1771/2020
Mitteilung der Verwaltung zum Beschluss der Bezirksvertretung Mülheim vom 04.05.2020, TOP 8.1.3 (AN/0303/2020)
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Mitteilung BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/V/3 Vorlagen-Nummer 1771/2020 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 31.08.2020 Mitteilung der Verwaltung zum Beschluss der Bezirksvertretung Mülheim vom 04.05.2020, TOP 8.1.3 (AN/0303/2020) Mitteilung zum Beschluss der Bezirksvertretung Mülheim vom 04.05.2020, TOP 8.1.3 , Einrichtung einer Teilzeitstelle für den Verein „FEE – Fördern und Ernten e.V.“ aus Köln- Holweide (AN/0303/2020) Die Bezirksvertretung Mülheim hat in der Sitzung am 04.05.2020 einstimmig folgenden Beschluss gefasst: Die Bezirksvertretung beschließt, für den Verein „FEE – Fördern & Ernten e.V.“ aus Köln-Holweide eine feste Planstelle für Soziale Arbeit im Stadtteil bevorzugt für Mädchen und Frauen einzurichten. Nach eingehender Prüfung des Sachverhaltes unter Einbeziehung der beteiligten Fachbereiche mit Blick auf eine strategische Ausrichtung zu gleichgelagerten Forderungen aus anderen Bezirken, er- folgt die Stellungnahme zum Beschluss: Zur Einordung der Situation werden nachfolgend die vorhandenen Angebots- und Netzwerkstrukturen sowie die bereits neu eingeführten Maßnahmen im Stadtteil Holweide in einen Zusammenhang ge- stellt. Ausweitung des städtischen Programms „Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozialraumorien- tierung in Köln“ auf den Stadtteil Holweide im Stadtbezirk Köln Mülheim: Im Rahmen der konzeptionellen Weiterentwicklung des Programms „Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln“, das beim Dezernat V Soziales, Umwelt, Gesundheit und Woh- nen, bei der Stabsstelle Sozialplanung/Sozialberichterstattung angesiedelt ist, hat der Rat der Stadt Köln am 12.12.2019 eine räumliche Ausweitung des Programms beschlossen (TOP 10.15//Vorlage 3120/2019). Im Stadtbezirk Mülheim wurde der bisherige Sozialraum Buchheim/Buchforst (bis Ende 2020 mit ei- ner Stelle für die Sozialraumkoordination besetzt) in zwei neue Sozialraumgebiete geteilt, räumlich und auch personell erweitert. Im Ergebnis sind die beiden Sozialraumgebiete Buchforst/Mülheim-Süd und Buchheim/Holweide entstanden, die jeweils mit einer Stelle Sozialraumkoordination ausgestattet sind. Der Stadtteil Holweide wurde mit der Ausweitung neuer Teil des städtischen Programms „Le- benswerte Veedel – Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln“. Träger der Sozialraumkoordination Buchheim/Holweide ist die Buchheimer Selbsthilfe e.V., die seit Beginn des städtischen Programms Träger des ehemaligen Sozialraums Buchheim/Buchforst war. Die Stelle der Sozialraumkoordination für das Sozialraumgebiet Buchheim/Holweide wurde bereits mit 2 einer in der Sozialraumkoordination erfahrenen Kollegin besetzt. Mit dem Programm „Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln“ sollen durch Vernetzung und bedarfsgerechte Ausrichtung der unterschiedlichen vor Ort vorhandenen Unterstüt- zungsstrukturen die Lebenssituation und die Lebenslagen der Bürgerinnen und Bürger im Sozialraum verbessert werden. Im Fokus stehen hierbei insbesondere Quartiere im Sozialraumgebiet, die beson- deren Unterstützungsbedarf aufweisen. So wird die Sozialraumkoordination im Sozialraum Buch- heim/Holweide u.a. die Aufgabe verfolgen, die bestehenden Unterstützungs- und Hilfsangebote zu analysieren und in ein sozialräumliches Netzwerk zu integrieren. Die Angebote, Dienste und Einrich- tungen sollen durch die Sozialraumkoordination effektiver und zielgerichteter zur Verbesserung der Lebenssituation für die Bewohner*innen des Stadtteils Holweide miteinander vernetzt und ausgestal- tet werden. Mit dieser ganzheitlichen Betrachtung eines sozial belasteten Stadtteils wird gemeinsam mit den Akteuren vor Ort eine soziale Perspektive entwickelt, in dem die Bedarfslagen wie auch Si- cherung der erreichten Ziele verfolgt werden. Vor dem Hintergrund der derzeitigen Beratungs- und Betreuungssituation in Holweide ist dieser Prozess dringend erforderlich, um die bereitgestellten Res- sourcen auf ihre Wirkungen zur Verbesserung der Lebenssituation vor Ort zu bewerten und falls not- wendig zielgerichtet weiterzuentwickeln. Da diese Prüfung mit der Einrichtung der neuen Sozialraum- koordination im Stadtteil gerade erst begonnen hat, lässt sich derzeit (noch) keine Aussage für zu- sätzlich notwendige personelle Ressourcen treffen. Im Bereich der Gemeinwesenarbeit wurden bis zur Vakanz der Stelle und einem Trägerwechsel vergleichbare Angebote vorgehalten, wie sie nun im vorliegenden Antrag gefordert werden (vgl. dazu die Ausführungen unter “Unterstützungsmaßnahmen der Bewohnerinnen und Bewohner in Holweide durch GWA“). Zudem hält die Kompetenzagentur Mülheim vergleichbare Angebote vor. Der Verein „FEE – Fördern und Ernten e. V“ aus Köln-Holweide bietet kleinräumig angelegte, spezialisierte Hilfen im Sozialraum an. Für die Zielgruppe der Jugendbe- rufshilfe beabsichtigt die Rhein-Energie-Stiftung eine Förderung. Es erfolgt, vorbehaltlich der Durch- führung, im Sommer 2021 eine Auswertung dieses Projektes. Mit der konzeptionellen Ausweitung des Programms „Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozialraum- orientierung in Köln“ werden mit der Sozialraumkoordination verbindliche Verfahren zur Bedarfsermitt- lung entwickelt, die zur Optimierung der eingesetzten Ressourcen und sowie zur Bedarfsdeckung führen sollen. Im Rahmen dieser Entwicklung werden ermittelte Bedarfslagen immer im Kontext der sozialen Entwicklung des Stadtteiles betrachtet und vor dem Hintergrund der Zielsetzungen bewertet. Notwendig Vorschläge für eine bedarfsgerechte Ausrichtung werden vor Ort gemeinsam entwickelt. Sofern es sich um Zielsetzungen für die Sozialraumkoordination handelt, werden diese mit der Bür- geramtsleitung vereinbart und dokumentiert. Unterstützungsmaßnahmen der Bewohnerinnen und Bewohner in Holweide durch Gemeinwe- senarbeit (GWA) Mit Beschluss des Rates in 1995 wurde die dauerhafte Förderung der Gemeinwesenarbeit in Kölner Schwerpunktgebieten festgelegt. Im Stadtviertel Holweide-Ost wurde die aktivierende Bewohnerarbeit durch die Holweider Selbsthilfe e.V. durchgeführt. In 2016 hat der Rat auf der Grundlage des neu entwickelten Konzepts „Aktivierung und Beteiligung im Quartier“ die Mittel zur Förderung der Ge- meinwesenarbeit aufgestockt. Holweide-Ost wurde als eines von fünf Fördergebieten identifiziert. Seit Januar 2017 setzt dort das Diakonische Werk Köln und Region die Gemeinwesenarbeit um. Nach dem Weggang eines Mitarbeiters war im gesamten Jahr 2019 die Stelle nicht besetzt. Trotz intensiver Suche ist es dem Diakonischen Werk Köln und Region erst zum Januar 2020 gelungen, die Stelle mit einem geeigneten Bewerber wieder zu besetzen. Die städtisch geförderte Gemeinwesenarbeit hat das Ziel, die Bewohnerinnen und Bewohner eines Quartiers zu aktivieren und zu befähigen, ihr Lebensumfeld und ihre Lebensbedingungen eigenstän- dig zu gestalten. Sie wendet sich grundsätzlich an alle Bewohnerinnen und Bewohner eines Quar- tiers. Auch in Holweide-Ost ist es Aufgabe der Gemeinwesenarbeit, an den konkret festgestellten Interes- sen, Aktivitäten und Bedürfnislagen der Bewohnerschaft anzuknüpfen und daraus bedarfsgerechte Beratungs-, Aktivierungs- und Unterstützungsleistungen zu entwickeln. Im eigens dafür eingerichteten Quartiersbüro in der Gerhard-Hauptmann-Str. 58c ist die Gemeinwesenarbeit des Diakonischen 3 Werks Köln und Region verortet und erreichbar. Darüber hinaus arbeitet sie aufsuchend und schafft Vertrauen durch niederschwellige Arbeit mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Die Tätigkeit der seit Januar dieses Jahres neu besetzten Gemeinwesenarbeit in Holweide-Ost war aufgrund der einjährigen Stellenvakanz weitgehend gleichbedeutend mit einem Neustart. Da auf be- stehende Angebote nicht „aufgesetzt“ werden konnte, galt es zunächst Kommunikationsstrukturen wieder zu beleben, neu aufzubauen und zu stabilisieren. Im weiteren und fortlaufenden Prozess wer- den mit der Bewohnerschaft Angebote entwickelt, umgesetzt und bei Bedarf modifiziert. Dabei stre- ben die Fachkräfte der städtisch geförderten Gemeinwesenarbeit bei allen ihren Aktivitäten danach, die Selbsthilfekräfte und die Eigeninitiative der Menschen zu stärken. Sie fördern die im Stadtviertel vorhandenen Potentiale und Eigenressourcen. Fazit In der Gesamtbetrachtung wird seitens der Stadtverwaltung über die bereits vorhandenen und wieder umzusetzenden Angebote (GWA) hinaus derzeit noch kein weiterer Bedarf für den Einsatz von Sozi- alarbeitern gesehen. Im Stadtteil Holweide sind bereits Angebote verfügbar und Vernetzungsstrukturen vorhanden. Mit der Einbindung des Stadtteils Holweide in das Programm „Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozial- raumorientierung in Köln“, erhält der Stadtteil ein bewährtes Koordinierungs- und Steuerungsinstru- ment, das mit den konzeptionellen Erneuerungen die Vernetzung vor Ort stärken wird und mit der zielgerichteten Ausrichtung der unterschiedlichen Unterstützungs- und Betreuungsressourcen die Wirksamkeit der Maßnahmen verbessern wird. Im Rahmen der sozialräumlichen Betrachtung des Stadtteils Holweide werden im ämter- und dezer- natsübergreifenden Planungsprozess, Bedarfslagen geprüft und – sofern notwendig – entsprechende Vorschläge zur Bedarfsdeckung entwickelt. Vor dem Hintergrund der Zielsetzungen des Programms Lebenswerte Veedel und der Gesamtzielsetzungen der Stadt muss dann unter Berücksichtigung der verfügbaren Ressourcen entschieden werden, ob und welche Veränderungen notwendig sind.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (1)
- Straße 5
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Details
- Aktenzeichen
- 1771/2020
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 29.06.2020
- Erstellt
- 08.06.2020 14:34