noch einmal deutlich verschärft. Aufgrund falscher Fokussierung, das Abitur zur Mindestanforderung für unseren Ausbildungsmarkt zu entwickeln, rück- ten so Absolventinnen und Absolventen anderer Schulabschlüsse ins Hintertreffen. Die FDP-Fraktion bittet daher um die Beantwortung folgender Fragen: 1. Welche Wirtschaftszweige in Köln wurden in der Corona-Pandemie besonders getroffen? 2. Wie stark wurde der Ausbildungsmarkt in Köln durch die Corona-Pandemie beeinflusst? 3. Wie stark sind davon die Ausbildungen gerade für Haupt und Realschulabschlüsse betroffen? 4. Wie hoch war der Rückgang der Auszubildenden in Köln? Die FDP-Fraktion bittet die Verwaltung darum, die Beantwortung der Anfrage auch in den Wirt- schaftsausschuss und in den Ausschuss für Schule und Weiterbildung zu geben. 2 Die Verwaltung antwortet wie folgt: 1. Welche Wirtschaftszweige in Köln wurden in der Corona-Pandemie besonders getroffen? Besonders betroffen sind das Gastgewerbe, der Handel, Teile der Industrie und die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen 2. Wie stark wurde der Ausbildungsmarkt in Köln durch die Corona-Pandemie beeinflusst? Bei der Agentur für Arbeit meldeten sich im ersten halben Jahr des Beratungsjahres erneut weniger Bewerber als im Vorjahr. Auch die Zahl der angebotenen Ausbildungsstellen nahm ab. Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind vorhanden, wenn die Auswahl auch e twas geringer als in den vergangenen Jahren ist. Rein rechnerisch stehen 100 Ausbildungsbewer- bern aktuell 120 freie Stellen gegenüber. In den letzten beiden Jahren lag die Quote bei 100 Bewerbern zu 127 Stellen (2019/2020) und 100 Bewerbern zu 137 Stellen (2018/2019). (Stand Juni) 3. Wie stark sind davon die Ausbildungen gerade für Haupt und Realschulabschlüsse betroffen? Im aktuellen Ausbildungsjahr haben 1.037 Hautschüler das Beratungsangebot der Berufsbera- tung der Agentur für Arbeit Köln angenommen. Das sind 32 mehr als im Vorjahr (+3,2 Pro- zent). Unversorgt sind im Juni noch 471 Schülerinnen und Schüler (+4,7 Prozent zum Vor- jahr). 1.531 Realschüler lassen sich aktuell von der Agentur für Arbeit beraten. Im Juni waren das 198 weniger als im Vorjahr (-11,5 Prozent). 672 von Ihnen sind noch unversorgt gemeldet (+2,3 Prozent zum Vorjahr). 4. Wie hoch war der Rückgang der Auszubildenden in Köln? Im gesamten Beratungsjahr haben sich 3.973 Bewerberinnen und Bewerber bei der Kölner Berufsberatung gemeldet. Das sind 167 Personen weniger als im Jahr zuvor. Den Bewerbern stehen insgesamt 4.590 Ausbildungsstellen gegenüber. Das sind 667 weniger als im Jahr zu- vor. Aktuell sind noch 1.695 Bewerberinnen und Bewerber auf Ausbildungssuche. 1.948 Ausbil- dungsstellen sind Ende Juni noch unbesetzt. Das entspricht einer Relation von 1,2 Stellen pro suchenden Bewerber. Eine Bilanz zum Ausbildungsjahr wird im September eines jeden Jahres gemeinsam mit den Kammern gezogen. Aufgrund der Pandemie wird auch in diesem Jahr mit einer verlängerten Anmeldezeit beim Ausbildungsbeginn und einer verzögerten Ausbildungsstellenmeldung ge- rechnet. Gez. Voigtsberger
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2556/2021
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 15.07.2021
- Erstellt
- 13.07.2021 11:52